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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-22 · Heft 2246 (22.5.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2246 (22.5.1925)
Date
1925-05-22
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite? Wien, ifretiag Diener Mormenzertuna 2?. Mi 1WS <AM igahl anderer Minister bettvohnten, hielt Oberbürgermeister Adenauer eine Ansprache, die als einer chrer nkarkantestcn Sätze den Hmlv-eis enthielt: „Diase Ausstellung ist das Werk aller Störche, der Arbeitgeinr und Arbeitnehmer, «nd ebenso oller BeSenntnisse, der Katholiken, Protestanten und Inden." Ae firöffnimg der hedrRfchen llnlverfitilt in gerusalem im Film. Eben ist in Wien -er Film, der auf Auftrag des Keren Kajemcch in Jerusalem bei sänrtlichen Foiorlichkciten aus 'Anlaß der Univcrsitätsevöffimng gekugelt wurde, eingelangt. Der Film, der zirka 260 Meter lang ist, zeigt in technisch vollendeter Art die Festlichkeiten in Jerusalem, Tel-A-wiw und den wichtigsten Kolonien. Er zeigt die noch im Bau begri-ffcnen und die bereits fertiggestellten Gcbcnude der neuen Universität. Bescmdrs interessant sind die Teile des Films, in denen die offiziellen 'Persönlichkeiten, die an der Feier teilgenommen -Hafen, zu sahen sind: Lord Balfour, Sir .Herbert Samuel, Prof. Weizma-n-n, Oberrobbiuer Dr. Chajcs, der Dichter Bialik, Feldmarschall Alle n b y, RE Ku k u. v. a. Die Vertreter sämtlicher Staaten und Universitäten siebt inan U\ sämtlichen ans diesem 'Anlaß stattfindcndcn Fe,tvorstellungen. , .Der Film, der iiberaus großes Jnterefle finden dürste, gelangt, wie wir vernehmen, SamStag den 30. d. um 10 Uhr abends im Elite-Kino zur Aufführung. Außerdem wird der neue Palästinafrlm „Do's Land der Verheißung" vovgesiührt. Kartcutjovmcrkuugen werden ab heute im Bureau des Keren Ka-jemeth, 1 Be,; Kärntnerstraße 28 (Tel.. 77-4-65, 77-4-66), entgegeu'- genommen. «ne wertvolle SandkchM für die Mische RMonalblbliothet in Jerusalem. Ein Hertzffhes Manuskrcht. Durch die Bemühungen von .Herrn Dr. Emil Bern- ^hard Cohn bestimmt, hat die Wittve des großen Physikers u.nd Begründers der neuen Auffassung der Elektrizität, Heinrich Hertz, der jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem eine sehr wertvolle .Handschrift MN Geschenk gemacht. Es handelt sich um die" von Heinrich Hertz selbst geschriebene, 18 Blätter starke Abhandlung über ,Me Beziehungen zwischen den Maxwellschen elektrodynamischen Gruudgileichungen und den Grmrdgleichungen der gegnerischer: Elektrodynamik". Die Abhandlung fällt in das Jahr 1884, als Hertz m Kiel wirkte. Der Sekretär ier hebräischen Universität. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Ium Sekretär der hebräischen Universität wurde vom Kuratorium .Herr Salonron Ginzderg bestellt. Herr Ginzbevg war bisher als Oberkbeamter im Unterrichtsdepartement der «Palästtnaregierung Mig. Seeuvglück bei Beirut. Aus Beirut meldet I. T. A.: Ein aus Paläfl r n a gekommenes, mit Juden bvnranntes Segelboot ist bei stürmischer See vor Beirut gesunken; sämtliche Passagiere ertranken. Die Leichen wurden ans Land gebracht. — Ein syrisches Segelboot sank auf den: Wege nach Palästina in 'der Nähe von El.Sur, dem biblischen Tyrus. Die Bemannung kam um. Mitteilungen am dem Publikum. WIM«r ait haban! (fH.mil. fyintuipipMr JOB B u r e a u; ««.maaqimip/r Morgan 23. Mal, halb 7 Uhr abends (Sei ungünstiger Witterung, Sonntag 34. Mit) Kasseneröffnung Vi? vdr ttM RIosenfenerwerk dur Sirius A.'O., Wluit, um Spor; platt Nah« Wart« untar dar Lattung dar Brlldar Pinta aus Naapal mit gänzlich neuem Programm, 200 grome Raketen, über 200 m fronten Militärkapellen Monsterkonzert I. R. 8 Restliche Karten: Hotel Union, IX., Nuaidorferstrasse 23; Kehlendorter, I., Kragergtrasse 3; Ousti Schmidt,!., Museumstrasse 8; Lasar, IX., Kotlngaase 13, und Üverflt, I.. Stephansputz 1, (Stehplätze erst an den Tageskassen). WARNUNG l Das P. T. Publikum wird gebeten, Programme nur am Platze selbst bei den Platzanweisern zu kaufen, alles andere Ist Schwindel. Abschied Herbert Samuels vo« de« ukrainischen Pogromivalieu. Ans Jerusalem wird uns berichtet: An den erhebendsten AlechiedKfeiern, die jetzt in den verschiedenen .Kolonien feont scheidenden Obevkomimssär Sir Herbert Samuel veranstaltet iver-den, darf wohl die EinweihungSfeier im „K'far .Hajcladim". dem Kinderdor.f, in »vvlchom die nach Grez Israel gebrachten ukrainischen Pvgromwaisen sich befinden, gezählt werden. Sir Saimicl Werlte mit seiner Gemahlin über Sabbat i>m Kinder-d-orf. Nach Saibbatauögang fand eilt Empfang statt, im Verlause dessen mehrere Roden gohalten tmirden. Auf di« Begrühungsaivfpvachc Mr. Ben iw ich' antwortete Sir Herbert Samuel, der Folgendes ausführte: „Bier Weltteile halben Anteil an der Schaffung dieser Anstalt, der Einweihun-gsfeier wir heute hier im Kinderdovs-e in Giw'ath Hamore (Lchverhivgel) festlich begehen. Europa lieferte das Menschenmaterial, Afrika die erforderlichen Geldmittel, aus Zlmerika kam die Organdsati-on des Werkes und — Asien gab die lokalen Komitees, die sich nrit der BerwirAichung des Werkes befassen und vor allem diesen prachtvollen Ort, die Atmosphäre, die hier herrscht, den Geist der Arbeit, der über dieser ganzen Ebene schwebt. Was mich selbst betrifft, nehme ich an allem, was hier geschieht, besonderes persönliches Interesse; ich fühle mich mit ganze,» Herzen zu diesen! Ort hingezogrn. Schon vor 17 Jahren, als ich englischer Minister war, nahnr ich es auf mich, im britischen Parlament Gesetze zum Schutze der Kinder und Waisen dirrchgubringen. Diese Frage beschäftigt mich mit kleinen N-nteribrechuidgen seit mehr als zwanzig Jahren. Aus Grund meiner eigenen Erfahrungen während dieser Zeit sowie meiner Studien und Forschungen, ka-imich mit Freude feststellen, daß meiner Ansicht nach der Wag und di^Methode, welche die Grü-ivder des K'sar Hajeladim emgeschllaM hüben, die besten -u-nd richtigsten für die Erziehung von Waisenkindern für ein nützliches Leben sind. Diese Methode der Kinder evziehung in ihrenr eigenen Dorf, duich ein Leben der Arbeit und Landwirtschaft in der freien Natur, ist viel 'besser und bietet mehr Aussicht auf Erfolg als das honte sonst geübte System der Erzichumg in großen Lehr- und Ersichungsanstalten, hinter beten Mtauern eingeschlofsen die Kinder in großen Städten loben müssen. Ich bin überzeugt, daß hier, auf dom Lehrerhügel, eine Schöpfung mS Leben gerufen wurde, die nicht nur für Ercz Israel, sondern für di« gange Welt M Mulstor Map wird. Bisher waren wir.der Ansicht, daß das alte ErzkehnnW» Wem das beste ,md zweckdienlichste sei. Für dieser System ist es das wichtigste, den Zöglingen W-iffen beigubringen. Später wu^>e dieses System durch die. praktische Methode ergänzt. Jetzt aber kam die. nDue Methode» die besagt, daß diese Kvei Dinge allein in der Erziehung des Menschen für die Heran« vildung des Bürgers nicht ausreichen. Es genügt nicht, daß man Wissen habe und lerne, was Mid wie etwas zu. tom ist; das Wichtigste viclmchr ist, daß der Mensch wisst, was aus ihm iverden soll. Das ist die Erziehung d«S Charakters, auf Grund der individuellen Fähigkeit, was meiner Ansicht nach das Wertvollste in der WM ist. Hier im Kinderdorf finde ich eine Verewigung aller drei erüvähnten Richtungen n>nd Systeme, eine Synthese der Erziehung des Charakters, der Erwerbung von Wissen tmd der Fertigkeit in der effektiven Arbeit der Hände. Ich lege großen Wert auf die ChavadterbAdung, weil nur irach diesem System erzogene Menschen die Eignung besitzen, gute Bürger ihres Landes zu werden. In dichont Lande ist jetzt der Aufbau des jüdischen Na tivuälheimeS im Gange, das im besonderem Sllaße guter Bürger bedarf. Häuser wordeu in der Ragsl aus Steinen und Mörtel gebaut. Nicht so aber nationale Häuser, nationale Heimstätten. Mese brauchen vor allem anderen ein auserlesenes Menschenmaterial. Auch hier bei Schaffung des jüdischen Nationalheimes ist das Mdenschen'Ntaieria'l das Wichtigste, Wertvollste und für den Erfolg des Baues Ausschlaggebendc. Ich bin von der Uclbevzougung erfüllt, daß diastr Ort, dessen Ginweihmig wir haute hior feiern, den: jüdischen Nationacheim jenes auserlesene Meuschemnaterial liefern wird, dessen es bedarf und das es cvschnt" Ser finanzielle «nsbau PalWnas. Sine Unterredung mit Louis Kirstein. Bor einigen Tagen ist hier Herr Louis E. KirsteiL. einer der angeseheustens Großlkaufleute Bostons, eingetrchstn. Herr Kirstein ist DirMonSmitglied der Mngst nn Rahmen der JÄvislh Agency gsbildeterr Wirtschaftsgesellschaft (Economic Corporation) in Nüw-YoÄ und teilte einem rurserer Mitarbeiter die follgenden interessanten Einzelheiten ntfti: „Die Anwesenheit Profesivr Weizmanns in Amerika hat Woraus großen Eindruck gemacht. Die Juden Amerikas siich fast lauter begeisterte Anhänger des Palästinaauifbaues. Ans der jüngst albgehaltenen Konferenz wurde, wie die „Wiener Movgentzeitung" bereits mrtteilte, beschlossen, mittelst der Econonne Corporation zum Ausbau Palästinas beizutragen. Die Economic Corporation soll ein eigenes, von den bisher vorhandenen Pälästinainstitutionen unabhängiges Instrument mit einem Kapital von fünf Millionen Dollar sein. Ein großer Teil dieses Betrages wurde bereits eingezahlt. Der Umstand, daß die hervorragendsten jüdischen Persönlichkeiten im Dienste dieser Economic Corporation stehen, gewährleistet einen sicheren und ganzen Erfolg. Der Economic Corporation, die bekanntlich unter Führung von Louis Marsh all steht, gehören angesehene Nichtzionisten wie Felix Marburg, Flexner und viele andere an. Die günstige Stimmerng unter der Judenschaft in Amerika ist nicht bloß temporärer Natur. Die Juden Amerikas sind gewillt, bis z»tm endgAtigen Erfolg des Palästinaaufbaues an dem Aufbauwerk ideell und materiell 'toilzunehmen. Ich >er>sönlich bin leider in Palästina - noch nicht gewesen, glaube aber unbedingt an seine Zu^rnft. In Amerika gibt es keinen offizielilen Antian dem Schicksal eines Juden, der ans Deutschland über den Ozean kam, aus dem Deutschland „der Kunst, des Gedankens, ja fast des Traumes, ein Deutschland, das in dem Streben seiner Edelsten ruht . . Der deutsche Jude, welcher stets nur diests Tentschland sah, träumte, war wie kein anderer prädestiniert für die stärkste, geistige, saelische Erfüllung des Ideals vom neuen, freien Amerika. Die Enttäuschung eines Lebens, das an der Wirklichkett grausam zerschellt ist, schildert Lewisohn; es ist sein Leben. Sein deutsches Judenideal, um seine Erfüllung in Amerika betrogen, ist aber auch durch Deutschlands Entwicklung vernichtet, und mit wehem Aufschrei fragt das Vorwort des Buches: „Gibt es ein solches Land," ein solches Tentschland, das des Autors Jugend sah und träumte und das seine Mannesjahre weiter träumten, als ihn Amerika zermürbt hatte? Seine Antwort ist troftlojie Illusion: ,-Es gibt ein: Wirklichkeit, die diesen Gedanken und diesen Traum erzeugte." Merkwürdig: dieses kurze Vorwort hat dieselbe Schlväche, welche Lewisohn als charakteristisch für den angloamerikanischen Geist in seinem Buche so ausführlich analysiert: den moralischen Jllnsionismus, nur hier ins Subjektive gewendet. Aus diesem moralischen Illusionismus, der, wie es Lewisohtt definiert, ,^>ie eigenen Triebe und die Trieibe anderer Atenschen unter einer Hierarchie festgelegter Normen einord»«t", erklärt Lewisohn das echische Bild des Amerikanismus. Was er schildert — er gibt daS Erlebnis stiner Amerikanisierung, die in die Tragik seelischer Zermürbung mündet, in einer sozusagen göbälvdigten Form wider, und nm so stärker wirkt der evsttckte Schrei, der die Kehle zuschnürt —, für das ist die Motivierung mit dom moralischen Illusionismus nicht ausreichend; nicht für die geistige Unwcchchastigkett des Amevttanisierungsprozesses, nicht für das, was Lewisohn das ,-Erzi«hungSgeschäft" nennt, n icht für die Kriegspsychose, die in Amerika die selbstverständlichen und doch immer lunbegreislichen europäischen Formen annahnl (die eben Lewisohn nicht kannte). Aber ioefentlich ist an diestm bei allen seinen Fchlem doch sehr anziehenden, fesstlnden Buch, daß es einer schrieb, dessen Ruf das wiedergibt, was so viele Hmi^rtiaustnde sich nicht enpugestehen wogen. In den letzten vierzig Jahren sind ettva drei Millionen Juden nach Amerika gekommen; sie waren die Willfährigsten für das Ideal der Älmerikanffieruivg; denn die Inden, die hinüber kamen, brauchten nach der Mischen und moralischen Erschütterung, die ihnen die Verhältnisse ihrer alten Heimatländer zugefügt hatten, einen Punkt der absoluten Ruhe; so klammerten sie sich an dieses Amerikaideal. Und am beharrlichsten, m der stärksten, schrankenlosesten Form forderten die Hingabe an dieses Ideal von den uieuen Ankömmlingen die beretts ein paar Jahrzchnte früher aus Deutschland eingewanderten Juden; die gleichzeitig durch unsozialen Kastengeist am stärksten sich gegen diese ideale Forderung, die sie sstllten,. vergangen hatten. Und nun tönt von einem Juden aus Deutschland dieser Schrei gequälter Enttäuschung. Er faßt das in Worte, was gerade bei dieser einen Klasse von amerikanischen Juden nie ausgesprochen werden darf. Wird er von ihnen gehört werden, ehe es zu spät ist? Denn ,^>iese Art von billige-nr Optimismus ist unser Notionallaster," jagt Lewisohn im Nachwort seines Werkes und läßt in seiner maßvoll zurückhaltenden Art dahingestellt, ob er mit dem „unser" die Amerikaner, die Deutschen oder die Juden meint. Sicher ist: daß der billige Optimismus, der so beharrlich Tatsachen wegleugnet und ohire joden Gewinn in aufreizend hoffnungslosem Starrsinn die Geifahr nicht sieht, die er nicht sahen will, Misches Laster ist, das sich so oft schon furchtbar gerächt hat. Werden die Juden Amerikas es auch so lange onstchen lassen? Dar jüdische Anrerika ist hauptsächlich New-Aork und dort der Brennpunkt des jüdischen Lebens East-Side. Wie nun?ttnerika, die Idee Slmertta das jüdische Loben goformt hat, das hat mit verzivoifelt-er Offenheit eine „anonyine Autobiographie" geschildert, die unter dem Titel „Haunch, Paunch and Fowl" (Keule, Wanst und Backe) in Netv-Aork erschienen ist. Die deutsche Uebertragung, die Erich Poss-elt imhr schlecht als recht 'besorgt hat; führt den Titel „Herr Fettwanst". *) Als Verfasser des Buches, welches mit einem ähnlichen Sturm der Empörung beantwortet wurde wie Upton Siuelairs ,Kungle", hat sich *) Herr Fettwan st. Ente amerikanische Antobiographve. 1884, Kurt WM-Berlag, München. später ein Samuel Ornitz genannt. Das Buch ist nicht als Selbstbiographiie zu nehmen, sondern als sozusagen naturivissenschaftliche Beischreibung eines Typus, besser — um im Bilde zu bleiben — einer Spezies: des Juden aus Osteuropa, der sich in den Zlmerikanismus stürzt (was bleibt ihm anderes übrig?), «der, an der Erfolgmaschine angehängt, entweder von ihrer rasenden Schivungkraft sich blind mitreißen läßt und nur, ohne nach rechts oder links oder etwa nach innen zu blicken, zu 'den ,^Höhen" ides Erfolges kommt oder — ivenn er auch nur einen Augenblick besinnlich ist — -in den Abgrund geschleudert wird. Das Plötzliche Abreißen der Jugend von «den Eltern, die Straßenbande, -der hemmungslose Anfftteg, das Prosessionaljitdentum, die Gesellschaft der Fettwänste, das Wesen des „Allrightniks" (so «nnt das amerikanisierte jüdische Volksidiom -den Mann des Erfolges und so könnte das Buch auch heißen) — all das wird zum Tier „Fettwanst" zusammengefügt in einer Beschreibung von geradezu wissenschaftlicher Genauigkeit, die darum geradezu roh wirkt (exakte beschreibende Wissenschaft ist eigentlich -immior roh und nur der Schuß Sentiment, den ihr die jeweilige Movalten-denz initiiert, gibt ihr den Limonadenbeigeischmack, den die Gesellschaft wünscht). In geiviss-onl Sinne ist dieses Buch vom „Allrightnik" speciei „Fettwanst" übechblt; denn die Boranssetzungen — ein „Betrieib", dem jeder nm angekommene Dampfer neue „Hände" zusührt — fchlen heute. Aber dieser „Betrieb" wird jetzt von den alten ,-Händen", so geformt wie, das Buch sie schildert, sortgeführt. Hier ist der grauen-volle Klageschrei: diese Generatton ist a»rf Jahre hinaus «das jüdische Anterika (inzwischen Verschärfung; Kriegsgewinn). Und -die nächste? Sind nicht alle Voraussetzungen dafür gvgeben, daß sie — die „Erfolglosen" sind ja inzivischen untergegMgen — dem „h-nndevlpr-ozeri tigert" Amerika se-ine besten Kämpfer, Rufer — Lhncher gibt? Der Schrei -des Buches vom,Oettwa-nst" klingt entsetzlich wie ein Dodesschrei in all seiner verzweifelthemmungslosen, manchmal geradezu ans Pathologische stwifenden Skala von Roheit, verbissenem Zynismus und Schamlosigkeit. Dokument einer rettungslos verlorenen Menschlichkett? „Teil m«, lise, what's it all about? ,.. Gedämpfte Brust und Kartoffel-Lathkes . . .Katastrophe, rette sich, wer kam»! -, < Nervi. .GzegfrLed

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