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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-08 · Heft 2291 (8.7.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2291 (8.7.1925)
Date
1925-07-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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®iett, Mittwoch nt. am fÄn v Was sprach der Kleinen, nachsichtig zu sein, wenn inan die Eigenkümerin aiuSfntÄiig machen könne. Es stellte sich auch bald heraus, daß das Kollier wirklich von einer überreichen Amerikanerin vor 18 Monaten ungefähr in Paris verloren worden war. Die nachlässige Dame hatte den Verlust ihrem Hotelier mitgeiei.it und ihn gebeten, er möge wegen der „Geringfügigkeit" kein zu großes Aufsehen erregen. Sie sekkbst mußte wenige Lage stmter wieder verreisen und hatte keine Zeit, auf den eventuellen Finder zu warten. Die Polizei war wohl in Kenntnis gesetzt norden, hatte aber auf Wunsch der Dame nichts in den Aeituuaen veröffentlicht, so daß die MidiEe wirMich vergeMich die Blätter durchgehert konnte und keinen „Derlievör" für ihren Fund entdecken konnte. Ende gut, olles gut. Die AntertLatwrin erhielt ihr „kleines" Kollier von 302 Perlen wieder zurück. Die Midineble kann wieder mit ruhigem Gewissen mit ihren! Gaston omf dem „Bvai <irbre von Robinson" tanzen und schläft nachts wieder ungestört, seit der Schmuck nicht mehr drohend in der klainen Schublade ihres ärmlichen Möbelchens in der sauberen Mansarde des Boulevard Edgar Quinet versorgt liegt. Der Polizeikommissär und die Pariser finden zwar, daß es Leute gibt, die enchchieden zu viel Geld besitzen und Frauen, die entschieden $u. nachlässig sind. Und der Pol-izeikommissär erzählt seinem KMegen lachend die Geschichte von jener Kunsthändberin, diie wertvollen alten Schmuck in einer »Hutschachtel nach Paris brachte; die die Hutschachtel angstvoll auf der ganzen Reise von Dinard bis Paris bewachte und sie keinen Moment aus den Augen ließ, rntto die in Paris selbst, kaum angekommen, die Schachtel auf dem Trottoir vergaß, als sie in einen Taxi stieg, um am schnellsten mit den Kostbarkeiten daheim in Sicherheit zu seinj Montefiore beim Sulla» von Marotto. Die Lage der Juden in Marokko war von jeher eine sehr traurige. Dielst Juden waren seinerzeit zugleich mit den Mauren vor der Inquisition au's Sha- «i« # geflüchtet. Während» jedoch die spanischen Juden, denen es gegWckt war, nach anderen Ländern zu entkommen» dank ihrem Wissen und ihrer Klugheit, auch ht der neuen Heimat rasch zu Anerkennung gelangten, 'wurden die nach Marokko geMchteten Juden hier nicht viel bester behandelt M in Spanien. Fern von jeder Zivilisation, völlig den marokkanischen Sultanen und -ihren Knechten ausgoliefert, hatten diese Inden bereits jede Hoffnung auf eine Milderung ihrer Leiden aufgegeben, als eines Tages — wie es in der Legende der maroMnsi schen Juden, die sich dann auch in die Judengasten -des europäischen Ostens verpflanzt hatte, heißt — ,M»tt seinen Abgesandten schickte und durch ihn ein Wunder wirken ließ..." Dieser ,Mesandte Gottes" war Moses Montef io r e. Dieser im Mdifchen VoWbewuWein ewig fortlebende jüdische Philanthrop und Diplomat -war der des rÄhmteste und populärste „Schtadlan", der angesehenste Fürsprecher der bedrückten Juden an allen Herrsche Höfen. In besonders hohem Ansehen stand Sir Moses Monte-, ifiora am Hose der englischen Königin Viktoria. Als die Berichte über die furchtbaren Mißhandlungen, denen die I u d e u i n M a r o k k o ausgeisetzt waren, immer häufiger, die Hilferufe der bedrängten Juden immer ern-dringlicher wurden, entschloß sich Moses Montefiore zu der beschwerlichen Reise-an den Sultanshof von WtaroVko. Uebcir die Ankunft und das Wirken Montefiores in der Hauptstadt des schwarzen Dejposin erzählt die Legende: ,Mon Zeit zu Zeit befiel den Sultan die Herrscherlaune, unter das Volk z-n gehen, um sich persönlich vom WMevgohen seiner Untertanen zu übeMngen. Zum Zeichen, daß der Herrscher in wohlivollender Stimmung sei, ritt er aus einem bkndeud Mißen Schimmel durch die Straßen der Hauptstadt. Erblickte das Volk das -schneeweiße Roß, so wußte es, «daß der Herrscher geneigt sei, den Bitten seiner Urilertaiieu gnädig Gehör zu schenken. Eine solche für das Volk glückverheißende Stimmung überkam jedoch den Sultan nur in den allevsaltensten Fälleu. Biel häufiger ergab cs sich, daß der Hervsche-x M schwarzem Rvß durch die Straßen der- Hauptstadt jagte,;"M Zeichen dafür, daß die Gefühle und Ge>daMu des gefürchteten Autokraten' schwarz und gefahvdmhe-nd seien ivre die finstere Nacht. Wehe, ivenn hej solchem Ritt es jeiuand ivagte, sich denk Sultan zu näberu! Das gezückte Schwert der Schergen, die das Leben des Mächtigen bewachten. «sauste auf den Nacken des Tollkühnen nieder! Sir MoseS Montefiore war es nach vielen MWasiu und Widerwärtigkeiten gelungen, sich bis Fe S durchzuschlagen. Er toar eiMlosseu, nicht zu weichen, bi's er vom Sultan empfangen und ihm seilte Bitte für die Juden sorget ragen haben würde. Er wartet Tag um Tag, . der Sultan erscheint oft tu den Straßen, aber immer auf schwarzem Roß. Montefiore hatte sich inzwischen persönlich von den Leiden seiner Brüder überzeugt und wurde ungeduldig. Eitles Morgens steht Moses Moutesiore auf -den: Hauptplatz von M, den der Sultan auf seinenl Ritt durch die Stadt stets $u Mssierett pflegte und wartet. Er hält eine Papierrolle in der Hand; es ist die Denkschrift, die er Kotter: , Buch! _Wiener MsrOenHeUunq._ dem Sultan übmreidH'tt will, in der alle Ungerechtigkeiten aufgezählt sind, welch? die Inden von Marokko ertragen müssen. Na erscheint der Sultan — aus schwarzem Roß. umgeben von einem Troß seiner Schergen mit gezückten Schlvertern. Die Wächter des Sultans spähen nach allen Seiten ans, bereit, jedem, der es wagen sollte, ihren .Herrn zu behelligen, den Kopf vom Rumpfe zu trennen. Montefiore, dein dies nicht entgangen ist, tut, als sähe er nichts, hält seine Papierrolle hoch in der Luft mtb schreitet dreist auf den Sultan zu... Die Schergen erheben ihre belvaffneten Arme... Im nächstelt Augenblick muß der Kopf des größten Juden seiner Zeit zu Füßen des Sultans im Staube liegen. Der Juden, die zitternd den Ereignissen folgten, bemächtigte sich Angst und Schrecken... Ta geschah das große Wunder. Der Sultan winkte seinen Knechten, die Schwerter sen-kten sich... Der Sultan übernimmt die Papierrolle, fliegt sie durch, ruft den Großwosir herall, fpricht mit ihm einige Worte... .Noch arn selben Tage begannen die Verhandlungen Montcsiores jitit dom Großwesir. Am dritten Tage konnte der „Abgesandte Gottes" fcittcit Brüdern die große Botschaft bringen, daß der Großwcsir im Name,: des Sultans die Versicherung gegeben habe, die Lage her Juden zu erleichtern." Die Versicherung wurde freilich nur zum Teil eingehaltell. _ Der Massenmord in Saiger. Zeugeneinvernahme im Prozeß Angerftein. Limburg a. d. L., 7. Juli. Heute begann im Prozeß gegen den Massenmörder A n g e r st e i n die Zeugeneinvernahme. Zunächst sagten die Zeugen aus, welche Angerstein, der sich s e l ö ft schwer verletzt halt e, aufsauden. Eine Arbeiterin, die auf Ang-e-rsteins Hilferufe hevbeieilte, war die c r st e, die bei dem Verwundeten anlangte, Als sie Hin-Sam, rief Angerstein: „Ach, meine arme Frau!" Auch verschiedene andere Zeugen, die auf die Hilferufe herboigeeilt waren, sagen aus, -aß Aug-e-rstein wohl zwanziguml ausge-rüfen halbe: •' „Rettet meine Frau!" In Wirklichkeit war die Frau von ihm selbst schon längst ermordet. Angerstein ivar schiver verluundet, jedoch bei voller B e s i tt n n n g. Aus seinem Hallst schlugen die Fla,m-men empor und ein kolossaler Benzin? und Petroleum-gernch ver'breitete sich. Auf hem Transport ins Krankenhaus äußerte er, wie die Zengen, welche ihn Hinfrachten, aussagten, große Angst vor dem Verbluten. Daneben erkundigte er sich immer wieder nach seiner Frau. Als man ihn fragte, was eigentlich geschehen sei, sagte Augorstein: „Es sind Räuber drinnen im Haus. Mindestens zwanzig Mann» Mich haben sie am Eingang erwischt und mir mit de»! Beil den Arm zenschlagen." Einige Zeugen erklären, die ganze Geschichte fei ihnen von vornherein höchst unglaubwürdig dorgelommen, -da niemals Anzeichen für den Aufenthalt von Räuberbanden in der Gegend sich gezeigt hätten. Während des Aufmarsches her Zeugen sitzt Augerstein gänzlich apathisch, und nur einmal, als der Wenbahnschaffner Loch vernommen wird, der ihm den ersten Notiverhand angelegt hat, fragt Angerste-in den Zeugen: ,-Haiben Sie meine Wunden verbunden?" Der'Zeuge dos jahk es. Darauf sagt der Angeklagte: „Ich h« baue re es." Die weiteren Zeugen sagen aus, daß der Rchofper Angersteins, der im 'Hause gefunden wurde und mit dem dieser angeblich einen Selbstmordversuch unternommen haben will, nicht geladen ivar. Um den Brand zu löschen, suchte 'man nach Wasser, die Wasserleitung war aber un« brauchbar gemacht und das Bassin abgelassen war-» den. Auch das spricht dafür, daß Angk-rstesn die Tat mit Vorbedacht dirrchgeffchrt hat. Am redaktionellen Teile enthaltene' entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes x gekennzeichnet. Wien, 8. Juli. * Der Physiker Lummer gestorben. Wie ans Breslau 6*s meldet wird, ist dort der i&etamitt'c PhpMr, der Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Breslau. Gcheimvat Professor Dr. Htto L n m w e r, iijn Alter vorr 65 Jahren oeftov&e». Er war besonders au dem Aufblühen des deutschen Radioitoesöns beteiligt. * Die internationclle Konferenz für Radiotelephonie, die gestevn in Genf eröffnet wurde, ivaAte Hauptmaun Ecks-, r e l e v, CWuflengeiur der englischen Broadeastiug Eompainy, -mn Vorfitzenden der Konferenz. Die Korrstreuz -bcharwelte anl ersten Tage die Frage der Zuteilung der verschiedeueu Wellenlaugeu. (Sitte Untevkonnuifswu wurde damit betmuit. einen Plan für di« neue Ztlteistmg der WelleMngen ln Euvopa auszitachsiwu. * Radioantrnnen und Blitzgefahr. Gestern, nachnnttags aegen d re wie ptel 8 Uhr. schlug bet dem Gewitter «in Blitz in das einstöckige Haus. 9. Pez., D'Orsaygasse 3, ein. Der Blitz ofstnbar angezogeil durch dis verfchi-edeuen unfachgemäß artgehrachtetr und geerdewn Freiantettnen des Hauses, mlM seinen Weg längs des Daches, dtirchschlttg das Fester eitler Wchnttttg, ftthr int Zimmer lättgs eittsr dort asfpanutett Zintmerantenm, entMtdete eitlen Bochattg und fuhr dmm, ohne die im Zintttter weistrtde Mutter des Wohiuliigsrichahers zu versitzen, in die Erde. — Int Hause Karmelitvrplatz 3 enntattb gesterit uachneiitags eilt Dachstner, das ntögltcherweise aus Blitzschlag während des Gewitters zurück,zusührett ist. Di« Feuerwehr löschte den Bran-d. Der Madett ist oedeutettd. 8. Jult lllLd Telle 8 14. Zioniftenkongreß Kongreßabonnements Ständige Abonnenten der „Wiener Morgenzeitung" erhalten die offizielle Konsreßzelttmg zu bedeutend ermäßigten Bedingungen Oesterreich S 3, Tschechoslowakei KL 15, Polen ZI. 2, Rumänien Lei 120, Bulgarien Leva 70, 8. H. S. Dinar 40, Italien Lire 15, Belgien Frcs. 12, Frankre ch Ft cs. 12, Schweiz und das übrige Ausland Frcs. 2.50, Deutschland Gmk. 2. Die Festnummer wird Separat ausgegeben und kostet: Wien und Oesterreich S 1, Tschechoslowakei Kö 6, Polen ZI. 1, Deutschland Gmk. 1, Italien Lire 4. Rumänien Lei 15, Bulgarien Leva 12, Frankreich Frcs. 4, Belgien Frcs. 4, 8. H. 8. Dinar 12, Schweiz und das übrige Ausland Frcs. I. Bestellungen LLSL'A sofort aufgeben üherweisen * Das Wetter. Der Juli scheint sich zu einem sp.utellen Gewittermotmt zu entwickeln Gestern früh hatte ein leiner Rogen cinWsiht, dem dann sommerliche Ansheitcriurg folgtic. Mittags bewölkte sich der Hvnmrel und um 2 Uhr gittg ein heftiges Gewitter mit starken Regengüssen nieder. Nachher ga>b es wieder blauen Himmel und Sonnenschein. Die Voraussage nrel.det: Neigung zu Regelt und Gewitter. * Die Lebensmittelmärfte. Die Großmarkthalle hatte auch gestcrtt zie-mvich günstige ^lelichcmiporte anfzuweilsen. Eingelang: sind 14 Waggons, darttnter neun ans Polen, zum Großteil mit Kälbern. Der Berkch" hielt sich auch gestern in beschetdenen Grenzett, da die Fleischhauer infolge des abnehmenden Konsums noch über größere erparte Vorräte aus der Vorwoche verfügen. Die Preislage ist anüanerrch eine stattonare Der Naschmark: wies gestern in bezug auf sämtliche Gärlnereezetr>',-> nisf.' eine reichliche Auswahl auf. Die meisten Gcmüst'strt-'N verfolgen andatterud die rückgängige Richtung. 'Fisolen. 'Wür fen, Lalcn, Kohl wie auch Spruat haben sich unter, dent Dcmfe des gesteigerten Angebotes-im Preise verbilligt. Kartoffe'r: einheimtschrr Herkuuü worben voroen Produzenten in großett Meisgen mos den Markt gebracht so daß die Preise luavu. j.trückgehrn. Auf dem L bstmark. llnd doe Znsnhrcn der Wahres-;crt entsprechend andauernd günstig. Marttten, für die rege Nachfrage herrscht, wurden im Preise herabgesetzt. * Von der italienischen Paßstelle. In den Muuatett Juli uctd August bsisbt. die königlich italienische Paßstelle, 4. Ber., Bewedereaasse 9, joden Donnerstag zur Erledigung interner Nvoeitetc geschlossen. Ab Dwntag den 13. d. können auch bvi der „Enit", 1 Brz>, Kävntnerstraße 6, Mezzan-n, Bisnmansnchen für Italien emgereicht, die diesbezüglichen Forntulare unentgeltlich ^ogen -und die VisumgMhr erlegt werden. Dortfel-bst sind auch die zur Erreichung des Visums notwen-digen Doknmetttc vorzuweisen. Diese Pässe können nach drei Taget! abgcholt-werden, nachde,m sie dem königlich ttalietlischen Konsulat zur Vidiernng vor,gelegt wurden. Russische Staats» angehörige, Besitzer vo-ro Auslanospässen und diesenigen, die nach Italien gehen, -um dort eine Stelle anztlnchnteti. müssen stets ihre Pässe in der Paßstelle, 4. Be>z., Belvederegasse 9, ertt» reichen. . E Billigen Landaufenthalt verschaffen Sie sich, wenn Sie. vor Ihrer Somtnerretse durch fachgemäße Wolntuttgsreinignttg Ihre kostbare Wohnnngseinrichtung konservieren. Schutz vor Mottenfraß' nur durch „G e n e r o I\ Radikalste Wanzenvertilgmtg mit „S a l f o r k o s e". Erstes Wiener Reinigungsinstitttt „La Göns» rale", l. Bez., Hebelgasse 9, Telephon 72-4-86 und 72-9-lll.. * Die Wienerwaldbahn. Gestern sprach eine Abordnung von 26. Gemeinden des Wsinevwaldes beinl Laindeshanptmann von Nioderösterreich, Dr. B n r e s ch. in Angelegenhe-it der Schaffung der WienerwaMahn vor. Namens des Proponenieukomiteeä erstattete Rechtsanwalt Dr. Karl Wagner ein eiirgehendes Expose ü'ber die geplante elektrische Bahn, durch di-e mtter Benutzung der Stadtbahn und der Straßenbahn der diveikte Verkehr ohne Untsteigen vom Wieuevwald bis in die Stadt evinöglicht werden wird. Die Kosten für den Bahnbau dverdett mit 13 Millionen Schilling veranschlagt. Hiervon sollet! 10 Prozent durch Stammaktten, 40 Prozent durch 7,5prozentige Obligationen und der Rest durch Prioritätsaktien aufgebracht werden. Die Stalmna-ktien sollen von den iit Betracht konunen» den Gorneindeu, deit Ge-meindemitglieder-n und den Großgrund» hefitzern übernommen werden, bezüglich der Obligationett ist eine ^inan-ztransaktion itm Gange, die Prioritätsaktien sollen dem Ban-kenverbehr zttgeführt werden. LandeÄMiptmann Doktor Buresch sowie die Wrige.n Vertreter der LatcheSregsirung sagten die weitest,gehende Förderung des Projekts zu. * Der Ausbau der Stadtbahn. Am 20. d. wird die nun vollendete zweite Teilstrecke der elektrifizierten Stadtbahn A U serstraßc.— Heiligenstadt dem Berkchr übergeben. * Dr. Samuel Kargulies aus San Jranizsko wird von seiner Schwester Esther, verehelichte G a r t i it, welcher ntttgeteilt wurde, daß ihr Bruder in Wien weilen soll, ersucht, sie i» ihrer Wohnung, 2. Bez., Schiittelstraße 75, aufzusuchen. * Verhaftung eines reichsdentschen Kommunisten. Gestertt wurde dar reichsdenische kommunistische Agitator Wenter Hirsch hier ängehaltett. Hirsch, der von der Wiener Polizeidirektion im Bo nah re für beständig ans Oesterreich abgeschafft wurde, hsilt sich seit Wochen unbefugt hier auf und bat sich hier an der kommunistischen Propaganda aktiv beteiligt. Seme zwangAvei'se Abschiebnnü wurde nnuntchr verfügt. * Eine Luzwtti.Gasse in Rom. Aus Rom meldet I. T. Ä.: Der König von Italien nahm persönlich die Weihe eine r n e u e u Gasse in Rom vor, die nach dem bevühmten jüdischen Senator und früheren Ministerpräsidettten Jtalmts, Pros. Luigi Lnzzattl. benannt ist. Der-lleier wohnte eine große Anzahl protninenter . italienischer Persönlichkeiten bei, die den anwesenden greisen Senator L-UMtti veglückwüttschien und feierten. Dem König wie auch Luzzattt wurden aus diesein Anlaß je ein prachtvolles Albuttt mit Bildern der neuen Gasse überreicht. Vereine, Bortrilge und Versammlungen. Z t o n t st t s ch - Sektion Landstraße. Heute, ,6 Uhr abends, im Cafö Lovrana Bortrag B. R a b i» o w t tzr Paerwarten Wir vom XIV, Zionistenkonareß r Anschließend wrulfion. -- H i t a ch d u i h, 3, Bez.. Glockengassv 30. Heute. ,8 Uhr abends, Vortrag Dr. Martha H o f m a n nr »Zugendwegung als Kongreßproblem".

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