Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2272 (18.6.1925)
- Date
- 1925-06-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981357--23097-3010579- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
GM t Men. DonnerZkäg j* .• ..... übernachte u. Jede Station erhält ferner einen Leuchttürm. Auch soll die Fluglinie durch Lichtbojen gekennzeichnet tverden, daintt der Verkchr keine UnteBvechnng erfahren braucht. Arnrstrong hat genau die Plätze ftstgelegt, wo die Inseln verankert werden sollen. Sein Hauptaugen,nerk hat er darauf gerichtet, der Sturm- und Nobelzone des Nordens auszuiweichen. _ Ae Hilfe für Amundsen. Mac Millans Hilfsexpe-ition. New-York, 17. Juni. (Wolfs.) Mac Millan hat seine R e isc n a ch d c m R o r d p o l angeireten, um nach dem Verbleib >dcr Amundsen-Extzcditio.n zu forschen. Schutzimtzfung gegen Tuberlulose. Paris, 17. Juni. (Havas.) Die Akademie für Medizin hörte gestern einen Bericht über die Ergebnisse an, die im Pasteur-Institut von Dr. (5 a l m e tte 'bei der Anwendung eines Impfstoffes zur Verhütung der Tuberkulose erzielt wurden. Danach ist keiner der Säuglinge, die 'ivährelch des ersten Halbjahres 1922 damit geimpft wurden, an einer tuberkulöseir Affektion gestorben. Vom 1. Juli 1924 bis zum 1. Juni 1925 wurden in Frankreich und Belgien 2070 Neugeborene der Impfung unterzogen, die einen vollkommen glatten Verlauf nahm. Boi 137 Kindern, die zwischen denr 1. Juli und dem 1. Dezember 1924 geimpft «wurden und die Familien angehörten, wo sie besonders der Ansteckungsgefahr ausgesetzt wären, hat sich, kern Todesfall an Tuberkulose ergehn. * Dazu äußert sich unser ärztlicher Mitarbeiter wie folgt: Diese Meldung ist zu kurz gehalten, als daß oin Urteil darüber gefällt werden könnte. Jedenfalls ist es bekannt, daß an vielen serologischen Instituten der Versuch gemacht wurde, einen Impfstoff gegen die Tuberkuloseinfettion herzustellen, ähnlich wie dies bei der Blatternschutzrmpfung der Fall ist. Bei der Impfung zum Schutze gegen die Blatternerkrankuug benützt man Wuudsera von Rindern, die mit Blattern infiziert wurden. Es ist dies der Wog der Ticrpafsage, Hei welchem die Jnfektionskerme durch Uebertragung auf Rinder in ihrer Wirkung abgeschwächt ivurden. Die Versuche, dasselbe Resultat mit deu von Robert K o ch entdeckten Tuberkuloseinfektionskeimeu gegen die menschliche Tuberkulose zu erzielen, sind bisher daran gescheitert, daß alle infizierten Tiere in kürzester Zeit nach der Impfung eingegangen sind. Vielleicht werden die oben gemeldeten Impfstoffe durch Abschwächung auf künstlichen Nährböden gewonnen. Die von Calmette angegebenen Statistiken lassen auf ein energisches Arbeiten schließen und sind um so auffallender, als die Kindersterblichkeit an Tuberkulose sonst eine horrende ist. Ae SchwiudelaMe in Budapest. „Um der Tochter eine Ausstattung zu verschaffen". Budapest, 17. Juni. Wie die Blätter melden, hätte iicuic die Trauung der Tochter der wegen Milliardenfchwindeleien verhafteten Frau N o nah mit Baron. GorluP, dem Sohn des gewesenenWiener Polizeipräsidenten stattfinden sollen. Die Schwindeleien null Frau Ronay hauptsächlich aus dem Grunde begangen -halben, um ihrer Tochter eine entsprechende Ausstattung zu beschaffen. Nach den bisherigen Feststellungen haben der Gatte und die Tochter der Frau Ronay von den Hochstapeleien keine Kenntnis gehabt. Die Schwindeleien der Frau Ronay hat der Budapcster Rechtsanwalt Dr. Herz, der Rechtsfreund einer re'chen Budapester Privaten, Frau Margarete v. Kra ln e r, die in Budapest zwei Zinshäuser besitzt, aufgedeckt. Frau Ronay hat die beiden Häuser mit Hilfe eines gefälschten Passes, den sie dem Wiener Notar Doktor Jellinek in Gegenwart zweier Jdentilätszeugen vorwies, auf ihren Namen übertragen lassen und bei einer Budapester Bank mit 23.000 Dollar und 50.000 Goldkronen belehnt. Gemeinsam mit dem Notar wurde als einer der beiden Jdentttätszestgen, welche Frau Ronay geführt hatte, der damals in Wien wohnhaft gelvesene ukrainische Gesandte in Budapest, Jaroslav B iber o w i c z, eruiert. Biberowrc; gab an, daß er die Frau Ronay nrährend seiner Budapester Tätigkeit kennen gelernt und in gutem Glauben gehandelt habe. iFrau Ronay hat, abgesehen von dem Betrug mit den beiden Häusern, der Frau Kramer auch Juwelen im Werte von 2,5 Milliarden entlockt und in Budapest verpfändet. Ueberdies hat sie n'cht weniger als 18 Wechsel auf den Namen ihres Opfers gefälscht. Der Schwester des gewesenen ungarischen Staatssekretärs Adam hat die Hochstaplerin unter den raffiniertesten Vorwänden änderthalbMilliarden Kronen herausgelockt. Heute mittags ist in der auffehenerregenden Angelegenheit eine neue Wendung eingetreten. Frau Ronay bekam int Lause des Vormittags wiederholt W e r nkrümpfe und Tobsuchisaufalle und zeigte auch sonst Symptome einer schweren seelischen Depression. In den Nachmittagsstunden wurde Frau Ronay daher in einem geschlossenen Miettvügen in die L a u d e s i r r e n anstatt auf dem Engelsfeld überführt, wo der G - i steszusta n d der Frau untersucht werden soll. Wiener MornerrzeltunB. THEIBUTTEL rann. 1WLMQ>E. L’ 'j » ".i i iÄÜ! ilffiLLi I •A J Bor dm 14. Aioniftenkongreß. Die Palästinaausstellung. Tie Austro-Palestiue Trading Agency, welche die Paläslinaousstellung in Wien veranstaltet, teilt mit: .Infolge der sehr zahlreichen Bewerber um Kojen und Stände anläßlich der Kongreßausstellung bitten wir die P. T. Jntcresscuten, sich in dieser Angelegenheit nur schriftlich au uns wenden zu wollen. Wir teilen bei dieser Gelegenheit mit, daß die architektonischen Arbeiten .Herr Architekt Ing. Hans Sobclsohn übernommen hat. * Der Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas in Wien beruft, wie schon mitgeteilt, für die zweite Augusthälfte eine Tagung jüdischer Ingenieure aus allen Ländern nach Wien ein. Das Programm der Tagung lautet: Informative Referate über den Stand des Aufbauwerkes, Spezialreferalr über einige Fragen im Zusammenhang .mit dem Kongreß, Gründung eines Weltverbandes jüdischer Ingenieure sowie Exkursionen. Alle jene Kollegen, die Vorschläge zur Tagung machen oder Referate halten wollen, wollen 'sich unverzüglich mtt dem Verband in Verbindung setzen. Adresse: Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas, Wien, 9. Bez., Türkcnstraße 9. Lar judaistische Institut tu Jerusalem. Die Zentralkomiteemitglieder ans Deutschland. In da« Zentralkomitee des j u d a i st i f ch e n I n st ituts der Universität Jerusalem, wurden, wie I. T. A. berichtet, aus Deutschland die folgenden Herren gewählt r Dr. Martin B u b e r, Rabbiner Dr. B a e ck und LegattonSrat Professor Dr. Sobernheim als Mitglieder, Direktor der Staatsbibliothek Dr. W e i I, Professor Dr. Elbogen und Professor H o r o w i tz als Stellvertreter. - Die Herren Professor S o b e r n h e i m, Dr. W e i l und Professor H o r o w i tz begeben sich dieser Tage nach London, um der am 22. und 23. d. stattfindenden Tagung desZentralkomitee S beizuwohnen. Gegenstand dieser Tagung ist bekanntlich die B e s etz u n g d e r L e h r st ü h I e und die S ch a s f « n g neuer Lehrstühle des Instituts. __ Zu der Wüste Zuda verschalle». ,/paarez" in Jaffa meldet: Bor kurzem machte der als Tourist im Lande weilende Hamburger Professor Pass arge mit zwei Studenten aus Deutschland einen Ausflug zum Salzmeer. Die Gesellschaft wollte den Rückweg nach Jerusalem durch die judäische Wüste nehmen, obgleich der Professor auf die Gefährl'chkeit dieses Weges aufmerksam machte und von dem Abenteuer abriet. Die beiden Studenten ließen sich jedoch nicht abhalten. Am selben Tage noch setzte ein schwerer Ehamsin ein, der so heftig war, daß einer der Studenten in der unerträglichen Hitze ohnmächtig zusammenbrach und unfähig tvar, den Weg fortzusetzen. Sein Freund, der sich noch auf den Beinen halten konnte, beschloß, auf dem Wege, beit sic gekommen waren, zurückzukehren, um Hilfe zu holen. Seither fehlt von ihm jede Spur. Der in der Wiiste zurückgebliebene Student wurde, nachdem er zwei Tage ohne Speise und Trank im Sand gelegen war, ganz erschöpft von einer Frau aufgefunden, die ihn nach Jerusalem schaffte und in ein Spital überführtc. Ar Jude« ln Lripoll». Ein Gespräch mit dem Präsidenten der jüdischen Gemeinde. Der Präsident der jüdischen Gemeinde in Tripolis, S. Haggiag, der als Führer der jüdischen A«bordnung aus den Kolonien nach Rom gekommen ist, nm den italienischen König zum Wjähngen Jubiläum seiner Thronbesteigung zu beglückwünschen, äußerte sich in einem Gespräch mit denr J.-T.-A.-Bertretcr in Rom über die Lage der Juden in bcu italienischen Kolonien wie folgt: Die größte koloniale jüdische Gemeinde lebt in der Stadt Tripolis; sie zählt ungefähr 17.0 0 0 Seelen. An zweiter Stelle kommt die Stadt Beng Haft mit etwa 3 0 00 Juden. Die übrigen Städte beherbergen gleichfalls größere jüdische Gemeinschaften. Die wirtschaftliche Lage der Juden in den italienischen Kolonien ist im allgemeinen eitle gute; die jüdische Bevölkerung zählt sehr zahlreiche bemittelte und 'altangesehene Familien. In den letzten Jahren ist unter der jüdischen Bevölkerung Tripolitaniens das Interesse für den Aufbau Palästinas als jüdisches Ratio,ialheim sehr gewachsen; die Tatsache der Eröffnung der hebräischen Universität tu Jerusalem hat bei uns großen Eindruck gemacht. Die Aktion für den Keren .Hajessod geht erfolgreich vor sich. In den größeren jüdischen Zentren entstanden bereits C hal u; i m zirkel. Die Gemeinde Beug hast hat jüngst eine größere Gruppe Chalnzim nach Palästina äb- 'g-sfertigt. ......... Die Beziehungen der ital'.emichen Negierung zu den Juden in den Kolonien sind zufriedenstellend. Einige 18. Juni 1925 Nr. 2272 Juden nehmen hohe und verantwortliche Regierung-» Posten in der K o l o n i a l v e r w a l t u n g ein, so z. B. Dr. M o r e n o, der Hauptsekretar der tripolitanischen Verwaltung. Wir sind aus einem inneren Bedürfnis heraus nach Rom gekommen, um dem italienischen Volke und seiner Regierung die loyalen Wünsche der jüdischen Bevölkerung der Kolonien auszudrücken. Wir sind von der herzlichen Aufnahme, die uns Seine Majestät der Könia zuteil werden ließ, begeistert. ... —- * W i e n, 18. Juni. * Danksagung. Hofrat Professor Dr. Frankfurter bittet im eigenen und i-m Namen seiner Kinder und der Familien Lhajes und Schrott«er. für die ihnen anläßlich des Hiuschcidens seiner Gattin von einMnen und von Behörden, Körperschaftelt tmd Vereinen zuteil gewordenen, jo ubcraus zahlreichen und lvohltuendc,t Beweise lvarmer Anteilnahme und verständnisvoller Würdig«,tg foct vorzeitig Heimgegangenen auf diesem Wege die Versicherung wärmste,r Dankes entgogenzu nehmen. - Abwechslungsreiches Wetter. Der gestrige Tag war reich an Wetterschlvankungen. Frühmorgens entstand über Wien ein Gewitter, das aber nur geringfügige Niederschlage brachte. Der Blitz schlug tm Anwesen des Weim'chänkcrs G u 11» mait it in Grinzing ein. Den entstandenen Brand konnte die Feuerwehr lösche». Bis gegen Mittag gab es Auf her lern ng. nachmittags wieder Regan. auf den druckende Schwüle folgte. In Len Spätabcudstunden fetzte dann ausgiebige r Regen oin. Die Voraussage nreldet: Kurz dauernde Verschlechterung mit Gewitter und Tempcraturrückgang * Die „Praterfahrt von einst". Bei der gastritzen Praterfahrt, die sehr animiert verlief. gab cs eure ovlgtnelle Sensation. die beträchtliches Alchsehen errogt-e. Die größte osterreichifche Schuhfabrik hatte einen feschen Fraker in die, Haupt« aller gesendet, in dem ein seltsamer Gast saß. Der Ini,a„e des Wagens trug als Kopf die von Künstlerhaud in grgantvichem Ausmaße plastisch hergestellte „Beka"-S ch uh marke. An den Füßen trua er ein Paar ,Bcka"-Schu!he der Nummer <». Der possierliche Fahrgast erregte natürlich in der, Hauptallc: u, td -in allen Straßen, die er durchfuhr, größte Heiterkeit. Der geschickten Reklameidee gelang cs. 'das Publikum in ortginelier Weise an die populäre ,Heka"--Mavke zu erinnern. * Wieder ein vermißter Lehrling. Seit dem 19. Mai ist der 16jährige Giirtliwlchrling Heinrich Peztna, der Soh',r des Gehändeanfsehers im Ktuvsthrstorischen Muqemn. Il>se, Pgsina. 1. Bez., Buvgring 6, vermißt. Der Jltnge war von einent Wandevtrieb befallen, der ihn oft das Elternhaus verlassen ließ; dann trwb er sich auf den Bahnhöfen herum mi> suchte Gelegeuhertsvevbienst. bis er towder atMgruffen wurde. Am 19 Mai verließ er unt 7 Uhr früh die Wohnung und ist nicht wieder znrückgckehrt. Der Junge ist für sem Alter groß, hat blondes Haar, blaue Augen, gute Zahne, oatf der Stirne eine Narbe und den kleinen Fntger der linken Hand verkrümutt. Es -besteht die Möglichkeit, daß er in die Hände Homosexueller gefallen ist. * Bon einem Stier getötet. Aus Schwechat ist vorgestern schwer verletzt oin Mann namens Jakob Ross, nach Wien gebracht worden. Er ist im Spital den Verletzungen erlegen. Es heißt, daß Rassi in Schlvechat von einem wild gewordenen Stier angcarifsen und tödlich verletzt worden ist. Die Leiche wird gerichtlich geöffnet werden. * Urheberrecht und Radio. Wie ein Berliner Spätabendblatt berichtet, wurde gestern vor >dem Kammevgericht als Berufungsinstanz die Klage Gerhard Hauptmanns mtd Hugo v. Hofmannsthals gegert die R-undfunkgesellschaftei^verhandelt. Die Rnndfunkgesellschaften hatten gegen das Urten des Landgerichtes 3. das ^bekanntlich dett klagenden A-utoren das Rocht zusprach, van Rodiovovfühvungen ihrer Werke Tan-tienren zu Verlangen, Berufung eingelegt. Das Kamntergericht hat in 'beiden Fällen die Berufung verworfen. Die Entscheidung des Kammergerichtes ist von sehr weittragender prmzipteller Bedeutung für das deutsche Nadiowesen. * Ein jüdischer Maurer erhält die höchste Auszeichnung der New-Yorker philosophischen Fakultät. Der jüdische Student Willicuns Leider, 'der 21 Jahre alt ist und als Maurer kem Brot verdient, erhielt, wie I. T. A. berichtet, dte höchste Auszeichnung der philosophischen Fakultät der Colu-mbra-Uluversität zu New-Dort. Er stammt aus Rußland. * Wahl eines jemenitischen Oberrabbiners. Wie uns aus Jaffa berichtet w,rd, wurde in der dortigen Gemeinde der semenitischen Inden dieser Tage die WaU eines Oberrabbttters vollzogen. Es standen mchrere Kand waten zur Wchl, von denen schließlich der Ehacham Schalom ben I ach,a Jtzchak den Sieg davontrug. Der neue Oberrabbtner rst erst dreißig Jahre alt, gilt jedoch als hevvorragetlder Gelehrter. Sem Vater ist gleichfalls Oberrabbiner einer größeren Geineinde im Jemen. In derselben Versanvmlnng führten mehrere Redner an der Ha>ud der süiigstcn Meldtmaen aus Iomeu Klagen über die furchtbare Lage der jemenitischen Inden. * „Äirjath Sepher". Soeiben ersch'ieit die erste Nilmnier des zweiten Jahrganges der hebräischen bibliographischeil Viertcljahrsschrift „Kirjath Sepher^, welche von der Natlottalblbllothek in Jerusaleni herausgegeben wird. Die Numiiter bringt Nachrichten über die Entwicklung der Bi'bkiochek, aus detteit hervoracht, daß während der letzten drei' Monate d,e Bibliothek um 6381 Bände gewachseit ist, ferner eine umfassende Biblioaraphie der palästinensischen Drucke und der neuerlchieneiicu hebräischen und jndatstischeil Literatur aller Lander, ferner folaende Aufsätze: E. L. Sukenik: Bibliographisäw Liste von Zeitschriften und Aufsätzen aus dem Gebiete der Palastmasorschung im Jahre 1924; S. H. Kuk: Rabbi Jakob Sikii': B. Lev in: Jemenitische Handschriften: I. R tvkind: Bcobachtlmgeii über frühe hebräische Drucke; A. Tauber: Die Drucke von Kovetz; B. Dinaburg: Das Archiv Salomo,t Ichllda Rapaports in der jüdischen Nationalbi>bliothek. Die Zeitschrift ist durch die jüdische National- und Unipersitätübibliothek, Jerusalem, zu bezichen. Abonnement SP reis 10 Schilling vierteljährlich. * Krabbenwanderung durch den Suezkanal. Tier wänderungen, die durch genaue Beobachtungen mit Zeitaugabeit belegt sind, keiNit man nicht allzuviele. Es ist deshalb von Interesse daß eine solche Wanderung, die in unserer Zeit stattgesunden hat, mit allen Einzelheiteu 'beobachtet und von der „Umschau" nach der englischelt „Nature" veröffentlicht wtrd. Es handelt sich um die Schwimmkrabbe (Neptunus velagicus), bereit Heimat das Rote Meer ist. Heute ist sie als Nahruilgs,nittel in Aegypten sehr bekannt. Bor einigen Jahrzehnzwischen 1889 und 1893 in ihn ein und -- Said 1898. Noch 1889 kam sie am Südendo des Amersees, den sie heute in Massen bewohnt, nicht vor. Sie hatte also von Suez noch nicht 29 Kilometer zitrückgelegt. Zur Durchwanderung des Kanals hat sie also miltdestens fünf Jahre gebraucht. S>-e drang dann in das Atittelinoer vor. Heute wird sie bei Alexandria, 200 Äilonieter westlich von S,w^. ^esischt^ uud auch 316 Lkiloerreichte Port „toter nördlich davon auf dem zu Haifa verkaufte