Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2241 (17.5.1925)
- Date
- 1925-05-17
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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M. SSzi Men, Sonniaq Menee Moritensettuna. 17. Mai 192.', Seite 11 * Daerst« Sta-tbahnopfer. Gestern nachmittags ist im Bahnhof Heiligen stadt in der Waggonhalle der 26jährige Schlosser Karl Huber von einem der neuen Triebwagen der Stadtbahn albgestürzt. Er erlitt schwere Verletzungen und starb bald darauf. * Li« Brillantbrosche im Diwan. Am 30. April fand der Tapezierermeister Nathan Goldberger, Marparetenstrohe Nr. 31. bet der Reparatur eines Diwans eine Brillantbrosche mit 20 Steinen, die nach Schätzung eines Juweliers 2 000 Schilling wert war. Das Kommissariat Margareten, dem Goldberger die Brosche übevbrachte, stellte fest, das, die Brosche der Privaten fttene Straster gehört, die den Berlnst der Brosche am 10. November ängstigt hat. Sie wurde ihr ansaefolgt. E Ein koscheres Restaurant in Bad Hall. Dom seit vielen Jahren gehegten Wunsche des P. T. BadspMikmns entsprechend, eröffnet der in Wien bastbekannte Restaurateur S. Mayersohn am 20. d. ein koscheres Rosbauvant in Bad Hall. Der Name Mahevsohn verbürgt schon den P. T. Gästen die Verläßlichkeit bezüglich des Kaschruth und der Vorzüglichkeit der Speisen und Getränke. * Di« Selbstmörder. Gestern nachts wurde unterhalb der Reichsbrücke am Leopoldstädter Ufer de8 Donaukanals ein zirka 25jähriqer unlbekannter Mann leblos aufgofuuden. Er hatte ein Fläschchen Lysol, daS neben ihm gefunden wurde, in Sellbstnrordabficht goleert. — Der 63jährige Mairrergchilfe Wenzel Wessely wurde in der Küche seiner Wohnung tot .rttfgeflmven. Am Tische stand ein Fläschchen mit einer ärztlich verschriebenen Opiummedizin. Wessely hat wiedecholt Selbstmordabsichten geäußert. — Eine etwa 20jährige Frau, die Marie Sonkup heißen dürfte, hat sich am 15. d. hinter dem Zentralifriedhof von einem Lastzug der Ostbahn überfahren lassen imd ist auf der Stelle tot geblieben. — Der 46jährige Vertreter Löwin Rosenberg, Haydngasse wohnhaft, hat sich am 14. d. in einem Wasserglas eine Mischung von Lysol und Salzsäirre bereitet nird sie geleert. Er starb im Spital. Mißliche finanzielle Verhältnisse waren die Ursache. — Im Hanse Sterngasse 11 hat sich gestern vormittags die 46jährige Private Marie S. aus einem Fenster des 4. Stockwerkes in die Tiefe gestürzt. Sie bliob tot liegen. * Ein sensationeller Bücherdiebstahl. Alls Stuttgart vird berichtet: Bei einer Nachschau im Archiv der altbekannten Sitchhandlungsfirma I. C. Cotta wurde kürzlich festgestellt, >aß eine große Anzahl ungemein wertvoller E r st d r u ck e der K l a s s i k e r a u s g a h e n verichivunden ist. Es scheint sich um Diebstähle zu handeln, die bis in das Frühjahr 1023 zurückreichen. Vermißt werden Werke von Goethe, Schälle r, Klei st und Theodor Körner. E Beka-Sanitas. Die größte österreichische Schuhfabrik .,Beka" hat bekanntlich vor kil-rzem die Erzeugung eines orthopädischen Schuhes mit besonderem Erfolg anfgenoinmeii. Wie wir erfahren, ist „Santtas", der ideale Schuh für leidende Füße, von den ärztlichen Autoritäten begrüßt und von Tausenden Fußleidenden herborgesehnt, bereits bei den führenden Schuhgeschäften zum Einheitspreis von 41,50 Schilling rchäMch. * Raubüberfall auf eine Juwelenhändlerin. Aus B udapest wird uns gemeldet: Gestern abends überfielen zwei mnge Leute die Eigentümerin eines Juwelenladens, Iran Salornon G u t t e r m a n n. als sie sich von dem Geschäft in chre Wlchming begeben wollte. Sie trua in einer Aktentasche;0 Millionen Kronen Bargeld sowie.mehrere goldone Uhren. göldene Ketten unid Ringe bei sich. Die beiden Räuber varfen Frau Guttermann zu Boden und entrissen ihr die?l k t e n t a s ch e mit denr wertvollen Inhalt, worauf sie das Weite suchten. Don den Räubern fehlt bis setzt jede Spur. * Selbstmord eines Budapest« Juweliers. Vorgestern ötete sich in Budapest in seiner Wohnung iin der Andrassystraße der bekannte, wohlhabende Juwelier Alexander L e r c n y i durch einen Revolverschuß in die Schläfe. Wie ,Az Est" erfährt, ist der Juwelier ein Opfer des Fehlschlages rer größten Berliner Häuserspekulation zur Zeit der Markrnt Wertung geworden. Berenvi kaufte zur Zeit des Markiturzes, als die Berliner Hausbesitzer ihre Häuser buchstäblich unt ein Butterbrot hergaben, drei Zinshäuser in Berlin um reu lächerlichen Preis von je 100 Dollar. Als diie Stabilisierung rer Mark begann, gab die deutsche Regierung eine Verordnung heraus, nach welcher die Uebertragung der zur Zeit der Inflation gekauften Berliner Häuser auf die neuen Besitzer, Ms diese Ausländer sind, verboten wurde. Berentzi führte nun zwei Jahre lang einen Kampf um die grundbücherliche Eintragung seines Namens als Besitzers der von ihm erivorbenen Häuser. Inzwischen steckte er viele hunderte von Millionen Kronen in die Renovierung und Instandhaltung seiner drei Zinshäuser in Berlin^ die schließlich, im Sinne der Verordnungen der deutschen Regierung, doch an die alten Besitzer zurüäsielen, da Berenyi außerstande war, den vollen Wert der Häuser valorittert nachzuzahlen. Aus Gram über diese schwere gesihaftliche Enttäuschung und den Verlust von mehreren hundert'Millionen Kronen wurde der Juwelier schwermütig und nahm sich in einem Trübsinnsanfall das Leben. E Palästiuareisen mit den Dampfern der französischen Linien ab Marseille oder Conftanza. Auskünfte und Billette: Compagnie Generale Transatlantique, Wien, 4. Bez., Wiedner Gürtel 24. * Jüdisches Realgymnasium, Wien, 2. Bez., Castellezgasie 35. Anmeldungen für die 1. bis 7. Klasse täglich zwischen 12 und 1 Uhr . * Das jüdische Viertel in Mlawa niedergebrannt. Aus Warschau wird der I. T. A. gemeldet: Das jüdische Viertel in der Stadt Mlawa ist abgebrannt. Zahlreiche jüdische Familien sind obdachlos geivorden. Die Not unter den Geschädigten ist groß. * Schachturnier in Marienbad. Aus Marienbad wird gcmeldet: Das Schachturnier in Marienbad nimmt unter dem Titel 1. Jnter.nat>iona-'les Schachmeisterturnior am 20. d. im Kuvsalan seinen Anfang. Die Turmevleitung liegt in dein Händen Mr. I. Günsbergs; Londonder auch das Schachturnier in Baden-Gaden geleitet hat. Die Teilnehmerliste woist die Namen folgender Schachmeister aus: Adonyi, Budapest: Aljechin, MosMu-PariS; Colle, Gent; Bogoljubow, Kiew: Gri'mseld. Wien; Heida, Brünn; Janowski. New-Pork-Paris; LooverMch, Leningrad; Maujhall, Nelv-Hork; Mchell, London; Nmnzotvilfch. Kopeechagon-Riga; Opoconfki, Praig-tPreßburg; Reti; Roselli del Turoo, Florenz; Rubinsieln, Mavschau; Przepiorka, Warschau: Sänrisch, Berlin; Spielntann, München : Dr. Dar rasch, München; Dr. Tariakower, Paris; Sir Dhonras, London; Dorre, Mexiko; Nates, Bivstall b. Leds, England. * Artistenprüfung. Die nächsten Prüfungen finden am Samstag den 39. d. um 9 Uhr nachmittags inr Olympiasaäle, Wien, 1. Bez., Rotgasse 5, statt. Der Besuch ist nur mit dluweisungSkarten (inklusive Jaulitz) gegen eimn Regiobeitrag von 2 Schilling ermöglicht, Logensitze (sind iu, beschränkter Anzahl) um 4 Schilling zu haben. Die Karten sind im Bureau .dfr I. A. O., Wien, 2. Bez.. Praterstraße 43, erhältlich. * Chiavatti-Gasse und Goldmark-Platz. Der Geanomdel ratsauHchuß für technische AngvlsgsnhenHn hat beschlossen, «men lÄrahetMg nächst der MnWbvvgajse in Mamareten BNavaiK-Gafse tot fefcnemtett. Äwit« Mavaccr! tzrch JournMt und AchvWeller. Kz M tfi Mer der letzten Vertreter des alten Wiener Humors. — Gleichzeitig wurde beschlossen, den freien Play an der Meytengasse iu Hietzing nach dem jüdischen Komponisten Karl Gold m a r k, der im Jahre 1015 gestorben ist und als Schöpfer der Opern „Die Königin von Saba", „Götz von Berlichmgeu", „Ein Wintermärchen" usw. bekannt ist, zu benennen. * Ins Land der Mitternachtssonne. Der Journalisten- und Schrisistellerverein Urheberschnh E. B., Berlin, unternimmt als seine elfte größere Reiseveranstaltung eine abwechslungsreiche Nordlandfahrt, die ihre Teilnehmer in der Zeit vom 18. bis 20. Jnni, von Hamburg ausgehend, nach den herrlichstcit Orten und Fjorden Norwegens und zurück nach Hamburg bringen wird. Für diese Seefahrt ist wiederum der Luxusdainpfer „Peer Gynt" gewonnen worden, mit dem die außerordentlich gut gelungene Journalistenfahrt nach dem Orient im Herbst 1924 gemocht wurde. Durch günstige Abmachungen ist der Verein in der Lage, auch diesmal besonders wohlfeile Preise einräumen zu können. Nichtjournalisten, Herren und Damen, sind als Teilnehmer willkommen. Ansführliche Reiseprospekte sind von der Geschäftsstelle des Vereines, Berlin W. 30, Luitpoldstraße 32, kostenlos zu beziehen. * 20.000 Dollar für die Widerlegung der Einstein-Theorie. Der leidenschajitliche Streit für intb wider die Einstcins ch e R e l a t i v i t ä t s l e h r e, von Anhängern und Gegnern mit wechselndem Glück geführt, ist ungefähr vor einen: Jahr bei. einem toten Punkt angelangt. Nachdem eine wissenschaftliche ErpeVition, der hervorragende englische und amerikanische Gelehrte augehörten, anläßlich der Beobachtung einer Sonnenfinsternis untrügliche Argumente für d»e Richtigkeit der Behauptungen des Berliner Physikers gefunden zu haben glaubte, veröffentlichte der weltberühmte Naturforscher M i« chelfon den Bericht über eine Anzahl fcharfsinniger Experimente. die gegen die Rclativitätslehre zn sprechen scheinen. Der Kampf gegen die Einstein-Lehre hat sich übrigens in der letzten Zeit von Europa nach Amerika verschoben. Neben Akbert Michelson, dem Direktor des physikalischen Laboratoriums an der Universität in Chikago, ist dem Berliner Professor auch in der Person Henry Gordon Gates, des Direktors der Technischen Hochschule in Chikago, ein erbitterter Gegner erwachsen. Gordon Gate entfaltet eine besondere Rührigkeit. Nachdem er ibereits von mehreren Chikagoer Mäzenen den nicht zu unterschätzenden Betrag von 20.000 Dollar erhalten hatte, richtete er dieser Tage neuerdings einen Tlppell an die Finanzmagnaten Amerikas, weitere 100.000 Dollar zn spenden, da sonst die Fortsetzung der Arbeit in Frage gestellt sein würde. Die eingezahlten Beträge, heißt es in dem Arlfrnf, feien bereits restlos auf die Errichtung eines eigenen Laboratoriums verwendet worden. Aurlritte ms dem Judentum. Eisler Ernst, geb. 21. April 1907, Wien, Kommis, 3. Adamsgasse 3. K o r n b l tt t h Salomon, geb. 15. März 1908, Kommt». 13. Bez., Märzstraße 152. A b e l i s Irene geb. Schöndorf, geb. 20. Februar 1892, Mähr.-Ostrau, 19. Bez., Cobenzlgasse 87. A b e l i S Else, geb. 9. März 1919. Wien. 19. Bez., Cobenzlgasse 87. B e l l a k Emil, geb. 11. November 1900, Biala, 19. Bez., Billrothstraße 39. Goldhammer Gertrud, geb. 5. Jänner 1906, Wien, 9. Bez., Berggasse 43. R e i S n e r Oskar, geb. 21. Mai 1891, Wien, 20. Bez., Osvelgasse 34. R e i s n e r Herta, geb. 19. März 1919. Wien, 20. Bez., Ospelgasse 34. R e i 8 n e r Therese Rosalie geb. Bestereimer, geb. 27. Dezember 1893, Wien, 20. Bez., Ospelgasse 84. Rosenf c I b Eugen, geb. 21. Dezember 1900, Wien, 18. Bez., Währingerstraße 114. Feldscharek Betti geb. Kohn, geb. 3. November 1878, Wien. 18. Bez., Hasenauerstraße 58. P olivka Klara, geb. 13. August 1899, Wien, 2. Bez.. Ibbsstraße 28. _' Radioprogramnn Sonntag den 17. Mas. 11 bis 1 Uhr: Vorndtt-tagskoldzert des Volksopernorchesters unter Leitung von Dr. Kaiser. 1. Weber, Freischütz-Ouvertüre. 2. Wagner, Schmiedelieder aus „Siegfried". 3. TschaikowSky, Symphonie pathetique. — 1 Uhr 10 Min.: Uraniazeit. — 1 Uhr 15 Min.: Wetterbericht. — 4 vis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. Thomas, Raymond-Ouvertüre. Delibes, Faun und Nymphe. Grieg, Norwegische Tänze. Grünfeld, Romanze, Diner-Walzer. Mascagni, Cavalleria msticsna. Carosio, Ritorna. StojanovitS, Tanzlied aus „Der Herzog von Reichstadt". Morena, Marschpotpourri. Conley, Easy Melody. — 20 Uhr r Armut. Trauerspiel von Wildgans. Spuller, Amon (Deutsche- Volkstheater). Mathilde, seine Frau, Maja - Gering (ModenieS Theater). Gottfried, sein Sohn, Onno (Deutsches Volkstheater). Marie, seine Tochter, Anna Kainz- Schrötter (Wiesbaden). Strantz, Zimmerherr. Kainz (Reinhardt- Bühne). Stank, dessen Kollege, Kneidinger (Stadttheater). Doktor Radinovich, Militärarzt i. P., Aurel 9iowotny (Reinhardt- Bühne). Der Amtsvorstand, Blum (Deutsches Volkstheater). Vogt, Bediensteter einer Bestattungsunternehmung, Kramer (Reinhardt-Bttbne). Goldsobn, Handeljude, Weiß (Deutsches Bvlkstheater). Spielleitung Dr. Nüchtern. Literatur. >ans K o h n: „Die politische Idee des Judentums." (Verlag Meyer & Jessen, München.) , Man möchte Chauvinisten der feindlichen und — des igenen Lagers Kenntnis dieser Schrift wünschen, welche mit iner gewissen Tendenz gerade Politik des Judentums^ zum gegenständ hat, rrm sie an ihrern reinen Urquell zn erfassen. Airsgehend von cinigerr feinen Bemerkungen über das Lesen des Volkstunis, das über der sichtbaren Erscheinungsuclt seine Wurzeln hat, und nicht sowohl irr räumliHer als it zeitlicher Phanomenälität (als Geschichte) erfaßt sein will, gipfelt die Darstellung, die urehrfach von Buber, Bergmann rnd Brod beeinflrrßt erscheint, in einer eingehenden Charakeristik des Prophetentrrnrs, insofern sich in ihm Religion, Sthlk und Politik durchdringen. Politik erscheint hier, im Gelevsatz zu jeder nationalen Konjunkturpolitik, als Verwirkichllng ves religiösen Ideals, die die Pflicht jedes Augen- »lickcs ist, als Kampf rrm ein sittliches Geineinschaftsleben, ils Weg zum „Reiche Gottes", welches neben der Brrndesdee irnd der Idee des Menschen für die jüdische Geisteswelt entral sei. Die Vorkämpfer der Gerechtigkeit in allen Zeiten sandeln in den Spuren des jüdischen Prophetismus und inch aller Kantpf um Gerechtigkeit heute, alles Ringen nach inem sittlichen Gemeinschaftsleben ist nur eine Wiederholung »essen, was die Propheten erfahren haben. Wenn so die Politik im reinen Sinne der prophetischen Äeschichtöethik als Kind der Religion erscheint, so möchte ich »och derr Starkdprrnkt nicht teilen, die Religion ihrerseits nieder aus dem Phänomen des Volkstums allein ahznlelten. >lnch wird der Verfasser der Tendenz des ersten Christenums, insofern« er sie als „Herbeizwingung des Reiches Iottes" bezeichnet, doch nicht gerecht. Und der bloß natür- ’l J*.. LYY) ^Tfi.««»• O %«• 11 Sav frttif KIa VvV V|VUM|U;VH cIjck kann, eS müßte denn in das Gebiet der „bloßen Idee" der dev „ewigen Aufgabe", das heißt aber utopischer Phanisie, verlegt werden. E. M. vereine. BortrSge und Derfammlangea. Der SNernbünd Menorah schi-ckt erholungsbedürftige Kinder (unter jüdischer Eltern während der Sommermonate aufs Land. Gesuche an den Vereinspräsidenten Dr. Ludwig Eckstein, 6. Bez., Brauergasse 2. Vereinigte Organisationen jüdischer Eltern Wien 18 und 19. Am 21. d., halb 3 Uhr nachmittags, im Kasino Zogernitz Lag-b'omer-'Fcier unter Mitwirkung des Döblinger jüdischen Turnvereins. Vereinigung Ztontstlfqeic Bankbeamter fördert die Bildung einer Genossenschaft zur Anstedlung abgebauter jüdischer Kollegen und Kolleginnen in Palästina. Interessenten wollen sich schriftlich an das Sekretariat der Bereinianna. Wien, 8. Bez., Bennoplatz 1, wenden. „ Verein Erez Israel, Wien, 2. Bez., Zirkusgasie 33. Heute, halb 3 Uhr nachmittags, Ausflug. Treffpunkt: Schottentor. Ein Anto-Film. Die Urania bringt Mittwoch den 20. d. zum ersten Male „Ein Film spiel vom Auto", welches im Rahmen einer bannenden Handlung die Entstehung eines Automobils vom Motor bis zur Karosserie, die Leistung der Kräfte des Benzinmotors, die Entstehung der einzelnen Automobilteile und deren Zusammenfügnng zeigen wiird. Ter Film, z,r^ dem der Schriftsteller Hanns Withalm und Ing. E. S ch ö n e ck e r den Begleilvortrag verfaßten, wird im großen Saal um halb 8 Uhr abends vorgeführt. « „Monistische. Bezirkssektion Alsergrund. Morgen um 8 Uhr abends ,m Sektlonslokal, 9. Bez., Liechtensteinstraße Nr. 11-13, dringende Ausschuhsttzung. Bühne und Kunst. Lefterreichr bildende Kunst ln Nürnberg. Nürnbergs größte Kunstausstellung. lieber Einladung des Albrecht-Dürer-Vereiiles in Nürnberg hat die Genossenschaft der bildenden K ü n stlcr Wiens im Verein mit der Wiener Sezession, dem Hagenbund und dem Bund österreichischer Künstler nach wochenlangeil Vorarbeiten in dem zu Ansstellungszwecken adaptierten V erkehrsmnseum und in der 2lusstellungshalle am Marientor in Nürnberg eine österreichische Kunstausstellung veranstaltet, die anr 12. d. i.n Gegentvart des Regierungspräsidenten von Mittelfrankeil durch den Oberbürgermeister Dr. Luppe der Stadt Nürnbero feierlich eröffnet wurde. Diese Ausstellung ist die ilmfassendste, die je seitens österreichischer Künstler im Auslände veranstaltet wurde. Sie umfaßt nahezu 900 Bilder, PlastikenundGraphik e n. In seiner Eröffnungsrede stellte der Nürnberger Oberbürgermeister fest, daß diese Kunstausstellung die g r ö ß t e s c i, welche Nürnberg bilsnun beherbergte. Die Ausstellung bietet einen ausgezeichneten Querschnitt durch alle Bestrebungen, die sich gegenwärtig in der österreichischen bildenden Kunst betätigen. Die Auswahl und Anordnung der Bilder, Graphiken und Plastiken in den Ausstellungsräumen wurde von den Wiener Künstlern Oswald Grill, Theobald Klotz, Carry Hauser und Rudolf Hatzbach besorgt. Besonderes Interesse finden die Werke des jung verstorbenen alpine,r Malers Friedrich Beck, die Alt-Wiener-Szenen von Erhard Amadeus D i e r und die Landschaften Ferdinand Brunnersferner die Winterlandschaft Oswald Grillst / , Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Heute Sonntag den 17. d., halb 11 Uhr vormittags, im Olympiasaal, I., Rotgasse 9, Redner Gemeinderat Dr. Leopold PLASCHKES // Dr. M chael Egon ZWEIO (Jerusalem) // Dr. N. M. GELBER E I n tr It t f re II El ntrltt ffre i! Vorfrag Dr. Oskar Rosenfeld Die Wahrheit Aber Bulgarien Mittwoch den 20. Mai, V28 Uhr abends Mittlerer Konzerthaussaal Karten an der Konzertkassa Gutmann, I. Kärntnerring 3 (neben Hotel Bristol) 1711 Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, Uhr abends, „Der Kaufmann v 0 n V e n e d t g". Dienstag, 7 Uhr abends, „D i e I u n g f r a u v 0 n O r l e a n 8". Samstag den 33. d. e r st e Aufführung von Artrtr Schnitzlers fünfaktigem Schauspiel »Der Schleier der Beatriee". Beginn 7 Uhr abends. Akademietheater. Dienstag, V,8 Uhr abends, i e F a h r t i n 8 B l a n e". Donnerstag den 21. d. um V98 Uhr abends E r st a u f f ü h r u ng des dretaktigen Lustspieles ^S 0 ll m a n e S f a g e n?" von Eugen Labiche, freie Uebertragung von Andreas Latzko. S t a a t S 0 p e r. Heute. '/»? Uhr abends. a n nhäufe r". Morgen, 7 Uhr abends, «H äns el und G re t e l", hierauf „S a n k t t s s i m u m". Theater im Redoutensaal. Morgen, 7 Uhr abends, «Figaros Hochzeit*. Deutsche» B 0 l k S t h e a t e r. Paul A p e l s heiteres Traumspiel „H a n S S 0 n n e n st ö ß e r S Himmelfahrt" wird mit Anton E d t h 0 f e r als. Sonnenstößer neu einstudiert. Für diese Spielzeit ist noch die Aufführung von GrabbeS ^Napoleon" mit Jakob Feldhamme.* in der Titelrolle geplant. Kleines Th e Mittwoch den 30. d. Ittauj nein?" von Friedrich L ater tn der Annagass«. fführung der Trägtkömödie «Ja oMN tchtneker. Dieses Stück ist die letzte