Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2248 (24.5.1925)
- Date
- 1925-05-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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SLr. 2S4S Men, Sonntag Wiener Mnraenzeltung. 24. Mai 1925 Seite« der jüdischen Stadt war ein überaus herzlicher. Der Tag wurde als Volksfeierlag erklärt, alle Häuser Ivaren Mt der britischen und jüdischem Flagge geschmückt, in den Straßen wogte eine freudige bewegte Menge. Abgesehen vom Besuch Lord Balfours hat TelÄwiw noch nie ein so festliches Bild geboten. Die offizielle Begrüßung fand ln der Großen Synagoge statt. Der Baron wurde von einer Abordnung mit Thora-Rollen eingeholt und in die Synagoge geleitet. Die ffhWtmc As ronfohn und Uzkei segneten ihn, worauf der Bürgevmeister Herr Disengoff den Gast Km Namen der Stadt willkommen hieß. Baron Edmond de Rothschild dankte tief bewegt und sagte» nie habe er e's so tief bedauert, nicht hebräisch sprechen zu können wie heute. Er bat eine Person aus seiner Begleitung, seine Rede ins Hebräische zu übertragen. Der Baron sprach seine Anerkennung den ersten Pionieren Palästinas aus, die in sündig »Jahren harter Arbeit die heutige Entwicklung vorbereitet halben. Bei all seinem Optimismus habe er einen so schnellen Fortschritt nie erwartet. An diesem Fortschritt haben die britische Verwaltung und die weise Politik Sir Herbert Samuels einen großen Anteil. Die Juden in Palästina mögeu die hohen Mischen Ideale pflegen und alles tun, um in Frieden mit den Arabern leben zu können. Der Baron schloß mit den Worten: „Gott schütze die nationale Heimat!" Die dichtgedrängte Menge in der Synagoge stimmte begeistert die,/Hatikwah" an. Am Nachmittag besichtigte Baron de Rothschild eine Anzahl industrieller Unternehmungen in Tel-Awiw, dann wurde er zu dem nach chm benannten Rothschild-Boulevard geleitet, wo er von 6009 Kindern begrüßt wurde. Sokolow im Emek. Herr N. Sokolow besuchte, wie schon kurz berichtet, vor kurzem nochmals eine Anzahl von Arbeitersiedlungen im Emek, darunter Ein Charod, wo er viele Stunden 'lang mit den Vertretern dieser zu den größten Gruppen gehörigen Siedlung konferierte. Er hielt die Hauptrede bei der Eröffnung des neuen Baues der Kindersiedlumg durch den High Commissioner, eines Gebäudes, das von der südafrikanischen jüdischen Gemeinde in Givat Hamoreh im oberen Balfouria errichtet worden ist.' Dieser Feierlichkeit, die Herr Norman Bentwitch leitete, wohnte auch Herr Alexander, der Sekretär der südafrikanischen Zionistischen Föderation, bei, der im Namen Judentums dieses Landes sprach. Ferner besuchte Herr Sokolow Nahlat Jakob,die neue, von Rabbi Taub, dem berühmten Jablonaer Rabbi, und seinen cha.ssidischen Anhängern teilweise auf Boden des Nationalfonds gegründete landwirtschaftliche Siedlung. Hier hatte er mit dem Rabbi eine Aussprache über die Probleme und die Zukunft dieser neuesten Kolonie im Emek. Der Boden, auf dem diese Siedlung erst vor kurzem angelegt wurde, ist von der Palestine Land Development Company gekauft worden. Die 26.000 Dunam Land, die die Gesellschaft in der Nähe von Djadjur erworben hat, sind kürzlich auf ihren Namen eingetragen worden. Von dieser Strecke längs der Hauptverkehrsstraße hat der Nationalfonds 6000 Dunam erhalten, wodurch sein Gesamtbesitz bei Djadjur sich jetzt auf mehr als 13.000 Dunam beläuft. Aus dem Bericht des Arbettsdepartements der Zionistischen Exekutive. In einem Bericht an die Exekutive, den .Herr SP rin za k als Leiter des Arbeitsdepartements der palästinensischen Exekutive vorgelegt hat, heißt cs: Ein:schließlich der 2500 Landarbeiter in den kooperativen landwirtschaftlichen Siedlungen und den Kleinsiedlungen auf dom Lande beträgt die Gesamtzahl der jüdischen Arbeiter tut Lande gegeMvärtig 15.122. In dieser Ziffer sind Beamte, Lehrer, Schreiber usw. nicht einbegriffen. Der Prozentsatz der Beschäftigungslosen hat sich Volt 10 bts 12 Prozent in berr vergangenen zwei Jahrerr auf einen Durchschnittssatz von 3 bis 4 Prozent in diesem Jahre vermindert. Der Hauptarbeitszweig, der fast keine Arbeitslosigkeit kennt und auch die Neuankommenden schnell absorbiert, bleibt die Bautätigkeit, die 3683 Arbeitern zu tun gibt, während Fabriken und kleinere Industrien 2849 Arbeiter beschäftigen. 3000 landwirtschaftliche Arbeiter arbeiten bei den Kolonisten, 1100 bei öffentlichen Arbeiten, wie Wegebau, 1040 bei Transportarbeiten (inklusive Eisenbahnavbeiter, Fahrer und Kameltreiber) und 960 in verschiedenen Betrieben. Der jüngste Arbeitszweig, dem sich jüdische Arbeiter zugolvandt haben, ist der des Kameltreibers. Etwa 200 find allein in Tel-Awiw mit dem Transport von Sand und anderen Baumaterialien vom Strand in die Stadt hinein beschäftigt. Ein Polnisches Generalkonsulat in Erez Israel. Aus Warschau wird uns berichtet: In einer der .letzten Sitzungen des Finanzausschusses im Senat brachte das Mitglied des Jüdischen Klubs Schereschenski unter Hinweis auf das Anwachsen der Zahl jüdischer Einwanderer aus Polen in Erez Israel einen Antrag ein, das polnische Konsulat in Jerusalem zu einem Generalkonsulat mit allen einem solchen zustehenden Befugnissen auszuge- ^stalten. i WerbetAbonnentenfürdie i I „Sieitet Morgenzeitung" I Die Malariakommission des Völkerbundes in Palästina. Die Malariakommission des Völkerbundes, deren Aufgabe es ist, die in den verschiedenen Ländern angewandten Mittel zur Bekämpfung der Malaria zu erforschen, weilt eben in Palästina. (Von uns 'bereits gemeldet.) Die Kommission ist Gast der palästinensischen Regierung und setzte sich auch mit allen nichtoffiziellen Stellen, die sich mit sanitären Aufgaben befassen, in Verbindung, in erster Linie mit denen, welche die Malaria bekämpfen. Das jüdische Gesundheitsamt (Waad Habriuth), von 'der Zionistischen Exekutive zwecks Zusammenfassung aller jüdischen sanitären Arbeit ins Loben gerufen, steht in engen: Kontakt mit dieser Kommission. Besondere Aufmerksamkeit schenkte die Kommission der Arbeit der MalariabMmpfungsstelle des Joint Distribution Committee und bereifte zusammen mit deren Direktor Herrn Dr. K l i g l e r das ganze Land. Die Untersuchungen erstreckten sich auch auf die Malariabekämpfung in den zionistischen Siedlungen, im Nuriskomplex, in der Gegend von Nahalal und Balfouria, wo der Nationalfonds und der American Zion Commonwealth wichtige Arbeiten zur Bekämpfung dieser Krankheit ausgesührt haben. Die technischen Experten für die Sanieruugsarbeiten des Nationalfonds, Herr Ing. Agr. Ettinger und Herr Ing. Breuer, trafen an diesen Orten mit der Kommission zusammen, u>m ihr die Wirkung der durch die jüdischen Körperschaften unternommenen Arbeiten vor Augen zu führen. Der Waad Habriuth hat ein Memorandum über die medizinischen und sanitären Leistungen der Inden sowie ' ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Malaria ausgearbeitet, während der Nationalfonds ebenfalls eine besondere Broschüre Wer dieses Thema in hebräischer und englischer Sprache für die Kommission verfaßt hat. An der Spitze der Kommission steht Dr. Nacht, Vorsitzender und Direktor des Tropeninstituts in Hamburg, ferner gehören ihr an die Herren Dr. Ottolenghi (Italien), Dr. S lu e I l engrobel (Holland), Kolonei James (England), Dr. K ö n i g st e i n (Polen), Doktor Lothian und Dr. Parodi (vom Sekretariat des VWerbundes), Dr. S. T. Darling (U. S. A.) und Fräulein Bes son. Dev Vertreten Erez Israels auf dem Internationalen medizinischen Kongreß in Belgrad. Wie uns aus Jerusalem berichtet wird, hat die Regierung den jüdischen Arzt Dr. Oplatka vom Departement für Gesundheitswesen der palästinensischen Regierung als ihren Vertreter auf dem Internationalen medi? giulschen »Kongreß in Belgrad delegiert. müssen Sie diese Anzeige lesen, wenn Sie Geld sparen vollen verkaufen vlr sämtliche NestdestSnüs an eleganten Mänteln, Kostümen, Lomplsts etc. nur um den Materialwert werdest auch unsere Riesenlag« in leichter Vofaf Sommerkleidung fast umsonst abgestossen, üHSIitl wir verkaufen so billig, nur um Kunden zu gewinnen müssen wir unsere Lager räumen, um den einlangenden grossen Wintervorräten Platz zu schafien Preise aut Jedem Stück iclitli ist es ein sicherer Gewinn und der Weg in die Kaiserstrasse lohnt sich, wenn Sie diese Woche kaufen überlegen Sie nicht länger, sie werden sich überzeugen, dass unsere Leistungsfähigkeit nicht zu überbieten ist Kleider sipÄRu herrl. Foulard-Dessins. J7*wlf Rostomeausguten engi Stoffen f.Soort JJ.Q _ u. 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