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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-18 · Heft 2242 (18.5.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2242 (18.5.1925)
Date
1925-05-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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I Polen: aOaroteyl M en: Zum Abholcit in der rrmfik) monati. 5 ScWlltog Strassenverkanf fa Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, I.. WolUeile 11 Mit postversand für Wien und Oesterreich monatücb 5 Schilling Tscheche»-Slowakei. Motu K22. Jugoslawien: Motu Din. 60. Polen: Mon. 4Lohr. Deutschland: Mäa. Gnu 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 13 NidinUn>Mii bei P r e I *• &fthnmftea *ortMshalie* Wiener I Preis 20 91 England: Men. 4 Scliilling, II al i e n: Monat 1. 18 Lire, Rumänien: Mon. 170 Le:, Bulgarien: Morf.lOOLewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, II.Taborsfr.l Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 St« 2242 Sie». Montag. 18. Rai 1925 7. Jahrgang „WEDO“ LUNGENBRATENWURST IST DIS BESTS! |096_ErhiliUch in jed«r benaerm* LebtrumUMhendlung Sie krplofionzkataftrovhe in Westfalen. 43 Tote. Dortmund, 18. Mali. SLach Mitteilung des pveußtschen . OKbevamteS hat Vve Explosion aus dar Zeche Dorstfeld 43 Todesopfer gsfordsvt, unter ibchcrt sich auch der MtcUungssteiigor deS hauptsächlich betroffenen Reviers befindet. 36 Tote sind auf der Schachtanilage .anfgebahrt, sieben Bergilouite sind iht den Sttankenlhäusern gestorben, 27 Mann sind teils leicht, iteils schwer vevletzt. Sümtlicho betroffenen Grubenbauen sind befahrbar, Eine Kveirteire Gefahr besteht inKcht «mehr. Die ans der 635 Meter tiefen Sohle erfolgte Explosion war fo gewaltig, daß im Schacht alles durcheinandevgüwovfen und.fat der zu Bruch «gekommenen Strecke von den eingsMrzten Erdmassen ein Kohlenzug begr aben tvutzde. Die Rettungsmannschaften mußten auf dem Bauche kriechen, um an die verschütteten und emgeschlossemn Bergleute heranzukormnen. Ihre Rebtnugsapparate mußten sie rüÄassen. Aber alle Schwierigkeiten hinderten sie nicht, ihre Kräfte aufs äußerste anzustrcngen. Die meisten Todesopfer sind für6)tdar verstürm meil't, ihre Körper >geradozu zerfetzt und verbrannt. Die Geretteten sagen aus, daß zunächst etwa 400 Meter unter der Erde plötzlich ein gewaltiger Downeöschlag erfolgte. Die Bevgjlivnte wurden -von Panik ergriffen. Die meisten eilten «ach der Unsallsstelle, wo sie von den Giftgasen überrascht Wurden . 'i . ■ Ser französische Kolonialkrieg in Marotto. Paris, 18. Mai. Das „Journal" veröffentlicht eint Interview, das Marschall Liauthey seinem Korrespondenten in Fes gewährt hat. Der llllarfchall erklärt, daß Abd ol Krim von einem wahren General st ab umgelben sei. Er besitze einen ausgezelrchnetcn Sp «ro n a g e d i c it st rnd suche die Presse aller Länder nach Informationen ab, die für seine Zwecke «irgendwie verwendbar sein können. Er führe den Krieg gegen die französische Regierung nach europäischen Methoden. Der Marschall begrüßt es, daß er bei der Regierung volles Verständnis für die Lage in Marokko gefulnden habe u.nd daß «ihm alleBerstärknngen ohneweiters gewährt wurden. Der Marschall «wird heute nach Rabat reisen, von wo er die Operationen gegen die Marokkaner leiten wird. lieber die Aerhandlnngn Malvys in Madrid mit Pvinw de Ribera wird gemeldet, daß cs sich darum handelt, daß das von den Spamern geräumte Gebiet von den franzö^ Wchen Truippen besetzt wird und daß «die Verproviantierung der Marokkaner von der spanischen Zone aus unterbunden wird. ■1 lieber die Qpovationeu «in AlarMo ist die Presse nur >ehr N'Nvoillkommen orientiert. Kein Rücktritt Chamberlainr. London, 18. Mai. In den hiesigen offiziellen Ki-eisen werden die Gerüchte über den Rücktritt Cham'berlains wieder dementiert. Es wird erklärt, daß solche Gerüchte uwt so weniger begründet sind, als eine Einigimg «über das SicherlMsprMem bcvorstcht. Simmetnunt kn Warschan. Warschau, 18. Mai. Der Genoralkommissär des Bölkerbundes in Wien, Dr. Z ^ngetrofsen. m rn e x yx a jt, ist hier Ae Sowiettzolttik genehmigt. Moskau, 18. Mai. Der Sowjetkongreß hat einstimmig öie innere und äußere Politik der Regierung gebilligt. Die wichtigsten Richtlinien, die der Kongreß dev Re- Aerung gibt, sind die folgenden: Förderung des Friedens, Entwicklung der internationalen wirtschaftlichen Beziehungen und Sorge um den Schutz der Grenze» her Sowjetunion^ Die Entschließung stellt ferner den Umfang der errungene» Erfolge fest, fordert die Aufstellung eines defrzitlosen Budgets und weist auf die wichtigste« wirtschaftlichen Ausgaben hin: Erneuerung der Industrie auf zeitgemäßer Grundlage, Intensivierung der Landwirtschaft und Erhöhung der wirtschaftlichen Unterstützung der Bauern- Haft. Jas neue PalMina Re Arbeit des Keren Hajeffob während eines Sabres. Auf dem Gebiet dev ErnUmn-derung und r Kolonisation im Jahre 5684. Das Londoner Hauptbureau des Keren. Hajessad hat soeben eine Broschüre erscheinen lassen, die emo überaus wewolle, in ihrer Knappheit erschöpfende Uebevsicht über die Probleme «des Aufbaues «der Mischen Hoimstätt" in Palästina -gibt und über die Rolle, welche dem Keren Hajessod babei zufällt. In dem einleitenden Kapitel sind die politischen Grundlagen behandelt, auf welchen das Mische Volk die Arbeit zur Realisation der Mischnat tonalen Heimstätte fichrt. Es ist eine gründliche, mit Verantwortung zusammen gestellte und auch kritisch gewürdigte Besprechung aller politischen Voraussetzungen des Zionismus, insbesondere natürlich des Mandats und der Jewish Agency. Es folgt eine Schilderung der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas, der landwirtschaftlichen Kolonisation, ihrer Methoden und ihrer Erfolge, mit reichen statistischen. Ziffern belegt, «und eine gedrängte GMichte der Mischen Einwanderung nach Palästina seit den russischen Pogromen «m den. 'Achtzigerjahren As verflossenen HähchuMrts. ^Der zweite Teil der instrüMven" Schrift befaßt sich mit Zweck, Organisation und Arbeit des Keren Hajessod. Da in Oesterreich durch eine großzügige Aktion .zahlreiche neue Freunde dieses wichtigsten Finanz- -mstruments für dxn Aufbau gewonnen wurden, und es schon mit Rücksicht auf den bevorstchenden Kongreß geboten erscheint, die breite Mische Oeffentlichkeit darüber zu informieren. wie die Gelder des Keren Hajessod jeweilig in Erez Israel verwendet werden, veröffentlichen wir nachstehend ein besonders instruktives «Kapitel der neuen Broschüre, welches die Arbeit des Keren Hajessod auf den Gebieten der Einwanderung und Kolonisation im Mischen Jahre 5684 behandelt. Die Arbeit des Keren Hajessod beginnt lange, bevor der Einwan derer Palästina erreicht. Bereits in Europa sind zentrale Palästinaämter in jenen Punkten vorgesehen, über die die Auswanderung nach Palästttta geht, und das Budget dieser Paläftinaämter wird vom Keren Hajessod gedeckt. Solche .Palästinaämter bestehen in Wien, Konstantinopel, Trieft, Kowuo, Warschau urch Czernowitz. Sie sorgen in jeder Beziehung für die Einwanderer. Daneben «wird auch die Berufsausbildung und Borbereitung der Chaluzim für Palästina in Zusammenarbeit mit Hem Weltverband Hechaluz durchgesüihrt. Die vom Keren Hajessod eberrfallL erhaltenen Jmmigrationsämter in Haifa, Jaffa und Jerusalem empfangen die Ein- 'Wanderer bei ihrer Landung in Palästina und sorgen für ihre Unterkunft und Verpflegung solange, bis sie i». ihrem Beruf Unterkunft gesunden haben. Sie gewähren den Immigranten auch Darlehen zum Ankauf von Werkzeugen . usw. Die Ueberfahrttosten von Triest nach Palästina stellen sich für die Immigranten aus 3.0.0 bis 3.12.0 Pfund Sterling für die Eildampfer und 1.15.0 bis 2w.0 Pfund Sterling für die gewöhnlichen Dampfer. Die Kosten der Ueberfahrt von Konstanza (Rumäicn) nach Palästina ^tragen 2000 Lei. f Kn Kerbst 1923 rvurdcu zwei neue Jmmigrantenlzäuser für den Bettag vmr 4300 Pfund Sterling in Tel-Awiw gekauft. Das Immigrationsdepartement hat im Herbst 1923 auch eine Reihe Resewearbeiten durchgeführt, um den neu- Svortresuttate vom Sonntag. Hakoah führt in der Wiener Fußballmeisterschaft. Hakoal Slmateure rirtt (lrO). Quer l^urch Wien: Sieger W. A. F. Ungarisches Team schlägt Bolton Wanderers 4*1» Noots County in Ostran von Mor. Gtavia HiiäfiiMW. angekommenen Immigranten bei der herrschertden Arbeitslosigkeit Beschäftigung zu geben. Son wurden Straßen im Hadar-Hakarmel-Viertel bei. Haifa und im neuen jüdischen Viertel Antimos bei Jerusalem gebaut. Im November 1923 wurde der Grundstein zunt Bau eines neuen Jmmigrantenheimes irr Haifa gelegt. Statt der früheren Zeltlager werden, nun in beiden Orten entsprechend eingerichtete Ammigrantenheime bestehen. Das Ziel der meisten Einwanderer nach Palästina ist die Ansiedlnng in landwirtschastlichetr Kolonie::. Daneben aber'hat sich eine städtische Arbeiterschaft gebildet und auch die überwiegende Mehrheit derer, die später landwirtschaftlich tätig sein wollen, muß zuerst bei öffentlichen Arbeiten und in den Städten Beschäftigung finden. Es.ist die Ausgabe des Departements für Arbeitsbeschaffung, die Einwanderer produktiver Beschäftigung zuzuführen^ sie für neue Berufe zu trainieren, der Arbeitslosigkeit abzuhelfen und die Arbeitergeuossenschaften bei der Durchführung öffentlicher und anderer Arbeiten zu unterstützen. Das Budget für Arbeitsbeschaffung sorgt für die Kraukenoersicherung, für kulturelle Arbeit unter, den Arbeitern, für Arbeitslosenunterstützung und vor allem für die Beschaffung von Darlehen zur Durchführung größerer Arbeiten. Seine Aufgabe wird wesentlich erleichtert durch die Investitionen des Keren Hajessod in der Hypothekenbank und wird noch mehr erleichtert werden, wem: die Pfandbriese der Hypothekenbank, die in der allernächsten Zeit austgcgebeu werden sollen, erneu Markt gesunden haben werden. Die Hypothekenbank, eine Gründung des Keren Hajessod, deren Nominalkapital 200.000 Pfund Sterling beträgt, hat bisher vom Keren Hajessod 53.493 Pfund Sterling erhalten. Sic hat bis Sommer 1924 für 49.000 Pfund Sterling Darlchcn für den Bau von 306 Häusern gewährt, darunter 225 Häuser in Jaffa und Tcl-Awiw, 48 in Haifa und 32 in Tiberias. Die Bebauung großer Flächen mit Tabak im vorigen Jahre und der Abschluß günstiger Verkaufsbedinigungen haben bewirkt, Laß große Scharen Arbeitsloser durch den Tabakbau asorbiert werden konnten. Die Lage aus dem Arbcitsnwrkt hat sich auch weiter so gebessert, daß cs zu Beginn des Jahres 1925 keine Arbeitslosigkeit in Palästina gab. Jln Jahre 5684 hat die laudwirtschaftliche Kolonisation in Palästina große Fortschritte gemacht. Es mar möglich, die Bestellung des Bodens stir die kommerwe Ernte und die Versorgung mit dem nötigen Inventar rechtzeitig durchzuführeu. Bereits im Herbst 1923 konnten für 12.000 Pfund Sterling Zug- und Slrbeitstiere, für 3000 Pfund Sterling Baumaterial für die verschiedenen Ställe und Wohnbaracken in den neuen Siedlungen und für 9000 Pfund Sterling Futterstoffe emtz Samen augeschafft werden. In den verschiedenen Siedlungen, die bereits in der: früheren Jähreu mit Hilfe des Keren Hajessod begründet worden ivarcn, wurden größere Flächen bestellt als im Borjäl)re und die Siedler durch rechtzeitige Lieferung von Zug- und Arbeitstieren sowie Samen und Futterstoffen 'in die Lage versetzt, das landwirtschaftliche Jahr mit den besten t'lilssichteu zu beginnen. Bon der Regierung wurden Traktoren zu billigem Preise gekauft, mit denen große Flaäien in 2curis und Ein Cljarod unter 2tnbau gebracht wurden. Das Bauprogramm in den bisherigen Siedlungen umfaßte 100 Stätte und 35 Häuser und Wohnbaracken. In Palästina sind Wirtscliaftsgebäude wichtiger als Wohngebäude und haben daher den Vorrang vor den letzteren. Die Siedler wohneil längere .Zeit in Zelten und Baracken, wälftend das Vieh wegen des Klimas und wegen der Gefahr des Diebstahls so schnell als möglich Sreingebäude svhält. Daneben wurde auch für die jemenitischen Juden eine Reihe von Wohnhäusern errichtet, und zwar 20 xtt Rischon-«le--Zron. dazu auch sine eigene Syuag^e, 10 fa Hedera und 4 M Kmevech. Die Wohnfrage in den neuen. ÄeLhMM wMe such dadurch UleiWert, daß VM der

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