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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-24 · Heft 2278 (24.6.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2278 (24.6.1925)
Date
1925-06-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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«r. 2878_ Men, MtNSoH ~ Ehaluzim Fühlung hat. Gr konmtt nie rechtzeitig zu Tisch, pfeift auf das Zeremoniell der ersten Schiffsklasse, läßt den SmokiiN im Koffer, schert sich nicht mtt AberMonzert und Kinovorstellung und sitzt bis Mitternacht bei seinen neuen Freunden aus dcnt Deck der vierten Klasse. Soeben fahren wir in Alexandrien ein. Der orientalische Lärm der Packträger, Schiffsarbeiter, .Hotelagenten, Verkäufer wird von einem vielstimmigen Bogrühmtgsgesemg übertönt, den drüben, an Bovd der „Piroseafo" die Chainzim anstimmeü. Es ist der.Küstendampfer, mit dem auch die Deckpassagiere der „Vienna" die Reise nach Jaffa fortsetzen. Der Amerikaner steht neben mir an der Schiffsplanke. Es sind nicht nur Schweißperlen, die er von den Wangen wischt. Jetzt tanzen sie drüben ganz ttowtc am Bug der „Piroseafo", in immer schnellevom Tempo die ,Hora". Die Haare fliegen, die Arme umschlingen sich enger, die Mädchen begleiten den Tanz der Burschen mit Händeklatschen — und der Amerikaner händigt meinem Träger auch seim Koffer ein. Er hat die Bahnfahrt nach Jerusalem aufgegeben und macht mit uns die langwierige Seereise über Port Said nach Jaffa. Sie sind Soelenfänger, die Achtzehn- und Zwanzigjährigen, auch die noch unerprabien, in die neuen Manipvl oingetoilten. Und sie lvevden später Soelenretter sein, wenn sie die .Judenheit der Äevstreuung nicht int Stiche laßt. Das Antwervener Palästinaamt. Der Präsident der Paläs-iltakommissioin der belgischen Zionisteufödevation, Herr N. Torczyner, schreibt unS: In Ihrer Nunrmer vom 17. d. berichtet Herr Dr. Otto AbeleS über eine Unteredung mit den Leitern des Triester Palästina" amtes, den Herren Dr. Fano und Dr. Schimanski, aus der her- Vorgehen soll, daß „die Judengeinenvde Antwerpen Erez Israel dazu benützt hat, um sich von i!hrett Gc-wohnheitsbettlern zu befreien uiÄ> 300 Schnorrer via Triest mit Zertifikaten nach Palästina sandte". MS bisherigem Beiter des hiesigen Palästinaamtes, dem ich seit ungefähr vier Jahren vorstche, ist es mir ganz unerklärlich, wie die Herren in Triest derartige Dinge behaupten können, die den Tatsachen wirklich widersprechen. Die Zahl sämtlicher Zertifikate, die wir bisher erhielten, beträgt in den vier Jahren noch keine 50, was von der Mijahzentvale in Jerusalem genau zu ermitteln ist. Wir haben in diesem und im Borjahre zusammen diese Zahl noch nicht ausgenützt und konnten deshalb ganz gewiß nicht 300 Personen mit Zertifikaten beteiilen. Nun handelt es sich um die Au s w a h l der Personen. Diese wird von uns noch viel vorsichtiger vorgettvmntctt als in allen anderen Palästinaämtern. Das Material, das uns zur Derfügmtg steht, ist gegenüber den anderen Palästntaämtern verhältnismäßig größer und wird einer ganz genauen Sichtung unterzogen. Jeder Mann wird ärztlich überprüft, es erhält pur der .ein Zertifikat, de« unserer Ansicht nach dein Lande zum Nützen gereichen kann Wir haben auch 4>iic Genugtuung, aus Palästina selbst Berichte zu bvkotnmen, daß der Großteil derjenigen, die aus Antwerpen abftchren, nützliche Ar-, beit in Erez JsraÄ leistet; nameirtlich haben unsere von hier aus abgesattdten Handwerker dort guten Erfolg. Das Wandcrernraterial stellt sich nreist aus östlichen Arbeitern zusammert, die mntdestens sechs Monate in Belgien leben müssen, bevor sie registriert werden, weil wir den Nachweis haben wollen, daß es sich eben nicht um Schnorrer handelt. Leute, die bei uns fast täglich eintreffen und die mit Legitimationen anderer Palästittaamter versichert sind und sich darauf berufen, dort registriert gewesen zu sein, werden bei uns nicht berücksichtigt. Eine ganze Anzahl der dorthin gesandten Wanderer hat viele Monate unter den härtesten Bedingungen und bei geringstem Lohn in den Kohlen nt i n ic n v o n Lüttich und Seraing gearbeitet. Sie haben sich dort zu Chalnzgrnppett organisiert, sich mit dent Studium der hebräischen Sprache nach der harten Arbeitszeit befaßt und ich bin überzeugt, daß es gerade auf diese Menschen einen niederschmettern- 'den Eindruck mache« nmß, wenn man schlechte Jnformatiolten dazu benützt, tun die tveiiere Mjah dieser Hestert Elemente zu erschweren. Der Zuzug nach Belgien ist groß. Täglich treffen Hunderte von Jndett aus Polen und dem Osten, sehr Viole a u ch ans W k e n, hier bin. Die meisten glauben, daß sie hier sehr leicht ein Visum nach Palästina bekomnren körtnen. Wenn solche Nachrichten, wie die obertvähntcn, in die Presse kotnnten, so könnten sich neue Wanderer auf >dett Weg nach Antwerpen nrachen, und deshalb tnöchte ich ganz ausdrücklich betörten, daß die Ueberprüfung der Wanderer hier eine viel st r eng er «ei st als überall und daß heute 187 Ghalttzim registriert sittd, die in jeder Hirtsicht den in Wien und Warschart registrierten Ehaluzim nlindostens gleichwertig sind. Wir haben auf diese 187 nur 18 Zertifikate zur Verfügung, und ich warne joden, sich hierher zu rvcnden, da wir nicht die Möglichkeit haben, anderen als den hier Registrierten ein Zertifikat zu erteilen, und da eS auf lange Zeit hinaus Meuscherunaterial genug hier gibt, das geeignet ist, dein Aufbau unseres Landes zweckdienlich beizustchen. Gestattert Sie mir rtoch, hinzuzufügert, daß unser hiesiges Palästittaamt sich aus eigenen M i t t e l n erhält, niemals von der Organisation oder von irgend wem sonst eine Unterstützung erhielt. Wir sind darauf stolz, diese Lasten selbst m tragen. Dar ruot der Ronah Budapest, 23. In tri. (Tel.-Kotlvp.) Die seit Tagen vergeblich gesuchten Wertgegenställde der Hochstaplerin Margit Ronay sind zum Vorschein gekommen. Frau Ronay hat Juwelen und Wertpapiere int Wert von m e h r e r e n M i ll i a r d e n Krönet»' bei den Bankskmen Jttlms Fabian ttnd Gabriel S z e c s j verpfändet und besehnt. Die Wertisachon wurdett in dett Depots der genannten Bänkfirmvn vorgefnudett ttttd bdschlagitahmt. Wlener Moraenzettu««.__ Mitteilungen ans dem Publikum. WI*Mr»IMH»n! IAQ Bureau: Orfi. fr ml Ziasnttupapitr JV/D ,,/r «chekelaMo». Das Zionistische Landcskomitee teilt mit: Wir bringen den zionistischen Bezirkssektionen, Ortsgruppett uitd Souderverbändeu zur Kenntnis, daß die diesjährige Schekelak-tion über unser Ansuchen vott der Executive bis zunt 30. d. M. tmter der Bedittgung verlängert wurde, daß bis zu diesem Zeitpunkte die Exekutive bereits im Besitze eines Berichtes über das Er» gebnis der bisherigen Schekolaktion ist. Die Schekelverrechnungen mit unserem Bureau nmfsen daher bis s p ä t c st e n s Mon 1 ag den 29. d. vormittags ldurchgeführt werden, damit wir in der Lage sind, obigen Bericht sofort nach London weiterzuge'ben. Bis zu diesem Zeitpunkte nicht verrechnete Schokailrnt gelten als verckauft und sind uns die Herren Ob, Männer und Schekelreferenten der eirtzelnett Sektionen, Ortsgruppen und Sonderverbändc für den Gegenwert verantwortlich. Die Verrechnungen mit lmsercm Buroan köniteit täglich in der Zeit von 9 bis 1 Uhr vormittags n,rd von 1 bis 6 Uhr nachmittags vorgenoMmen werden. Mit der Borrechntudg sind solvohl die verkauften als auch unverkauften Sch ekel bl ocks dem Bureau abzulicfertt. Wir ersuchen Sie, dett kurzen noch zur Verfügung stehenden Zeitraum mit Rücksicht aus die kommenden Dolegiertenwahlen nach Tunlichkeit auszttn-ützen sowie obige Verfügungen upter allen Umstättdcn einznhaltcn. Ae guriftenpEuog in Srrr Israel. Wie uns ans Warschau berichtet wird, reist dentltächst eitte Gruppe jüdischer Juristen nach Erez Israel, um dort die erforderlichen Prüfungen abzulagen und sich dann als ausübende Rechtsanwälte im Lande zu etrtölicrcn. Die Nostrffizievung ausländilscher Diplome erfolgt in Erez Israel auf die Weise, daß die Evgänptngspvüfungen in einer der drei Landesfprachett (englisch, hebräisch oder arabisch) vor einer staatlichen Prüstutgsknmmission abgelegt werden müssen. Die Disziplinen, in rvelchen diese Ergättzungsprüfungen abzulegen sind, betreffen: Türkisches Strafrecht, palästinensische Strafprozeßordnung, türkisches Zivilrecht, internationales Privatrecht, türkisches Handvlsrecht und Verwaltungsrecht. - - Zttr Ausübung der sekbstätvdigen Mpokytur ist eine zweijährige Rechtspraxis erforderlich, es sei denn, daß über eilte solche Rechtspraxis im Ausland entsprechende Zeugnisse vor gelegt werden können. Lohrbücher für diche Pvüfungsgogenstmt'de sind in Erez Israelin den Buchhandlungen zu haben. Für die Praxis ist die Kenintnis der hebräischen, englischen, und arabischen Sprache von großem Vorteil. Ansfindung einer altrömischen Generalftabrkarte. Dian weiß schon latrge, daß die Generalstäbe der römischen Heere zur Zeit des römischen Kaiserreiches Wcgepläue und Karten besaßen, um ihre Truppen zu dirigieren. Aber bisher lvar es nicht gelungen, eine solche Generalstabskarte aufzusindell. Jetzt berichtet C u m o n t in der französischen Zeitschrift ,La Geographie" über einen im Jahre 1923 in Salihiyeh am Euphrat an der Stelle der eheinaligen römischen Kolonie Duora-Esropos aufgefundenen Wegeplan. Bei dort augestellten Ausgrabungen fand man in dem Sande, der sich an der Stelle der alten Umwallungen aufgehäuft hatte, Bruchstücke von Schildern^ Diese Schilder bestanden aü's eitler auf Holz geleimten Haut. Ein Stück einer solchen Haut, >das vorzüglich erhalten ist, enthält ein noch deutlich lesbares Etappenberzeichnis. In der Mitte dieses Hautstückes sieht tnan das blaue Meer, auf dem Schiffe schwimmetr. Zur Rechten sicht man auf einem Rande, der wahrscheinlich den Schild einfänmtc, auf rotem Grunde blau ciugezeichnete Flüffe, .Hauser, welche griechische Etappenstationen davstellen, und eine Straße. Bei jeder Station ist der Name und die Entfevltltng von der vorhergehenden Station angegeben. Man erkennt darin ein Verzeichnis der großen Heerstraße, die vott B Y z a n z nach der, Donau nt ü n d u n g führte, und Cumont hat die alten griechischen Rauten für Warna, Byzon, Konstanza, Thra, Borhstheme, Ehevsones, Trapezuut und Ardaches (Llrtnenien) festgestollt. Nach seiner Meinung handelt es sich um eine zur Zeit des Kaisers Severus oder etwas später angefertigte Kopie einer römischen Jtineraria picta. Bisher kanttte man nur eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Kopie einer alten Wegekarte, die als Tabula Poutigeriana bezeichnet wird, ein Verzeichnis geographifchkr Nametl, das im 7. Jahrhrtndert von der Kosmographic von Ravenna kopiert wurde, und den Wegweiser des Untoniu, eine nuuterierte Stationenliste. Der Schild von Salihiyeh ist also älter als diese alle und stammt direkt von der auf Befehl, des Kaisers C a r a c a l la hergestellten und nicht erhaltenen römischen Weltkarte. Sie völkischen verlange« Schutz. Der Hochschultag will Preßreform. In der gestrigett Sitzttttg des Hochschultages wurde, wie die christl-ichsvziale, Nychrichtenzelttrale mitteklt, die Notweildigkeit der Rvsorm des Preßgesetzes sowie eines Schutzes der a k a d e m i s ch e u K r e i s e v o r d e lt ii b e r h a tt d tt e h m end e u A n g r i f f e n f e st g e st eilt lind ein AuSischuß (Vorsitz Professor Dr. Doller) mit der Ausarbeitung geeig- /ueter Vorschläge betraut. 21. Juni 1923 Sette § AurirltN aus dem Judentum. Weiß Geer«, ,-b, 1«, A»rll isil, WI«>>, 1». B-,» Frledlgasie 45. Dr. Engelmann Hugo, geb. 20. Mai 1878, Prag, 6. Vez.. Mollardgasie 17. F r i e d j u n g Otto, geb. 17. März 1898, Wien, 7. Bez., Kandlgasse 37. Bäu m.I Ernst, ,eb. 13. Jänner 1905. Wien, 13. Bez., Maxingsttaße 13. T a ub e r Isidor, geb. 6. Jänner 1892, Hovert, 9. Bez., Marltqaise b8. Schneck Fritz, geb. S. April 1895, Wien, 18. Bez., Schopeniauerstraße 19. Malles Paul, geb. 9. Avril 1906, Wien, 19. Bez. Glatzgaffe 4. Heller Gertrud, geb. 4. Juni 1900, Nraz, 3. Bez., Radetzkystraße 19. Dr. W e i n e r Paul. geb. 18. September 1891, Knittelfeld, Zahnarzt, 3. Bez.. Untere Weißgärberstraße 43. R e i n c i Bata, geb. 28. Februar 1873, Mauth, 4. Bez, Johann-Strauß-Gasse 21. Eisler Charlotte zeb. Demant, geb. 2. Jäniter 1894, Tarnovol, 4. Bez., Neulltanngaffe 7. F e l d m a n n Ignaz, geb. 35. Februar 1901, Debreczin, 6. BeZ.. Siebenbrunnengasse 60. Dr. D o r n Chaim, geb. 11. Februar 1890. Czernowitz. 5. Bez., Schloßgasse 26. F o r g a c 8 Grete geb. Retchhard. geb. 18. März 1902, Budapest, 9. Bez., Sechsschimmelgasse 20. Schön Herbert, Wien, Schneidergehilfe, 16. Bez., Deinhardsteingasse 32 S ch B n Margarete geb. Nachtmann, geb. 20 Jänner 1877, Wien, 17 tsfhn musMAntt* a T 1 a f t t Sfirttfr aeb. 28. Novem- Jm redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungeis sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, ^1. Juni. * Der Siebenstaalenslug. Gostcrit nachmittags find di< Teilnehmer an dem vom Reichsverband der deutschen Presse veranstalteten Siebenstaatenstldg attf de>nt Flitcifclv in Aspern gelandet. Das JlMzeng war geistern vormittags von Zürich abgeflogett, hat in München kurze Rast gemacht nnd ist nm droiviertA 6 Uhr attf dom Mtgjfelde irr Aspern anpekommen. Morgen früh -um 8 Uhr erfolgt der Rückflug ttach Berlin. * Das Wetter. Gostern trat -Bessernn« ein. Es wurde wärmer uttd zeitweise -gab es einen loolfkemosen Himmel. Die Vormlsfa-gc meldet: Wechselnd wol>k'i-g, kühl. E Unter den Berliner Jmmobilien-Maklcrn zählt die Firma Wiener u. Co., lvolche im Jajhre 1892 g-ogvündet ist. zu den ältesteit, an-geschensten «und ver-traneltsWüMgstett Firmen, tzvie hat es iticht nur verstallden, sich in Berlin eine erstrangige Kundschajt -zu sichern, sondern sie hat insbefondere enge Verbindltng mit der Hamiburger Hantefi-nancc, sic hat -auch die eiegisten Bezi-chunigen nach dem Auslände, msbos-ondere nach England, Holland nnd Schweden. Sic Hai deshalb nicht nur eilte sehr mnf-aingr-ci-che und fcste Knltdschast int Grnndstücksgeschäft, sondern sie hat auch infolige ihrer A-usilandsbc.z-iehlmg-0lt ent besonders großes Hypothok-eitgeischäst, lind ist irts-ollige dieser Bcz'iehmtqen in der Lage, über 'Kapita-1-ien ztt besonders güitisttg-elt Bedinigmtgen z-n verfügen. Ein-wseits in eüt-er sahrzeihtttcklangen Praxis erworbene, sehr nursangreiche .^nntnisse, andererseits auch durch ein»' zuverlässige Orgalriscvti-on, mr deren Spitze einer der ältesten und erfahrensten Baltsachvevständigen sowie ein er-fahrerrer Jurist sdciht, ist pe auch t-it der Lage, sowohl über Grundbesitz als arrch über -vypothekerl noch jeder Richtrurg hin durchaus zu treffende 'Auskünfte zu erteilen. * Die Lebensmittelmärkte. Die, Fleischianporte in der Großmarkthalle belies-err sich gestern anf 13 Woczgmts. Der Verkehr hielt sich m -mittelmäßi/gen Grett-zen. wobei Preisvcrändc rungen vorläufig nicht ftatt-gofullden ha-berr. Der Naschlltarkt wurde gestern oüf allen Gebieten'reichlich beschickt, nur Häuptelsalat längte saisoltg-eanäß in Vevmiüderten Mengen ein. so daß die Preise tnäßig qestiegen sind. Auch Kchl und Ädtzlrüden haben geaetl die Vorwoche in der Notiz ange.zogen. Hin-geg-en haben sich Weißkraut, welches Tag für Talg in -größeren Qualttitätelt etulangt, wie auch Gurken verbilligt. Die Preise aller anderen Gem-üsesorten blieben stabil. Kartoisfciln laitgten für den Bedavf aus. Die Kirscheuzufuhren aus.Italien sind im Abnchmen. Da auch aus dem J-nla-ndc gestern geringere Mengen emllangten. so haben die Preise vorübergehend tnaßig angezogen. * Zionistischer Delegiertenrat lParteirat). Dienstag dmr 7. Juli, 6 Uhr abends, f-rndet im k-lcüten Saale des Jngenienrultd Architektenvereins. 1. Bez.. Eschenbachgasie 11. die nächste Sitzultg des Delegicvtenrates statt. Tagcsordnun-g: 1. Bericht. 2. Koiigreßwahlen. 3. Gvenduelles. * Jüdisches Realgymnasium. Altfitghntsprüsltngen Ätotltag den 29. d. um 4 Uhr nachmittags. Federstiel und Feder sittd mitzubrrngen. . * Wieder ein Lehrling, verschwuttden. Seit letzten Freitag ist der 16jährige M-echanikerlchrling Otto Czern-och aus Mauer, Freisingergasse 5. aus der Wohnung seuter Acutter. einer Witwe, verschwunden. Der Knabe war bereits eiuutal von ztt Hause woggelausen. - * Eine 50.000 Kilometer lange Betonstraße. So viel man auch täglich vmt Rekorden und anderen Weltwuttdvrn in deit Bereinigten Staatetr hört, so ist cs doch weniger bekannt, daß es in der Union Betonstraßen gibt, die eine Gesanttlange von 60.000 Kilometer davstellen. Die Vereinrgtett St-oatett verbrauchen jährlich 26 Millionen Tontten Zentent- Dgvott entfallen allein auf den Batt und Unterhalt der Betonstraßen 6 Millionen Tonnen. Jeder Kilometer Neubau einer Zemeitistraße mittlever Größe braucht etlna 400 Tonnen Zement und kostet nicht weltrger als 26.000 Dollar. Die zum Unterhalt nötigen Summelt sind durch Anleihen gesichert uttd der Zinsendiertst dieser Anleihen ist wiederunl gesichert -durch eme sogenannte Stvaßentaxe der Bovkehrsvehikel, welche naturltch fast ausschließlich die Kvaftwa-gen attszubringen haben. Diese nette Art von Straßen sind aber trotzdont für die Krafdwagenbesitzer sehr wirtschaftlich, denn die StraßelMbnutzttngssteuer ist weitaus und noch daritber hinaus kompensiert durch die geringe Abnützuitg der Autoreifen und oes y-anzon Wagens ntt allgemoinett Die Dauer einer Betotrstratze tst auf 4 0 Jahre berechtret (bei cinmn mittleren Verkehr) und der Unterhalt beträg-1 15mal lveniger als derjenige einer gowohttlichetr Straße. * Der Turm zu Babel. Eine wissenschafttiche Expvdttton. die vom Britischen Museum und dem Museum der Universität Pennsylvania gemeinsam veranstaltet wurde, hat wichtige Ausgrabungen in Mesopotamien, ttt den Ruinen der sagenhaftett Stadt U r n a vorgenomlnen. Schon im vorigen Jahre wurde ein hoher Turm des Mondgottes entdeckt, der vom Könty Ur Engur um 2300 v .Ch. erbaut ist. Der Regierungszeit dieses Kömgs wird gelvöhillich der Turmbau von Babel zttgeschrieiben. Jetzt hat die wie der König votn Arottdzzott de»t Befchl erhält, den Turm z-u bauen, eiit-e andere zeigt die Baltapbeiten in vollem Gange. Der Direiktor -des Britischen Museums bezeichnet >den Fund als wichtigstes Andenken des alten Bvbel, das bisher gefundett ist.

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