Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2266 (12.6.1925)
- Date
- 1925-06-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette S Wien, Freitag Wiener Moraerrzeitung 12. Juni 1923 M»l - ........ schieden nichts Erfreuliches, und es wäre ein Glück, wenn die 1-anKose Erfindung eben so lautlos wieder verschwände. * Ein Rauchmatch. Wie die Londoner Blätter melden, . wird in den nächsten Tagen in Liverpool ein internationales l Rauchtumrer ausgetragen werden. U-m die Weltmeistc -rschaft im Tabakranchcn bewerben sich zwei AMvärter: - der Amerikaner Robb ins und der Engländer Kelly. Robbins ist 79, Kelly 62 Jahre alt. Robbins behauptet, er habe in 67 Jahren seines Lebens täglich 25 Zigarren ge- > raucht, was einer Endsumme von 611.375 Zigarren entspricht.! Der Rekord des Engländers Kelly ist, entsprechend seimem ' geringere« Lebensalter, nicht ganz so hoch. Mr. Kelly hat in! 42 Jahren täglich „nur" 15 Zigarren geraucht und blickt infolge dessen auf bloß 230.060 verrauchte Zigarren seiner - Raucherlaufbabn zurück. Die beiden Rivalen werden mm in Liverpool mchreve Wochen lang .um das Raucherchampionat der Welt kämpfen und sich gegenseitig, wie die Londoner Blätter sich ausdvücken, „niederzu rauchen" trachten. * Falsche Sparsamkeit. Es ist schließlich Geschmacksache, ob wir uns selber rasieren oder gar uns Nägel und Haare schneiden; auch leichtere Operationen, wie das Ansstechen von Hühneraugen und das Entfernen von Fremdkörpern aus Wmrden können wir zur Not selbst besorgen. Aber schließlich firü> denn doch auch die Aevzte da, die auch leben wollen. Ein junger Arbeiter in Belgrad wollte dies nicht einsehen und -mußte es beinahe mit dem Leben büßen. Als die Aerzte für eine Magenoperation im voraus 5000 Dinar verlangten, beschloß er, die Operation lieber selbst vorzunehmen. Wenn die Axt im Hause den Zimmermctnn erspart, so ungefähr dachte er. warum nicht auch ein scharfes Messer den noch viel kostspieligeren Doktor? So tvetzte er denn sein bestes Fleischmesser, setzte sich in einen Lehnstuhl und schnitt sich kühn den Leib auf, wie ein Japaner, der Harakiri macht. Alsbald merkte er aber, daß sein törichtes Experiment noch viel schmerzhafter war als das Bezahlen einer so hohen Aerzterechnnng. Er schrie verzweifelt um Hilfe. Die herbeieilenden Angehörigen meinten, er habe Selbstmord begehen wollen und holten schleu- , urigst ein paar Aerzte. Die anfänglich verschmähten HeiMmstler rannten den armen Teufel noch glücklich retten. Radioprogramm. Freitag den 11. Juni. 16 Uhr 10 Min. bis 17 Uhr 25 Mm.: Konzert. — 17 Uhr 30 Min. bis 18 Uhr 25 Min.: Märchenwelt der Kleinen. — 18 Uhr 30 bis IS Uhr: Abraham a Sancta Clara (Prof. Dr. Stagl). — 19 Uhr 45 Min. bis 20 Uhr 15 Mn.: Englischer Sprachkurs. — 20 Uhr 30 Min. * Kammermusikabend. # Bühne und Kunst. Wertvolle Geschenke an die Mische Nationalbibliothek. Wie Werke Rathenaus und Gustav Mahlers, Schürften Balfours. Die Londoner Royal Society, deren Ehrensekretär Professor Sir iArtu-r S ch u st e r, der Einweihung der Universität Jerusalem beigewohnt hat, hat der BMiothe? der Universität nunmehr die Kollektion ihrer „Proceedings" in 71 Bänden zum Geschenke gemacht. Lord Bolfour übersandte -nach seiner Rückkehr nach London der Bibliothek seine Hauptschriften. Die Bibliothek erhielt nunmehr als Geschenk van Frau Geheimrat Rathenau in Berlin die sämtlichen Schriften ihres Sohnes, des verstorbenen Ministers Walter R atHenau, darunter auch zahlreiche Privatdrucke. Auf Veranlassung der Witwe Gustav Mahler s, die im Frühjahr in Palästina war, erhielt die Bibliothek die Partituren der Symphonien Gustav Mahlers, ein Geschenk der Universal Edition in Wien. Der Verlag Paul Zs-olnay in Wien überreichte-der Bibliothek seine sämtlichen Weröffentlichungen. Der pädagogische Verlag G e d a l g e in Paris übersandte der Bibliothek eine große Anzahl seiner Publikationen. Der Verband zionistischer Akademiker in Brünn abonnierte auf Wunsch der Bibliothek einige in Palästina verlangte Zeitschriften. Die jüdische Kulturliga in Warschau übersandte der Bibliothek ihre sämtlichen Publikationen. Die Tageszeitung ,Moment" in Warschau machte der Bibliothek ihre sämtlichen Bände von 1911 bis 1934 in 24 Bänden gebunden zum Geschenk. Die Spende erfolgte a>n das Warschauer Komitee der Bibliothek. Nach den Mitteilungen dieses Komitees schreitet die Arbeit in -Pole n eifrig vorwärts. Fast jeden Tag erhält das Komitee ganze Bibliotheken Ei« Denkmal für Voltaire! Josef Popper-Lynkeus VO LTAI RE Künstlerisch ausgestatteter Ganzleinenband 8 15.—, broschiert S 12.— Turmhoch über allen, rein biographischen und literarhistorischen Büchern steht dieses Werk, das mH tiefstem kulturhistorischen Verständnis das Zeitalter Voltaires schildert Popper-Lynkeus verteidigt Voltaire als Dichter, als Kämpfer und als Menschen. Er entdeckt das Kindliche in Voltaires Natur und dessen Fehler sind die Fehler eines grossen genialen Kindes, das sich seine Naivität und Impulsivität bis an sein Ende erhalten hat Lebensvoll ersteht vor uns der reiche und leuchtende Geist Voltaires, dessen Ideen für die kommenden Jahrhunderte richtunggebend waren R. Löwit Verlag / Wien, I. Flelschmarkt Nr. 1 u ud K ifte n mit Büchern aus Warschau und aus der Provinz. Bier von der Gesellschaft abgesandte Kisten sind soeben in Jerusalem eingetroffen. Eine tvertvolle Handschrift erhielt die Bibliothek soeben als Geschenk des Herrn T. Miller in R-echobot. Es handelt sich um ein Handschriftenfaszrkel, welches ein Manuskript des bekannten Prager Oberrab'biners Ezechiel Landau (Roda bi-jehuda) -und eine Handschrift des Vorkämpfers der Reformbewegung, David Fr ied-Iänd er, enthält. Eine Itt.OW-Pfurid-Scherikuna für die hebräische Universität. London, 9. Juni. (I. T. A.) Der bekannte jüdische Philanthrop Mr. Bernhard B a r-w n, der sich schon bisher durch große Schenkungen für jüdische und nichtjüdische Institutionen hervorgetan hat, hatte am 6. d. eine Zusammenkunft mit Dr. CH. Weizm-ann. Mr. Baron bekundete sein -tiefes Interesse für die jüdische Arbeit -in Palästina und sagte, er tvevde demnächst eine Palästinareise antreten, um die Fortschritte an Ort und Stelle zu sehen. Inzwischen übergab Mr. Baron demr Keren Hajessod den Betrag von 10.000 Pfund für die hebräische Universität in Jerufaleni. Aus den Aealern. Burgtheater. G y n t". Akademietheater. „Wölfe in der Nacht". Staatsoper. Heute, V-6 Uhr abends, f r i e d". Morgen, 7 Uhr abends, „W e r t h e r". Deutsches Dolkstbeater. Morgen, V-8 Uhr abends, zum ersten Male G r a b b e s Drama „Napoleon" oder „Die 1 0-.0 Tage". Morgen, 7 Uhr abends, „Peer Morgen, Uhr abends, »S i e g- En neues Werk von Fritz v. Unruh. In Köln wurde e>in für die Jahrhundertfeier der Rheinlande geschriebenes Föststück von Fritz v. Unruh unter dem Titel „Heinrich ans Andernach" mit außerordentlichem Erfolg aUfgefnhrt. Eine Ehrung für Romain Rolland. Maxim Gorki, Georges Duhamel und Stephan Zweig haben ein Rundschreiben an eine kleinere Anzahl gleichgesinnter Schriftsteller in allen Teilen der Wellt gerichtet, mit der Bitte, an einer internationalen literarischen Huldigung für Romain Rolland mitAnarbsiten. Diese Beiträge sollen das Buch der Freunde Romain Rollands bilden, das ihm zu seinem 60. Geburtstag am 29. Jänner 1926 überreicht werden soll. Die Einladungen.sind in aller Stille ergangen, denn das Liber amieorum soll für den Gefeierten eine Ueberraschung sein. tzerichtssaal. Im Auto um die Arbeitslosenunterstützung. Bor dem Bezirkstichter Dr. Holl mann (Bezirksgericht Margareten), hatten sich gestern der Gürtlergchilfe Wilhelm B-elehradsky der, Geschäftsdiener Friedrich Zlatuschkia, der Schlosser- Schilfe Alois Schaub und der Privatbeamte Rudolf Friedrich wegen Amtsehrenbelerdigun.g zu verantworten. Am 16. April, nach 11 Uhr vor-ntitags. kam Schaub zum Arbeiitslosenamt in der Hohenbergstvaße in Meidling im Auto vor gefahren; dieser Vorfall -erregte großes Aufsehen. Ein gewisser Josef Reiter bot den dort angestellten Arbeitslosen unbefugt erweise Zigaretten zum Kaufe an. Da er trotz Abmahnung der Polizei den Verkauf nicht einstellte, ftmwfte er arretiert, widerfetzte sich aber der Eskortierung. Die Arbeitslosen nähmen «egen die Wache Stellung und suchten dem Reiter zu Helsen. Insbesondere waren es die eingangs erwähnten vier Personen, welche bei der Eskorte Reiters die Wache beschimpften. Auch -sie wurden für arretiert erklärt. Auf dem Wege zum Kommissariat haben sie auch die Passanten anfgefordert, gegen die Wache Stellung zu nehmen und sie zu befreien. Bei der Verhandlung leugneten die Angeklagten, -behaupteten jedoch, daß mau gegen sie in höchst brutaler Weife vorgegangen sei. Beim Poliz-eikommissariate Meidling habe man sie geschlagen und in den Arrest geworfen. Bei der Verhandlung kam es zwischen den Polizeibeamten Mid den Angeklagten zu höchst erregten Auftritten. so daß de« Richter wiederholt eingreifen mußte. Rudolf Friedrich wurde zu 24 S tunde m, die -drei übrigen Angeklagten zu je 4 8 St -u -nd e n Arrest verurteilt. Grauenhafte TierquAerei. Am 6. April um halb 10 Uhr abends wurde ein Wachmann in der Anschützgasse von zahlreichen Passanten ausgefordert, den Lenker eines mit leeren Syphonfl-aschen beladenen Wagens zu verhaften. Der Kutscher, es war -der Sodawass-ererzeuger Franz Posch, schlafe -die Pferde in rohester Weise mit dem Peitschenstiel über Kopf und Bau ch. Diese wiehern und schreien vor Schmerz; je mehr sie toben u m s o m e h r schlage e r. Die erregten Zuschauer versuchten, ihm die Peitsche zu entreißen; es gelang nicht. Als Posch sah, daß die Schläge nichts -nützten und die Tiere nicht weiter ziehen wollten, zog er sein Taschenmesser und versetzte einem der beiden Werde Stiche in den Unterleib. Das Pferd stieß grauenvolle Töne aus, das Blut tr-opfte aus den Boden; bald war eine große Lacke entstan-den. Der Wachmann hatte Mühe, die Anfreg-uinig der augesammelten Menschen zu mildern. Posch erlitt auf dem PolizeAommissariate wegen des von chm hervorgerufenen Exzesses dne sofortige P o l-ize-i str afe von fünf Ta-flen Arrest. Er hatte sich -außerdem kürzlich vor dem: Bezirksgericht Fünfhaus. <Ober'landesgerichtsr-at Dr. Nehoda), wegen Mißhandlung eines Pferdes zu verantworten. Da wir ein Gesetz, das das Mißhandeln von Arbeitstieren -unter Strafe stellt, noch nicht besitzen, mußte die Anklage wegen ,B-Mäd-iguug fremden Eigentums" erhöben werden. Die Pferde gchöven nämlich der Mutter des Angeklagten. Der Richter verurteilte ihn zu 14 Tagen Arrest. Nowosad als Antiquitätenhändler. Anfangs des Jahres 1922 erstattete Professor Kronstein gegen zehn Wiener Antiquitätenhändler die Anzeige wegen bedenklichen Ankaufs, taell Nowosa d und sein Freund Mohelskhbei ihm enttveivdete Kunstgegenstände an die Beschuldi-gten verkauft hatten. Bei der ersten Verhandlung wurden die Mehrzahl der Augelklagten auch schuldig gesprochen. Der Berufung der Verurteilten wurde Folge gegegeben und die Sache zur neuerlichen Verhandlung an das Bezirksgericht Währing zurückverwiesen. Gestern fand die neuerliche -Verhandlung vor dem Bezirksgerichte Währing statt. Der Richter sprach sämtliche Angeklagte frei, mit dem Hinweis darauf, -daß Nowos-ad und Mohelsly durch ihr Auftreten 'bei den Musern den Anschein erwecken mußten, daß der Kauf nicht bedenklich sei. Der Cegleder Marsch. Aus -Budapest wird uns geschrieben: Am 2. Septernlbvr 1933 erschien 'in einem Wocheultzlatte, das der bekannte ehemalige rassenschützlerische Abgeordnete Ladislaus Pmdava-ri unter dem Ditel „Mmgotii W-et" herausgibt, «in Gedicht aus der deder Stephan Dehner-Lendva-iß Das Gedicht enthält einige Zeilen, in denen Worte fehlen Das „Ceylede r Marsch" betitelte Gedicht sagt tu. a.: „Haut den unverschämten. Der größte Feind ist die Horde der elenden'." Infolge dieses Gedichtes erhob die Staatsanlwaltschaft gege« Stephan Lchner-Len-dvai die Anklage kvegen Aufveqznniq Am Haß gegen die israelitische Konfession. Die Staats, anwaktschaft begründete die Anklage danrit, daß bei der bekannten rasfeuschühlerischen und antis-enritischen politischen Hail- -tnng des Abgeordneten Lehner-Lendvaii, die leersteheUdev Stellen des Marsches sich nur auf die Juden beziehen können Be-i der in dieser Angelegenheit vor dem Stvasgevichtshofe (Vor. sitz Töreky) stattgehabten Verhandlung erklärte der Angeklagte sich für miischirldig, denn er habe in dem Gedichte weder eine Konfession noch -eine Klasse benannt. Mrs die Frage de; Präsidenten, aus wen er angef-pielt habe, erMrte der Angeklagte, er sei wohl für seine Gedanken nicht strafbar. Er habe übrigens das Gedicht mit den auspunk-tierten Stellen dem Redakteur Brl-dav-ari übergeben, damit dieses GMcht je rrach Geschmack des Lesers ergänzt werderr könne. Cr dachte, der Redakteur, den die Riu-mänen aus seiner Heimat Vertrieben hatten, werde das Gedicht auf die Rumänen Vc-vstchen. Dieses Gedicht wird übrigens mit verschiedenen Ergänzungen gesungen. Der Angeklagte verwahrte sich dagegen, das nran chm impukieve, wenn er eiine gchasiige Lleußevrmg nrache, diese sich nur auf die Juden beziehen könne. Er denke oft auch an anderes -als die Juden. Der öffentliche Ankläger, Staatsanwalts-ubstitu-t Dr. Kolmnan Biro, hielt die ArrWagt aufrecht. Das Wort „Rumäne" könne in das Gedicht an dir -leevgelassenen Stellen nicht gefetzt werden, -demr dies würde gegen das Versmaß verstoßen. Der Gerichtshof <V-orsitz Töre-kh) sprach den Angeklagten mit der Beguündrmg frei, daß nicht feststeWar gelvesen sei, auf wen sich die leevgÄ-assenen Stellen -bezogen haben-. Die Vevantwort-ung des?ln,geklagten, daß er die R-Mtänen genreint habe, ist nicht widerlegt. De-i Text, -wonach der zu verfolgende Feind u>nfer Vaterland geraubt habe, paßt -gar nicht -auf die Juden. Uebrigens hindert das Versmaß nicht, daß -an die lecvgeilassenen Stellen die v-erschiedonsten Worte gesetzt -werden. _ Film und Kino. „Der Schrecken der Desperndos." Eine heitere Travestie -auf die Großmäuligkeit der amevikanischen Südländer enthält dieser heitere Fitlnr, der noch vor Lincolns Zeiten spielt. Die HaMuna erzählt von einem jungen Menschen, der, im Norden erzogen, mit den Gebräuchen seiner Heimat gänzlich unvertraut, heimkchrt und mit dem „ritterlichen" Gcha'ben seiner Landsleute in schwersten Konflikt kommt. Er tut feinem alten Vater die Schmach an. ein Duell auszuschlagen-, wird von diesem verstoßen, kommt in irgend einem Nest in die Erziehimg eines berüchtigten Eisenlfressers und Bramarbas, den er bald in fernen Spezialitäten, wi-e Raufen, in die Luft schießen und Ka-rtenspiÄen Übertritt. Schließlich zieht er als gefürchtetster Raufbold in der Gegend des Ohio Wieder in sein Vatechans zurück und, nachdem er dessen Erfassen furchtbar terrorisiert hat, gibt er sich zu erkennen und heiratet — wer könnte es auch anders erwarten — das kleine Mädel, das ihm zur Zeit seiner Bedrängnis hilfreich zur 'Seite gestanden ist. Die Regie bringt diese ziemlich anspruchslose Handlung mit viel Geischrck in eine Reihe gÄuugener Bilder, die be>sonders in den häufigen RauMzenen nicht einer gewissen Wirksamkeit entbchrmr. Die FreMchtanfnähmen haben in reizvollen Landschaften einen pit-tovesikön Hintergrund. Die Darstellung ist durchwegs sehr gut. T e r e n c e, ein junger, -ebenso be-gäbter wie sympathischer Darsteller, -spielt die Rolle des jungen Helden mit viel Natürlichkeit und in Mary Astor hat er eine ausgezeichnete Partnerin. Ausgezeichnet ist auch der Darsteller des Erzi-chers des jungen Helden, der eine scharfgezeichnete, durch seinen Humor wirkende Type auf die Beine stellt. Auch die übrigen Schauspieler in größeren und kl-eineren Episodenrollen leisten Bestes. Ausgezeichnet -ist dieser Film -7wie fast alle anderen der P a r a -m 0 u n t - Produktion in seinen technischen Belangen. „Der Rosenkavalier" im Film. Bereits im Laufe der kommenden Woche beginnt der bekannte Regisseur Dr. Roberi W-ie ne mit den ersten Aufnahmen zu der Berftlmuna des Buches der bekannten Oper. Die Hmiptrollen werden durch den Opernsänger Michael Bohnen. Ecvrmen Cartellieri, Hngnete Duslos und Jaques Cal-ela ln verkörpert werden. Richard Strauß wird seine Musik der eviveiterten Filmhandlung anpassen. Erzeuger dieses Gvoßwerkes ist die Wiener Pan-Fi'lm-A.-G. Neues «ms der Produktion der Metro-Goldwyn-Pictures. Der Vertrag Jackie Coo gans mit dieser Firma wurde prolongiert und die Aufnahmeri zu einer neuen Serie von Großfilmen mit dem kleinem Filmstar beginnen demnächst. Im Rahmen derselben Produktion beginnt derzeit die Ver- Mmung des Romans „M a r -e n 0 st r u m" von Blanoo I b anez. Fred Niblow, der „Ben Hur" inszeniert, beendigt derzeit die Aufnahmen zu diesem Großwerk in Santa Fe . Hugo St'mnes im Anssichtsrat der Westi? Wie ans Berlin gemeldet wird, hat Herr Dr. Edmund S t i n n e s, der aus dem Strnnes-Konzern ausscheidet, auch seine Stelle als Vovs'itzender der Westi-Film-A.-G. niederg-elegt. Die Westi wird weiterhin dem S-tinnes-Konzern angehöven. Ob Herr Hugo Stinnes persönlich den Borfitz im Aufsicht-srat übernehmen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. An dieser Mitteilung wird besonders interessieren, daß die Westi im Stinnes- Konzern verbleibt. Das Ausscheiden von Dr. Edmund Stirvnes aus der West! erfolgt automatisch mit seinem Ausscheiden -aus den übrigen Gesellschaften des Hngo-Stinnes-Konzorns. Die tendenziös -gefärbten Kommentare einiger Blätter, die darin eine Animosität ge-gen die Filmbete-iligung des Stinnes-Konzerns konstatieren zu können glaubten, sind dah»- völlig haltlos. _ ■ Die Filme öev Woche. „Der tanzende Dämon." — „Die Heiliae hinter den Ku» lissen." — „Zügellose Leidenschaften." — „Den Männern zur Beute." CENTRAL-KINO II.Taborstrasse 8 Telephon £2-3*41 Der sensationellste Abenteurerfilm Ae Aebe von Paris AUefMaffllhniiig Ar tf«n* Wien Beginn: l}t7 und */t0 Uhr, Sonntags y,5, y,7 und Uhr