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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-25 · Heft 2249 (25.5.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2249 (25.5.1925)
Date
1925-05-25
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 2SS6 ' Men, Montag «ttf dir Zusammensetzung ihre- Mitgliedevstandes, der sich Mar zum überwiegenden Teil aus Zionisten rekrutiert und gerade i» den leitenden Männern «ine Personalunion mit den hervorragendsten Funktionen der Zionistischen Organisation aufweist (Dr. LhajeS, Ussischkin uftv.), sie siird es aber hauptsächlich nicht mit Bezug auf ihre Anifgaben. Der Wirkungskreis der einzelnen jüdischen Ligen, für welche das -matzgeben.de Statut der Brüsseler Union das strenge Territorialprinzip vorschreibt, ist wohl räumlich enger, sachlich aber bedeutend weiter als der des Zionismus. Ihre Legitimation innerhalb der Union finden sie ja als Minoritätsligen und somit fällt ihnen gänzlich auch daS große Gebiet der Galuth-Politik zu. Das macht ihre Stuf gäbe doppelt schwer, ober auch doppelt bedeutsam. Das läßt sie moralisch vou zwei Häher geordneten Instanzen — der Zionistischen Exekutive in London irnd dem Comite deS delegations in Paris — in einenr gewissen Sinne abhängig sein. Aber gerade dieser Dualismus beinhaltet die ihnen vorgeschriebelie Nolle in der jüdischen Bewegung unserer Epoche. Diese Rolle ist eindeutig und außerordentlich wichtig: die Gesamtheit der jüdischen Ligen innerhalb der Union — sei ihre Zahl nun drei oder zehn — ist bertksen, die Einheit des modernen jüdischen Problems in allen seinen Auswirkungen und wechselnden Kräftevevschiebungen der öffentlichen Meinung der Welt ständig vor Augen zu führen. Die Kraft des Zionismus, der Zionisten sowohl als ihrer durch die angeba'hnte Neuordnung der Mitarbeit neu zu gewinnenden Helfer, ist gleichzeitig konzentriert und be-' schränkt durch die Grenzen deS Mandatsgebietes Palästina. Außerhalb dieser Grenzen kann sie sich nur mit der Aufbringung der für das große Werk notwendigen Geldmittel und den wichtigsten Bovbereitungsverhandlungen für den Transport und die Schulung der Emigranten befassen. Was in den Ländern im Rahmen oder im Anschluß ait die einzelnen zionistischen Organisationen an politischer oder juristischer Arbeit geleistet wird, besitzt größte Unabhängigkeit und ist im Gegensatz zur eigentlichen zionistischen Betätigung ausschließlich lokal orientiert ohne direkten Zusammenhang mit den, einheitlichen und untrennbaren jüdischen Gosamtproblem. Wer die Vorfälle anläßlich der letzten Herbsttagung der ständigen Mandatskommission 'des Völkerbundes aufmerksam ■ verfolgt hat, bei welcher bekanntlich durch Sir Herbert Sanmel pflichtgemäß der erste Bericht über Palästina erstattet und i-m weiteren Verlause den arabischen Pr-otestvovstellungen ein Raunt und eine Bedeutung gewährt wurden, die in der zionistischen OossenMchkeit Beunruhigung und Enttäuschung hervorzurusen geeignet waren, wird ^kennen, daß. hier der Schlüssel zur Lage zu suchen ist. Wir tpollen hier nicht fragen, iw.ä die Ursache der bedauerlichen Tatsache war, daß die letzten Jahre zionistischer Tätigkeit das Palästinawerk, je mehr eS WirMchkeit wurde, nach außen hin als Sache an sich erscheinen ließ, als ein lediglich von dem Interesse der übrigen Welt begleiteter ^Meliorationsdersuch. Der Teil der Araber, der gegen die zionistische Tätigkeit in Opposition zu bleiben wünscht, hat mit einer Deutlichkeit, die Leines Kommentars bedarf, zu erkennen gegeben, daß er ans diese Förderung des Landes verzichtet. Jeder Versuch, in dieser Hinsicht ,^uszuAären", ist also oon vornherein dazu verdammt, ins Leere zu stoßen. Gbonsowenig — das ^dürfen wir uns nicht vechchlen — kann unser auf tiefster Uebevzeuigung beruhender Hinweis auf unser historisches Recht Hemmungen dort aus dem Woge räumen, wo sich die Gegnerschaft aus vorgeblich fachliche Einwände zu stützen vorgibt. Rechnen und hassen wir auf internationale moralische Hilf« — und kein Volk-der Welt, ist «8 auch im Besitze eigener Staatsgewalt und der bedeutendsten Machtmittel, kann heute -ernstlich erwarten, ohntz eine solche irgend etwas durchzusetzen —, auf eine moralische Hilfe, die über die durch sie primitivste Lonventionelle Etikette gebotene Teilnahme an jüdischen Festlichkeiten hinausgehi, so kann dies nur geschehen durch das allgemeine Bewußtsein der Existenz und der schädlichen Auswirkungen der heutigen Jndenfrage und den Hinweis auf Palästina als aus die Sinzig realisierbare Lösmbg derselben. Nicht von dem enge begrenzten, Standpunkte eines kleinen MitteLmeerküstonstviches, nicht nach den Maßstäben, die etwa für ein stkoich großes Territorium von Marokko oder Uganda gelten würden, noch -nach der gefühlsmäßigem Einstellung der dort ansäjsigen Bevölkerung darf das Problem des Zionismus bohandott werden. Wer das offizielle Protokoll der Tagung der Mandatskommission nebst «den Anlagen, in denen »ie arabischen Beschtvevden im Wortlaut veröffentlicht sind, liest, dem drangt sich der Eindruck auf, daß die Gravwmina der arabischen Opposition schließlich im Hinblick ans ihre Einstellung und ihre eng begrenzten Interessen zu erwarten waren. As ist die Ausfassung deS primitiven Landbewohners, die von geschickten Agitatoren sicher auch mit demselben Erfolg etwa gegen eine Einwanderung eigener arabischer Stawnvesgenossen hatte -mobilisiert werden können. Wir sind zudiefft davon überzeugt, daß das zionistische Aufbauwerk tatsächlich -der Gesamtheit der LandeSbcwohner zugute kommen wird und ein harmonisches Verhältnis der BevöMemngSteilr zueinander schon heute herzustellen wäre. DaS gibt uns ein ruhiges Gewissen, aber das kann nicht verhindern, daß sich nicht noch auf 'Jahre hinaus Möglichkeiten ergeben müssen, mit denen der Qppositionswillige erfolgreich operieren kann. Dem Segen zionistischer Arbeit in Palästina wird noch aus lange Zeit hinaus das starre Nein der aus ihr Selbstbestinmmngsrecht pochenden Gegner gegenüberstchen. Aus diesen Zirkel gibt eS nur einen Ausweg: die ständig und ernst betonte Nottvenhigkvlt des zionistischen Werkes im höheren Interesse. Nicht dämm kann es sich handeln, jedes einzeilne Argument lokalen Ursprunges und keineSlvegs mtevnativmaler Bedeutung zum Objekt endloser Repliken und Dupliken zu «rachen, sondern zuMgÄ»en, daß im Werlaus eines derartig gewaltigen und kraft zwingender Umstände mit Notwendigkeit forcierten Werkes anfänglich? Mißverständnisse denkbar sind, daß sie aber hin- " Wiener Morftenzetturrff." r'~"1 ' 55. Mai 1926 Vene f genomnren werden nn'isscn zwecks allmählicher Lösung deS jüdischen Problems, das, iveit über den Kreis der jüdischen Gruppe hinanSreichend, eine der hauptsächlichsten Quellen europäischer Bcunruhignug gstvorden ist. Die jüdische Völkevbnndliga für Oesterreich kann mit Genugtuung darauf Hinweisen, daß diese ihre Auffassung sich vollinhaltlich mit den Anschauungen des Herrn Präsidenten Weizmann deckt, wie dieser sie gelegentlich des Empfanges des Präsidiums der Liga bei ihm anläßlich seines letzten Wiener Aufenthaltes geäußert hat. Vom 14. Zionistenkongreß, der sich in wenigen Monaten hier versammelt,- dürfen wir eine verständnisvolle Berücksichtigung der wichtigen Mission, diese Einheit deS jüdischen Problems anfzuzeigen, als deren heute geeignetstes Mittel mit Recht erwarten. Es ist zu wünschen, daß der Kongreß Gelegenheit nehme: 1. Die Möglichkeit der jüdischen Mitarbeit in der Union der Bölkerbu-ndligen zu begrüßen und moralisch zu sanktionieren: 2. den Beitritt zu den jüdischen Ligen den organisierten Zionisten zur Pflicht zu machen; I. die Konstituierung neuer jüdischer Ligen nach Tunlichkeit Ml unterstützen und anzuregen; 4. die Gesamtheit der jüdischen Ligen (also nicht ettoa die palästinensische allein) in der Union der Völkerbmndligen zur offiziellen Vertretung der zionistischen Interessen in einer -besonderen Deklaration zu erklären und sie als solche fortgesetzt in engster Mh' ungnahme mit der Exekutive zu halten, wozu sie ja durch die Persönlichkeiten ihrer -führenden Männer (Dr. Ehajes, Ussischkin) prädestiniert sind. Dieser Schritt ist geeignet, sogleich die einzelnen, unter dem Titel der Minoritäts-Vertretung zugelassenen jüdischen Ligen als den Rahmen einer einheitlichen jüdischen Natiomalvertretumg in der Union erscheinen zu lassen und damit dem Gedanken der aktiven Mitarbeit einer jüdischen Nation in der Volkerfamilie unabsehbare Dienste zu leisten. SchekelaM-n. Das Zionistische LandeSkomiitee teilt mit: Die am Donnerstag -den 21. d. (Schekeltag) mit Hilfe von freiwilligen Mitarbeitern in -den einzelnen Bezirken in Angriff gemwimcnc Schokeilaktion zeitigte ein relativ günstiges Ergebnis und erbrachte den 'Beweis, daß, wo die Arbeit mit idem -nötigen Ernst durchgeführt wird, sich auch der Erfolg ei-n'stellt. Mr fordern neuerlich sämtliche BeziÄsf-ektionen, Ortsgruppen und Sondevverbände mis, während der -kurzen noch zur Verfügung stehenden Zeitfpanne »vit aller Intensität an der Schekelakticm zu arbeiten. Die Schekelabvechnungen -muffen mit unseren! Bureau am 10. Juni erfolgen, da sie mit Rücksicht auf die bevorstehende Megiertonwahl zum Kongreß am 18. Juni in London sein müssen. Di« akademffchen BeMndungen, Sport- und Turnvereine und Jugendorganisationen werden aufgefordert, sich als Mitarbeiter für diese Aktion zur Verfügung zu stellen. Bei dieser Gelegenheit wird neuerlich darauf aufmerksam gemacht, daß die von der österreichischen Chalntz-organisation an die einzelnen Jugoisdorganisationen ausgegebenen Weisungen, nur den Schekel einer bestimmten Arbeiterfraktion zu kauf e n, absolut unberechtigt sind nnd daß in dieser Hinsicht von seiten der Chaluzorganifation keinerlei Zwangsvovschristsn gemacht werden dürfen. Die bisher verkauften Schlkalim sowie die Eingänge für die Parteisteuer sind ehestens mit unserem Duveau zu verrechnen. 8m Jugendbewegung. Wegen der großen Zahl der wichtigen Probleme des 14. Zionistenkongresses wurde an eine der größten Säulen unserer Idee, an die Jugendbewegung, vergessen. Ich will mir deshalb erlauben, das Augenmerk unserer Öffentlichkeit auf diese wichtige Frage zu lenken. Als Mitarbeiter in der zionistischen Jugendbewegung habe ich die Möglichkeit gehabt, das unrichtige Vorgehen der Zionistischen Exekutive gegenüber' den Jugendverbänden nnd dar Fehlen einer großen Vereinigung der zionistischen Jugendorganisationen zu bemerken. Wahrend es in der Vorkriegszeit eine der Hauptaufgaben der zionistischen Leitung war, die Erziehung der jüdischen Jugend im zionistischen Geiste zu fördern, verringerte sich in der Nachkriegszeit das Interesse an der Jugend und ihrer Organisierung. Wer in der zionistischen Jugendbewegung milgearbeitet hat, weiß, welche Schwierigkeit bei Gründung einer Körperschaft dieser Art die Gründer zu überwinden hatten. Wie enttäuscht sind aber diejenigen, die trotz der vorhandenen, meist sehr ansehnlichen Schwierigkeiten, einen Verein bildeten- und ihn dann auflösen mußten, da sie über keine Menschen verfügen konnten, die die Mitglieder mit den wichtigsten Problemen des Zionismus hätten vertraut machen können. Sie fanden keine Zentrale, von der sie die Richtlinien erhielten. Es wird daher eine sehr wichtige Pflicht der Delegierten des Kongresses sein, sich mit dieser wichtigen Frage zu befassen. Jeschajahu Holder (Stanislau). Förderung eines Schulbaues in Haifa durch den Keren Hajesiod. Die Zionistische Palästi-naexerutive hat ans den Mitteln des Keren Hajessod ein Darleihen von 1000 Pfund für die Errichtung eines Gebäudes für die hebräische Elementarschule bewilligt. Weitere 3000 Pfund für dieses Gebäude wollen amerikanische Juden, die großes Interesse an dieser Schule nehmen und bereits a conto 1000 Pfund einaczahlt. haben, mkfbringen. Ler Kongreß und unsere Lügend. Bon Dr. Isidor Klaöer. Wer wüßte nicht, daß es von jeher der Wunfchzio» -mftischer Jugendlicher tvar. an einen: Kongreß teitzu-r nehmen. Mit fieberhafter Spannung üvcrden vor jedem Kongreß di-e Berichte aller Länder gelesen, die Problems int kleinen Kreis der Gruppen beraten und studiert. Einigen wenigen war es dann gegönnt, als Ordner zum Kongreß zu fahren, an dem Getriebe eines solchen teilzunehmen und dann den Kameraden zu berichten. Wieder stehen wir in dev Borbereitltng für die große Tagung der Zionistischen Organisation. Fiir mich gilt vor allent die Frage: Soll die Jugend einen eigenen Vertreter haben oder nicht? Gibt es Probleme, die ntrr der Vertreter der Jugend behandeln kann oder nicht? Ich glaube beide Fragen vernoinen zu dürfen. Zionismus bedeutet vor allem Kampf für die Regeneration -unseres Bottes, es ist also selbstverständlich, daß aller im Interesse der Jugend geschehen -muß. S-oit Jahren bin ich ge-gen das Jugendrefcrat, das die -Fragen der Jugend zum Spezialgebiet machen soll. Jeder Zionist awboitet oder müßte zu-mmdcst für die hera-nwachsende Generation schaffen, sei es auf dem Gebiete der Palästinaarboit oder -der kulturelleu Aufgaben in der Galuth. Man Knute und sollte über die Wege der Arbeit beraten, es kann Meinu-ngsverschiedenheiten geben, aber nur wenige werden die aktive Teilnahme der Jugend missen wollen. Als bei der Wahl zum lebten Kongreß den Jugendgrupperr ein Mandat überlassen wurde, galt es mir als selbsiverständlich, vor allem dam Chaluzreferenten die Möglichkeit z»l geben, am Kongreß teilzunehmen. Ich bin aber überzeugt, daß jedes Mitglied der Leitung der LandKUlannschaft in allen Fragen unterrichtet und daß das Vertraue» Gru-ndbedingnug jeder Organ-i-sation sein muß. Halben wir den Mut, Forderungen aufzustellen, sei es für die Arbeiter Erez Israels, sei es gegen die EiMvandernng unproduktiver Elentente oder für die Arbeit in diesem oder jeneur Sinne iu der Gall-uth, fragen wir die Männer der Leitung über ihre Einstellung, aber schaffen wir nicht neue Fraktionen oder GnrPPen anläßlich der Mandatsbewerbnng. Treiben wir Schekelagitation nicht der Mandate halber, sondern mn die Zähl bewußter Zionisten zu vergrößern. Wir haben viel Sympachie unter der Jndenscha-ft gefunden, man spendet, man spricht über Zionismus, aber ängstlich drückt -man sich vielfach um die Frage der Organisierung. Nienrand weiß die Wichtigkeit straffer Organisation so -sehr zu schätzen wie unsere Jugend. Sie hat ein Recht, zu fordern, sie hat ein Recht, Männer ihrer Wahl zu den Beratu-ngen zu senden, aber Bechetznng nach rechts oder links war bisher nicht geübt. Die Jugend aller Partvie.n hat bisher mit viel Verständnis für gomoinsa-me Fragen sich gefunden. Zur Zeit des Kongresses werden Vertreter vieler Jugendg-vuppen der Welt, sei es als Gäste, sei es als . Delegierte, in Wien weilen. Große Aufgaben harren -unserer Jugend; sie wird ihnen gerecht iverdon. Die Wiener Mische Jugend wird zeigen, daß sie nicht bloß nehmen will, sondern auch zu geben versteht. Ich glaube fest, die Jugendlichen werden das Beispiel objektiver Arbeit zeigen, sie werden in selbstloser Weise in jeder Richtung schaffen. Der in Erez Israel in aufopferungsvoller Arbeit sich müherrde Bauer oder Handw.-vf.-r hat mehr Achtung der Welt abgerungen als eine große Zahlbester Agitatoren Verständnis für die gerechte zionistische Sache erkämpfen können. Auch die Jugend der Galuth arbeitet in stiller Zurückgezogercheit an der eigenen Ausbildung und mancher Junge und manches Mädel hat gegen «ihrer Eltem Willen den Weg zum Judentum zmüchge- «funden. Biele streben freilich dem Tagesersolg zu, viele lassen sich vom Augenblick beherrschen, aber nicht die sind es, die Wertvolles schaffen. Die Festtage, die der Kongreß der Wiemr Mffchen Jugend bvingt, werden nicht durch die Zahl der Menschen und nicht durch das Getriebe neue Anregung bringen, sondern es wird vor allem der Wille zu Nvaftvoller gemeüdsamer zionistischer Arbeit durch das Beispiel der ffchvenden Männer gestärkt iverden. Zu de« Problemen des Kongresses. Dom Dr. Manfred Reifer. Skm 18. Au«guist diaseS Jahres tritt der 1-4. Zioniisreu» kongreß -in Wien zmfaMmen -wnd schon heute werde:: auf ziomfftff-chen Dagmvgeu und in dor Preffe die einzelnen Probleme, die den «Kmtgreß beschäftige,r werden, erörtert. Wieder ist di-e Frage der Jöwish Tlgency im den Brenmpmtkt der Diskussion gerückt, und es erweck den Anschein, daß dies-emt Problem viele Kvmgveßbage gcwidntet sein tverdcn. Und doch sollte unserer Meinung mach die JewiH Agency nicht das wesentlichste Problem des 14. Kongresses sei-n. Die Zionistische Organisation ist heute vor neue Tatsachen gestellt: die unbezwm-giliche Realität, das Anwachsen einer starken Miijah. Man, soll diesmral nicht mehr mn theoretische Schachzüge käntpfen, nicht mit toten Zahlen operieren, -de,m Palästina bedeutet diesnral Leben, Schaffen, Wirklichkeit. U,td da -sollen nur gediegene Fachleute mitreden. Laien auf dem, Gebiete des politischen, finanziellen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Lebens sollen entweder zu Hanfe bleiben oder die Kongreßverhandlungen durch unnütze Debatten nicht aushälten. Es soll gleich hier gesagt wer den, daß man durch einen vierwöchigen Austnthält in Erez .Israel sich noch keimeswegs das Recht evivorben hat, in Fragen des Wiederaufbaues des Landes nützurcden. Das Leben schasst sich seine eigenen Normen. Aus Theorien «läßt sich kein Löben meißeln. Die harte Mvklichbeit nimmt chren Weg unbokü-mum ausgestellte Thesen. Was nützen uns heute Ruppms

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