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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-25 · Heft 2279 (25.6.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2279 (25.6.1925)
Date
1925-06-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Kr. 2279 Wien, DsuwerÄag Wiener MornenzettuM. 25. Grm 1686 -kachdern atod) Herr Dr. JSmar Freund jiim Eint gesprochen hatte, ging mmr in die Generaldcbatte über den Rechenschaftsbericht cm. Herr Stern (liberal) sprach über die Notwendigkeit der Ausbildung eines tüchtigen Lehrernach- Wuchses und setzte sich wann für die Idee eines Reichsverbandes allpc deutschen Juden ein. Dr. Klee (Volksparter) sprach für die Gleichstellung^ zwischen Ost- und Wests irden und über die Notwendigkeit der Arbeit am Ausbau Pa käst ina s, der eine Sache der GcsamHudenhoit sei. Redner setzte sich für die Unterstützung des Palästinaaufbaufonds (Keren Hajessod) ein. Auch die sozial« Fürsorge sei eine Angelegenheit, der der Lande svcrbaitd seine .Kraft und Sbnfmcvksamkeit widmen muH. .Im redaktionelle» Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, 26. Juni. * Adolphe Cattani Bei gestorben. Wir brachten vor kurzem die Mitteilung, daß in das Komitee zur Dorlbsreitung oes Internationalen Geographenkangresses in Kairo «unter anderen auch der Schriftführer des ägWtischen GoographenvcrbandeS, Adolphe Cattani Bei, gewählt wurde. Nun wird uns ans Kairo gemeldet, daß Cattani Bei am Hl. d. plötzlich an einem Herzschlag gcstmlben tft. Der Verstorbene, ein Bruder des gewesenen Finanzministers und gegenwärtigen Präsidenten der Judeugcmeinde in Kairo, Joseph Cattani Pascha, gehörte sowohl als Gelehrter wie auch als PhKaritvop zu den angesehensten Pevsönlichkeiten AeWpbens. Das Leichenbeganignrs fand unter überaus aro^ Dvillnahme sänltlicher Kreise der Bevölkerung statt. König Fuad ließ sich durch seinen Adjutanten vertreten, der Regierungschef Ziiwar Pascha and eine große Anzahl ägyptischer Notabeln und Delegierten der jüdischen Ge- 'ineinde und sämtliche jüdischen Organisationen erwrestn dom Verstorbenen, der oin Älter vmr 62 Jahren erreicht hatte, die letzte Ehre. * Die Sommerftchrordnu-ng der österreichischen Bundesbahnen ist am 6. d. in Kraft getreten. Die Eins-zjwei-drei-Fa'brpläwe, Wiener Nahverkehr, Nredovösterreich und Bungcnland, 'Sominer 16W, bringen in der bekannten praktischen und Mersichtlichen Anordnung außer allen Lokalstrccksn auch die Fcrhrplä>re der neuen olektrischen Stadtbahn, der Bcchnhoftuindttnien, der Wiener Kraftwagen und sämtlicher Anstylußstrecken der städtischen Straßenbcchnen. Die Eins-zwei-dvoi-Fahrpläne sind schon jetzt auf allen Bahnhöfen, in allen BuchhanÄungen, Talba-ktrcrfiken, PapicrhaMiuniM und bei bent Kolporteuren oder direkt bei I. Rafael, Wien, 1. Bez., ßfrcqlbcn 28, erhältlich. * Ncisegepäckversicherung per Oesterreichischen Bundesbahnen. Die Oesterreichischen Bundesbahnen haben die Einrichtung getroffen, daß das Reisegepäck am Geväcksshalter bei der Europäischen Güter- und Reifegcpäcksvevsicherungs-Aktiengescllschast versichert werden kann. Die Gesellschaft hat mit Giftigkeit vom 16. d. den Pvämienfatz von 6 Promille auf 3 Promille des versicherten Wertes herabgesetzt, wodurch die Versicherung wesentlich verbilligt wurde. Auf diese Einvichtung werden die Reisenden im Hinblick darauf, daß die Bahnverwaltuna für Reisegepäck nur mit dem für je 1 Kilogramm jeweils seftbesetzten Hochstbctrag haftet, besonders aufmerksam gemacht Diese Versicherung erfolgt anlählch der Aufaabe des ReiseAeväcks so das» hierdurch für die Reisenden keinerlei Zeitverlust evntvitt. * Elektrische Straßenbahn Mödling-HinlerbrW. Seit 15. d. worden auf der elektrischen SlDaßenb^ Mlödliug^-Hin brühl ermäßigte Fahrkarten M zehn Stück für die erste, zweite und'dritte Zone im Vorverkauf bei der Kasse der Äetrielbsleitnug in Mödling auSgegoben. Ferner werden in den Station".» Wien-Südbabuhof und Meidling direkte ermäßigte Fahrkarten von Wien-Südbahnhof. bsziehungSweHe Meidling nach HcuteÄrrühl ausgegeben. Das versende PrMikum wird auf diese Neueinfuhrung aufmerSsrm gemacht. E * Personalnachricht. Sonntag den 21. d. fand in Mißlitz (Mähren) die Trauung des Herrn Dr. Joses Kohn, Arzt in Meran, mit Fvl. G ilela Jokel ans Mißlitz statt. * Unsicheres Wetter. Gestern hat es bis in die Abendstunden 'heftig geregnet. Die Temperatur war empfindlich gefallen. Die Wetterlage ist im wöserrtlichen unverändert. Noch immer wehen über Mitteleuropa nöMiche bis westliche kalt« und feuchte Winde und lassen eine grundlegende Aenderung des herrschenden Wettercharaktcrs «dicht erwarten. Die Voraussage lautet: Kühl, unsicher, m den südlichen Mpc-nländevn Rcgenwottcr. * Eine Warnung der Kultusgemeinde vor einem Schwindler. Gestern vormittags tvurde im SichpHeAsbureau von 'der Israelitischen Kultusyemeinde die Anzeige erstattet, daß ein Manu,' der offenbar em Betrüger ist, bei einem Mitgliede der Kultusgomemde in Währing vargosprochen hübe, sich als Inkassant der Kultusgmneinde vorstollte und den Betrag von 50 SchMing als Kultüssteuer verlangte und auch 'ohne jede Bestätigung änsgefolgt echielt. Der Mann war ävilf keinen Fall von der Kultusgemeiude entsandt worden, da die KültusgerneMde schon seit Jahren koine Inkassanten entsendet, sondern die Einzählungen mr Postssiarkafsenw.ege vornehmen läßt. Der Mann hat nun möglicherweise auch bei anderen Parteien gleiche Betrügereien durchgoführt oder verf-ucht, weshalb vor i h ni gewarnt wird. Ex wird beschrieben als zirka 50 bis 85 Jahve M, mittelgroß, mi-t grauem .Haar und Schnurr, lbavt, bekleidet «mt grauem Regenmatel. Eventuelle Geschädigt« werden ersucht, sich im SicherheitSburean, 9. Bez.. Roßauerlände 7 (Polizeirat Dr. Pleiniuger) zu melden. Die Nachforschungen wurden eingoleitet. * Keren Kajemeth l'Jsrael. Samstag den 27. d. nur droiviertel 7 Uhr albonds rm kleinen Saale des Jugenieur- und Architektenvereines, 1. Bez.. Escheiebachgasse 9, Zusammenku ns t. Tage so rdn u ng: 1. Bericht deS Dr. Cha i m- Tartakower über seine Palästmaveise. 2. Arboitsprogramm des Keren Kajemech anläßlich des Kongresses. Referent: Leo Sendrowicz. Zutritt geigen Einladung. * Jüdisches Realghutüasium. Aufnahmsprüfunge-n Montag den M. d. unl 4 Uhr uachm-ittags. Federstiel und Feder -niitbringell! * Tödliches Autounglück in d«r Josefstadt. Gostevn vornrittags wurden in der Josefstädterstraße bei der Btindengasse der Müllnergchilfe Franz G ü n t h e r aus St. Pölten und sein Neffe, der dreijährige Hubert I a ck w c r t, von einein Auto, das neben denk Trottoir ins Schlendern geriet, an einen eisernen BeleuchtungSmast gepreßt. Günther erlitt schwere Verletzungen, denen ex «lach seiner Uebergabe im Spital erlag. Das Kmd bekam eine Gchimevschütterung. Das Auto wurde von dein 19jährigen R ealf chulrnat ura«rten Leopold Benes gelenkt, der erst vor fünf Tagen die Chauffenrprüsnng abgelegt hatte. Der Führerschein wurde ihm abgenummen. * Ein durchgegangener Geschäftsführer. Am 11. d. ist der 24jähripe Geschäftsführer Fra>nz Neshyba, der bei einem hiesigen Obsthändler am Naschnrartt augvstellt war, nach Ver- «rntrouimbg von 11.200 Schilling slsicht ig gewordeu. Er,hatte dm Auftrag crl-crlten, das Geld für seinen Dieustgeber * y ALLÖlfOMSrE^ nrria beim Bankverein einznzahlen, was er aber, wie sich bald >hcrausstellte, nicht tat. Die Erhebungen ergäben,'däß Neshyba sich ein Schweizer Visum besorg hat .und dann in der Richtung nach Passau geflüchtet ist. Der junge Düfraudant dürfte sich vernmtlich nach der Schwoiz oder nach Dautschland getvrndet haben. * TodeSstur, eines Kindes. Heute gegen halb 11 Uhr nachts ist der vierjährige Hermann Ott» Petersplatz 10, in einem unbewachten Augenblick aus dem im vierten Stockwerk gelegenen Manfardeufenster auf die Straße hercrbgestürzt und auf der Stelle tot liegen geblio'ben. vereine, BorttSge und Versammlungen. Z io n i st i s ch e BezirkSsektion A l s 11* grund. 9. Bez., Ltechtensteinstraße 11. Der für heute abends angesetzte Vortrag der Herren Dr. Z. Finkelstein und L. B a t o: „Für die Jewiih Agency" wird auf Dienstag de» SO. b. um 8 Uhr abends im Cafö Metropole, 9. Bez., Berggasse Nr. LS, verschoben. * Keren Kajemeth l'Jsrael. Samstag den 27. d., */,7 Uhr abends, im kleinen Saal des - Ingenieur? und Architektenvereines, 1. Bez., Eschenbachgasie, Zusammenkunft. Tagesordnung: 1. Bericht Dr. Chaim Tartakower über seine Palästinareise. 2. Arbcitsprogramm des Keren Kajemeth l'Jsrael anläßlich des Kongresses. Zutritt gegen Einladung. mgggsgggsSBBSBMBSBSBBSSSSBSBStBSSBSSSBSBBSBBBSSBS. Zuschriften an die Redaktion sowie ««verlangt «inlangenden Manuskripten wolle man stets Rückporto beilegen» da sonst eine Reaniwortung, beziehungsweise Rücksendung nicht erfolge» kann. Bühne und Kunst. „Die heilige Johanna" bei rairoff. Gastspiel im Raimund-Theater. Wenn cm Tairoff-Schauspiclcr die Sizsne 'betritt, ftcht er fertig vor uns. Kostüm und Maske erscheinen in schärfster JndLviduali>sievu>ng, sie geben den CharMer M oindmrtiigstvr Formel. Was hat uns noch die Figur zu sagen, <m deren Aoußeren wir alles «Wesen können? Der Text, den sic spricht, ist ohne Bvdouitmng, vr schwächt unsere Vorstellung ob, banalisiert den Menschen, bringt die erste Enttäuschung. Und nun die Sprache! Wer versteht die Melodi'e des Rm>sfischen, wer kann die Bodoutung der i^rachmodulation deuten und wer schließlich ist vcvtraut mit den Geheimnissen der russischen Gesten? WaS bedoutet für den ruMchen Monfchvn diese oder jene HandlbewvWNg, was offeubavt, diese oderjene Körpechaltu^ng, Ecken dos Kopfes, Ausspreizen der Finger? Der nichdvuWche Mensch steht all dom hilflos MgenHilbor, sein Instinkt versagt. Von hier gus kommt Wnächst die Evnüchterunig, dann die LangewoUe. Denn auch die Bührre — reicht nur die Stenographie — hat ihre Siegel. Und w Taivoff'- Er entMovdet das Bühnenbild feiner Staffage, zwingt,das Auge glrr Askese, ^domaskievt den Schein, führt den Intellekt zum Nihilismus. Es ist die schärfste Kainpfansage gegen das Gomüt des Plüsch und- Samt anbotendon, das vorn'chnre Hoim lielbenden, vor den: aristokratischen Milieu i»n Staub .liegenden Bourgeois, der zwar lächelt, tvvnn vxlMche «nid geistliche Fürsten eiutthroniistevt werden, lim Innern sie aber 'belnitlcidet und vor ihilen habt acht steht. Noch ist das alte bürgerliche Theater nicht vergessen. l>Jn Wien.dominiert's bei Reinhardt. Reinhardt ist ältestes Theater. So wie «na» bei Reiühavdt spielt, spielt ni-an auch in Krems, atnr nicht in solcher Bollendmvg-) Mtan will Tiraden, Älugenrollen, die schöne Geste, echten Dreck >u«ld die liebe, gute Me-wschliichkoit. (Ernst Lissauer, der Haßsänger, hat sie im ,Mück irr Oesterreich" gefunden.) Wo sie austauchte, gab's Wärme, Beifall, Borftäudnis, Danksagumg. Tairoff gab Parodistisches. Bernard Shaw -am 'wicht zu kurz, wenn auch seine Dialogspitzerr aus rufstschsm Munde nicht so woh taten wie im alten Englisch, in' seinem Argot, den keine Uebersetzu'ttg «rachformen kann. Fra-rr Coo nen, anfangs Salontirolcvi'N — will sagen Bühtveubäuerin —, später freier, visio« «rarer, «vionrals aber shaiivbsch. Der Dauphin Sokotoffs, ein ThaddM, erst in der letzten Szene von st-akespearkschom Zuschnitt. Spitzbögen aus Holz gäben gotische .Fniprefsionen. Die Gerichts-' szene war schoiltbar einer berühmten Lithographie Darnniers nachgeibildet, äber dein Originäl in rrichts «lachftehend. Der Schluß erschütternd, ein seelisches Nirlvana» die grandiose Darstellung -des vussischen ,Mitfchc«vo". Shaw kann aus -dieser Tarroiff-AulffühvlM'g eine neue Johanna formen. »Oskar R o s e n f e l d. Au» den rheateni. Burgtheater. Dkorgen, 7 Uhr aberchS, „Peer G y n t". B u r g g a r t e n (bei ungünstiger Wittemna im Festsaal der Hofburgl Heute, 8 Uhr abends, Tanzabend Ria Thiele. Gastspiel Eugen Dumont. Staatsoper. Morgen, 7 Uhr abends, „SR i a olett o". , cf» iV« 0 r u h « e r Schloßt!) rate r. Sonntag Uw 2^\>. -klangt zun» erste,) Mal Johann Strauß' „F l e d erui a u Aufftihrung. Kammerspiele. Samktag» V,8 Uhr abends, ge« langt als erste Abendvorstellung der Sommerspielzeit der dreiaktigen Schwank „E i n F e h l t r i t t", von Eugen Burg und Loms Taufstein zum ersten Male zur Aufführung. Raimund-Theater. Morgen, V»8 Uhr abends, gelangt vom Tairoff-Ensemble die Komödie mit Musik „Der Mann, der Donnerstag w a r" von Chesterton zur Erstaufführung. _ Das umfangreiche Programm »er StaatSoper, welche- Opernditsktor Schälk gestetn den verso>n«nMen Pressevertretern zum besten gast, umfaßt für die nächste Saison säge mrd schreibe zwei Nm,i0mffuhrumgen. >. r denen ein Werk, M u s s o r aS k y s „Boris Godunyw". -bcrett . über olle, seWst die kleinsten Opernbühnen, oogangen ist, ja sogar in der Bälksoper zu einer Zeit, da sie Wo« arg verkracht war, hevanSgebracht iverden konnte. Das andere WvrS, das nns Schälk verspricht — bis zum .halten ly ja noch ein lveiter Weg —. ,/^anarell" von WNielm Groß. Än« Premiere, die schon in der abelawkenen Saison hätte stattfinden sollen, aber uMcr ziemlich flandaWsen Un^tändon (was rm Paschalik Schalk eigenMch seMtverstäMich ist) verschoben wurde. Sonst weiß Herr Schalk nur zu berichten, daß Wagners ,Mng der Nibelungen" neu einftudiert .werden soll, wozu eigentlich augestchts deS UMstondoS, daß die Oper über keinen -Heldenbavvbän verfügt, baß Iran OlfzewSka nächstes Jahr nicht mehr der Oper angohsren warb, fo daß auch die 2Mpartten im ,Mmg" schr «näßia wäden besetzt werden rönnen, kein üborra>tzeäder Kunstgenuß zu werden verspricht. Schließlich teilte Herr ^chälk «noch mit, daß die Nachrichten von seiner AvttSmüdlgkeit unrichtig seien. Ein Schalk kann freilich nie amtsmude werden; ein halbes Jahr 'laug amtshandelt er über Sängerfkandale und die andere Hälfte .des Jahves benützt er dazu, von der Wiener Oper fähige Dirigenten, die sie cttva noch haben komtte, fernzuhälten. Wie hoch das diesjährige Defizit der Oper ist, die das Glück hat, Herrn Schalk «an chwr Fritze zu-sehen, hat Herr Schalk den Pressevertretern nicht verraten. Falls er selber nicht tvissen iollte, st, sei ihm «nitgetM, daß dieses DefWt mehr.als 30 Milliarden aiusmacht. Die Direktion Schalk ist also ein teures Vergnügen, dafür aber ein -mäßiges. Das Sommergartenfest des Deutschen BolkÄheaters, -das Samstag den 27. d. bei schönem Wetter im gesäurten Gelände des Burggartens, bei Regen im Festsaale der Hofburg sta-ttsindöt, wird außer dem Konzertprogramm des von Martin Sp ö r r gÄlciteten Konzertveveinsorchosters Tänze der Eleven- «md Kindevgvuppe Gertrud Bodenwieser und Ria Thiele, Liedervorträge von Erika Wagner, lustige Sange von Manka Glossy, Chansons von Tra-u-de Cärlsen, heitere Vorträge vmr Hans Thimbg und Hans Lackner, den Sprvchcbor, Karl Forest Lieder gur Laute von Felix Krones uiud Wtwjeuer Couplets von Karl Ehmaam bieten. Conferencier wird VNvr Kutscher« isäin. Der Garten wird um halb 8 Uhr abends eröffnet >uNd das Fest lb-is Mitternacht dauern. - Radioprogramm. Heute Donnerstag: it bis 12 Uhr: Bomiirbtagsmufik. 4 his 6 Uhrr Nachmittagskonzert. Mozart, „Die Zaub.erflöte", Ouvertüre. Strauß, Freut euch des Lebens, Walzer. Kienzl. Dorsviel und Szenen aus der Oper .Der Evangelimann". Gluck-Burmester, Menuett. Rubinstein, Lesginka ans „Der Dämon". Mzet, „Der Perlenfischer", Phantasie. Meyer-Hellmund, Rokoko-Süeuade. — 6 bis 1}i7 Udr: Prof. Dr. W. Gletspach: Das Jugendgerichtswesen in Oesterreich. — 6 Uhr 40 Min. bis 7 Uhr 10 Min. LandeSgerichtSvrasideut Dr. Ludwig Altmann : Fürsorge für die straffällige Jugend. — V.8 bis 7,8 Uhr: Esperantokurs. — 8 Uhr r Opernfragmente. 1. R. Wagner, Ouvertüre zu „Rienzi". .2. G. Verdi. „Mgoletto", Arie der Gilda, Duett r Gilda-Herzog, Duett r Gilda-Rigoletto. 3. Bizet, Entreeakt auS „Carmen^. 4. Bizet, Blumenarie aus, „Carmen". > 5. Verdi, „l.r donna e mobile" aus „Rigoletto". 6. Verdi, Fragmente aus „Traviata". 7. Rossini, Ouvertüre zn „Wil- . Helm Tell". - GerichtssM. Ein Urteil des Grwrrbegerichies gegen die Dottsoper A.-G. Bor dem Äandesgcvichtc für Zmvlvechtssacherr als Berufungsgericht in gelweEchen Angelegenheiten gelangte vorgestern die fiir alle Mihnenangehörigen wichtige Frage zur EnibschetdMrg, ob trotz des KollektÄfchvittes der Bühnenorgamisatton einzeilne Schauispieler oder Bühnemmgehoviige Äagbar gegen die Bühnen-. Unternehmung auiftveten dürfen. Die Volksopcr-Be^ triebS-A.-G, stcht seit langer Zeit nnt allen BÄHrrcnorgonisatlonen in VcrhaMung. Der Bühnenangeftellte Josef Cerny wartete den Ausgang diefvr UrttcrhaMuavgen nicht ab und brachte durch den Rechtsanwalt 5vr. Aks elr ad gM« Die Vo'lksoPer-Betricbs-A.-G. die Klage auf Zählung der Gchaltsvückstandv beim Gcwerbegericht em. Uüber die dagegen van der Vobksopor emgcibrachte Berufung fand nun vorgostern vor dem ZivMandesgericht unter Borfitz des Hofvates Doktor Batschkowitfchka die Berhaüdlung statt. Der Bevusirngssenat gab der.Berufung der Bolksoper keine Folge und bestätigte das gewerbotzerichtAche Urteil. — Diese Entscheidung ^bedeutet ein PräxMz für alle anderen Bühnen- Mvgeslcllten und kompliziert die ganze BoWoperfvago noch »nchr. /Schnuckis ^Eckstein". Schrmcki ist ei» Wesen, das sich der Zuneigung fast aller »Mitmonschen", die ihn kennen, erfreut. Nur eine Marotte. hat er: Jodesmäl. trenn seine Herrin, Fron S., mit ihm auf die Straße acht und chm otwas „Menschliches" passiert, «nnt er Mn MÄchgefchäft der Frau F. Eines Tages war aber die Sache der Frau F. dann doch scharr zu viel. Sie nahm einen KWel warmen Wassers und schüttete es auf den Hund; einige Tropfen beschmutzten das Kleid der Frau S. Sie . erstattete die Strafanzeige beinr Bezirrspol-izeikomm-iffariat Wieden wogen boshafter Sachbeschädigung, begangen an dem Hunde, weil dieser durch das Beschütten «m-t Wasser m seiner Gesundheit schwer geschädigt wurde, Wetters wegen versuchter körperlicher Beschädigung au der A nzeigerin selbst. Bei «esem Versuche sei ihr Kleid von einigen Waffertvopfen benetzt worden. Der ftaatsanwaltschafAiche FunTtionär des Bezirksgerichtes Nttrrgaveten, Dr. Loebel, l>at jedoch keine Anklage erhoben, ivorauf das Strafverfahren gegen Frau F. eirigestellt wurde. Nunmehr hat Frau S. die EhrenbcleidignugSklage gegen Frau F. emgclbracht und begründete die 5Vlage dämm, daß sie durch das Änschütten «ult dom Wasser dem öffentlichen Spotte preisgegüben. worden sei. Hierüber hat «ummehr die BörhaMung vor dem Bezirksgericht Margareten (Landesgevichtsvat Dr. H v ß) stattgefunden. Die Siilmnnng der beiden Frauen gegenoinandor war eine unversöhnliche. Schließlich fäMe der Richter einen Freispruch, da im gegenständlichen Falle nach der ddatur der Sache eure öffentliche Verspottung u-vcht voAiege. Frarl S. meldete die Berufung an. Steingrnber im Landesgericht. Der bei den blutigen Vorfällen in Mödling durch cmen Revolverschuß in deir Unterleib verletzte Roland S t e i n g r u b e r wurde gestern, nachdoru seine TransportfähigDeit fsstgestellt worden ist, über Requisition des LcvlrdeSgerkchtes Wie«: 2 in das I n q u i s i t c n s p i t a l! des ÄandeSgerichtes Wen 1 Werfühvä

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