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Wiener Morgenzeitung · 1925-07-08 · Heft 2291 (8.7.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2291 (8.7.1925)
Date
1925-07-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gerte 8 Wien. Mittwoch Wiener Mornenzeitung. 8. Mi ms 9bc. E®9® Rndioprogramm. Heute Mittwoch. 4 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzen. Komzäk, Edelweiß, Ouvertüre. Dohnany. HochzeitSwalzer. Bach-Friedetnmtn, Sinfonia. Scassola. Madrigale. Renne, Canzonetta. Maffenet, Weither, Phantasie. Schubert-Berts, Hannerl, Lied. Arnold, Das Nußdorferlied. Artemieff, Russische Zigeunerlieder. Brockmann-Wendling. Deine Augen. — V,6 bis Va7 Uhrr Märchen. — 7a 7 bis 7 Uhr: Ludwig Schuagl. Historische Spaziergänge durch Wiens alte Vorstädte. — 8 Ubr r Wiener Musik. Viktor Heim, „Wiener Typen". T. S. Schild, D' Banda kommt (Text von G. Lorens). A. Krakauer, Wiener Schusterbubenlied. KrauS-Elka, Der Wiener Würstelmann (Text von L. Einöhrl). Gustav Pick, Der Wasterer. A. Krakauer, Der Werkelmann G. Pick, Fiakerlied. Hilde Lorenz-Reugebau: Bela LaSrky, Tugend und Teufel, Frühlingslegende, Auf ein Banker! «In Rodaun, Am Thurygrund. (Am Flügel: Der Komponist.) Otto Neumann, Potpourri neuer Wiener Schlager. (Am Flügel: Marian Raivtcz.) Franz Glawatsch, Bereny, Nur einmal mLcht' ich mein Wien wiederseh'n. W. Rab. Ta lob ich mir die alte Zeit. .C. Lorenz. Die Blunzen und die Leberwurst (Ballade). Tb. Antoniassi, O du süße, weiche, melodienreiche, halbe, laute Weanasprach' (Couplet'. E. Arnold, Himmel Herrgott, das is guat (Walzerlied^. Vorträge der Kapelle Silving. 10 Uhr: Heitere Abendmusik (Kapelle Silving). Bühne md Kunst. 8In Sommerschwank im Stadttheater. Auch für die Theater, die das Märtyrertirm des sommerkichen Durchhaltens auf sich genommen haben, ist die saure GurkenMt angebrochen. Man will aber Lustiges bieten, das PMD»m die schwülen Abende und Bövsenhausseenttäuschungen vergessen machen und spielt ausgerechnet „A u s g erechnet Carotti!" Die beiden Schwankautoren hatten nicht diel Hemmungen zu überwinden und daher gab's eine unbedenklich flotte Posse, die im dritten Akt sogar von ehrlicher Luftigkeit erfüllt ist. Ludwig Stärk, auf dessen starken Schultern die in taufend Nöten befindlichen Schlemihle ruhen, brachte Stimmung ins Haus, Frau Magda Garden, pikant wie immer, sorgte für eine Dosis Erotik und einige Epifcdrsten füllten geschickt auf. So kam ein Lacherfolg zustande, der auch bei den weiteren Aufführungen anhalten wird. „Der Saal des Tränenkruges." Ein Aufruf des jüdischen Nationalmuseums in Jerusalem. Das Nationalmufoum in Jerusalem, das jüngst eröffftet wurde, veröffentlicht einen überaus instruktiven Aufruf, dem wir die nachfolgenden markanten Stellen entnehmen: „Nach zwanzigjähriger Arbeit ist es gelungen, mehr als 4000 Gegenstände, historische und künstlerische, in vierzehn großen Sälen zu sammeln. Dieses Mussum ist das einzige Wirklich jüdische Museum nicht nur in Palästina, sondern in der ganzen Welt. Es enthält jüdische Kunstgogenstände von der Zeit des ersten und zweiten Tempels bis zur Gegenwart. Zwei große Säle sind der synagagalen Kunst gewidmet und haben nicht ihresgleichen. Die Abteilung für die bildende Kunst umfaßt sieben Säle. Darunter enthält ein großer Saal Selbstporträts großer jüdischer Künstler, Porträts großer Männer des Judentums, einen Max-Nordau- Saal, ein Hirschenberg-Saal und, was besonders interessant ist, den „Saal.des Tränenkruges" (U-lam nod hadmaoth), in welchem 46 Pogrombilder von Me!l Pann aufbewahrt werden. Drosen Pogromzyklus hat der Amerikaner Fechheimer aus Cincinrroti vom Künstler erworben und dem Nationalmuseum in Jerusalem geschenkt. Das Museum dient auch als Studienmaterial dem Bezalel und seinen verschiedenen Kunstzweigen sowie den Künstlern außerhalb des Bezalel. Es bedeutet ferner ein vorzügliches Hilfsmittel zrnn Studium der Entwicklung des K u n st g e w e r b e s in Palästina von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart. Es ist schließlich eine Ehrenhalle des jüdischen Volkes für die alles gesammelt werden soll, was das jüdische Volk Großes in der Kunst geschaffen hat. Es soll die Seele Israels zeigen, derart, daß auf die Frage, was das jüdische VoM der allgemeinen Kunst gegeben hat, wir antworten können: Gehet nach Erez Israel und schaut euch unser Museum an." Die in Rede stechenden Pogrombilder hat Professor Boris Schatz soeben nach Wien gebracht, damit sie der Abel-Pann-Ausstellung in der Sezession einvevleibi werden. Aus den Theatern. Burggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal ver Hofburg). Heute. 8 Uhr abends, Programm: S y mphoniekonzert (Dirigent Martin Spörr, mitwirkend Hugo Gottesmann: T a r t i n i, Sonate mit dem Teufels- Iriller. Schönbrunner Schloßtbeater. Sonntag den 12. d. geht zum ersten Male Smetanas »Die verkaufte Braut" in Szene. Kammerspiele. Da8 ungarische Gastspiel, in dessen Rahmen heute die vieraktige Komödie „Aprfes l'a m o u r" von Pierre Wolfs und Henri D u v e r n o i s zur Aufführung gelangt, wurde bis Donnerstag den 9. d. verlängert. An diesem Tage gehl das Lustspiel „E m b r a s s e z m o i!" von von Tristan Bernard in Szene. Mascagni im Burggarten. Pietro Mascagni wird über Einladung der Konzertdirektion Vindobona vor Antritt seiner längeren Konzertreise das Wiener Symphonieor che st er im Buvggarten — bei ungünstiger Witterung im Festsaale der Hofburg — Freitag den 10. d. und Samstag den 11. d. mit abwechselndem Programm dirigieren. Unter den zur AnMhvung gelangenden Orchesterwerken und Liedern des Komponisten befinden sich drei Erstaufführungen. Die Lieder — gesungen von der Qpernsängerin Nietta Niklas-Schubert — wird der Komponist selbst am Klavier begleiten. Dr. Rudolf Throlt feiert heute in Salzburg das Fest seiner goldenen Hochzeit, was allen Freunden seiner großen Ärmst .Anlaß dcmchar-freunsdlichen Gedenkens sein dürfte« Angenehme Serien können Sie nur dann haben, wenn Sie auf Ihr Blatt nicht verzichten müssen. Ihr Blatt ist die HlOiener ZMorgenzeitung Geben Sie sofort Nachricht, wann Sie. auf Urlaub reisen, wir schicken Ihnen die Wiener Morgenzeitung sofort nach Serichtssaal. Jeder Arzt ist zur Ausübung der zahnärztlichen Praxis berechtigt. In der Streitfrage, ob einen: Zahntechniker in seine sechsjährige Lehrzeit auch die tvct einem Arzt, der nicht Zahnarzt ist, verbrachte Zeit cinznrechnen sei, hat sich der Verwaltungsgerichtshof, nachdem die Sache alle Instanzen durchlaufen hatte, auf den Standpunkt gestellt, daß diese Zeit an-zurechnen sei, da jeder A rr auch zur Ausübung der zahnärztlichen Praxis berechtigt sei. Telephondkenst und Hochschulbildung. Die Firma H. Goldschmidt hatte einen bei ihr angestellten Beamten wegen Dienstverweigerung entlassen, weil er es abgelehnt hatte, für die erkrankte Telephonistin zeitweilig den Tolephondionst zu versehen. Der Entlassene brachte beim Gewerbegericht die Klage auf Kündigungsentschädigung cm, weil seine Weigerung berechtigt gewesen sei. Man könne einen Beamten mit Hochschulbildung nicht zu jedem beliebigen untergeordneten Dienst heranziohen. Das Gewerbegericht erkannte die Weigerung für unberechtigt, die Kündigung daher für berechtigt und wies die Klage ab. Bei «der vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen über die Berufung des Klägers durchgeführten Verhandlung machte der Sekretär der ReichsorgMl'isation der kaufmännischen Airgestellten, Klebinder, als Klagevertreter geltend, man könne einem akademisch gebildeten Beamten, der höhere Dienste leiste, nicht zunruten, den Dienst eines Telephonfränleins, zu dom gar keine Vorbildung nötig sei, zu versehen. Der Berufungssonat (Vorsitzender Vizepräsident Dr. Nagel) wies die Berufung mit der Begründung ab, es bedeutie keine Herabwürdigung eines Angestellten, selbst mit höherer Bildung, wenn er zur vorübergehenden Stellvertretung der . erkrankten Telephonistin zum Telephondienst herangezogen wird, der für den Betrieb der Firma unerläßlich ist. Die Weigerung, den Telcphondinst zu versehen, berechtige daher die Firma zur kündungslbsen Entlassung des Angeistellen. Bolkswitt. Börse und Diskontsatz. Dr. Reisch gegen die Börsenspekulation. — Keine Herabsetzung des Diskontsatzes. Wie an dieser. Stelle vor einigen Ta,gen geschrieben wurde, dürfte die Hausse von nicht allzu langer Dauer sein. Der Umschwung an der Boche ist gestern auch wirklich eingetreten. Ebensowenig wie die angekündigte Diskontherabsetzung eine Ursache für die stürmische Auswärtsbewegung war, ist die nunmehr vom Präsidenten der Oesterreich ischen Ncrtionalbank, Dr. Reisch, dementierte Diskontherabsetzung ein ausreichender Grund für die gestrigen starken Rückgänge. Eine Diskontherabsetzung um ein Prozent berechtigt keinesfalls Kursbesserungen um 20 bis 40 Prozent. Infolge dieser unberechtigten Steigerungen sah sich Dr. Reisch zu einem Warnnngsruf veranlaßt, der nicht erfolglos war. In einer Konferenz der B a n kdirektoren bei der Nationalbank, die gestern stattfand, führte der Vorsitzende, Dr. Reisch, aus: Es liege ihm ferne, einer organischen Auswartsbewegung, das heißt einer solchen, die in der guten Fundierung der betreffenden Aktie und in deren Erträgnis begründet foi, entgegenzuwirken. Die Bewegung an der Börse hätte aber im den letzten Tagen einen unsoliden Charakter angenommen, -und dagegen müsse er sich auf das entschiedenste wenden. Er appellierte an die Banken, kalmierend zu wirken und alles in ihren Kräften Stehende zu unternehmen, um exzessiven Ausschreitungen zu begegnen. In der Debatte erklärten die Bankenvertreter ihre Bereitwilligkeit, im Sinne der Allsführungen des NationMankpräsideuten beruhigend auf das Publikum einzuwirken. Von einer Seite wurde hervorgehoben, wie schwer es sei, große Bewegungen zu dämpfen. Bor allein müßte alles geschehen, um mit dieser neuerlichen Aktion gegen die Börse nicht der Baissespekulation wieder eine freie Prämie für ihre Operationen zu gewähren. Im feinem Schlußwort erklärte Dr. Reisch, daß er Voltes Verständnis für die legitiwen Funktionen der Börse habe. Es müsse aber alles geschehen, um einer neuen spekulativen Ueberhitzung zu begegnen, die weder in den allgemeinen Verhältnissen noch in den Verhältnissen der österreichischen Wirtschaft begründet sei, ganz abgesehen davon, daß ein neuerliches Ausflammen der Haussebewegung im Ausland Men ungünstigen Eindruck machen müsse. Vor allem aber dürfe das Publikrnn nicht neuerlich zu Schaden kommen. In diesem Zusammenhang forderte der Präsident Dr. Reisch die Banken auf, bei hervortretender Nachfrage in der Abgabe von Aktien der Konzern-nnternchmungen weitgehend entgegenzukommen, und denselben Appell richtete er an das S t ü tz u n g skomitee, damit eben das Püblittmr, welches heute Aktien kaufe, diese nicht zu übernräßig hohen Kursen erwerben müsse. Unter den gegebenen Verhältnissen könne natürlich von einer Sperre der Effekten keine Rede sein. Präsident Doktor Reisch entließ hierauf die Bankdirektoren, ohne daß es zu Beschlüssen gekommen wäre, Im Anschlllß an diese Ansführungen ist eS verständlich, daß in der gestrigen Generalratssitzung ein Antrag auf Herabsetzung des Diskontsatzes nicht eingebracht wurde. Die Nationalbank versendet darüber folgendes Communique: Der Generalrat der Ocsterreichfchen Nationailbank hat sich gestern unter dem Vorsitz des Präsidenten, Mmister a. D, Dr. Richard Reisch, zu einer Sitzung versammelt. Der Präsident gab zunächst feiner besonderen Befriedigung über die Zurückziehung der Denttssion des Generaldirektors Ausdruck, da er dessen Funktion in keine besseren Hände gelegt wissen könnte. Vizepräsident Dr. Kranz wies im Anschluß daran auf die bisherigen Erfolge der Ncrtivnalbank hin und sprach in: Namen des gesamten Gcmralrates dem Präsidenten und den: Generaldirektor das volle Vertrauen aus. Im Anschluß an den Geschäftsbericht des Generaldirektors wurde die gegenwärtige Wirtschaftslage einer Erörterung unterzogen. An der Debatte beteiligten sich fast alle Anwesenden. Ein Anitrag hinsichtlich des Zinsfußes tvurde nicht gestellt. Im übrigen wurden nur mehrere laufende und administrative Angelegenheiten erledigt. Wiedereinführung des Terminhandels, der Prämien- und Stellage-Geschäfte und Aufhebung des Kontermineverbotes an der Wiener Börseulammer. Im Verlaus der gestern unter dom Vorsitze des Präsidenten Popper - Artb erg abgehaltenen Sitzung der Wiener Börfekammer wurde auch erörtert, daß nunmehr der Zeitpunkt hexangekommen sei, in welchem die wiederholten Bestrebungen der Börsekammer, die Beschränkungen im Börseverkehr aufzuheben zum Erfolg geführt werden können. Einer für Donnerstag den 9. d. ernibevufenen Plenarsitzung wird der Antrag unterbreitet werden, den Teminhandel sowie den Abschluß von Prämien- und Stellagegeschäften wieder zu gestatten und die Verordnung betreffend das Kontermineverbot aufzuheben. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß von seiten der Fiuanzverwäliung kein Einspruch gegen einen solchen Beschulß erhoben wird. Durchführungserlatz zum Goldbilanzengesetz. In den nächsten Tagen wird im Verordnungsblatt des Ministeriums für Finanzen der Durchführnngserlaß zum GoildbAanzengesetz erscheinen. Dieser Erlaß nimmt zn einer Reihe teils direkt, teils NM indirekt durch das Goldbiilanzengesetz hervorgerufener steuerrechtlicher Fragen Stellung, deren Regelung im unmittelbaren zeitlichen Anschluß an den Wirksamkettsbegmn des GoldManzengefetzes notwendig wurde. Ferner enthält der Erlaß auch die vom Minister für Finanzen im Finanz- und Budgetausschuß sowie in: Plenum des Nationalvates anläßlich der' Beratung des Goldbilanzengesetzes in Aussicht gestellten B e w e r t u n g s v o r s ch r i st e n für die Bewnlagung der Jahre 1923 ivnd 1924. Die Ausgleichstagsatzung der Depositenbank. Die Ansgleichstagsatzung der Allgemeinen Depositenbank wurde gestern fortgesetzt. Die meiste Zeit wird damit ausgefüllt, daß die Inhaber einer größeren Zahl von Vollmachten abstimmen und für jeden einzelnen Mandaten die Vollmacht vorlogen, die vom Ausgleichskommissär geprüft wird. .Erscheint ein Gläubiger, u,m persönlich die Stimme abzugeiben, so wird dies unterbrochen und der Gläubiger wird sofort vorgelassen. Die Forderungen der Raaber Spirit usfabrik in der Höhe von 10,934.000 Schilling und Arnold F i di k u s in der Höhe von 2,500.000 Schilling wurden angefochten. Insolvenzen. Ueber die Kronos, Internationale Bau- ■ gesellschaft, die vorher im Ausgleichsverifahren war, ist nun* mehr der Konkurs verhängt worden. — Die Passiven der W i e h a g betragen nur 4,6 Milliarden Kronen (nicht 20 Milliarden). Der Akt, der gestern verlegt war, ist später aiff gefunden worden. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Hans Nellhiebel, Stahlioarenniederläge, 16. Bez., Ne:M>ugürtol 8, Erna Awin, Lcdevgalanteriehändlerin, 6. Bez., Mariivhilserstvaße 63, und Leopoldine Köhler, 20. B^z., Trelfftraße 3. Der Saatenstand in Oesterreich. Das schöne, wavme Wetter zu Monatsbeginn Hai das Wachstum und die Entwicklung des Kornes bei den Winiersaaien ungemein gefördert; durch die Kälte und Nässe der letzten Wochen wurde die Ausreffe weserttlich verzögert. Infolge des nicht allzu dichten Standes ist im allgemeinen ttur wenig Frucht gelagert. Das Sommergetreide ist während der Niederschlagsarmen Zeit in der Entwicklung zurückgeblieben, ivodurch die Unkrauipflanzen — namentlich Ackersenf und Hederich — stark überhand nehmen konnten. Das Wachstum ist später dank den Regenfällen ein günstiges geworden, in höheren Lagen mangelt es aber an Wärme zu besserem Gedeihen. Die Werbung des Wiesenheues währte den ganzen Monat hindurch. Alle Ob st bäume wachsen heuer außergewöhnlich kräftig im Hoilz und haben ein volles, schönes Laub. Der Fruchrbchang läßt jedoch bei allen Obstsorten zu wünschen übrig, die angesetzten Früchte entwickeln sich aber im allgemeinen recht zufriedenstellend. Schädliche Insekten finden sich allonthal'ben zahlreich vor, besonders Matt- und Blutläuse zeigen eine starke Be-nnehrung. Die Weinreben zeigen euren kräftigen Holztvivb und haben ein volles, schönes Laubwerk. Gut entwickelte Gescheine sind allerorten recht zahlreich angesetzt; die WeinbMe vollzog'sich bloß im südlichen Steiornrark und in sonstigen ftühzeitigen Lagen noch in der schönen Zeit, sonst kam sie größtenteils in das schlechte Wetter und wahrte infolgedessen zu lang. Neuerlicher Rückgang der Lira Hub des französischen Franken. Nach einer kräftigen Erholung in den letzten Tagen sind gestern die Lira und der französische Frankerr wieder rückgängig gewesen. Für die Abschtvächung des französischen Franken werden die für Frankreich ungünstigen Känrpfe in Marokko angegeben. In Italien scheint das Aushören der Intervention von seiten des NoteninftituteS die Ursache hes Rückganges

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