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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-05 · Heft 2229 (5.5.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2229 (5.5.1925)
Date
1925-05-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M. 2009 Men. 'Dienstag ... ....—-—---;_'__ Am 11. d., abends, veranstaltet der Reichskanzler zu Hhven. Hindertbnrgs ein Diner, zu dem ein tleinere-r Kreis führender Persönlichkeiten geladen lyevden wird. Der ReichswaUleiter veröffentlicht nunmehr das endgültige amtliche Ergebnis der ReichKPrästzdeN'tenwicihl von: 26. April. Danach halben von 39,423.656 Stiimntberechtigten 30,361.948 gültige und 216.051 ungMtige Stimmen abgegeben. Von diesen haben erhalten Hindenbnrg 14,666.766, Dr. Marx 13,761.615, Thaelmann 1,931.151 Stimmen. Levsplittert waren 13.416 Stimmen. Kuttrker vom Schlag getroffen. ^Eigenbericht ldcr „Wiener Mongenzeitnng".) Berlin, 4. Mai. Der vor etwa einer Woche aus der Antersuchuttgshast in die Charite gebrachte Iwan K ut iSker hat einen Schlaganfall erlitten. Da sein Zustand ziemlich bedenklich ist, hat der Untersuchungsrichter einer Aussprache zwischen dem Verhafteten und seinen beiden ebenfalls in Untersuchungshaft befindlichen Söhnen gestattet. Für Kutisker wurde ein neuer Haftentlassungsantrag gestellt. knglavdo Mckkehr zur Goldwährung. London, 4. Mai. Das Unterhaus nahm heute die zweite Lesung der Regierungsvorlage über die G o l d a u sf u h r vor. Der Generalsekretär im Schatzamte erklärte, daß die fofortigeAnnahmederBorlage unbedingt notwendig sei, um den Sterlingkurs aufGoldparitätzu halten. Die Goldausfuhr wird vom 1. Jänner 1926 an freig«geben. Die 'beiden ersten Pairagraphen des Gesetzes bestimmen, daß bis auf weiteres dieBanknoten nicht in Gold eingelöst werden müssen. Das Schatzamt wird ermächtigt, unter gewissen Bedingungen Anleihen aufzunehmen, die aber nicht vor zwei Jahren rückzahlbar sein dürfen. Zwei Anleihen seien unter diesen Bedingungen bereits in den Vereinigten Staaten ausgenommen worden, eine Lei der amerikanischen Bundesbank, die andere bei dem Aause Morgan. Der frühere Schatzkanzler der Labour-Regierung Sn-owden brachte einen Zusatzaurtrag ein, in welchem das Unterhaus die Rückkehr zum Goldstandard a b l e h n 1, weil dadurch die Arbeitslosigkeit erhöht und der Handel kahmgelegt würde. Die Arbeiterpartei sei nicht grundsätzlich gegen die Rückkehr zum Goldstandard, halte sie aber für verfrüht. _ 9er Terminhandel in Budapest. Budapest, 4. Mai. Heute erfolgte an dev B u d ap-ester Effektenbörse die -MedvroinWhrung -des /vor elf Jahren aufgehobenen Termiinha-ndels. Da durch den Teomiinhandol auch «das Prämiengeschäft e-rmög- Wcht wurde, konnte sich die Spekulation stark betätigen. Sie fadovisterte namentlich jene Papiere, die zum T-ermmtzandel zugelassen 'wurden. „Südliche Frechheit." Der Schwnrgerichtsprozetz gegen Okerbaurat Stricker und Redakteur Jakob Krausz. .Im großen Schwurgerichtssaal findet am Donnerstag hie Verhandlung gegen Obcrbaurat Stricker und den verantwortlichen Redakteur der „Wiener Morgenzeitnng", Herrn '.Jakob Krausz, statt. Gegenstand der von der Staatsanwaltschaft echolbenon Anklage ist der am 10. Dezember 1024 in der „Wiener Morgengeitnng" erschienene Artikel über das bekannte Urteil, das der Bezirksvichter Neudeck in der Vcrhandlung über die Ghrenb cleidigungs'klnge des Zahnarztes Dr. Koffler gegen Frau Cnrmy S. gefällt hatte. In der Begriündnng dieses Urteils, das Frau S. freisprach, war der von ihr gebrauchte Ausdruck ,Jüd i!s che Frechheit" als angemessene Kritik bcha-udolt worden. Den Vorsitz irr der für Donnerstag an-gefetzten Schtvurtzerichtsvechandl-ung wird Hosrat Dörr führen. Die Anklage vertritt der Pressestaatsanwalt Hofrat Schwarz, für die Angeklagten interveniert Rechtsanwalt Dr. P'lalsch-kes. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhrvormittags. Die österreichische Keren-Haieffod<Attion. Schlußkonferenz der Mitarbeiter.;- iu> Anlaß des Abschlniies der diesjährigen österreichischen Keren Hajessod-Aktion findet heute Dienstag im Sitzungssaal der Israelitische,r Kultnsgemeinde, 1. Bez., Seitenstettengasse, eine Konferenz statt, zu der alle Mitarbeiter geladen sind. Die Herren Dr. N. M. Gelber und Dr. Otto Abel es werden über den Verlauf des Drive, über dve Ergebnisse und die gewonnenen Erfahrungen Referate erstatten. Beginn präzise 7 Uhr. _ Dr. Jakob Korkl» gestorben. In Lomberg ist, wie -uns von dort gemeldet wird, Rechtsanwalt Dr. Jakob Korkis im Mler von 55 Jahren gestorben. Tr. Korkis war seinerzeit in den ersten Jahren des Zionismus Stedakteur der polnisch-jüdischen Zeitschriften „Wschod", „-.Otoriah" und anderen. Bis zum Jahre 1014 wirkte der Beriwrbene als Rechtsanwalt in Gliniany, wo er sehr danlenswerle. jüdische Aufklärungsarbeit leistete. In .Lemberg, wo Tr. Korkis seit ^Kriegsausbruch wohnte, widmete er sich mit großer Hingebung der zionistischen Arbeit für Palästina, und selbst in den letzten Jahren seines schweren Siechtums hat dicfev bescheidene Mann an allen Aktionen zur Förderung der Aufbauarbeit in Palästina und >der zionistischen Propaganda persönlich teilgenommen. ^Sonntag vormittags um 1-1 Uhr fand das Leirl-eilbe-gün-gnis unter überaus starker Derlnahnw statt. Wiener MooienrektttNA. Mitteilungen aus dem Publikum. «,»«««! Bureau: UfiUmiiZiaawmuput AIP ww,»iii.ttriin8n m Koitus* und Justiz-Tulare und Barette erhalten S'e vorrätig oder nach Mass bei der bekannten Spezialfirma RUDOLF GOLDSTEIN Grosses Lager feiner Stoffe für Massbestellungen Ta». 4s e.no W1BN, II. TABORSTRAS1B S4 o«ar. isee War an der Wiener Unlverfftöt mrgllch Ist. Die Rassenkunde im Anschlagskasten. Ein akademischer Lehrer schreibt uns: Auf der juridischen Fakultät befindet sich ein A n schtagska st e n der Gesellschaft für Rassenpflege. Dort sind Bilder ausgestellt, die den arischen Typus zum Unterschied vom semitischen darstellen -sollen. Unter den Beispielen für semitischen Typus findet man Erich Wolfgang Korngold, den Schauspieler Rudolf Zeisl, den Präsidenten des Bühuenve reines Stärk, Alfred Bernau mit der Bemerkung „Leiter des Deutschen Bolkslheaters", und den Sektion sie iter des Fußballve-reines Vienna Rudolf Grünwald. Daneben steht in Nondschrift: „Gibt es Rassen? Ja. Wer das leugnet, will das deutsche Volk zu einem syrischsemitischen negroiden Bastard machen." Darunter eine Einladung zu einem Vortrag des Professors D r. G u ft a v K r a i t f ch c t über „S1 ellu u g der Jugend zur R a s s e n f r a g e" im Hörfaal 30 der Universität. Der Mordversuch au dem Kaufmann Rischeles. Wie berichtet, hat am Samstag der Portier Georg Kl e ib v'l den Kaufmann R is ch el e s in der LÄvengasse, der an ihn seit längerer Zeit eine Geldsorderuug hatte, durch zwei Revolverschüsse l e b e n sg e f ä h r l i ch v -e rletz t. Hiezu erfahren wir noch: Kleibel tvar n,il seiner Gattin Anna schon seit längerer Zeit in ernsten Zwistigkeiten und hatte deshalb am 23. April die gemeinsame Wohnung in der Wilhelm inen - straße 36 verlassen und sich in den, Hotel Nordwestbahnhof in der Taborstraße ei-ngemnetet. Der Kaufmann Rischeles ist, wie die ärztliche Untersuchung ergab, von zwei Kugeln getroffen, von denen eine in die rechte Brustseite, die andere in den Bauch drang. In beiden Wunden stecken die Projektile. Rischeles ist noch am Samstag abends im Rudolfsspitall einer -Operation unterzogen worden, sein Zustand wird als sehr ernst bezeichnet. Wien, 5. Mai. * Wärmeres Wetter. Gestern fielen in Wien keine Niederschläge. In den Abendstunden trat Aufheiterung ein. Die Voraussage lautet: Meist heiter, etwas wärmer, aber noch unbeständig. .. * Die Letzensmiltelmärkte. Der Verkehr bot gestern das übliche flaue Montagsbild und hielt sich auf allen Gebieten m engen Grenzen. IN der Großmarkthalle, ivo gestern 15 Wagg-oris diverser Fleischarten einlangten, war der Absatz bei unveränderten Preisen aanz belanglos. Da ans den, RindermyM in St. Marx die Preise um 10 bis 20 Groschen pro Kilogramm gefallen sind, so dürfte auch das Rindfleisch im Lause der Woche sich verbilligen. Der Naschmarkt wurde gestern i-nifolge des Regeuloetters während der letzten Tage wesentlich schwächer^ beliefert. Spinat und Salat, die einen m-eMichen Ausfall in den Anlieferungen auifwiefen. sind.im Preise gestiegen. Alle anderen GeuMsorterr erhielten sich,-auf dem Vorlvochigen Stand. Verkehr wie gewöhnlich bei Wochenbeginn ruhig. Auch auf allen anderen Marktgebieten war die Känferbetei-bi-gnn-g eine spärliche. * Ausschrribun« einer Rabbinatsassessorsstelle. Im Rabblnatskolleglum (Bech Din) der Wiener Israeli tischen Kultusgememde gelangt die Stelle eines Assessors zur Beisetzung. Nur qual-isWerte Bewerber, welche auch über allgemeine Blldüng verfügen und auf streng konservativemr Boden stehen, wollen ihre Bclverbun-gsges»che, versehen, mit ihrem Eurriculuur, Vitae und entsprecheuden Zeugniffen. auch über Alter, Fam-ilienstand und Staatszugchörigikeit bis längstens 81. d. an den Vorstand der Israelitischen Kultnsgemeinde, Wien. 1. Bez., Seltenftettengassc 4, übe-r-mi-tteln. * Absturz eines Wiener Touristen aus dem Hochschwab. Aus Graz wird uns gemeldet: Am 1. d. unternahm per Wiener Bankbeamte Hans Tomaschek einen AMi-eg SchiestlhaitS auf den Hochschwab, wo er abends eiütraf. Samstag wollte er zur Fleischenhütte wei-t-ergehen, wurde aber von den anwesenden Tonristm mit Rücksicht auf den herrschenden starken Schneesturm eindringlich -gckvarnt. die Dorer zu unterreehmen. Er achtete aber nicht ans die Warnungen und trat trotzdem den Weg an. Tomaschek äußerte sich noch, bevor er gegen Mittag das Dchiestllhaus verließ» daß man nach chm suchen solle, wenn er bis 2 Uhr nicht zurückgeikehrt sein sollte. Da er zu dieser Zeit noch nicht zurückgekehrt war, begab sich der. Pächter des Schiestlhauses, Herr Pf r st er, in Begleitung seiner Bruder auf die Suche nach Tomaschek. Infolge des herrschenden Schneestnrines und wegen des stärk-en Nebels mußten sie aber die Suche ans geben. Heute fanden BergIi.hrer aus Deewiesen. die nn'Verein mit den Brüdern Pfister uen,erlich die Suche anifgnommen hatte,r. am Rande der Südwand den Eispickel des Ber« w i ß t e n auf. Es besteht kein Zweifel, daß Tamaschik über die Sindwaiw in die sog-euannten Eisgrnben ab gestürzt ist. An Nachf-orschnngen itach dem Abgcftürzten ist derzeit -nicht zu deuten, da überall hoher Neuschnee liegt. * Eine falsche Huudertdollarnote. Der Kanfinann Moritz Slang er zeigte am 30. April au, daß er an diesen. Tage von einem Atädchen im Cafe Habsburg eine H-nndertdollarnote n,n 700 Schilling gekauft habe, die sich nachträglich als falsch ertviesen hat. Das Riädchen ton che in der Person -der 25j äh eigen Barbara P rage r ausfindig gen,acht, u»,d sie gab an, die Note von einem gewissen Franz G-olbsarb zn-in Berkaufe^übenlom-n,en zu haben. Sie hat für ihre Intervention 300 Schilling erhalten. Als Auslvaggeber wurde der Ajälhnge Mechaniker Goldfarb am 1. d. verhaftet. Er behariptete, - die Note von einem ihn, unbekannten Manne zum Verkaufe erhalten zu haben. Goldfarb lvn tde dem Landesgerichte ein geliefert. * Eine Rolhschild-Tperrde für die Kinderrett,«ngstvoche. Das Bankhaus S. Nt. v. R v t h i ch i t o hat den» Wiener Jagendhilifswerk anläßlich der Kinderrettnngswoche fünfzig Millionen Kronen gespendet. tf. Mai im B » Von einem Straßenbahn,ng getötet. In der Hetzenddrferstraße lourde gestern mittags der 75jährrge Fettwaren- Händler Max L e i b e n f r o st beim Uebergueren dcr Fahrbahn von einem Straßenbahn.,ug der Linie 62 ersaßt. Er erlitt einen Bruch des Schädelgrundcs und starb nocl, vor Eintreffen der Rettunasgesellschaft. Den Führer des ^tragen' hchngrges scheint keine Schuld an dem Unfall zu treten. * Die Räubergeschichte der Fünszehnjährigen. Wie bc richtet, hat das 15jährige Lehrmädchen Natalie W,nter dieser Tage angezeigt, daß ihr der von ihrer Lchcherrm. der Selchwarenhmrdlerin Brunner, zum Einlegen il^cme Bank übergeibene Betrag von 1200 Schillma auf der Straße von einem Unbekannten geraubt worden sei. Er soll sie auch m\\ einem Revolver bedroht haben. Nun hat sich heransa.n.!'' daß der Ueberfall fingiert ist. Zwei junge Burschen, ancdem Bekanntenkreise der Fünfzehn-jahrrgen sind nntv-erw'ckel:. Lie wurden verhaftet. 1000 Schilling wurden bei einem dritten Bekannten zustande gebracht. * Ein Selbstmord. Am 2. d. wurde bei der Uebernchr in K a -i s e r - E b e r s d o r f die Leiche eines ä'l 'ercu. ALannes aus dem Donaukanal aszagen. Sie tvurde nun als die des seil dem Ostersonntag vermißten gysährigen Kaufmannes Wenzel Kraus, 10. Bez., Herzgasse 82 wohnhaft, cvf.annt. Kraus war in der letzten Zeit trübsinnig. Er war am Ostersonntan mit seiner Tochter in Simmering spazieren gegangen mtc, als die Tochter sich für wenige Minuten mit einer Frcrnwin unterhielt, plötzlich verschwunden. * Ben Awi von der Leitung des „Doar Hajo,«" nirückgetreten. Der J-ernisalemer „Doar Hajon," veröffentlicht ein Schreiben seines C!l>esrcdakteurs Ben Awi, worin dieser mitteilt. daß er infolge von Unstimmigkeiten mit den anderen Reda-ktionsmitglieidern bezüglich des tveiteren Verhalten.> :n Angelegenlheit der Artikel „Wir klagen an!" aiS Cihrir-edakteür des .„Doar Hasom" znrncktritt. Ben Awi soll, wie der „H-aar-etz" meldet, verlangt hüben, daß der „Doar Haionr" s i ch bei Dr. Ru PP in entschuldigt und die gegen Doktor Rnippin erhobenen Vorwürfe widerruft. Ben Awi soll sich in den nächsten Tagen nach London begeben. Als Chef rcdaktenr des „Doar Hasom" zeichnet nunmehr Alma! i ab. * Zwölfte österreichische Klnssenlotterie. Bei der am 4. d. äbgehal lenen Ziehung des achten Tages der fünf teil Klasse gewannen: 40.000 Schilling das Los Nr. 3682, 8000 das Los Nr. 37.537, 3000 S. das Los Nr. 29.162, 2000 L. das Los Nr. 8662, 1000 S. das Los Nr. 79.724, je 900 S. .':c Lase Nr. 42.191 und 93.592, je 800 S. die Lose Nr. 18.583 mir 95.195, je 700 S. die Lose illr. 4970, 22.302, 22.304, 26.795 n„e 53.302, 600 S. das Los Nr. 24.236, je 500 S. die Lose Nr. 39.537. 41.630. 58.632 und 66.925, je 400 S. die Lop Nr. 32, 2369, 43.162, 45.618, 70.536, 71.197, 72.236 und 82.369, je 300 S. die Lose Nr. 334, 4769, 7795, 12.245, 18.o3< 35.583, 45.369. 48.951, 65.618, 67.691. 61.353, 01.682, 71.651. 74.951, 79.191, 81.026, 97.026 und 97.238. Außerdem winde 3955 Gewinne zwischen 200 S. und 80 S. ansgelost. Vereine. VorttSge und Versammlungen. Zionistische Sektion 6-8. Heute, 8 Uhr abends 8 Bez., Bennoplatz 1a, Vortrag U-niversitältsPr-ofessor Doktoi Erich Ruttin: Rers-eeindrücke aus Palästina und Syrien Die Un-iversitütseröfftMUg. Cin'leitun-g: Präl/udi.mn zm ,^Hat-i'kwäh". — Gremium ö st e r r ei ch i s che r Hand e t s v e x 11 e 4 e r. Heute -und morgen von 11^ bis 12 Uhr vormittags Zusammenkunft in der Geschäftsstelle, l. Bez., Elisäbechstraße 9, 1. Stock 10. — Zerre Misracht, Wien 2. Bez., Praterstr-aße 43, Tür 11, Del. 40-4-91. Dienstac den 12. d., halb 10 Uhr abends, Dovführung des neun: Filme im Jsa-Palast-Kino, Taborstraße 1. Herr T>r. Löwenher^ wird den einleitenden Vortrag halten. Der Kartenoerkan.j hat bereits begonnen. Zionistisches Lokalkomitete. Die heiutilge Sitzung eurstüt! ivogen der zugleich stattfindenden Keren-Hajessod-Konferen-;. Bühne und Kunst. Max Pallenberg fetzt fein Gastspiel als „Dampiftnaschkre" fort und wieder, wie vor zwei Jahren, wcivden die Geräusche, welche dieser Haus befitzer Josef M-alik durch hundert auf das ergötzlichste ineinander iverschlrngene Tätigkeiten Vevllrsa-cht, von dem Fortisfimogelachter des Publikums übertönt. Wieder ist kein geringerer als Max Pallenberg gleichzeitig Hanstyrann, Pedant, rasender Ordnu-ngsmacher, Staubabtvifcher, Möbel- Polierer, Uhrenkontrollor, Tapezierer, Qn-acksalber in einer Person, wieder ist dieser Hans. Dampf, der ununterbrochen in Betrieb ist und die -taufend eckigen Bewegungen mit K-ouimandorufen, Predigten rud nreckernden Stoßseufzern begleitet, eilte Charakter-gestalt von Pallenbergs Gn>aden, ein gutartiger Narr Volt jener naiven, blauäugigen Eitelkeit, wie sie nur, Einfaltspinseln ohne Harm zu eigen ist. Und wieder ist man nach Sttr-uden der Zwerchf-ellerfchütteruitg sehr ergriffen, wenn der Harcsthrgnu Josef Malik, durch ein Possen- Ipiel überr.umpolt, sich von Gattin und Kiudenr verlaiie» wähnt. Wieder ist Anton Edthoser sein herizhaftc-r, überaus anmuti-ger Partner -und die Gcsamt-auWhvung des Lustspiels, diesmal vmr Ernst Wieland inszeirrert, läßt nichts ztl wiüinschen übrig. Ans de« Theatern. B u r g t h e a t e r. In Abänderung des Svielplaues morgen, >/»8 Ubr abends, «F e n ft e r". — Die Direktion hat die Komödie „Major Barbara" von Bernard Shatv, deutsch von Siegfried Trebltsch, zur Auffiihruna angenommen. Akademtetbeater Morgen, V,8 Uhr abends, „D i e F a h r t t n 8 Blaue". Staatsover. Morgen „L o h e n g r i n". V o l k 8 o p e r. Die Rückzahlung der für das Titta- R u f f o - G a st i v i e l sowie für die am 25. April ausgefallene Aufftihrung der „Götterdämmerung" gelösten Kartell findet bis inklusive morgen an den beiden Tageskassen (Theatergebäude und Basar) statt. R a i m n n d «T h e a t e r. DienUag den 12. d. findet die 1 0 0. A n f f ü.h r u n g von Lenghels „A n t o u i a" mit Särt Fedäk statt. Oesterreich ans der Pariser Kttnstgewerbeausneliung. Fre-itag den 8. d. findet In Paris in Auweseicheit des HauSelsm-in'i-sters Dr. Schür ff die Eröffilun-g des öfterr c i ch is che n P avi l l o u s in de-r Jleleruatioiealen Kunstaewerbeansstellrilg statt. Mitglieder der M-dsischeil Reaieru-na sowie der Getieralkourmissär der AuDellrng, Minister

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