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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-02 · Heft 2256 (2.6.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2256 (2.6.1925)
Date
1925-06-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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- Wr. W6 Wien, Aen-tag Hält« es sich um die Bildung einer Körperschaft ge« ' handelt, die, ad hoc geschaffen, eine bestinnnte kurzfristige! Wtion zu unternehmen hätte, bei der es von Wert wäre, den i füd-ifchen Gvsamtwillrn in irgend einer, wenn auch mrvoll-! fwnwtcitcn Weife zu demonstrieren, dann hätte man vielleicht; all die organisatorischen Umnäglichkeiten mit in den Kauf nehmen können. Will „um aber auf dieser schwankenden Basis solch ein dauerndes >md lebenAvichtlgss Gebilde, wie es die Jawifh Agency ist, anfstellen, so muß man darin eine große Gefahr für das Funktionieren dieser Institution erblicken und somit ist hier von vürnehercin die größte Vorsicht geboten. Es genügt, das Programmatische außer acht lassend und sich auf das Organisatorische beschränkend, die Frage aufzuwerfen, auf welche Weise diese Institution sich periodisch erneuern wird (was doch wohl i„ irgend einem Turnus zu geschehen haben wird), „in die Absnrbität ihres inneren Ausbaues zu erkennen. Wie sollen zinn Beispiel in Ländern wie Polen, neue M!t>gflie>der statt der anÄcheidenden gstvählt werden? Das wird wohl von einer ähnlichen Konferenz Vorgenom« nren werden innsscn, wie Siescnige, die die Erstwahl anögesi'chrt hat. Neuwahlen haben bekanntlich Rechenjschaftsberichte der ansscheidenden Mitglieder zur Voraussetzung. .Wunen aber die Mitglieder der Agency sich auch vor dein zionistischen Teil des Grein in ms verantwortlich sichle», der sich an ihrer Wahl nicht beteiligt hat? Die Frage ist sicherlich zu verneinen. Ist den: so, dann erscheint eine Beteiligung der Zionisten an den fünf* tigen Konferenzen als - ein Unding. uttb smnit werden in der Zukunft auch die zionistischen Massen den Wahlen zu derartigen .Konferenzen grundsätzlich fernbleibe;: müssen. Nun soll •non sich konkret vorstellen, was das bedontet, allgemeine Wahlen anszuschreiben, bei denen n n r derjenige w a h lberechtigt i st, der das Baseler P r o g r a m m u i ch t anerkennt. Es genügt, dieses niederzulschreibrn, um das Groteske dieser Idee zu erkennen. Der Wähler müßte dazu wohl von der Zionistischen Organisation, als dsm einigen kmnpetenten Experten, sich ein Zeugnis, daß er kein Zionist ist, ansstellen lassen, welches er vor deur Wahlakt vorzulegen hätte. Der einzige Ausweg wäre vielleicht die lebenslängliche Ernennung, weit dann die Rechervschaftsbevichte der zu ersetzenden Mitglieder rogelinäßig wegsallen würden. Nicht leichter würde sich die Frage der Neubesetzung auch dort gestylten, wo die Erstchahl nicht auf der sogenannten demokratischen Grundlage erfolgte: auch hier wird das Erkünstelte der ohne jegliche feste Grrmd'tage erfolgten Wahl jedesmal prägnant in Erscheinung treten und die Neuernennung wird ein Spiel des Infalls fein. Ansanlmenfasssnd muß n,an sagen, daß die „fisty-fisty- Ageflcy", chenn sie — was immer problematischer erscheint — rns Leben gerufen ' werden sollte^ est, mechanisch zusammentgewürMes, zufälliges, jedes inneren Gleichgewichtes bares Gchrvde werden müßte, zu dessen Bezeichnung das Wort „OrganrjeMon" überhgutzt nicht angewandt werden könnte. f 6. r Denket: wsr uns aber eigen Ungenhlick diese ,,ge,tuscht«" Agezuy als existent und vergegenwärtigen wir uns die WSwivfungen ihrer Existenz, rricht für den Palästiflaanfbau, weil sas den Rah,neu unserer Ausführungen sprengen würde, sondern für die Zivnistische Organisation. Wese hätte dann — unabhängig van ihrer Ärgst, Vau her Zahl ihrer Anhänger — eine i>m voraus für immer festgesetzte Position innerhalb her Agency, sie haste sanrit keine Expansionsmöglichkeiten, keinen Ansporn zum Wachsen. Ob es in der Welt «ine Million Zionisten geben wüche oder zehntausend, für die Auswirkung' des Zionismus auf dcnr Hauptgebiet se:;wr Tätigkeit, dom des Palästinaaufbaues, tpäre dgs gänzlich ^relevant. Die Zionistische Organisation hätte eine bestimmt« Zahl ihrer Exponenten in die Agepey z»: entsenden, und es ipäre tatsächlich nicht einznsehen, wozu diese Ernennung durch eine so kanrplizierte Maschinerie wie ein Zionisten kongreß und nicht durch «in Komitee erfolgen müßte. Es handelt sich dabei nicht unn Zlvecknmßigkeitsfrqgen, in denen remc Vernunftsgründe maßgebend sind, sondern um die letzten Tmelckräft« >der Bewegung. Bewegung hßiht Expansion, heißt Eroberung. Bekehrung, Karnpf. bedeutet letzten Endes ein „Nichtmyders-denlen-dulden". Paktiert eine Befvegnng mit Andersdenkenden ~ nicht im Sinne parlaimutarischer Taktik, sow dern grundsätzlich kanonisiert sie die Existenz ihrer Gegner von gestern, verzichtet sie darauf, alleinige Gestalterin 'der Dinge werden zu wollen 'dann ist die Bewegung zürn Tode verurteilt. Daß der Weg der erweiterten Agency voller Gefahr für den Zionismus ist, dessen sind sich sehr viele Allhänger, ja selbst die Urheber dieser Idee bewußt, und immer wieder bekommen wir das von ihnen zn hören. Naiverweise denken sie aber, daß man durch Anstrengung diese Gefahr wird überwinden können, Sie perkennerl dabei völlig, dgß die Gefahr eben darin besteht, dqß die Bewegung außerstande wird AttstrengnugenZU machen. Sie ist wie ein Örgantsmns, in Hern das Herz Lähmnngserscheinungen aufweist: die Glieder sterben allmählich ab, dem könnte nur durch rege Herztätigkeit geholfen wepden, das Herz ist aber eben gelähmt. Wollen wir es offen bekennen: solche Lähmungsexschßi« "MWn sind bereits in den Funktionen unserer Bewegung zu verzoichnen, Seit fast einem Jahre stehen alle zionistischen Zentrglvrgane still: keine Iahreskonferenz, Lein Aktionskomitee, niemand kununert sich um deren Ansschaltung, die Unzulänglichkeit der gegenlvärtigen Orga ui satious formest wird von keine,n in dtbrede gestellt es wäre kann, sine U-ehsrtreibungk wenn man sagen würde: di« einzige Lebenssnnktion dex zionistischen Weltorganisation ist die... Tätigkeit des Londoner Orgauisationsdepart e m e n: s. Für diesen Zustand der Paralyse kann, nach meinen: Dafürhalten, kein anderer Grund vorgebracht werden, als der- Wißyß» _ jcnige, daß die Zioirstischs Organisation durch ihr« Agency- Politik den Wag der Selbstanflösung betreten hat. Nun, was erwartet die Organisation im Falle, wenn man diesen Weg weiter beschreiten wird, lvenn die Iewifh Agency einmal wirklich iu Erscheinung treten wird? Ts ist klar, daß der nächste Schlag den: zionistischen Kongreß gilt. Es wurde schon oben an-gebeiltet, daß der Kongreß ein kaum zn rechtfertigender Kraftaufwand wäre, falls seine vornchinliche An-sgabe sich nunmehr darauf beschränken würde, die ln, oder wieviel es sein mögen, zionistischen Mitglieder der Agency zu wählen. Aber nicht nur tväre es «ine unnütze Bergeydnug der Energie: Ein Zionistc,»kongreß, der kein« endgÜltiige'N, nnabäuderlichen Beschlüsse zu fassen vermag, ist, so wie die Dinge heute liegen, eine Sache per Unmöglichkeit. U«r Wahlen in die Agency vorzunehnie», die sicherlich nach dem Fraktionsprinzip geschehen werden, haben eS die Misrachi wirklich nicht nötig, mit dett Poale-Zion zlifammen zu tagen. Wann außerden; den Gewählten bestimmte Richtlinien zu geben sein tverden, so hat das auch nicht im Kongreß, sondern «n einzelnen Fraktionsbcratnngen zu geschehen. Ist der Kongreß keine Iewifh Agency nrehr, dann veptvqu'delt er sich in ein« simultane TaglUig von Pier oder fünf Parleikonfcrenzen, ja nach der Zahl der Fraktionen, und damr wär^e es wirklich ratsam, in siins gesonderterl Lokalen zu tage;,. An eine einheitliche Taktik aller Zionisten innerhalb der Ielvifh Agency zn glauben, wäre der Höhsplznikt der Weltfremdheit. Int Gegenteil, bi« Tagmrgen der Jewish Agency, wciur es zu solchen kgmMN sollte, würden sicherlich Pom Kam/pife der zionistischen Gruipl^en ge.gen«inander uy; die Gnich der sogenannten NichtzfotMs,, auSgefüttt sein. Der Zioniftcnikoirgreß wird entweder alS selbftmvdiger, unaibhängiger Faktor auf die palästinensischen Verhältnisse gestaltend wirken, oder es wird keinen Zionistenkangreß geben. 7. Vollkommene Unflarhßit der ppoje>ktierte>; OrMnisOtion, größte Ittrstckhaltung her heranMichWden Krejfe in bezug M dgs Wichtigste, auf ihre finanzielle MtaOest, einerseits, immer steigende Zerrüttung der Zi-onistischen OrganisatlMt, er? schrelkeichc Abnahine der ScheEeszaihler, Hahgsleglkng der ziöii;- stischpn Organe andererseits -— daß sirch die Ergeibnjsse hex Agency-Politik, die seit dpei Jahre;, Pie gesamte zionistische Wirklichkeit bsherrscht. Viese Anzeichen scheinen doisiir zu sprechen, daß diese Berirteilung der Lage i»; immer tpeitexe Kreise der Vetvegung cindriflgt, insbesondere dort, wo mau die Agency nicht ohne eigenes ZntttN, wie Pallas Athene denn ZeuMoPfe in vosicr Auszug, nradc in U. S. A., entstiegen, erwartet, sondern, wo man an ihrem Zustandskoenmen selbst mitznarbeiten hat. Inyner mehr scheint man hört eyMsohen, daß trotz aller ehrlichen Bemühungen uud weniger chrlichen Verzichte, man es zn kein-em vernünftigen Gchilhe mit organischen FnnsiionstUWliHkeiten zu bringen vcrrnag. Was entstchen faim, droht eine erschrecherche Isthnlichksit yrit eiiwm HonrnEulers, zn jüdisch „Golem", ausgulvciscu. Und um dessen willen soll die Zionistisch« Organisntion, der Kongreß, dgs Schönste, das Gimige, llyas wir als Nation an sozialen Wertest auheHach Palästinas besitzen, den größten Gefahren oysgesetzt, vielleicht geopfert werben? IrrGesmwere nmßte der wirtschaMche Msichwung in Palästina in d.iesenr Sinne ernüchternd tvixken. Denn die Ageney-Politik hatte, lvenn nicht ihren Urfpmng, sa doch ihren Nährboden in de;;, permanenten KrifeuMstaich unseres KplondsationMevkes in Palästina; es hieß, die Zianistischtz Organisation hat wirtschaftlich versagt, und so lange man nicht mit den dliHtzianisten paktiert, ist keine grnndle>g«»che Besserung ZN evivartM. Nun haben wir es erlÄbt, daß es auch ohne „gernrschte Agency" anders wurde, daß es auf vielon Gebieten ultserer Siedlungstätigkeit direkt zu einem UmschwuW kam, noch bevor die allein heilbrüigenden „stfty" die Sache mit in die Hand genourrnen haben. Es hat sich eben erwiesen, daß die wirtschaftliche Entwicklung PalÜst;n-as in erst«r Reihe von Faktorei,, abhäugt, auf die die Ietvifh Agency, sie mag aufgebgut und beschickt sein wie imnrer, gar keinen Einfluß ansznüben vermag. Die Agency kann nur dem aus vevschieh«- nen Quellen des jüdischen Bokkslobens mch Palästina KUströmenden Stoff Gestalt verleihen, und hier mtstcht Gen die große Frage, ob diose FmEtion des Gostaltens, des Formens, des Ordnens dadurch besst-r ausgeübt werden kann, daß rngn sie ans den Händen einer mchr oder Milcher einheitlichen, zielbewnßten, von großen GesichtsipnuLtan bchtrvschtan Institution in die einer hnntschßckigH;;, zufällig zusanWengssetzten, von keinem Gdsühl historischer Vevantwortzrng getragenen verlegt. Der letzte Einwaiwererstrom, di« sogtznanntr tziept« Wifah, hat in ganz besonderem Ataße gezeigt, welche großen AnfgäHen der Agency auch 'bei einer sozusagen natürlichen, fpmllanen JnlNligratioi, e,rwachseu, lNld hon welcher Peid-Utstng es ist, daß sie sich dabei von weiten nati-onalvn PevspeMven leütm lassen soll. Es ist kaum zu überscheu, welche;; AstWyMkg Mch die zionistische Bewegung während des lstzton Jahres erlebt hätte, wenn die nculichen uWuoifechyften EvsMe in Palästing hiß Orggnisatian nicht im Zustande äußerer AttMnng N>ch iunarer Zerfahrenheit angetrosfen hätten, wenn man durch einen sechs Jahre wcthrenvei; Defaitismus nicht den Mt Verloren hätte, das -in Palästina Erzielte ohne jede EinschrinMirg <mf das Konto des Zionismus, der jüdischen nationalen PMegstllg zn buchvn! ' Und in hohem Grade lchrreich ist es, dgß, ungeachtet des twstlosen Zustandes, in dem sich di« Orgcnrifatian als solche bsfindet, neue Kräfte sich bereit zeigen, ihr zMströmsn und"' o, Ironie des Gchicksäls! — gerade aus den Kreisan, dis man angeblich nicht anders gewinnen kannte als durch gefährliche, den lBestand der Organisation bchrchell-d« Experimente mit der „erlmitert»»;" Agency. Dax „Doar Hajo»;" wußte letztens aus New-Oo^ zu berichien, dnß eine ganze Reihe suhreuder Pevsönlichkeitrn inner- I. Juni 1086 _ 6«m» halb de, amen klinischen Iudentiimr -bereit ist. der Zionifvischell Organisntiml beiMretcu und daß in nächster ZuEnnft ein« gstvifse Beoständigung -n ertvartcn ist, die baS ganz« Iudsntum Amerikas in die Reihen des ZwniSnmS bringett könnte" (zitiert nach „.Hajsm" Nt. 107). Jnwiesew dies« Nachvicht den Tatsachen entspricht, bleibt natürlich abzuwarten, aber eines scheint sicher zu fein, daß iveiteste Kreise des Jlddentnms hercte bereit wären, den Anschluß an das groß« Wer« des Palästinacmfbaues nicht auf Umwegen durch die Agench, sondern unmittelbar durch Beitritt zum Zionismus zu suchen, und hätte nur «in Bruchteil der Energie, die aus die „Hevanzichung" verwendet wurde, der direkten zionrstSschen Propaganda gegolten — wie a,chers wäre es heut« um den Zioni^ mus bestellt? S. Ich bin am Schluß meiner Ausfichrungen augesangt, und möchte rmr noch für die Arbeiten des 14. Kongresses, der zu dem garrzen Fragenikonvplex der Agency Stellung zu nchmen berufen ist, einitze KoilfegueMn ziehen. Wenn nicht alle Anzsichen täuschen, ist bereits, wie oben ausgeführt, ßittc gewisse Schwenkllng m bezug auf die IajpiH Agency in weiten zionistischen Kreise,: zu konstatlieven. Es ist noch keime Bereitschaft, den bisher eingöschlagenvn Weg zu verlassen, aber ein Skeptizismus, eine Neigung, verschiedenes zu re-vidjeren, haachtsächsich vom StandWlpkte der Wahrung des zionistischen Kongresses, den ,nan inftinktw bedroht Mlt. Es ist daher zu erwarten, daß der Kongreß in seiner Majorität die Agenry als ein Eyperiment anschen mch sich wohl hüten wird, die. existierenden Ooganifationsformen z>: gefahren, ehe noch hi« neuen sich bewährt haben, ja. noch ch« sie entstgpden sipd. Ganz unglaubwürdig muß daher die Nachricht klingon, daß an leitender Stell« die Absicht besteht, scho,: von diesem Kongreß die Zustimmung zu einer aventuett erfochsMchon Abärcherung des 8 4 des Mandates, dem Wsosg« die Zionistische Organisation als Trägerin der Rechte der IewW-Älgency anerkannt ist, zu erlangen. Mn solcher Beschluß des KoiMesses hätte hcheutet, daß die Organisation deu letzten Rest ihres Mtürlich?» Salibstechcrltungstrjeibes. verloren hat und bereit ist, mit altem, was sie besitzt, oin gefährliches Va-banstue-Mi^ zu treilbem. Denn wie di« Dinge heute liegen, ist daran kaum gut zwesfesn, daß, falls der Kongreß die Emnächtigung erteilt, hie Aendeprmg des Mandats. zu beantragen, man an leitender Stelle krinc BedeEen haben wird, von dieser Ermächtigung sofortig«;: Gebrauch zu machest. Und damit wäre das Schicksal hex Organif-atior: Hesssgeit. Die Periode des Niederganges 'Unserer Bewegung, in die wir hmeistgeraten sind, kann recht bald ein Ende nehmen und dm;n stünde;ms der Weg offen, unsere gchchwächten Pchitionen it#;; auAzulbmre:: n;td alle für das Pglästinawevk geworrmnen KrDe um den Zionismus als solche,; zu famnkeln. Ist aber inzwischen unser PeWicht auf die uns international zuevkannten Rechte, als Agency zu wsvkest,. Ar frevechafter UeberstüMng an außevjüdische Instanzen bolanntgegeben worden — dann gibt es kein Zurück yrchr. M<pg sich dam: die „crlveitertc" Äaestky als große Tanschrmg ertpeistm, der Beschluß, sie anstatt der Ziönfftischen Ovgansiation zur Walterin der Recht« unserer natioimlen Heimstätte zu bestellen, wwd nicht mehr rückganM zu machen sein. Der Kongreß sollte angesichts' dieser großen Gefahr sich nicht dcmsit begnügen, «inen eventuellen Antrag auf Aenderung des WiMmtes, bevor sich die nerve Oygantsatiion dex Agency germgend L^vährt hat, ahzulchner:, sondern er müßte ausdrücklich den Beschluß fassen, daß eine MrttMmg ipge;ck welcher Art an di« Mandatarnracht betreffs Aenderungen in der Organisation der Jewish Agency nur mit ausdrücklicher Zustsinmung des Kongresses «vfolgan kann. Möge der Kongreß in letzter Stunde in sich die Kraft finden, für die in ihm verkörperte Ijde« tzes. sich selbst wgie>renden BÄes mutig zu kämpfen! »!! kin Jahr systematischer Büchsen« arbeit in Palästina. Bon abs. med. Meier Hammer. . Eines der aktuellsten Probleme in Erez Israel ist dm Bodenprpble;;;, da einerseits 14.000 Chaluzim auf die EintoanderiMg warten, denen der Keren. Kajemeth infolge der längst erschöpften Reserven keinen Boden zur Verfügung stellen kann, andererseits bedauerlicherweise die Bodenspekulation eingesetzt hat. Alle zionistischen Kreise sind sich darin einig, daß angesichts dieser Tatsachen der Keren Kajemeth in besonderem Maße gestärkt werden muß, um seinen nativ« nalsn und sozialen Aufgaben gerecht werden zu können. Zieht man das Kontingent von 8000 Pfund, das Oesterreich in diesem Jahre aufzubringen hat, und die Sammel- Mittel des Keren Kajemeth in Betracht, so läßt sich aus Grund der bisherigen Erfahrungen schließen, daß die Büchse allein imstande wäre, dieses Kontingent zu überschreiten. Di« Voraussetzung hiesür wäre vor allem, daß in jedem jüdischen Hause eine Büchse untergebracht tverde, und daß unsere freiwilligen Mitarbeiter bei der Leerung derselben nicht bloß die rein technische Arbeit versehen, sondern auch die Büchseninhaber stets ans die national-politische, wie auch sozial-wirtschaftliche Bedeutung und auf die sich immer steigernden Anforderungen an unseren Fonds aufmerksam machen. Cs ist üherflüssig, zu erwähnen, daß eine reichliche Propaganda- und Anfklärungsliteratur die Arbeit erleichtert und deshalb nicht fehlen darf. Roch in de;; letzten Jahren der Nachkriegszeit schien die Büchse als Sammelmittel infolge des Papiergeldes. ihren Wert verloren zu haben. Aus Grund der folgenden Statistik aus den Ergebnissen der Büchsen des 9. Bezirkes könnte man vielleicht auch zu den: Resultate konnnen, daß durch die Per-» nachlässignng der Bnchsenarbeit diese Meinung anfkommcu

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