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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-31 · Heft 2255 (31.5.1925) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2255 (31.5.1925)
Date
1925-05-31
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Äf. 2266 Wien, Sonntag Wiener MsrarnMunn. 31. Mai 1025 SeU IS Die tschecho-slowakische Handelsbilanz. Aus Prag, ÄO. &., wird gemeldet: Wie di« Blätter melden, zeigt dl« tschechv^jllowaklsche Handelsbilarrz für den Monat April eilt Gktivuin von Ä)9 Millionen und strr die Zeit vom Jänner dis April eint Aktion in von 745 Millionen Kronen. An der Spitze der Einfuhrländer stehen Deutschland und Oesterreich. Verzollung österreichischer Waren in Polen. Enigegru unrichliiacil Aeußerungen, welche voll ausländischen Konkurrenten Menüder den polnischen Kunden genrocht . werden, teilt die Wiener Kaminer für Handel, l^werde und Industrie im Einvernehnren mit der Aitstro Polnischen Kanmrer tut Wien nvit, daß Oesterreich lit Polen auf zolltarifarifchem Gebist die Meistbegümtigung genießt. Es fallen daher Oesterreich jene Zollermäßigungen von selbst zu, welche Poleir dritten Staaten gegen über int Wege von Handelsverträgen zugestanden hat. Mit dein Tage des Inkrafttretens dieser Mischen Polen urrd anderen Staaten geschlossenen Handelsverträge wird auch die österreichische Ware nr Palen zu deinselbeu Zollsatz abaefertigt, der sich aus dem Abschluß solcher Handelsverträge ergibt. Die Insolvenzen in Ungarn. Die räpid zunchmende Zahl der Zahlungsunfähigkeiten in Ungarn veranlaßt auch den Pölkevbundkommissär Smith, sich in seinem süngsterr Bericht mit dieser Frage zu beschäftigen. Während im Jahre 1922 die Zahl der Konkurse 26, die der Zwangsausgleiche 110, tun Jahre 1923 17, bezw. 38, tu der ersten Hälfte des Jahres 1924 36, bezw. 27, in der zweiten Hälfte des Jahres 1924 So, bezw. 169 betrug, gestaltete sich in den ersten vier Monaten des Jatzrcs 1925, diese Statistik folgendermaßen. Jur Jämrer gab cs 7 Konkurse, 120 Zwangsausgleiche, im Februar 14. bezw. 106, int März 17, bezw. 212 und im April 41, bezw. 245 Konkurse, resp. Zwaugsausgleiche. Pakctverkchr mit Gtoschritcunien und Nordirland, Zulassung von Pakete» bis zu 10 Kilogramm durch Vermittlung der britischen Post. Die Kammer für Handel. OtetoerDe und Industrie in Wien gibt bekannt daß vom 1. Jnni 1026 angefangen durch Bermitllung der britischen Staatspost »rach Großbritannien und Irland, ausgenommen den Freistaat Irland, Pakete ohne rrnd mit Wertangabe noch bis zu 10 Kilogramm zugelassen sind. Die Pakete int Gewichte von 6 bis 10 Kilogramm werde,r verläustg nnr auf dem Leitwcg über Denischland (Hamburgs befördert. Die Gcwichtsgobnhr für solche Pakete beträgt 6 Frauken 15, Een'.imes. Die Eilzustellnng bleibt ans Pakete bis zu 5 Kilograiif.lt bejchränct. Sperrige Sendungen find nicht zugelasseu. Montague Normans Reise nach Parks. Aus London, 30. d., meldet Wolfs: Wie der diplomatische Berichterstatter des „Dailv Telegraph" erfährt, hat die Nachricht, daß der Gouverneur der Bank von England, Montagne N o r m a u, sich, wie es offiziös heißt, aus Gesundheitsrücksichten nach Frankreich begeben habe, itt Finanzkreiscn besondere Aufmerksamkeit erregt. Es sei die Auffassung weit verbreitet, daß Norman ciugeladen worden sei oder werde eingeladen werden, mit dein Gouverneur der Dank von Frankreich nnd vielleicht sogar mit französischen Ministern die Lage des Frankelt zu erörtern. 6LN.VLK7H87VNY aanseaar« isikkasr«.- rtl.. mn.riin Wir liefern zu den Origmalpreisen der engl, Fabrik . ..gegen , Zahlungserleichterungen Der Bau eines großen Hotels in Jerusalem. Aut 10. d. wurde mit dein Bau eines großen Hotels in Jerusalem lhewnucn, das ,im Auftrag der Vereinigung der Hoteliers in Ercz Israel erstellt wird. Die Bauarbeiten wurden dem Solel- »oneh übertragen und werden von jüdischen Arbeitern mit größter Beschleunigung ausgeführt. Laut Vertrag hat der Bau »is Mm 8. Dezember 1925 fertig zu sein. Das Hotel befindet sich ut der King George Menne mit Fronten nach der Jaffa-!lud Ben-Jchuda-Straße an einem Hauptzentralpnnkt Jerusalems. Der Jaffa-Orangenhandel im März 1925. Der 'charse. Frost zu Anfang dieses Jahres hat eine Trockenheit der Frucht bewirkt, was sich auf dem englischetr Markte durch Preisrückgang geltend inachte. Außerdem ist die Position auch dadurch erschwert worden, daß einige. allzu besorgte Versandfirmen ihre Früchte in übermäßigen Mengen verschickten, weshalb der Markt sich außerstande sah, alle einlangenden, Quantitäten auf eiltmal aufzunehmen. Einen weiteren Vreisdruck bildete auch die ciniretende kalte Witterung in England, die den Konsum verminderte. Daneben sind noch größere Mengen.fpamischer Früchte in England eingetroffen. Die Preise ftttb von durchschnittlich 18 und 15 pro Kiste auf 11 und 10 gesunken. In Aegvpten hat der Markt anfangs März sich ein wenig gebessert: Pro Tonne erzielte man 14 äghpt. Mund. Indessen gaben sich die Preise jedoch wieder gesenkt. Notierung pro Lonne 10 äghpt. Pfund. Wiener Produktenbörse. Die Preise notierten gestern tote folgt: Wetzen: Inländischer 51.60 bis 52.50, Ungarischer Theiß 79/60 Kilogramm —bis —, Ungarischer Theiß 77/78 Kilogramm 64.50 bis 56.60, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis , Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —• ois —Roggen: Inländischer 47.50 bis 49.50, Pester Boden oder Nhtrer 47.— bis 47.50. Gerste: Inländische 40.— dis.45.—, böhmisch^mährische 50.— bis 52.—. M a t Sr Ungarischer 29.60 bis 90.50. C t n q u a n t i n 88.— bis 89.—. Hafer: Inländischer 43.50 bis 44.50. R e i Sr Italienischer 81.— bis 82.—, Burma 60.- bis 61.-. Mehrprodukte, Grieß inländischer 88.— bis 90.—, Weizenmehl 0 inländisches 34.- bis 86.- Kochmehl 3 inländische» 79.- bis 81.-, Brotntehl inländisches prima 69.— bis 71.—. Die Prelle verstehen sich, wo nichts anderes bestimmt wird, in österreichischen Schillingen vro 100 Kilogramm. __ Sie Levisenkurle. Zürich» 30. Mai. (Devisenkurse von 12 >lhr.) Berlin mo Billion 1.28 (1.33). Holland 207.55 (207.60-, New-Aork 516.50 (516.75), Lotldon 25.11'/, (25.12), Pari« 25.90 (25.93), Mailand 20.52 (20.63'/,). Brüssel 25.32 (35.75), Kopetthggen 97.35 (97.25), Stockholut 138.35 (188.35), Oslo 86.75 (87.35), Madrid 76.20 (75.-), Buenos Aires 210.50 (310.50), Prag 16.92'/, (15.93'/,). Btldapest 0.007370 (0.007375). Bukarest 2.45 (2.45), Belgrad 8.55 (8.50), Sofia 8,70 (8.70). Warschau 99.- (99.35). Wien 72.80 (72.80) für 100 Schilling. Bubapest» 30. Mat. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 10.880, Amsterdam 36.500, Kopenhagen 18.855, Stockholm- 18 »90, New-Äork 70.800, - London 345.000, Paris 8551, , Brüssel n 178, PtM 2104, Belgrad 1161, Bukarest 889, 'SBaiici"'" visten "980. Sofia 605, Mailand 2816, Mrich 12.74«, Schekelwoche de» Jüdischen lurn- und Sport» verbände«. Vom 3. bis 11. Juni. Jüdische Turne rund Sportler! Der 14. Ziontstettkoygreh wurde für den 18. August d. I. nach Wien einberusen. Es ist fetzt unsere Pflicht, werktätig in den Dienst der für unsere LandeSorganisätion so eminent wichtigen Schekelaktion zu treten. Der Schekel, der einerseits die sinanzvelle Grundlage der Zionistischen Organisation bildet, andererseits für die Vertretung nuferes Verbandes beim Kongreß ausschlaggebendest, muß nicht nur von sämtlichen Turnern und Sportlern gekauft werdcti, sondern soll mit Rücksicht auf die diesjährige Tagung des 1,4. Zionistenkvngresses in Wien womöglich auch au alle Anhänger der zionistischen Bewegung lind Paläst inafrennde verkauft werden. Der jüdische Turn- und Sportvevband Oesterreichs hat litt Berücksichtigung aller dieser Nntstände beschlossen, eine Schekelwoche in der Zeit vom 3. bis 11, Jnni für did jüdischen Turner und Sportler zu veranstalten, nur in dieser Zeit das ihm auferlegte Kontingent von 4000 Schekalim aufzuhringen. Während dieses Zeitraumes fotlcu sich die Angehörigen sämtlicher Turn- und Sportvereine ausschließlich im den Dienst der Schekelaktion stellen. Es, gilt, der Zionistischen Organisation gegenüber' einen' Beweis unserer Disziplin und Schlagkraft zu g6ben. Die Arbeit soll in der Weise dtlrchgeführt werden, daß die einzelnen Mitglieder der Turntmd Sportvereine von ihrer Bereinsteitung verpflichtet tverden-, selbst einen Schekel.zu kaufen Und Innerhalb des oben fixierten Zeitraumles eilte bestimmte Anzahl von Schekalim itt ihrem Bekanntett- und Berlvandtettkreis zu verkaufen. Wir erwarteit, daß ihr dieser «nsever Anfsordcritng gentäß -mit allett euch zur Verfügung stehenden Kräften für einen erfolgreichett Abschluß der Sch^kelaktiott arbeiten werdet. Die Schekalim sind aln Montag den 1. Juni in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormi'ttags und am Dienstag den 2. Jnni in der Zeit von 9 bis 1 Uhr mittags und 4 bis 7 Uhr abends im Bureau des Zionistischen Ländeskomitees, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, bei Fräulein B r a ü n stein zu behöben. Die A b r e ch n u tt g der verkauften Schekalitn. erfolgt während der ganzen Schekel-Woche, 'das ist vom 3. bis 11. Juni, spätestelts aber bis 12. Juni von 6 bis halb 8 Uhr abettds, i>m Sekretariat' des Türn- Und Sportberbandes, 2. Bez., Schtffanttsgasse 15, beim Sekretär Herrn Dr..Fischler. Dj>e .Ab-, führnng der nichtverkauften Schekalim, ntuß bis spätestens Samstag beit 18. Juni dortselbst erfolgen. Vereine, die schon früher Schckalint beim Zionistischen -Landes ko nt iteo übernommen halben, haben .diese auch' an den oben fixierten Tagen im Sekretariat des Turn- und Sportverbandes zu verrechnen.. Vereine,, die schott früher ihre Schekalim bei den Zionistischen BezirkSsektivncn übernommen haben, habet! diese zwar nt'it.den.Sektionell zu verrechnen, müssen aber die Anzahl der übernoinntenen und verkauften Schekalim dem Turn- und Sportverband bekanntgeben. Gegen Vereine,'die diesem Beschluß auf Durchführung der Schekelaktion nicht entspvccheu, wird; mit. den uns statutarisch zur Verfügung sichenden Diszipliltarmitteln^ evetttwell mit- Ausschluß aus dem Turn- und Sportverband, vorgegangen lverden.' , ■ - ■ . Mit Ntakkäbi-Grnß für den Jüdischen Turn- und Stzovtvechand Oesterreichs: . < , ” : Der Sekretär': Der Präsident: Dr. Jakob F i s ch l e r ut. p. Paul F ö l d e s m. p. - Das Wiener Urngnah - Match. Für das .eimnalig-e GaMiel des Olvmpiäsiegcrs in Wien eröffnet .die Bien n aim Hotel Union ob 2.>'Juni ein Vorverkaufsbnreau. Vormevknitgeu werden scdoch jetzt schon entgegengenomnteil itnd bezüglich Logen und Sitzplätzen in der Reche des Einlaufes berücksichtigt.- Aus. Budapest, Linz. und. Graz werden Extvazüge geführt. . . SPORTPLATZ HOHE WARTE Donnerstag den 11. Juni (Feiertag) halb 6 Uhr, S. C. Nacional de Montevideo, Champion von URUGUAY Weltmeister jtn Fussball und Sieger der Olympiade 1924 In Paris gegen I. Vienna Football Club vorher 4 Uhr: .Wiener Sportklub Ree. gegen Vienna Ree. (Metetereohaft) ln dfen Pausen: -Leichtathletische Wettbewerbe ab 4 Uhr: Konzert de Militärkapelle des I. R. 4 (Höch und Splenl) Borverkanf ab Nienstag: Arand Hotrl, Hvtel Metropo'e, AuuNrure 1. Bez-, Lttieiigassr 1, Hakoah L. Bez., LkhlsfiniitS,lasse l-». (Kvrrfit i. Btt» OtrplianSPlab, Ppoeth«»-: Lazar tt. Bez, Kelingasse, Stoue L Bivtli l. Bez., Karntnrrstrafie. Rechner i Bez., Jus>auueAgaIsr 17, wustl Schmid i. Bez., Museumftrafte ii, Krhleuderser 1. Bez, Krugeestrasir S, D- Leisner B. Ä. 6> Bez., Marlalillferstratze 7>, Ttowarz » Bell» itt. Btt-» Hattptfteatze 44, „Neus steeir Beope" '. Btt'» ßtrt»tkgass» 7, Zr»tralueeka«f: Hetel Union tt. Bez, NUßvurfcrstratze 23 Sie Hetze gegen Hakoah. Der Generalangriff gogcn die Hakoah hat be» goimeu. Als erste Opfer des grünen Rasens ismld drei Kieler: Schwa r z, Heß und G r ü n w a 1 d evnftlich verletzt. Fast schien es, als würde heuer der traditionelle konzenirische Angriff gegen den südischen Verein mtd seine Mannl'chaift au Meiden. Aber Wiens „Ehre" ist gerettet. Mit dem Eintritt deö Sommers hat sich, wie jodesmal, so auch heuer, die Fußballoiffensive gegen die Hakoah in Dcitvogur« gesetzt. Das war immer so, schon in der Kvciten Klasse, wenn der jüdische Verein erster Meisterschaiftsaniwärtcr war. Dann bildete sich stets eine geschlossene Front. Me VeremSfarbett verntischten sich und man fand sich auf gotneittisamer Plattform gegen die Juden. Wie auf allen anderen Ge-i bieten hat stch der Brauch auch im Sport eingenistet. Damit; nlnß das Judentum rechnen. Daß schließlich alle Anhänger der in der Meisterschaft noch aussichtsreichen Vereine gegen den SpitzenKub Stimmung machen, ist begreiflich. Bei den übrigen ist es eben das Motiv ,,darr Jud . Es wäre tmbegreifltch, ivenn es anders wäre. Die „Liste der Läufer", die sich neulich im Lager der Hakoah-Gegtter durch Ruse, wie „Saujud", reinrassig zu gebären trachteten, brachte Donnerstag eine pikante" Nuance in die Reihen des' Publikums. Es ist bekannt, daß alle Mannschaften gegen H a k o ach mit verstärkter Kraft nnd oft „mit allen Mitteln" lkämpfen. Der W. A. C. ptt Beijsjpiol, der in den letzteu Wochen einen geradezu kläglichen Eindvuck auf.dam Spielfolde ntachte, ist gegen Hakoah mcht mit seiner stärksten Mannschaft zu einer refpoktalblen Fornr attlfgelanfen. Wir erklärten, daß das 1:1-iResnltat den Kräfteverhältnissen entsprach.. Den Ekfmeier jedoch, durch den der W. A. C. zum Ausgleich gelangte, wird wohl auch der durch die Ereignisse vollkormnen etttsetzte 'lind kopflos gÄvordene Schiedsrichter ikatvm begründen können. Bezeichltenderiweise kottnte der W. A. C. im Vorlivöchigen Spiel gegen Slovan auch nur durch Mai gleichfalls fragliche Elfmeter auMeichen. Aber so weit wäre ja alles in Ordnung, wemt sich nicht heiler in verantwortlicher Stellung befindliche u nverantwörtliche Helfershelfer der Hetze gegen die Hakoah gefundeit hätten. Dasist ein Teil der. Wiener Sportjournalisten. Die Wiener Sporljournalistik ist ja eilt Kapitel für sich. Da gibt es zum großen Teile nur verblendeten VereinsfanatiSmus, 'verschärft durch Mangel an Sach- Lenntnts. Die-gigantische Welle des Fußballsportes hat Hm die Spalten der 'Blätter geöffnet, die vielen'Uttberufeneit anvertraut wurden. Die ziomlich albsoits gele-gsne Art des Ressorts veHindert jede Kontrolle und stattet Pcofoileu mit einer SeMtändigkoit aus, deren VeremÄ-orizont 'und Qualitäten der Fachkenntnis sowie der' Vevantwortnug ihre K o njunkturtätigkoit zu einer ösfentlichen Gefahr werden lassen. Zunt Mangol an Objoktivität, zur Verdrehung von'Tatsachen gesellen sich jüngstens noch Verhetzung und Aufretzung. Unsere pevsötMche Einstellung ist ja beLannt. Wir mußtetl torgcstern in gerechter und objeiktiver Weise auch alt dem Spiel »er jüdischen Mannschaft scharfe Kritik üben. Hierbei itüssen wir uns selbst korrigieren. Das erste Foul war nicht enes, das Scheu-er beging, sondern Envers knock-out m Heß, wodurch der Halkoahner spielnnfähig und nicht unbe- «nMch verletzt wurde. Ein Teil der Presse hat in richtiger Leiife auf beiden Seitett die während eines ganzen Spieles atlanerude beispieMose Gangart verurtoilt. Die Tatsache, datz Mreiche W. A. C.-SpieLer oft und oft wie Plattetibrüder auf nt Ha'kochner losgingeii, sie tätlich bedrohten und sie tu. -inigeu Fällen sogar insultierten, war, außer in der Wiener Morgenzeitung", mrgenids klar ausgvdrückt. Im „Dag", dessen Sportmelder Mar ein Amt, aber keine igene Meinung hat. nnd als U-Boote eines dirigierenden kapitäns in dessen -Fahrwasser segelt, heißt es. nach etner iteverenz vor den „Boltonlamperln". gegen dte stch Hakoah »erausnahm, ernsthaft spielen zu wollen — das W.^A C.- lstatch gilt ihm als ,beweis" „semer" Austcht über Hakoahs »eHe Gangart — u. a.: „Wir sagen es chrlich heraus, daß uns das Spiel der Hakoah mit tiefem Bedauern evMt hat." Da hat er recht. Mer er färbt seinen Bericht derart endeitziös und läßt im überwiegenden Teil seüwr Drnckzeilen ein gutes Haar än der jüdischen Mannschaft, daß cs sicher rls Entgleisimg anzuschon ist. wenn er dann spater sagt: „Auch bei Hm (dem W. A. L) galt es., zuerst den Mann, dann den Ball angoheu . . . Enver spielte ausgesprochen schlecht und derb, Zwolensky und Popovtch halfen sich in jeder Gangart." Wie gesagt, das nruß ein Irrtum sein. Vielleicht ist -8 setzevboshoit. Zur Illustrierung des rohon Spteles brachte er n 'der gestrigen Nummer ein Bild. Feigl, Zwolensko. PoPovtw tnd Grünwald vor den: W'. A. C.-Tor. Zwolensky hat gerade »en Fuß in einladender Weife gehoben. Ob nicht Grunwald Ki dieser Gelegenheit seine Knieverletzung äbbekontmen hat? In einer schwachen .Munde" entfuhr einem Rabbtnerchn folgendes Giftgas gegen die jüdische Mannschaft: .Es ist rmfaßbar. wie diese Mannschaft... sich so weit vergessen konnte, durch' eine Serie systematischer Brutalitäteit ihren guten Rutf auch atlfs Spiel «r setzen... Die Serie der Regelverstöße eröffuete Scheuer. Er hätte unlbedinat vom Platze gelvieisen werden müssen Ebenso wäre ein Foul Guttmanns an Hansl tvogen seiner Gefährlichkeit mit dem Msschlusse zu ahnden wweiett. E S wu rde zu weit führen, alle Rohe ttsakte i^r Reihe nach aufzuzähilen. dte Konstatievung ist nicht ilibertrieben, daß fast jedes Angehen seitens etnze.ner Hakoahner in unerlaubter und meist gefährlicher Formt erfolgte. Die Hakoah hat mit chrer gestrigen Aufführung daö moralische Anrecht auf das Chantpionat verlmrkt.. „Es würde zu weit führen, alle RoheitSakte anftuzählen." Uw ihn würde es zu weit Mren. Er nennt nur Hakoahner. Luv er. Schneider. Zwolensky. von denen sogar das .Sporttagblatt" zugeben muß. daß sie „vom Anfang an zu >en rücksichtslosesten Leuten auf dem Felde gehörten , fmb für hn unschttldige Knaben. Er, der sich ja sonst aus Fußball vtrtcht.' will es seinett fttdischett Lesern Nicht verraten, daß Hetz )on Enver fertig gemacht, daß Schwarz $toct* ua l h i il te re i nand e r brutal h i ng ewo rfe n wurde, o daß er derzeit sptelunfähig.ist, daß an Stenfeld zahllose verteckte Fouls, sogar von dem sonst zahmen Kltcpera. vetangen wttrdeu usw. Auch das Rowdybenehmen einj- * -1 W. A. C.-Sp i ele r hat er nicht bomevkt. weil emes Mt M M MM

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