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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-06 · Heft 2260 (6.6.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2260 (6.6.1925)
Date
1925-06-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien, tzirmSkäg KRANKENSCHUTZ Allgemeine Krankenversicherungsanstalt Wien, I* Bössndorf sritr. 2 / Fcmspr. 51027 u.57125 HYGIENE-AUSSTELLUNG, KOJE 34 Geschäftsstellen in: Grs«, Klaganfiirt, Lin«, Salzburg, Innsbruck, Braganx, St. PSIton, Kramt, Wiener-Naustadt Durchführung von Versicherungen auf Tägliches Krankengeld Operationskoste n- und Spitalsverpflegskostenersatx Freie Aerztewahl . 3174 X Preise schon Iüin.qc Unzufriedenheit erregt haben. Gbeivso wird I iii&et Ausbeutung der Reisenden, die den Berg M stzuß 'besteigen '. wollen. geklagt. * Der Dom der Weisheit, der hoffentlich kein Turm zu ' Babel wird, soll 227 Meter hoch, ockso nicht ganz so hoch wie der Eiffelturm werden und 12.000 Studenten Raum gewähren. ' 62 Stockwerke reihen sich in einer Art modernen gotischen Stils nbcremander und werden durch 12 Auszüge miteinander verbunden. In P i t t s b u r g, in Pennshlvanicn — n>o anders als im Wunderlande Amerika wäre ein solches Luftschloß wohl nwglich? — soll dieser „Dom der Weisheit" aus Stahl, Glas , und KcvWein aus Kentucky erstellt werden. Die Pittsbuvger machen verlschiedcne Gründe für die eigenartige Bauart ihrer ' Universität geltend. Erstens finden sie mit' Recht, daß der Boden himmelwärts nichts kostet,- dann soll auf diese Weise cm Heizmaterial gespart werden. Drittens sollen die wissensdurstigen Jünglinge und Jungfrauen hoch über dem staulbigen Alltag der lärmenden Großstadt eine möglichst reine, gute Lust «inatmen. Endlich soll der stolze Bau die Kühnheit und Kraft der Bürger von Pittsburg verkörpern. Auch hofft man, den Fleiß .und den Eifer der Studenten anumspornen durch den Hinweis auf so viel Energie und Scharfsinn. Man darf geipannt sein, ob diese neue Universität den bisherigen, garteiistadtahnlichen amerikanischen Universitäten den Rang ablauffen wird. * Ein Volk, das sich nicht wäscht. In einem der letzten Berichte der Gesundheitskommission der Sowjetregierung wird über einen Stamm Mitteilung gemacht, den man im innersten Sibirien ausspürte. Diese Leute, die 1000 Kilo-; meter von jeder anderen menschlichen Gemeinschaft entfernt leben, wissen von der übrigen Welt so wenig, wie wir vom Mars wissen. Obwohl sie keinen Mangel an Wasser haben, stellten die Regierungskommissäre doch fest, daß sie sich des Wassers nur zum Trinken bedienten. Sie wuschen nicht nur niemals ihren Körper, sondern sie wuschen auch nicht ihre Kleider, noch irgenowÄche Geräte. Man mußte Gewalt anwenden, um sie zur Benützung des Wassers zu veranlassen, und der erste Mann, dem die Kommissäre eine gründliche Waschung vngedeihen ließen, sturb, entweder aus Furcht vor den Folgen dieser ungewohnten Maßnahme oder vielleicht auch wegen des Plötzlichen Schrecks, den er dabei erlitt. * Das Gorillatal am Tanganjika, Ave: Naturforscher, «in englischer und ein amerikanischer, die in der Gegend des TanganjÄcksees in Qstasrika nach dem Zwischenglied der beiden bÄannten Gorillagattungen suchten, enÄeckten in der Nähe des Sees Kivu ein Tal. das unter den Eingciborenen als „Gorillatal" bekannt ist. Sie fanden dort einen Bestand von Gorillas, der ihre kühnsten Erwartungen überstieg. Die Gorillas terrorisieren die Eingeborenen. indem sie die Ernte zerstören und so' Hungersnot heraufbeschwöron. Die Tiere wurden von den For-, schern Kivu-Gorillas getauft. Ein erlegtes männliches Exemplar maß über 2 Meter bei einem Brustumfang von IM Meter und sein Bizeps war 53 Zentimeter. Diese Quadrattiere ' sind schlechte Kletterer, da weder Hände noch Füße für diesen' Zweck geformt sind. Dagegen halben sie noch fcett Beobachtungen der Forscher ein eigenartiges Talent: sie können sich mit Hilfe von Bambusrohren aus die Bäume schwingen. * Vögel, die bei 60 Grad KAte brüten. Unter 77 Grad) südlicher Brette hat man Vögel brütend angetroffen, als tags' 61 Grad und nachts sogar 60/5 Grad Celsius Kälte herrschten! ' Es waren Kaiser-Pinguine, die allein in jener unwirtlichen Gegend aushalten, wenn alles andere Getier in wärmere Breiten geflohen ist. Beim Brutgeschäft hocken sie unter einer Eisklippe, die vor den ärgsten Stürmen etwas Schutz gewährt. Material zum Nestbau ist nicht vorhanden, daher Hallen sie ihre' Eier in einer Bauchfalte zwischen dem Ansatz ihrer Beine. Nur aus diese Weise ist es möglich, den Eiern die Wärme guzuführen. welche für die Entwicklung der Jungen darin erforderlich ijt. Stiebte, Bortriige und Versammlungen. M a i m o n i d e s - I n st i t u t, 3. Bez., Hetzsasse 40'. Heute, 4 bis 5 Uhr: Rabbiner Dr. A. Kaminka. Pirke, Aboth, I. 5 bis 6 Uhr: Dr. N. Goldstein, Talmudisches Recht. Montag. 6 bis 7 Uhr: Die letzten Reden Jesajas. 7-bis 8 Uhr : Rabbiner Dr. A. Kaminka. MaimonideS Auffassung von der Ewigkeit der Seele. — Zeire MiSrachi-Chaluz-^ Hamisrachi. Heute, 7 Uhr abends, findet im Vereinslokale, 2. Bez., Praterstraße 43, eine Versammlung statt. Tages- ' vrdnung: Die jüngsten Vorfälle in der jüdischen Arbeiterschaft vo» Erez Jsral. Erscheinen Pflicht. — Zionistische SektionZwischenbrücken. Heute, Uhr nachmittags,, Vorlesung aus „Pirkei-Awoth" (Sprüche der Väter). Dienstag den 9. d., 8 Uhr abends, letzte Schekelverrechnung. — Wiener Beth-Hamidrasch, 2. Bez., Ferdinand Sstraße33. Heute, 3 Uhr nachmittags, Bibelvortrag. Lektorr Dr. S. Rubin: „Das Gottesurteil in der Völkerliteratur." — Z i o n i st i s ch e Sektion Prater. Heute, 7a9 abend-, im Heim Jungstraße 8, Versümmlung. Tagesordnung: Probleme des XlV. .Zionistenkongreffes. Redner: Dr. Israel W a l d m a n n. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht. — Jugendgruppe der Zionistischen Sektion Z w.i s ch e n b r ü ck e n, 20. Bez., Allerheiligenplatz 3, Cafä Park. Heute um 4 Uhr nachmittags Fortsetzung des GeschichtSzhklus. Referent I. A d l e r. Um 6 Uhr Vottrag Professor Dr. Glaser über „Jugend und Kulturfragen". Pünktliches Erscheinen aller Mitglieder strenge Pflicht. — Leopold st ädterVolks heim, 2. Bez., Zirkusgasse 48. 7 Uhr r Dr. Josef Deutsch: Aygeborene Mtßbildunge» beim Menschen und ihre entwicklnngs-eschichtliche Erklärung. Mit Lichtbildern. Eintritt frei. Was wollen die Zionisten-Rrvisioniste«'? Bekanntlich hoi Wladimir Jabothnski, der vor zwei Jabren auS der Ztonisttichen - Organisation ausgetreten ist. vor kurzem eine oppositionelle Gruppe gebildet, welche vor einige» Wochen in Paris eine Konferenz abbielt und eine Reihe von Beschlüssen über Programm und Taktik faßte. Hierüber spricht der Repräsentant dieser Gruppe . Herr Dr. Norbert Hoff »rann am Montag den 8. d, »r>v abends, iw Lass Sächsischer Hof, 3. Bez., Tabor. > •; /"■ ^Souterrain). Gäste willkommen. WfeiBt Sffagfttitflelfunfl. An Me SeaSIternng! An Me SeaSIternng! Mehr als eine halbe Million Menschen hat die Wohltaten der Wiener Frettoilligen tstetttmgs gciiellschasi während ihres mehr als 4Zjährigen Bestandes genossen, verdankt ihr schnellste ärztliche Hilfe in der Not, Linderung ihrer Schmerzen und oft genug die Erhaltung ihres Löbens. Ebenso- Viole Jahre aber kä mpf t d ie R ct tu n gsg es c llis chast auch um ihre Existenz, die sie zum Wohle der Gesamtheit erhalten will. Ohne sichere und fixe Einkünfte, ist sie auf die Spenden angewiesen, die ihr die BcvöUermrg in bisher nicht erlahmter Gebefreudigkeit zu>wendet. Diese vorn Herzen kommenden Gaben der Oeffentlichkeit ermöglichen es der Re-ttungsgcjsettfchaft, nicht um: ihren verunglückten Mitbürgern im Momente der Gefahr hilfreich und dabei kostenlos hoizustehen, sondern auch das Rottungstvosen auf eine solche Hohe zu bringen, daß Wien von allen Städten der Weltnm seine Rotttlniglsgesellschaft beneidet wird. ' 6. Mtm 1V5 M. Ltzo! iHaustiasiberi j * Sie haben es nicht nötig, Ihr Grundstück zerfallen zu lassen 1 J j Wir bieten Ihnen:! ■ Schutt gegen Zerfall I ✓ Sofortige S ■ Ausführung el er Instandsetzung*- ■ 5 Arbeiten! / bequeme monatliche » ■ Teils« blungen bis su einem Jahre 1 5 ■ Streng real e Werkm nns-Arbelt ■ 5 mit Garantie t / Laufende lieber- * s Brechung der Grundstücke! / Br- 5 ■ sparnls von Geld, Zelt und Aerger i i für d?n Besitzerl / Erzielung einer ■ ■ laufenden Rente für den Besitzer! , J durch e : Gesellsclmft für Hfluser-instandsetzung : ■ Berlin WSS» KurfOrstenstr. SO, an der Genthfncr Strasse ■ Kurfürst 5311 Nollendoif 5170 ■ Seitdem der Retttungsgoselffchast die Abhaltung eines Sammeltages gestattet ist, sind ihre finanziellen Sorgen weniger drückend geworden, weil jeder Bewohner Wiens diesen Tag dazu benützt, um seiner Rettnngsgesellschafl einen Beitrag gu opfern. In diesem Jahre muß aber das Opfer größer lie-in als früher, denn trotz aller von dom BerlvaltiingsanÄschnß durchgeführten Echpavii.ngsniaßnahmen werden die Ausgaben im Jahre 1926 mehr als 4/6 Milliarden Kronen betragen. Darum gebe jeder und gebe reichlich; bemt ohne erfolgreichen Sammeltag kann es keine freiwillige Re t tu ngsg esellfcha ft ge ben! Wien, 6. Juni 1935. Der Präsident: Schober. Die BizePrälsidente'«!. Hotz. Tandler. Berein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, 2. Bez.,» Taborstraße 59. In der Zeit vom A. Mai bis 6. Juni 1925 waren angemeldet: Männliche Stellensuchende' 962 aus den verschled^isten Branchen. WeiblicheStellensuchende: 649 aus den verschiedensten Branchen. Männliche offene Stellen:, 8 Vertreter, 3 Laufburschen, 1 technischer Leiter, 2 Verkäufer, 1 Hilfsarbeiter, 4 Lebrburschen, 16 Praktikanten, 2 Herrenschneider, 1 Comptoirist. Weibliche offeneStellen: 3 Stenotypisttnnen, 5 Hausgehilfinnen, 6 Hilfsarbeiterinnen, 1 Lehrmädchen, 1 Stickerin, 1 Stubenmädchen, 2 Prattikantinnen, 1 Köchin, 1 Wirtschafterin. In derselben Zeit wurden vermittelt: Männliche Stellen: 1 Comptoirist, 2 Laufburschen. 1 technischer Leiter, 1 Verkäufer. 3 Lehrburschen, 2 Prakttkanten, 1 Herrenschneider, 1 Vertreter. WeiblicheSteklen:4 Hilfsarbeiterinnen. 1 Serviererin. 1 Wirtschafterin, 1 Köchin. 1 Stubenmädchen, 2 Praktikantinnen, 2 Stenotypistinnen. Die P. T. Arbeitgeber werden höflichst ersucht, sich im Bedarfsfälle an obige Adreffe zu wenden. Radioprogramm. Samstag. 6. Ju-m. 11 BiS IQ lK5r 50 Min.: Bovmvttagsnmsiik. - 4Mr 10 Min. bis bUhr25 Min.: NachmittagSkonzert. - V36 bis 6 Uhr: Ueberblick über die Gründung und Entwicklung der Künstlergenoffenschast. Vortrag von Prof. HanS Ranzoni. — 6 Uhr 5 Min.: Grimmelshausen und der „SimplicissimuS" von Univ-Doz. Dr. Herbert: Cylarz. — V*7 Uhr: »Wochenfeier". Mitwirken!»: Prof. Julius Jenisch, Kapelle Silving. — 8 Uhr: „Der Graf von Luxemburg" Operette in drei Akten von F. Lehar. — 10 Uhr: Heitere Abendmusik. vie Bundescheaterverlvaltung nicht in der Lage, weil sie aus prinzipiellen Gründen in den pensönlichon Konflikt der 'beiden Damen nicht eingreifen kann. Die Bundestheatcrverwaltuug inußte an diefsur Stand Punkt um so mehr seschalten, weil, selbst wenn die beha,uptctc. aber nicht erwiesene S t ö r n irg durch Frau Jeritza latsächlich erfolgt sein sollte, Frau Olszvwska doch nicht berech ligt war, in einer das Publikum verletzenden Weise zu der viel besprochenen, unzulässigen SelbschiLfe zu schroiten. Da nun 'Herr Dr. Klemperer erklärte, das von ihn: aufgestellte Junktvin 'nicht aufgäben zu können, so ist es der Thoaterverwaltung nick' Möglich, die Verhandlungen bei dieser Sachlage fortzusetzen. Das Wert ziehrerr. Ein neuer Urania-Abend und ein sehr willkommener. Das Werk Ziehrers tvird an auslgewählten Ziehrer-Weisen, Walzern. Liedern, Duetten vorgcführt und es ist sehr erfrischend, diese echte, blutvolle Wiener Musik in ausgezeichneter Wiedergabe zu hören. In dem einleitenden Vortrag, den Max Lilien au verfaßte und Direktor Karl Jäger sprach, wurde das Leben und Schaffen Ziehrers geschildert und mit Recht bedauert, daß die ursprüngliche, im besten Sinne des Wortes volksbümliche Wiener Musik durch die Talmierzeugnisse der Operettenindu strie, daß der Walzer durch Tango und Shimmy verdräng: wurde. Grselg Marion sowie die Herren Julius Patzak und Dr. Josef Bergauer brachten die wertvollsten Stücke aus Zichrerschen Operetten. „FA-rinigers Lied" mußte zweimal, das berühmte ,^iakerduett" dreiinal wiederholt werden, ohne daß eine Elaque intervenierte. Außerordentliche Wirkung übte ein Stimmungsbild aus Zichrers Tanzwalzern, von Max Lilien au zusammengestellt und mit feinster Nuancierung am Klavier vorgetragen. Prof. Roderich Baß mußte die Konzertparaphrase über den „Wiener Bürgerwalzer" zweimal spielen. Auch die Vorträge des Uraniaorchesters fanden stürmische Zustiimnung. Die Witwe Zichrers wohnte der schöner Veranstaltung bei, die sich zu «einer würdigen Gedenkfeier Meister Zichrer gestaltete. Aus den Theatern. RADIOAPPARATE RfllrlW niiniiiliiiiimiiiiii iiimiiiiinnimimiiiii und Bestandteile In bester Aus« ||l ■■ führung zu billigsten Preisen im MMM MS Beleuchtungshaiis MM 01161 Abt. RADIO Zentrale: VI., Qumpendorfferstr. 88B Bühne und Kunst. Sie Affäre Slrrewska-gerltza. Die „Stellungnahme" der Bundestheaterverwaltung. Die Bundestheaterverwaltiung vetzlaiutlbart: Die von der Direktion der Staatsoper verfügte Entlassung der Frau Marie Olszewska wegen des die Würde des Hauses verletzenden Benehmens der genannten Sängerin in der am 12. Mai stattgesundenen Aufführung der „Walküre" hatte zurückgezogen werden könnenwenn Frau OlszewsLa in einer an die Direktion gerichteten Erklärung den Tatlbostand zugegöben und über die Ungebührlichkeit ihres Betragens dem PMikmn gegenülber ihr Bedauern ausgesprochen hätte. Die Bundescheaterveüwaltung hat sich in entgegenkonmieuder Weise mit dem Rechtsvertreter der Frau Olszewska, Herrn Dr. Paul Klemperer, m Bechandlungen eingelassen, die aber nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt haben. Die Theaterbehürde hat von vornherein den Standpunkt eingenommen, daß für sie einzig und allein die Verletzung der Würde des Hauses und des PublAums, in dessen Reihen die ungetvöhnliche Handlungsweise der Frau Olszeüvska vielfach bemerkt wurde, in Frage konrmt. Da die Entlassung der Fvau Olszetvska ohne Anschung irgend einer Person einzig aus dem hier erwähnten Gvurche verfügt wurde, so hätte die Zurücknahme der Entlassung nur auf Grund der oben skizzierten Erklärung der Frau Olszewska erfolgen können. Im Lause der mehrfachen und eingchendeir Verhandlungen hat nun Dr. Klemperer die Abgabe der erwähnten Erklärung anstandslos zugesagt, gleichzeitig aber die Forde- 'ruug gestellt, daß die Bundestheatervevwaltung Frau Jeritza, der von Frau Olszewska insultierten Künstlerin, ln irgend einer, wenn auch noch so milden Form, ein Tadelsvotum erteile; dies aus dem Grunde, weil behauptet lvuide, daß die dlsfekthandlung der Frau Olszewska lediglich ein« Folge der durch Frau Jeritza angeblich verursachten Störung war. Auf ein solches Junktim eluzuHehen^ war Staatsoper. Morgen, 7 Uhr abends, a d a w» Butterfly". Theater imRedoutensaal. Morgen, 8 Uhr abends, die B a l l e t t k o m ö d i e n „Le p e t i tS rienS". „P u l e i u e l l a", „B a l e o st u m e", Teddybär". Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Peer G y n t". Akademietheater. Morgen, */,8 Uhr abends, „DerLiebhaber". Schönbrunner Schloßtheater. Morgen. */a8 Uhr abends, erste Wiederholung von „HoffmanuS Erzählungen". DentscheSVolkStheater. Mittwoch. */,8 Uhr abends, znm ersten Male NestroyS Posse mit Gesmig „E ulenspiegel oder: Schabernack über Schabernack", inszeniert von Nenato M o r d o. Montag in Abändemng des Spielplanes „Revolutionshochzeit". Kammerspivle. Heute, Vs8 Uhr abends, in Abänderung deS Spielplans „DerDienerzweierHerre n". Raimund-Theater. Heute zum. 125. Male „Antonia" mit Säri I e d ä k und der übrigen Premieren» Besetzung. Das Gastspiel Säri Fedäk geht am 16. d. zu Ende. Am 16. d. eröffnet Alexander T a i r o f f und sein Ensemble ein kurze» Gastspiel in den berühmtesten Stücken ihres Repertoires. Morgen, 12 Uhr mittags, Gedächtnisfeier für RooertMüller. Lustspteltheater. Haust Niese beendet Donnerstag den 11. d. ihr Gastspiel. Frettag zum ersten Male „Daß s i l b e r n e K a n i n ch e n" von Alfred Möller. Wiener Komödienhaus. Im Komödienhaus ist nicht der Hauptbetrieb, sondern bloß dve Sommerdirektion zusammengebrochcn. Die Galgen und Löhne der Angestellten sind restlos beglichen und sämtliche Mitglieder durchaus klaglos gestellt. Die Revue „Die große Trommel" gelangt nicht, wie beabsichtigt war. weiterhin „auf Teilung" zur Aufführung. Anfanigs August sott das Koniüdienhaus wieder eröffnet werden. Ein Johann-Strauß-FesUonzert im Schönbrunner Schloß. Als erste große offizielle Veranstaltung anläßlich der Hundertjahrfeier der Geburt Johann Strauß' findet kommenden Samstag den 13. d. um 6 Uhr abends ein vom Journalisten- und Schriftstellerverein Concordia. dem Wiener Männergesangverein und den Phlbhavmonikern vorbereitetes Festkonzert in dem von der großen Freitreppe abgeschlossenen Hof ods Schönbrunner Schlosses statt. Jüdisches Künstlerkabarett. Heule im ‘ ‘ . , , gelangt im jüdischen Künstlerkabarett (Theatersaal „Astoria", 2. Bez., Praierstvaße Nr. 60) „Schabse Goilem" zur Aufführung. Mitwirkenoe: Direktor Deutsch, Max Streng und Opernsänger Körner.— Donnerstag den 11. d. Sondervorstellung. Mittvirkend: Oskar Beregi. Isaak Deutsch, Jgn. Körner, Fräulein Lea Weintraub-Graf, Paula Dreiblatt, Klara Zucker. Dolly Nachbar. Fredl Bauer, Michael Preis, BotuschanSky, M. Herschkowiez und andere. Als Abschluß „Der Gott", Komödie-. Eil! tritt W. Beginn viertel S Uhr,

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