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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-07 · Heft 2261 (7.6.1925) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2261 (7.6.1925)
Date
1925-06-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wiener Mornenzettung r. $ani 1925 SK. IM Wie«, Glmniatz m&Uk f BPAUS£-HMQHApd machens einet tüchtigen Krafl wäre. Auch die „MarkteinkLuferm" der polnischen Kleinstädte und die „Parktante" der Nordländer ist ein Hinweis auf unausgeschöpfte Arbeit-Möglichkeiten. Freilich müßte der Versuch von einer großen Organisation unternommen werden, von einer Organisation, die sich durch kleine Fühlschläge nicht gleich abschrecken laßt. Die aufgewendete Mühe würde sich unter allen Umständen verlohnen. Wir haben gewiß das Recht, auf die. Leistungen unserer Fürsorge mit Genugtuung hinzuweisen. Ader wir dürfen über btefe Genugtuung nicht vergessen, daß der Kern jeder wirksainen sozialen Fürsorge, die ihrer Aufgabe, BolkSpflege zu üben, gerecht werden WM, die Arbeitsbeschaffung sein muß, und daß iede Fürsorge Stückarbeit bleiben muß, die dar vornehmste und höchste aller Menschenrechte beiseite läßt: Las Recht auf Arbeit. _ Klara Mautner, Auch ein Arbeitsloser. Ich kannte den Herrn, der in Eil« an mir vovbeizappeltc, schon lange, das heißt, ich kannte feinen Hoffmann-»HaLitus, mir fiel der Hut- und bartlose Archivar'mS Spindeldürr in dem jahreszeit-losen schwarzen Bratenrock auf. Gestern wurden wir aber bekannt. Er sprach mich an: ,/Bitte, darf ich fragen, wann und wo Sie gefroren sind?" Und er zückte Bleistift und Notizbuch. „Bitte, darf ich zuerst Sie fragen...?" ,/Jch arbeite an einem biographischen Lexikon. Ich kenne von Ihnen alles. — Außer Ihre Personal-daten. Ich erinnere mich, vor zwei «Ihren einen Artikel in der Zeitung ,* *3" gelesen zu haben. Auf Seite 3, rechts, zweite Spalte. Ich habe über Ihre Arbeiten schon 226 Zettel ..." ,/Davf ich fragen . . ,Ich habe heute schon 80 Zettel geschrieben. Und es im ganzen auf 100.000 Zettel gebracht." Er öffnete einen Briefumschlag und zeigte graue Konzeptpapierzettel in der handlichen Form eines Glektrlkschen->Fcrhrschein«s: ,^Das sind die Artikel, die ich heute vormittags in den Blättern gefunden habe, das wird nun registriert und katalogisiert und in alten Zigarrenschachteln — Regatta media —- aufbetvalhrt. Nachmittags habe ich noch zehn Kilo Zeitungen zu behandeln." „Zehn Kilo . . .?" „Genau zehn Kilo. Auf das Deka genau. Gin Wohltäter, der für seinen Fabriksbetrieb Makulaturpapier kauft, stellt mir täglich zehn Kilo zur Verfügung. Dafür gebe ich ihm -zehn Kilo bereits gelesener Zeitungen." „Und das nennen Sie «inen Wohltäter. . Er überhörte den Einwuvf: „Ich weiß, es ist tragikomisch, das ganze, man kann sich darüber, wenn -man will, auch lustig machen. Und man macht sich darüber lustig. Ich habe mit Bibliotheken verhandelt, ihnen meine Sammlung, meine Arbeitskraft angeboten. Sie haben abgelehnt. Aber das erschüttert mich wenig. Ich registriere weiter. Denn ich könnte nicht leben, wenn ich Echt tagtäglich soundso viele Zettel in meine Zigarrenschachteln legen würde. Das ist mein Tagewerk, mein Lebenswerk. Denn Erfinder sein heißt ja: Hervorzubringen, ivas niemand für möglich hält. Mein Ideal: Ich werde es noch auf einige 100.000 Zettel bringen. Das wird ein singuläres, seltenes Work . . . Davon abgesehen, geht es nur, wie Die gesehen Ihaben, sehr miserabel. Ich kann die für die ZeitnngÄektüre unvermeidliche Kaffeehauszeche nicht mehr aufbringen. Ich bettle um Zeitungen. Und «wenn ich die Wahl habe zwischen Zigaretten -und noch nicht registrierten Zeitungen, greife ich zu den Zeitungen -röemt das sind wieder Zettel, Zettel für mein Lebenswerk. Ich arbeite auch noch an einer Sammlung „Wiener Kuriosa" und an einem orignellen ,-Fremdenführer durch Wien." Nichts ist mir zu geringfügig nur registriert und aufbewahrt zu werden. Ich habe heute einen Artikel »über „Flöhe"' gefunden. Ich registriere ihn dreifach: unter „Hygiene", „Naturwissenschaft" und ,-Jchadenersatzprozesse". Er brach die Erörterung seiner Mgistraturmechode jäh ab: „Verzeihet: Sie, meine Kinder wollen Brot. Und iw muß ich Zeitungen kolportieren. Ich trage bis spät nachts aus, von Cafe zu Cafe. Und mit den Paar Groschen zahle ich die Kasfeehauszcche — um meine Zettet fertig* zubringen. Leben Sie wohl. — .Halt, vorerst zeige ich Ihnen noch einen Artikel von mir: ,-Erlebnisse eines Obdachlosen." Im „Zentralblatt der Arbeitslosen"." Und Archivarius Spindeldürr zappelte in sein Cafe zurück. Wird er den Ruhm, Wurzbach der Zweite zu werden, erleben? Er, die leibhaftige Registratur, der Mensch gewordene Zettelkasten, der — wie soll man sagen - - .,d?r Arbeitslose?"- Egon Dietrichstein. * Die Hauptallee heute für BenzinantoS frei. Da, die Priuzenallee im Prater frisch geöltt wovden ist und aus diesem Grunde für einige Tage von Automobilen nicht befahren werden «kann, haben die Behörden für das heute stattfindende Derby gestattet, daß die Prater Haupt aller an diesem Tage ihrer ganzen Länge nach, auch vou Benzin k r a f t w a g e it benützt werden darf. * Jüdisches Realgymnasium. Wie,:, 2. Bez., Lkaftellezgassc 35 Anmeldungen für die 1. und 4. Klasse täglich zwischen .1.°,' uiw 1 lihr. 54.008 JIRometer In R«MS. Der Flug »es italienischen Piloten Pinedo. Auch in üiiseler Epoche gibt e» «ich, nur Sehnsucht nach großen Menteuern, so,Wern auch Mut, sie zu bestehen. Beweis: Der »t.OOO-Kilometer-Flag des italienischen Piloten P i it c b 0, bet ohne langwierige Vorbereitungen, ohne kostspielige Sicherheitsmaßnahmen (Begleitschiffe nflv.), ohne Httfsstationen mit Lebensmittel- und BrnzindchwtS, allein mit seinem Mechaniker vom Lago Maggiore über Melbourne nach Tokio und von dort zurück nach Rom fliegen will. Einen großen Teil des Weges hat er bereits zurückgelogt. Sin Flug Wer 54.000 Kilometer (eine Strecke, die einer Roste um die Code plus dreimaliger Ueberguevung des Atlantischen Ozeans entspricht) stellt die größte Lnftrorse dar, die bisher gemacht wurde. Aber nicht nur ihrer Ausdehnung wegen ist die Fahrt des Piloten Pinsdo ganz einzigartig, denn noch nie vorher wurde ein solcher Unternehmen mit derart geringen Mitteln a-uSgeführt. Der berühmte amerikanische Flug um die Wett wurde z. B. zwei Jahre lang vorbereitet und kostete mehre« Millionen. Usber seinen Flug jedoch sagt Ptnedo selbst: ,Mein Flug hat den Zweck, nachzuweisen, daß das beste Fahrzeug für eine Wel-trosto der Hydroplan ist. WaS ich brauche, um mein Ziel zu erreichen, stt nichts als ein guter Apparat und ein leistungsfähiger Motor." Am SO. April 1026 startete Pinedo mit dom Hydvopla« A. 16, dem besten Wasserflugzeug Italiens, in Jestv-Calende und erreicht« am selben Abend Brindisi. DaS mit einem ISO Pserdokräfte Lorraine-Dietrich ausgerüstete Flugzeug hatte also OSO Kilometer zuvückgelegt. Sturm im Adriatischen Meer verhinderte die sofortige Wetterifahrt nach LeroS (000 Kilometer), di« erst am 29. stattfand. Am SS. ging es vor: Lews nach Smyrna (000 Kilometer) und von dort über die Wüste nach Bagdad (OgO Kilometer), von dort am 26. über Bender- Bouchir (880 Kilometer) nach Bender-Abbas (700 Kilometer). Am 28. flog man nach Chahbar weiter (600 Kilometer). ' Somit waren in acht Tagen 5600 Kilometer zurückgelegt — eine gewaltige Leistung für Führer und Maschine. Am 4. Mai wurde der Flug fortgesetzt, zunächst bis Karatschi (660 Kilometer), dann nach Bombay (060 Kilometer) und hierauf, ein großes.Wagnis, 1100 Kilometer über die Wüst« bis C0canada. ^Die nächste Etappenstatton war Kalkutta (1000 Kilometer), ihr foligten die Etappen KaAntta— Mycvb (60O Kilometer), 2Ky>ab—Rangoon, Rangoon—Tavoy, Davoy-^Paklan, Paklan—Singapore, Srngapove—Batavia, insgesamt 3660 Kilometer. ML zu diesem Punkte hat Pinedo also eine Strecke von 14.000 Kilometer zuvückgelegt und gleichzeitig einen Schnelligkeitsrekord ausgestellt. Wenn der Flug glücklich zu Ende geführt wird, so stellt er sine der bedeutendsten Leistungen auf dem Gebiete der Luftfahrt dar; aber selbst wenn er mißlingen sollte (zu welcher Anwchme kein Anlaß vorttegt), ist die Tät des Piloten Pinedo ein Triumph menschlicher Willenskraft, ein Triumph heutiger Technik. 1 Instandsetzung Berliner -Unser. Men Besitzern Berliner Häuser und Grundstücke empfehlen wir die bestrenommierte „Gesellschaft für Häuserinstandsetzung" Berlin W. 86, Kurfürst enstraße 60 (Nahe Nollendorfplatz). Die Gesellschaft bietet: Schutz gegen Zerfall! Sofortige Ausführung aller Jnstandsetzungsarbeiten. bequeme monatliche Teilzahlungen bis zu einem Jahre, streng reelle Werckmannsarbeit und Garantie, laufende Ueberwachung der Grundstücke, Ersparnis von Geld, Zeit und Aerger für den Besitzer, Erzielung einer laufenden Rente für den Besitzer. Der Zweck de- Unternehmens ist, den Hausbesitzern soweit irgend möglich die gesamte haftpflichtige JrtttanHaltung des HauseS gfmn Entgelt abzuneymen. Die auszuführenden Arbeiten erstrecken sich auf jede Art Instandsetzung vom Däch bis zu den Grundmauern in prima Handwerkeravbeit mit Garantie. Die Zahlung des Entgeltes hat monatlich in vereinbarten Teilbeträgen gegen ortsübliche Zinsen zu erfolgen. Barzahlung ist zulässig. Für gestundete Beträge sind Höchstbetvag Briefhhpotheken zu bestellen. Preisaufischlcige wogen des ■ Kredites erfolgen nicht. Die zu treffenden Vereinbarungen werden in Form eines Abonnements gefaßt, dessen durchschnittliche Dauer fünf Jahre betragen soll. Die Vorteile, die den Abonnenten geboten werden, sind: Der Besitzer hat stets ein prima in Ordnung befiMiches Grundstück, keine Baupolizestcherereien, keinen Mieterärger, feilte HaiMvorkerrechnurig zu bezahlen, erspart seinen bisherigen Bevtoalter und das Entgelt hierfür, erspart die an ungetreue Verwalter gezahlten Provisionen, hat die Gewißheit, daß auch sein Portier seinen Verpflichtungen nachkommt, da er überwacht wird, kann mit einer auf fünf Jahre sestgelegteu monatlichen Rente rechnen. Für Abonnenten Ht auf besonderen Wunsch eine verwaltungslechnische Abteilung für Hausgrundstücke eingerichtet, deren Benützung gegen eine Gebühr von 1 Prozent der Friedensmieto jedem Abonnenten freisteht. Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. W i e», 7. Juni. * Fleisch teurer, Gemüse billiger. Die unzulänglichen Angebote, eine Fdlattvirkung der wesentlich restringierten Fkvischrnrporte und Achszuschüben aus den ProduktionSgebieien vor Wiener Umgebung, hatten trotz der rückgängigen Bewegung aus einzelnen Marktgebieten in St. Marx eine steigende Ten» deriz bcstvivkt. Rindfleisch hat sich im Detailhandel in allen -Qualitäteil um 30, mittlere und mindere Sorten Kalbfleisch gleichfalls um 2V Groschen gegenüber der Vorwoche im Preise verteuert. Der Verkehr in der Groß Markthalle ließ im Vergleiche zu einem sonstigen Samstag der einen Massenbesuch austvtes, zu wünschen übrig» was auf die sinkende Kaufkraft der meisten Berbraucherfchichte« zurückzuführen ist. Der Naschmarkt bot in allen Gemüsesorten eine reichliche Auswahl. Gegenüber per Vorwoche zeigten die Preise in den meisten Fällen, vornehmlich bei Frühkartoffeln, sinkende Tendenz. Kirschen langten in großen Mengen ein, so haß die Preise neuerlich gefallen sind. E Die Sorgt für den Sommereinkanf steht vor der Tür. Jetzt heißt es, die richtige Quelle zu finden und sich an diejenigen Firmen zu tvenden, die in der Lage sind, die Dame und den Herrn von der Konkurrenzlosigkekt der Warenangebote in Qualität, Preis und moderner Musterung zu überzeugen. Ein Weg durch die T a b 0 r st r a tz e fichrt uns an dem «*fe? rHertetteUt H niir Anfsfdit des ■ Ew. Oberrabbiners I Ffirib I Zur Herstellaa^ von Soppen L^ur nersieuong von soppen m mit and ohne Einlagen» zur ■ Verbesserung von Sappen« ■ Saucen and Gemüsen . ■ populären Warenhaus Brüder Sch iss mann vorbei, dat sich im Laufe eines langjährigen Bestandes als ein Unter nehmen ersten Ranges unter der Führung des allgemein ge> schätzten Fachmannes Max Schiffmann bewährt hat. Im Warenhaus Schisifmann, 2. Boz.. Taborstraße 48, kann auch derjenige, dem nicht allzu große Mittel zur Verfü gung stehen, seinen Bedarf an Garderobe und Ausstattung decken. Ueberaus ccktuell ist jetzt der als Gelegenheitseinkauj gedachte ZeitpuM für die Sommerwaren-Sonder, angebore. Für das leichte Sommerkleid finden die. Kunden reichhaltigste Auswahl in. d-n bekannten Modestoffen wie Crepe de Chine, Crepe marooain' und den änderet» leichten Sommergewebem die für den Aufenthalt auf dem Lande und im Kurort in Betracht kommen. Ein besonderer Beweis für die außerordentliche LeistungSfähiAeit dieses Unternehmens: K l e i d e r- D 0 i l e -in allen DessinS und Farben per Meter nur. 9800 K. Nicht zu vergessen ist auch das Laaer in Chissonen und Leinen, fertiger Leibwäsche und allen Modeartikeln vom einfachsten vis zum feinsten' Genre. Ueberaus preiswert find, auch bte Strurnf- und Wirkwaren. Für den kommenden Herbst httt das Warenhaus Brüder Schiffmann eine musier gültige Kollektion von Teppichen, Vorhängen und Bett: decken in allen Preislagen vorbereitet, so daß der Besuch dieser Firma sich für jedermann lohnend gestaltet. E Hallo! hallo! Hier Radio Wien, ans Welle: Restaura' tionswesen Berlin: Wir benachvichtlgen hiermit olle unsere P. T. Abonnenten, Leser und Interessenten, daß der weithin bekannte und beliebte Restaurateur Jakob Rubinst ein außer seiner in Betrieb stehenden Unternehmungen in Bcr lin das Wiener Burgrestaurant eröffnet und damsi selbst für Berliner Verhältnisse ein Etablissement. geschaffen hat, das seinesgleichen sucht! Die allseits als vorzüglich de kannte Wiener Küche mit ihren nicht zu hohen Preisen, die apart-vornehme Inneneinrichtung und nicht zuletzt auch die so oft vermißte aufmerksame Dedrenung in demselben wirv in. Kürze das Wiener Burgrestaurant in Berlin zu einem der de liebtvsten und mekstbesnchtesten Restaurants machen, fräs iu aller Welt seinem Titel „Wiener Burgrestaurant" Ehre machen wird. Wir rufen auf unserer Radiowelle „Reftarlra tionsltoesen" allen Wienern, Oesterreichern, insbesondere allen unseren Zionsbvüdern von nah und fern zu: Berliner Tre.fi Punkt: Wiener Burgrestaurant, Friedrichstraße 96. * Die lebensgefährliche Schutzvorrichtunng. In der Klosterneuburgerstraße wurde gestern früh der 67jährige Private Pinkas Mamber, Brigtttenauerlände 18, von einem stadttvarts fahrenden Straßenbahnzug der Linie „M" nieder gestoßen. Er geriet nnter die Schutzvorrichtung und erlitt schwere Verletzungen^ darunter emen Bruch dev Schädelgrmldes. Die Rettungsgesellischaft brachte ihn in die UnfaMation. E Ehe es zu spat, bestellen Sie Lose zur J. Klaffe bei der Glücksfrrma Schwalm u. Co., Wien, 1. Bez., Reichsrats^ tvaße 11. Ziehung schon 26. Juni. Sie können eventuell ü n ff a che r Milliardär tverden! Lospreise: ein ganzes Los 34 Schilling, ein halbes Los 12 Schilling, ein viertel. Los 6 Schilling, ein achtel Los 3 Schilling.;* Schekelaktion. Das Zionistische Landeskomitee teilt mit: Den zionistischen Bezirkssektionen, Ortsgruppen und Sonderverbärrden wird in Erinnerung gebracht, daß die e n d g ü l t i g e Schekelckbrechnung für das Jahr 6688 (1926) am Montag den 15. d. erfolgen muß. Bis zu diesem Termin sind sowohl die Gelder für verkaufte Schakal im als auch die verkauften und unverkauften Schekelblocks abzuführen. An diesem Tage nicht verrechrrete Schokelblocks gelten als verkauft und tragen für die Abführung des Gegenwertes dieser Schekalim die Obmänner und Schekelreferenten der eirrzelnetl Sektionen und Sonderarrchpen die Verantwortung. Wir fordern neuerlich alle Ge sinnungsgenossen auf, den kurzen Zeitraum für die Schekel aktion entsprechend auszunützen, um oaS Endergebnis der diesjährigen Kampagne möglichst günstig zu gestalten. Eine Erstreckung des Termins fut die Schekelabrechnung kann unter gar keinen Umständen erfolgen, da die Schekowerrechnungen mit Rücksicht auf die kommenden Delegiertenwahlen bereits an: 18. d. in London sein müssen. E Erholungsbedürftige suchen mit Vorliebe die bestrenommierte Pension Lehn er in Bald Ischl, Brennerstraße 19, ans. E Die vorteile eines eigene« Helmes finden Die in der Hotel-Pension Dergncr in Baden boi Wien, Holenenstraßo 71. Erstklassige Verpflegung, prachtvoller Garten. * Eine Stadt mit 61 Sprachen. ES ist die bevölkertste Stadt Indiens, um die es sich hier handelt: Kalkutta. In dieser Stadt tverden nicht tveniger als 81 Sprachen gesprochen, und zwar indische, asiatische und europäische Sprachen. Am ver breitcttten ist das Bengali, das die Handelösprache bildet und von 613.000 Personen gesprochen wird; dann kommt das Hrndi mit 366.000, das Urdu »nit 80.000 ,Bekercnern", dann das Gujarati, daS Affahmi ustv. Die englische Sprache wird offiziell von 60.000 Mertschen gesprochen, von Etrropäern sowohl als auch Indiern. Die hohe Zahl von 51 Sprache,l hat aber im Grunde genommen nichts nebLrraschendeS, we»m man bedenkt, daß in Indien mehr als hundert nationale Idiome, das heißt, rein indische Spvachen gesprochen werden. Hierbei ist das Puchtsi, d,e Sprache der indischen Zigeuner, noch nicht etumai mit gerechnet

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