Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2242 (18.5.1925)
- Date
- 1925-05-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Me«, Montag Mt 9 Regierung 100 provisorische Baracken billig angetanst wurden. Unter den Milchkühen, die neu äuge schafft wurden, befanden sich auch 50 vorzügliche Rafsetiere, die aus Holland eingeführt wurden. Die übrigen Tiere wurden in Syrien angekauft. Während die arabischen Kühe nur 600 bis 800 Liier Mlch jährlich geben, geben die Kühe in den jüdischen Siedlungen oft 2500 Liter Milch und mchr in der gleichen Zeit. Das erfreulichste Zeichen der Keren-Hajefsod-Ärbeit in dem Jahre 6634 rvar der Umstand, daß es möglich war, neben dem Anbau der bestehenden Siedlungen auch eine ganze Reihe neuer Siedlungen zu schaffen. «Unter den neuen Siedlungen, die im Herbst 6634 er* richtet wurden, seien die folgenden erwähnt: Bereits im August wurde eine Kwuzah in Jadjur bei Haifa angesiedelt, die aus 30 Arbeitern bestand und für ein Darlehen van 500 Pfund Sterling sich sieben Kühe, vier Maultiere, Geflügel und Geräte anschaffte. Zu gleicher Zeit wurden auf dem neuerworbenen Boden in M e r ch a v i a h 30 Familien angesiedelt. Im Oktober wurden dann sieben neue Kolonien begründet. Bon diesen Siedlungen waren drei Moshwe-Ovdim. Die erste bestand aus 48 Familien, die auf dem Boden des Jüdischen Nationalfwtds in Tel-Adas bei Merchaviah angesiedelt wurden. Eine zweite Kolonie, Ebenfalls auf dem Goden des Jüdischen Nationalfonds, wurde in Chiltin. am Westufer des Tiberiasfeez begründet. Dort werden m i 5rachistifche Familien angesiedelt. Die dritte neue Kolonie ist auf dem Boden einer amerikanischen Achusah in Ra mah auf dem Wege vom Tiberiasste nach Nazarech angesiedelt worden. Sie Lestcht vorläufig aus 20 Familien. Die anderen vier Kolonien sind kooperative Kwuzoth, die sämtlich auf Boden des Jüdischen Nationalfonds im Emet Jezreel angesiedelt wurden. Sie zählen 295 Arbeiter, wovon 115 mit Familieru Unter ihnen sind urehrere Chaluzimgruppen, die die Ausbildung in den alten Kolonien genosien haben, darunter die Gruppe „M a r k e n h o f". Es hwttbcn auch im Laufe des Herbstes neun neue derartige Chaluzimgruppen gebildet, deren Ansiedlung für spätere Zeit geplant ist. Diese Fortschritte der gesamten Aufbauarbeit im Jahre o684 haben eine günstige Basis für die Fortführung der Kolonisation im folgenden Jahre geschaffen. . , Eure ständige Mustermesse in Erez Israel. Aus Jeru- Iweur wird uns beuchtet: Mit Hilfe der ersten jüdischen Berncherun.gsge,ell,chast Yehuda" in Erez Israel wird neben auf einem Gebiet von 38 Dunam ein neues jüdiiches Bartel?rbaut werden. Laut den bereits genehmigten Barchlanen wrrd in, diesem neuen Viertel, das den Namen „Jehruxr fuhren wird, ein entsprechendes Gebäude für eine permanente Mustermeise und sonstige Ausstellungen zur Forderung des Exports und Imports in Erez Israel errichtet werden. Gratisverteilung von Sonnenblumensamen in Palästina. -w>te Palchtine Oll Jndustry Shernen Ltd. in Haifa erklärt sich oerert' die ihr verbliebene Menge an Sonnenblumensamen, welche ste für Versuchszwecke der Regierung in Reserve hält, an mtereisterte Gärtner abzugeben. und zwar ohne Bezchlung unter der Bedingung, daß ihr dieselbe Samenmenge aus der neuen Ernte zurückgegeben wird und daß ihr die gesamte Ernte zum Londoner Marktpreis minus 2 äg. Pf. pro Tonne ^-^2nsportlosten von Palästina nach England, verkauft wird. , Eme Bonbonfabrik in Haifa. Unter dem Namen „Hadar" arbeitet setzt in Haifa eine Bonbonfabrik mit einem bisherigen Kapttal von 700 ägypt. Pfund. Acht Leute werden dauernd beschäftigt. Fabriziert wird Marnvelade, Konfekt und verschiedene Sorten, Schokolade. Die Produktion gelangt größtenteils inr Ükorddlitrrkt von Palästina zum Verkauf. Die Begebung der palästinensischen Hypothekanleihe in Amerika. Am 4. d. fand in New-Iork eine von der Zionistischen Opganrsatwn Amerikas arrangierte Konferenz jüdischer Kauft^ute statt, die sich mit der Frage der Förderung der Wirtichaftlrchen. Entwicklung Palästinas durch Gründung einer palästinensischen Hypothekenbank zur Förderung des Häuserbaues, über welche die Zionistischen Organisation Amerikas und die American Zion Commonwealth gemeinsam die Kontrolle ausübe^r sollen, befaßte. Richter B. A. Rosen bl at t der Präsident der vereinigten jüdischen Stadtgememden in' Palästina und Vizepräsident der amerikanischen Zionistischen Organisation, hielt ein eingehendes Referat über die wlrtschaft'liche Lage in Palästina. Er berichtete über 'das progressive Wachstum der jüdischen Bevölkerung und über die Riesensortschritte, die in der letzten Zeit auf wirtschaftlichem Gebiete festzustellen sind. Im März zum Beispiel sind 3300 Juden in Palästina emgewandert. Dieses Land wird zweifellos das Handels- und Industriezentrum der Lärwer -des östluhen Mittelmeeres werden. Die Zunahme der Einwanderung brachte eine empfindliche Wohnungsnot mit sich, was zur Folge hat, daß muten und Bodenpreise exorbitant steigen. Die>em ist nur durch Schaffung von Baukrediten äbzuhelsen. Es wird geplant, sämtliche jüdische Stadtverwaltungen hu Lande zu einem Gemeindebund zusammenzuschliehen. Bis fetzt sind fünf der größten jüdischen Stadtverwaltungen (Tel-Awiw, Riscyon-le- Zion. Rechoboch, Petach-Tikwah und Chederah) zu einem Bund zusammengesch losien. Durch Placierung der ersten Aktienausgabe dieses Bundes unter den amerikanischen Juden wird es diesen Gemeinden möglich sein, öffenilcche Bauten. Chausseen, elektrische Licht- und Kraftanlagen, Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen duräMfuhren. Eine solche Entwicklung würde auch den Arabern Nutzen bringen. Sollte den Bedürfnissen Genüge geschehen, so müßte man jährlich 5000 bis 7000 Häuser neu bauen. Die Konferenz beschloß, sofort die erste 6,5 prozentige Hypothekenanbeihe m der Höhe von zwei Millionen Dollar auszugeorn. L6UM Dunam Bode» für Ansiedluna chassidischer Elemente ra Palästina. Der Jüdische Nationalsonds verhtkft zwei Gruppen chassidischer Juden zur Ansiedlung auf dem Lande, indem er ihnen das notwendige Land zur Verfügung stellt. Der einen Siedlung im Tale von ESdraalen wurden 9000 Dunam Boden gegeben, so daß diese mit ihren bisherigen 17.000 Dunam über 26.000 Dunam Land verfügen. Ls hüben sich dort 90 Familien angosiedelt. Die amerikanische Palästinazentrale der Agudas Iisroel hat neuevdin-gS 8000 Dunam Boden im Emek erworben. Errichtung eines großen Hotels i» Tel-Awiw. Me der ,Haaretz" berichtet, plant der Besitzer des Allenbv Hotels in Jerusalem, Bersky, den Bau eines großen Hotels in Tel- Awiw, das auf dem großen, zirka 5000 Quadratellen umfassende» Platz Menüber dem Stadchause an der Rothschild- M» Wh WW» iWW» «lS- Wiener Morgen,ettung_ ■_18. Mai 192S_Nr. 2849 Die Fragen des 14.3ionistenkongresses. In dieser Rubrik veröffentlichen wir Erörterungen der Probleme des kommenden Kongresses. Es versteht sich von selbst, daß die Redaktion die Verantwortung für den sachlichen Inhalt dieser Artikel den Verfassern übcrlaaßt, Sie Fragen der 14. Sioniftenlongrefses. 2' Von Dr. tned. W. Kohner (.Karlsbad). In meinem ersten Aufsatz*) habe ich die Situation im Zionismus darzulegen versucht und die innere und äußere Schwäche unserer Organisation darauf zurückgeführt, daß uns die Idee des ZiockSmus verloren gegangen ist und wir unter dein Banne der falschen Formel ste'h-tr, daß Zionismus glloichzusetzen sei mit Palästinaaufbau, was wiederum identisch fei mit Gslbaufbrirrgung. Der 14. Zionistenkongveß hat die vornehmste Aufgabe, die Situation kLyr zu crkemren und Mittel und Wege vorznschlagen und zu beschließen, die geeignet sind, den Zustand der chronischen Krise zu überwinden. Diejenigen Faktoren, die dazu berufen sind, den OvganisationSbevicht an den Kongreß zu verfassen, haben den Ernst der Situation voll zu erfasien und mit keinem Worte sich irgend einer Schönfärberei oder ,-Verrichtung" «ihres Berichtes schuldig zu mpchen. Ich möchte die Aufgaben 'des Kongresses iit vier große Gruppen teilen. Palästina, Organisation, Idee, Jewish Agench. Palästina: Die Situation in Palästina hat sich seit dom 'letzten Kongreß grundlegend.geändert; was heißer Wunsch!.var, die Heranziehung der Privatinitiative, ist heute drohendes Schicksal geworden. Wir sehen einen Kampf entbrannt zwischen der Arbeiterschaft, die das Land im Sinne der zionistischen Idee aufbanon will aus normaler Grundlage mit jüdischer Arbeit, natürlicher Schichtung der Bevölkerung, die den Boden im Besitze des Volkes, die Arbeit in ihren .Händen sehen will, und der Wirklichkeit, die in Form von iäuhmden Kleinbürgern die Städte überschwemmt, beit Boden kauft und zu Spekulationstrecken verwendet, die versucht, ihr Galuthle'ben in Tel-Awiw, Jerusalem und Haifa fortzusetzen, ErüverbsrnöglichikeHen unproduktiver Art wittert und ausfindig macht. Nicht Zwnssehnsucht hat diese Menschen ins &mb gebracht, sondern der Steuerdruck des polnischen Finanzministers. T«a> sie nicht nach Amerika gehen können, kommen sie nach Palästina. Es hat leinen besonderen Sinn, über 'Nutzen oder Schaden dieser 4. Alijah zu diskutieren. 'Das Leben selbst hat hier die entscheidende Stimme. Der Kongreß kann aber eines tun. Er kann zur Tribüne werden, von welcher in feierlicher Form verkündet werden kann, daß das, w.:>s in den Stadien sich auszubreiten beginnt, nicht dem Zionismus in die Schuhe geschoben Iwevden kann, daß der Kongreß nur die Art des Pälästinaaufba>ues billigt, der im Geiste des Zionismus erfolgt. Er kann weiters durch seine budgetäre Gewalt, die er ja »vahrfcheinlich diesmal noch haben wird, allen Institutionen der Arbeiterschaft, die bent sozialen Aufbau dienen, helfend an die Seite treten, »vährend er bezüglich der sogeuannten Privatinitiative sich auf den Standpunkt zu stellen hat, daiß 'hier ein freier Wettbewerb stattfinden, das LebeuSschwache nicht künstlich erhalten werden, das Kräftige sich von selbst durchsetzen müsse. Das brennende Problem der palästinensischen Bodenpolitik, dÄ das Problem zu werden beginnt, muß vom Kongreß im Sinne Ruppins in Allgriff genonlnrell »werden und es muß alles verflicht werden, die Regierung zu einer Stellungiwhme zugunsten des nationalen Bodenbesitzes zu bringen. In dieser Beziehung müssen die hochbedelltsamen Vorschläge der äktivistischen Grstppe, deren Wortführer Herr Jäbotillsky ist, geprüft und in Allgriff genommen werden, soweit es in unsereit Kräften steht: Agrarpolitik mit Hilfe der staatlichen Kräfte. Ter -Hinweis auf die Stärkung des Nationalfonds wird mit llnrfo größerer Wirks,.lurke>it gehört werde»:, als der Nachiveis über die Verwendung der Gelder zeigen wird, daß wichtiger Bodell gvkauft wird. Monrelllan iveiliger aktllell erscheinen die kulturellen ForderU'Ngelt im Sinne der Hebraisierung des Landes. Hier wird man das Wort Ussifchkins von der politischen Bedeutung des Schltttvevkes im Lärche und 'besonders in den Städten wohl im Auge behalten müsse»:, wird auch mit Hilfe der Kommunen uitb der Regierung den nötigen Zwang auf die städtische Bevölkerung zur Zahlung der Schülsteuerrl ausüberl lnüssen. Es zeigt sich schon jetzt intevessantevlveise, daß für die Erfüllung der zionistischen Ideen im Lärche das Geld.als «wirksamer Faktor nt den Hintergrund zu treten 'beginnt, und dem poMschen, ideellen Einfluß das Feld räumen Mlß. nicht, weil etz urlwichtig ist, foitdern weil es nicht in gehörigem Maße da ist. Da die nationalen (Äeld»nittel ui# so stark sind, um sich gegerr das Privatkapital zu halten, muß das Gesetz seine »Hand stützend mtSstvecken. Es wird ein Maßstab für den politischen Einfluß der Organisation sein, ob sie imstande sein wird, die Mandatavmacht und die einzelnen Stadtgemeinden zur Mithilfe z»: 'bewegen. Es ist nicht zu 'befürchten, daß <bev Strom der Einwanderer dlirch gctvisse Ersch»ver»liigen des Bode»Mrfes i *) Gehe Miener MrgenWtung". pom -U. Mi Mh. abgehalten iverden wird, denn es ist augenblicklich die Konjunktrrr vorhanden und der Zustrorn erfolgt fast autontatisch, wenn rnan bedenkt, wie enge die Zusammenhänge zwischen Palästina und den Ländern der Einigration sind. Organ isati o n. Seit vielen Jahren wird die Frage ventiliert, ob die jetzt bestehende Forn: der Zionistischen Organisation, die ein Mittelding ist ztvischen Vereins- und staatsmäßiger Organisation, den Zwecken genügt. Man muß sagen, daß die Form auch heute noch eine durchaus brauchbare fein würde, «wenn sie überhaupt bestä»che. In Wirklichkeit aber ist, wie ich in »neinem ersten Artikel gezeigt habe, kaum mehr ettvas vorhanden, und 'das, was vorhanden ist, leidet vor allem unter der jahrelangen Vernachlässigung seitens der Exekutive. Die Exekutive, die ein eigenes Organtsatrorrsdoparteinent besitzt, ist aber nicht in der Lage, thre diesbezügliche Aufgabe zu erfüllen, »veil der Sinn für Organisation bei uns überha-upt systematisch zugrundegerichtet wurde unter dem Einfluß einer lebensfremden Ideologie, einer kritiklosen Ueberschätzung des ,JnPlltes" zultngunsten der Forin. Der Mangel an Solidität, die Interesselosigkeit den grundlegenden Fornven gegenüber aber ist auf de»r Spielercharakter der zionistischen Oosfentlichkeit zurückzuführen, die »:ur von großen Zlugenblicken, hochpolitischen Ereignissen, Jetzt-oder-Nie-Phrasen sich zi: leben gewöhnt hat. In der Diskussion, die sich seit Monaten irr der zionistischer: Presse üiber die Resorrn der Organisation abspielt, finden wir oft die Ansicht vertreten, daß für die gewaltig ai'lvachfende Idee des Palästinaaufbaues die bis-« herige Forn: überhaupt »».ntauglich sei und einer »:>euen „Palästina-Botksorganisation" Pkiitz nra'chen müsse. (Hellrnann.) Die Jewish Agency sei die eigentliche neue Fovrn« Es komine narr dara.uf a»:, »vie die zionistisch ideologisch Festeren m dieser ne»»ssn Forrn die notwendige Einfluß- Möglichkeit erhalten kölmten. Da diese Diskussionen, so außerordentlich interessant sie sein nwgen, mit der Unwahrscheinlich^it operieren, daß eine Organisation, wie sie die zvorristische den: Wesen nach ist, sich selbst auflöseir könne zugunstcr: einer neuen, kaum schomenlhaft an: Horizont gesichtete»:, sind sie nicht geeignet, wirklich praktische Vorschläge zu bringen. Es »nag theoretisch vieles. richtig sein, der Uebergang zur Praxis erscheint mir da nirgends vufge zeigt. Die wichtigste aller erörterten Fragen ist die nach dem- Kriterinn: des Z:o»»isten. Wann und unter welchen Bedingungen ist jemand berechtigt, sich Zionist zir nerrnen, bezvohungsweise an der Mahl zum Kongreß tei'lzmwhmen. Beso»:ders in der englischen Literatur wird diese Frage ventiliert und die Ansichten bewegen sich zwischen Extremen. Während die ei»:en postulieren, daß nur das Mitglied einer Ortsgruppe berechtigt sei, zu »vähler:, wollen andere allen denen, die in dieser oder jener Form (K. H. oder N. F.) zun: Polästinaüufbau beitragen, volles Recht zur Mitbeistinrrnung über die Fragen dieses Aufbaues eiuräulucn. Mir scheine»: alle diejenigen, die diese Frage für die wesentlichste halte»:, ziernlich vom grüner: Tisch aus zu rede»:. Der zionistische Praktiker aller Länder wird dagegen ei»:we»»den können, daß es seit vielen Jahren nirgends eine wirkliche Kongrcßdelegierteuw^lhl überihaiupt gegeben hat. Man sehe doch einmal die Zahlen der wirklich abgegebene»: Stim»nen nach und stelle ihr Verhältnis zu der: gezahlten Schekeln fest, und nmn lwrvd unschwer feststellc»: können, daß das Mißverhältnis sehr groß ist. H Wenn nur so viel Delegierte bei einem Kongreß an-.- wesend wäre»:, als cs den wirklich abgegebenen Stimrnen entspreche»» würde, ivärer: die Kongresse sehr kleine und >bcscha»:tiche Zusamrrrenkünfte. Es würde mich sehr irrtet-' essieren, einen Ort nennen zu hören, wo sine ordentliche Wahl stottgefunden hat. Die vielen Vorschläge betreffs Aenderungen in der Organisation, »nie sie von Goldmann, Bodenheimer, Hellmann, Leon Sinron, Roibert Wettsch n. a., gemacht wurden. e»»thalten arlßcrordentlich viel Brauchbares, und es wird der Kongreß hier reiche und fruchtbringende "Arbeit haben, ohr»e daß darnit das Wesentlichste geschehen sein »vird. Außerordentlich wertvoll erscheint n»ir der Vorschlag, daß 'der Kongreß lediglich den Präsidenten zu »vählen!habe, der dann die Aufgabe hat, sich eine homogene, arbeitsfähige Leitung zusammenzustellen, ebenso wie der. Vorschlag, daß das Aktionskonntec der Mehrheit des .Ko»Dresses zu entnehmen sei, damit die jeweilige Mehrheit Gelegenheit ha'be, ihre Anschauung in die Tat urnzusetzen und zu lbetveisen, daß ihr Programm das richtige sei^DaS sind Vorschläge, di« in die Praxis eingreifen unb wirkliche Fortschritte bedeuten könnten. Unnötig zu sagen, daß sie, vor den Kongreß gebracht, sicherlich abgelehnt werden, ebenso wie die Einführung »des unbedingt notwendigen Eircheitsschekels, der es erforderlich machen würde, daß die Föderationen und Parteien vor die Wähler hinzntreten und ihr Progranun zu verteidigen hätten.. Die Frage der Föderationen ist eine 'der »vichtigsren und verlhä»:gnisvöllsten urrserer Bewegung überhaupt. 'Do sMstverständlich m:d der Wirklichkeit entsprechend es ist, '»ven.»: in Erez Israel über die Praxis des Aufbaues, über soziale und religiöse Probleme Meinungsverschiedenheiten beistöh-n, die in Fovm von Parteien nach Mevkennung und Bovn:achtKstellurzg streben, so wenig selbstverständlich ist es in der -Galuchwo diese Fragen nie u»:d M»nmer eutschiedetz und nur die Möglichkeiten geschaffen 'werden können» Mt in Palästina das Leben zu seinen: Recht kommen zu lasse» U die AiWW.Oi» B.eAe Md GM «