Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-07-05 · Heft 2288 (5.7.1925) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2288 (5.7.1925)
Date
1925-07-05
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981373--23253-3010751
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Vette 4 Men, Sonnig Wie «er 5. IM 19S6 Nr. LSV Kouarebavko« der Wiener jiidische« «anfmannschaft. Für dm Keren Kajemeth. Der bevorstehende Zvcmisteickon-greß in Wien, der zehntausenbe Menschen ans allen Ländern in Wien vereinigen wird, gibt der Wiener jüdischen Kaufmannschaft Gelegenheit, zum ersten Male eine Aktion im Dienste des Palästina Werkes durchznführen. Im M i ttelpu-nkte der diversen Der-anstasstldngelr tvährend der Kongreßdauer wird der vom Keren Kajemcth arrangierte Basar stehen. In diesem Basar sollen nun die während der angedenäeten Aktion bei sämtlichen jüdischen Firmen Wiens eingehobenen Gegenstände teils durch Verlosung' teils durch Ltz-itierung veräußert tnorden. Der Erlös dieser Aktion wird znnr Anka-nfe von Boden in Palästina verwendet Iweivden, auf dem vor allem jiidische junge Leute aus Oosterwich ange siedelt tverden sollen. Die Aktion ist eben mn Gange begriffen arid erfreut sich allgenremen Interesses. Sämtliche Zuwendungen werden im Wege der Presse veröffentlicht. Uebrigens gibt der Basar die Gekegonhei-t einer billigen Reklame, da die gespendeten Gegenstände während der gangen Kongveßdauer ausgestellt bleiben und a« jedem die gespendete Firma ersichtlich ist. Firmen, di« bereit sind, sich an dieser Aktion, zu beteiligen lind dam Basar «ne Zuwendung zu machen, werden gebeten, dies dem Bnvean des Keren Kajenrcth, 1. Bezirk, Kävntmerstvaße 28 (Telephon 77485-66) bekourrtgugeben. London im Sommer. Der Straßenverkehr. — Das Theater.?. London, 1. Juli. London selbst präsentiert sich, ich möchte fast sagen „ob schön ob Regen" immer gleich grandios' Das gleiche Gefühl, «das die Erhabenheit der Bauten rmd Denkmäler auslöst, wird durch das Anstaunen des Verkehres geuxckt, welcher das individlielle Verlangen von sieben Millionen Mimischen nach Ort nind Raum bewältigt. Und trotzdem die hier ganz fellbstvevständl-iche ordentliche Regslnng, auch in den schmälsten Gäßchen, deren cs in der City so viele gibt. Und tver ist daran schuld? Diesmal der Engländer. Ich freue lnich immer, ihn beobachten und 'betrachten zu können. Es ist besonders wertvoll ihn zu kennen, da er doch heute die einzige Hoffnung Europas ist. Cm Überalls gelungener SprvUing sächsischer und gallischer Elternschaft, verleugnet er keine von beiden, zeigt Offenheit, geraden Sinn, Berechnung der evsteven, Frohmut und Schöngeist der letzteren Raffe. Obwohl John Bull sein Intcreffe wohl zu finden imstande ist, da er so gut wie unbee'mflutzt durch sensitive Regungen ist, wird er doch nie zum krassen Egoisten, weil er nicht nur den Standpunkt der Vernunft, sondern auch den -der Moral oininimmt. Kühle Berechnung führt ihn zu jedem Erfolg im Erwerb. Im Privatleben ist der Engländer gutmütig urrd ursprünglich. Gestern besuchte ich die bekannte Revuebühne ,^London Pavillon", deren ,L>n wich the danc-e" hier 'bedeutenden Erfolg hatte. Dlich und allgemeinen Wiener Geschrnack hätte dabei einzig die Ausstattung zu fesseln vermocht. Der Text genügte höchstens 'dem Anspruchlosesten, die Musik, in tvelcher Jazz und Saxophon die „erste Geige" ersetzte, brachte urrmeilodiäsrn Rhythmus, welcher für Ha'wai gerade gut gewesen wäre, trotzdem es aber zuwege brachte, sämtliche Gliedmassen und Körperteile aller Darsteller am Durch Dr. Hoffbasws Eldinss-Tiiletlei Beste Wirkung, ohne Diätzwang, garantiert unschädlich Vom VolksKestindttettsamt bewHIigt (Nr. 911) Kain ÄbfUhrmistol K*ln« SchilddrUM Depot: APOTHEKE »ZUM RÖMISCHEN KAISER* WIEN, L WOLL2EILE IS/* Picadklly in fortwährender Bttvegung zu halten, was den Enthusiasmus des PulbibiikmnS treckte und der großen Jazzbandtronunel Gelegenheit gab, sich immer lauter bemerkbar z« moche«. Und di« lieben Londoner lachten, lachten über die uralten Tricks, wie jum Beispiel Entkleidungssze-ne älterer Damen auf offener Szene. Spendeten jedem zum Vorschein kommenden Mieder Freudenge johle. Ja, jedes in der Verl'egenhei't von einem Dapsteller gestammelte „Ms" wurde freudigst belacht. Als die Soubrette zu erklären hatte: „Wir lieben uns zu sehr, neu uns zu heiraten", dröhnte das HauS. Und unwillkürlich wunderte ich mich daniber, daß dies dieselbon Engländer iväreu, die ein Weltreich regieren! Ich möchte noch bemerken, daß ei« BAd der Revue polnische W«Ävoden iuü> unga-rische CzÄvs friedlich vereint Csardas tanzen ließ, das heißt richtiger, daß nach einer Csar-aSmehodie getankt «wurde, der Tanz aber mehr auf Attölas Zeiten zurückgriff. Vielleicht sehe ich nächstens hier, wi« sich der Zigeunerbavon mit e'vnem Wiener Wäschermädel balletttänzelnd verheiratet. Ich benievkte, daß Umgarn als das „bvavc Kiird" des Völkerbundes hier sehr in Made ist, vielleicht auch tvoil die ungarische Krone nach dam Pfund stabilisiert wurde, denn im ,-Society Theater" gibt man m englischer Sprache „Katja, die Tänzerin", oder wie es Tausende von LichtrMa-men verkünden ,^Kadja, the dancex". 11 Uhr nachts am Picadisiy-ZivkuS, Die Lichteffekte, die im fimmiernden Tanz des Ahendhirmnels spotten, mit ihrem blauen Schein einen verfrühte« Tag verkünden, tvüpden mich in Phantastische Schwär, nerei versetzen, wenn sie nicht ausschließlich Busineß-Louchsen" wären, die glänzend, jedoch durch die Monotonie aufdringlich wirkend die Blicke Hannen und mit absoluter Sicherheit verkünden, daß „Dolkis Shoes" die besten wären. Eine halbe Stunde später erreicht dieses „Cetttre of the World" den Hö^Punkt des BeBehrs. Theater, Varietes, Grillroomes, Kinos, Restaurants, Dancings Halls öffnen und schließen aMald lwieder ihre Pforten, tausende und äbex tausende ihrer Gäste, zum Großteil im Abendtoilette, Damen in entzückenden Abeicheapes, Herren in Snroking und .Zylinder" trachte« von Pioadillh aus per Auto, Bus, Untergwund in ihr „#ame" zu gelangen, tvas der Straße einen mächtigen Jinpuils von Leben vevlecht. Um 12 Uhr ist alles bereits ruhig. London ist solid. Ich tvandere über Tmfalgarsqwa-ve und Strand nach Hause. Ban ungefähr enwische ich gerade die Well« 630. Oie sagt; ,/Gute Nacht, gute Nacht!" Anzelgetzßicht für TvbuNlosr - in »er Schwei, Der Schweizerische Bundes rat hat den Entwurf einet Gesetzes zur Bekämpfung der Tuberkulös« fertiggestellt, das sofort zu Beginn der Hevbstsession dem Nationalrat zugchen wird. Danach wird die Tuberkulose der Anzeigepslicht in allen Fällen unterliegen, in denen die Möglichkeit einer liebettvagung der Krankheit besteht. Den Amtsstellen, au welche die Anzeigen zn richten sind, ist Schweigepflicht auferlegt. Die Kantone haben die erforderliche'« Maßnahmen gegen eine Weiterverbreit nn g der Krankhc'n zu treffen und für ärztliche liebenvachuug des Erkrankten zu sorgen, gegen die Uebersüllung von Wohnungen ein;uschreüen uf>D. Für Werkstätten und Fabriken, im Lebensmittelgewcrbe, in öffentlichen Gebäuden, sind besondere Maßnahmen vorgesehen. In Schulen, ErzivhungsmW Kinderben-ahrungsawstolten wird ärztliche Aufsicht obligatorisch gemacht. Ansteckungsgefährliche Kinder sind aus diesen Anstalten zu entfernen. Gesunde und tuberkulös erkrankte Kinder dürfen nicht in demselben Haushalt untergeibracht sein. Anküüdigung und Verkauf von Geheim Mitteln gegen di« Tuberkulose sind verboten. Har Mrderehepaar Leder«. Der ritterliche Gatte. Aus Budapest wird berichtet: In der heutigen Verhandlung des Lederer-Prozesses wurde der Mchbar LodererS im Millitärgofäugnis veviioannMi. Er schildert feilte nächtlichen Gespräche mit Lederer, die die beiden Verhafteten drei Mvnaide lang miteinander geführt halben. Lederer erzählte ihm, daß nicht er, sondern seine Frau Kubelka ermordet habe, daß er jedoch alles auf sich u ehuren werde. Als letzte Zeugin wird von seiten der Staats» Nivaltschas.t die Wäscherin der Frau Lederer geführt; sie behauptet, daß Frau Lederer eine solide undavbeitssame Frau war, die nicht ein einziges Mail fremde Herren empfangen -habe. Ein Fvomid KudeWas gibt an, daß Kudetlka von der Familie Lederer oft erst -in den Morgenstunden nach Hause kam; auch aus anderen Umständen folgert er, daß KudeÄa mit Frau Lederer ein Verhältnis hatte. Hieraus wird das Bewersverfcchren geschloffen. Der Verteidiger der Frau Lederer beantragt di« Vertagung der VerhcvMung zwecks Ergänzung des' BoweisverfashrenS. Der Gerichtshof wird seinen Beschluß über diesen Antrag Montag veMniden. * Probefahrt d«S erste» ttalienifch«»' Motorschiffes. Am letzten Sonntag fanld in Triest die Probefahrt des ersten ilalnenischen, für den Döenst nach dem fernen Osten bestimmten Motorschiffes „Esquilins" des Lloyd Tviestmo statt. Das mit allen Mtteln der modernen Technik ausgestat-kete Schiff hat einen TonnengehaA von 10.500 Bruttotonnen bei einer Länge von 467 Fuß. Die weiten Laderäume haben so gerämnige Luken, daß oine Lokomotive durch sie durKahren kann. InmAen des Schiffes liegt der vierstockhohe Maschinenvanm mit seinen Diesel-Motoren neuester Bauart. Der Doppelboden, der sich unter dem ganzen Schiff erstreckt, enchält den Vorrat an flusfrgem Breninmatepial. Trinkwasser und Ballast. Dem Zuschauer fällt bieir Mangel der Kamine auf; die geringen lieber* reffe des Brennstoffes entweichen nnauffÄlig und machen die Rauchsäuge überflüsfig. Das neue Schiff soll hauptsächlich dem Warentransport dienen, ist aber auch für beqwme Beförderung von Passagieren eingerichtet. Die Kabinen mit ihrc-in fließenden Warm- und KMvasser, bequemen Betten, mit großen Fenstern gleichen den Zimmern oi«es vornehmen Hoiä§, Bäder, Salons, Veranda echölhen die Begiveuillchkeiten. der Reisenden. Gewißheiten in bezug ars die Protokolle, die uns am stärksten quälen, werden nicht zerstreut-, nämlich: In welcher Sprache war das Manuskript versaßt, au8 dem Nilus die Protokolle ins Russische »übersetzt hat? Wer war der Verfasser der Protokolle? Durch wen wurden sie an Pilus cvvsgelisfert? Wo ist das Original geblieben, welches Nilus vor Augen hatte? Auf alle diese Kleinigkeiten läßt sich der General Njetschwoilodo-w gar nicht ein. Dafür beschreibt er uns ausführlich das berühmte Exemplar der Ausgabe von 1006, welches im British Museum ausbewahrt wird (das einzige Exemplar dicher Ausgabe, das in der Weilt existiert). Dann schildert er uns eingehend die Prozeduren, welche die niederträchtigen Juden unternommen haben, um das Erscheinen der Pvotäkolle in Rußland, in Polen, in den Bereinigten Staaten zu verhindern, und wie die gute Sache letzten Endes doch gesiegt hat. Dann kommen die Berichte über die Protokolle, welche in dem Londoner Zweig des Ordens B'nai B'rich und in anderen jüdischen Organisationen verlesen wurden. Sehr eingehend werden die Cuchüllungen analysiert, die die Prinzessin Katharina Radziwill, ihre Freundin Mrs. Hurblut sowie der Franzose Mr. du Chayla über Nilus und sein Werk in Paris gemacht haben. Und hoi diesem PuMe müssen auch wir etwas länger vevlre-ilen. * Lucien Wolf erzählt, daß während der Friedensverbandlungen im Sommer 1919 an die damals in Paris weilenden jüdischen Persönlichkeiten wiederholt Individuen verschiedener Art herangetreten seren und sich gegen eine Bezahlung von 10.000 Dollar verpflichten wollten, ein für die Juden der ganzen Welt höchst gefährliches Manuskript nicht zu veröffentlichen. Das gefährliche Manuskript waren die Protokolle. Das Anerbieten wurde abgelehnt. Ms nun die Protokolle erschienen waren und ein fo ungeheures Getöse in der ganzen Welt verursachten, traten abermals verschiedene Personen zuvörderst an di« russisch-jüdische Koloine in Paris heran — diese erschien als in erster Reihe an der Sache interessiert — und erboten sich, aus unmittelbarer Kenntnis Angaben über Nilus und den Ursprung der Protokolle zu machen. Dies« Personen wurden dabei offenbar teils von den: Trieb geleitet, in einer so weltberühmten Affäre eine Rolle zu spipken, vielleicht jedoch erwarteten sie auch klingende Belohnung von selten der Juden. Nun ist es ein eigen Ding um die Protokolle. Jeder besonnene Leser erkennt aus den ersten Blick, daß er da eine plumpe, dreiste und nichtswürdige Fälschung vor sich hat, aber in denselben Maße scheint es auf den ersten Blick unmöglich, dies im einzelnen einwandfrei sachlich nachzuwetsen. Dazu muß man sich nämlich mit unendlicher Geduld und Selbstüberwindung in den Stoff vertiefen, man muß die Protokolle im Lichte der Ereignisse in Europa und Rußland zwischen 1897 und 1906 aufmerksam lesen, und außerdem einerseits die Geschichte der judenfemdlichen Anklagen lvährend des neunzchnten Jahrhunderts und andererseits dipolitische Geschichte Europain den letzten hundert Jahren im Auge bchalten. Es fft eine mühselige und vettvickvtte Arbeit, und im Grunde lohrtt sie nicht, denn man steht am Ende ganz genau dort wo man Anfänge gestanden: das habe ich ja gleich auf den ersten Mick gewußt, sagt man sich, und es ist nicht gerade ein Geflihl der triumphierenden Befriedigung, mit der man die Arbeit aus der Hand legt. Gleichwohl nmtz die Arbeit getan werden. ES ist aber begreifftch und verzeihlich, daß man in Ungeduld über den langen Weg einen kürzeren vorzicht, der zu demselben Ziele zu sichren scheint- Und so haben die jüdischen Intellektuellen auS Rußland, die sich um die Pariser Wochenschrift ,^La Tribun» juive" gruppieren, sich verleiten lassen, von der Untersuchung deS Textedes Protakolles abzusehen, und den Aussagen der oben genannten Damen und des Franzosen du Ehayla ausschlaggebendes Gewicht beiznmessen. Die beiden Danran versicherten, in den Jahren 1904 und 1908 zwei Mitglieder der russischen Ochrana in Paris gekannt zn haben, die an der Herstellung eines Schriftwerkes arbeiteten, tvelches, nach den Plänen des Ochrana-Generals Ratschl«M»#?i, die Existenz einer Weilverschwörnng der Inden beweisen sollte, die Dämon wollten sogar das Manuskript in den Händen eines dieser Agenten geschm haben, es soll ein Hest gewesen sein, auf dessen Umschlag em gwßer Maßblauer Tintenfleck geleuchtet" habe. Mr. du Chayla, der bis zur Bolchvwffenrevolution in Rußland gelebt hat, wollte Ritus gekannt und mit ihm persönlich verkehrt haben; auch ex hat in den Händen des Ritus ein Manuskript von demselben Aufsehen wahrgenonmwn, wie es die genannten Damen beschrieben. Diese Zlussagen sind allerdings geeignet, die Herkunft der Protokolle in einem eigenartigen Licht erscheinen zu lassen, waren aber durchaus nicht imstande, eme Analyse des Textes zu ersetzen, auch wenn sie absolut unanfechtbar gewesen Wären. Es erwies sich aber, daß diese beiden Damen sowie der Franzose sich in verschiedene Widersprüche verwickelten r das Gedächtnis hatte sie offenbar getäuscht. Die Protockollgläubigen griffen mm diesen Unistand auf und deduzieren daraus die — absolute Echtheit der Protokolle. DoL ^Kapitel in dom Werke des Generals Rjetschlvtzlodow, das über diesem Gegenstand handelt, fußt mm auf diesem „Be? weis" «.. Es bestehen zurzeit zwei Schulen unter den Protokollgelehrten im betreff der Verfasserschaft der Protokolle: die deutsche Schule mit dem Grafen Reventlow und Tklfred Rosenberg au der Spitze Wt Theodor Herzl für den Verfasser; die vussisch-mnerikanffch-fran-ösische Schule, der auch General Njevsckwolodow «-gehört, lehrr dagegen, daß Achad Haam der Verfasser sei. General Njetschwolodow begründet weif und breit diese Tlnsicht. Einige Andeutungen «lögen die Gsisteshöhe dieser Schule (und aller anderen Protokollgläubigen) beleuchten: Achad Haam ist mit einer EiMiu des berühmten Ralbbiners von Lubawiezy vecheiratet, dos ist ein Zentrum des Chassidismus, tvo man in die Hände des Ortsralbbiners die Flaschen zu überreichen pflegt, die das Menfchenblnt enthalten, welches von den Ritualmorden h e r r ü h r t, die die Juden in anderen Ortschaften an Christen verüben . . . Lange tobte der Kamps zwischen dem orientalischen JioniKnms, der in Achad Haam ver- 'f,-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.