Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2254 (30.5.1925)
- Date
- 1925-05-30
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. mi Wien, 'ScMitöfoß Wiener Moraerizeituns SO. Mar 1925 SöM« K Das Gra»«d Hotel Bauer in Bad Ischl können wir allen Erholungsbedürftigen tvärmstens empfchlen. Best.stopfle.qte Küche. Ideale Lage. Pension nur 13 S. täglich. TZ Die Vorteile eines eigenen Heimes finden Sie in der Hotel-Pension Deigner tu Baden bei Wien, Hclcnenftraße 71. Erstklassige Verpflegung, prachtvoller Garten. Berelne. BortrSge und Bersammluugen. Zionistische S e k t i o n P r a t e r. Jene Damen nnd Herren, die Schekelblocks zum Verkauf übernommen baben, werden ersucht, diese morsten und Montag von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittags in unserem Heim, 2. Bez., Jungstraße 8, zu verrechnen. — Bukowinaer I e n t r a l v e r b a n d. Sonntag Ausflug. Montag Zusammenkunft im l. Kaffeehaus (Prater). — ZionistischeFrauen-- o r g a n i s a t t o n. Mittwoch Sch ew not h - Garte nf e st mit fünf künstlerischen Vorträgen nnd Tanz im Cafä „zur Praterfee" Hauptalle 6. Beginn 4 Uhr. Gäste willkommen. Karten sind bei den Vorstandsdamen und im Bureau des Zionistischen Landeskomitees, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, Tel. 77-4-66 und 77-4-86 zu haben. — Zionistische Kulturgruppe Brigittenau, 20. Bez., Karl-Meißl-Straße 6/1. Heute, präzise 7 Uhr abends, dringende AuSschußfitzung. An beiden Pfingstfeiettagen ab 9 Uhr vormittags Generalbüchsenleerung. Teilnahme sämtlicher Mitglieder Pflicht? Ab 1 Uhr Ausflüge. Gäste herzlichst willkommen. — Jugendgruppe der zionistischen Sektion Zwischen brücken, 20. Bez., Allerheiligenplatz 3, (5af6 Park. Heute, 4 Uhr nachmittags, GeschichtSrefexat Schleien: „Hiskra und seine Nachfolger". 7a8 Uhr abends Vortrag Dr. Z. F. F i n k e l st e i n : „Richter und Propheten". Morgen vormittags Schelelaktion. Die Mitglieder versammeln sich um 9 Uhr vormittags vor den: Vereinslokal. Schewuoth-Ftter für Schulkinder. Morgen findet im Saal der Tovnbeehalle, 20. Bez., DentSgasse 33, um 3 Uyr nachmittags eine Feier für Schulkinder statt. Programm r Die Rolle Ruth, Tänze, Mustkvorträge, Deklamationen. Die Leitung der Feier führt die eben aus Palästina rückgekehrte Lehrerin Erna Haben. Gäste willkommen. Lord Balsonr und die Eröffnung der hrbröischeu llniverfitSt iu Jerusalem. Eben ist in Wien der Film, der über Auftrag des Keren Kajemeth in Jerusalem bei sämtlichen Feierlichkeiten aus , Anlaß der UniverfitätSeröffnung gekurbelt wurde, eingelangt. Der Film, der zirka 250 Meter lang ist, zeigt in technisch vollendeter Art die Feierlichkeiten in I e r u s a l e m, T e l - A w i w und den wichtigsten Kolonien. Er zeigt die noch im Bau begriffenen und bereits fertiggestellten Gebäude der neuen Universität. Ganz besonders interessant sind die Teile des Films, in denen die offizielle« Persönlich'eiten, die an der Feier teilgenommen hckben, zu sehen sind. Lord B a l f o n r, Sir Herbert Samuel, Professor W e 1 z m a n n, Oberrabbiner Dr. C h a j e s, der Dichter B i a l i r, Feldmarschall A l l e n b y, Rabbi K u k und viele andere. Die Vertreter sämtlicher Staaten und Universitäten sieht man bei sämtlichen aus diesem Anlasse stattfindenden Festveranstaltungen. Der Film, der überaus großes Jntere sie finden dürfte gelangt Heute Samstag um 10 Uhr abends im Elite-Kino, 1. Bez., Wollzeile 34, zum ersten Male zur Aufführung. Außerdem wird der neue Palästinafilm ,,DaS Land derVerheißung" vorgeführt. Den begleitenden Vortrag hält Herr David Neben zahl. Karten m haben in den Vereinigten zionistischen Bureaus, 1. Bez., Kärntnerstraße 28 (Tel. 77-4-85, 77-4-86), in der Buchhandlung N. Löwit, 1. Bez., Roteuturmstratze 22, und an der Kiuokaffc. Bühne nnd Kunst. „Sftern" mit Maria Srrta. (Kammerspiele.) Sie war indisponiert und doch inicmals so bezwingend, wie an diesem Abend. Im stuumren Spiel, in der Reirchett Mubigen DuLdcrtumS, in der m, endlichen Güte ihrer Blicke, in der juibÄuden Freude Wer die Befreiung ihrer geliebten Mitmenschen bau furchtbarer Pom. Musik des Himmels setzte eint, nJls ihre Stümnbänder versagten, Engel halfen mit und Maria OrSka, die Mittlerin, tvar verchrnngswürdig. Haft ab vor BühmMlinstlvrn, die in einer Zeit bitterster Dheatertfot und widerlicher PrünaldonnenPamdale euren solchen Aüetld bescheren. Unter der Leitung von Dr. Franz Horch vereinigten sich die Herren Archer, Lei und Schmale, die Frauen Siattson und Flanz-Land-au mit der Gästin 3» einen: außerordentlichen Ensemble. O, A. „Pepl. die Perle." THERMALBAD F I VÖSLAÜ i Inmitten ausgedehnter Fohrenwaldungen, wlndgeschützt, staubfrei u. sonnig RADIOAKTIVE THERMEN ' die gleichen Heilerfolge wie Oasteln, besonders günstig für Herzerkrankungen, Nervenleiden, Frauenleiden, gichtische Crseheinungen und Verdauungsstörungen 5111 Pensionen und Hotels von erstrangigen Instituten bis zu den billigsten Prospekte und Auskünfte bereitwilligst durch die Kurkommisston Vftslnu «I Schönbrunner Schloßtheater. Heute, ',',8 Uhr abends, findet die Eröffnungsvorstellung unter der Direktion Rainer Simons mit Händel« dretaktiger heiteren Over gXerxes" statt und bleibt diese bis einschließlich Freitag den 6. Juni auf dem Spielplan. Beginn der Vorstellungen um Vs8 Uhr. Deutsche» Bolkstheäter. Alexander M o i s 1 i spielt nur noch heute den Grafen von Charolais und morgen in „Wollust der Anständigkeit", „Er ist a.n allem schuld" und „Die schlimmen Buben i n d e r S ch u l e". — Montag den 1. Juni „D i e h e i l i g e Johanna". Kleines Theater in der A n n a g a s s e. Morgen endet das Ensemblegastsviel des Deutschen Volkstheaters. Neues Wiener S t a d t t h e a t e r. Sonntag zum letzten Male die Schwänke „Villa S t e i n h o f" und ..O b l a t t s Frauen". — Montag „D e r B ö h m i u Amerika". WienerKomüdienhaus. Sonntag und Montag finden um 4 Uhr nachmittags zwei Konzerte des russischen Balalaika-Orchesters der „Ural-Kosaken", die sich auf der Durchreise zur Pariser Ausstellung derzeit in Wien befinden, statt. K a m m e r s p i e l e. Heute, 7 Uhr abends, Strindb e r g 8 „O st e r n" mit Cäcilie Lvovsky. Lustspieltheater. Die GesangSposse „D i e Frau d e 8 D e b ü t a n t e n" feiert heute das Jubiläum der 100. Aufführung in Wien. In allen hundert Vorstellungen spielte Harrst Niese die von ihr kreierte Rolle. Apollotheater. Heute letzte Vorstellung, womit die VariLtösaison ihren Schluß findet. Allen ihren pekuniären Verpflichtungen, die behördlichen Abgaben, wie Lustbarkeilssteuer usw. eingeschlossen, ist die Apollotheater-Betriebsgesellschast m. b. H. pünktlichst nachgekommerr. Bandalismus. Wie »ms der Bund DerreichWer Künstle»: Knnstschan imii'tteiift,. haben Kulturträger anläßlich der sechsten Kunstfchau int Kunstlerhaustk - Mer AyNarelle von Franz Z ü { o so f r e u z iw c if e d<u r ch st r i ch e n'n ,t h b csudolt. Es ist bisher nicht gelungen, die UrhMr des Bubenstreiches ausfindig zn machen. Staatliche Ehrenpreise für Künstler. Ans Grund der vorgenommenen Bcstchtigung der im Frühjahre.dieses Jahres in Wien veranstalteten Ausstellungen hat die zur Zneokenn-ung der von: Ministerium für Unterricht gewidmeten Preise berufene Jury nachstehende,, Künstlern staatliche Preise gn je 1000 Schilling (10,000.000 Kwuen) zu erkannt: Den Malern Karl Fahr \ u g c r, Äidtvig. Ferdinand Graf, Aklv-is H än isch, Josef Kolig (Mötsch im Gailtale), Max Oppenheimer und Dr. Alfred Pöll (Lvirz), dann den Bildhauern Michael Drobil, Iolsef Mü lln e r, Theodor S inn dl und Tldolf Wagner von der M»ihl. Thomas Mann spricht am 2. Juni, 7 Uhr abends, im Bovtragsfaäl des Pen Club. 1. Bez., Amiagasse 5 (Politische Gesellschaft) über „Natur und Nat ion". Karten bei der Hellerschen Bu'chhandlung, 1. Bez., Bauernmarkt Z. Zwei Abende „Jüdischer Humor". Unter der artistischen Leitung von iAlax Streng finden heute in: Theaterfaale des Cafe Ar La di a <2. Bez., Pratevstvaße 60) zwei jüdische Kabarel'tabende statt. Es wirken »mtcr anderen Frau Lea Wcinit r a n b - G r a f sowie die Herren Isaak Deutsch und Max ' Streng mit. Beginn viertel 9 Uhr. Eintritt frei. Max Liebermanns Photographien züm „Buch . Ruth". L-ieHermann, der sich erst -in den letzten Jahren jüdischen und bMifchen Motiven zugewandt hatte, hat soeben die von ihm geschaffenen Lichographierr gnm „Buch Ruth" evscheinen lassen. Radioprogramm. Samstag de» 30. Mai. 9 Uhr: Marlthericht. — 11 bis 1 Uibr: BormittagSmusik (Programm nach Ansage'. — 1 Uhr 10 Min. r Uralsiazeit. — 1 llhr 20 Mi«.: Wetterbericht. — 4 bis 6 Uhr r Nachmittagskonzert Alitwirkeud: Konzertiängerin Adele Hausenbichl. — V..7 Uhr: Vortrag: Wochenübersicht. — 8 Uhrr „Gräfin Mariza". — 10 Uhrr Heitere Abendmnsik. (Rolandbühne.) Frau Gisela WerbezirL als stelleHucheM Mchin, später als Küchenfee und zuletzt als ParvenüLgattin — dieise 2lndenln:vg genügt, n>n: sich den Erfolg Vovzustelleu, den Armin Friednlanns drei harmlos lustige Abte beim PMiftmr der R o l a n d b n h n e gefunden Habens Wieder ist es die mit allen Firressen der 5wnnk und der Träne geschmierte Davstellnngstuust der Wwbezirk, die hiureißt, die keine Pause zwischen Lachen und Nühmng anstomnren läßt. BetwundernngAvürdlg die Feinheit der Uebergängc, das Einpovhoben der Banalitäten in eine Sphäre, in der jede kritische Einstellnlrg zmn Stück verffanmutt. Jeder wird sich „Pepi, die Perle" anfehen müssen. o. r. Aus den Theatern. 7,8 llhr abends, „D e r - Für Mitte Juni tvird Gatte" neu ein- Burgthea' er. Morgen, Schleierder Beatriee". Oskar Wildes Komödie „Ein idealer studiert, Wiorgen, 7,8 Uhr abends, „Soll man es sagen?". - Am IS. Juni gelangt die Komödie „D t e K a r a w a » e" von Miax Mohr znr^ ersten 'Aufführung. S t a a t S o p e r. Morgen, 7 Uhr abends, „C arme n". TEU.2ANEV^QE^ der Broadcasting Radio~pe2ialfabrik bei M. M. BERND Wien, IV. Bez., Brahmsplate 7, Melanin Telephon Nr. 58-5-75 8024 SerWssaal. Slftmordversuch an kieben Personen „$u sollst mich noch kennen lernen." aus Bor einem Schäfftnsenat des Landesgerichtes 2 unter Vorsitz des OberlandeSgerichtsrates Dr. Wilhelm begann aeftem die für zwei Lage anderaumte Dechandmng gegen die 34jährige Weißnäherin Margit Dübelt, die beschuldigt wird, den Versuch gemacht zm haben, sieben Personen im Haufe, das sie bewohnte, Gift beizubrinden. Die Anklage wird von Staatsanwalt Hofrat Dr. Sacher vertreten, als Verteidiger steht der Arrgekla-gten Dr. Fleischmaun zur Sette. Nach der Anklageschrift erkvanAen im Juni vorigen Jahres in Hadersdorf sieben Personen unter Erscheinung einer schweren Dergifturrg. Alle erkrankten Personen hatteir von einer Fleischspeise genossen, Lre in einem Speisekasten des Wagenmeifters der Bundesbahnen Johann Berger verwahrt war. Dieser, seine Frau, sein ISjähriger Sol>n und seine Schwiegermutter waren erkrankt. Weiter zeigten noch BergiftungserscheinunMn der Depositenamtsdirektor Heinrich M a i h a r d. seine Gattin nnd sein Sohn. Frau Maihard hatte das für ihre Familie bestimmte Fleisch in den Kasten Bergers eingestellt. . Die Untersuchung der restlichen Fleifchmengen ergab eine Beimengung von Arsen. Der Verdacht richtete sich auf die im Hanse mit ihren Eltern wohnende Näherin und Stickerin Margit Dnbell, die im Keller gesehen worden war. obwohl sie vorher inrnrer erklärt hatte, sie fürchte sich, den Keller ,;u betreten. Am Morgen des 14. Juni reiste Margit Dübell zu ihrem Bruder nach München. Bei der Hausdurchsuchung wurde in einer Lüde ein Brief gefunden, den sie an Borger gefchrioborr nnd noch nicht abgelsandt hatte. Aus diesem Brief ging hervor, daß zwischen ihnen ein Verhältnis bestarrden, ^aL gegen den Willen des Mädchens wieder gelöst worden war. Das Schreiben enthielt Drvhuugen mit Skandal und die Worte: „Du sollst mich noch kennen lernen." Im Nachtkästchen der Angeklagten wurde eine kleine Glastube mit einen: weißen Pulver gefulcheu. Die Angeklagte, eine große, hagere Person mit schon leicht ergrautem Haar, erklärte gestern auf die Frage des Vmsitzenden, ob sie sich schuldig bekenne: Ja. ich häb's getan. Auf die Frage, gegen wen sich der Anschlag gerichtet hat, sagt sie: Gegen die Familie Borger. Das Gift hat sie zufällig bei der Tante geschen und mttgenommen. Sie bestreitet jedoch die Mordabsicht. Sie wollte durch .das Gift nur Ue>belkeiten Hervorrufen, nur das Einvernehmen des Ehepaares zu störm. Er hätte ihr versprochen, sich innerhalb dreier Monate vor: seiner Frau scheiden zu lassen und um ihre Hand auch bei ihrer Mutter angehalteu, da er erklärte, er. könne ohne sic nicht loben. Die Bechandlung wird heute zu Eude geführt. _ ,Hainen" und „Frauenzimmer". Gräfin Irma P a l s f y hatte ihren: Untermieter, den Kunfthiftoriikcr Dr. Karl Po'llhammer, das möblierte Zimmer gekündigt, weil er, entgegen der bei der Vermietung gestellten Bedingung, keine D a m e nbefuche zu empifangon, in Mwüsenheit der Vermieterin rnehrrnals solche Besuche emstfaugon hübe. Der Angeklagte gäb an. «die Damen seien tt: gaschäistlichen Angelege,cheite,: — es handelte sich um den Verkauf vor: KurvstgegenftänDen — M ihm gekommen. Auf solche Besuche könne sich das Verbot, „Damenbefuche" zu empfangen, unmöglich beziehen. Das Bezirksgericht Jos-efstabt erklärte die Kündiguidg für uirwirksam, weil die ln Betracht fommenben Damewbesnche Ovei Jahre Mrückl'iegen. weshavb angeimmmen werden muffe, daß die Vermieterin darauf verzichtet habe, aus diesen Besuchen Konsequenzen z,c ziehe.,:. Bei der über die Berufung der Klägerin vor dem Landesgerichte für Zivrlrochtssachen stattgehabte,: Verhandlung bezeichnete der Klagevertreter diLse ,/Verzichtsthoovie" als u>:stichhältig. Ob die Vermieterin früher oder später dieisen KüMgungsgrnnd geltend nrache, sei belanglos. Der Goklagtcnvertreter erwiderte, es müsse ein Unterschied zwischen „Damen" und ,F?rauewAimmern" gemacht .werden. Unter ,-FvanoMin:nler"-Besuchen verstehe „ran anstößige Besuche, vor: denen aber hier keine Rede sein könne. „Damen", die in geschäftlichen Angelegenheite:: zu dem Zimmerherr,: komrnen, könne dieser jederzeit empfange,:, ohne der Verembarrmg zuwider zu handeln, denn das seien kerne ,/Fraue,^i„l„:er", wie die Klägerin sie nenne. Es so: übrigens .nicht einzrtse'he,:, wieso das sittliche Empfinden des alten Fräuleins verletzt worden sein konnte, da s'ie doch während der in Betracht komnrenden Zett nicht in ihrer Wiener Wohnung, sondern auf der' Sommerfrische in Ungarn weilte. Der Geklagtenvertreter stellte sich, über auch auf den Standpunkt, daß eine solche Bcdnvgung gelegentlich der Vevnftetnng überhaupt unzulässig sei. Andernfalls könnte das Mietorschutzaesetz durch Stellung von allen nwglichen Bedingungen übeHaupt illusorisch. gemacht werden. Der Berufungssenat (Vorsitzender Hofrat Dr. Fanta) gab der Bernfung der Gräfin Palfsy keine Fo lge und bestätigte das evstrichterliche Uxteis. Die Klage der abgebauten Länderbarckbeamten abgewiesen. Seinerzeit habe,: 13 Beamte der Landerbank sowohl gegen die Zentraleuwpaische. Lä,:derbank in Paris als auch gegen die Zweigniederlassung in Wien durch Dr. Viktor Leffort Festftelluuasklagen wegen Rechtswidrigkeit der Auflöfunq des Dienstvevhältn:ffes und Weirerbestaiw ihrer Ansprüche aus den: Dienfweuhältnis erhoben. Die Kläger und eine Reihe aüdever Beamte,:, welche durch 16 bis 24 Jahre bei der Anstalt bedienstet waren, wnrden, wi? die Klage aussührte, Elwc September 1924 pw 1. April 1935 sechsmonatig gekündigt und in den dauernden Ruhestand bei sofortiger Tienstenihebung versetzt. Diese Dienstesenthebuna erfolgte auf Grund der Dienstprcrgmatik wegen Einschränkung des Geschäftsbetriebes. Die Kläger bchaupte:«::, daß die Borausjetzungen zu dieser Maßnahme nicht geg'.ben waren, daß eine EuWranknnq des Geschäftsbetriebes überhaupt nicht vorlag und daß diese auch den im LänderballLwsttze übernommenen Berpflichtungen, insbesondere der Zusage, den bsstchenden Beamtenkövper in aktiver Stellung zu erhalten» widerspreche. Selbst Ivenn aber der Abbau mirlge Geschästseinschränkung „otjvendig gewesen wäre, so hätte dieser Abbau nach gerechten Gru,chsätzer: erfolgen müssen und hätten in erster Linie Vertragsbeamte. Doppelvevsovger. Beamte mit SSjahriger Dienstzeit und die übrrrlüffigen Direktoren abgebaut werden muffen, bevor man zur Penfioniernng der dofmitiven Beamten mit weniger als 35 Diewstjahrrn schreiten konnte. Dias: Pensionierung sei v e r t r a g s w i d r r g. Die Beklagte sei schadenersatzpflichtia und verpflichtet, ihnen die Differewi der Bezüge auszNbezahlen. Mt seinem Urteil hat nun das Getverbegericht unter Verwerfung der Einrede der sachlichen mid örtlichen Unzwständigkeit des Gewevbegevichtes bezüglich der mitgeklagten Pariser Hauptanstalt die Klagen auf Feststellung, daß den Klägern ein Schadenersatzanspruch auf Ersatz der Difse>-enzbeträge zusteht, die sich zwischen dem jeweiligen Pensiorrsbezügvn der Kläger und den Aktivitätsbezügen, die den Klägern 'bis zum 60. Lebensjahre, unter Berücksichtigung der allgenwineu Slvancentertts zugostarwen wären, a b g e w i e s e n, obenso die FMtellun>g, daß die Penfioniernng zu Unrecht erfolgt ist.