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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-19 · Heft 2273 (19.6.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2273 (19.6.1925)
Date
1925-06-19
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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9Hr. 2273 _Wien, Fr-!,«« Ser Wechsel im Lberkommlffariat von Krez gsrael. Mir Herbert Samuel verläßt am 30. Juni Palöstina. Besuch in Men? Jerusalem, .17. Juni. (I. %M) Der zurücktretende /Dberkommissär für Palästina, Sir Herbert Samuel, verllißt am 30. Juni das Land. Er begibt sich zunächst nach Konstantinopel, von dort nach Budapest und Wien und wird erst im September in London eintrefsen. Anfangs Oktober wird sich Sir Herbert Samuel von England nach Indien zu kurzem Aufenthalt begeben. Ende ' Jänner 1926 wird Sir Herbert Samuel nach Palästina zurückkehren, -wo er dauernden A u f e n t ha l t nehmen will. __ ein allarabisches Kaiserreich. Die neue Orientfronl gegen Guropa. Der Jerusalemer M.-Korrespondent der „Reichspost" meldet unter dem 9. Juni, daß Jbn Saud, der I Sultan von Nedschd, den Scheich Ahmad e l S e n u s s i, i einen eifrigen Parteigänger der türkischen Politik, zu in Emir von Mekka ernannt hat. Jbn Saud ist —so schreibt der Korrespondent weiter — r während seiner 25 Regierungssahre stets ein tüchtiger •' Staatsmann gewesen und er soll seine Pläne auch jetzt auf . einer sicheren Grundlage vorbereitet haben. Seltne Lage; ist wirklich außerordentlich schwer. Er will seinen alten; Traum eines allarabischen Kaiserre iches in j seiner Halbinsel unter seiner Dynastie ausführen und des-;wegen kann er nicht mehr daran denken, Mekka zu verlassen. Bon diesem Standpunkt aus soll er den; Fanatismus und die Hegemonistischolt Bestrebungen seiner i tvahabitischen Prätorianer befriedigen und es gleichzeitig vermeiden, Anstoß bei der religiös gesinnten mohammedanischen Welt zu erregen. Dafür hatte er nur einen Weg: die Wahl des Ahmad el Senusst, der von den Puritanern des Wahabismus als einer ihrer Anhänger betrachtet wird und der auch) den modernen Mohammedanern genehm ist.!Außerdem kann sein Name die asiatischen Korangläubigen mit denjenigen Afrikas vereinigen. Von diesem letzten Standpunkt aus sind wir auch vollkommen der Meinung der Politiker, die eine Front des nahen Orients gegen Europa in nächster Zukunft sehen. Der Bund zwischen. I b n Saud und Kemal Pascha, welche beide mit Begeisterung und Interesse die Kadidatur des Scheichs Ahmad el 1 Seunssi unterstützt haben, ist ein deutliches Zeichen der neuen Politik in dem nahen Orient. Dietürkische Republik und das vorbereitete wahnbitische Kaiserreich aus der arabischen Halbinsel werden die zwei wuchtigsten Faktoren der neuen Auflehnung gegen fremden europäischen Einfluß iverden. Die beiden Hauptstädte des türkischen und des Wahabitenretch.es, Angora und Ryadh, sollten deswegen von den Staatsmännern der westlichen Großmächte ernster beobachtet werden. Hussein ninnnl das englische „Angebot" an. London. 17. Juni. (Reuter.) Der König.Hussein Hat das Angebot der britischen Regierung, ihn von Akaba nach einem geeigneten Wohnplatze zu bringen, angeuomen. Sein neuer Wohnort wird nicht mitgeteilt. (Wie berichtet, soll Hussein nach Basra gehen.) Kommunisten in Aegypten. London, 18. Juni. (Wolfs.) ,Morning Post" meldet aus Kairo, daß in Alexandria und in Port Said Verhaftungen von Kommunisten vorgenommen wurden. Abd el Krim an die argentknischen Studenten. Die arabische Bewegung. Ein Stndentenklub in Buenos Aires hat Abd el Kr im, den Führer der Riskabylen, eingeladen, an der Jahrhundertsoior des über die Spanier bei Ajaoucho (Peru) erfochtenen Sieges teilzunchmen. Daraufhin hat Abd el Krim, der sich als provisorischer Regeni der Rifrepublik bezeichnet, all die Hochschüler eilt Schreiben gerichtet, das in der Zeitnng La Nova Catalnnya" veröffentlicht wurde: ,/Geliebte Brüder! Jll der rlchmvollen Stnnde, iit der alle Amerikaner spanischer Nationalität die Waffentat feiern, der sie ihre Befreiung von: Joche dar Fremdherrschaft verdalliken, wende ich mich all Ellch. Keill Recht ist heiliger ituc iinvevletzlicher als das S e l b st b e st i m nr n n g s r e ch t der Völker, als ihr Recht, die Staatsform zu wähleil, die ihren Anlagen und Wünschen am besten entspricht. Das Volk voll Marokko kämpst für die gleichen Ideale, für die ohtift die Holden Ellves Volkes fochten. Die Eigenartu il s e r e r Rasse, unserer Kultur lind uniseres Glaubens macht es uns unmöglich, fernerhin die Abhängigkeit voll einer europäischen Macht zu ertragen. Ebenso wie Ihr vor hundert Jahren nm Eure nationale. Unabhängigkeit gernilgen habt, so opfern heute wir Leiben müb Gut auf dem Altar der Freiheit! . Das durch den Weltkrieg verderbte nlld moralischer Anarchie verfalle,re Europa Hai das R echt v e r w i r k t, den Völkern der anderen Erdteile seineil Willen anfzuzwingen. Wir wollen eine auf den Gesetzen des Friedens und der sozialen. Gerechtigkeit berllhende Kultur schassen. Scholl allzu lauge seufzen die aräbischen Stämnie unter den, Joche E n g l a n d s F r a lr «k r e i ch s, I i a t i e n s und S P a n i e il s. Unsere Brüder in Aegypten haberl den erstell Schritt getan. Die Wolt wird bald erkennen, daß lvir hinter ihneil nicht zurückbloiiben. Dann aber schlägt die Stullde für Algier, Tunis und Tripolis, deren Söhne sich schon für den großen Augenblick rüsten, der allen *9C r a ’b c r u der Mittelmeerländer und Asiens die Erlösung bringen wird. _Wiener Moraenzettunz._ Wir hegen keinen .Haß geigen Spanien, das vor Jahrhllndcrtcn nnser Vaterland war, wo die Wiege nilserer Ahnen (tand. Die Schicksal sstunde, in der uns ein Rougionskrieg aus der durch unsere Kunst verschönerten, dlrrch nllseren Fleiß bereicherten Halbinssl vertrieb, war auch die S ch i cks a l s st u n d e S p a n re n s, denn sie hat dieses Land der'.l Untergang geweiht. Wir verlangen, daß Spanien Marokko r ä n nt c, wie es einst Euer Amerika geräumt hat, und uns die Werke des Friedens, des Fleißes und der Anfklärilllg vollenden läßt, die uns zu einem wohlverdienten Platz im B r lk d e r b ll il d der Völker verhelfen solteil. Freudig opferil nils-ere Krieger ihr Leben für die Unabhängigkeit. Eiil freies Marokko und ein freies Aegypten werden die beiden Grundpfeiler bilden, von denen die Wiedergeburt jener Rasse ansgeihen soll, die der Menschheit zn ihrem Mul)tue schon drei Kulturen geschenkt hat." Der Foint und dar Rutbenberg-Werk. New-Aork, 17. Juni. Vor einiger Zeit brachten amerikanisch-jüdische Blätter die Mitteilung, daß der Präsident des Joint Distribution Committee, Felix Warb u r g, für die Zlvecke des R u t h e n >b e r g - W e r k e s in Erez Israel den Betrag von 600.000 Dollar gewidmet habe. Nun erklärt Marburg, - daß diese Mitteilung aus einem I r r t u m beruhe. Der Sachverhalt sei vielmehr der folgende: Das Joint Distribution Comittee beschloß vor einiger Zeit, für das Ruthenberg-Elektrizitätswerk die Summe von 560.000 Dollar zu votieren, knüpfte jedoch daran die Bedingung, daß die Juden Englands für den gleichen Zweck eine entsprechende Summe aufbringen. Andernfalls werde auch der vom Joint votierte Betrag nicht liquidiert werden. Bis heute — sagte Marburg — haben die englischen' Juden nichts getan, um ihren Anteil aufzubringen. Deshalb erliegt der genannte Betrag noch immer u n b e r ü h r t in der Kasse des Joint, welcher entschlossen ist, das Geld nur dann auszufolgen, wenn die im Beschluß festgelegte Bedingung seitens der englischen Juden erfüllt wird. Lafolette gestorben. New-Zork, 18. Juni. (Wolfs.) Senator Lafolette ist heute: an den Folgen einer starken Erkältung im Alter von 70 Jahren gestorben. Senator Lafolette, einer der Führer des freiheitlichen Amerika, war bei den letzten Präsidentenwahlen als dritter Kandidat' aufgetreten, jedoch infolge des Abschwenkens der Sozialisten unterlegen. Es ist noch erinnerlich, >daß er sich durch die .magyarische Horthy-Propaganda zu einer öffentlichen Erklärung für .das „ritterliche Ungarn" bewegen ließ, jedoch ebenso öffentlich sein Urteil revidierte.) Farzistenverhastungen in »Meran. Innsbruck, 18. Juni. Wie die Blätter .melden, wurden unter dem Verdacht, das Denkmal des.Tiroler Freiheitskämpsers aus dem Jahre 1809, Trogmann, in Untermais bei Meran abgesagt zu haben, dort sieben Personen, durchwegs Italiener, verhaftet, darunter der Hotelier und Pächter des Meraner K n r h a it s e s, L e n d e r o, I und sein Chauffeur. Der „Brennero" verurteilt die Tat als Vandalismus. Die „Liberia" meldet, daß die Verhafteten per Auto n a ch Trient überführt wurden. kin nationaljvdischer kniehnngorat in Amerika. Rew-Nork, 17. Juni. (I. T. A.) Dr. S. Bend er ly, der Leäter des Jüdischen Erzichungsamtes,. teilt mit, daß jährlich 6 Millionen Dollar für jüdische Erziehung sz wecke in Amerika gesammelt und ansgegeben werden. Es bestehen in den Vereinl.gten Staaten 18 0 0 jüdische E r g i e h u n g s i n st i t n l i o n e n. Mehr als 1000 .von ihnen sind Werktagsschnlen, «etwa 500 Sonntagsschulen und 300 Heimschulen für erholungsbedünftige Kinder. Es bestcht M a n g e l a n guten h e b r ä i s ch eu Lehrer n, Es wird erwogen, e>ine Konferenz der jüdischen Schuldirektoren einzuberufen, die^ einen nationaljüdischen Er^rlehnngsrat für Amevika begründen solle.. ' _' Fünf neue Vorlagen. In den nächsten Nationatratssitzun.gen wird die Relgiernng fünf Vorlagen dem Hause zugehen lassen, ideren Erledigu.llg sie noch vor den Ferien erhofft. Es sind dies: Die UmwaM.n.ng der Amtlichen Nachrichtenstelle .in vinen sel>bständigerl Wirtschaftskörper, die Reform der Agravbchövden, das Jnkontpakibilitätsgesetz,, das Postsparkassengesetz und die Novolle zum Borkriegsschuldengesetz. Die Amtliche Nachrichtenstelle, deren mangelhaftes Firnktioniereii vielfach auf ihre materielle Abhängigkeit vom Finauzministeriunl zurückgeführt . wird, soll nach dem Muster der Bundesbahnen wirtschaftlich und adnlinistrativ selbständig gemacht werden. Sie soll vom Bund mit einem G t ü ndungs'betra g ansgestattet werden »md bis zur elbdgültigen Beseitigung des Defizits einen limitierten Bundeszuschuß erhalten. Man denkt auch daran, auf die redaktionelle Führung der Nachrichtenstelle den Interessenten, das sind Handel, Getvevbe, Industrie, den Banken, den Zeitungsherausgebern und den Journalistell einen gewissen Einfluß zu gewähren. Die P o st s P a r k a s s e wird ebenfalls von der Regierung luraAiängiger werden. Die verschiedenen wirtschaftlichen Jnteresseukreise sollen eine Vertretung im Kuratorium dieses staatlichen Instituts erhalten. Der Präsident .der Nativnalbank wird ad personanl Sitz und Stimme tut Kuratorium haben. 19. Jnni 1925_ Seite 8 Ueber das Borkriegsschuldengesetz sind die Verhandlungen mit den Banken noch nicht abgeschlossen. Sie haben sich zwar bereit erklärt, einen Nachlaß von ungefähr 15 Millionen Schilling von der Berpflichtungssumme des Staates zn gewähren, doch verlangt die Finanzverwaltung einen ZOprozcntigen Nachlaß und die HinailsschiebUng der Fälligkeit der neu ausznge benden Schnldvcrschreibnngen von fünf auf zehn Jahre. Das Jllkompatibilitätsg.'setz wird seststelleii, daß öffentliche Funktionäre von Staat, Lano und G.'incindcn nicht Berwaltnngsräte von Aktiengesellschasteu, Pauken und wirtschaktlichen Unternehmullgen ähnlicher Art sei,, vürseu. Der Abbau ln den Ministerien. Mit der Beschlnßsassilng über die sieben Genfer Reform« gesetze fällt zeitlich die Durchführung des vom Fiuaiipni.uistcr Tr. A h rer ausgearberteten E r s p a r u n g s p r o g r a m in s zusammen. Es bildet die notwendige Ergänzung der mit der Berwaltungsreform der Bundesländer angestrcbieu Berminderung der Bllndesbeamten in den Ländern, da es sich zum Ziele setzt, die Beamtenschaft der Zeniralstellen, das heisst die hohe Minisievialbureaukrat-ie, durch Zusammenlegung der Sektionen und Departements der Ministerien auf das unumgänglich -notwendige Maß zn reduzieren. Hat schon die ^lbbanarbeit in den Ländevn -den Unmut der Grohdentschen erregt, weil'durch sie die großdcntschen Beamten in der Provinz betroffen iverden, so geht ihnen der Abbau in den Ministerien doppelt nahe, iveil durch ihn nicht nur viele ihrer Parteigänger in den Ministerien, pensioniert werden, sondern auch das Ressort des großdentscheu Handelsminisiers Dr. Schürff sehr stark znsammenfchrninpft. Für Dr. Schürff wird, wenn die Zilsammenlegung der Departements energisch durchgeführt wird, nicht mehr viel zu regieren übrig bleiben. Die Zilsammenlegnilg der Sektionen und Departements wird in den nächsten Wochen durchgeführt iverden, ab 1. Juli wird der neue Geschäftsgang eingeführt. Die Listen der überflüssig werbenden Beamten sind bereits fertig, sie iverden vorerst beurlaubt und dann in den Ruhestand versetzt werde»- Die Sabotage des Fremdenverkehres. Eine Debatte im Gremium der Wiener Kaufmannschaft. In der gestern unter Vorsitz des Bizepräsidenten Leopold . Langer stattgehabten Versammlung des Grentillms der Wiener Kausmannschast nahm Kommerzialrat Schufchny zu den Nachrichten, die über die Behandlung anläßlich der Ausstellung des österreichischen Visums an Pol n i s ch e Reisende in die Oessentlichkeit gelangt sind, Stellung. Er betonte, daß diese in den weitesten Kreisen der Kausmannschast größte U nr u h e und Besorgnis über die Entwicklung unserer Handelsbeziehungen zu den Nachbarstaaten hcrvorgernfen hatten. Statt daß man darangcht, mit allen Mitteln Ausländern, die aus irgend welchen Gründen die Kurorte und Sanatorien Qrstermichs besuchen wollen, um sich ärztlich behandeln zu lassen, die Einreise zu erleichtern, hört man, Laß das österreichische Konsulat in Lemberg die polnischen Staatsbürger, die 1 Paßvisa nach Oesterreich verlangen, ärztlich untersuchen läßt und ihnen nür über Gutachten des polnischen. Arztes, wenn sie bestimmte Krankheiten haben, die Einreise nach Oesterreich gestattet. Dieser Vorgang sei ebenso sinnlos wie lächerlich. Er . bringe aber auch alle maßge'benden Stellen deshalb in ein . schiefes Licht, toeil von der österreichischen Regierung ausdrücklich gAgesagt wurde, daß die Paßvisa nur ans f i s k a l isch>en Gründen zur Einhebung kommen, während man hier sieht, daß das Paßvisum zu ganz anderen Zwecken verwendet wird. Die Folge davon wird sein, daß die Nachbarstaaten Gegenmaßnahmen ergreifen werden und der 'österreichische Kaufmann und Exporteur wieder die Zeche zahlen wird: müssen. Gerade im gegenwärtigen Moment ist diese Praxis der österreichischen Konsulate rrm so bedenklicher, als der Beginn der Handelsvertragsverhandlnnlgen mit Polen bereits angekündigt ist. In der weiteren Debatte wurde ausgeführt, das; durch die neue Visumpolitik nicht eine Fremdensörderungs-, sondern eine Fremdenvertreibnngspolitik betrieben wird. Man denke sich nany ein Patient müsse sich über Anordnung der österreichischeil KonsnlatAbeamten einer Untersnchnng unterziehen, ob er nicht auch in Polen Heilung finden könne. Da die Zensur durch einen polnischen Arzt« besorgt wird, so sei es klar, daß die Tendenz dahin gche, möglichst wenig Leute nach Oesterreich zn lassen. Wie weltfremd bei der Visumerteilung vorgegangen wird, zeigt auch, daß kürzlich als Retovsion gegen Runiänien die Gebühr für das Paßvisum für rumänische Staatsbürger zwecks Ein- reise nach Oesterreich verdoppelt wurde; Rnmänien braucht keinen Fremdenzustrom und könne daher die Visagebühr erhöhen. Es sei aber geradezu widersinnig, daß deshalb Oesterreich ebenfalls die Crnreifegebühr für rumänische Staatsbürger evhöhe, lediglich aus einem gewissen Nachahmlingstrieb, ohne auf die wirtschaftlichen Motive und Unterschiede näher einzngehen. Vizepräsident Langer gab namens des Präsidiums die Zusage, daß das Gremium der Wiener Kansmaliilschaft seinen Kampf gegen das Paßvisltm energisch sortietzen und nicht eher ruhen tverde, bis diese verkchrsfeilldliche Einrichtung äbgeschafft sei. _ Steuerbegünstigungen für ungarische Spitzel. Der Finanz- und Budgetansschuß verhandelte gestern den Vertrag mit Ungarn zur Ausgloichnng der in- und ausländischen Böstenevung, insbesondere zur B e r m e i d u n'g der Doppelbe st e n >e r n n g auf dem Ge-biete der direkten Stenern sowie über Rechtshilfe in Llibgabvsachen. Abgeordneter Dr. Bauer bczeichnete es als einen Mangel an Achtung vor dem Paria ment, daß ein so komplizierter Vertrag ohne Movivenibevicht vorgelegt wird. Die Bestimmung des Art. 12 über die Stleuerfreiheit für diplonlatische. komisularische und sonstige Beamte ist ganz uivBlur. Wer sind die «sonstigen Beamten?" Soll etwa den Spitzelet, di«

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