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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-17 · Heft 2271 (17.6.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2271 (17.6.1925)
Date
1925-06-17
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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.(»eil« TOItit, MlNooch_ Abbau der Breitner-Steuern? : Die Novellierung der Ainan »Verfassung. Mit 1. Juli läuft bekanntlich die Fallfrist ab, die in den Genfer Sepwmberabmachung«»» für die Verwaltung s- und F i n a n z r e f o r m gesetzt ist, die in Gestalt von Regiernugsentwürfen nun schon geraume Zeit den Nationalratsausschüssen vorliegt. Diese haben es aber gar nicht eilig. Die Reform der B u n d e 8 f o r st e wurde über eine Enquete geleitet, die den Regierungsentwurf, ziemlich einhellig ablohnte. Die Verquickung der Verwaltungsreform mit der Souderbündlcrci der Länder hat wieder zur Folge, daß man sich auch über die verhältnismäßig leicht zu beseitigende Doppelgeleistgkeit der Verwaltung in den Ländern und iiber die Verminderung der Zahl der Landcsregieruugsmitglieder nur schwer einigen kann. Noch größere Schwierigkeiten bereitet natürlich die Novellierung der Fi nanzvcrsassung. Gestern »var wieder einmal der mit der Beratung dieser Rkateric betraute Unterausschuß versamnrelt. Die Vcrh^indlung kan: nicht recht vonr Fleck, dies Wohl Hauptsächlich aus den» Grunde, weil sich die Sozialdemokraten > dagegen wehren, daß auf Kosten des Landes Wien der Bund oder die übrigen Länder ihre Einnahmen vermehren, oder daß der selbstherrlichen Steuerwirtschast Brcitners irgendwie Abbruch getan werde. Zum F i na nzv e r fa s su n g s gc se tz haben die Gewerbeverbände durch den Abgeordneten. Hein l eine Reihe von Mündernngsverträgen überreichen lassen, in denen verlangt wird, daß für Landes- und Gemeindeabgaben bei der Veranlagung der Steuern (vom Gebäudebesitzer der W o h n u n g s a u f w a n d, Bodentvert-Wertzmvachsabgaben) S a ch v e r st ä n d i g e zugezogen werden müsserr. Bei der N a h r u u g s- »md G e n u ß m i t t e l- sowie Fremderrzimmerabgabe soll die zweite Instanz über Verlangen der Parteien das Gutachten gerichtlicher Sachverständiger einholen. Ms jeden Fall soll der Partei außerdem die Berufung an das Handels minist c r i u m offen stehen. Der Beschwerdßzug hat für die Steuerleistung ausschiebendc Wirkung. Verzögerungszuschläge haben zu entfallen. Die der Fremdenzimmerabgabe unterliegenden Räume sollen von der W o h n b a u st e u e r befreit und die Fremdenzimmerabgabe mit 15 Prozent, bei Luxusbetrieben mit 25 Prozent begrenzt werden. Die Fürsorgeabgabe darf 4 Prozent, für Kreditinstitute 8 Prozent nicht übersteigen. Auch soll die Möglichkeit einer Pauschalierung der Fürsorgeabgabe geschaffen werden. Der Nahrungs- und Genußmittelabgabe sollen in Hinkunft nur die reinen Nahrungsmittel unterliegen; Umhüllungen, Verpackungen und Behältnisse sind abgabefrei, ebenso Lieferungen außer Haus. Die Steuer selbst soll auf 10 P r o z e n t ermäßigt werden. "A Bei der.Beratung der " r . Äbgabenteilungsnovelle legte die Regierung zwei Vorschläge über die Verteilung der Abzugeinkommensteuer vor, über die sich die Parteien ihre Stellungnahme vorbehielten. Dann äußerten die Vertreter der Parteien Wünsche bezüglich tatzativer Auszählung jener Gebühren, welche an den Einsp-ruch der Bundesregierung nicht gebunden sind. Morgen nachmittags wird der Unterausschuß weiter beraten. * , Der Bundesrat genehmigte gestern das Goldb ila uz engesetz und die fünfte Gerichtsentlastungsnovelle. ... . Huudebrsttzer aller Raffe«, verriakgt euch! Die Protestversammlung der Hundebesitzer. ' Der Tievschntzverein hatte für gestern abends in die Bolikshalle des Rathauses eine Versammlung, «luberuifen, «um gegen das Verbot des Mitnchmens von Hunden auf der Straßenbahn und der Stadtbahn zu protestieren. Die Bol'kshalle war dicht gefüllt. Vor dem Rathaus mußte sogar eine zweite Versammlung abgehalten tverden. Das Gros der Versammlungsteilnchmer rerrntierde sich aus Frauen und Mädchen, von denen etliche auch ihre Hunde mitbrachten, die jedesmal, wenn ein Beifallssturm loSbrach, mitbellten. Das Referat erstattete Dr. Melkus vom Tievschutzvereiil, der gegen das Verbot pwtestierte. Die Trerfoinde Mens hätten es darauf angelegt, diir Hunde in dieser Stadt anMrotten. (Stürmische Entrüstungsruse und anhaltendes . Bellen.) Mit demselben Rechte könnte man den armen. Leuten verbieten, daß s'ie Kinder zeugen. Direktor Spmlgler habe den » .Hmidebcsitzern durch sein Verbot der Mitnahme von.Hunden ans der Stadtbahn die letzte Hoffnung geraubt. Es müsse vonr Bürgermeister verlangt iverden, daß er Direktor Spängler z»»r Rechenschaft zicht. Pros. WihelHuber gab die Zusicherung, daß die Rassehnndebesitzer mit den übrigen Hundsbösitzern geschlossen Vorgehen äuerden. (Stürmische Zustnnmmrg inib lautes Bellen.) Bankdirektor D ö r y wandte sich in scharfett Worten gegen den Stadtrat Prof. Tandler, der mit falschen wissenschasKichei» Behauptungen gegen die Hunde hetze. Er forderte schließlich alle Hnndebesitzer aus, sich un» kein Verbot zu kürmnern und n»it de»» Hunden die Straßenbahn und die Stadtbahn zu bostsigen. (Lebhafte Zustimmung.) Wenri dann von jedem Hnndebesitzer das Nationale ausgenommen werden muH, und di« Straßenbahn erst dam» weiierfahren kann, tverde man es sich überlegen, ob man das Verbot noch weiter aufrecht schaltet» soll. _ Wiener M-raenzettimg._ Es sprachen dann noch einige Rcvner, die »Mitten, daß das Verbot ein Fon st schl a g g ege n die Deino k r a ti« sei und daß sich die Hundebesib.'r bei den nächsten Vahle»! in den Genreiltderat und Nationalrat gut jeden Ka>rdidat>en anschanen »md ihn befragen sollen, ob er Hunde freund oder für das Ber bot sei. iStürmische Zustintilmng, Hundegevell, Heiterkeit.) Ein OberlandrSgerichtsrat meütte, daß dieses Verbot nicht den Forderungen der' Gerechtigkeit entspreche. Wenir es den Ranchern gestattet sei, zwei Drittel eines Straßenbahuzuges zn verstinken, dann Ntüsse man auch den Hrmdei» gestatten^ <ht Zehntel der Straßenbahn zu benützen. Nachdem Hunbebesitzer aller Rassen gesprochen hatten, wurde eine Resolution angenommen, in der gegen das Verbot der Mitnahme von Hlmden ans der Straßenbahn und Stadtbahi» protestiert wird. Die Behauptung, daß bei der Disziplinlosigkeit der Wiener die Mitnahme von Hunden auf die Elektrische »licht nröglich sei, sei eine B e l e i d t g u n g d c r Wiener »r»»d eine H e ra-bsrtz-ung Wiens irn Auslände. 2er Hochschultag. Dr. Seipel als Referent. Wie die ,Aeichsp»st" meldet, findet vom 20. bis 24. d. in Wien der diesjährige ordc»rtliche Hochschnltag statt. Die Bettungen, die im großen Festsaal der Universität stattfinden und rn.it einer cinstündigen Mittagspause von v Uhr vovnrittags bis 7 Uhr abe»»ds dauern, stehen unter der Leitung der Rektoren der Wiener, Innsbrucker und Grazer Universität, der Technischen Hochschrrlc und der Tierärztlichen Hochschrrlc in Wien sowie, des Vorsitzenden des Kreises 8 der Deutschen Sttrde»»1e»»schoft (Oesterreich). Die Tagesordnung »»nlsaßt folgende Referate: Die Aufgaben der deutschen H o ch s ch »» 'l e gegen>über dem deutschen Volke (Referent Dr. Seipel), Hochschulgemeinschaft, Fürsorgearbeit 'u»rd Wirtschastsarbeit, Studenten recht und Disziplinarrecht, Studierrgabühre»» und Stipeirdien, Auslandsavbeit u»»d Stltdienrvisen, Krrlturarbcit und Bildung'sarbeit, Körpersport »»nd Leibesübungen, schließlich Presse- und Propagandaarbeit. «bschledifeler für Profeffor Welch. Der Mathematiker des jüdischen Realgymnasiums übersiedclt nach Erez Israel. Frau Tr. Martha Ho sin an»» schreibt uns: Einer uirferer Besten hat uns verlassen: Professor Schlomoh Weich, der menschlich »»,»d fachlich gleich ausgezeichnete Mathematiker unserer Anstalt, ist gestern nach Ericz Israel abgereist. Schüler und Lehrer gaben ihm das Geleite, trauernd itm den schmerzlichen Verlust, stolz auf den Vorangehenden, der schon jetzt „nach Erez" komme»» darf. Sehnsüchtig r»nd neidvoll blicken viele ihm nach. „In drei, vier Jahren komrnen wir daran", sagen die Großen der sechsten Klasse, Burschen und Mädeln, viele in den schwarzen. Blusen der Chaluzim. „Er ist unfcr Vorbild, das wir nie vergessen werden." Sie alle tvissen es, sie alle fühlen es instinktiv, wenn sie es auch im einzelnen nicht ganz verstehen mögen,, was sie, was wir alle an chm besaßen, was er »ms noch von der >Ferne bedeuten wird: Ein vollkommener Lehrer, ein vollkommener Mensch; ein Meister in seinem Fache wie in der schweren Kustst des Unterrichtens. Ein Mensch von höchster Reinheit und Gerechtigkeit, von rastloser Arbeit an sich und seinem Gegenstände, voll Stve»»ge gegen sich selbst, voll grenzenloser Güte »»mlb Weichheit gegen di» Nebenmenschen. Hart nur dann, wo die Sache es ihm z»l erfordern schien. Ei» Jude, der das Judentum nicht im Munde, sondern im Herzen trägt. Der nicht viel spricht, aber hingcht und handelt. Der nach Paläsiirm fährt um seiner selbst »»nd der Sei»»er» willen, ins Ungewisse, aber mit dem großen Vertrauen zu dem Lande »mb der eigenen Kraft. Der seinen ga,»-en unschätzbaren Wert -dem Lande z»» geben bereit ist, wie er sich selbst ganz »»nd »»neingeschränkt der jüdischen Sch»»le gegeben hat. Wir haben ein Fest gefeiert zu seinem Wschiod, ein trauvig-fro'hes, nationales Fest. Gesche»»ke, Bl»»»»»en, Roden imrrden ih»n gewidmet, eine Landspende des Nationalfonds wurde »hin auf seine»» Namen überreicht. Dann tanzte und sar»g nnsere Jugend und verbarg ihre Rührung hinter frohem Zlckunstshoffen. „Du hast die höhere Stufe erreicht, Profeffor Weich, die Stufe der Aliah. Alöge es »»ns vergönnt sein, dir nachzusolge,»." In diese Worte klangen die Reden der Schüler ans. Sie Einwanderung nach ffrrz ffsrael. Der amerikanische Keren Hajeflod über-veist weitere 25.000 Dollar. Der amerikanische 5keren Hajessod hat oben seiner rege-lntäßigen »nonatlichen Uebeviveifung von 00.000 Dollar dom Londoner Hauptbnreau einen weiteren ictrag von 25.000 Dollar stberwieser», die daz»» bestimmt nd, die Unkosten zu decken, die den» JntmigrationSe Pa r te me n 1 durch die vergrößerte Mische Ei»»wanernng nach Palästina während der letzten sechs Morrate atstande;» sind. Die Lertutig des arncrikanifche,» Keren Hajessod Heml in einen» Appell, daß die große Ei»»)va»»deru»»g nach ialästina, „die einerseits ans die zunehme»»de»r Möglichsten zurückzuführen ist, die das La»»d bietet, und anderersits auf die unerträglichen Verhältnisse, de»»en> die Juden K manchen europäischen Ländern ansgesetzt sind, dom deren Hajessod neue Laste»» a»»ftrlegt, welche infolge des »»erwartet eingetret«»»e»» große,» Zustromes vera»»laßt mrden und für die daher im »»vsprünglichen Budget keine Vorsorge getroffen werden konnte. Der Keren .Hajessod arf diese Neuanköinlillinge »licht sich selbst überlassen, fonern nmß i»n Gegenteil eifrig bemüht sein, sie z»» empfqrue»k und ihnen zu Helfer», »m Lande Fuß zu fassen". 17. Fnni 1026 Nr. Mt' Die 25.000 Dollar, die.jetzt dem .Hauptburoan de'S Keren Hajessod üibernrittelt »vnrdelt, sind zweifellos daS erste. Ergebnis jenes Appells. Die schnelle Antwort seitens der ainerika nischen Juden wird hoffentlich ein Bei spiel für die Inden anderer Länder sein, ihre Bemüh»»ngen zugtlnsten des Keren .Ha^ssod z»» verdoppeln. M Agrivpa-Mauer ln fferosalem gefunden. Sine »sichtige Entdeckung des Prof. Slousch. Aus Jerufolciu »neldet I. T. A.: Prof. Nahunr Slousch. der die Ausgrabungen der Jüdischen A r ch ä o l o g ischer» Gesellschaft leitet, entdeckte im Zentrum Jer»»sale»n-Reste eineraltenMauer, deren Niesenquadern denen der Klagemauer Ähnlich sind. Der Fundort ist in der Nähe des MuSrara-Viertels. Man nimmt an, baß es sich um einen Teil jener Mauer handelt, die der K S n i g v o n I u d L a A g r i p p a l. (96 bis 44 n. Ch? erbauen ließ und die von JosephuS Flavins erwähnt wird. Diese Mauer begann im HlppieuS, lief zuerst nordwestlich, dann nördvstlich der Denkmäler der Helena, umschloß das Grab der Könige »nd .4.1^1... ... h.« .d.« 'ID.u.i. Im <Mhrnti»j£rtI. * Me Ans N e »v -?) ork wird uns berichtet: Beka»»ntlich filtdet im Jahre .1026 irr Philadelphia ein« Weltallsstcllung statt. Wie die Direktiorl des BorbereitungsauKschuffeS ir» Philadelphia amtlich bekannt gibt, ionrde auf Grund gepflogener Verhandlungen beschlossen, irn Rahmen .der WeltanSstellttttg eine eigene jüdische Mteilirng zu Masten. Der politische Sekretär der alltveltlichen Zio»rist-lfchen Orgarrisation, Leor»ihard Stein, der sich gegenwärtig i»» Amerika aufhält, »ahn» gemeinsarit mit einem Ko»r»itce führender Juden ilt Philadelphia an den ober» erwähnten Beratungen mit der Artsstellungsdirektion teil. Es ist zunächst in Aussicht genononen, die päläft»»»enfische Abteilung ber Ausstellung in Wembley nach Philadelphia z»l überführe»» »u»d diese Pälästi»»aausstelk»»»g durch eine allgemeine jüdische Ausstellung zu erweitern. Die jüdische Abteilu»»g soll ineinem eigeue»» große»r Pavillon, an dessen Bau schorl binnen kurzem geschritten wird, uirtergebracht werden. sie Shaluzi« in Pole«. Aus Warschau, wrvd uns geschrieben: Wie ib früheren Jahren hat auch jetzt der Hechal»»z in Polen bei Beginn des Sommers begonnen, die sich für Paläistilra -vordereiterrden Chaluzim bei verschiedenen Gutsbesitzer»» in ganz Polen urrterzuibvingen. Es harrdeU sich drcsnwt uu» zirka 2000 Ehaluzrrn, von denen bereits anfarpgs.Mai 1250 sotvohl bei jüdischen M auch bei nichtjüdischen Gutsbesitzern arbeiteten. Im Laufe des Monats Mai sollten noch einige lhundert Chaliuzim untevgobracht'werden. Die einzelnen Kwuzoth zählen 6 bis 40 Mitglieder und führen auf ihren einzelnen Arbeitsgütern ein gemeinsames Loben. Die Verträge mit den Gutsbesitzern laufen größtenteils bis zum Herbst. Die Ehaliutzim erhalten für ihre Arbeit Wohnung uud volle Kost, in einigen Orten auch einen geviltgen Taglohn. Bemerkenswert ist, daß gerade nicht) ü d i f ch c Gutsbesitzer die Chaluzim besonders gern aufzuuehmen geneigt sind. Außerdem wurden in diesem Frühjahr durch die Lokalorganisatione»» des Hechaluz in zahlreichen Orte»» Farm betriebe eingerichtet, 'wo die Ehaluzim eine selbständige Wirtschaft führen. Im Mai tvarer» vorläufig sechs solche Farmbetriebe tätig. Außerdern gab es auch zahlreiche Gartenwirtschaften. Außer vom Hechaluz werden Palästinatvanderer, die sich landwirtschaftlich betätigen wollen, auch von den zionistischen! Ortsgruppen bei Gutsbesitzern untergebracht. So hat auch das Warschauer zionistische Lokalkomitee Abmachungen mit einer Reihe von Gärtnern und Gutsbesitzern getrosten. Mische Abteilung in der Weltaurftellung von Philadelvbia. tziseabahnkataftrophe in Rockbot. Ncw-Aork, 16. Juni. (Del.-Komp.) Ein hauptsächlich -mit Europa re »senden besetzter Zug nach Nviv-Uork ist heute bei Rockpot im Staate Notv-Jevsey vev»mglückt. Ach t Personen wurden getötet, 42 schiver verletzt. Das Unglück nahm dadurch einen so großen Umftnlg an, daß der Kesssl der Lakonwdive explodierte, Sine SchwindelaffSre in Andapeft. Zwei Milliarden herausgelockt. Budapest, 16. Juni. Die Polizei hat die Gattin des Bndapester Asiente»» Ferdi»»and Ronay verhaftet. Gege»» Frar» Ronay, die im 56. Leben'sjahre steht, hat der Besitzer eines hiesigen Warenhauses die Anzeige erstattet, daß sic chm auf Grund gefälschter «Dokumente zivri Milliarden ungarische Krone»» herausgolockt habe. Unter den gefälschten Schriftstücken soll sich a»»ch ein in Wien ausgestellter Wechsel mit der angeblich gefälschte»» Unterschrift einer im Ausland lebenden hochstehenden Persönlichkeit befinde»». Fra»» Ronay behauptet, die Unterschrift irn Auftrag dieser Persönlichkeit unter deu Wechsel gesetzt haben. Die Blätter heben hervor, daß Fratt Ronay als sehr reich gelte ur»d sich ebenso wie ihr Gatte mit finanziellen und kommerziellen Transaktionen befaßt habe. Nach einer Meldurrg. >des „Magyarorszag" evschie»» Frau Ronay vor zwei Monaten in Begleitung vor» Mi Personell, die sie als Jdentitätszeugen führte, in Wie»» bei einem Notar und ioies einer» Paß vor, der ihre Photographie enchielt, aber auf einen fremden Na»ne»r ge-

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