Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2283 (30.6.1925)
- Date
- 1925-06-30
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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/ M. LW _Wven, MrnFtag _Wie^ree MoLaenHeittttttt. 30. Juni J O^o »Leite 0 Ra-ioprosramm. Heute Dienstag. 4 bis 6 Uhr Nachnrittagsloirzert. Beethoven, Ruinen von Athen. Fetras, Swantlda, Walzer. Flotow, Albin, Ouvertüre. Matheson, Aria. PH. E. Bach, Menuett. Frescv, Mknnesold, Suite. Schumann, Zwei Lieder. Gillet, Loin du baJ. KomzLk, Für meine Freunde. Hirschfeld, Die Tante in Peking. — */47 bis 'IJ Uhr: Dr. Ferdinand Scheminzky, Assistent am physiologischen Institut der Universität Wien, Elertrokultur. — 7 bis 7,8 Esperantokurs. — 8 Uhr r Opernauffiihrung, „Der fliegende Holländer*. Berewe, DorttSge und Bersammlunge«. Zionistische Bezirkssektion Alsergrund, 9. Bez., Liechtensteiustraße 11. Heute, 8 Uhr abends, im Cafö Metropole, 9. Bez., Berggasse 33, Vortrag -er Herren L. B a t o und Dr. Z. F i n k e l4t e i u über das Thema r „Für die Zewish Ageney, für Chain» Weizmann.* Nachher Diskussion. Die Ausschußmitglieder werden gebeten, eine halbe Stunde früher zu erscheinen. Dringende Besprechung. — Gremium österreichischer Handelsvertreter. Morgen, 6 Uhr abends, Zusammenkunft im Cafä Landtmann. — Oesterreichische politische Gesellschaft. (1. Bez., Annaaasse 6.) Donnerstag, 7 Uhr abends, Vortrag der Frau Anna T i z i a über die Vereinigte» Staaten von Nordamerika. ri» Im Israelitischen Blindeninstitut Wien-Hohe Warte sind drei Zöglingsplätze für jüdische blinde Kinder im Älter von 6 bis 1b Jahren ohne Unterschied der StaatSzugehörigkeit frei. Gesuche an die Direktion. ___ Bühne und Kunst. Aeaterbrand in Lüsseldorf. Aoel Todesopfer. Düsseldorf, 29. Juni. (Tol.-Kontp.) Im Großen Haufe der Bereinigten Stadttheater brach heute nachmittags 3 Uhr infolge, einer Benzttlcrpitosion Feuer aus. Dem Brande fielen zwei Personen zum Opfer. Das Wachzimmer der Feuerwehr, in dem 'das Feuer entstand, und der Kasfenranm des Theaters.sind vollständig sevwüstct. Aus dm Theatern. Schönbrunner Schloßtheater. Heute „D e r Larbier von Sevilla*. Morgen „Die Fledermaus". Die norwegische Tanztragödin BellaSiris von der Opsr» eomigus in Christian»«, welche bereits im Burggarten und in der Hofburg ihre klassischen Tänze zur Aufführung gebracht hat, wird sie am Samstag wiederholen. Burggarten (bei ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofburg). Heute, 8 Uhr abends, Wien er Symphonieo r ch e st e r, Dirigent Martin S p ö r r. Deutsches VolkSth vater. lTairoffS M o skauvrKammertheater.) Morgen „G! r o t l 6 ~ G iro f 1 a". Donnerstag, zum ersten Male, „D e r Schleier der Pterette". Freitag „D i e h e i l i g e 3 o h a n r» a*. Samstag „Das Gewitter". Sonntag und Montag „Der Schleier derPierette". Beginn l}& Uhr abends. — Vom 7. Juli bis 19. August geschlossen. Raimund-Theater., (Tairoffs MoSl fl it c r K a m m e r t h e a t e r.)' Heute, 7-8 Uhr abends, „G i r o f 1 e — G i r o f 1 a\ Morgen, zum ersten Male, „D i e vertagte Nacht". Schwank von Arnold und B a ch. Theater in der Josef st ad t. Heute, 7,8 Uhr abends, „I u a r e z u n d M a x i m i l i a n". Morgen, 7,8 Uhr abends, „Der Diener zweier Herren". Theater an der Wien. Heute 10 0. Aufführung der Ernst Marischka -Bruno Granichst ä d t e u s ch e u Operette „D e r O r l o w". Vermählung der KarmneWngerin Olszewska mit Dr. Schipper. Gestern fand die Vermählung der Kammersängerin Bdaria Okszewska mit Kaulimersänger Doktor Emil Schipper statt. Als Trauzeugen smlgierten Professor Oskar Dachs und Theaterarzt Dr. Schreiber. Ungarisches Gastspiel in de» Kammcrspielen. In den Kammerspielen eröffnet ein Ensemble ungarischer Schauspieler Samstag den 4. Juli ein kurzes Gastspiel. Das Ensemble steht unter Führung des bekannten Schauspielers Artur S o m l a h. Als Eröffnungsvorstellung gelangt das Lustspiel „K ü s s e n S i e!" von Tristan B 6 r n a r d, JveS litonbe und Gustave Q nirr s o n zur AuMhrung. Llm zweiten Abend wirb die .Komödie „L i e b e i m H e r b st* von Piürre W o l f und Henri Duvernois aufgeführt. Die Vorstellungen beginnen um 7,8 Uhr abends. Der Kartenverkauf hat an der Tageskasse der Kammerspiele heute begonnen. Das Autorenrecht in Rußlmtd. Wie die Korrespolldenz HeMg meldet, hat der Rat der russischen BoWLommissäre ein Dekret erlassen, durch welches die Dauer des Autorenrechtes üntif 26 Jahre unfc des Erbschaftsrechtes mit 15 Jahren festgesetzt wird. Es hat dem Schicksal gefallen, uns unseren teueren Sohn, Brnder und Schwager, den Herrn IN«». v'. venno Weil vorzeitig zu entreißen, kurz nachden» er das Land seiner Sehnsucht, Palästina, gesehen hat. Wir haben unseren teueren Toten am 23 d. am Friedhofs zu Ungarisch -Hradtsch zur ewigen Ruhe bestattet. Ein Kämpfer für das jüdische Ideal ist mit' ihm vorzeitig dahingegangen. Moritz Weil als Vater tofa Beer, Brünn, Moritz Alhert Weil, Tel-Awiw, stabskavitän Emil Weil- Brünn. Siegfried Weil. Ungartsch-Hradisch, Robert Weil, Brünn, Dr. Afidor Weil. Wien, als Geschwister Frieda, Visa und Visa. Weil als Schwägerinnen Arnold Beer, Brünn, als Schwager Bolkswltt. Re RivaMSt London« und Rew>VorI» als Welmedttientte«. Die in jüngster Zeit in der ganzen Welt und nicht zumindest in England und Amerika selber so viÄfach aufgeworfene Frage, ob New-Pork als internationcrles Krcditzentvum London definitiv den Rang ablaufen werde, trägt, wie die Basaler „Natioual-Zeiturlg" schreibt, mchr den Charakter einer spekulativen Spielerei, als einer für die geschäftliche Praxis wichtigen Erövterung. Die Unternchmerwelt und die kreditbedürftigen Staaten können sich beglückwünschen, das; neben England eine andere Volkswirtschaft in rasch sich steigerndem Maße angüfangen hat, überschüssige Kapitalien denl Allsland zur Beringung zu stellen. Statt wie vor dem Kriege mit der übrigen WM sich um den enMschen Kreditsegen zu bewerben, sicht Amerika honte aus Seite der Kreditverkäuser, was an sich nach einer VerÄMgung der BovgsgÄder tendieren mutz. Dies gilt insbesondere für das kurzfristige Kreditgeschäft, die Wechseldiskontierung, indem für tvcn Handel der Welt mit Europa jedenfalls der anr leichtesten negotiable Sterling-Wechsel, seit Wiedereinführung der Goldwährung noch mchr wie zuvor, die meisten Vorteile bietet. Der internationale Dollar-Wechsel hat zwar.seit dem Kriege an Popularität gewaltig gewonnen, und die letztljährige Ausdchnung der Rediskontierungsbesugnisse der Resevvcibanken aus ausländisches Bankpapier wie auch die zurzeit bestehende Satzmarge gegenüber London sind natürlich dazu angetan, den: Dollavtvechscl eine noch weitere Verbreitung zu sichern. Aber diese Diskontmarge. guWnsten Ndlv-Govks muß in absehbarer Zeit wieder verschwinden, worauf dem englischen Diskontgeschäft seine viel beffere Orientierung über die Bonität europäischer Wechsclschuldan umsomehr zustatten kommen wird. Etwas anders stcht es mit dem langfrist'igen Kretz >i t g e s ch ä f t, der festverzinslichen Anleihensnntevbr ingung. Während die englische Finanz das Wechselgeschäft nach Möglichkeit zu stimulieren trachtet, verfolgt hie Zentralbank seit über Jahresfrist ans Währungsgründen ausländischen Anleihen gegmülber gmndsätzlich eine Politik der Entmutigung. Mit Ausnahme britisch-kolonialer Staatsemissionen, die in England sich des großen Vorteiles gesetzlicher DdündÄsicherhett erfreuen, nehmen deshalb die ausländischen (staatlichen wie namentlich ürdnswiellen) Anleihen kn Londo»» einen verhältnismäßig sehr bescheidenen Platz ein. Gegenüber einem Anteil von unter 46 Prozent vor donr Krieg nahmen die Kolonien im vergangerren Jahr Über 60 Prozent — (freilich von nahezu 90 Prozent im Jahre 19A. langsam zurückgleitend) — der gesamten überseeischen Muemissionen für sich in Anspruch. MoglichevlVLi.se stchen die kürzlichen Mißerfoilige kolonialer Anleihen .in London in einem gewissen Zusammenhang mit der von der Zentralbank mit Rücksicht ans die Goldsicherhe-rt der Wcchrung geführten, und von Prof. Kehnes aus nationalwirtschaftlichen Gründen cheovetischunterstützten Entmutigung ausländischer Anleihen. Jedenfalls erfordert die Sicherheit der zur Arlfrechterhaltung der SteEng-Goldparität wieder sreigegebenerr Reserve, noch auf längere Zeit eine strenge Hand am Beutel der AnÄandSinvestittonen und New-Aovk hat mittlerlveile willkommene Gelegenheit, doir Londoner Markt gu überflügeln, Es wäre falsch, Es dieser Entwicklung darauf zu schließen, daß der Londoner Emissionsmarkt ans einem gewissen Erschöpfungsgrad nun weit hinter NeSv-Z)ork zuvückblMen werde. Unter dem Zeichen einer mäßigen Deflation tuitb grotzen Wirtschaftskrise übt London in gewissem Umfang freiwillige Zurückhaltung in der Absorbierung fremder Kr^editbogchren. Sodann dürfte in Elmevika nach einiger Zeit ein Zilstand der Sättigung orntveten, wenn einmal die im Krieg und seither geurachten riesigen VoMerjsparnisse — die in Europa keine Parallele haben — sich in langfristigen Papieren sestgelogt haben. Mit einer weiteren Steigerung der amerikanischen Investitionen int Ausland wie in dm letzten Jahren scheint deshalb nicht zti rechneu zu sein, wie denn 'bereits in den letzten zwei Monaten auch voir Ncw-Novk eine gewisse Zurückhaltung gemeldet wird. England andererseits wich nicht verfehlen, nach Möglichkeit — und diese Möglichkeit ist auch im Vergleich mit Amerika keine geringe, obwohl zeitlich gehemmte — der alten Tradition der liberalsten ausländischen Kreditakkonnuodierung nachzuleben, was, um ,so leichter gchm wird, wenn nach Behebung der Wirtschaftskrise der abnornlal hohe, sichtbare Importülberschuß — er stcht etwa 100 Millionen Sterling zu hoch — sich wieder ermäßigt haben wird. Die amerikanische Anleihe Berlins. Scharfe Opposition in den Vereinigte» Staaten. Ans Pa ri s nieDet Wolfs: Wie dem „NotoDork Herald" aus Washillgton berichtet wird, mache sich in Amerika eine starke Opposition gegen die der'Stadt Berlin zu gewährende 16-Millionen-Anleihe bemerkbar? Der . amerikanische Rechtsanwalt Max G o w a n habe einen scharf gehaltenen Brief Ml den GeneralstantsanwM Ot ting er gerichtet, in dem er ihn auffordevt, gegen diese Anleihe eirrzuschreiten. Wenn Berlin sie erhalten wolle, müsse es vorher verschiedene Vorkehrungen 'für ihre Sicherung und Ech für eine Regelung seiner früheren Schulden vornchmen, _ Der dentsch-polnische tzoilkrir». Bor einem provisorischen Abkonnnen. , Ans Warschau, 29. ü.. meidet P. T. A.: In Ausführung eines Bsschlnsses der Vereinitteil u o l n \ > ch ' n r'.nd deutschen Kommission in Berlin wurde Samstag eine Vollsitzung in KWchchvit vm Pertvet^rn Herder LoMnMn einbernfeu, uin die Möglichk-i: lest;ust.l!c:^, zii einem provisorische n A b l o m m c u bezüglich icacv gxenseiligett .Forderungen zu gelangen, di: keinen Au,-schnb znlassen. Die Erörterung zeigte, daß trotz t).'v großen Berschiwenhe:: der Stand punkte beider Kommission: n die Möglichkeit, die Posmlaie in Einklang zu bringen, nicht ausgeschlossen ist. Nach Festlegung der Richtlinien wurde eine besondere gemischte Kommission eingesetzt, um ein Einvernehmen über die Tetaiis hergnsteslen. Die Kommissünt schritt unverzüglich an die Arbeit. Die als Sachverständige iil diese Komission entsendeten Vertreter der polnischen Kohlenbergwerke werden das für Polcir notwendige Kohlenkontingent festzustcllen haben. Ein amerikanischer Emissionsbankicr über die Entwicklung Oesterreichs. Aus Paris wird telegraphiert: „Now-Bork Herald" veröffentlicht ein ausfichrliches Intarvielv tu11 dcnr amerikalrischcir Bankier A. O. Eorbin, Teilhaber der Firma Lisman n. Co. in New-Aork. Das Blatt bemerkt einleitend, daß ein entschiedener Optimismus betreffend die wirtschaftliche Lage Oesterreichs und weitestgehende Hoffnung für seine Zukunft nach diesen Erklärungen am Platze sei. Betreffend die N achkr ieg sv c rhäl t ni sse Oesterreichs erklärt Cvrbin: Die wirtschafKiche Neuorganisierung Oesterreichs könne als beendet angesehen werden. Corbin gibt nun eine genaue Ueibersicht der einzelnen österreichischen Exportindüst rien und nennt insbesondere die Metallindustrie, HM, Papier, Magnesit, Lcdevwaren, Konfektionswaren. Modeartikel. deren Zugehör. Möbel und andere aus Holz .gefertigte Artikel. Er hebt die Bedentmrg Oesterreichs für die Touristik sowie Wiens als kulturelle Hauptstadt Mitteleuropas hervor. Einer der wichtigsten Gründe, warum so viel Fremde Wien airffnchen. fei die durchaus gesicherte friedliche politische Atmosphäre, dre sie dort finden. Covbin he>bt weiters die Bedcutnna Wiens für Eriholungsbedüriftiae und Kranke hervor, und erwähnt den hohen Rang der medizinischen Schule, die für amerikanische Studenten eine große Anziehungskraft besitze. Corbin stellt schließlich die Anstrengungen Oesterreichs dar, den Mangel an Heiz- und Nahrungsnritteln zu übcvwinden, und hebt die landwirtschaftlichen Verbesserniigen sowie den Ausbau der Wasserkräfte hervor, die im einzMen beschrieben werden und deren Anlage größte Bewunderung verdiene. Der Ausbau der Wasserkräfte erfolge in großzügiger Weise. Die österreichischen Elektrizitätswerte erfreuen sich auf dem mterriationalen Geldmarkt immer größerer Beliebtheit, da sie größte Verzinsungsmöglichkcit mit crstKassiger Sicherheit vevbinden. Direktor Guggenheimer gestorben. Kommerzienrat Doktor Emil Guggenheimer, Direktor der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg ist gestern in Berlin an einem Herzleiden gestorben. Das Goldbilanzengesetz und die Holzhändler. In der heute Dienstag unl halb 6 Uhr ttn Festsaale des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, Wien, 4. Bez., Schwarzenberigplatz 16, 1. Stock, stattfindenden Plenarversaurm.liung wird Herr Gromialsekretär Dr. Glaser über das Goivdbilanzeugesetz und die Steuerveranlagung pro 1924 sprechen Gäste sind willkommen! Rücktritt des Schatzsekretärs Mellon. Aus Paris, 29, d., wird telegraphiert: Zu der Meldung des „New-Aork Herald" über Rücktrtttsabfichten des Schatzsekretärs Mellon wird mitgeteilt, daß Mellon nicht wegen oer Schwierigkeiten des Finanzproblems, sondern wegen der teilweisen Lösung der bisherigen Finanzprobleme den Wunsch habe, zurückzutreten. Die Volksbankaktion der jüdischen Wetthilsskonferenz. Die Kampagne zugunsten der vom ExMtivkomitee >der jüdischen WelchHskonfereuz bogvmrdoten Vereinigten Jüdischen Volksban! wird gleichzeitig in Ost- und Westeuropa geführt. Sebr wichtig ist die Wtton für Pole n, wo die geisamte jüdische BevÄkemng in einer schweren Wirtschaftskrise steht. Dort wird die Kanchagne zugunsten der Volksbank -mit großer Intensität geführt. In Lemberg sind alle jüdischen wirtschaftlichen Bolksovganisattonen engagiert. In Krakau geht die Kanrpagrre unter der Leittmg des Vorsitzenden der B'rrai-B'rich-Loge, Dr. L. Ad vr, vor sich. In Warschau stehen die beiden jüdischer Handwerkerorganisationen, die etwa 70.000 Mitglieder zahlen, an der Spitze der Aktion. Allein durch Handwerker und Kleinhändler wnrdeir bereits 3000 Mtien gezeichnet. In der Tschechoslowakei leitet das Vorstandsmitglied der Welchilfskonferenz Dr. S. Tiomkin unter MitwiÄung führender indischer Persönlichkeiten die Mtion. In Holland bildete sich eine Kommission beim Zentralkomitee für jüdische Hilfe ,,Israel", tvelches unter Anteilnahme führender holländssch-Mdischer Persönlichkeiten die Pvapaganda leiten wird. Schlechte Ernteaussichten in Ungarn. Aus Budapest, 29. d., meldet U.T. K.-B.: Der heute veröffentlichte Saatenstaudsbericht gibt zum erstenmal eine ziffermäßige Schätzung der bisherigen Ernie. Darnach sind an' Weizen 16 Millionen (14 Millionen), an Roggen 6,7 Millionen <5,6Millianen) Meterzentner Ml erwarten. Die kühle, meist regnerische W i tterutlg der jüngsten 14 Tage hat in den tvestlichen und südlichen Gegenden und an mchrererr Orter: auch im ZnswmmenHauge mit H a g e l s ch l ä g e i: e m p f t u d l i ch e n Schaden angerichtet. In den östlichen Gegenden des Landes ist die Trockenheit noch immer groß. Internationale Holzkonserenz. der tsckechmlowatischen Handelskammer wird eine internationale Holzkonferenz mit folge >lde>: Programmpnnkten votb er eitet: Aufheibung der Beschränkungen für die Holzausfuhr, Herabsetzung der Exporttarife, Festsetzung gvrneinschaftlicher Tarife für Holz unter den Nachfolgestaaten und mit dem übrigen Auslaiwe. Die Hauptarbeit ‘ wird in der Regelung der Transportfragen bestehen. Der Termin der Konferenz ist noch llicht bestimmt. Erhöhung der Frachttarife in Polen. Aus Warschau wird uvi um uuyvmuutn viuv v w v*v *■ v ** v d höhn n g der F r a ch t e n t a r i f e mit sich bringen wird. Wirtschaftsnachrichten aus Polen. Ans W a r s ch a u, 29. d., meldet P. T.-A.: Das Ministeriunl für Industrie und Haildel hat mit den tschechoflotoakischen und österroichischen Eisenbahnen Verhandlunge,: betreffend Transporte au e r mäßigten Tarif auf dem Landwege bis ^umi Bochnhof von Piotrowice in der Relation Jtalrer: eiilgelritet. Für die LaMransporte in de»: Relationer: Lettland und Rumänien sind um 10 Prozent ermäßigte Tarife eiugoführt worden. — Das Minifteriuu: für Jdnstrie und Handel hat ein Spezialburea für die Kohlenausfuhr eingerichtet, das das Einvernehmen zwischen den iwlnischer: Grube»: und den Auslandsmärkten erleichtern soll. Nach Verständig»^ mit den» Eksenbahuministerönm fotvie mit dei: zuständigen Stellen jener Länder, die polnische Kohle beziehen, und der Transpovt- Ainder wird das Älkveau außerdom den Modus der Kohlen^ ausiflihr festsetze»:. Kr^ithilfe für jüdische Handlverker und La»»dwirte in -MS Berlin meldet I. §. Lt.: Die Gesellschaft zu? i