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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-30 · Heft 2283 (30.6.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2283 (30.6.1925)
Date
1925-06-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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GeÄe 8 Dien, DrenZIatatfächlich, wenn auch nicht formell, das erfüllt, was -er Punkt 4 -es Mandats verlangt. Das ist im tvesentlichen -er Grmch, weShalb »vir nicht gedrängt werden, -er Verpflichtung des Punkt 4 nachzukommen. Ich verkenne nicht die Schwierigkeiten und G efahren, die der Eintritt von uns nicht verbundenen Elementen m die Jewifh Agency mit sich bringt. Aber es muß darauf hingewiesen werden: wer in die Jewisb Agency eintritt, ist kein Gegner des Zionismus und des nationalen Palästinaausbaues mehr. Merrschen, die heute noch die letzten Ideale des Zionismus endgültig ablehnen, üverden nicht in die Jewifh Agemy eintreten. Es werden Wohl vielleicht solche Personen eintreten, welche diese letzten Ideale noch nicht billigen, aber ihnen nicht mehr entgegenarbeiten. Die letzten Tagungen der B'nai-B'rith-Logen in Amerika un-d der amerikanischen Refornigemeinden und Reformrabbiner haben gezeigt, daß es in diesen Kreisen des amerikanischen Judentums noch Menschen gibt, die eine Gefahr im Zionismus sehen und nicht daran denken, sich der Jewish Agemy anzuschließen. Ebenso wenig wie die großen jüdischen Gewerkschaften in Amerika sich bisher entschließen konnten, offiziell oder offiziös zu dieser Frage positiv Stellung zu nehmen. In Deutschland ist der Kampf gegen den Zionismus heute stärker als vor wenigen Jechren, weil oben der Zionismus stärker wurde auch außerhalb der zionistischen Kreise; der letzte Wahlkampf für den Landesverband der jüdischen Gemeinden Preußens gibt ein Beispiel dafür, da der Zentralvevein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens es seinen Mitgliedern ausdrücklich verboten hat, für eine Liste zu stimmen, in der auch nur ein Zionist sich befindet. Mit diesen Schichten, die dem Zionismus absolut gegnerisch gegenüberstehen, werden wir sicher nicht abschließen, wenn wir mit den führenden Juden in Amerika oder anderen Ländern betreffs ihres Eintrittes in die Jeiwish Agency abschließen. Wir können nur mit solchen Elementen abschließen, die bereits aufdem Wegezuuns sind und auch, wenn sie nicht bereit sind, in die Zionistische Organisation einzutreten, doch bereit sind, mit der Zionistischen Organisation zusammen zu arbeiten. Da.her ist d'e Gefahr, daß wir nicht nur unverläßtiche, sondern gegnerische Elemente in die Jewish Agemy werden ausnehmen müssen, nicht sehr groß. Es gibt noch ein anderes Bedenken: wenn eine zionistische Gruppe im Kongreß die Befriedigung ihrer Wünsche nicht finden wird, so wird diese Gruppe versuchen, im nicht zionistischen Teil der Jewish Agency Bundesgenossen zu finden, welche den Forderungen dieser zionistischen Gruppe keine Schwierigkeiten machen. Dagegen aber gibt es ein Mittel organisatorischer Natur: der organisierte zionistische Teil, die offiziellen Vertreter der Zionistischen Organisation in der Jewish Agency, haben ihre Befehle nur vom zionistischen Kongreß zu erhalten. Daß sie sich etwa im Kongreß fügen und in der Jsnish Agency nicht, dem können wir einen Riegel vorschieben, indem wir solche Mitglieder der Jewifh Agency einfach Zurückziehen. Dazu 'haben wir innerhalb der Zionistischen Organisation ohne werteres das Recht. Es wird auch vielfach gesagt, die Frage der Erweiterung der Jewifh Agency habe dazu beigetragen, die Zionistische Organisation zu schwächen, weil die Zionisten sich sagen, daß die anderen ihnen ihre Arbeit abnehmen. Das Argument der S ch e k e lzahil, das• dabei ins Treffen geführt wird, kommt wirklich nicht in Betracht; der Schekel ist eine überlebte Sache und die Schekelsrage ist nicht entscheidend für das Bild der Organisation. Es gibt heute andere Möglichkeiten, den Zionismus zu zeigen, als indem man einmal im Jahre -den Schekel zahlt.-Es werden auch Vorschläge vor den Kongreß gebracht werden, die dahin gehen, daß für den Kongreß nu.r organisierte Zionisten wühlen dürfen. Es ist freilich wahr, daß in gewissen Ländern die Organisation geschwächt erscheint; ich habe jedoch die feste Ueberzougung, daß die Frage der Erweiterung der Jewish Agency nichts damit zu tun hat. Gerade in Amerika, wo das Zentrum der Bemühungen für die Erweiterung der Jewifh Agency ist, hat sich in den 'letzten Jahren die Organisation gestärkt; ebenso ist dies in Deutschland der Fall. Diese Erscheinungen zeigen am -besten, daß die Schwächung der Organisation nicht mit der Frage der Jewffh Agency zusammenhängt. Im Gegenteil — jeder bewußte Zionist muß sich heute sagen: Gerade zur Zeit, da noch nicht mit uns verwachsene Elemente zu uns eintreten, haben wir die Pflicht, unsere Kraft so stark wir möglich zu gestalten. Wenn die Zionistische Organisation uicht jetzt die Ueberzeugung hat, daß sie sich innerlich stärken muß, so -hilft gar nichts. Gerade die Erweiterung der Jewifh Agemy ist das beste Mittel, um einem denkenden Zionisten zu sagen: Jetzt mußt du stärker sein, stärker nicht zum bekämpfen der anderen, sondern zum Erziehen. Denn gerade durch das, was wir in den letzten Jahren allein geleistet haben, durch unsere Stärke haben wir die anderen überzeugt und herangezogen. Kommen sie uns noch näher, so müssen wir noch stärker werden, um sie in unserem Sinne zu erziehen. Go ist die Erweiterung der Jewifh Agency das stärkste Argument -für die Stärkung der Organisation. Am Schluffe seines Bortrages besprach Dr. Chases eingehend die gegenwärtige politische Situation des Zionismus, die Poilitik des abtvetenden Oberkommiffärs Sir Herbert Samuel und wies darauf hin, daß für uns m der nächsten Zeit -der politische Schwerpunkt nicht in Jerusalem, sondern in London sein wird. Des-halb sei es unbedingt notwendig, daß in der Zionistischen Exekutive solche Personen sitzen, welche den politischen Boden in London und die von der kontinentalen wesentlich verschiedene englische politische Einstellung genau kennen. Die Versammlung dankte dem Vortragenden für seine Ausführungen mit stürmischem Beifall. __Meiler MsraenzettiMU. Sie Schicksalsfrage der Zionismus. Am Donnerstag den 25. d. veranstaltete die Zionistische Bezirksscktion Leopoldstadt im Hotel Continental ein Meeting. Es sprachen die Herren Nahum Goldmann und Oberbaurat Stricker. Ihre Ausführungen übten starken Eindruck auf die sehr zahlreich beschickte Versammlung. Herr Goldmann sagte unter anderem: So lange der Zionismus im Stadium des Kampfes war und der Agitation, gab es keine Differenzen hinsichtlich der Auffassung vom Wesen der zionistischen Idee und der Zionistischen Organisation. Erst seit der Balfour- Deklaration, das heißt seit dem Uebergang aus dem Stadium der Probleme in dasjenige der realen Aufbauarbeit, haben sich die Konflikte entwickelt, und es liegt darin eine innere Notwendigkeit. Dieses erste Stadium der beginnenden Verwirklichung ist für jede idealistische Bewegung die eigentlich gefährliche Phase. In ihr entwickeln sich die stärksten Gefahren, die einer solchen Bewegung drohen können, die Gefahr der Verführung durch die Sucht nach schnellen Erfolgen, die allmähliche Zurückdrängung des ganzen Ideals, das unter den Sorgen der praktischen Arbeit allmählich verloren geht. Die Entwicklung des Zionismus in den letzten Jahren beweist, daß wir in immer steigendem Maße dieser Gefahr erlegen sind. Dies zeigt sich zunächst auf dem Gebiete der zionistischen Politik. Politik des Zionismus, das muß für uns bedeuten die Proklamierung und Vertretung unserer nationalen Palästinaforderungen vor der gesamten internationalen Welt. Seit dem großen Erfolg der Balfour-Deklaration befinden wir uns politisch dauernd im Rückzug. Der Bericht der Mandatskommission des Völkerbundes, die Methode der englischen Politik in Palästina, die wichtigsten Entscheidungen (Angebot der Ar ab Agency) im vorigen Jahre, Ernennung des High Commifsioner ohne jede Fühlungnahme mit der Zionistischen Organisation; der Bericht Sir Herbert Samuels über seine Tätigkeit, in dem er ehrlich ausspricht, daß die englische Verwaltung nichts getan hat, um effektiv die Errichtung des jüdischen Heims zu fördern, all dies neben vielen anderen mehr sind Symptome dieser Verschlechterung unserer politischen Situation. Zweifellos tragen manche objektive Umstände einen Teil der Schuld an dieser Verschlechterung. Aber in einem hochen Maße tragen wir selbst die Verantwortung dafür, weil wir es gegenüber dieser Erschwerung der objektiven Lage an eigener Verstärkung unserer Aktivität haben fehlen lassen, im Gegenteil sogar von führender zionistischer Seite die Theorie proklamiert wurde, daß jetzt keine Zeit für politische Aktivität sei. Dies ist das eigentlich Gefährliche. Nicht die objektiv andere Lage ist wahrhaft gefährlich, wohl aber der subjektive Verzicht auf unsere Forderungen, die Bereitschaft, nachzugeben, und das große politische Zheal des jüdischen Vaterlandes einschrumpfen zu lasten. Dasselbe Bild des Rückzuges irnd einer inneren Schwäche der Organisation zeigt sich auch vor allem i n der inneren Schwäche der Organisation selbst. Die Zeit ihrer größten politischen Erfolge hätte' auch eine Zeit ihres größten organisatorischen Aujschwunges werden muffen. Statt dessen befindet sich die Organisation in den letzten Jahren dauernd nn Verfall, ihre wichtigsten Institutionen verlieren an Bedeutung, das Jntereffe der Zionisten an Fragen der Organisation wird immer geringer. Die Ursache liegt wiederum in dem Mangel an Glauben an die Kraft der Organisation, die allmähliche Ertötung des Bewußtseins, daß die Zionistische Organisation nach wie vor eigentlicher Träger des Palästinaaufbaues bleiben muß. und die letzte Verantwortung für die Gestaltung Palästinas trägt. Anstatt alle Kräfte auf den Aufbau der Bewegung zu konzentrieren, bestand die innerjüdische Politik des Zionismus in den letzten Jahren vor allem darin, nichtzionistische Bundesgenoffen heranzuziehen. Nun gibt es zweifellos keinen, der gegen diese Heranziehung ist. Es ist eine völlige Verdrehung der Tatsachen, wenn man von Anhängern und Gegnern der Erweiterung der Jewish Agency spricht. Die Gegensätze betreffen lediglich die Methode dieser Erweiteurng. Die heutige offizielle Politik des Zionismus will diese Erweiterung in einem überstürzten Tempo vornehmen durch statutarische Bestimmungen, die nichts Organisches an sich haben, durch den Abschluß von Verträgen mit den sogenannten Nichtzionisten, die einer Volksbewegung vom Wesen des Zionismus widersprechen. Der Prozeß der Heranziehung muß ein organischer sein, man muß versuchen, die Nichtzionisten immer mehr zur Mitarbeit zu gewinnen, sie dabei in unserem Sinne zu beeinflussen, und darf keinesfalls darauf verzichten, sie langsam für den Zionismus zu erziehen. Der Zionismus steht und fällt mit dem Glauben daran, das Ganze einmal zu vereinigen, und im Anspruch darauf, das Volk zu repräsentieren. Die heutige Konstruktion der erweiterten Jewish Agency nach dem Prinzip fifty: fifth macht einen solchen organischen Erziehungsprozeß unmöglich und beginnt damit, ein Definitivum zu statuieren, das, wenn es fruchtbar sein sott, dasZiel einerlangenvrgauischen Entwicklung werden muß. Die Konstruktion von fifty: fifth ist praktisch kaum durchführbar und innerlich künstlich, unorganisch. Sie setzt den Expansionsmöglichkeiten des Zionismus Barrieren, sie stempelt die heute noch nicht zionistischen Juden für ewige Zeit e n als Nichtzionisten ab, sie unterbindet jeden Kampf der Meinungen und jede wirkliche Propagandamöglichkeit des Zionismus und verwandelt damit den Sieg einer er- _30. Juni 1 m . Nr. SW weiterten Jewish Agency zu einer Gefahr. Trotz all diestr Fehler der gegenwärtigen Konstruktion wäre es noch denkbar, sie als AusgangSbasiS eines Versuches zu akzeptieren, aber nur so. Sinnlos wäre es, diesen Versuch, dessen Gelingen oder Mißlingen niemand mit Sicherheit Vorhersagen kann, von Vorneherein als Definitivum zu setzen, das heißt, diese neue Form der Agency dem Völkerbund zu notifizieren. Cs hat 30 Jahre gedauert, bis die Zionistische Organisation zu einer Jewish Agency geworden ist. Man kann nicht von heute auf morgen dieses selbe Recht in seiner völlerrechtlichen Form den Nichtzionisten abtreten. Man soll sie heranziehen, ihnen im Maße ihrer Mitarbeit Verantwortung, erhöhte Rechte gewähren, das Ganze aber Mnächst als Versuch betrachten und die Statuierung des Definitivums zunächst hinansschieben, bis man Ergebniffe dieses Versuches vor sich sieht. Bis heute sind alle Hoffnungen, die man an die Erziehung dieser nichtzionistischen Kreise knüpft, wenig in Erfüllung gegangen. Die Eingänge des K e r e n H a j e s s o d werden immer mehr v o n ZZionisten bestritten, der Umschwung in der Lage Palästinas im letzten Jahre ist durch die KräfteunddieBewegung der jüdischen Volksmassen erfolgt. Das gleiche Bild der dauernden Schwächung der Organisation und des Rückganges ihres Einflufles zeigen auch die Unternehmungen in Palästina. Die Lage im Lande selbst ist zu unserem Glücke unvergleichlich besser als sie vor dem letzten Kongreß war, und es besteht deswegen heute kein Grund mehr, die Frage des Zionismus aus jener Panik heraus zu betrachten, die noch auf dem letzten Kongreß so entscheidend mitgewirkt hat. Das Problem des Aufbaues Palästinas besteht für uns darin, daß es uns gelingen muß, die Leitung und' Gestaltung der Immigration und Kolonisation in unseren Händen zu behalten. Heute ist der Zustand so, daß die Palästinabewegung immer stärker, die Wirkungskraft des Zionismus immer schwacher wird. Es gibt keine zentrale Kolonisationsleitung im Lande, es gibt keine autoritative zionistische Behörde, die die Kraft untz die Fähigkeit hätte, den Aufbau des Landes nach zionistischen Prinzipien zu bestimmen. Hier liegen die Gefahren. Alles hängt davon ab, ob es uns gelingen wird, nicht nur in Palästina Juden anzusiedeln, sonder« sie so anzusiedeln, daß das nationale Heim ersteht. Eine gesunde Verteilung der Ansiedlung zwischen Land und Stadt, das Festhalten an der Landwirtschaft als Basis der Kolonisation, die Sicherung des h e b r ä i s ch e n Charakters Palästinas, der Ausbau der jüdischen Autonomie im Lande,, all dies ist nur möglich, wenn der Aufbau von einer starken zionistischen Leitung dirigiert wird. Dies kann nur eine starke Zionistische Organisation, und gerade hier sind die Gefahren einer definitiven Uebertragung aller Rechte an Nichtzionisten besonders naheliegend. Aus all dieser Kritik der gegenwärtigen Situation ergibt sich die Forderung für den kommenden Kongreß. Das Entscheidende ist die Wiedererweckung des Glaubens der Zionisten an die entscheidende Aufgabe und an die Kraft ihrer Organisation. Es muß von diesem Kongreß eine Welle erhöhten zionistffchen Selbstvertrauens, erneuten Glaubens an den Zionismus ausgehen, eine seelische Erneuerung wird sich auf allen Gebieten zionistischer Arbeit dann bemerkbar machen. Sie wird politisch zur Einleitung einer neuen aktiven zionistischen Politik führen, die gegenüber dem Rückzug der letzten Jahre unsere Forderungen bis zum letzten proklamieren und durchzusetzen versuchen wird durch die Methoden der Beeinflussung, der Propaganda, des geistigen Kampfes für unser Ziel. Wir müsse« die Balfour-Deklaration in ihrem vollen ursprüngliche» Sinne interpretieren und für die Durchführung einer solchen Interpretation kämpfe». Jnnerpolitisch wird man den Prozeß der Heranziehung der Nichtzionisten fortsetzen müssen, aber in einer organischen und gesunden Form, vor allem ohnejedesofortige Festlegung, die eine Korrektur durch die Erfahrungen der wirklichen Zusammenarbeit vor Vorneherein unmöglich macht. Hand in Hand mit einer solchen Heranziehung der Nichtzionisten wird eine Konzentration der Kräfte, auch die Erneuerung und der Aufbau der Zionistischen Organisation, erfolgen müssen. Mit der Palästinakolonisation werden wir eine starke zentrale Leitung schaffen müffen, die die Autorität und Fähigkeit hat, den Aufbauprozeß nach allen Richtungen hin z« bestimmen. Mit allen Mitteln werden wir kämpfen müffen gegen die Gefahr der Schaffung eines neuen Stückes jüdischenGaluthsin Palästina, und tverden Sicherungen treffen müffen, um eine gesunde, soziale Schichtung, eine fruchtbare berufliche Umschichtung der jüdischen Immigranten, eine Hebräisierung des jüdischen Lebens in Palästina durchzuführen. Jeder Versuch einer Einführung administrativ philanthropischer Methoden ist zu bekämpfen. Gemeinsam mit den Pionieren im Lande selbst müffen wir Palästina bauen aus dem Bewußtsein heraus, das eigene Vaterland zu bauen. Zum Schluffe noch ein Wort über das Problem Weizmanns. Es besteht heute der Zustand, das es unmöglich ist, irgend eine prinzipielle Frage zu erörtern, ohne daß der Zionist vor allem damit den Tenor heraushört: für oder gegen Weizmann. Das ist ein unmöglicher Zustand. Wie groß unbedeutend auch der Führer einer Volksbewegung sein mag, so bedeutet es den Tod der Bewegung, wenn ihre sachlichen Probleme lediglich unter dem Gesichtspunkt der Stellungnahme zu diesem Führer betrachtet werden. Es ist absolut falsch, zu behaupten, die sogenannte Opposition sei vor allem eine Opposition gegen Weizmann. Sie ist eine Opposition ilflen ein beIimmtes System zionistischer

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