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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-18 · Heft 2242 (18.5.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2242 (18.5.1925)
Date
1925-05-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. S242 Men. Montag Zionismus ihr Arbeitsfeld nicht außerhalb der Zionisten ftchMftnm durch die Macht ihrer Idee Orthodoxe und GyKialiisten zu Zionisten zu nmchen, sondern daß sie sich der Zionisten zu bemächtigen snchsi, die in der Mitte stehen, daß sie oft uttit nicht gut zu heißenden Mitteln eine Bormachtstclluug dort anftvobeu, wo es gar keine Bedeutung hat. So kommt es -zu einer ungesunden «Politisierung des Zionismus, die auf die Verhandlungen und Arbeiten des Kongresses, auf die Aktionsfähigkeit und Schlagkraft der zionistischen Organe den denkbar schlechtesten Einfluß hat. Wenn cs dem Kongreß gelänge, in dieser Frage ein wuchtiges Wort zu sprechen, die Macht der Föderationen zu brechen und sie dorthin zu verweisen, «wohin sie organisch gehören, «wäre ungeheuer viel getan. Es ist allerdings kam« anzunehmen, daß er Kraft und «Willen dazu linden wird. Dieser Kongreß wird auch «noch die Möglichkeit ha-ben. «sich über die Finanzierung der Organisation ausznsprcchen. Es ift klar, daß die Exekutive unter den gegebenen «mißlichen Verhältnissen schon allein durch «Geldmangel verhindert ist, «großzügige Arbeit zu leisten. Die Frage der Besteuerung «der Institutionen, des Keren Hajessod und des Nationalfonds, die irr der Luft liegt, «ntuß «beantwortet werden, und es ist vorauszusehen, daß sich hier anßerordeutlich heftige MeinungÄverschiedvnhciten Herausstellen werden. Hat doch ein diesbezüglicher Vorschlag bereits in der Presse eine große Diskussion angeregt. «Cs «wird auch die Forderung der Exekutive, Einfluß auf die «Gebarungen der beiden -Iustitutivuen zu nehmen, zur Sprache koimnen. wie sie vorr Lipsky angeregt wurde. Letzten Endes gehen aber alle Fragen der Organisation ans eine einzige Grundfrage zurück. Wem: die Lösung dieser meines Erachtens «lebenswichtigsten. Frage nicht erfolgt, lönncn alle vorgcschlagcnen und angenonunenen Lösungen nur Palliativmittel sein, die vielleicht über eine kurze «Spanne Zeit weiterhölfen, eine gruMegende Heilu«ug aber nicht bringen können. Alle Uclbelstände gehen einzig und allein darauf zurück, daß, «wie schon angedeutet, die Idee des Zionismus zunr allergrößten Teil verloren gegangen und durch die sogenannte Praxis nicht nur in den Hintergrund gedrängt, sondern vor allem depraviert «wurde. «Solange «die einzige Forderung, die an einen Zionisten gestellt wird, «nur die ist, Geld hepbeizubringeui und Menschen, die wieder Geld bringen, solange kann «nicht daran gedacht «werden, >daß wir Zionisten gewinnen. Die Macht der Formel Zionismus gleich Geld muß erst gebrochen «werden. Dann ste«ht zu erwarten«, daß auch Menschen, die keine Eignu«ng zu ,-Schnorrern" haben — das Wort ist jetzt wohl .salonfähig —i sich von zionistischer Arbeit nicht ausgeschlossen fühlen. Heute ist es dpch so, daß alle diese langsam, aber «sicher in den .Hintergrund gedrängt werden. Man sagt inrmer wieder, daß die Zeit der Propaganda «vorbei ist, und -übersieht, daß ein «verschwindend kleiner Teil!de's -jüdischen Volkes zionistisch «ist. Man findet sich damit ab, jeder Dchwu-ng zur Propagierung der Idee -ist «verloren« gegangen, «man ist vollauf zufrieden, „PalästinafreuMiche Kreise" zu finden. Hat «man schon einnml an die WÄglichkeit ge«dacht, «daß «diese Kreise sich auch aus dem einen Grunde gern am Palästinawerk beteiligen könnten, um den Zionismus zu vernichten? Wenn «Palästinaaufbau auch in der Mei'nung .der Zionisten der einzige Zweck des Zionismus ist, wie leicht ist es dann für diese so reichen Kreise, «ihnen diesen Zweck wegzunchmerr,. Paläst«i«na mit «ihrem Gelbe, aber nicht «mit Unserem Sinne aufzubauen oder es «vielleicht gar nicht aufbauen zu wollen, sondern ganz einfach ein philanthropisch -charitatives Werk zu machen mit der angenehmen Empfindung, etwas Gutes getan zu «haben und den unbequemen Zionismus ein für allemal erledig«- zu ha«ben. Das ist gar kein Hirngespinst, wie mir jeder lbüstätigen wird, der in Kreisen Eingang hat, die heute «dem Palästinawcrk freundlich gegenuberftchen, dabei, aber ausgesprochen antizionistisch sind «und es zu >blei«ben gedenken. Ist Zionismus aber die «Idee der Renaissance mit allen ihren Forderungen nationaler und politischer Natur «und ihren moralischen und ethischen Konsequenzen, s«o kann der Aufbau der Heimstätte ein ungeheuer wichtiges Mittel zu dieser Renaissance sein, aber er erschöpft nicht den Zionismus. Das ivar Sellbstvevständlichkeit n«och vor «wenigen Jahren, «scheint aber heute gang aus dem Bewußtsein der Zionisten -geschwunden zu sei«n. Ich glaube, daß «der -innere Widerstand gegen die Iewfih Agency bei so dielen Zionisten einzig und allein aus der Befürchtung heraus zu erklären ist, daß die Idee des Zionismus Merhaupt verloren gehen könne. Man kann nicht fflfleir, daß diese Befürchtung aus der'Lufi gegrifsetr ist. Hier kann der Kongreß Großes «leisten. Er kann die Idee «wieder auf die «Höhe heben, die ihr «gebührt, er kann erklären, daß Zionisnvuö noch nicht vollendet ist «mit der Möglichkeit, einige tanlsend Einwanderer im Jahre nach Palästina zu bringen, kann erklären, daß er Anspruch daraus erhebt, daß das Judentum zionistisch werde, das heißt in seiner Gänze erfüllt sei von der Jdetz. der Wiederausrichtung und Einigung. Es wird eine «machtvolle Erklärung «möglich sein bei der kommenden Diskussion über die zionistische Reprälsen« tanz in der Iewifh Agency. Wenn dieser Kongreß den Mut haben wird, zu «sagen, daß die Iudenheit oder, besser gesagt, die Reichen und Einflußreichen sich auch «unv den Preis des Palästinaaufbaues «nicht vom Zionismus loskaufen können, so wird er feine Ausgabe wieder erfüllt haben, die Tribüne des «tverdenden Volkes zu sein. * * .Eine Fabrik zur Verarbeitung von paliistineusischem ^abük. In New-Pork wurde vor kruzenc unter großen Feieruchkeiten eine Zigarren- und Zigarettenfabrik, in welcher ausschließlich Tabak ans Cre; Israel verarbeitet werden wu, eröfsnet, Präsident der.Fabrils^eieilichaft ist Samuel Lubliner. Wiener Moestemeliu««. Sie Notwendigkeit einer Lignidationsdank. Ein Vorschlag von Nathan Tartakower. Die prekäre Lage, in der ein großer Teil der Iudeitheit von Mitteleuropa sich befindet, und der als Folgeerscheinung hervorgerufcnc verstärkte Drang nach Palästina legt «der zionistischen Oesscntlichkeit die Pflicht auf, so bald als möglich eine Liquida tiousbank ins Leben zu rufen, „m auch den sogenannten jüdischen Mittelständlern die Uebersiedlung nach Palästina zu ermöglichen. Die Situation in Oesterreich, Polen ltttb Galizien ist jetzt eine solche, daß viele jüdische Kauslente, Fabrikanten und auch Lan«dtvirte nach Palästina gehen nröchtcn, jedoch infolge der Unmöglichkeit, ihre Vernwgen in Geld mrrzu setzen, tut Lande bleiben müsse»«. Da aber die Berdienstmöglichkeit eine sehr geringe ist, zehren sie nach und nach das Bcrmögen auf und werden über kurz oder lang die Rothen des LumpenProletariats vergrößern oder der jüdischen Oeffcntlichkeit zur Last fallen, wogegen sie in Palästina zum Teil sich der Landwirtschaft widmen »utd zunr Teil sich als Arbeiter betätigen würden. Die Angelegenheit scheint mir von Wichtigkeit zu sein, weshalb ich der Ansicht bin, daß man schon jetzt diese Frage zur Diskussion stellen soll, damit der Kongreß hierüber beraten und Beschlüsse fassen kann. «Ich mache folgenden Vorschlag: In Wien als einer zentral gelegenen Stadt soll zum Zwecke der Liquidierung der Vermögen« der aus Oesterreich, Ungarn und Polen nach Palästina anSwandernden Juden eine Filiale der Jüdischen Kolonialbank begründet oder bei einer bereits existierenden Bank eine spezielle Abteilung hiefür geschaffen werden. Tic Jüdische Kolonialtbank hätte der Bank gegen entsprechende Sichevstellung und mäßige Verzinsung einen Teil des erforderlichen Kapitals zur Verfügung 3« stellen. Im Einvernehmen «mit «der Exekutive wären den Palästinaämtern in Wien, Warschau, Lodz, Lemberg und Krakau legaWerte Bureaus anzugliodcrn, welche als Organe der Bank die Aufgabe «hätten, Bevmögenstcile (Waren, Forderungen, auch «unbewegliche Güter) der Palästinawanderer zu übernehmet: und für deren Rechnung zu realisieren. Die überlassenen Vermögen-steile müßten von Sachverständigen nach «kaufmännischen Grundsätzen geschätzt und nach erfolgter Zedierung an das betreffet,de Palästiuaamt, beziehungsweise Bureau mit 50 bis 60 Prozent belehnt werden. Von den im Laufe der «Realisierung hereiiikommeuden Beträgen wären Äs zur vollständigen Tilgung der Schuld, zwei Drittel an die Bank als a conto-Zahlung auf «Kapital, Zinsen und «Spesen abzufühven, der Rest dem Eigentümer zükommen zu lassen. Ae Handelrlage in Haifa im Februar 1925. Das ,Commercial Bulletin" berichtet über die H a i f a e * Handelslage im Februar r Im Monat Februar gestaltete sich der Markt sehr lebhaft; die Lage hat sich entschieden gebessert. Die Bodenspekulation herrscht weiter in gesteigertem Grade und hat zahlreiche Leute bewogen, sich mit VermittlungvonB 0 d enkanfSaktioneu gegen Entgelt zu befassen. Einige Artikel, die im Zänner im Preise gestiegen waren, sind im Februar zurückgegängen. Australmehl siel von 17b auf 165 iürk. Piaster pro Sack von 68 Kilogramm. Zucker hat sich weiter von 293 auf 283 türk. Piaster pro 100 Kilogramm verbilligt. Rindfleisch stieg von 9,7 auf 11,7 türk. Piaster pro Kilogramm. Der Getreide markt. Im Vergleich zunr Vormonat hat . sich im Februar eine bedeutend stärkere Exportbewegung bemerkbar gemacht. Es wurden 559.980 Kilogramm Getreide nach drei Ländern exportiert gegenüber nur 29.789 Kilo-« gramm im vorigen Monat, und zwar: Land Welze» Gerste Linsen Durrha Sesam Lupinen Syrien 1000 6000 17.000 368.470 90 — 892.560 Aegypten - - - - — 20.620 20.620 Griechenland - - — 146.800 - — 146.800 Insgesamt 1000 6000 17.000 515.270 90 20.620 559.980 Im Durchschnitt weisen die Zerealienpreise eine bemerkenswerte Steigerung auf, was durch nachstehende Tabelle illustriert wird: 0/ r t f / * r Zänner Februar ♦i l M l 5 l türk. Piaster türk. Piaster Hauranweizen. 182 bis 194 188 bis 203 Lokoweizen. .. 174 „ 182 177 „ 192 Gerste. 132 „ 137 189 „ 145 Hirse... 107 „ 110 126 . 129 Kersentteh.. 130 „ 143 141 „ 148 Erbsen, einheimische. 140 „ löS 149! 156 Bohnen.; . 110 „ 116 127 „ 131 Sesam. 285 „ 293 296 „ 303 Linsen, rote ....... 117 „ 122 119 „ 125 Linsen, weiße. 161 , 163 163 .. 170 Linsen, gemischt. 144 „ 147 155 , 167 Ihren Höhepunkt erreichten die Zerealienpreise während der zweiten und dritten Woche des BerichtSmonatS, als die Getreidetransaktionen wiederum Spekulationsformen annchmen. Das Exportverbot für Weizen und Mehl aus Aegypten sowie die starke syrische Nachfrage habe» eine beträchtliche Preiserhöhung zur Folge gehabt und der Spekulation Vorschub geleistet. Nunmehr zeigen die Zerealienpreise wieder sinkende Tendenz mit Ausnahme von Durrha. das mit 156 türk. Piaster pro 100 Kilogramm gesucht ist gegenüber 127 türk. Piaster anfangs ÄWWWWWSWSWWMWWUWWWKWWWWWWWM Ins jüdische Haus I as jüdische Blatt»!*. Mctt IM, _««S S Sie Bedeutung der Arbeiterbav' gesellschast Solelboneh. Von Ing. I. Wachsmann. Der Solelboneh ist, trotz der intonierenden Leistungen auf dem Gebiete des technischen Ausbaues «des Landes und trotz der großen Rolle, die zu spielen er noch «berufen ist, in «der jüdischen Ocfsentlichkeit innig «bekannt. Während sie über dis landwirtschaftlichen Kwuzoth und über die MoschwchOwdim mehr oder weniger informiert ist oder wenigstens von verschiedenen Seiten informiert wird, weißste vom städtischen und lech» Nischen Aufbau wohl, «daß Erez Israel prachtvolle Straßen, neuerbaute Stadtviertel, eine Universität, Brücken und Bahnen, Fabriken und Magazine besitzt; «daß «große Flächen drainiert und assaniert worden sind; daß Tel-Awiw, Haifa und Liberias elektrisches Licht «besitzen; daß dies alles von Juden hergcstelll wurde. Aber «sic weiß nicht, wie dieses Wunder möglich wurde, daß Menschen, die gestern noch von all diesen «Arbeiten, vom Ziegellegen, Betonieren, Dachdcckcn, Trassieren, Makadamisicren usiv. usw. keinen rechten Begriff hatten, diese Arbeiten «dennoch in ulnstergültiger Weise durchführen konnten; daß Menschen mit hohen kulturellen und zivilisatorischen Bedürfnissen die schwere Konkurrenz mit den billigen, weil primitiven Arabern aufnchrncn konnten? Die Lösung dieser Probleine ist gelungen, dank -den, günsti.gen Zusammentreffen «dreier Faktoren: 1. Die Intelligenz des jüdischen Arbeiters. 2. Tie volle Hingäbe an das Werk. 3. Ter kooperative Zusanrntenschluß. Nur von letzterem soll hier die Rode sein. Als im Jahre 1920 die dritte Alija einsetzte und die ersten größeren Trupps von Ehaluzim und Chaluzoth ins Land gekominen sind, konnte die Landwirtschaft, für welche sich der größte Teil dicsir Menschen vorbereitet hatte, nur einen «kleinen Teil von ihnen absorbieren. Unter dem Drucke der tvachsenden Arbeitslosigkeit und dank der Jn'itiative «der Arbeiter tvurdcn seitens der darnals noch militärischen palästinensischen Regierung die ersten dlotstandsbauteir «in größerem Maßstabe in Angriff genommen und durchgeführt: die Kwischim, die Straßen. Schon damals sahen die Älvbeiter ein, daß diese riesen- ,große Arbeit nur durch «den kooperativen Zusaurmenschluß gelöst werden könne, und so entstand damals «der Misrad läawo- «doth ziburjoch n'«binjam (Bureau für öffentliche Bautätigkeit). Durch orga«nisches Wachstmn «ist aus dem damals schüchternen .Versuch, «denr Misrad, im April 1924 der heutige Solelbomh (englisch: Iewish Workers coopcrative affociation for pMie Works «building «and manufacture Ltd.) entstanden, eine Aktiengesellschaft, deren Aktionäre zum größten Teil die Artbeiter selber sind. Der Solelboneh, der ständig bis 1700 Arbeiter «beschäftigt, «hat im «Lause der fünf Jahre seines Bestehens Bauten «der verschiedensten Art «im Gesamtwerte von 880.000 Pfund Sterling <300 Milliarden österreichische Kronen). auLgeführt. Ein ganzes Heer von Arbeitern hat hier, in der Arbeit selber, die sachliche Ausbildung genossen. Der Solelboneh hat jedoch über beit Rahmen der eigenen Arbeiten große Bedeutung dadurch gewonnen, daß er als Lohnvegulator wirkt und den Standard-oflife aller, auch der nicht bei chm beMftigten Bauarbeiter gehoben hat. Ja, das Eindringen des jüdischen Arbeiters, in «die Bautägigkeit und BauMdustri'e wurde — wie «bereits früher hervorigehoben — überhaupt erst durch die «kooperative Arbeit ermöglicht, die die paratisare Ausnützung Äcr Arbeitskräfte ausschließt und den Ankauf sowie die Selbstbeschafsung von billigen Baumaterialien ermöglicht. Sämtliche Arbeiten des Solelbonch werden in Kwuzoth durchgesührt, die eine interessante reichliche Gliederung bezüglich Größe, sozialer und technisch-wirtschaftlicher Struktur airfweisen. Die kleinste Kwu'zah besteht aus fünf, die größte aus 50 Mitgliedern. Es gibt Kwuzoth, die sich -für bestimmte Arbeiten zusammenschließen «und solche, die von Arbeitsstätte zu Arbeitsstätte wandern. In sozialer Hinsicht gibt es fünf Hauptthpen: 1. Reine Ko'«mmunen. Sowohl die Arbeit wie das ganze wirtschaftliche und gesellschaftliche Loben ist auf rein konr- NMnistischer Basis aufgebaut. Sämtliche Arbeiter sind, ohne Rücksicht auf Kenntnisse, Beruf nnd Familienverhältnisse, gleichgestellt. Der einzelne Arbeiter erhält überhaupt keinen Lohn, die Gesamterträgnisse fließen «in «eine gemeinsame Kasse, ES sind dies 25 Prozent aller Kwuzoth. 2. Kooperativen. Sämtliche Mitglieder erhalten denselben Lohn und, im Gegensatz zur Kommune, führt jedvs Mitgli«ch ein eigenes wirtschaftliches ^Leben. Diese Form «umfaßt 55 Prozent aller Kwuzoth. Die übrigen drei Hauptthpen unterscheiden sich von «der zweiten nur durch differenzierte Belohnung der Professionisten und Fatitilienväter. In technisch-wirtschaftlicher Beziehnug imterscheidet «ma« im Verhältnis zum Solelboneh drei Formen: 1. Die ganze Arbeit wird vom Solelboneh ansgeführt. Die Arbeiter sind de facto Lohnarbeiter beim Solelboneh, der die Rolle des Unternchmers spielt. 2. Di« Arbeit wird von der Kwuzah selbständig ausgeführt. Der Solelboneh, der die Verträge mit den Bauherren abschlietzt, die Projekte entwirft und die Verantwortung trägt, führt lediglich die Bauaufsicht. Die Kwuzah muß die Baumaim «Verhältnis zum Solelboneh drei Formen: 3. Mittelstellung zwischen Form 1 und 2. Die Arbeit wird vom Soleltbonch «durchgesührt, der das gesamte Material beiftellt. Di« «Kwuzah übernimmt die volle Garantie für die Verarbeitung des Materials sowie für die Güte der Arbeit. Die letzte Form hat sich am besten betvährt und dürfte in Zukunft ant meisten augewendet werden. Der Solelboneh hat sich aber nicht begnügt nnt dem bloße«. AuSführerr der Bauten; er ist auch in die Bguilchuftrie «tage*

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