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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-09 · Heft 2292 (9.7.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2292 (9.7.1925)
Date
1925-07-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M-SM ISBicit, "SönifttlKifl 14. Zionistenkongreß Kongreßabonnements Ständige Abonnenten der „Wiener Morgenzeitung“ erhalten die offizielle Kongreßzeitung zu bedeutend ermäßigten Bedingungen Oesterreich 8 3, Tschechoslowakei Kö 15, Polen ZI. 2, Rumänien Lei 120, Bulgarien Leva 70, 8. H. 8. Dinar 40, Italien Lire 15, Belgien Frcs. 12, Fratikre ch Frcs. 12, Schweiz und das übrige Ausland Frcs. 2.50, Deutschland Gmk. 2. Die Festnummer wird separat ausgegeben und kostet: Wien und Oesterreich S 1, Tschechoslowakei K5 6, Pskyi ZI. 1, Deutschland Omk. 1, Italien Lire 4, Rumänien Lei 15, Bulgarien Leva 12, Frankreich Frcs. 4, Belgien Frcs. 4, 8. H. 8. Dinar 12, Schweiz und das übrige Ausland Frcs. 1. Bestellungen LSL'L sofort aufgeben Reiseröstuns. m SaHe beginnt immer auf die gjlesche Weise. So im '^Februar oder März schreit 'irgend ein ganz Radikaler Plötz- ' Kch ans: Heuer werde er nicht wieder so dumm sein, sich in Oesterreich „limrzen" zu lassen und sür sein gutes Geld schlechtes Essen und mehr oder minder gut verhüllte Haken-! LveuAeroi ornzuiheiiNsen. Man müsse nicht immer ins Salz-! karmnergut oder an den Wörthersee gehen. Auch anderwärts ifedder Himmel blau ^wenn's Anfällig nicht regnet) und die! Wiesen grün. Der Aufgeregte begibt sich natürlich dann im i Sommer PülMich nach Ischl. Mein Mann aber sagt aus! dem Heimweg nachdeMich zu mir: ,MgenWich hat er doch recht, man muH wirMch nicht immer ins Salzkammergut! und du könntest einmal nach Vichy oder an den Bosporus; schreiben." Nu« sind wir eigentlich noch nie nach Ischl gej fahren, aber ich unterlasse es, diese Tatsache sistznstellen.! Erstens, weil berechtigte Einwürse Männer reizen, Zwei-!!t-ens, Iwöil ich mir nichts Besseres iwwjjdje als nach Ram-! lch zu schreiben. ' Damit sind wir kt die Woche der Korrespondenz ein-! getreten. DeW uns hente jemand eine tadellose Pension in j Biarritz Mit, so empfiehlt uns morgen ein anderer eine noch bessere in Hanrmevsest, die Kanarischen Inseln werden als ^erstrebenswertestes Sommerziel gepriesen, wogegen die! Lehmhütten von Island entschieden den Reiz der Besonder- ^heit haben. Wir werden zwischen SaMnien und der finnischen Seenplatte Hin und her geschleudert und befinden uns MerMch ganz wohl dabei. Me Orte, die uns empfohlen werden, haben, so verschon sie sonst auch sein mögen, .immer nur eins Miteinander gemein: das Leben kostet dort! nichts, schlechterdinigS nichts. Oder es hat doch wenigstens lim Jahve 1909 nichts gekostet. Aus stürmisches Verlangen Uder Ratgeber schreibe ich, schreibe an Hotels, Pensionen, ,Dorfschnllehver und eimual auch an einen Popen. Hie und «da kommt-auch eine Antwort. Sie beweist meistens nicht im«, daß Hobels aujsgelassen worden NNÄ Personen überlsiedelt sind, sondern darüber hinaus auch noch, daß sich seit 1909 manches in dev Welt geändert hat. Sogar die Pen- -sionspveise dev dänischen „Nestel. Wenn wir im Kopf ' schon ganz wirr geworden sind und die Gymnasiasten der 'Nachbarschaft mich zu grüßen!beginnen, weil sie auf die Briefmarken spekulieren, dann bringt Wein Wann das erste -Reisehandbuch nach Harvse. Jede andere Lektüre hat mit diesem Augenblick ihren! Nerz verloren. Was ist mir Faust neben den Perspektiven, die Sätze erschließen wie: „AuMühende Handelsstadt von! 14.361 E.» am r. User der . . . gelegen, Sitz eines Gerichtshofes, schwmtgvoller Handel mit gerupften Hanfstengeln, ^Sprungfedern und entrahmter Milch ... Man erfährt > mit einem Male ganz neue und ungeahnte Tatsachen, zum Beispiel, daß Städte wie Nantes wirklich existieren, daß Tours ein ganz selbständiger Ort ist und kein siamesischer Zwilling Von Pottiers sowie 'daß beide auch ohne „Graf" ausgesprochen werden können. Städte tauchen aus der Ver- : senkung längstverflossener ,DeograPhie"°-Stunden aus, an dir man nie wirklich geglaubt und die auf einmal-ein Post- und Telegraphenamt, Bäder und' Hotelomnibusse haben. Mit Staunen erhält man Kunde davon, daß in Frankreich intimer noch ein paar tausend Menschen leben, die der französischen Sprache nicht mächtig sind, sondem/sich mit dem B re ton ischen begnügen, nran w ird unterrichtet, daß zwischen den Sommergästen der Bretagne heftige Käytpfe über die Vorzüge der „Manche" (lies: ÄleMrelkanal) und des Atlantic toben und daß die Vendee nicht nur eine Erfindung französischer Romanschveiber ist, sondem gelegentlich auch eine Sommerfrische. Orte, die wir niemals auch nur dem Namen nach gekannt haben, bilden nufer Tischgespräch, und ehe man sichs versieht, ist man im Arrondissement Finistere so gut bekannt wie in Riede rösterreich. Der Briefwechsel mit diesen fernen Gegenden erweist sich als äußerst genußreich, da die wackeren Gastwirte entlegener Oevtchen in der Rechtschreibung nicht allzu gut Bescheid wissen und man in die erfreuliche Lage kommt, ihre Brief« mit roten KreuzÄn zu verzieren. Auch sonst ist der Verkehr mit den ll «orthographischen bedeutend vorzuziehen. Sie sind nur halb so teuer wie jene anderen, die wissen, daß man „belle vue" mit einem „e" zum Schluß schreibt und bieten außer- , dem noch Zider als Gratisttschge-tränik. _Wiener Mo^ftenzritANch._ Ter erste ausländische Fahrplan vollendet nur das Werk des Reisehandbuches. Frage ich meinen Mann, wie spät es ist, so antwortet er: „Wenn wir über Basel fahren, so haben wir Anschluß." Anschluß ist das Wort des Tages. Keine noch so inächtige politische Gruppe kann ihn uns verwahren. Mit Betrübnis stellten wir ans den: Hotclverzeichnis die Schweizer Preise fest. Erst jubelt man natürlich, ivenn man die niedrigen Ziffern liest. Aber nur allzu bald ergeben Berechnungen, daß 12 Franken, kosend Räppli genannt, eine tüchtige Menge Kronen bedeuten — die Räppli traben ein bißchen zu forsch für unseren Geschmack. Für die. französischen Franken weiß jeder, gefragt oder ungefragt, einen anderen Rat. Der eine weissagt aufs 'bestimmteste die Frankeninflation, der Nächste weiß genau, daß der Franken gestützt wird, der Dritte rät zu Dollar, der Vierte zu einem „laufenden" Kreditbrief. Worß nur leider nicht zu sagen» was das ist. Die eigentlichen Reifevorbewitungen sind beherrscht von den (Ättern des Lichtes und der Finsternis: der Schneiderin und dem Zahnarzt. Die Strategie ist beiden gegenüber gleich. Man redet ihnen ein, daß man am Mittwoch mit dem ersten Morgenzug abreift, daher soloohl die Plombe wie 'das Kostüm am Dienstag ,Meräußerst" fertig feitt müsse und bildet sich bis zu diesem Tag wirklich ein, daß einem die Behauptung geglaubt wird. Dabei gibt es in Wien keine Schneiderin, die schon einmal in ihrem Leben den wahren Reisetermin erfahren hätte. " Auf dem französischen Paßamt, wo matt im Wartezimmer, mit einem Dutzend Schicksalsgenossen zusammengefteckt, im Dunkeln hockt, begegnet man den Leuten, die Einreihung w die Fremdenlegion, suchen. Natürlich werden sie abgewiesen. Immerhin ist es traurig,' daß es Menschen gibt, die dem Krieg nachlaufen, vielleicht ihm nachlaufen müssen. Hat man einmal den gestempelten, vidierten Paß in der Tasche, dann ist man nicht mehr wiMch in Wien. Das merkt rnan am besten daran, wie gut es einem hier gefällt. Die unsympathischesten Menschen werden einem lieb und wert, wenn sie die Gewißheit umstrahlt, ihnen ein paar Wochen zu entrinnen. Und meine Beikannten sagen das ganze Jahr lang nichts, was auch nur annähernd so bedeutend und geistreich iväve wie: Glückliche Reise! Klara Mautner. Bon der Mischen Rationalbibliothek. Gin drittes Bibliotheksgebäudc. Die Jüdische National- und Universitätsbibliothek hat, wie uns aus Jerusalem gemeldet wird, dort das bisher vom spanischen Konsulat innegehabte große Gebäude gemietet. DaS Hans wird vor allem für die Unterbringung der m e d i - i n i s ch e n und naturwissenschaftliche« Abteilung bestimmt sein. Die Nationalbibliothek hat nunmehr drei Gebäude in der Abeffiniergasse im neuen Viertel von Jerusalem inne. Büchersperrden aus Wien. Der bekannte Wiener Neurologe und Psychiater Professor Dr. Marburg übermittelte der jüdischen Universitätsbibliothek in Jerusalem eine kleine Bibliothek bedeutender medizinischer Werke, ferner die Manuskripte seiner eigenen wissenschaftlichen Arbeiten. Am 2. d. ist die vom Wettvervande der jüdischen Studentenschaft aus dom Nachlasse de» bekannten Wiener Strafrecht-lehrers und KodifikatorS des österreichischen Strafgesetzes Universitätsprofeffors H y e Freiherr von Glunek käuflich erworbene Bibliothek, bestehend au» 3627 wissenschaftlichen Werken und Handschriften, an die UniversitätSblibliothek in Jerusalem abgegangen. »also«» Schirm. Die nationalistische arabische Presse in Aegypten unb Erez Israel begnügt sich nicht damit, Balfour wegen seiner Deklaration in politischen Artikeln zu bekämpfen, sie greift auch zur Anekdote, um ihn dem arabischen Volk als willenlosen Greis und gefügiges Werkzeug in den Händen seiner jüdischen Ratgeber hinznstellen. .Jetzt macht die folgende vom „Muktam" in Kairo erfundene Anekdote die Runde durch die arabische antizionistische Presse: „Lord Balfour, der Schöpfer der berühmten Deklaration, erwies sich in den letzten Tagen als Mann von bedenklicher Gedächtnisschwäche. Seine Vergeßlichkeit geht schon so weit, daß er sich sogar der Namen seiner Diener, die seit vielen Jahren in seinen Diensten stehen und die er täglich sieht, nicht mehr erinnern kann. In letzter Zeit hat Lord Balfour infolge seiner Gedächtnisschwäche eine Unzahl von Sonnenschirmen, eigene und von Freunden geliehene, stehen lassen! Vor einigen Tagen — so werde in London erzählt —, besuchte Lord Balfour mit clnfgctt Freunden ein Londoner Restaurant. Als sie Platz nahmen, sagte Balfour, auf seinen Schirm, den er in der Hand hielt, weisend: „Dieser Schirm gehört nicht mir, ich habe ihn von einem Freund geliehen und möchte ihn nicht gern stehen lassen." Seine Begleiter empfahlen dem Lord verschiedene Vorsichtsmaßnahmen, um diesmal sicher nicht zu vergessen. Aber keiner der Ratschläge fand den Beifall Balfours. Er legte den Schirm unter den Tisch und legte die Füße auf ihn und war sicher, daß er sich seiner beim Verlassen des Lokales erinnern werde. Rad) dem Diner hob Balfour die Dins jüdische Haus I as jüdische Blatt« 9. Juli 1925 Seite 8 Universal Reisebnrean Wien, II. Obere Donaustras8e89A Telephon 46-0-32 Telegramm-Adresse: Ruhako Verkauf von in- und ausländischen Blsenbahn-f Schifffahrt- und Plugxaugkartan. — Veranstaltung von Gesellschaftsreisen — Reisegebäck- und Reiseunfallversicherungen — Resetvierung von Hotelzimmern — Auskünfte über Kurorte und Sommerfrischen sioiö Spezialdiemt für Palästinareisende tt. Kongressbesucher Tafel auf, die Gesellschaft verließ das Restaurant und der Schirm — blieb unter dem Tisch liegen . . „Felestin" ,der diese Anekdote weitererzählt, knüpft daran die „geistreiche" Bemerkung: „Hätte dock) der gute Lord seine zugunsten der Zionisten erlassene Deklaration und mit ihr auch ganz Erez Israel vergessen! Aber es scheint, daß selbst wenn schon Balfour so vergeßlich gewesen wäre, Dr. Wetzm a n n, der nicht von seiner Seite weichen will, ihn: täglich und stündlich das jüdische Nationalheim ins Gedächinis gerufen hatte. Und and) die gesamte Zionistische Organisation ist immer hinter dem Lord her und lenkt seine Schritte nach ihren eigenen Zielen. Dem Kolonel Kisch aber — schließt „Felestin" — müssen wir empfehlen, in der Kunstschule „Bezalel" eine Knpfertafel Herstellen zu Lassen un!d sie Lord Balfour zu schenken, damit er sie sich in seinem Arbeitszimmer über seinen Arbeitstisch hänge. Und sollte der greise Lord plötzlich seiner Deklaration vergessen, so mögen die in die Kupfertafel gravierten Worte: „Vergesse ich dein, Jerusalem, verdorre meine Rechte", aufleuchten..." Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, 9. Juli. * Ehrung eines jüdischen Gelehrten. Der jüdische Senator Davide S u p i n o, Professor für Handelsrecht an der Universität zu Pisa, ist, wie I. T. A. meldet, nach 62jähriaer ununterbrochener Lehrtätigkeit in den Ruhestand getreten. Zn seiner Abschiedsvorlesuttg fanden sich die hervorragendsten Vertreter der Gelehrtenwelt Italiens ein, die dem greisen Gelehrten eine spontane Huldigung darbrachten und ihm ' eine Adresse überreichten. Prof Supino ist ein gesetzestreue gesinnter Jude und von jeher ein Anhänger des jüdischen Aufbauwerkes in Palästina. * Diskussion über die Kongreßfvagen. Die Zionistische Bezirkssektion Brigittenau veranstaltet heute,- 8 Uhr abends, im Cafs Halpern, Gaußplatz 11, eine Versammlung mit der Tagesordnung: Fortsetzttng der Diskussion über die Kongreßfragen. * Die Königin von England kauft eine Chanukkah-Lampe. Die Königin von England hielt sich während ihres Besuches in der Britischen Reichsausstellung zu Wembley etwa 16 Minuten tm Palästinapavillon auf, wo sie die Ausstellungsobjekte mit großem Interesse besichtigte und ihre Bewunderung über das kunstvolle Arrangement ausdrückte. Besonderes Interesse widmete sie der Kunstarbeit der Penleniten und kaufte, wie I. T. A. meldet, eine kunstvolle Chanukkah- Lampe für ihre Sammlung. * Richtigstellung. Herr Isaak Glücksmann, dessen Austritt aus dem Judentum jüngst veröffentlicht war, ist, ivie aus einer Bestätigung der Israelitischen KultuSgemeinbe hervorgeht, versehentlich in die Liste der Ausgetretenen geraten, da er nach den Evidenzen der Kultusgemeinde dem Judentum angehört und feit 1922 als knltussteuerzahlendes Mitglied der KultuSgemeinbe Wien in Evidenz geführt wird. * Das Ergebnis des letzten Sammeltages für die Armen Wiens. Der cm: 21. Dezember 1924 in Wien dirrchgesührie Dufte SanvmMag für di>e Armen Wiens hat den Netto'betr,ag von 168.953,37 SchilliMg ergeben, also ettvas mehr als der im Jänner 1924 abgehcvl'tvn'e ScmrmMag, der eineinhalb Milliarden Kronen gebracht hat. Die größte Summe unter allen Wiener Bezirken, nämlich 13.618,70 Schilling, wurde in der L e o p o 1 dstadt gesammelt. Der 3. Betzirk lieferte 12.000 Schilling, der 9. Bezirk etwas mchr als 9000, der 13. Bezirk mehr als 10.000, der 16. Bezirk Wer 11.000 Schilling, * Ein neuer Bettlertrick. Einige Wiiener Tageszeil'Uimen brachten dieser Tage einen Artikel über einen neuen Bettlertrick. Eine Frau erzählte in einem Straßenbahnwagen, daß ein bei der „Stafa" zurückgelassenes Kind von ihr aus ° Gutherzigkeit mitgenommen wurde, und veranlaßte so die Fahrgäste zu einer G e l d s a m m l u n g, welche mit Rücksicht auf die g' l a n b w ü r d i g e A r t der Erzählung auch reichlich anÄfiel. Wir halben uns an die „Stafa" gewandt und folgende Auskunft erhalten: Es ist gmizlid) unmöglich. daß in unserem Warenhause einer Kunde ihr Kin>d verloren gehen kann. Wir haben -m Anbetracht des stets überails großen Andranges einen Kinderwarteranm eingerichtet, in welchem die Kinder unserer Kunden während der Dauer des Einkaufes oder der ' Besichtigung >in der Obhut von geprüften Pflegerinnen aus der Montessori-Schuks'verbloilben. Jede Mutter kam: ihr Kind getrost in unser Waranhau8>mÄnehmen, daÄMe in den KindeOvarteraum sichren und so unbesorg^eiukausen. Durch ein lbdsonderes Kontrolllsystem ist auch jeder Mißbrauch ausgeschlossen. Wir warnen daher jedermann, sich dllrch einen derartigen, wenn auch gaW neuen Trick, irreführen zu lassen. * Leuchtgasvergiftung zweier Kinder. Dienstag wurden die Geschwister Chyika, achtjährig und elfjährig, in der elterlichen Wohnung mtt Zeichen einer Leuchtgasveryiftung bewußtlos auifgeflinden. Die Eltern der Kinder sind tagsüber in Stellung und die beiden Mä-dchen blichen allein in der Wo>h- «m Gegen Albend verspürten Hausparteien einen iutensivei: Leuchtgasgeruch, der aus der Wohnung der Chytka zu kmnmen schien. M8 man durch das Schlüsselloch in das Zimmer blickte, sah man das eine Wtädchen leblos am Boden liegen. Nun drang man aeivaltsam in die Wohnung ein. Die Wrede-rbelebungsversuche an den Mädchen waren von Erfolg begleitet. * Unfall. Beim Turnen ist Montag abends in einer Schule in Breitensee der Sljährige Wchergchilfe Israel Steinfeld, Leysersttaße 16, gestürzt. Er erlitt «men Bruch des rechten Ellenbogens. * Durch einen Erdrutsch getötet. Mn 7. d. wurde der Arbeiter Chaün R o s n e r. 23 Jahre alt, von der Rettungsgesellschaft Fisch amemd nach Wien gebracht, wo er seinen sck)weren Verletzungen im Allgemeinen Krankenhaus erlegen ist. Er soll sich die Bevletznngen bei der Arbeit durch einen Erdrutsch hei Ausgrabungen zugezogen halben.

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