Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2246 (22.5.1925)
- Date
- 1925-05-22
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Wiener MsraenHettunn. SS. Mar 1997) Seite 7 Bühne und Kunst. «ne PMchowrti-Ansftellnag in rel-Awiw. Vor kurzem fand in Tel-Lblvttv in Anwvseicheit der Vertreter sämtlicher Behörden, der Künstlerkreise und eines zahlreichen Publikums die Eröfftrung der Ausstellung von Werken des Malers Pil^chowski statt. Die Erösfttnngsa^prache hielt der Gouverneur von Iemsalem, Sir Ronald Storrs. Er begann seine Rede in hebräischer Sprache und gab seiner Freude darüber Ausdruck, die Ausstellung des Künstlers in TelMvitv eröffnen zu können. Er habe sich während seiner siebenjährigen Amtstätigkeit inr Lande überzeugt, das; die Inden stets bereit seien, jede künstlerische Sache zu fördern. Das jüdische Volk habe eine bestimmte Tradition in Dingen der Kunst. Die Arbeiten Piltchowskis. lvcisen Wohl eine Fortsetzung dieser Tradition, aber auch ein Vorwärts stroben auf, indem er die Vergangenheit mit der Zukunft verbinde. Gewiß soll der Vergangenheit Rechmurg getragen werden, doch soll man nicht immer rückwärts schauen, damit cs den: Maler nicht so ergche wie der Frau des biblischen Lot, die, tocil sie rückwärts blickte, zur SaGäule erstarrte. Beim Künstler Pitichowski hege er allerdings eine solche Besürchtung nicht. Die Ausstellung weist sehr starken Besuch aus. An» de« Theatern. Burgtheater. Morgen, 7Uhr abends, gelangt Artur Schnitzlers fünfaktiges Schauspiel ..Der Schleier der Beatrice" zur ersten Aufführung. Akademietheater. Morgen. ‘/,8 Uhr abends, ..SB c n im Nebel". — Donnerstag den 28. und Freitag den 29. d. finden die letzten Aufführungen statt, die Prof. Max Reinhardt mit seinen Schülern vorbereitet hat. Damit beendet Prof. Reinhardt feine diesjährigen Vorlesungen an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. StaatSoper. Morgen, 7 Uhr abends, gelangt die neu in den Spielplan aufgenommene P u c c i n i s ch e Oper „D a 8 Mädchen aus dem goldenen Westen* zur Aufführung. DeutschesVolkStheater. Dienstag den 25. d' gastiert Fräulein Anny R o m a n g vom Basler Stadttheater als Maria Stuart auf Engagement. In der gleichen Vorstellung debütiert Karl P a r y l a als Mortimer; die Elisabeth spielt wieder Erika Wagner, den Leicester Günter Hadank. C a r l - T h e.a t e r. Heute, 8 Uhr abends, 25. Aufführung der Revue ,F r a u e u t r ä u in e u m M i t t e rn a ch t". Joh ann-Strauß-Theater. Enuny Kofary wird in der Uraufführung der Operette ,Paganin i", von Paul K n ö p l e r und B6la I e n b a ch, Musik von Franz Lehar, gastieren. Das Werk ist als Herbftnovität in Aussicht genommen. WienerKomödienhaus. Heute findet im Rahmen der 25. Aufführung der Revue „Die große T r o mm e l" die Premiere des Einakters „V e r h a f t u.n aber Nackttänzer i n O d y s" unter Mitwirkung der Tänzerin O d y s statt. Beginn y#8 Uhr abends. 50jähriges .Küustlerjubiläum. Aus Baden bei Wien wird «ms gemeldet: Orchüsterdirektor Anton Wimmer-Hain. welcher ain 15. d. sein öüjähriges Künstleriubiläum feierte, dirigierte Sonntag äus diesem Anlaß sämtliche drei Konzerte ihn Kurpark und wurde vor: der Bevölkerung und den Kurgästen stürmisch aMlamrert. . Ehrung Sir Frederick Cowens. Zu Ehren des gefeierten englischen Komponiiten Sir Frederick C o w e n fand am 14. d. im Hotel Cecil in London ein Festessen statt, welches dom, Musikklub arrangiert wurde. Den Vorsitz führte das Mitglied' des Unterhauses T. P. O'Connor, anwesend waren Sir Suire Bancroft, der Präsident der Königlichen Akademie Sir Frank D icks ee. Sir Edward El g ar, Mr. Wnvard German, Sir Alexander Mackenzie, Sir Artur Pinero, Sir I. Forbes Robertson, Mr. Israel Zanawill, Benno Morseiwitsch und Isidore de Lara. Der Vorsitzende sagte, Sir Frederick, der seine Karriere als jüdisches Wunderkind begann, habe sich zu einem reifen Genie entwickelt und habe als Komponist die englische Musik und die Musik der ganzen Welt durch unsterbliche Werke bereichert. 200 Werke entstammen seinem Genius, von denen mehrere in Antologien Eingang gefunden haben. Sir Frederick Colven erwiderte, die Ehrung seitens so ausgezeichneter Män-ner mache ihn stolz. Gerichtssaal. Ein Tobsüchtiger im Gerichtssaal. Ein unerhörter Vorfall bat sich kürzlich im Strafverhandlungssaal des Bezirksgerichtes Favoriten «ach der Urteilsverkündung durch den Äandesstc- . richtsrat Dr. Donau ereignet. Irr Verhandlung stand eme Neberirettmg der Kutschersgattin Rosa Hofirek. die sich ioegen Exekutionsveveitlung zu verantworten hatte. Sie war für ihren Si-jährigen Sohn Josef wogen einer Schuld gutgestanden. Da sie erklärte, nicht zahlen zu Ivollen, wurde gegen sie Exekution geführt. Sie hat ledoch einen Teil der vom. Gericht nni.Beschlag belegten Sachen verkauft. Bor Gericht war sw geständig und verantwortete sich mit Notlage. Trotzdem die Angeklagte bereits tvegen Verbrechens der falschen Zeugenaussage vorbestraft erscheint, Uetz der Richter Gnade walten und verurteilte sie bloß zu einer ILftündigen bedingten Arreststrafe. Hie erklärte, die Strafe anzunehmen. Plötzlich sprang ihr Sohn Josef Hofirek. der im Gerichtssaal der Verhandlung deigewohnt hatte, auf md ging zun» Gerichtstisch. Joses HofirÄ, der wegen Verbrechens der öffentlichen Gewabttatigkelt lMunktionär« los. DK. , . sende schlug um sich, beschädigte Kruzifix u-no Leuchter, zertrümmert« den Vevteidlgungsdisch und zerschlug die Fenster. Nochmalwollte er auf die Gerichtsfunmonäre losgchen. Im kritischen Moment kau» chnen der Chauffeur Schleifer m Hilfe, indem er den Hofirek abdrangt«. Dabei wurde Schleifer verletzt. Frau Rasa Hofirek erlitt ivegen degewalttätigen Benehmens chver Sohnes einen Herzkramdsr die NsttnrlgSgefellschast' lvurde berufen. Inzwischen war Iustrzwache erschienen, die. dew Tobsüchwgen ÄberwAtWt«. Nicht weniger als zwölf Justtzwachlellw wäre» dabei tätig. Hofirek wurde dann rchgefuyr^uud tvegen Verbrechens der öffentlichen Gewulttatigkefi!dnn Lmrdesgencht Hat ein Irrsinniger Schmerzensgeld zu zahlen? Der .Händler Rudolf Kadlcik hatte sich zu dem Wirtfchaftsbcsitzer Hansladcn in Vösendorf begeben, dem er Seifen, welche Osterlämmer dnrstellien, zum Kaufe anbot. Hansladcn geriet ohne erkenntlichen Anlatz in Aufregung, zog einen Gummiknüttcl hervor, schlug aus Leibeskräften auf den Kadlcik los und verletzte ihn derart, daß er wochenlang erwerbsunfähig War. Das Zivillandesgericht steifte in der Schadenersatzklage fest, datz Hausladen, der gegen Revers aus eiltet Irre n a n st a l t entlassen ist, mm Zertpunkt der Tat seiner Si-ne nicht nrächtig wc» 'NferuMciltle ihn aber trotzdem nicht nur zum Ersatz des Verdienstentganges, sondern auch zur Zahlung eines Schmerzensgeldes an Kadlcik. In der vor dem Oberlandesgericht stattgchabten Berufungsvevhandlung führte der Vertreter des Verurteilten aus, datz btc ^rnrleilnng zur Bezahlung eines Schmerzensgeldes überhaupt in diesem Falle nnzulässig sei. Das Oberlandesgericht gab der Berufung Folge und sprach ans. datz ein Irrsinniger, welcher jemanden verletzt, niemals zur Zahlung eines Schmerzensgeldes verurteilt werde,» könne. Das Berufungsgericht schrankte in Statlgebung der Berufung den vom Erstgencht zugesprochcncn Betrag und das Schmerzensgelb ein. In Ungarn werden die Juden als Konfession unterdrückt. Budapester Gerichte hatten am Mittwoch in zwei Aufreizungs- Prozessen darüber zu entscheiden,-yb die Inden als Konfession oder aber als Gesellschafrsklasse zu betrachten sind. Sowohl die Königliche Gerichtstafet als auch die oberste Instanz, die Königliche Kurie, erklären im Gegensatz zum Gerichtshöfe, daß die Juden als Konfession und nicht als besondere Gesellschaftsklaffe zu betrachten seien. Den konkreten Anlaß bot ein antisemitischer Hetzartikel des rechisradikalen Publizisten Lehel Kadar anläßlich der Messerstecherei in einem Kaffeehanfe in der Trommelgasse, wo ei« Gefreiter erstochen wurde. Während der Gerichtshof Lebet Kadar nur wegen Atlfrerzung gegen eine Gesellschaftsklasse z,i zwei Wochen verurteilte, änderte die Königliche Tafel dieses Urteil dahin ab, daß' das Judentum keine Gejellschaftsklasst, sondern eine Konfession bildet, der Angektagte ntithin eine Aufrcizmtg gegen eiire Konfession verübt habe. Am Mittwoch bestätigte die Königliche Kurie in letzter Instanz das Urteil der Köntglichen Tafel und führte aus, der Gerrchtshof hat das Gesetz unrichtig atigewendet. als er die Juden als. Gesellschaftsklasse betrachtete. Als Gesellschaftsklasse kan», nur eine Grappe des Volkes bezeichnet Uierden, die aitf Grund ihrer geschichtlichen Vergangenheit, ihrer Beschäftigunfl, ihrer speziellen Bvrkemttnisse einer besonderen gesellschaftlichen Stellung oder Beschäftignng von allen anderen Gesellschaftsschichten abgesondert ist. Keine differ Bedingilnacn trifft aber auf das Judentum zu. Seit der im Jahre 1807 erfolgten Rezeption fehlt eine derartige Zusamnlengehörigkeit, denn die Juden erfüllen ihren Lebcnsberuf in den verschiedensten Gesellschafts- und Berufsklaffen. Das Judentum ist also eine Konfesfton, denn das Wort Jude bedeutet eine Person i s r aelitischcr Kons«sslo n. Die Aufreizung gegen die Jrlden erschöpft den Tatbestand der konfefsliouel'len An fre i znng.,Da die Ausführungen Kadars die Grenze der Objektivität weit überschritten und ge-- eignet waren, die öffentliche Ruhe zu gefährden, mutzte der Angeklagte bestraft werdet,. Bollswiü. per internationale JeviseamaM Weiter« Senkung des französischen Franiken. Die letzten Tage haben auf keinem Gebiete des'.mteruationaleu Devisenmid GWtengüschäftes bemevkenswevte Vorändermtgen^ gebracht. Die leichte Depression, die seit einigen Wochen im weltwirtschaftlichen Verkehr zu konftatieren ist, findet ihren Mckschlag auch an imt wichtigsten Bövsenpsätzen. Die Umsätze im Devisenverkehr sind sehr geringfügig,' nachden, die. Finanzierüng der Frühjahrsirnpovte für Europa - beendet .ist. Die AnMchung, des englischen Pfundes an den Dollar hat wiederun, einen kleinen Fortschritt gemacht, ebenso die des holländischen Guldens und der schwedischen Krone. Auch der argentinische Peso kortrrte seine New- NorLer Notiz leicht verbessert,, trachdem?lrg«nttnien das seit Kriegsbegiult bestehende Goldexportverbot Mit Wrtrtng vom - 10. Juni wieder aufgehoben hat. Aus der andevett Seite dauert der Abbröckelnugsprvzeß des sraitzösischen Franken fort. Das Finanz- und S aniernngsprograrnm Caillaux' hat in London enttänscht, da es fürdie nächste Zuknnift wertig praktische Wirkungen haben wird,, ganz abgesehen von den politischen Schwierigkeiten, die seiner Verwirklichung noch entgegenstehen. Gegenwärtig scheinen in. Nsw-Gork wieder Verhaltdluttgen begonnen z,i haben über die Gswährmtg einer grotzen Anleihe^ an Frankreich, die zur Fundierung der fchwebenderr Schuld bestimmt sein soll. @te haben aber bisher noch zu keinem praktischen Resultat geführt, znmal. überhartpt gegenwärtig in Amerika die Neigung für Ger^Whvu»tg -vcht°'HliÄ«ih«n «n, (Huropa 'wieder abgeschwächt ist. ^Ditz-'GellWüssiKelL' yatsich daher vn Amerika wieder verstärkt und'eine i,ene Auswärisbewegung auf den' EffeLtennrävkten - hervorgerusen, obwohl die Lage einzelner Industriezweige wieder ungünstiger beurteilt wird. Umkehrt hat. die relative Festigkeit ldes Londoner Geldmarktes zu einer Stagnation des dortigen Effektengeschäftes geführt. Diese.Festigkeit ist nicht durch keil Kapitalbedarf der englischen Wirtschaft, sondern durch die großen Emissionen des Auslandes u-nd der Dominions sowie durch die Finanzierung internationaler Transaktionen verursacht worden, währelld andererseits gerade die ungünstige Lage der ettglischen Industrie.und des Frachtenmarktes Hernmend aus die Kapitalneichildnng wirkt. Die Pariser Börsesteht weiter unter der ungünstigen Beurteilung der Entwicklung der französischen Währung, die die Nachfrage nach ausländischen Werten verstärkt. Ans den mitteleuropäischen Börsen ist das Geschäft gering. Das gilt besonders von Berlin, wo die schon lange angeründigte AnfwärtSbeivegung noch immer nicht kommen will. Die Berschlechternirg der Wirtschaftslage und das völlige Fchlen.ausländischer Nachfrage hat wieder zu. einer leichten Abschchächnng des durchschvWchen Kursniveaus -Cchchrt. ' ' - ' 7' < . > . »P ij, i * Sit Stttifenltirfe. Gestern bileben die Börse» in Budapest, Prag, Berlin, Warschau, Paris und Zürich g e s ch l g s s e«. Ford gründet eine Lank. Ncw-Aork 21. Mai. iTel.-Komp.) Henry Ford hat in Ncw-Bork eine Bankfirma unter dem Namen „Guardian Detroit Company" eröffnet. Der Drvektor der neuen Bankfirma ist Edsel Ford, der Sohn des Automobilmagnaten. In Len Kreisen der Wallstreet hat die Baitkgründnng Henry Fords riesiges Aufse-hen und einige BemlvuihMliNg hervorgevufen, da man die Ziele des AutoinMVkönigs, der sich bisher vom Bankgeschäft vollkommen fcrnhie.lt, nicht näher keimt. Im Znsa.mmenh.ing mit der AMindigung, datz Henry Ford die gesamte Ha>ltde'lsflotte der Bereinigten Staaten um den gigantischen Betrag von 200 M i l l i o n e n Dollar aivfzukaufen beabsichtigt, bildet die Eröffmtirg der neuen Ford-Bank fit NowHork Las Dogesgefpwch der FinäUiZkreise von Wallstreet. Polnische Wirtschaftswoche. (Von unsere»» polnischen M.S.Äorrospoudeuten.) Die bevorstchen.den Verhan-blu.tt.gen Polens mit Oestck« reich wegen Abänderung des Handelsvertrages, die beikalnirtlich Mitte Juni Ähren Anfang uchnrcn «Men, rilcken wieder in.das Stadium des allgomeinen In>teresses heran. In einer im Handölsmmvsterium stattigefuudenen Konferenz der polnischen Industrie- und Haudolskreise wurde auch über diese Ivaige verhandelt. Die polnischen Industriellen verla.ngon nun vor, der Regierung, daß man von O e st e r r e i ch k e i n e weitereu Ko.nzessiouen verlangen soll, gleichzettig wird jedoch an spie Regierung das Ersuchen gestellt, man möge die Oesterreich erteilten Meistbegünstigungen eiuschrän'lkcn und eine ganze Reihe von Waren, .bei denen mair lsetztens Frankreich die Meistbegünstigung gewährt hat, im neuen Vertrage mit Oesterreich rächt berücksichtigen. Die neue Forderung wurde mit der starken Konkurrenz der österreichischen Produkte für die polnische Industrie motiviert. Die Rogrevung versprach, der, Vorschlag zu erwägen, und es scheint auch,daß sie ihm freundlich gegenüber steht, ob sich jedoch die Kohlengosellschasten, die wieder noch größere Bevorzugung, wie es bisher der Fall ist, verlangen, dies gefallen lassen werden, ist noch eine offene Frage. ■ Die Lage der polnischen Börsen^ erifulhr in der Berichtswoche eine arge Verschlimmerung. Gegen alle Erwartungen setzte aiff allen Plätzen eine starke Mwärtsbciwe- .gu-ng idor Nottevungen ein, wölbet besonders in Warschau die ' Börserchesucher an einem Tage alle Engagements Wsen wollten. Von einer Gegenaktion der Ban>ken ltvar natürlich keine Rode und nur die Ba.nk der Kandeswivüschaft ent,schloß sich, Stracho- Wice-Aiktien aufzukaufen. Sie^ tat es an einem Tage bis zu 25.000 Stück. Besonders stark waren die Ku-rsrückgäuge der PotroleuMverbe infolge der Unstimmigkeiten im Schoße «des PetroleunrLarteys und der DividendenLosigjkeii der Galicia- A.-G., die darauf znrückAuftchren ist, daß der Galieia eine diesbezügliche Weisung evteillt. wurde, damit die Avttonärc das Geld, welches ihnen aus der Dividende Ausallen würde, nicht ins Zlusland führen sollen. Don den Wiener Arbitrageiwerte,l konnten ledigiiich die Lemberger Bräu ihre Notierung von 7,75 Zloty aufrechtechallien. We anderen Werte derzeichneten Kuvsembußen. Sie weisen folgende Notierungen auf: Hypothelkenbanlk 0,48, MalopolAibaur 0I7, Warschauer Diskontvbank 6,30, Ziellenielvski 10,80, in Warschau 9,90 (U), Galizische Montan 2,76 <!), Tepche 1,20, Rakszäwa 1,40, Ehodorow 3,70, Chybre 4,10 Zloty. Von den Potroleumilverten notiert Polska Nafta 0-20 (!), Nobel 1^5 <!). Gogh 7,85 (!!!) Zloty. Ganz besonders günstig gestalten sich in Polen die heurigen Ernwaussichteir. In Qstgallizen wird, sollten sich die Wiiterungsverhältniffe nicht ändern^ sogar eine Rekordernte erwartet. . Die Geldsendungen amerikanischer Einwanderer nach Europa. Aus New-Aork wird gemeldet: Die' Ersparnisse von Eingotvaurerten, die nach Europa zurückgesandt iverden, betragm jährlich nach einer Statistik des Handelsamte- 300 Millionen Dollar. Im vorigen Jahre sandten italienisch« Einwanderer rund 100, deutsche 80, Polen 30. Russen 25, Griechen und Iren je 20 Millionen Dollar -in ihre svüher« Heimat. Rückkehr zum Goldstandard in Südafrika. Ans Kapstadi wird telegraphiert: Südafrika besMeunigte seine für Julii geplante Rückkehr zum -Goldstaudavd. mdem bereits vorige Woche die offizielle Mckkchr ausgesprochen wuvdr. Im Gegensah -zu England wird Gold auch «n internen Gebrauch und als Münze frei zirkulieren. Die Position der dortigen Reservebank ist ttttigewÄbnlich kräftig, die 10 Millionen Wmd Roter sind restlos durch Gold gedeckt. Tausende Abonnenten haben wir bereits durch ein wertvolles und passendes Qeschenk erfreut und jeder Leser der «Wiener Morgeiiseitung», der die Bezugs* gebühr lür ein fahr Im vorhinein bezahlt, erhält gratis in drei eleganten Halblemenbftnden üraetz / Qeidildüc der Jaden Ausser der JtbressebUhrslnd Iftr Verssadspeseo noch e. R 26,000 »u bezettle«