Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2261 (7.6.1925)
- Date
- 1925-06-07
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. Ml Wen. Sonnidg Drei Masken- Verlag A, G. Joliviir München p\ Jk p Berlin, Wien Ä V/J' Das Buch des Tages JUD SÜSS Roman von LION FEUCHTWANOER 611 Selten Broschiert S 10.— Ganzleinen 8 13.— Derselbe Joseph Süss Oppenheimer, Geheimer Finanzrat und Kabinettsflskai des Herzogs Karl Alexander von Württemberg, den schon Wilhem Hauff vor hundert Jahren in den Mittelpunkt seiner kleinen Erzählung gestellt hat, ist der Held dieses grossen historischen Romans. Alkes Geschichtliche wird Anschauung vom stärksten Lehen: die geheimnisvolle Verkettung des Schicksals von Jud undHerzog, sein Aufstieg bis in schwindelnde Höhe, sein Sturz und Ende am Galgen in einem besonders für ihn gebauten Käfig. Es ist eine der grossen Dichtungen, die ein erschütternder Spiegel des Lebens sind. Zu beziehen durch: Z Biohbindliii I. Lfivit (Ueitamiabt.). Wlio, l., FItiicbmirkt 1 ~ Bühne, wie es bei Theatern Mich ist, wirb nicht errichtet. Die innere Ausgestaltung des Festsaales wird so schlicht als möglich sein. Ms Hauptschmuck wird die Orgel an der Stirnwand deö Saales in beträchtlicher Höhe ohne jedes Gehäuse angebracht. Der Bau wird vom Architekten Eduard Hutter, von dem auch der Entwurf stammt, in zwei Monaten vollendet sem. Aus de» Theatern. Burgtheater. Morgen, 7,8 Uhr abends, „S t i m- MenauSdemDunkel". Am 18. d. findet die erste Aufführung der neueinstudierten Komödie von Oskar Wilde «Ein! idealer Gatte" statt. Akademietheater. Dienstag, 7,8 Uhr abends, „Die Frau Von vierzig Jahren". Am 16. d. gelangt Max Mohrs Komödie «D t e K a r a w a n e" zur ersten Aufführung. In der zweiten Hälfte diese» Monats wird Nestroys Posse „Unverhofft" zum ersten Male.aufgeführt. Staatsoper. Morgen, 7 Uhr abends, „Der Troubadour. Theater im Redoutenfaal. Dienstag, 7 Uhr abends, „C o s 1 f a n t u 11 e". Die heutige Vorstellung „B a llettkomödien" beginnt um 8 Uhr. DeutfcheS BolkStheater. Mittwoch den 10. d. zu« ersten Male Nestroys GesangSvosse ,.E u l e n s p i e g e l" oder „Schabernack üher Schabernack". Samstag de« 18. d., 7 Uhr abends, Premiere von Christian Dietrich Grabber dramatischer Dichtung „Napoleon" oder „D {e l 0 0 Tage". Kammersviele. Mittwoch. 7,8 Uhr abend», Premiere von BiraVeauS und DolleyS Lustspiel „Der Myrtenkranz" („Le f1 e u r d’o r a n g e r"J al» Gastspiel de» Theaters in der Josef ft ad t. Raimund-Theater. Heute. 12 Uhr mittags. Gedächtnisfeier für Robert Müller. Allabendlich, 7,8 Uhr, «Antonia" mit Säri F e d L k. Dienstag den 16. d. eröffnet L a i r o f f mit seiner Truppe da» Gastspiel mit ,G 1 r o f 1 6 — GI r o f 1 a". Renaissaucebühue. Dienstag den 9. d. Premiere der amerikanischen MMardärSkomödie „S a m F o x" von Frank Roland. . Radroprogramm. Sonntag den 7. Juni. 11 Uhr 6 Min. bis 12 Uhr 60 Min.: Orchesterkonzert des Wiener VolkSopernorchester. — 4 Uhr bis 5 Uhr b0 Min.: Nachmittagskonzert. — 6 Uhr bis 7 Uhr 20 Min.: Kammermufikabend (französischer Abend). — 8 Uhrr „Die lustigen Weiber von Windsor". (Chor und Orchester der BolkSoper.) ■ Serlchtssaal. Die Klage des Bundesscha-es gegen die Firma Schenker abgewlesen. In der Streitsache des Bundesschatzes gegen die Firma Schenker u. Co., in lvelcher der BundeLschatz die Firma aus Zahlung von 709.000 Schweizer Franken klagte, ist jetzt das Urteil deS Handelsgerichtes Wien herabgvlangt. Die Klage des Bmrdeöschatzes wurde ab gewiesen und der BmrdeSschatz zur Tragung der Prozeßkosterr verurteilt. Während der Verhandlung war bekanntlich wegen eines WaffenvsrkaufeS, der im Prozeß zur Sprache-kam, die Oeffentlichleit ausgeschlossen worden. Das Judentum als Konfession. Aus Budapest wird berichtet: In der Zeitschrift „A Cel" <,Aa3 Ziel") erschien vor einiger Zeit unter bau Titel ,Dor Einfluß des Judentums auf die Wiener Nevo'ttltrorr im Jahre 1818" ein Artikel, der sich mit der Jude ns rage befaßte und worin ausgeführl wurde, baft die Juden nicht als Konfchsion, sondern als Rasse zrr betrachten seien. Ihre WiMaurkelt sei gemerngefährl ich und dürste auch in U nt fl q r n ähnliche Folge n ha'beu wie in Wien im Jahre ISIS. Infolge dieses Artikels erhob die StaatsanwaW-ast gegen den Redakteur Josef Treu ko die Anklage wegen Arrisreiznng gegen eine Slonfciilknt. Bei der BerhaMgng berief sich der Angeklagte ans Zeugen und Sachver-. ständige, mm die WahrWt seiner Bchaupiurrg rrachMveisen. Der Gerichtshof lehnte (btöfeu Antrag ab unb verurteilte T:enko wegen des Vergehens der Aufreizurrg gegen eilte Konfession S» einer Woche Gefängnis."Die Begvündnng besagt, daß das Judentum keine Rasse, sondern eine lwnfvssion sei. WS uü'ldevnd wurde angenommen, daß das Blatt in einer »o ncriivaeu Auslage erscheint, daß die Ausreizuirg von keiner großen Bedenduug sei. ftHwn Loltrwitt. »tim«' Sude AAd die deutsch« Kirtfchast. Bon Dr. Michael Sussan. Je mehr Nachrichten Aber dm Zusammenbruch der StinneS-Konzerns einlangen, um so offenbarer wird es, wie furchtbar das Debakel ist, das die Schöpfung des deutschnationalen Wrrtfchaftsheroen S1 i n n e 8 erlitten hat. Man sucht die Ursachen aus die Söhne Stinnes' abzuischieben. ES wird erklärt, der jüngere Sohn, der die HarUbuvger Filiale des Geschäftes leitete, habe große Spekulationen in Wolle, Äetveide und anderen Waren betrieben und dem Geschäft ungeheure Verluste zugefügt. Es wird auch erzählt, daß der Konzern in der letzten Zeit kurzfristige Kredite ausgenommen, daß diese nunmchr gekündigt wurden und infolgedessen den Zusammenbruch verursacht Hütten. Es werden vielleicht bald nach mehr Grunde veröffentlicht werden. Man wird erfahren, daß die meisten SttnneL-ÜIntevnchnnnvgen schlecht geleitet wurden, daß ihnen jede kaufmännische Girrlftcht fehlte, daß die Leiter von eiltet richtigen Wirtschaft keine Ahnung haben. An all dom sollen die SttnneS-Eriben fchuldtragend sein, die ihr Cvbe nicht gut verwaltet halben. Es ist wohl richtig; die Dohne Stinnes' und seine Gattin, die Stinnes zu Alleinerben gemacht, haben große Fehler begangen. Es wäre aber lange nicht zu diesem Gklat gekommen, loenn nicht die Kvauikhett im Wirtschaftsgebilde eines Stinnes noch zu Lebzeiten seines Begründers gekeimt hätte. Ms im April vorigen Jahres Stinnes starb, wurde er an dieser Stelle „der größte Raffte Deutschlands" genannt, der lvie ein Tandler Ramschlvare, in der Zeit der Inflation wahllos alle Industrien ausgekauft hatte. Er wurde als derjenige bezeichnet, der zum Unglück des deutschen Volkes schr > viel beigetvagen hatte. Es wurde erklärt, daß er lauge nicht als WirtfchaftSheros bezeichnet werden konnte, und daß das, was er geschaffen, keiner: Bestand haben werde. Me Ereignisse haben die Berechtigung dieses Nachrufes doWommen erwiesen. Jetzt' stellt sich heraus, daß dieser Stinnes, demder ganze antisemitische WirffchaiftSnationaliSrnus entgegengejubelt hatte, den man ails Heros der neuen deutschen Zeit angesehen, den man förmlich vergöttert hatte, daß dieser Stinnes nichts anderes loar als ein einfacher Jnflatiotrssipekulant mit einem ganz kleiner: Gesichtskreis, der mitgeholfen hat, die Mavk'zugrunde zu richten rrnd, bauend auf die Zertrümmerung der Mark, sich einen Trödlerladen in Industrien zrrsammerrgekaust hat. Durch den Einfluß seiner Person hat er wohl anfangs all die Lücken, dieses Wrrifchastsgebildes, die | schon knapp vor feinem Tode sich sehr stark fühlbar machten, zusammengeklittert. Sie wurden aber umso stärker offenbar, als er dahingeschieden war. Seine Erben konnten nicht in der. Zeit der Stabilisierung der Mark so wirtschaften wie-zir .Lebzeiten des Stinnes. Zweifellos hätte auch er, wenn er gelebt hätte, jetzt denselben Mat erlebt, den seine Erben durchzumachen haben. , Sttnues war keine Persönlichkeit. Er war lange »licht einer derjenigen Trustmagnaten, wie wir sie zu Ende des vorigen Jahrhunderts in Amerika gesehen, welche sich dnrch zähe Arbeit aus eirrzvlnen Wirtschaftszweigen zu hervorragenden Stellungen empovgearbeitet urrd gewaltige Wirtschaftsgebiete geschaffen hatten, welche kein Zufall und kein Elementareräignis zerstören konnte. Es sei nur air den Eisenbahnuragriaterr Harr im an, an den Petrole-rrMkönig Rockeseller, an den Stahlmagnaten Schwa b, an den Geldkönig Morgan gedacht. Alle diese Männer haben in weiser Voraussicht, nur aus ein Ziel scharrerrd, genau ihr Wirtschaftsgebiet zu ümgreirzen gewußt. Sie haben in zäher, rastloser Arbeit rm Lause der Jahrzehnte sich ihr wirtschaftliches Monu- Mvntalgobäude geschaffen. Stimres aber hat kein Maß gekannt. Er hat kein Ziel gesehen. Kein Mensch, nicht einmal er, wußte, lvohin er hinaus wolle. Das Werk, das er geschafferr, sieht auch danach aus. Ein vettvorverres Gebilde ohne jeden inneren Zusammenhang, zusammerrgafügt rrur durch die erborgte oder billig zusammerrgekaufteMtienmajorität. Drrrch solche Mittel kann kein Wirtschaftsgebäude auf die Dauer gehalten werden, selbst dann nicht, wenn ihm eine überragende Wirtschaftspersönlichkett und nicht ein Stinnes Vorsicht. Stinnes v war aber keine solche. Er war ein Mann mit kleinem Gesichtskreis, aufgeblaserr drrrch die Lobhudeleien der nationalistischen deutschen WirtschastSantisemiten. Und da er nichts Haltbares geschafferr, _ ist es kein Wrrrrder, daß sein wirtschaftliches Kartenhaus beim' ersten Sturm^ in sich zusammerchvach. Solche GebUde können sich nirgends arff die Dauer halten. Dies hat nran in Oesterreich oft gerrug erlebt, dasselbe zeigt sich jetzt in Deutschland. Die deutsche Mrtschast macht jetzt denselben GrrttmcklurrgSgang durch, den Oesterreich im Vorjahr rnitgemacht hat. Der Unterschied ist aber ein viel größerer. In Oesterreich hat mar: diese WrrtschaftSgebikde nie ernst genommen. Die allgemeine Ansicht hat sich sait je gegen %uch <3Stß können uns und der jüdischen Sache dienen, wenn Sie jede Gelegenheit benützen, um die „Wiener iMorgenzeitungu zu empfehlen, Geben Sie uns die Adressen Ihrer Fremde,, wir stellen gerne Probeexemplare zw Verfügung 7. Juni 1925 Seite 9 sie gekehrt. Man hat ihrren keinen großen Einfluß oingerärtmi. Die Folge davon war, daß der Zusarmnonbruch dieser Gebilde, wenn er auch einige Narben verursachte, derrnoch lange rrtthi so tiefgehend war. Ganz anders aber beim Stirrnes-Gebfide in Deutschland. Da man dies fast als nationales Gebilde ange sehen hat, ließ man es geschchen, daß es fast mit der gesamten deutsche»! Wirtschaft zusammenschmolz. Jnsvligedesserr ist sein Zusammenbruch von um so größerer Tragweite für die ge samte deutsche Wirtschaft. Die Berliner Finan^kreffe, die schon seit zwei Wacher: über die Dovgärvge im Stinnes- Konzern infovmievt waren, haben die Situation der deutschen Wirtschaft inifolgedessen sehr flau beurteilt. Die Ereignisse haben ihnen voVommen recht gegeben. Es hilft jetzt keine Beschöni gung, wie sie von den offiziösen deutschen Korrespondenzen versucht wird. Der Krach des Sttnnes-Konzerns wird w.:hr schernlich auch in vielen anderen deutschen Untevrrchumrrgeil schr deutlich vernehmbar sein. In der Kcchlenindustrie kündig> sich schon jetzt eine große ArbertslosigKeit an, die als Porvcne einer scharfen Krise. angesehen wird. .In >der. Stahlindustrie wird die Krise jetzt offenkundig. Die deutsche Boche, dürfte in der nächsten Zett sehr schlimme Tage durchmachen, da iw* Schicksal der Hekatomben von Aktienpaketen Stimres' sehr un gewiß ist rrnd seine Besatzer nicht so leicht werden gewechsc!» werden können. Doyu kommt die große LdapitalSarmut Deutsch lands. .Hundert Millionen Goldmark müssen für den ersterr AngeMick hechalten, um dem Konzern über die ersten Schlapp per: hirrweMhclfen. ES dürsten viel größere Mittel nottvendig sein, um wirMich allen Unternehmungen neuen LeberrSgerst ^inzuflößen. Daran fehlt es aber jetzt in Deutschland. Ein Sohn Stinnes' hat in Amerika vergebens arrgeklopft. Es ist unwahrischeinlich, daß jetzt die amerikanischen Bankiers ein willigeres Gehör leihen werde::. Bielleicht ist es doch nicht ausgeschlossen, daß sich ausländisches Kapital ütteressbert. Werrn dies aber der Fall sein .sollte, so wird es um einen teuren Preis geschehen. Dann lverdcrr ausländische Induftric unterrrehrnungeu arff einzelne dieser Korrzerngebilde ihre Harro ausstrecken urrd so die deutsche Industrie unter ihre Botmäßigkeit bringen. Die deutschen Statimralisten haben Stinrres so sehr vergöttert, da sic erklärten, er habe der deutschen Wirtschasr ihre Urralbhängigkeit und Kraft verliehen. Sie haben zu früh frohlockt, denn das Errde dieser deutschnatiordcklen Gebilde dürfte doch dariir besiehe::, daß es dem Eirrzuge fremder: Kapitals nach Deutschland rrur den Weg geebnet hat. Der deutschnatiorrale. Antösenrlit Stinnes wird daun derjenige sein, der die-wichtigste« 'Zweige der deutschen Wirtschaft .den: Auslände ausgeliefert haben dürfte. Krisenbilanze». Bon Dr. Heinrich SchreLber. Das Thema ist so alt, als Aktiengesellschaften bestehen-, die Walze jedoch, die alljährlich erngelegt und gedroht wird, ist noch lange rricht abgespielt. Jm 'Gegertteile; immer wieder rauscht im alten Lied ein neues Lertmottv auf, das von -er herrscheniden Wirtschaftslage seine Note empfängt, bald Munter und fröhlich, bald betrübt und gedampft, wie es eben kormrrt, je nachdem die Verhältnisse sich gestaltet und den Ausklang des Geschäftsjahres abgetönt, haben. Für das letzte Geschäftsjahr 1924, für das die Zeit der.Rechenschaft ge-- komnren ist, die zwei der größten heimischen Geldirrstitute bereits irttroduziert halben, kann kein Kundiger im Zweifel sein, wie die Partitur instrumentiert ist. DaS Jahr lvar ein Katastropherrjahr von reinstem oder eigentlich trübstem Wasser undkeine Klage ist beweglich genug, um dem llnhelle gerecht zu werden, das cs über die Finanz- und Wirtschaftslage verhängt hat. Es ist müßig, über Schuld und Sühne zu rechter». Reminiszenzen nachzuhärrgen, sich über die Gsschehnrsse zrr entrüsten, die Geißel zu schwingen - und über die Missetäter den Stab zu brechen. Genug an dem, daß die Krise mit aller Wucht hereingebrochen ist, nicht auszuhalten war und die schwersten Opfer gefordert hat. Und gerrug an dem, daß das Ungemach-noch nicht gebarmt ist, der Markt in seiner Hilflosigkeit rrnd Versumpfung verharrt und alle AnstreNgungerr, ihn awfzrrprlllvern und ihn: neuen Mut einzuslößen, nichts fruchten und daneben gehen. Der Anprall und Uobergang war zu heftig. Nach hem Jubeljahr 1923 zog das Brachjahr 1924 herauf- und keine. Schönfärberei vermag die dunklen Flecken auszuputzen, die es in der Gebarung zurückgelaflen hat. Dazu tritt zum Uebermaß noch ein Besonderes. Die Bilanzen treten m cinerr Wendekreis, den die Reform der Goldbilanzierur^ um sie zieht, deren' Struktur aber vorerst nicht genau zu bisioren ist. Damit ist ein urrabwerslicheL Element der Unsicherheit und Zaghaftigkeit in das Bilarrzschema hkneingoplatzt, weil man vorerst nicht weiß und nicht beurteilen kann, welche materiellen Wechselwirkungen zwischen den Papier- und Goldbilanzen sich einschieben werden. Man glaubt, ohnehin, erst die endgültige Fassung der Gesetzesvorlage abwarien zu sollen, ehe. die letzten Papierbilanzen hknausflattern; allein die Geduldprobe war zu hart, die parlamentarischen Verhandlungen dehnten sich zu lange und die statutarische Präklusivfrist für die Rechrrungslegung droht abzulaufen. Da schritt marr herzhaft an die Publikation, die indessen, was jedenfalls rricht zrr verwundern ist, nicht alle Scheu abstrorfen konnte, da es sich darum handelt, der Bilanzwahrheit furchtlos ins Auge zu schauen. Eine gewisse Beengung und Beklemmung bleibt bestehen, so daß auch aus diesem Gesichtswinkel die Bilanzerr von einer merklichen Blässe angekränkelt sind. WaS von den Bilanzen gilt, projiziert sich organisch auf die Dividende n. ^Berni jemals, wäre es dieses Wal; in diesem^ Knseujahr naheliegend und leichthin zn recht- ■ fertigen gewesen, den Hahn der Ausschüttung zu drosseln, unbeküurmert rrm eitles Prestige urrd sonstige sensitive Anfechtungen. Die elften Bankbilanzen hohen nicht diese Konse-