Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2235 (11.5.1925)
- Date
- 1925-05-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Wien. Montag ^SK. ms Ae Probleme des Wiener Kongresses. Bon Bruno Ravinowltz. Wenn nra-n die im August zur Verhandlung tomvwnden Fragen m ihrem wesentlichen Gefüge verstehen und vollkommen leidenschaftslos, „unpolitisch" — geimijtt: nicht professional-politisch — erörtern will, so ntufj man auch int erngeweihten zionistischen Lager doch etlvas retrospektiv sein. Es geht nicht an, die Wucht der Ereignisse so unvermittelt auf sich cinwirken zu lassen, sondern man soll sich doch ein lvenig mit dem Gang der Geschichte und ihrer Entwicklung befassen. Und die zionistische Geschichte ist doch nicht so alt, um sie nicht überblicken zu können, wenn sie auch für die Miterlebenden sehr ereignisreich und sprunghaft erscheint. Ter Zionismus hat seit seinem politischen Beistände eine sehr interessante Entwicklung mitgemacht. Herzl Hat den Zionismus anfangs «nur als eine große politische Bewegung angesehen. Seine Bemühungen ivaren Jahre hindurch der allweltlichsn Anerkennung und der Sicherung «Palästinas — anfangs eventuell auch ei'mes anderen Territoriuiuts —^ als öffentlich rechtlich gesicherte Hümilstättc gewidmet. Er «war seinerzeit auch vorübergehend Tcrritovialüst, beugte sich aber — im Gegensatz zu Zangwill und Genüssen — dem Volkswillen. Dann trat politische Ebbe ein. Es War eine Zeitlang an eine Heimstätte «in zionistischem Sinne nicht zu denLen. Diese Ijifottc Zeit in der Politik wurde der praktischen und kulturellen Infiltration Palästinas gewidmet, wie wir heute sagen können: n«icht so fruchtlos, wie es damals den Anschein hatte. Die Idee alber lebte ungeteilt und ungefchwücht weiter. Dieser Tatsache, die historisch betrachtet .ftstzu'halten ist, verdanken «wir die während des Weltkrieges, als dis meisten den Zionismus für gestorben betrachteten, erfolgte plötzliche Wendung in der Mischen, damals noch zsonistischsn Politik. Die Balvfour-Deklaraitiion nnd San Rsmo sind die größten politischen Erfolge des jüdischen Volkes seit dem Verluste seiner Selbständigkeit. Aber es «müßte» noch einige Jahve schwerer Arbeit »ins Land ziehen^ ehe auch die ganze Wische und uichtijüdWe Welt — es war dies anläßllch der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem diesen großen Erfolg erkannte und anerkannte. I' Diesen Auszug aus der zionistischen Geschichte Wachte ich vomuSschrcken, ehe ich an die Besprechung der Pvöbilome des bevorstehendem 14. Zionistischen Kongresses gehen konnte. Diese trockene Kenntnis und Erkenntnis der «neuesten Wischen Geschichte erscheint mir notwendig zum Verständnis der großen Fragen, die zu erörtern jstnbi. Ich «WM ganz -nüchtern, vom Standpunkt eines ipvMsch denkenden Zionisten sprechen, «wenn ich auch glaube, daß «manche Fvagenj chofep, theoretischer Beitpachtungen bÄüvfen« Bovausschicken möchte «ich' -noch! eiue kurze G e «s ch «vchte S$cr Zionistischen Organisation. Bon einem Hauslein .Anhänger am Ende des 19. Jahrhunderts ist die Zionistische Organisation eine weltumspannende, gut fundierte Gesellschaft ge«warden, deren Zahl der Anhänger bis 1914 ständig wuchs. Nach dem Krieg kam wieder infolge der europäischen Ereignisse ein rasches Emporschnellen der Schekelzähler, d. h. der Organisation, um in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen in seinen «Grundfesten erschüttert zu werden. WM «man ehrlich sein, so «muH «man zugeben, daß der Ban der Organisation trotz der sinkenden Zahl dev wirklichen Schekeljzahlier doch so fest dastchh, «wie «Hedem, denn «alle Positiv-jüdische, Palästinensische Arbeit, di« diele «Zionisten von ihrer Mutterorganisation iabtvünnlg machte, war doch nur möglich, weil sie eben von organisierten Zionisten gÄei'stet wurde. Heute sind die Zentralovganisation wie ihre Landesexponentm — mit geringen Ausnahmen — aus einem Tiefstand angelangt. Diese Tatsache sei festgesMt. Das bedeutendste Problem, Las jetzt «nicht nur die Zionisten, sondern alle «bewußten Juden «beschäftigt oder beschäftigen soll, -ist die Erweiterung der Jewish Agency. Ich erkläre mich zum «unbedingten Anhänger der Weizmannschen Politik. Nicht deshalb, weil «ich den Zionismus, respektive seine Organifa-ton «für zu schwach hätte, um di« weitere Verantlvortung und Arbeit alleilt äit tragen, sondern -weil ich unsere Idee, unsere Arbeit, unsere Männer und — last, not least — unsere Jugend für stark genug halte, um dieses Experiment zu versuchen. Mr haben heute Leine Angst mehr vor Antizionisten und Assimilauten, die aus einer zionistischen Arbeit einen deutschen oder polnischen Schulderem, eine deutsch- oder engüschlibevale Partei ntachen werden; wir fürchten Dr. Nathan nicht mehr und nicht mehr den ,-Bund". Unsere Erfolge sind zu groß und zu sehr vercvulent int Boden von Gvez Jsmel, äls daß wir Mit 50 Prozent plus Präsidium irgend eine Gefahr für die klaglose Durchführung unsere« Pvogvamnres sehen dürfen. Wer dieses Werk der Erweiterung dev Jewish Agency doch verhindern will, der will oder kann den Tatsachen nicht ins Auge sehen, sondern Wdt auf sich das Odium eines Politikers um der Pichen Pdlrttk willen. Dem «Zionismus mch seiner Ovganisaton gehören aber Gott sei Dank m der überwiegenden Mehrheit Juden des Alltags an, und zwar vornehmlich solche, die gut und besonnen rechnen und Wirschaften können, die sich aber trotzdem einen gefunden JdeäliAnus bewahrt haben. Die große Gefahr, die angeblich der Zionistischen Organisation Und ihrem Kongresse dadurch Mpüchst, daß __ W»e»tei' Myvaenreltunft.__ Mitteilungen aus Dem Publikum. wi«d«r*u hibiit! Bureau: Orig. im.ligareitsnpapier JOB »in,«in.iMigis« m/s cr u i ch «t endgültig über das Palästinabudget — «das seine zu schwach gewordene Organisation alle «i n schon lange «nicht mehr decken konnte und für welches sehr viele Prominente nicht energisch genug sich eingesetzt haben — wird cutfcfjeiben können, erblicke ich nun nicht. Ich sah und sehe in der Mitgliedschaft zur Zionistischen Organisation noch eirre stattliche Anzahl von Aufgaben, als da sind: Propagieren der Idee und Vergrößerung und Festigung der eigenen Organisation, kulturelle Pionierarbeit für die großen Massen der Juden, die heute nur darauf «ivarten; Eroberung der jüdischen Gemeindelt, Erfüllung derselben mit de nt neuen jüdischen Geist; Gewinnung der jüdischen Jugend und Uebernahme der Führervolle; Kampf für die hebräische Sprache im Galuth ufw. Nach moiner beschrideneil Ansicht hört mit der Erweiterung der Jewish Agency die ExistettzbercchtigunZ der Zionistischen Organisation n«icht auf. Im Gegenteil: der Kongreß wird sich gerade mit dem Problem der R e o r g a n i s a t «i o n der Zionistischen Organisation beschäftigen müssen. Hierfür liegt bereits ein «U!mfasserlder präziser Vorschlag «der deutschen Zionisten vor, ln «dessen Einzelheiten hier nicht e'ingegangen «werden kann. Aber eilten Punkt möchte ich herausgroifen, weil er mir zu wesentlich scheint. Der Kongreß soll fortab nur einen Präsidenten wählen, der sich sein Kabinett selbständig znsammenstellt. Es soll «dadurch der unheilvolle Zustand, der «in den letzten Jahren die Arbeit «der Leitung so behindert hat, vermieden werden. Der.Kongreß wird •m;- wmil auch -mit dem Boden- Problem beschäftigen müssen. Die Forderung der Opposition, daß vor allem die Regierung den freien Boden dem Wischen Bott übergibt, hat viel «für sich und die neue Leitung wird dieser Frage besondere Aufmerksamkeit schenken müssen, «denn nur dadurch kann dem auftanchen'den Bodenwucher wirksam entgegengetveten werden. Daß aber der Jüdische Nationälfonids — Keren Kajemeth l'Jsrael — n«icht mehr das «Stieftind mancher Organisationsleitungen bleibe, ist eine ebenso energische FoÄ>erung, die «Nicht anshören darf. Auch mit der Frage-«der Fraktionen 'innerhalb hpr Zionistischen Organisation sollte sich der 14. Kongreß beschäftigen. Diese haben ja jetzt sch«on inr Lande selbst die beste Gelegenheit, ihre kulturellen, religiösen und sozialen Kämpfe auszutragen. Aber unserer Orgarvisation, die ja jetzt für die Arbeit in der Jewish Agency gerüstet sein muß und die die Fundamente 'des Aufbaues Erez Israels zu sichern hat, darf nicht länger Mit- Plänkeleien im eigenen Lager belastet «werden. Die gerechten Forderungeli allgemeiner Art werden sich ohne großangelegte Kämpfe durchsetzen können. Etwas mehr Ernst und Wille zur großen gemeinsamen Sache darf «man nicht nur von der geduldigen Mitte, sondern auch von rechts und links verlangen. Denn in dieser Milte gibt es sicherlich viele, die in «ihrer «Gesinnung' sich «nach rechts oder links zugehörig fühlen, diese Kä-mpse aber außerhalb der Organisation ausgetragen wünschen. Die Airzahl der Probleme des konrmondsn Kongresses ist damit nicht erschöpft, aber ich wollte damit nur den Weg der praktischen, ziMewußton, mit den Tatsachen rechnenden Arbeit gewiesen «haben. Auch wir ha«ben Kritik zu «üben, Vorwürfe zu «machen, Mahnungen zu erheben, aber wir «halben Vertrauen zur Leitung und Disziplin zur Führung von heute und werden uns der Majorität von morgen bedingungslos fügen. Wir wollen das große, ganze Werk nicht am Beginne lähmen, wir bauen auf unsere bisherige Anftlärnngs- und Pionierarbeit und haben Vertrauen zur zukünftigeu. Sie wirtschaftliche Gefahr der Bodenspekulation in Srez Israel. Von Dr. E. M. Zweig (Jerusalem). In einem früheren Aufsätze (,/Wiener Alorgenzeitung" «vom 23. März 1925) wurde die sittliche Gefahr dargelegt, welche die in letzter Zeit in Erez Israel überlha«ndnehmende Bodenspekulation unserom nationalen Aufbauwerk bringt. Nun wollen wir nns der Besprechung «der wirtschaftlichen Gefahr zuivenden. Die Spekulatioll «führt nämlich zwangsweise zur «prungihaften «Verteuerung des Bodens. So lausen in Te-l- Awiw je ze.hu Inden, die' für sich oder andere fau«fen wollen, einem Nichtjnden, -der Boden zu verkaufen hat, «Mch und überbieten einander mit «ihren PreiSanboten. Mir sind km sie Beispiele bekannt, wie sich arabische und Rutsche Bodenbesitzer in den letzten Monaten an uns Juden bereichert halben. Hier nur ein paar typische -Fälle äls Betweis dafür, «wie schwer die nationale Sache u«nter diesem Treiben leidet. Die Deutschen 'hatten bisher in und «bei Jaffa zwei Niederlassungen: die städtische Kolonie an der Landstraße von «den jüdischen Quartieren Jaffas nach Tel-Alvil.u, owie die -lälldliche «Ziedlung „Sarona", außerhalb «des Weichbildes v«on Tel-Awiw. Nun beschlossen die Deutschen .Jaffas, nach Sciroua zu übeistedeln, mn 'sich dort zu konzentrieren, und boten ihre Stadthäuser den Juden zum. Kauf an. Die konArrenzwütigen Witschen Makler a«ber 11. Mai 1925 _Leite 3 mochten den Dcutsclun bald klar, daß sie diese Muser nicht verkauseu sollen, denn das Geld, ivelches sie als Kaufpreis erhoffen, würdeli sie als Mietzins binnen fünf Jahren von jüdischen Mietern hereinbekommen. Die Deutschen ließen siü) das sagen -und hielten, trotz Uebevsiedlung^ nach Sarona, das Eigentum ihrer 'Stadthäuser fest. Die jüdischen Mieter «bleiben ihnen nun ständig tributpflichtig, und die so verheißungsvolle Vereinigung der beiden jüdischen Bezirke ist bis auf weiteres verhindert. In Sarona draußen «haben die Doutschen von ihrem Ackerböden einen Teil «den Juden verkauft, und zwar um die horrenden, von Monat zu Monat steigenden Sätze von 200, 225 Und 250 ägypt. -Pfund pro Dunam. Dann waren sie saturiert und ihr Gcmeinderat hat weiteren Verkauf vvboten. Sarona bleibt «eine deutsche Enklave inmitten des jüdischen Gebietes, und die durch unser Geld wirtschaftlich gekrästigten Deutschen konnten nun ihre im Krieg eingcgaugcne Deutsche Palästinabank wieder aus die Borne bringen. Die arabischeir Grundbesitzer erst brauchen nicht viel Bolchruug, um die durch das Zuströmen der Juiden^ gebotene Situation «lveidlich auszunützen. So hatte zu«m Bcispiel 1900 ein arabischer „Advoka«t", der danrals noch uru zwei Brschlik Briefe und Eingaben «auf der Gasse für Analphabeten zu schreiben Pflegte, einen ottva 50 Dunam großen Komplex nächst dem. uwhammodanischen Friedhof südlich des Audjaflusses um 600 Franken, das sind 24 ägypt. Pfund, gekauft, J«nzwischen entstand TelMoiw; das «Stadtviertel Nordija dehnte sich bis hicher uns und auf dem anstoßenden, von der Regievnng verpachteten Boden «Lauten die Juden Deftkowitz und Delsiner ihre Fabriken. Diese erfreuliche Entwicklung eskomptierte nun der Araber, indem er für seinen K«omplex (und zwar war das schon im Jänner «dieses Jahres) 10.000 ägypt. Pfund forderte, über 200 ägypt. Pfund pro Dunam. Das «heißt, binnen 25 Jahren eine Steigerung auf das Viechundertfache; dies bloibt kaum hinter den abschreckenden Sch«ul«bLifpiolen zurück, welche uns die Bodettrefor-nrer in ihren Werken aus der Geschichte der in Nor«damerika au«fg«eschosfenen Städte zitieren. Und noch ein lehrreicher Fall! Um der beänstigenden Bodenspekulation in und um Te'lMwiw entgegenzuwii'ken, suchte die Palestme Land Development Company, «im Auftrag des Jüdischen Nationälfonds, eine große Bodenflüche jeniseits des Audjaflusses, der das Stadtgebiet bisher rm Novd'sn äbschloß, anznkansen. Der Scheich des Araberdovfes, «welchem d«er Boden gehört, war bevoit, zwei Mgolstücke dieses Bodens äbzugebcu; das Mittelstück jedoch iwoltte er behalten, offenbar, um cs — dank der Entwicklung der jüdischen Stadt — nach Jahr und Tag den Juden um ein Vielfaches anznhängen. Die P. L. D. C. durchschaute das und sagte: Alles oder nichts; die jüdischen Makler aber durchkreuzten diesen vernünftigen Plan, «Wem sie «sich «um einzelne Fetzen dieser Flügelstücke rissen. Und schließlich mußte sich die P. L. D. C., um noch. größeres Unheil zu verhi«ndern, mit den Flügelstücken abfrNden. . Im Zentrum von TelMviw, wo die Gründer anno 1909 226.000 Quadratellen mit dem Darlehen des Nationalfonds von 260.000 Franken (10.000 ägypt. Pfund) gekauft haben, also die Quadratelle um etwa 4,5 Piaster, kostet dieselbe Quadratelle im Kaufverkehr von Juden zu Juden nun zwei ägypt. Pfund und mehr, das häßt das Bierzig- bis Fünf-zigfache.... Die Verteuerung der städtischen Böden aber zieht notweMg die Verteuerung der W«oh«nungen nach sich. So «tvevden neuerdings in TeilÄwkw für einen Wohnramn drei, vier, ja sogar «fünf ägypt. Pfund Monatsmiete bezahlt, «für eine aus drei Zimmern bestehende, also bescheidene Famiilienwohuung zehn ägypt. Pfund und dergleichen. Dielfe «Mieten verschlingen einen unverhältnismäßig hohen Teil des Einkommens der nicht im eigenen Haus«e sitzenden Bowohmr. In Europa rechnet man auf den Mietzins ein Fünftel-bis ein Viertel des Einkommens. In Tel-Awiw steigt dev Satz auf ein Drittel, die Hälfte und darüber! Da heißt es, «sich in wenige Räume zusaurmcnzudrängen. Und wer diese finanzielle Last nicht tragen kann, «muß für sich und die Seinen mit notdürftigen Baracken und offenen Zelten vorlieb nehmen, die «auf irgend jeman- «des Grund — «bis «auf Widerruf — hingestellt werden. Im Jänner d. I. wurden an 1000 Fa«mil«ven dieser Art gezählt, nicht zuletzt eine sanitäre Gefahr. Wer kann, baut sein eigenes Häuschen. Doch wer kann das bei dem noch so unentwickelten Hhpochekarkredtt?! Von der Entwicklung der jüdischen Industrie hat man sich viel für das rasche Aufblühen Erez Israels versprochen. Es sind auch viele aussichtsreiche Ansätze da. Besonders aus Polen «drängen kleine, unternehmungslustige Industrielle nach. Tie Industrie aber lie'bt naturgemäß die Nähe der Stadt «und braucht große Flächen für Fabriksgebäude, Lagerräume und Arbeitechänser. Die hohen Bodenpreise nun müssen die keimende Industrie schiver belasten, wenn nicht gar ersticken. Und der jüdische Gartenbau', welcher die «Stadt mit Gemüse und anderen Produkten beliefern soll und gleichfalls die Nachbarschaft der Stadt verlangt, wie kann er hier auf so verteuertem Boden Wurzel fassen itn-b sich rentieren'? Man tvende nicht beschwichtigend ein, so sehe es nur in und bei TelAwiw aus. Das war noch ehegestern richtig. Inzwischen hat die SpekulationSwelle schon nach Haifa übergegriffeu. Kein Wunder, denn jedermann weiß, welche Entwicklungsmöglichkeiten, welche Zukunft diese Stadt, der endgültig erwählte Haupthafeu des Landes, hingt. Auch in .Haifa gibt es eine stets wachsende Zahl von Baracken und Zelten einge-lvanderter jüdischer Faniilien ohne Grund uud Haus. Und morgen werden I e r n sale m, Tiberias .und S a f e d Nachfolgen,