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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-08 · Heft 2262 (8.6.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2262 (8.6.1925)
Date
1925-06-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette 1_ Dien, Montag -knlich unter Ausschaltung von Unfällen, in der Lage ist, Heine Pacht- oder Kaufpreis-, respektive Kreditaunm- Lten samt Zinsen rege-lmätzig herauszuwirtschaften, und schließlich um jenen Kredite zu gewähren, welche ztn An- »edlung nicht genug eigenes Kapital besitzen, dann könnte iür die Anleihe als Sicherstellung geboten werden: 1. Der gesamte Grund und Boden samt allen auf demselben durchs führten Verbesserungen, Anlagen, Wäldern, Bauten usw.; L. die auf den bereits verkauften Grundstücken etwa noch aushaftenden Kauffchillingswste sowie die gewährten Darlehen; die .Haftung des Keren Kajemech mit seinen ganzen oder mit einem entsprechenden Teil seiner Einnahmen; I. die Haftung des Keren Hajessod mit einem entsprechenden Teil seiner Einnahmen. Neben der Sicherstellung ist auch die unbedingte Narktfähi gleit und Belehnbarkeit der Anleihe unerläßlich. Derjenige, der Gelder anlegen will, nuß bei Eintritt eines Geldbedarfes über sein Vermögen sofort disponieren können und wird daher nur eine solche Anlagcmöglichkcit wählen, die ihm die Gewähr bietet, ,'cin Kapital jederzeit zurückziehen zu können. Sobald, wie ras hier der Fall wäre, größere und große Summen in Frage kommen, wird es auch nicht mehr genügen, wenn dieser Markt an einem entfernten Orte, beispielsweise in Palästina oder in London geschaffen wird, sondern es vird nötig werden, die Marktfähigkeit in allen jenen Ländern herbeizufivhren, in denen die Anleihe zur Zeichnung aufgelegt werden soll. Da die bestehenden Börsen hierfür Wohl nicht oder nicht überall in Betracht kommen lverdcn, müßten in allen diesen Ländern eigene Stellen errichtet werden, die den An- und Verkauf vermitteln, aber auch verpflichtet sind, nötigenfalls die zum Verkauf gelangenden Anteilscheine selbst zu übernehmen, wo-;u ihnen auch die Möglichkeit gegeben werden muß. Wie diese Stellen organisiert sein sollen, wird von den in den einzelnen Ländern gegebenen Bedingungen abhängen, nur so viel soll hier gesagt sein, daß dieselben, wie immer sie eingerichtet sein mögen, doch immer reine Geschäftsinstituts sein müssen, die zur Partei in keinem anderen Verhältnis stehen dürfen, als daß sie von dieser kontrolliert werden. Vielleicht könnten diese Stellen auch mit den Liquidationsbanken verbunden werden, deren Gründung von vielen Seiten propagiert wird. Von großem Vorteil wäre e§ auch, wenn von hier aus regelmäßig Ucbernahmskurse bekanntgegeben werden würden. Schließlich müßten von seiten der Anleiheverwaltung regelmäßig mindestens alle 14 Tage Bilanzen und Tätigkeitsberichte veröffentlicht werden, aus denen der jeweilige Stand der Anleihe, Grundbesitz, die darauf geleisteten Arbeiten, gewährte Kredite, Eingänge usw. genauest ersichtlich sind. Alle anderen Bedingungender Anleihe, wie Verzinsung, Rückzahlung usw. werden keine Schwierigkeiten bereiten und bedürfen daher keiner besonderen Besprechung. Wenn somit die Bedingungen der Anleihe sevtist bel-andelt wären, so käme ich nun zu dem grtwdlegenden Teil meiner Betrachtungen. Die Anleihe kann nicht, wie dies wohl anderswo bei einer solchen Anleihe von gleicher Größe und Bedeutung der Fall wäre, gewissermaßen als Staatsanleihe angesehen wewen, die auf der Kraft eines ganzen Staates basiert und die durch die Steuerfähigkeit eines ganzen Volkes getragen ist und infolgedessen so sehr gesichert erscheint, daß eine gewisse Weite der Verwendungsmöglichkeiten, ein Experimentieren oder gar eine Bevorzugung von der Leitung nahestehenden Kreisen zulässig. wäre. Unsere Anleihe, die auf dem Vertrauen des ganzen Volkes beruhen soll und muß, hat die Garantie zu geben, daß jeder kleinste Betrag so verwendet ivird, wie er um besten verwendet werden kann, das heißt, er darf erst dann ausgegeben tverden> ivenn seine Zweckmäßigkeit sowohl von seiten des Kaufmannes wie des Technikers anerkannt ist. Kann nun der Keren Kajemeth oder Keren Hajessod oder irgend eine Parteiinstttution eine Gewahr nach dieser Richtung bieten? Nein, weder .der Keren Kajemeth noch der Keren Hajessod, noch irgend ein anderes Parteilnstitut wird jemals die Kraft aufbringen können und dürfen, berechtigten aber unzweckmäßigen oder unzeitgemäßen Ansprüchen zu widerstehen. So hätte beispielsweise der Boden von N u r i s nicht vmc Durchführung der Bewässerungsanlagen an die Pächter abgegeben werden dürfen, denn dann hätte die Trockenheit keine so katastrophalen Folgen haben können und große Summen und Mühe wären erspart geblieben. Die Verwaltung der Anleihe muß daher von einem in wirtschaftlicher und technischer Beziehung unabhängigen Institut geführt werden, welches die Gewähr bietet, daß der Kaufmann gemeinsam mit dem Ingenieur nach einem tvirtschastlich und technisch wohlbegründeten Plan großzügig, dabei aber zielbewußt und zweckentsprechend auch im Detail die Aufgaben derselben durchführe. Um -das zu erreichen, wäre es nötig, die Ausbauarbeiten entgegen der bisherigen Zweiteilung Meren Hajessod und Keren Kajemeth) in drei Gestionen zu teilen und diese etwa folgendermaßen gegeneinander abzugrenzen. Der Keren Hajessod würde sich demnach mit den kulturellen, sozialen und öffentlichen Ausbauarbeiten befassen und alle anderen Gebiete, welche nicht oder nicht direkt allgemeinen Interessen dienen, wie namentlich die Kreditgowähruirg an einzelne oder Gruppen, abstoßen, wodurch die von der Allgemeinheit aufgebrachten Spenden wie-der nur der Allgemeinheil zugute kommen würden. Er wäre dadurch auch in der Lage, iveit höhere Beträge M seine eigentlichen Aufgaben verwenden zu können, Mar^en^ellunq._ wodurch auch die Aufgabe«, die ihm nun ab-genommen würden, eine evweiterte Förderung erfahren würden. Für die ihm somit gewordene Entlastung müßt« er an der Garantie der Anleihe teilnehmcn. Der IKercn Kajemeth hingegen hätte den bereits vollkommen vorbereiteten Boden zu übernehmen, und zwar, soweit seine Mittel reichen, käuflich in seinen eigenett Beisitz und darüber hinaus zur Verwaltung. Dadurch würde die Verivaltuitg des gesamten Bodens von einer Stelle, dem Keren Kajemeth aus einheitlich geführt werden können und dieser könnte kontinuierliche Wechselbeziehungen zu seinen Pächtern pflegen und sie durch geeignete Maßnahnwn zur richtigen und den gegebenen Verhältnissen am besten entsprechenden Arbeit hinlcitcn, so daß es ihnen möglich wird, ihren Pacht und Zinsverpflichtungen nachzukommen. Dies wäre eine dankbare Aufgabe, deren systematische Durchführung die Sicherheit bieteA würde, daß die Kolonisation eine dauernde seilt wird, denn erst dann, wenn der Ansiedler sein Auskommen findet, wird er zufrieden sein und keine Ursachen haben, sich einem anderen Berufe zuzuwenden, womit die Berufsumschichtung gelungen ist. Dagegen-müßte der Nationalfonds zunt Zwecke einer großzügigen, einheitlichen und zielibewußten Durchführung aus -den direkten Ankauf des Bodens sowie auf dessen.Urbavmachuug, respektive Amelioration und Beforstung verzichten, welche einem zu gründenden dritten Institut za übertragen wären. Dieses Institut Wäre Wohl laut ztveckmW-gsten als Aktiengesellschaft -mit entsprechendem eigenen Kapital oder als gemeinnützige Anstalt zu gründen. Seine Aufgabe wäre die Emission und Verwaltung der Anleihe, wozu es den gesamten Aufkauf des Bodens, dessen Vorbereitung bis zur vollen Ertragsfähigkeit «und Aufforstung, sowie die Gewährung von Krediten bei sich zentralisieren müßte. Die vom Keren Kajemeth und Keren Hajessod abgegebenen Tätigkeitsgebiete würden somit diesem Institute übergeben. Durch diese Zentralisierung würde zunächst der Boden Wucher aus Händlichem Boden nahezu ausgeschaltet werden, denn dieses Institut wäre wohl der einzige Käufer für den auf den Markt gelangenden Boden. Denn es kan». Wohl kaum einem Zweifel unterliegen, daß sich nur sehr wenige finden werden, die dann noch unfertigen Boden kaufen werden, wenn sie von dem Institut selbst bereits ameliovierten, ertragsfähigen Boden samt den nötigen Krediten erhalten können. Auch der Spekulant hätte dann mangels Abnehmern kein Betätigungsfeld. Auf städtischem Boden müßte der Bodenwucher, wenn nötig, anders bekämpft werden, doch wäre hier meines Erachtens ein bißchen Bodenwucher gar nicht so schlimm, da durch die entstehende Verteuerung ein Teil der Immigranten zur Landwirtschaft äbgedrängt werden würde.) Es könnten weiters große Gebiete gleichzeitig und systematisch crm-elioriert iverden, wodurch eine erhebliche Verbilligung der Arbeiten erzielt und somit bedeutende Beträge erspart werden könnten und schließlich würde das Tempo des Ausbaues ein ungleich rascheres sein können. Sowohl in der Direktion des Keren Hajessod wie des Keren Kajemeth und auch -des neu zu gründenden Institutes müßte die Zionistische Organisation in -ntaßgebender Weise vertreten sein, um einerseits eine Einheitlichkeit der vielfach in einander greifenden Llgenden dieser Institute zu gewährleisten und andererseits ein etwaiges Entarten derselben auf eine zu geschäftliche Basis zu verhindern. Es ist mir hier nur möglich, in gang großen Umrissen darzutun, welche Voraussetzungen und Möglichkeiten für eine Anleihe in Palästina vorhanden sind und welche Umänderungen der bestehenden Aufbauorganisation -dadurch nötig oder tvenigstens wünschenswert werden würden, -dach hoffe ich immerhin, zur Klarlegung der allgemeinen Umrisse, innerhalb welcher die Anleihe, be- . komme sie tvelche Form mich immer, gehalten sein muß, beigetragen zu 'haben. PalWnenstsche ArbeitsschllchtungMellen. Aus Jerusalem wird -uns berichtet: Die Mische Kommission zur Regelung des Verhältnisses zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern hat eine Reihe von Beschlüssen in bezng auf Lohnsragen, Arbeitsstunden, Arbeitewertretungen, Entlassungen, Unfallversicherung usw. gefaßt. Man kam u. a. überein, in Jerusalem, Jaffa und Haifa Schlichtungsstellen zu schaffen, die in allen Streitfällen versuchen sollen, eine Einigung herbeizuWren. Wenn dies nicht gelingt, so ist der Streitfall einem Schiedsgericht zu unterbreiten, dessen Entscheidung sich beide Parteien unterwerfen. Die Schlichtungsstellen böstchen aus je drei Vertretern jeder Partei und drei von diesen ernannten Unparteiischen. Ferner wurde eine Mrndostgrenze für die Löhne ungelernter Arbeiter bis 1. Oktober festgesetzt (30 Piaster für Männer, 20 Piaster für Frauen), die Arbeiter haben das Recht, in Fällen, wo diese Mindestgrenze nicht erreicht ist» eine Aenderung der Lohnsätze durch die Schlichtungsstelle zu verlangen. Nach dem 1. Oktober soll die Schlichtungsstelle Lohnerhöhungen oder -Herabsetzungen auf Grund des T a r i s e s vornehmen, den die Palästinaexe-kutive zurzeit ausarbeit-et. Der achtstündige Arbeitstag wurde als verbindlich erklärt. I WerbetAbormerttensürdie I I „Wiener Morgenzeitung" I 8. Juni 1935 Rr. «68 v_ Sie Farmers««!. Bon Ing. Efraim Kutzenok (Tel-Mviw). Das zionistische Leben in Erez Israel und vielleicht »o$\ mehr das in der Galuth steht mit jedem Tage mehr unter j dem Einfluß des nahen Zionistenkongrcsses, der für einen; der wichtigsten und bedeutendsten Ut der Reihe der Kon- ’ grosse angesehen wird. Die Fragen, welche alle Kräfte des Kongresses in Anspruch nehmen werden, berühren die Grundlagen des jüdischen Lebens: die zionistische Politik und den Aufbau des jüdischen Palästina. Wir Palästinenj ser interessieren uns besonders für die zweite Frage, well wir mit allen unseren Kräften und mit unserem ganzen | Leben im Mittelpunkt des Aufbaues stehen; wir fühlen, daß > es sich hier um fundamentale Grundlagen handelt und daß I die Frage der Methoden des Aufbaues im Mittelpunkt des! jüdischen und zionistischen Interesses stehen mutz.. Es bedarf keiner besonderen prophetischen Begabung um vorauszusehen, daß der Kongreß sich leider nicht in erster Linie mit der Anfbausrage befassen wird. Sieben Zehn-, tel des Kongresses werden die Debatten über die Erweiterung der Jewiifh Agency und über das Verhältnis des! treuen Organs zur Zionistischen Organisation in Anspruch! nehmen, Fragen, lvelche gewiß grundsätzliche, aber theorej tische Bedeutung haben. Wenn nicht eine starke Gruppe von; Menschen auf tritt, die energisch verhindert, daß der Koni greß in allgemeinen Fragen und Phrasen ertrinkt, dann j kann diesem Kongreß das gleiche geschehen, wie manchem, früheren: daß das brausende jüdische Leben über ihn hin-! weggeht oder von ihm abzweigl. Damit dies verhindert i werde, mtlß jetzt schon die Diskussion über die konkreten Bedürfnisse des Palästinaaufbaues beginnen, um uns besty i Kongreß vorbereitet zu treffen. Die wichtigste unter allen Fragen des Aufbaues ist die) landwirtschaftliche Kolonisation der jüdische» j Kleinbürger, der Männer mit Familie, welche itt | großer Zahl nach Erez Israel gekommen sind und auch' - weiter jeden Tag, mit jedem Schiff dort landen. Die neue! sogenannte „Vierte Ali-jah" bleibt irr der Stadt, in Tel--! Awiw oder in Haifa — vorzüglich weil sie muß. Ihr Wille! aber ist, ins D o rs zu gehen. Dies hat sie bewiesen, indemj sie auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Besiedlung! mehrere wichtige kolonisatorische Experimente gemacht hat.. Eine bedeutend größere Zahl solcher wichtiger Proben wird die nächste Zukunft bringen. Es genügt, in diesem Zusammenhang die Namen von Migdal, Bne Brak, die Siedlung; des Rabbi von Jablonna, Herzliah, Balfouriah, AfuilÄH zu! nennen; außer diesen Orten gibt es noch einige kleinere i Punkte, an denen das kleinbürgerliche jüdische Gement bfej Initiative zu einer Besiedlung aus privat kaprtali-s st i s ch e r Grundlage ergriffen hat. Es unterliegt! keinem Zweifel, daß auf dem Kongreß das Kleinbürgertum j mit der Forderung austreten wird, seine Ansiedlunge»j sollten ebenso wie die bisherigen Arbeiterkölonien einen gei bührenden Anteil an dem vom Kongreß festzusetzenpen &gej lonisations'budget erhalten. «■ "i Um diese Forderung wird ein heißer Kampf jtolfdfjiettj den Vertretern des jüdischen Kleinbürgertums und der Av-> beiterschaft entbrennen. Beide Seiten werden sich bemühen»; so viel als möglich vom zionistischen Kolonisationsbudget! zu erhalten. Der Kampf wird um so schwerer sein, da beide ■; Teile im Rechte sind. Die Kleinbürger haben bis heute! nichts vom Keren Hajessod erhalten. Die Motivierung derj Zionistischen Organisation, daß sie deshalb nichts, erhalten, konnten, weil vor zwei Jahren, zu der Zeit, als das zio--.! nistische Budget festgesetzt «wurde, die kleinbürgerliche»! Siedlungen nicht existierten, ist formal richtig, aber sie ändert nichts an den wirklichen Tatsachen. Das kleinbürgerliche Element wird jetzt seinen Anteil verlangen. Andererseits muß in Betracht gezogen werden, daß heute Nahalak, Nuris und alle anderen Punkte bestehen, wo die Arbeiters schaft auf dem Boden des Keren Kajemech und mit de» Mitteln des Keren Hajessod kolonisatorische Erfolge erzielt: hat. Man kann über den Wert der Arbeitersiedlungen ver-. schiedener Meinung fein, kann ihre Rentabilität verschiede» beurteilen, kann eine verschiedene Auffassung darüber haben» ob diese Art von Siedlungen vom nationalen Standpunkt aus zweckmäßig oder ob ihre Wirtschaft eine richtige ist -~ eines aber ist sicher: aus dem ganzen Kongreß werden sich schwerlich auch nur zwei Leute finden, die zu sagen wagten^ die bereits bestehenden KolonisationsPunAe sollten aufgelassen werden und untergehen. Selbst wenn der Kongreß ausschließlich aus bürgerlichen Elementen bestünde, müßte ex mit der Tatsache des Bestandes dieser Arbeiterkolome» rechnen und ihnen Zuschüsse bewilligen, damit sie bis W dem Zeitpunkt bestehett können, wo sie Erträgnis abwerfen. Wenn wir diesen Zeitpunkt auch noch so nahe rücken, so ist es doch klar, daß noch «während der nächsten zwei Jahre diese Siedlungen Zuschüsse bedürfen; und eben für die nächsten zwei Jahre hat ja der Kongreß das Kolonisationsbudget und die davor: zu gewährenden Zuschüsse sostzusetzen. Das bedeutet mit anderen Worten — wenn der ganze Kamps aus dem Kongreß tmr auf einen hitzigen Handel um die Paar Groschen des Budgets hinausläuft, so hat er nicht nur keinen moralischen, sondern auch keinen Praktisches Wert. Es besteht nicht vieil Hoffnung, daß die Summe, wolche der Kongreß für die gesamte laudtvirtschaftliche Ko--, lonvsation auswirft, mehr als 100.000 Pfund pro Jahr betragen wird. Bon dieser Summe geht schon jetzt ein nicht unansehnlicher Teil für die nichtprolletarische Kolonisation ab. Wenn wir noch die Summen abziehen, die man wird auswersen tnüssen, um die schon besehenden Arbeiter» Monien zu erhalten» die man unbedingt nichts zum Tod^ Vevurteilet: kann und darf, so -wird nicht viel für die neue kleitlbürgerliche Kolonisation übriglbleiben, jedenfalls uichl so viel, -daß es sich lohnen würde, deswegen den Kongreß ztl sprengen.

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