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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-11 · Heft 2265 (11.6.1925) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2265 (11.6.1925)
Date
1925-06-11
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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6eite L SSMen, Donnerstag Wiener Mornemeilun«. 11. Juni 19S5 Nr. SS65 Die ltitjyivifdjc Negierung schwiuutlt mit. Ihr ist $ct Lärm, der da wegen der dach liimn't vermoderten toten Juden aufgeführt wird, dis in die 3cele zuwider. Der Kabine ttsches ist in Genf und soll dort Kousolidicrunq vormimen. Er hat im Völkerbund eine Er klärung verlesen, die alle Behauptungen über geheilne Rüstungen schlankweg bestreitet. Ungarn ist feinen Verpflichtungen treu. Zeuge: der Herr Gencralkommissär des Völkerbundes. Herr Smith bestätigte auch sofort: im Budget habe er keinen Posten gefunden, der aus subversive Absichten schließen ließe. Der Amerikaner- Smith ist ebenso wie die Minister der Weststaaten an saubere Budgetierung rzewöhnt und so war alles in bester Ordnung. Der Völkerbund stimmte der Erhöhung der Gehalte der Beamten, der Horthy-Beamten nämlich, zu und gab .‘10 Millionen für Investitionen frei. Das ist ein mageres Ergebnis, aber immerhin eüvaS, und auch dieses Resultat wäre nicht zu erreichen gelvescn, wenn nicht die Bndapester Regierung es meisterhaft verstanden hätte, sich des Prcffeavpa'rates ihrer ^Propaganda zu bedienen. In Genf wußte man kein Sterbenswort von den Dingen, die in Budapest passierten, und die sogenannte Judenpresse im Auslande, die das ganze Spiel hätte zerstören können, redete krampfhaft von allen Dingen, nur nicht vom Horthy. Ungarn kann sich auf diese Sorte Israeliten mit der rot-lvciß-grünen Seele immer verlassen. Für sic ist.die Sache wirklich ein „schwebendes Gerichtsverfahren", in das man nicht eingreifen darf. Jetzt hat Graf Bethlen das Wenige in der Tasche, auf was er hoffen durfte. Vielleicht ist ihm der Horthv und das ganze System auch verhaßt und vielleicht läßt er sich stürzen. Wenn er vorgeht, dann könrtte er das Schicksal Beniczkys riskieren. Wenn er nichts tut, richtet sich die übrigens schon wieder zerfallende Opposition gegen ihn. Mag Klebelsberg den Karren weiterführen. Horthy bekommt seine Huldigung, der Pogrom loird wieder aus dem Arsenal hervorgeholt und cs bleiben nur die Toten auf dem Plan, bespuckt von Den Erwachenden, Opfer der Rassenreinheit. kolonel Stzmes' Programm. Der neue Chef «der Zivilvcrwallung Palästinas. In Ergänzung unseres telegraphischen Berichtes über die Abschiedsfeier, welche die jüdische Genreinde von Haifa zu Ehren des zum administrativen Sekretär per palästinensischen Regierung und bisherigen Gouverneur von ^Haifa, Colonel Sy in es, veranstaltet hat, teilt uns fetzt unser Jerusalemer R.-Berichterstatter die wichtigsten Stellen aus den Abschiedsworten des scheidenden Gouverneurs air die Juden von Haifa mit. Colonel Symes führte unter anderem aus: „Die jüdische Gemeinde in Haifa kann durchaus nicht behaupten, daß sie während der ganzer» Zeit meiner Amtstätigkeit hier als Gonvcrnneiir des nördlichen Bezirkes in irgendeiner Form ein Vorzugsrecht genossen hätte. Niemand kann behaupten, daß ich ihm gegenüber ein größeres Interesse oder überhaupt ein Interesse nur aus dem Grunde an den Tag gelegt hätte, weil er Jude ist.. Aber auch keine andere Gemeinschaft in der Stadt oder in meinem ganzen Wirkungskreis kann sagen, daß ich sie vor anderen Gemeinschaften bevorzugt hätte. Jede Gemeinschaft wurde des Schutzes der Rechte teilhaftig, die , ihr v o u der R c g i e r u n g unter beu gegenwärtigen Verhältnissen eingeräumt werden konnten. Auch die jüdische Gemeinde in Haifa erhielt von den Ortsbohörden jenen Schutz, den ich als Verwalter, als Beamter der Regierung ihr zu gewähren in der Lage mar. In der Presse ist die Ansicht verbreitet, daß die Juden ihre nationale Heimstätte in Erez Israel auf Grund eines Vorzugsrechtes werden anfbauen können, das sie vor anderen Gemeinschaften besitzen werden. Ich bestreite, daß in dieser Ansicht viel Wahrheit steckt. Hingegen scheint mir auf Grund meiner Erfahrungen während der fünf Jahre im nördlichen Gouvernement uub auf Grund der unmnteibareu 'Eindrücke, die ich int Lande selbst gewonnen 'habe, daß das Gegenteil davon richtig ist: Alles, was ihr fordern könnt und was auch euer Recht ist, besteht darin, daß die Regierung irr ihrem Verhältnis zu euch Recht, Gerechtigkeit und Gleichheit wellten lasse und ein Verhältnis des gegenseitigen Vertrauens hevstette. Schon vor meiner Amtstätigkeit in .Haifa hatte ich Beziehungen zu Juden, zum größten Teil afft m ilatoi t f ch c n I n d e n. Doch hatte ich, bevor ich hierher kam, iroch keine Berührung nt i t organisierten j ü d ii ch c n G c nt einschafte n. Gelegentlich frug ich einmal einen Ihrer Führer, welcher Weg der beste wäre, der bei meinem Verhalten den Juden gegettüber ein.zttsch'agen wäre. Er anüvortele mir: Verhalte»» Sie sich gegett die Juden mit Vertrauen, 'Recht und Gerechtigkeit, und Sie werden von ihnen dasselbe eriangeit, was Sie ihnen bietet^ Und ich sehe, daß Ihr Führer mit diesen seinen Worten recht hatte. Tie jüdische Gemeinde hier hat mir in vollem Maße mein Verhalte»!' zu ihr vergolten. Ich unterstreiche das mit besonderer Genugtuung. Sie missen es lvohl, daß die Regierung in diesen» Lande eine s e h r schwere Aufgabe hat nnb besonders schrver war meiue Aufgabe in meinem Amte. Wenn i»h mich eines Gleichnisses bedienen darf, jo möchte ich sagen, daß die Allsgabe der Regierung in diesem Lande darin 'besteh!, n e n e u Wein tu eia altes Gefäß zu bringen. Diese Ansgare ist durchaus leine leichte und kann ans viele große Storungen stoßen. Und ich benütze hier die Getegenheil, zu betonen und hervvr.zuheben, daß die Juden, so oft ich auf ihre Unterst Übung angewiesen ioar und auuuncnune Spielballe, Gummimäntel und Gummiwaren aller Art zu Fabrikspreisen’ SPIRMANN & HOROWITZ Wien, II. Bez., Taborstrasse Nr. 11 b — Telephon Nr. 47-0-86 nicht wollte, daß ich bei ihnen Schwierigkeiten begegne, m i r i nt nt c r z u r Seite st a n d e n, mich in nt einer Arbeit nicht störten und Mir ans diese Weise die Unterstützung aiigedeihen ließcir, deren ich bedurfte und die ich von ihnen verlangte. Sind sie auch manchmal mit Klagen über mich gekommen, so lag die Schuld an mir, da es mitunter Angelegenheiten gab, die ich unbeachtet lasseir mußte, weil ich nicht die Macht hatte, alle zu befriedigen. Ich gehe vorr hier nach Jerusalem zu einer großen und schweren Arbeit, und ich nehme von hier angenehme Erinnerungen und Beziehungeit zu allen Kreisen der Bevölkcrnug mit. Tie neuen Ausgaben, die ich nunmehr zu erfüllen haben lverde, sind u nr fassen d e r -u n d s ch wicrigcr als diejenigen, die mir bisher anserlegt waren. Aber meine Hoffnung ist stark, daß die Erfahrung, die ich mir in fünfjähriger Arbeit int Norden erworben habe, mir bei der Erfüll,nng meiner schweren Mission zustatten ko-nuue» werden. Diese Erfahrung lehrte mich, lv i e ei n b -r i ti s ch e r B e a m t e r s i ch g c g e n ü b e r d e r j ü b i s ch e n G emeinschaft z u v e r h a l t e n ha b e, und ich bin von der Zuversicht dnrchdrnttge»r, ,daß die hier erworbene Erfahrung >mir auch in meiner künftigen Stellung von großem Nutzen sein wird." PMtinenfifche Probleme. Ein in Jerusalem ansässiger Journalist. Herr W. D., sendet uns «de» folgenden Bericht. Wir ver- . öffentlichen ihn mit den» Bemerken, daß die zuständigen zionistischen Behörden sich zu dein In h a l! die i c v D arstell u n g unbedingt >oerden äußern nrüssen. Die Red. 1. Die jüdischen Polizisten. Kürzlich wurden in den Straßen Jerusaletus Kundmachungen affichiert, in weichen das Polizeikommando bekannt gab, daß der Mannschafts stand der Polizei in Jerusalem und Jaffa erhöht lvird. Es wurden die Verbesserungen in der Dienftcinteilung und Gehaltsregelung angeführt und zun» Eintritt in das Polizeikorps aufgefordert. Als vor einiigen Taget! eine Abordnung des Waad. Leumi vor dem High Commissioner Sir Herbert Samuel erschien, wurde unter anderen Wünschen und Beschwerden auch aus die Unhältbarkeit uub Ungerechtigkeit des Mißftandcs hingewiesen, daß die verschwindend klcine Z a h l jüdischer P o l i z i st e n beim. Polizeikörps weder mit dein Zahlenverhältnis noch mit den Interessen der jüdischen Bevölkerung im Einklang stehe. Die Abordnung bat um Abhilfe wie auch um Vermehrung jüdischer Chargen bei der Polizei. Der High Commissioner versprach, diese Bitte an die zuständige Stelle zur Prüfung zu leiten. Zwischen beiden artgeführten Momenten 'besteht eigentlich ein kausaler Zusammenhang, beide ergänzen einander. Sie gehören beide zu einem von den Juden Jerusalems, Jaffas mtd Haifas vielbeklagten Uebel. In dieses Kapitel gehört vielleicht, ergänzend und bezeichnend, der nachstehende kleine Fall: Gelegentlich der Festvorstellung zu Ehren Lord Balso urs im Ziontheater wandte sich der Vertreter einer amerikanischen großer» Zeitung an einen vor dem Theater stehenden Polizisten um eine Auskunft. Er fragte in englischer Sprache; der Polizist zuckte die Achsel: „Musch baarew!" (Ich verstehe nicht!); er fragte in hebräischer Sprache, wieder: „Musch baarew!" Da brauste der Journalist unwillig auf: „Ich spreche als Amerikaner englisch, als Jude hebräisch utld besonders Fremde können fordern, baß ihnen jedes Amlsorgan im Palästina in diesen beiden offiziellen Sprachen Rede und Antwort stehe. Müssen denn die Touristen, die nach Palästina kommen, unbedingt arabisch lernen'? Wo sind die jüdischen Polizisten Jerusalems?" Dies und ähnlict)es sagte der amerikanische Redakteur auch telephonisch dem Polizeikommandanten Mavrokord a t o, einem atlS K a i r o a u diese Stelle!ber us e n c n Grieche n. Der Fall war peinlich . . . Tags darauf gab der Kommandant deit Befehl, daß bei allen Balfour-Feierlichkeiten die Mitglieder der Polizeimusikkapelle, die zumeist aus Juden besteht, ben Außendienst zu versehen haben. Ties dauerte jedoch nicht lange, da die Musiker mit dem Austritt drohten, wenn sie zum Postendienst gezwungen worden ... Es ist gewiß eine tiestraurige, für uns Juden tief 'beschämende Tatsache, daß .Jerusalem, dessen Bevölkerung zu 60 Prozent aus Juden besteht, unter beu 150 Polizisten Für den Fellache,» aus dein Torfe -bedeuten die Pok zistennniform und die l» Pfund monatlich ein großes Glüch denn er schläft daheim auf einer Strohmatte auf dem Boden und nährt sich redlich von Fnnl, Leben und Pitta (primitive arabische Speisen und Brvtftaden). Die jüdischctt Polizisten, durchwegs intelligente, geschulte junge Leute aut guter Fantilie, habett das Bedürfnis, tu sauberen Bettet: zu schlafen, saubere Wäsche zu tragen und — horribil« bictu — sich auch manchmal ein Buch, eine Zeitung zr leisten, Kulturbedürfnissc, die den Rahnten einer Jerusalemer Polizeiexistenz natürlich übersteigen. Und gewiß ist es eben die höhere Intelligenz, Kultur uni geistige Fähigkeit der jüdischen Polizisten, was ihnen et* Fortkommen und Verbleiben bei der palästinensischen Polizei unmöglich macht. Mau muß nämlich wissen, daß di« Bildung der arabischen Offiziere kaum an jeu« eiltest Schülers der zweiten Mittelschulklasse heranreicht u-ni daß in jenett Kreisen Standesbewußtseiu und Pflichtgefühi tlicht an europäische Begriffe dieser elementaren Eigenschaftett eines Polizeibeamlcu heranreichcn. Die jüdischen Polizisten machen sich auch tatsächlich be* den arabischen Efendis und ihren Freunden unliebsant bemerkbar. Fahrt da — um nur die jüngsten Fälle hcrauszugreisen — ein Resse des Jerufalettter Bürgermeisters Rashasibi, schwer betrunken, sirrgend, johlend unt unflätig fluchend nachts über die Jaffastraße und wird von dem jüdischctt Polizisten D a v i d o v i t s zur Ruhe gctuahut, lvoranf der Efendi ihm einen Faustschlaig verseht. Es gibt Skandal, die Sache wird Wohl niedergeschlagen, aber die ganze Stadt hat doch erfahren, daß der ntohaminc dänische Efendi auf den Antialkoholismus des Koran pfeift. Bei einer Tanzunterhaltung im Klebersaal wollet' einige betrunkene Efendis in d e r a tlg i e r tc r T o i l c t i c eindriulgen und sie bedrohen den "Augestellten, der ihnen der Eingang verwehrt, mit dem Messer. Der jüdische Polizist D u d a y will die Exzedenten zur Wache nehmen, da erscheint der arabische Polizeioffizier Bcdvi Efendi und befiehlt den» Polizisten, abzutrcten, was Duday mit Berufung aus seine Dienftespflicht Verlveigerte. Die jüdischen Polizistert sind mit einem Wort unangeuehnt und nicht so servil gefügig wie die arabischen, die sich vor dem Efendi krümmen. Diese Mißstaude gehören nun auch zu den- Ursachen, warum die Juden aus der Polizei hrnausgeekelt werdctr.., Sie verließen auch angewidert den Dienst und heute gibt es in ganz Jerusalem bloß vier Nachtpolizisten. Welche Folgert zeitigt dies? Kürzlich, gegen halb 11 Uhr nachts, gingen drei jüdische junige Leute und zwei Mädchen ttach einer Vorlesung im Beth Am nach Hause. Als sie den Russenhof passierten, lvurden die Mädchen von einer Gruppe junger Araber molestiert, die jüdischen jungen Leute schützten die Mädchen, cs kam zu einem Skandal, zu Tätlichkeiten; zwei arabische Polizisten eilten herbei, 'welche noch die Partei der jungen Araber ergriffen und die I u d c ti verpr iig cl tc n. Der Fall wird noch ein gerichtliches Nachspiel haben, um dessen Ausgang man jedoch nicht besorgt sein muß, denn schon haben die arabischen Polizisten eine Liste arabischer Zeugen vorgelegt, die unter Eid bestätigen werdet:-, daß sie -von den Jude >n t ä 1 l i ch angegriffen wurden... Mart darf eben nicht vergessen, daß die aus den Fellachendörfern geholten arabischen Polizisten schon «nach kitrzer, oberflächlicher Ausbildung in den Dienst gestellt werden und daß ihnen Rechtssinn, Pflichttreue, unvoreingenommene Dienstpflicht nicht so klar und selbstverständlich sind wie «den Polizeiorganen westländischer zivilisierter Lä-der. Hat ja noch jetzt hier in Palästina jeder ausländische Staatsangehörige -das Recht, bei eventueller Gerichtstagfahrt zu fordern, vor einen englischen oder jüdischen Richter gestellt zu werden, um nicht dem Spruch eines arabischen Richters zu -unterstehen. Trotz des Werberuses des Polizeikommandos haben sich bisher keine Juden zum Eintritt in das Polizei-korps gemeldet, und auch die wenigen jüdischen Polizisten, die heute uoch im Dienste stehen, sind unwillig, verbittert und treten nach einander aus. Es ist dies ein trauriges Symptom in Palästina, das jedoch tticht wun-dernehmen kann, wenn man bedenkt, daß auch höhere jüdische Beamte der -Regierung uud der Jerusalemer Munizipalität in den jüngsten Tagen resignierten und noch wettere Austritte j ü d i s ch e r Beamten erwartet werden. Die U-nhaltbarkeit jüdischer Beamten und Organe in staatlichen und kommunalen Instituten Palästinas ist so akut geworden, daß sich die Zionistische Exekutive in London entschlossen hat, b e i de r e u g l i s ch c u R e ,g i c r u it g ernstlich vorstellig zu werdett. Man ist an interessierter Stelle fieberhaft bestrebt, diese -leidige Frage bi« znm Zionistenkongreß zu bereinigen. lung und Behandlung den Arabern gleichgestellt wurden, trotzdem an den Juden bei der Polizei ungleich höhere Ansorderuugeu betreffend Ollalifikatiou und Dienstesleistung gestellt werden. Von jüdischen Polizisten wird die Kenntnis der e n g l i s ch e u, h e b r ä i s ch e u und arabischen Sprache gefordert, -während die zumeist beut untersten Bauernstand eutnomineuen arabischen Polizisten außer arabisch keine andere Sprache beherrschen und zum großen Teil gar tlicht schreibell können. Es ist mn natürlich, daß auf alle schwierigen und veranNvortungsvollen Tienstposten Juden gestellt lverden, doch bezieheil sie dieselbe Löhnung wie die Araber uub loerbeu bei Avancements mit augenscheinlicher Absicht umgangen Wie eine bestätigende Ergänzung der obigen Ausfüh« rnngen verbreitete sich eben wie ein Lauffeuer in Jerusalenl die Nachricht von einem brntalen U-eberfall arabis ch e r Pol i z i st e n a n f I u d c n. dtach einer mraXtcn Sitte feiern die sephardischen Juden Jerusalems nach Schewüoth das Si mon-Haza d ik- F e st. Am Grabe unseres Hohepriesters verrichten die Alten Gebete, während sich die Jugend auf dem Platze vor der Grabeshöhle mit Spielen und Tänzen unterhält. Dies war auch jetzt der Fall. Wie zu jeder Volksversammlung waren a»tch zu diesem jüdischen Volksfest Polizisten „zur Aufrecht- Erhaltung der Ordnung" beordert. Ein großer Zug sephard'scher Männer und Frauen bewegte sich zum „Shimoil Hazadtk" unter den. Klängen von Flöten, Zimbeln und .Pauken, den Sephardim schlossen sich auch viel Aschkeuastm

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