Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2276 (22.6.1925)
- Date
- 1925-06-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Berte 4 Wien, Monky '" sHaus miteinander übereinstimmen. So -würde auch dem 'Prinzip des fifty-fifty Rechnung getragen werden, wobei dem Vorsitzenden der Jewish Agency, sonach dem Präsidenten des Zionistenkongrestes, das Uebergewicht eines be- : schränkten Vetorechtes nach dem Muster der großen Demo- ^kratien eingeräumt werden könnte. Selbstredend enthält mein Vorschlag nur di« wesentlichen Grundlagen. Für Details ist hier kein Raum. Was erziele ich mit meinem Vorschlag? Antwort: Die Einheitlichkeit des Kongreßwillcns, die Unmöglichkeit eines Ueberläufertums und die Geschlossenheit der Zionistischen Weltorganisation. Selbstredend setzt dieser Verzicht auf einen Teil der; Macht voraus, daß die Non-partisans ihrerseits ein ' von voruehcrein garantiertes Minimum an materiellen . Mitteln in die Gesellschaft einbringen, und unf-er Apport ist anerkanntermaßen ungeheuer groß, er besteht in unserer achtundzwanzigjährigen Arbeit, in unserer bei allen Mängeln großartigen, weltumspannenden Organisation, in dem unschätzbaren Werte des «heiligen Andenkens an unseren Theodor Herzt, in den toten Märtyrern und in den lebenden Kämpfern für unsere große Sache, in den bisherigen imponierenden Leistungen für den Aufbau des heiligen Landes, sowie in der lebendigen Kraft, die aus den Reihen der organisierten Zionisten mächtig hinüberflutet nach Erez Israel. Bon unseren Partnern aber, denen wir die Halste unserer Rechte und unserer Macht abtreten, verlangen wir einen wesentlichen Teil der Mittel, die notwendig sind für einen raschen und großzügigen Aufbau des jüdischen Landes. Diese Gesellschaft soll vorerst nur provisorischen Charakter tragen, und sie kann eine dauernde Institution werden, wenn sie sich nach Jahr und Tag bewährt haben wird, und nach Jahr und Tag erst sollen wir der Mandatskommission des Völkerbundes Mitteilung machen, wer die Inhaber der Jewish Agency sind. Wird mein Vorschlag akzeptiert, dann verliert der Zionistenkongreß keineswegs seinen allweltlichen Charakter. Seine Beschlüsse und insbesondere die Bewilligung des Budgets für den effektiven Wiederaufbau werden nur abhängig gemacht von der Zustimmung der in der Jewish Agency vertretenen Kurie der Non-partisans, und wenn man meinen Vorschlag sub specie eines parlamentarisch regierten Maates betrachten will, so mag man an Senat und Kamnier denken, wobei es jeder Kurie unbenommen.. bleibt, sich als das eine oder das andere zu betrachten. Die Non-^Partisaus mögen sich allweltlich organisieren oder nicht, dies ist nicht unsere Sache. Sie werden es nicht tun und sollen es vielleicht auch nicht. Es wird genügen, wenn die großen jüdischen Institutionen, Fonds und hervorragendsten Palästinafreunde untereinander sich auf eine Liste von Repräsentanten einigen, mit denen das Präsidium der Zionistischen Weltorganisation den Vertrag abschließt, welcher der a u s z w e i K u r i e n b e st e h e n d e n Jewish Agency das Leben gibt. Vielleicht ist dieser Vorschlag die Formel, auf die wir uns einigen könnten. Genug der vernichtenden Kritik und versuchen wir es, uns zur Frage der Jewish Agency positiv zu stellen. Ich glaube, daß die Weltlage des Judentums, namentlich die Lage der Juden in Ost- und Mitteleuropa aus guten Gründen einen beschleunigten Aufbau des jüdischen Landes in größtem Stile dringend erheischt. Eine solche Leistung geht über unsere Kraft und — Zion ist es wert, daß wir ihm weitere Opfer bringen. Auf schiefer Bah«. Von Dr. Manfred Reifer. Die Diskussion über die Kongreßprobleme nimmt immer breitere Formen an. Die „Wiener Morgenzeitung" bringt seit einer Reihe von Wochen aus der Feder der 'bekanntesten zionistischen Persönlichkeiten Abhandlungen über den Kongreß, die von einem hohen Verantwortungsgefühl getragen und hauptsächlich der Frage der zukünftigen Jewish Agency und der Zionistischen Organisation gewidmet .sind. Niemals hat ein Kongreß die jüdische öffentliche Meinung so sehr beherrscht wie diesmal. Es scheint wirklich ums. Ganze zu gehen. Bedenkt man noch, daß Männer von -der Qualität eines Jzchak Grünbaum, Robert, Stricker, Max Soloweitschik und sogar Wladimir Jabotinskh sich zusammentaten, um im letzten Moment die zionistische öffentliche Meinung gegen die Politik der Exekutive aufzurusen, so ist es ohne Zweifel klar, daß eine geiwisse Gefahr vorhanden ist, der unbedingt vovgebeugt werden muß. Merkwürdig ist noch der Umstand, daß die Anhänger der Weizmannschen Politik sich im großen und ganzen ausschweigen und dort, wo sie der Frage nähertreten, sie mehr lvenig-er ausweichende Antworten geben. Sicherlich ist zu eüwarten, daß die am 15. Juli in Berlin zusammentretende Altionskomiteesitzung dieser Frage ihre ganze Aufmerksamkeit schenken und.in klarer Form ihren Willen zum Ausdruck bringen wird. Es ist sicherlich nach dem uns zugegangenen -Matevial nicht leicht, eine Apologie für die Weizmannsche Politik zu schreiben. Leichterhabeir es die Oppositionellen, welche jeden reaktionären Schritt der englisch-konservativen Regierung Weizmann aushalsen. Es soll gleich gesagt werden, daß Weizmann alles.tat, was in seiner Macht lag. Hätte er einen größeren Einfluß bei der gegenwärtigen Regierung, er würde sicher die einzelnen Schlappen zionistischer Politik verhindert haben. Es ist heute gewiß leicht, Anklagen gegen Weizmann wegen seiner Politik des Nachgebens zu erheben, CSlctfit? WsraenMttikft._ ohne mit Bestimmtheit sagen zu können, was uns eine stramme und nackensteife Politik gebracht hätte. Wir glauben, daß cs.keinen ehrlichen Zionisten gibt, der das Programm Jabotinskys mit Ausnahme des Legionismus nicht unterschreibett würde, allein wo nehmen wir die Kraft, dieser Politik den entsprechenden Nachdruck zu verleihen? Eines soll aber gesagt »verden: Wir bewegen uns in der zionistischen Politik auf schiefer Bahn. In maßgebenden Kreisen der englischen Politik ist man nicht abgeneigt, Palästina als ein britisches Kolonialland zu behandeln, und dagegen müssen wir offen und ehrlich mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln ankämpfen. Sv sehr Palästina für England als Landweg nach Indien wertvoll erscheint, so muß immer wieder betont werden, daß es bloß britisches Mandats gebiet ist, die britische Verwaltung nur voll beschränkter Dauer und daß Palästina kein britisches Dominion ist, vielmehr ein Laud, das rechtlich dem Völkerbultd unterstehe, und daß England die Mission übernommen habe, beim Wiederaufbau der jüdischen Heimstatt« behülflich zu sein. Unwillkürlich taucht bei Betrachtung der englisch-palästinensischen Politik die Frage auf, ob es nicht für ltlls vorteilhafter wäre, ein Bündnis mit dem arabischen Volke gegenüber der Vlandatarmacht 311 schließen. Wir müssen uns in das Völkerkonzert der orientalischen Völker einstellen. Wie unser Platz national an der Seite des unterdrückten Volkes gegen die europäischen Unterdrücker-ist, so auch sozial an der Seite der breiten arabischen Massen. England muß es klipp und klar «wissen, daß der Wille des jüdischen Volkes nicht darin besteht, ans Palästina eine britische Kolonie zu machen, sondern eine jüdischnationale .Heimstätte. Wir verkennen keineswegs die Schtvierigkeiten der Mandatarmacht angesichts des Araberproblems, können jedoch unter keinen Umständen zulasten, daß man mit dem Mandat und mit der Balfour-Deklaration schachert. Die zionistische Politik wurde doch vom Völkerbund gutgeheißen, ein britisches Parlament hat zur selben seine Zustimmung .gegeben, die beiiden Häuser der Vereinigten Staaten von Nordamerika haben einstimmig die Errichtung einer jüdischnationalen Heimstätte in Palästina unter britischem Mandat gebilligt. Da geht es nicht an, daß jeder höhere britische Beamte oder Militär seine eigene Auffassung über * diese Frage hat und sie auch öffentlich zum Ausdruck bringt. Trotz aller Versicherungen von führenden englischen Staatsmännern, daß die britische Regierung das Versprechen auf Errichtung einer jüdischen Heimstätte einhalten wird, geht es seit dem „Weißbuch" mit der zionistischen Politik abwärts. Großbritannien möge es wissen, daß sich auch andere Mächte gefunden hätten, we-lche bereit gewesen wären, das Mandat über Palästina zu übernehmen. Es ist kein Gnadenbrot, das das britische Reich der zionistischen Bewegung gewährt. Wir Juden in der Welt haben England in seinen schweren Tagen große Dienste erwiesen. England hat sich durch hie Uebernähme des Mqn-dats über Palästina die Gunst des ganzen jüdischen Bolikes erkauft, was für die britische Kolonialmacht von nicht unwesentlicher Bedeutung ist. Di-a britische Regierung möge «daran nicht vergessen, daß sie nur dank der zionistischen Politik in die Lage kam, sich den Landweg nach Indien über Palästina zu sichern. Auch Frankreich hat an Palästina Interesse gehabt, und es läßt sich heute kaum sagen, wer in den B-esitz Palästinas gekommen wäre, wenn die zionistische Politik nicht dazwisch«getreten wäre. Trotz der sogenannten offiziellen .und inoffiziellen Erklärungen der .britischen Regierung, daß sie an der Balfour-Deklaration nicht rüttle, stellen wir fest, daß eine systematische Politik betrieben wird, um -unseren Einfluß in Palästina zu schwächen. Das Mandat besagt ausdrücklich, daß «der Wiederaufbau der jüdischen Heimstätte so erfolgen muß, daß die Jewish Ageney zu Rate gezogen werde. Und was erlebten wir? Transjordanien wurde von Palästina abgetrennt, lohne daß man hierzu die Zustimmung der Zionistischen Organisation verlangt hätte. Bei der Tagung der ständigen Mandatskommission -in Rom gab Sir Herbert Samuel die Erklärung a«b, daß die Jewish Angency gar keine Jngerenz auf die Verwaltung des Landes und auf den Wiederaufbau desselben ausübe. Das Memorandum der Zionistischen' «Organisation wurde verworfen und das -des arabischeil Kongresses angenommen und dem Manda-tslberichte beigelegt. Der Kolonialminister Amerh gab der arabischen Delegation in Jerusalem die Erklärung ab, daß der Zionismus in Palästina nur rill kulturelles Zentrum erstrebe. Die Ernennung des Marschalls Plumer zum High Commission-e-r von Palästina erfolgte ohne Befragung der Zionistischen Organisation, trotzdem dies dem Sinne des Mandats entsprochen «hätte. Dieselbe Auffassung teilte ja quch Sir Alfred Mond, als er in Palästina die Erklärung abgab, daß die Zionistische Organisation bei Ernennung des neuen Hochkommistärs befragt werden werde. Wie soll man heute der: neuen Kurs der paläst i-nerisischen Regierungverstehen, der darauf abziel-t, die Aemter in Palästina judenrein zu machen. Es ist geradezu ein Hohn, wenn man bedenkt, daß das britische Reich diese Politik nirgends praktiziert «und dieselbe gerade in Palästina anwendet. Die Zeitungen, melden, daß der letzte jüdische höhere Beamte -in Palästina, Normand Bentwitch seine Demission gegeben hat. Gleichzeitigverlautet, daß die beiden jüdischen Vertreter im Jerusalemer Gemeindevat ihr Amt niederlegten, weil «der Bürgermeilst er die Anstellung eines hebräischen Sekretärs nicht zugeben wollte. Beschämend wirkt auf uns die ^ach-richt, daß die Dins jüdischeHaus I as jüdische Blatt» SS. Juni 1025 " . Nr. 2S§6 Polizei in Jerusalem die Hissung der jüdischen Flaggt neben der britischen verhinderte, und sogar die Zionistisch« Exekutive wurde in halboffizieller Form verständigt, daß cs wünschenswert wäre, die zionistischen Fahnen vom «Gebäude des Hanptbnrcans zu entfernen. Man komme da nicht mit der Ausrede, daß es sich um untergeordnete Or. gane handelt, die sich Uebergrifse erlauben. Die letzt« Erklärung, die wir über die Verhandlungen im englischen Uni er Hause bezüglich der britischen Politik in Palästina lesen, hat -uns noch mehr verstimmt. Es ist dies eine Erklärung. die uns dreieinhalb Millionen Dunam an Boden in ganz Erez Israel zusichert. Diese Politik steht in scharfem Widerspruch zu den Bestimmungen des Mandats, nach welchem die palästinensische Regierung verpflichtet ist, uns einen Teil der S taa t stände re ien Zwecks Aw siedluug geschlossener jüdischer Massen zu überlassen. Dre Haltung der Regierung in der Frage der Anerkennung des Waad Halenmi, des palästinensischen Bürgerrechtes, -der Geineiudeautonoinie, ist eine solche, daß sie unbedingt gegen den Sinn und gegen den Geist des Mandats verstößt. Mau merkt tatsächlich seit der Herausgabe «des „Weißbuches" eine starke Tendenz der Abschivachurrg des Sinnes und des Inhaltes der Balfour-Deklaration. In Anbetracht dieser Tatsachen taucht die Frage auf» ob es nicht vorteilhafter «wäre, eine strammere Politik gegenüber England zu führen. Weizmann hat sicher für diese Abschwächungspolitik der britischen Regierung ein scharfes Auge und cs wird ihm vielleicht nicht unangenehm fein, wenn der Kongreß seine Forderungen in bezug auf die zionistische Politik klarer zum Ausdruck bringt und der britischen Regierung zu verstehen geben wird, daß die Judenschaft der Welt, die durch die Zionistische Organisation vepräseutiert wird, mit diesem Kurs nicht einverstanden ist. Wir zählen sicherlich nicht 31t der Sorte von Zionisten, die bei einer schlechten Nachricht aus Palästina gleich den Kopf verlieren, «wir glauben au die ehernen Gesetze der Geschichte, an unser mwer'.äh.tes Recht auf Palästina und die Erklärung ei..es Ministers kann uns dieses moralische Recht nicht streitig machen. Immerhin darf man es nicht zulasten, daß die öffentliche Meinung sich an diese „Abschwächungs- Politik" gewöhne und daß sie die offiziellen «britischen Kreise beherrsche. Die zionistische Politik bewegt sich in letzter Mt aus «schiefer Bahn. Daraus ist noch «kein Schluß zu ziehen, daß Weizmann allein die Verantwortung dafür trägt. Wo in der Welt hat man gehört, daß der Leiter der Politik, in gewistem Sinne der Außenminister, sich neun Monate im Jahve aus Reisen befindet, um Geld zu sammeln? Wo «hat man es je vernommen, daß der Kabinettchef bar jeder Mittel sei, um Politik zu machen. Wie soll die öffentliche Meinung in London, Paris, No in, Genf beeinflußt tvevden, wenn unsere Exekutive nicht über die entsprechenden Mittel verfügt? In dieser Beziehung muß es anders -wer-den. Die zionistische Politik hat noch nicht aufgchört. Sie muß mit großem Elan weitergeführt werden. Ter Präsident der Ziomsiischen Organisation -soll sich eben mit Politik beschäftigen, soll über unbeschränkte materielle Mittel verfügen, in London sitzen und nicht Städte und Städtchen der neuen und alten Welt bereisen, um für Keren Hajestod zu sammeln. Alle Achtung vor der vereinigten Opposition, die sich als Gralhüter der Zionistischen Organisation ausgibt und dafür auch gehalten wird. Wo «waren aber die Herren, als es -galt, dem in moralischer rmd materieller Hinsicht znsammengebrochenen Palästina Hilfe zu bringen? Weiß denn die Opposition nicht, was Achad Haam Weizmann in jenen kritischen Tagen in .Jerusalem sagte, als die Zahl der Arbeitslosen überhandnahm? Was hat Max Soloweitschik für den Ausbau der - Organisation getan, als er dieses Ressort in London leitete? Es ist heute nicht schwer, Opposition zu machen, die Argumente gegen die „Agency" sprechen für sie. Bedenkt man aber, in welcher seelischen Situation sich Weizmann befand, als er 'damals Palästina verließ und nach Amerika eilte, um dein drohenden Zusammenpruch der Zionistischen Organisation neue Stützen zu geben, so wird man seine Agency-Politik verstehen. Es ist fraglich, ob Weizmann beim gegenwärtigen Stand llnserer Bewegung, unserer AlijaH', unserer Fonds den „Notabeln" solche Anträge betreffend die Bildllng der Jüwish Agency unterbreitet hätte. Wie dem auch sein nrag, unsere Stellung zur Maudatarmacht mußin klarer Forni zunr Älllsdrnck kom-nren. Die zionistische Politik muß sich aus gerader Bahn bewegen. England muß wissen, daß wir nicht von Gnaden «in Palästina sind, sondern von Rechtswegen. Zumindest haben wir «das Recht aufs Respektierung des „Weißbuches". Neue Unternehmungen in Palästina. Der Palästina« korres'pondent des Warschan-er „Hwin-t" berichtet über eine Reihe geplanter neuer Unte-rne>hnln»«aen in Palästina: „Die vor oin-igen Monaten nach Palästina gekommene Abordnung Mt W a x i cf; a n c r ssl-ei «s ch erg e u 0 «s «s e n!s ch a f t „Ha-bak-ar", «die beabsichtigt, -einen Zeütralschlachthof in Verbindung mi-t eigener Viehzucht mtib einer Wurstfabrik dort zn schaffen, hat vorlänffa die Eröffnung von Metzgeroien in Dol-Äwiw, Jaffa «und Haifa beischlossen, die nach mnt-eften europäischen Mustern eingerichtet sind. Man nutechandelt jetzt über den Jm'port. von Ochsen ans Un«garn. Es wn-rdei« bereits Drischoth für LN Fleischer, tzoei Wurstabbeiter und zwei bis drei Gedürmoarbeiter nach Warschau geschickt. Jeder von ibtcfim soll 150 Pfund besitzen. Der Grodnv-er K-arlfmann Schere-?chewsky beabsichtigt die Eröffnung einer größeren Zigarette n s a b ri k. An diesem Untern«e«hnl>en soll sich auch Israel Brande ans Warschau, der kürzlich in Palästina weilte, beteilige». In Haifa hat dieser Tage -eine Gruppe von Warschauer Inden mit der Errichtiucg einer Schachtelfabrik begonnen, für die die m-odernster: Maschinen ans DelUschl-and e«lngeführt worden. Es weilen a-uch jetzt polnische Kanifloute -in Palästina, die im Aufträge von Wiener! Kapitalisten die Möglichkeit der Errichtung einer Papierfabrik studieren. Sie stehen, mnf der Pier i-n Verhandlungen wegen Gewährung eines größeren Darlehens. « ''