Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2241 (17.5.1925)
- Date
- 1925-05-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Sette y Wen, Sonntag - v - i tUtin* r MorstenzeKrmk. V». Dm im Mt. 2241 Zionistische BezirkSsektion Leopoldstadt Morgen Montag, den 18. Mai 1925. präzise V,9Uhr abends, im Cast .Sächsischer Hof", 2. Bez., Taborstraße 46 (Souterrain, Eingang Novaragaffe 2) Borlrag der Kenn 2r. Sofef LSwenhrrr: Li-eprSfident >*r israelitischen Kultusgemeinde Vor dem XIV. Sioniflen-Kongretz Anschließend Diskussion. Wagendefekt unterbrochen wird. Ein .merkwürdiges Land, dieses teuere Italien! $ So du, Oesterreicher aus Ueberzeugung, dein Blut mit dem glutvollen Empfinden deines „Klassikers* Grillparzer durchtränkt, daß der Oesterreicher ein Vaterland hat und auch Ursache, es zu lieben — so du also, Qesterreicher, den wundervollen Jctus jenes Grillparzerschen „hat" als erhebendes Gefühl des Wertes im Herzen, nach Genua kommst, so wisse: selbiger Ort ist ein altes, schmutzig-prächtiges Seeräubernest, und die Genuesen (in Wien lies: Genueser) gelten im italienischen Bolksmund als Muster von Schlauheit, Falschheit und Tücke. (Siehe Schillers „Fiesko", Baedeckers „Oberitalien", Hannaks ,/Lesterreichische Vaterlandskunde" und dergleichen.) In besagtem Genua wurde angeblich — volkwirtschaftliche Seminaristen können mich korrigieren — die Tratte erfunden, was für manchen Oesterreicher heutzutage schmerzliche Gefühle auslösen dürfte; aus dem Genuesischen stammt — wiederum angeblich — jener Kolumbus (er hat hier beim Hafen ein recht scheußliches Dentukal), dessen Entdeckung Amerikas nebst vielen Peinlichkeiten, die sie der europäischen Existenz schon gebracht hat, der Welt noch den nächsten Krieg (bescheren wird. Und Genua hat, wie nian mir erzählt — Oesterreicher vernimm es gramerfüllt und ermiß die abgrundtiefe Tücke dieses Stammes! —, zuerst in Italien das Trinkgeldwesen in den Restaurants, Hotels ufw. abgeschafft. Ja, wovon leben diese Leute? — wirst du Oesterreicher fragen! Antwort: 'Sie arbeiten oder sie gehen zugrunde. Merkwürdiger Fall! . $ Das teuere Italien hat noch andere sonderbare Einrichtungen: in der schäbigsten Osteria bekommt der Gast eine Serviette aus Leinen oder Damast; es gibt dort Aschenbecher und Zündhölzer und für die Verabreichung eines Stückes Brot oder einer Semmel bedarf es nicht der Anrufung einer Ibesonderen, ihre Tücke des ewigen Zuspätkommens und ihr muckisch-derloigenes ,Sitte sehr, bitte gleich" durch eine weit über Bveitner hinausgehende Luxussteuer auf das Gebäck kompensierenden Persönlichkeit, die noch dazu aus der für ihre Wan geschaffenen Unterscheidung von Bäckerei" und „Gebäck" den Anspruch auf ein Trinkgeld herleitet, statt daß diese ausschließlich auf die Verwirrung des Begriffsvermögens berechnete philosophische Schaffensfreude mit Vertilgung geahndet würde. Da kein Trinkgeld erwartet wird (unverbesserliche Oesterreicher, darunter auch ich, geben es ja doch), so wird der Gast im Restaurant oder Cafe unaufdringlich, geräuschlos, sozusagen unpersönlich bcöie?ii. tvas den unschätzbaren Vorteil hat, daß zusammen mi>. d^r Person des Gaste» auch die Person des Kellners in wohltuendem Dunkel bleibt, dagegen die Angelegenheit, um die es sich dicht, Verzehrung von Speise und Trank, nach zivilisierter Methode, sachlich, daher exakt behandelt wird. Ein Teller, der einen kaum merkbaren Sprung hat. wird selbst im drittrangigsten Lokal vom Kellner, der den Schaden steht, spontan unter vielen Entschuldigungen ausgetauscht, und es wird darauf geachtet, daß der schivarze Kaffee (der in ganz Italien ebenso wie alle Kaffeehaus- oder Bargetränte weit billiger ist als in Oesterreich) nur in der Schale, nicht auch auf der Untertaste serviert wird. Sonderbar, nicht?. * In Pisa, das «wohl einen berühmten, als Nippessache beliebten schiefen Turm und einen glücklicherweise -nicht in Gips nachgebildeten wunderbaren Friedhof hat, a!ber sonst ein kleines, unbedeutendes Landstädtchen ist, in welchem Fremde höchstens einige Stunden vevweilen, auch in Midi, einen: wohl entzückenden, aber doch ganz winzigen Rivieranestchen, kann - man ohne jede Schwierigkeit gegen 8 Uhr abends einen rekommandierten Brief aufgeben, in Venedig, Verona, Mailand, Genua, Florenz natürlich noch viel später. Man versuche doch das gleiche in Wien oder lieber — man versuche es nicht! Man bekommt auch in allen Orten, die hier genannt wurden, auch im Fischerdorf Nervi, etwa um 11 Uhr nachts noch etivas Genießbares zu essen, kann sich im Tabakladen Zigaretten kaufen und steht auch nicht — na, sagen wir: hilflos da, wenn um 9 Uhr abends auf der Straße plötzlich die Schnalle des HosengurteS springt und man einen neuen benötigt; denn die Läden sind nn^ diese Zeit noch offtn. All das und noch viel mehr gehört zu den Selbstverständlichkeiten der Lebenshaltung: daS Fehlen dieser Dinge, die nicht Komfort und Luxus des Müßigganges sind, sondern notwendige Einkleidung der täglichen Arbeit, die sie geradezu fördern, zerrt an den Nerven, vermindert die Spannkraft zur Arbeit und macht das tägliche Leben sozusagen brüchig. Aber in dem teueren Italien ist überdies dem Fremden, den: Vergnügungsveisenden jede Bequemlichkeit geboten, er muß nicht nur blechen, sondern er kann für sein Geld auch Anforderungen stellen; denn der Gedanke, daß der Reisende Komfort braucht, ist hier, in diesem Lande, das durchaus nicht den Anspruch hat, zu den ,glücklichsten zu zählen, selbstverständlich. Klingt das nicht für den Oesterreicher wie ein Märchen? Noch eines: In Italien gibt es. nirgends Ankündigungen oder Aufschriftstafeln, daß der oder jener Ort, dieses oder jenes Hotel, die oder jene Schutzhütte nur für „arische Gäste"'da sei. Ist das nicht geradezu unglaublich für die österreichischen Hakenkreuzler und ihre regierenden Protektoren, wo doch der italienische Faszisnms gerade für ihresgleichen das Ipeal politischer Entwicklung bedeutet? 'Die politischen Erwägungen, die sich hier einstellen, lasse ich links liegen; sie komplizieren das Grundproblem, das lautet: Italien ist ein armes Land, das von: Kriege schwer 'betroffen'wurde. Italien ich heute wirklich teuer. Aber der Oesterreicher, welcher nach Italien kommt, lebt für das teuere Geld (wobei noch dahingestellt sei, ob der teuere Aufr-—.......—.. ZUas vornehme ^Bekleidungshaus R. Herz & Sohne I. Nibelungengasse 7 Lieferanten für die Mitglieder des I. Wiener Consumvcreines und der Rohö, in Damen- und Herrenkleidung Sluch Teilzahlungen / , -°> J enthalt in Italien wirklich teurer ist als in Oesterreich) so gänzlich uuösterreichisch gut, daß er sich verwundert fragen muß: So was gibt's? Ja — dos gibt's, in der ganzen g** sitteten Welt, in der Schweiz, in Frankreich, in den Niederlanden, in Belgien, in Skandinavien, selbstverständlich im Mutterlande des menschenwürdigen Standard of life, in England, auch in dem weniger zivilisierten als mechanisierten Deutschland, in der jungen Tschecho-Slowakei, sogar im kulturarmen Amerika; «das Halblevantinische Italien wurde als hervorstechendes Beispiel gewählt, weil es die gewisse sozial-zivilisatorische Aehnlichkeit mit dem Balkan hat, beste»: Nähe für den zivilisatorischen Tiefstand in Oesterreich so gern verantwortlich gemacht wird. Aber nicht die Balkannähe ist es, sondern der Mangel jebcit P r od u k t i v e n Lebensgefühls, der den Oesterreicher für alle zum Konffort der täglichen Lebensarbeit notwendigen Dinge gleichgültig macht. In dieser unproduktiven Existenz, die noch dazu ihre unschöpferische Art hätschelt, liegt die Ursache, warum mir selbst ein teures Italien, gegen das es Gott -weiß tausendunddrei Vorbehalte gibt, stärkeren Lebens-Wert bedeutet (und darum doppelten Urlaub, beit von der Tagsrohn und den — vom Oesterreichertum gibt) als ein billiges Oesterreich — wenn es das überhaupt gäbe... Nervi. S i egfr i e d S chm i tz. * Selbe — die grobe Move. Der ungeheure Fortschritt auf d'm Gebiete der Webe» technik hat eö mit sich gebracht, daß gegenwärtig Seide in erstklassigster Qualität erzeugt wird und daher die obligaten Wollstoffe vollständig verdrängt hat. Selbstverständlich hat sich die Mode diesen. Umstand zunutze gemacht und auch Heuer dominiert die Seide als Material für das große und kleine Sommerkleid Allerdings muß man beim Einkauf von Seidenstoffen überaus vorsichtig sein und Vertrauen zum Lieferanten haben. Das neueröffnete „Z ii r i ch e r S e i d e n >h a u s" auf. dem Bauernmarkt 2a hat sich in kurzer Zeit die Sympathie der Wiener Damenwelt erobert. Diese hängt nicht nur mit der enormen Auswahl aller Sorten an Schweizer und französischen Seidenstoffen zusammen, sondern in erster Linie mit der erstklassige «n Qualität, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß die überaus billigen Preise den Einkauf auch bei beischeidenen Mitteln ermöglichen. Besonders bemerkenswert sind die besonders preiswerten Prima Crep de Chine, welche in unzähligen Farben jür jeden Geschmackanfliegen. Entsprechend der Jahreszeit ist mich ein enormes Lager der allermodernsten Waschwaren und passender rntterstosfe vorhanden. Das »Züricher Seideinan 3" wird. bestimmt in kurzer Zeit unter, den Wiener Kaufhäusern,. welche Damenmodeartiksl führen, einen allerersten Rang einuehmen. Dies allerdings wird es nur seiner besonderen Leistungsfähigkeit, voii der sich jede Kunde bald überzeugen . kann, zu - verdanken haben. durMs, das außerhalb noch bleibt und immer bleiben wirb. Gerade jene ewige Dunkelheit, die so viel Schrecken verbreitet, ist es zuletzt allein, die solange die Welt steht, das 'Herz des Menschen im geheimen zu sich zieht und in ihm die verborgene Sehnsucht weckt, nur einen kleinen Augenblick in sie himinzuschauen. Alle haben Angst vor chr und doch fühlen sich alle zu ihr hingezogen. Mit unserem Munde bauen wir über ihr Wände von Worten und Systemen aller Art, um sie vor unseren Augen zu verbergen, aber sofort wühlen die Nägel in jenen Wänden, mn in ihnen eine kleine Lücke zu öffnen, irgend einen Spalt, und durch ihn einen Augenblick in das hineinzuschauen, was jenseit-s ist. Doch wehe, umsonst ist die Plage des Menschen! In dom Augenblick, da dex Spalt sich anscheinend auftut, ist eine neue Scheidewand da in Ge-. statt eines neuen Wortes oder Systems, die' plötzlich an Stelle der früheren steht und das Auge wieder vom Schauen abhält. Und so geht es fort in alle Ewigkeit. Ein Wort geht, das andere kommt, ein System steigt empor, das andere sinkt hinab; und die alte, die awige Frage ohne Antwort bleibt unberührt, sie verändert sich nicht und wird nicht geringer. Einen Wechsel auf seine Schuld geben oder sie in seinem Geschäftsbuch vormerken, heißt noch nicht, die Schuld 'bezahlen. Es heißt, nur sür den Augenblick die Last vom Gedächtnis abwälzen und nicht mehr. Das gleiche gilt bei der Rede, die eine Aussage macht, das heißt, wenn man Erscheinungen und ihren Verbindungen Namen gibt und Ordnung und Grenze für sie festsetzt. Eine Antwort auf die Frage nach dem Wesen hat von selbst in die Rede schlechthin niemals Aufnahme gefunden. Sogar eine ausdrückliche Antwort «ist. in Wahrheit pichts als ein anderer Text der Frage' selbst. Staunen wandelt sich in Beruhigung, der SM der- Vechullung tritt an Stelle des Stils der Offenbarung. Wenn wir daran gingen, den wahren, den innersten Stern oller Worte und Systeme bloßzulegen, so würden wir ganz zum Schluß nach dem letzten Auspvessen zu nichts anderem gelangen, als zu einem Wort, das alles umfaßt, einem Wort von drei Buchstaben. Welches ist es? Wiederum jenes -furchtbare „Was", hinter dem ein noch furchtbareres X steht, das Nichts. Aber der Mensch licht es, seine Schuld m kleine Brocken zu zerbröckeln in der eitlen Hoffnung, sich damit die Bezahlung zu erleichtern, und da fick die Hoffnung nicht eMllt, MW er etzi Wert gegen das andere ein, ein System gegen das andere, das heißt, er gibt einen 'neuen Wechsel für den alten und verschiebt oder verlängert sich die Frist der Bezahlung; unterdessen kommt es dann überhaupt nicht mehr zur Emhebung der Schuld. Ein Wort oder ein System steigt also von feinem Throne hinab und macht einem anderen Platz. Nicht ett.va darum, weil seine Kraft zu offenbaren, zu erhellen, die unlösbare Frage aufzuheben, teilweise oder ganz gebrochen ist, sondern gerade im Gegenteil: weil das Wort oder das System infolge des allzu vielen Zerdrückens, Betastens und Wühlens zerrieben wurde und nicht mehr Kraft.genug in sich heu, so recht zu verhüllen und zu verbergen, und natürlich auch nicht mehr Kraft genug, um für den Augenblick das Bewußtsein übzulenken. Der Mensch schaut eine Sekunde in den Spalt hinein, der sich aufgetan hot, und zu seinem großen Entsetzen findet er wiederum jenes furchtbar Chaos vor sich. Er springt auf und verstopft einstweilen den Spalt — mit einem neuen Wort, das heißt, er hält an dem „Zauber" fest, den er längst an jenem Wort erprobt hat, das diesem voranging; als ob das neue Wort -das Bewußtsein für den Augenblick abzulenken vermöchte — und er ist von seinem Entsetzen befreit. Wundere dicht nicht! Der „Zauber" nützt denen, die an ihn glaübeu; denn der-Glaube an und für sich ist nichts als die Ablenkung des Bewußtseins. Bietet uns nicht der Sprechende selbst ein naheliegendes Beispiel dafür? Solange ein Mensch lebt, strebt, sich regt und schafft, füllt er einen leeren Raum aus. Alles ist, wie cs scheint, verständlich; alles geht gut von,statten. Der ganze Strom des Lebens, sein ganzer Inhalt ist nichts als eine unausgesetzte Anstrengung, eine unaufhörliche Bemühung, das Bewußtsein ähzulenken. Jeder Augenblick des Jagens nach etivas ist zugleich auch ein Augenblick der Rettung vor etivas, und dies, nur dies, ist sein Lohn. Der Lohn des Nachjageus ist das Entrinnen. .Wer nachjagt» findet in jeder Sekunde seine einstweilige Befriedigung nicht /darin, daß er etwas erreicht hat, sondern -darin, «twi er entkommen ist, und das gibt ihm zunächst dm Schatten der Beruhigung und'des Vertrauens. „Denn wenn einer allen Lebendigen zugesellt wird, da ist noch Vertrauen." Doch ist der Atensch gestorben, sv ist der Raum leer geworden; es ist nichts da. ivas 'das Bewußtsein äblenkte, und die Scheidewand ist verschwunden. Alles wird plötzlich unverständlich', das verborgene X ist mit dem ganzen Schrecken feiner Gestalt wieder vor Ws hrrabgesttege-n und wir sitzen einen Augenblick vor ihm als Trauernde-in Finsternis auf der Erde, zu Stein erstarrt; aber nur einen Augenblick, da der Fürst des Lebens mit dem Schließen dem Oeffnen zuvorkommt; ex verschafft uns sofort einen neuen Zauber, mit dem wir «das Bewußtsein ablenken und die Furcht vertreiben können; noch hat sich der Sargdeckel über dem Toten nicht geschlossen, und schon finden wir jenen auSgeleerten Raum wiederum von einem der Worte verschlossen, mag es ein Wort der Klage -sein oder eines der Tröstung, der Philosophie oder, des Glaubens an das Fortleben der Seele oder sonst etwas Aehnliches. Der gefährlichste Augenblick in der Rede sowohl -wie im Leben ist also nur der Zwischen Verhüllen und Verhüllen, wenn der Abgrund zum Vorschein kommt; aber «derartige Augenblicke gibt es sowohl im Strom der Sprache als auch im Strom d?s Lebens sehr wenige; meistens springen die Menschen über sic hinweg, ohne es zu merken. Die Einfältigen schützt Gott. Aus all dem Gesagten geht der große Unterschied zwischen der Sprache der Prosaschriftsteller und der Sprache der Dichter hervor. Jene, die Menschen des einfachen Wortsinnes, stützen sich auf das Gleiche und «Gemeinsame in Erscheinung und Wort, auf das Feststehende, auf den überlieferten Text, und deshalb ziehen sie mit sorgloser Sprache ihres Weges. Wein gleichen sie? Einem, der auf festem Eise, das .zu harter Fläche erstarrt ist, den Fluß überschreitet. Ein solcher -hat das Recht und ist imstande. sein Bewußtsein zur Gänze von derverhüllten Tiefe abzulenken» -die unter seinen Füßen rauscht. Und jenen gegenüber diese, die Menschen «der Anspielung, -der Auslegung und des Geheimnisses, ihr Leben lang auf der Jagd nach dem, was das Einende ist in den Dingen, nach jenem einsamen „Was immer", nach jenem Punkt, in welchem die Erscheinungen und die Wort- Verknüpfungen, die ihnen zugehöven, zu einer köstlichen Einheit in der Welt verschmolzen sind, nach dem vergänglichen Augenblick, der in Ewigkeiten nicht iwiederkehrt, nach der einzigartigen Seele und der besonderen Wesenhaftigkeit der Dinge, so wie sie in einem bestimmten Moment ins Innere derer Eingang finden, die sie sehen; darum sind diese genötigt, vor dem Feststehenden und Starren in der Sprache, «das ihrem Ziel sich emgegenstellt, zu jenem zu fliehen, daS da lebt in ihr und sich regt. Ja, sie selbst sind verpflichtet, in jedem Mommt — die Schlüssel sind in ihre Hand gegeben