Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2245 (21.5.1925)
- Date
- 1925-05-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Hskr 4 Men, Donnerstag Miener Mor^enrestun». sr. m\ im m. MM sFCr, 2ra*4ID Das WSllersdorfer Panama. Sin Schiedsspruch zugunsten Alders. Gsskem abends wurde der Schiedsspruch in der Streitsache Ing. Alder kontra Bund von den von beiden P-arteien nominierten Schiedsrichtern gefällt. In dem offiziellen Communigu« heißt es hierüber n. a.: Ingenieur Viktor Al der. welcher einen Teil der Aktien der Wöllersdorfer Wcrke-A.-G. seinerzeit von oec A. E. G. übernommen hatte, war in Fragen der Verwaltung mit der Sklarz-Gruppe in Differenzen gekommen, welche cs ihm wünschenswert erscheinen liegen, fein Aktienpaket zu Veräußern. Alder trat zuerst mit der Metallum-Gruppe in Verbindung und e8 hätte mit dieser am 12. April 1924 ein Vertrag über den Abverkauf dieses Aktienpaketes beschlossen werden fallen. Als Gegenwert für die verkauften Aktien waren im wesentlichen Maschinen und Waren ans den Beständen der W. W A. G. vorgesehen, welche Alder für die von ibm beabsichtigte Errichtung der Kommerz-Munitionssabr.. benötigte. Nachdem sich die Verhandlungen mit der Sklarz- Grnppe sin letzten Moment zerschlagen hatten, ka:n Alder mit dem Bund in Verbindung und verlangte von ihm die gleichen Leistungen wie von Metallum. Die Verhandlungen führten am 23. Mai 1924 zum Abschluß eines Vertrages, in roelchem sich der Bund insbesondere verpflichtet hat, Alder ^jeme Maschinen zu verschaffen. welche ihm nach dem früher erwähnten Vertragsentwürfe mit Mctallnnr hätten zukommen sollen. Um diese Zeit ging die Absicht der Nogicrnitg insvcfoitdcre dahin, sowohl eine Fabrik zur Erzeugung von Kon,- incr;mu.nition und die im zulässigen Ausmaße gestattete I nf ant er i «m u n i 1 i o n sr e k t io n ins Loben zu rufen, und' beide Betriebe an A l d e r z u überlassen. Als gegen' Ende -des' Jahres 1924 durch den Das neue SHefenfeuet. £ Wer vergangenen Samstag Gelegenheil hatte, das Sensationsfeuerwerk der Brüder Pinto aus Neapel, welches die Sirius A.-G. Wien veranstaltete, zu sehen, mußte über die grandiose Kunst der Italiener in hellste Bewunderung ausbrechen. Sie sind wirklich Tausendkünstler in der Kunst der Feüerspiele, und es ist bestimmt mit Freude zu begrüßen, daß diesen Samstag den 33. d. eine Wiederholung des Feuerwerks mit gänzlich neuem Programm stattfindet. Die Vorbereitungen für dieses Feuertverk sind grandios und das Programm vielfältiger und reichhaltiger als beim ersten. Die Fronten erhalten diesmal eine Ausdehnung von über zweihundert Meter. Auch die Raketeuspiele werden verdoppelt und der Ausschuß derselben viel höher fein, so daß der Effekt gesteigert wird. . Die Organisation war hervorragend. Die Abwicklung des Feuerwerks und der Zu- und Abstrom des Publikums geschah klaglos. Das Feuerwerk ist von jedem Platz der Hohen Warte aus gut sichtbar. Auch die Furchtsamsten, die noch an den unglücklichen Zufall beim Femrwerk des Grazer Pyrotechnikers rat Vorjahre dachten und dem ersten Feuerwerk ferngoblieben sind, können beruhigt kommen und den Tarbictungen ser Könige der Pyrotechnik zujubeln. Im redaktionellen.Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, 2l! Mai. * Das Wetter. Gestern morgens war es fast überall wolkenlos und sehr kühl. Dre Morgentemperatur in Wien war um 3 Grad unter dem langjährigen Mittel. Die Boraussage lautet: Wechselnd bewölkt, nur wenig wärmer. * Die Lebensmittemarkte. Der Verkehr wickelte sich gestern in lebhafter Stimmung ab. Die Fleischimporte in der Gfoßmarkthalle Miefen sich auf 14 Waggons im Gewichte von 75 Tonnen. Die Beteiligung seitens der Wiederverkäufer war wesentlich zahlreicher als in den Vortagen. Kälber sind sowohl in der Großmärkchalle wie auch in St. Marx im Prerse gestiegen. so daß eine.Verteuerung des Kalbfleisches gegen Wochenend: bevorsteht. Auch die Gemüsemärkte wiesen lebhaften Besuch auf. Die Zufuhren waren in allen Gemüsesorten günstiger. Salat begegnete rsger Nachfrage. Auch alle anderen Qualitätsgevmsesorren fanden guten Absatz. Kirschen langten in größeren Mengen ein. Die Preise wurden auch in -den Bezirken merklich herabgesetzt. * Der vermißte Ingenieur Plantt zürückgekehrt. Der 45jährige Ingenieur Franz Plant!, der, wie berichtet, aus seiner Wohnung, Frob.'lgasse, verschwunden ist, ist nunmehr wieder zurückgekehrt. Er gibt an, geschäftlich verreist gewesen zu sein und nicht gewußt .zu haben, daß man um chn so besor>,it sei. E Belehnung von Teppichen. Möbeln, Pelzwerk, Maschinen, Antiquitäten wie sonstiger bei uns eingelangter Sachgüter durch ras Dorotheum. Lüftfchitz-A. G., 21. Bez., Magdeburgerstraße 71. Telephon 49-5-80. 49-5-81 Utid 49-5-82. * Die Selbstmörder. Gestern früh hat sich die Käuftnannsgattin Ella Hin sch in ihrer Wohnung. Bartenstemgasse 14, an einem Kleiderständer erhängt. Sie war schwer herzl-eidend und fast erblindet. — Der Mann, der sich, wie berichtet, in der Nacht zum 19. d. im Klosett der Abfahrtsseite des Nordbahnhofcs erhängte und tot aufgefunden wurde, ist der Geschäftsleiter Alfred Herold, im Jahre 1869 zu Saaz geboren, in Brünn, Podnanspcm 4 wohnhaft. — Gestern früh wurde die 51jährige Pfründnerin Aloisia Cizek in der mit Leuchtgas erfüllten Küche ihrer Wohnung in Fünfhaus tot aufgefunden. In einem Hotel in der Leopoldstadt wurde gestern die l'3'ähriae Private Rosa R ü b n e r, Volkertgasse wohnhaft, mit einer Schnittwunde am linken Ellenbogen und Anzeichen einer schtveretl Lyfolvergiftung bewußtlos aufgesunden. Sie starb während der Intervention H Das Brand Hotel Bauer in Bad Ischl können wir allen Erholungs'bedürrtigen wärmstens entpschlen Bestgepflegt« Küche. Ideale Lage. Pension nur S. 13 täglich. * Vorbildliche Fiirsorgetätigkeit. Herr Oskar G o f fr» schmidt hat neuerdings für bedrängte Chaluzim gesorgt. Er verschaffte 26 mittellosen Palästinapionieren Unterkunft und r-crpsicpung. Auch als Präsident des „Vereines zur Ausarmer jüdischer Schulkinder und Erwachsener" wirkt .v ' .-.wchmidi yerovrragenö. Es ijt vor allem ihm zu danken, Einspruch der Entente diese Absicht bezüglich der Staatsfabrik vereitelt worden war, vertrat der Bund die Meinung, daß dadurch auch da8 seiner-- zeitige llcbcreinkommen vom 23. Mai 1924 hinfällig geworden sei. Nachdem die damails zwischen dem Bund und Metallum anhängigen Streitigkeiten durch einen zwischen Generaldirektor Trebitsch als Vertreter des Bundes mit der S k l a r z - G r n p p e im Dezember abgeschlossenen Vergleich erledigt worden waren und sich der Bund weigerte, Heu Vergleichsirrhcrlt dem Ingenieur Alder zur Kenntmis zu bringen und auch die ihm versprochenen Maschinen zn übergeben, rah sich Alder genötigt, den Klagciveg zu betreten, wolcher zur Anrufung des im Maia klommen vorgesehenen Schiedsgerichtes führte. Der Schiedsspruch erging nun im wesentlichen zugunsten des Klägers, weil nach dem Wortlaut des Vertrages und nach der Absicht der Parteien der Vertrag unbedingt geschlossen wurde und auch die weiteren vom Bund gemachten Einwendungen nicht für hinreichend befunden wurden, um die Erfüllung des für den Bund allerdings sehr lästigen Vertrages abzulehnen. Dem in letzter Stunde vom Bund gestellten Aittrag aus Unterbrechung des Verfahrens' und Ueberlcitnng der Akten an die Staatsanwaltschaft konnte nicht st a t t g e g e b e n werden, weil durch die vor dem Schiedsgerichte gepflogenen Erhebungen 'Citt strafbarer Tatbc st and /entweder nicht erwiesen werden konnte oder über die"behaupteten Tatbestände nicht mit den Klageansprüchen zusaumrerchängen.. daß dieser Verein, der seinen Sitz im 15. Bezirk, Herklotzgasse 21, hat. gegenwärtig 65 Bedürftige zu verköstigen in der Lage ist. * Zu den Austritten aus dem Judentum. Die Mitglieder der Familien Leon Ordöwer (Klosterneuburgerstraße und Heinzelmaungasse) sowie alle aus Brody Stammenden dieses Namens.ersuchen uns um die Feststellung, daß sie mit dem aus dem Judentum ausgetretenen Leon Ordower (20. Bez., Pielachgasse) nicht verwandt sind. E Erholungsbedürftige suchen mit Vorliebe die bestrenommierte Pension Lehner in Bad Ischl, Brennerstraße 19, auf. * Hauptversammlung der Landesorganifation der Aerzte Niederösterreichs in Baden. Aus Boden bei. Wien wird uns gemeldet: Heute und morgen findet hier bic< Hauptversammlung -der Landesorganisation der .Aerztr Niederösterreichs statt." Am' 20. b. abends leitete eine zwanglose Zusammenkunft im Hotel Brusatti die -Tagung ein, hcuch um 9 Uhr vormittags wird int Iübiläums-Stadtcheater die Hauptversammlung tagen" und durch den Obmann der' Landesorganisation, Medizittalrat Dr. Tan kl, eröffnet. Nach der Begrüßung ourch Bürgermeister Nationalrat Kollmann hält Professor Dr. Straffer einen Vortrag über Balneologie der "Arteriensklerose und Dozent Dr.-M'a l i w a über „Die chemsi'chen Grundlagen der Schwefelbäderwirkung". Bon 11 bis 1. Uhr Tagung der Delegierten und ärztlichen Fachverbände im städtlschen Rathaus, wo Dr. Bert h o l d, Obmann des wirtschaftlichen Verbandes von Leipzig und Umgebung, über die Alters- -und Invalidenversicherung der Zlerzde in Deutschland sprechen Wird. Morgen um 9 Uhr vormittags hält Professor Dr. Finger im Jubiläums-Stadttheater einen Vortrag über die moderne Behandlung der Lues und Professor Dr. Eppinger über Diäbetes. Um 11 Uhr tagt wieder die Delegiertenversammlnng. Um halb 8 Uhr abends hält Dr. N e u 1 r a im Stadttheater einen Vortrag über „Seelische Behandlung körperlicher Zustände". E Die Vorteile eines eigenen Helmes finden Sie in der Hotel-Pension Deigrter in Baden bei Wien, Helenenfiraße 71. Erstklassige Verpflegung, prachtvoller Garten. * Erkrankung von Georg Brandes. W ie aus Salzburg berichtet wird, ist Georg Brandes, der vor etwa acht Tagen in Salzburg eingetroffen. und im Hotel Bristol äbgestiegen ist, an Grippe und Broilchitis erkrankt. Der greife Schriftsteller steht in Bchandlung des Stadtarztes Dr. Gmachl. Der Zustand des Patienten ist ein absolut unbedenklicher: die Teinperatur beträgt 38, die Herztätigkeit ist eine sehr gute. Brandes kann zeitweise das Bett verlassen. * Jüdische Opfer einer Eisenbahnkalastrophe. In der Nacht zum 13. d. verunglückte, wie berichtet, durch Entgleisung der Schnellzug Moskau—Riga, wobei 12 Passagiere getötet, 27 schwer uno etwa 40 weniger schwer verletzt wurden. Mit dem Zuge fuhr eine Gruppe jüdischer Emigrantenfamilien mit dem Ziel Amerika: mehrere Mitglieder dieser Gruppe sind unter den Toten und Schwerverletzten. E Ein idealer Aufenthalt ist die Hotel-Pension „Rudolfshöhe" in Bad Ischl. Schönste Lage, von herrlichen Nadel- Waldungen umgeben. Täglich Kimstlerkonzerte. Mäßige Preise. Radioprogramm. Donnerstag de« 21. Mal. 9 Uhr: Marktbericht. — 11 bis 1 Uhr: Wiener Voltsopernorchester uüter Leitung von Dr. Ludwig Kaiser. 1. Mendelssohn: Italienische Symphonie ^'vur; 2. Beethoven: Klavierkonzert in C-Moli (Am Flügel r Marianne Kuranda); 8. Dvorak! Slavische Tänze. — 4 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. Nossint: Barbier von Sevilla; Fucikr Traumtdeale, Walzer; Leoncavallor Bajazzo. Intermezzo: Ltndsayr Rosenstunde; Lulgint: Scene du Ballet; Becee; Regeriana; Urbach: Chopiniana; Strauß: Wiener Bonbons, Walzer; Silving: Perle von Granada. — '/,7 bis l/,8 Uhr: Der Laie als Erfinder. Dritter Bortrag: „Aus der Werkstatt des Erfinders" von Hofrat Ing. Josef LÜwh, Mitglied des Patentamtes. ~ '/,8 Uhr: „Tannhäuser" von Wagner. Berekne, Vortröge und Versammlungen. Z i o « i st i s ch e B - z i r k s s e k t i o n Brigittenau. Heute, >/,8 Uhr abends, im Eafö Halpern, 20. Bez., Gaußplatz 11 (Mathildenplatz), große zionistische Versailnnlung. Es sprechen über das Thema „Vor dem XlV. Zionißenkongreß" Dr. E. M. i) tv e tg (Iernsalenl) und Dr. Georg Weiner. Gäste tvillkonnnen! — Z t o n i st i s ch e Sektion Prater. Heute. 8 Uhr abends, tm Heime, 2. Bez., Inngstraße 8. Massenversammlung mit der Tagesordililng: „Der XIv. Zionistenkongreß in Wien". Redner: Vizepräsident des Z,ionistischen LanbeSkomitees Herr Dr. Leon G o l d h a in m r r. Erscheinen Pflicht. Bühne und Kunst. geritza und Piuaver. Eine Kulissengefchichte. Tatbestand: Anläßlich der Dienstaganfsührung VE „Cavalleria rusticalla" spendete das PirbMnm sein« Beifallsänßerungen nicht gleichmäßig an die beteiligten Künstler. Der Name Piccaver wurde mit stärikcrer Lungenkraft in de« Saal gerufen als der der Frau Jeritza. Alfa geschah es, daß bei der vierten Verbeugungstour Herr Piccaver allein erschien, wobei tatsächlich die Beifallssalven zu verdoppelter Stärke anschtvollen. Die Folge soll ein „Wortgeplänkel" hinter dem Borhang gewesen sein. Ueber die .sonstigen Ereignisse des Abends gehen die Meinungen, natürlich vor allem die der Nächstbeteiligten, der beiden Stars, stark auseinander. Frau Jeritza beklagt sich, Herr Piccaver habe ihr das Stichwort vorenthalten und. sie in der Entfaltung aller ihrer BühnenEünste behindert, tvährend. Herr Piccaver erklärt, die Partnerin mir wegen eines „vorübergehenden Unwohlseins" geischont zu haben. Hingegen fügt er hinzu, Frau Jeritza hätte mit spitzen Worten^ ihr Unbehagen darüber'ausgedrückt, daß Herr Piccaver allein vor den Vorhang ging. Eine „Affäre" hatte diese Opernanfführnng nicht im Gefolge. Nur ist aus dem Verhalten des Publikums zu entnehnten, daß Frau Jeritza, die einst vergötterte Primadonna, den Bogen überspannt, die Wiener Oper, der sie ihren Ruhm verdankt, zugunsten des besser zahlenden Auslandes allzu schr veruachläfsigt hat und jetzt vom Publikum nicht mehr so gefeiert wird wie cmst sin Mai. Auch der übermächtige politische E i n f(u fe, beit die Künstlerin ausübt, schützt sie nicht davor, daß die Gunst der Opernbesucher sich von ihr ab- und anderen'Stars zuwcndet. Im übrigen ist es zu bedauern, daß die noch unmer erste 'Opernbühne der Well die Oeffentlichkcit nur mehr mit' Kulissengefchichten und Primädonnenkäntpfen beschäftigt, statt-sie durch Neuanfführun^en von Opern und Linffrischung klassischer Opernwerke, die längst de'' Neuinszenierung bedürften, in Atem zu halten. Vmuo Walter — Leiter der Verliner Lper. Berlin, 2o. Mai. (Tel.-tKvmp.), Goneraknusikdirektor Bruno Walter hat, wie das berliner Tageblatt" erfährt, die Stelle des mufikalifchen Oberlerters an der Berliner Stadtoper angenommen. Bruno Walter hält sich zurzeit in London auf. Aurden Theatern. Burgtheater. Morgen, */»8 Uhr abends, „Di«' f ü n f ft t a « f f u r t e A k a d e m t e t h e a4 e,t. Sonntag Erstaufführung von Eugen L ab i ch e s „S o l l man es sagen?" in der Uebertragung von Andreas L a tz k o. Staats o per. Morgen, 7 Uhr abends, „Die Botz e m eV . v Theater i m R e d o u t e n s a a l. Morgen, '/,8 Uhr abends, werden die B a l le t t k o m ö d i e n „Le p e t i t s rienS", „Pulcinella", „B a l eostume" und „Teddybär" aufgeführt. Deutsches B o l k S t h e a t e r. Max Pallenberg spielt nur mehr an vier Abenden. ES gelangt au allen, Abenden die Posse ,„D i.c Sch lacht b e i Waterloo" zur Darstellung, nur Freitag „D e r W a u w a u". Donnerstag den 28. d. gelangt in neuer Jnszeniermlg Paul A p e l S heiteres Tpkel „HanS Sonnen st ößers Höllen fahr t". Musik von Fritz B e e r m a n n, zur Aufführung. Im Laufe dieser, am 30. Junizu Ende gehenden Spielzeit, werden noch Thomas Manns „F i o r e n z a", G r a b b e s „N a p ol e o n" und N e st r o y S „E u-l « n s p i e g e l" vorbereitet. NeueS- Wiener Stadttheater. Heute Erstaufführung des Schwanke» „Nächtliche Freuden" von Ernst Ernst. Ferner wird der Schwank „Villa S t e i n h o f" von Adolf G l i n g e r und Otto T a u s s i g gegeben. Roland-Bühne. Die Direktion hat das Stück „P e v i, d i e P e r l e", Abenteuer einer perfekten Köchin, drei heitere Akte von Armin F r i e d m a n n, zur Aufführung angenommen. Die Haupt- und Titelrolle spielt Gisela W e r b e z i r k. Der Verband österreichischer Künstler und Kunstfreunde (PrÄidium: 2. Bez, Wolmutstraße 33) veranstaltet.am 27. d. im Hotel Post einen Dheateräbend. Zur Aufführung gelangen „Literatur" von Schnitzler,'„Satans Maske" von Czinner usw. Künstlerische Leitung: Viktor Parlaghi. Wiener Uraufführung der chinesischen Oper „Sang-Po". Im Großen KonMihaussaal gelangt morgen Freitag Rudolf T l a s c a l s chinesische - Oper „S a n g - P o", Dichturpg von R. E. Burgssun, zur Uraufführung. Es wirken Tänzerinnen aus der Schule Bovenwieser und der erste Wiener Francnchor ntit. 4üjähriges Bühnenjubiläum Nadlers. Samstag de:: 23. d. um 3 Uhr nachmittMS findet im Theater an der Wien aus Anlaß des 49jäyvi>gen Bühnenjübiläums Natzlers eine Festvorstellnn g statt. Es gelaugt „Die Flederina us" :n erstklassiger Besetzung zur Aufführung. Bernhard, Shaw bedankt sich für eine Einladung. Das Mitglied des Unte.vhäuses Mr^ T. P. O'Co-nuor lud Shaw zu einem Festmchl ein, welches er zu Ehren 3ka..tsay M uc Donalds veranstaltete. Di« „Jorkshire Evening News" veröffentlicht nun nachste'hende Absage Shaws:, Mein lieber T. P.! Abwesend von der Stadt mtb eine sehr humorvolle Stimmnug hindern mich, Ihre Einladung anznnehmen, zur Bekräftigung der politischen Bedeutiutg. Ramsay Mae Donalds zu'dimeren. Wenn ich bebeufe, daß der Mann Premiermmister von England war und daß er in dieser Stellung eine gut« Figur gestellt hat, so hätte ich mir «iigentlich gedacht, daß sein« eminente Bedeutung bereits bemerkt worden sei. — Wenn.das Diner ein Erfolg ist, so vege ich an. daß ihm ein anderes 'folgen /Nlöge, um dem Papst seine Frömmigkeit zu bezeugen, und dann wieder eines, um das mathematisch« Talent Einsteins zu beteuern, zum Schliiß endlich noch eines, nm die öffemliche Meinung davon zu un-. terrichten. daß an der Doverstraße Meilensteine stehen. Wenn Sie gar versuchen möchte»/ durch einen Lunch dsi Welt daran zu erinnern, daß ich eigentlich garlz gute stücke schreibe — um so besser! Ein Schmaus, lvie der gep'.nit. . »väre eigentlich vor fünfzig Jahren angebrachter gewes. a inimerhin, er ist gut gemeint; und ich hoffe, daß .?'■? i ' i.iii dabei lebr gul unterhalten werden .V? a ' t'.;