Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2265 (11.6.1925)
- Date
- 1925-06-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Ji>ien, Donnerstag dienet 9f*r*eti|ttt*ii* Patnleves MaroNoflog. Barcelona, 10. ftum. lHavas.1 Ministerprästdent Painlcwc, der um 6 Uhr frit[> mittels Flugzeuges von Toulouse «bgeflogen »vor, ist vier heute früh eingctrofseu. Er richtete sogleich an Prinr-o de Ribera und an das spanische Volk ein B e g r ü ß u n g s t c l e g r a in m. Jour nalisten gegenüber erklärte er, er glaube, daß Frankreich und Spanien zu einem A b k o m m e n über ein g e m c i ns am cs Vorgehen gelangen werden, das die v o l lstänbige R N'ter ive rfung der Rifleute erleichtern würde. Parnleve hat nach halbstündigem Aufenthalt den Flug nach Rabat fortgesetzt, wo er gegen 6 Uhr abends eintraf. TP Der XIV. Zionisten « Kongress Die beste Vorbereit und Orientierun gewahrt das 1! der Verhandlungen des Sin „politischer Bierabend". Dernewertes Tabakkollegium. Berlin, 10. Juni. (Wolfs.) Beim preußischen Ministerhräsiventen Dr. Braun fand heute ein poli tisch er Bierabend statt,;n dem auch Reichspräsident v. H i n d c » bürg und Reichskanzler Dr. Luther sowie mehrere Mi uister enschienen waren. Die Leffing-Hetze. Berlin, 9. Juni. (I. T. A.) Nor einigen Tagen wurde am -schwarzen Brett der Technischen Hochschule zu Hannover von Studenten, die sich als „K a m p f a u s s ch u fj" konstituiert haben, einen Anschlag angebracht, in dem es hieß, daß die Absicht Professor Theodor Lcssings, nur tommenden Montag seine Vorlesungen wieder aufzunehmen, nicht zur Durchführung kommen werde. Wie der amtliche preußische Pressedienst: initteilt, weist der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in einem Schreiben an den Rektor der Technischen Hochschule in Hannover zunächst darauf hin, >daß Professor Lessing als Inhaber eines Lehrauftrages dem preußischen Disziplinargesetz vom 18. Juli 1852 unterliegt. Nach Artikel 118, Absatz 1, der Reichsverfassung, so führt der Minister aus, hat jeder Deutsche ,/das Recht, innerhalb der Schranken der allgemeinen Gesetze seine Meinung durch Wort, Schrift, Druck, Bild oder in sonstiger Weise frei zu äußern." Der Minister weist darauf hin, daß der Artikel Lcssings ^Hindenburg" im „Prager Tagblatt" keinen genügender: Anlaß zu einem disziplinarischen Vorgehen gegen Lessing gebe. Der Minister ersucht den Rektor, für den Fall, daß Professor Lessing seine Vorlesungen wieder auszunehmen wünsche, Vorsorge zu treffen, daß dies ungehindert geschahen könne. Innsbrucker Hochfchnlverhnltniffe. Innsbruck. 10. Juni. Die Studentenschaft der hiesigen medizinische n Fakultät trat heute in einen Voile s u n g s st r e i k als P r o t e st gegen die Habilitierung des hiesigen Zahnarztes Dr. Wilhelm Bauer als P r i v a tdozent für Zahnheilkunde, weil Dr. Bauer I u d e n st ä m m l i n g sei. Auf den Hinweis Dr. Bauers, daß er römisch-katholisch sei und seine Kinder streng in christlichem Sinne erziehe, daß er seinerzeit im nationalen Leben Prags und später in Innsbruck neben Dr. S t e i d l e fttrdie völkischeSache gewirkt habe, erwidette der Obmann der deutschen Studentenschaft, daß Dr. Bauer wohl Katholik, aber I u d e n st ä m m l i n g sei und daß deShal der .Kampf gegen feine Habilitierung fortgesetzt werde. Sie Novellierung des Augeftelltenverfichernngs. gesetzes. Der Unterausschuß zur Beratung des Angestelltenversicherungsgesetzes hat nach über ein Jahr dauernden Beratungen die 131 Paragraphen umfassende Vorlage des Angestelltenversicherungsgesetzes erledigt. Das Referat des Berichterstatters Doktor Drexl wird, nachdem über einzelne Bestimmungen, deren Fornmlierung noch offen ist, Beschluß gefaßt ist, in Druck gelegt werden. Sodann wird der Ausschuß für soziale Verwaltung in die Beratung de» Gesetzes eintreten. In einen marokkanischen Harem verschleppt. Warschauer Blätter erzählen den folgenden Ronran aus dem Leben: Vor fünfzehn Jahren wanderte Rosa Perliczta, Einwohnerin des Städtchens Cieszanow in Galizien, nach Amerika ans. Statt nach New Orleans zu reisen, wo ihre Tante wohnte, geriet sie unterwegs nach Buenos Aires, von wo sie schrieb, daß es ihr gut gehe und daß sie demnächst heiraten werde. Nach einigen Monaten traf plötzlich ein Telegramm von ihr ein, daß sie i n K a i r o sei und dringend nur Hilfe bitte. Seitdem blieb das junge Mädchen verschollen. Vor einigen Tagen rinn landete in I a s s a eine Dame, die dritte Frau eines inaroikkanischen »Häuptlings, nebst Dienerinnen. Es war dies Rosa Perliezika aus Cieszanow, die nach zahlreichen traurigen Abenteuern in den Harem eines marokkanischen Scheits geraten war. Während der Kampfe der Marokkaner mit den Spauient fiel .ihr Mann. Der Witwe gelang es, nach Franzosisch-Marokko zu kommen. Die französischen Behörden sandten die Witwe nach Palästina, wo ihre Eltern seit -cinigfer Zeit leibsn. Ihre lbeiden Dienerinnen stammen gleichfalls aus Polen und heißen Fajga Berlaczek und Malta Knedel. Die beiden Mädchen waren als Odali sken am Hofe des marokkanischen Häuptlings angestellt. ' WjjggggMC—p——wgaw—BBaw—WMW—iwi iimmn miiiw Der XIV. Zionisten « Kongress naht! Die beste Vorbereitung und Orientierung gewahrt das SteiograplMe Protokoll der Verhandlungen des UH ZiODisten-Kaniresses vom 6. bis 18. August 1923 in Karlsbad Preis: Halbleinen S 10.—, Leinen S 16.— Dieses Protokoll entrollt ein lebendiges Bild des Zionismus, aller seiner Parteien und Strömungen. Alle. Beschlüsse des Kongresses werden stenographisch, bezw. in wortgetreuer vorzüglicher deutscher Uebersetznng wiedergegeben. Der Loser lernt daher an der Quelle die verschiedensten Vertreter des Judentums und seiner Parteien kennen. Das vollständige Statut der Zionistischen Organisation mit den Reformen und Aenderungcn des XIII. Zionisten-Kongresses bietet auch dem Fernstehenden die Möglichkeit, sich mit dem Aufbau und den Zielen der Zionistischen Organisation vertraut zu machen Durch: Buchhandlung R. Löwit (Ver««ndabt.) Wien, I. Fleischmarkt 1 ono Die Luftbalkelisfteuer der Aealer. Brettner bleibt hart. Gestern vormittags fand in der Gewerkschafiskominission eine Sitzung statt, die sich init der Theaterkrise beschäftigte. An dieser Beratung nah,meid auch Bürgermeister S e i tz, Präsident des Wiener Landtages Doktor D a n n e b e r g und Finanzreferent Stadtrat Breit ne r teil. Vertreten waren alle Organisationen der Bühnem angestellten. Sekretär Eisler vorn Bühnenverein verwies darauf, daß die Lustbarkeitsabgabe eine überaus harte M a ß n a h.ni e darstelle. Ein Pro b l e m für sich sei, daß die Gemeinde, tvenn ein Theater niedevbricht, von dom neuen Direktor die Zählung der rückständigen Luftbarveitsabgabe fordere. Die Angestellten müssen, an 'die Gelneindeverivaltnng das Ansuchen stellen, daß sie sich mit der Frage der Lustbarkeitsabgabe, deren Mild er u n fl, lvenn möglich Ab s ch a f s u n g, ernstlich beschäftige und daß vor allem bei den Rückständen Entgegen k o m tu c n bekundet werde. Bürgermeister Seitz gab einen Uederbbick über'.die Steuerpolitik der Gemeinde. Eine der wichtigsten Steuerquellen der Gemeinde ntüsse der über d a 's Durchsch u i ttsindß hi»ausgehende Konsum sein. Daß die Lustbarkeitssteuer gänlich verschwinden und etwa einer Verzehrungssteuer Platz machen könnte, ist unmöglich. Stadtrat B r e i t n e r verwies 'daraus, daß int Wiener Dheaierwesen zweifellos Uobelstättde vorhanden sind, die zu hoben ein gemeinsames Jttleresse der Angestellten und 'der Gemeinde bilde. Die Zusammenbrüche haben gezeigt, daß bei allen in Betracht kommenden Bühnen Schulden vorhanden waren, die tveit über das Maß der Äustbarkeitsäbgabe hinansgegangen sind. Was die Rückstände anlangt, so kann die Gemeinde darauf nicht v erzi cht e n. Wenn die Gemeinde einmal entgegen ihrer Nachsicht Geld verliert, dantt wäre sie genötigt, bei den geringsten R ü ck st a n d die Zwangsmittel in der Exekutionsordnung anzuwenden. Wohl aber werde die Gemeinde bereit sein, ntit ernsten Bewerbern Abntachungen zu treffen, die eilte langfristige Tilgung solcher Rückstände bezwecken. Die L u st b a r k e i t s a b g a b e könne die Gemeinde aus den vom Bürgermeister angeführten. Gründen auch nicht t e i l w e «i s e a u f h e b e n. Bei eiten sottstigen Fragen bestehe selbstverständlich die größte Bereitwilligkeit, ntit beit Organisationen einvernehntlich vorzugehen. Der 34.00Ü-Kilometer>Flug. Pinedo in Australien. Rom. 16. Juni. In Meilbourne (Auistrailien) ist der italienische Weltflteger P i n e d o gestern eingetroffen, nachdem er 8 4.0 0 6 K i l o m e t e r in 14b Flugstunden zurückgelegt hatte. Er wird nach einem Aufenthalt von etwa zwei Wochen nach Tokio weiterfliegen. Wien, 11. Mai. * Das neue Telephonbuch. Wie die Telegraphendirektion inikteilt, erscheint Ende Juni das neue Tele Phonbüch. Es wird den Abonnenten durch das zuständige Abgabepostamt gegen Elttrichtung von 40 Groschen zugestellt. Verzeichnisse, die bis 16. Juli nichtim Besitze der Abonnenten sind, können beim zuständigen Abgabepostamt reklamiert werden. Die altert Verzeichnisse sind ritckzustellen. Wenn Verzeichnisse tticht zurückgestelit werden können, ist cs durch eilte schriftliche Erklärung zrt begründen. * Autobusfchnellverkehr zum GLnsehäufel. An schönen Sonnmtd Feiertagen wird ein Ailtobiisschnelloerkchr vorn Praterstern zmn städtischen Straitdbad Günschänsel in sehr kurzen Intervallen eingefnhrt. Ter Verkehr mini) bereits atu Donnerstag ausgenommen. Fahrzeit Praterstern—Gäu'sehünsel zwölf Minuten. Fahrpreis für die einsache Fahr! dreißig und für Hin- und Rückfahrt fünfzig Groisck-en. 11. Juni 1925 _5!r. SBCft * Die KanalriiumnngSgebiihren unverändert. Für den Monat Fntti bleiben die Gebühren für Kaitalreinigung unveränöert. Es ist daher als KaitälreinigmigLgdbühr der fünfundztvanzigfache Mietzins, der für dm Monat AuMt 1914 ge.stihlt worden ist, zu entrichten. * SchiUerfahrpreisermäßiaungen auf den Straßenbahnen. Die Direktion der städtischen Straßenbahnen ersucht, die Ansuchet um Schülersährpreisernläßigun-gett schon jetzt cinzudriiigelt, damit sie währeltd der Feriemnonate erlodtgt werÄm können. Die Schltlkiltder erhalten daun zuoerlässig bei Bogmn des neneit Schnilahres die Fahrtermäßigmtg, voransgosetzt. daß die Bedingungen hierfür gegeben sind. Spätere, eillva erst bei Beginn des Schnlsahres einlangende Ansnchett können nicht mehr zeitgerecht erledigt werden. * bOjährige Bestandesfeier der Sperl-BoUSschule. Die zrnabenvolksschnlie Wien. L. Be,z.. Kleine Sperlgasse 2a, 'begeht im Oktober I. I. die Feier iihres ötWhrigen Bestandes. Alle Freunde und chonialigcn Schüler dieser Aiitstält werden gellten, der Sch>tllc.iiult>g chcbaidigst ihre Adresse Inckanndzu-geden. * Vereinigung jüdischer Akademiker in Wien. Man schreibt uns: Es dürfte wckst nicht allgoment be-kanitt fein, daß es in Wien jüdische gesctzestreue Studenten gibt. Das ist anö) sehr begreiflich, weil die Bereinig"ng jüdischer Akademiker — so nennt sich dieser Verein — jc.it einigen Jahren Taurn mehr bestand Die Vereinigung jüoMer Akademiker iu Wien, welche auf dein Boden des gesetzestreucn Judentums ftolst, wurde nn Jahre 1920 gegründet tmd ist dLM Bunde jüdischer Akademiker, der seinen Sitz in Berlin hat. augegliedert. Der Verein stellt sich die Ausgabe, das jüdische gosc^eStrelte Akadmtikertmtt ptsantin.en>zusasseit. Der Vereitt I>nt vor einigen Motvaten seine vollständig itnpoUtische Tätigkeit wieder aufgenommon und hält jede zweite Woche im Vereiitslokal, 2. Bgz., Malzgasse 12, Sitzungen ab, in denen den Mitgliedern säst immer ein wert' voller Vortrag, -nteist über ein jüdisches Thema, geböte>t wird. Auch Gäste sind bei solchen Sitzungen gerne gesehen. In, übrigen besteht die Tätigkeit der „Vereinigung darin, daß sie jüdilsch-wissenschaftliche Kurse aibhält und ihren Mitgl-iederil durch Rat niiö Tat iu geistiger, moralischer und attdf) in wirtschaftlicher Bestehn na beisteht. * Protest gegen die sogenailnte „Einheitsstenographie". Int Rittevsaale des Landhauses zu Wien fand am 8. b. eine große Kundgebung gegen die deutsche „Eiltheitsknrzschrift" statt, deren Eiitführuna in Oesterreich erfolgen soll. Alt der Per' sarn>nli»i.g nahmen zahlreiäse Vertreter von Behörden und Wirtschaftsverbänden foivie stenographistchclt Körpeoschasten aus Wien niD Provinzstädten teil. UeberdieS lagen viele schriftliche Znst'ilmrmiegskund'gelbnngcn Gabelsbergerscher Organisationen Deutschlands, der Tschechoslowakei und der österreichischen Bnndesländer vor. Nach einer eingehenden Debatte fand llnter stürmischcil BeisallSkundgobilttgert ei,re Etttschließmiig Aimahnte, worin sich die Versammelten unter.feierlichem Gelöbnis für die in Oesterreich einheitlich verwendete Gabcksbergersche Stenographie mit aller Entschiedenheit Wgeu die unter bedenklichen Schlagworten goplaiite zwaiugsiveise Einführung einer neuen Kuvstchrift in Oesterreich wenden und — gestützt aus die Kundgebungen des Evwevbs- und Wirtschaststlöbcits — an die österreichische Regierung die dringende Anfsorderuna richten, den in Oesterreich aus stcnographischenr Gebiete in Uitterricht und Praxis seit Jahrzehnten in Form des Galbelsbergerschen Systems einheitlichen Instand vor weittragenden Erschütterungen und gewagten Experimenten zu bewahren. Diese Entschließuna wird demnächst den zuständigen RegierunMellen überreicht werden. * Regenwetter. Die Vevschlechtovung des . Wetters ha' Fortschritte gemacht. Gestern nachm'ittaigS gmg eilt stveistiindiger Regen über Wien nieder. Die Voraussage lautet: Nieder Österreich und Wien trüb, regn erisch, kühl. * Die Lebensmittelmärkte. Im Großhandel in der Großmarkthalle haben sich die meisten Qualitäten R iudfle isch bis ,m 20 Groschen pro Kilogramm im Preise verbilligt. Der Verrohr gestasteie sich anläßlich des Feiertages lebhafter. — Der Naschmarkt wurde auf allen Gebieten mit GärtnererzeugEissen günstig bcLiesert. Grüne Erlösen, die während der gaitMn Woche eine rückgängige Bewegung verfolgten, habeit sich gestern im Preise verteuert. Alle anderen Getuüsesoetcn zeigte« gegen die Vortage keilte Preisverällbe,rügen. Kirschen einheimischer, ningarischer uttd italienischer Herkunft langten in größeren Mengen ein. Bei reger Nachfrage waren die Vorräte rasch abverkauft. Außerdem wareit noch Erdibeeren, Ribiselit ltnd in ganz geringelt Mengen auch Wcichseln auf dem Markte. Eierpreise anhaltend steigend. * Eine Sommerftische bei Wiener-Neustadt abgebrannt Die Sommerfrische Maiersdorf an der Hohen Wand bei Wioner-Sroustadt wurde Dienstag um halb 2 Uhr uachinittags von einer schweren Brandkatastrophe heiingefucht. Der Brand ist allem Anscheine nach durch Unvorsichtigkeit entstanden. 31 Häuser mit msgesamt 60 Objekten wurden vollständig eiitgeäfchert. In beit Abendstunden verspürte man sogar in den, 25 Kilometer entsernten WienerMvnstadt den Brand geruch. Udbcr 50 Familien mit beinahe 160 Personen sind obdachlos. Der Schaden geht in die Milliarden. Die niederösterreichische Landesregierung ha-t einen A u saus zur Hilselleiftung an die Bevölkeonng erlassen. * Eine Hundert-Millionen-Perlenschnur verschwunden. Der Hilde Haas ist gestern vorntittags in einem Straße.«- bahnwageil der Linie 58 oder 59 eine Börse Abhanden gekommen, vermutlich gestohlen worden. Sie enthielt eine aus 115 Perlen bestehende Schnur mit Brillantenschlteße int Werte von 10.000 Schilling. * Ein jugendlicher Entführer. Ans Litiz wird berichtet: Auf Ersnchell der Wiener Polizeidirektiott tvllrde ain 9. d. der 19jährige Schneivergehilfe Leopold Hank.er, in Wien geboren, verhaftet. Der Bursche lvurde verfolgt, weil er die l6jährige Mittelschülerin Elfricde -Ü.. die Tochter eines Bnndesbeamteli, entführt hat. Das Mädchen wurde in Schntzhast genominen. Hauser war mit dem Mädchen von Wicti nach tllentnarlt am Hausruck gekoinmelt und hat sich dort auf die Suche nach Arbeit gemacht. Dabei lvltrde er von der Gendaviuerie aligehalten lind verhaftet. * Selbstmordversuch einer Zehnjährigen. Die zehn-jährige Hernline K. hat sich ans einem Fenster der elt>erlichen Woh iilt-ng in Floridsdorf vom dritten Stock in die Tiefe gestürzt. Sie erlitt scheinbar nicht schlvere Verletzungen. Das Kind hat die Tat alts Furcht vor Strafe begangen. * Todesopfer des Automobils. Gestern um halb 12 Uhr vormittags wurde vor dem Hotel National eine bischer ultbekannte Frau vom Autoinobil A 6 334, das der Chaufstnr Karl Dwvrak letikte, niedergestoßen. Dwvrak brachte die Frau in das nahegelegene Spital der Barncherzigen Brüder, lw> sie bald nachher starb. * Die rasenden Motorräder. Dienstag abends iuurde die 67'jährige Pfründnerin Wilheltnine Mark! an der Qpevnkoeuzung von einein Motorradfahrer .nivdergestoßeil nmd verletzt. — Die 54jährige Private Atltonie Jsler erlitt gestern auf dem Fraltz-Jofefs^dai das gleiche Schicksal. * Die „Praterfahrt von einst"' in der Haiiptallee wurde lnfoige der >ungüustigen. Witterung auf Samstag den 13. d., 3 Uhr nachmittags, verschoben. Die Fiaker feste mr Wufdsteingarteu und beim Marokkaner finden ebenfalls Samstag den 13. d. statt. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeiitz.