Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2227 (3.5.1925)
- Date
- 1925-05-03
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Dien, Sonntag Wiener Morgenzcitung 3. Mai 1925 Kr. 8287 >—■.. . SchWwache einfpricht, vollends natürlich wenn sie mit Hoheit Plaudert, ist ein Sturm der Heiterkeit entfesselt. Durchaus gleichwertig Herr Iensen als „Hoheit". Keine Karikatur, sondern eine CharMorgestalt, dieser österreichische Potentat, eine prachtvolle Mischung von Zlhnungslosigkeit, Güte und Senililät. Auch sonst eine gute Aufführung, an deren Erfolg alle übrigen Mitwirkenden, insbesondere Camilla Weber sowie die .Herren Schütz, Uibeiracker, Aicher und 'Friedrich Anteil haben. „Der Komet." (Komödicnhaus.) Die Exl-Leute sind fort aittö haben einer Gastspiel truppe nnter der Führung Dr. Eugen Poells, die sich hanptsächlich aus Berliner Künstlern Msanvmensetzt, Platz gemacht. Als erstes Stück brachten sie „Der Komet", ein Lustspiel von Attila v. O r b o k, aus dem Ungarischen übertragen von Nikolaus Schmidt, mit dem sie in Berlin großen Erfolg hatten. Der Komet ist eine kleine Bankbeamrtin, die mit ihrem Geliebten, einem Journalisten, zu großen Ehren gelangt und alles nur deshalb, weil die Stadt glaubt, daß sic die Freundin des Prinzregenten sei. Sie wird eine gefeierte Schauspielerin und er wird Abgeordlceter. Der Pa'inzregent rechtfertigt nachträglich das Gerücht und verliebt sich in Veit netten Bühnenstern. Der Journalist kann gehen. Deik Komet spielt Frau Ebba M ara n, die bald ein Magnet für das Wiener Publikum werdc.tt dürfte. Sie eritcnert irgendwie an Charlotte Ander. Ihren Partner, dcit Redakteur Bartoc;, gibt Heitrz 'l l tir i n ge n mit viel Routinc. In einer Episodenrolle ganz ausgezeichnet Lilly Fröhlich. R. S. Zum Jubiläum der Fiakerliedes. Zn der von uns am Freitag gebrachten Mitteilung über die Vierzigjalhvseier des ,^iakerlredes" tvird trnö von seiten der Gesellschaft zur Hebung u n d Förderung der Wiener Volkskunst erklärt, daß ihr bei der Feier jedwede a n t i j ü d i s ch e T e n d e n z f e r n l i e g t und daß im Rahmen der für den 23. Mai geplanten Feier aicch jüdische Personen Mitwirken tveröen. Eine Zurüchctzuug des Herrn Willi Bauer, der nie seine Mitwirkung angeboten hat, ist also aus derartigen Motiven nicht erfolgt, tvürde auch nicht erfolgen, wenn er Mitwirken wollte. Er ist hiermit zur Mitwirkung höflichst eingeladen. Wi.r geben dieser Darstellung des genannten Vereines loyalerweise gerne Raum. . Es ist übrigens auch sestzustellen, daß das Fiakerlicd in Wort und Musik von Gustav P i ck gedichtet worden ist. Aur de» Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „WallensteinsLager" und „Die Piccolomini". A k a d e m i e t h e a t e r. Dienstag, V«8 hhr abends, „Der D a nr e n k r i e g". S t a a t S o p e r. Montag statt „O t h e l l o" die Over „A d a". Deutsches BolkStheater. Heute, liß Uhr abends, Erstaufführung des Lustspieles „D i e D a m p fm a f ch i n e" von F. I. Svoboda mit Max Palle nberg. Morgen, in dieser Spielzeit zum letzten Male, „Die h eilt g e I o h a n n a". SamStag den st. d. deutsche Uraufführung von „Die Schlacht bei Waterloo", 400 lustige Meter in drei Akten von Melchior Lengyel mit Max Pallenberg. Neues Wiener Stadttheater. Mittwoch eröffnet das Pariser IkiöStre de la Renaissance mit Madame Simone und Jean WormS mit Henri Bernsteins „L a Rätsle" (Baccarat) ein Gastspiel Diese Vorstellung gelangt Donnerstag zur Wiederholung. Freitag und Samstag spielt Madame Simone ihre Doppelrolle in Alfred Savoirs „La Couturiere de Ltinevillc". Theaterinder Josef st «dt. Morgen, ‘/a8 Uhr abends, 25. Aufführung von „Gesellschaft" (Loyalties). Kleines Theater tu der Annaga 11 e. Im Rahmen des Ensemblegastspieles des Deutschen VolkStbeaterS gelangt Donnerstag den 7. d. das Schauspiel „Revolutions- Hochzeit" von Sophtts Michaelis zur ersten Aufführung. Das Arbeitsprogramm des Burgtheaters. Int Burgtheater gelangt Samstag „Doktor Guillotin", Schauspiel in drei Akten von Ludwig Minder zur ersten Aufführung. Die nächste Novität ist Artur Schnitzlers fünfaktiges Schauspiel „Der Schleier der Beatrice". Im Akademietheater ist als nächste Novität aur 16. Mai das dreiaktige Lustspiel „Weg im Nebel" tu Aussicht genommen. Am 21. wird das dreiaktige Lustspiel „Doll ntan cs sagen?" von Eugen L a b i ch e (Uebertraguna von Andreas Latzko) zur ersten Aufführung gelangen. Schönbrunner Schloßtheater. Die Direktion des Schönbrunner Schlosstheaters hat C i m a r o s a s „H e i in l i ch e Ehe" in der Ncubcarbeitun-g Dr. Lothar Jansens zur Ausführnna angenommen und wird dieses Werk als eine der ersten Aufführungen heransbringen. Nach der „Heimlichen Ehe" folgt C h e r n b i n i S „W ä f s c r t r ä g e r" irt der Neubearbeitung Rainer S i in o n s'. Die Abonnenten der Theatergemeinde können ihre AboHcomentSkartcn an der Kaste Schloßtheaters irr Empfana nehmen. Nenanureldnugen an der Theaterkasse. Das Jeritza-Gastspiel in Wien. Frau I e r i tz a wird im Operntheater zum ersten Riale Mittwoch den 6. d. als Elsa in „Lohengrin" auftrcteu. Der Künstlerabend für das Altersheim. Slmt Donnerstag den 7. d. findet im Großen Konzerchaussaal um 8 Uhr abends zuguusteit des zu errichtenden Altersheims der Künstlerahend statt. Zwecks Ausgabe der vorgemerkteu Logen icnd Parkettsitze sowie Ausgabe der noch vorhandenen .'tasten ist die Koinitoekanzlei, 3. Bez., Landstraße Hauptstraße 1, 1. Stock, Tel. 92-1-10, heute Soltntag von 10 bis 1 Uhr geöffnet. Agathe Barseseu ist vom rumänischen Ministerium für Kultus icnd Unterricht als Lehrkraft au die staatliche Akademie für Musik icrcd darstellende Ku-ust berufen worden. Der Künstlerin wird ein Urlaub zwecks Gastspielreisen aetoä'Ejr-IcSie wird lm Herbste nach längerer Zeit wieder vor das Wiener PMrkum treten icnd ist and) zu einer großen Tournee durch Kcklifornien eingeladen. > „Tohu-Wabohu". der humorvolle jüdische Roman S. Gronemanns, wurde von Jan Fabrizius dramatisiert und ging nnter dem Titel „Sede r-Ab e nd" an belgischen und'holländischen Bühnen erfolgreich in Szene. ——L DOROTHEUM Versteigerungs-Einteiinng Pretiosen täglich; jed6nOI8lleerund Chinasilber; jeden Ml Brillanten- und Perlen schmuck Im Frant-Saal. „ , . , Qebrauohenegenstlnde tlglloh Im Ltldwigfelorff* und Kolowrat-Saal, Mo. den 4. bis Sa, den 9. V., im Rössler-Saal, Mo, den 4., jeden Di und jeden Sa lm Hoch- 8aal» jedem Mi lm Qlashof. Verfallene Effektenpiänder der Pfandlelhanstalt Oerhold und Weirich, I., \VippHneerstras9e24. Do, den 7. im Rössler-, Do, den 14. V. im Hoch-Saal. HU 14 T*£6. 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In diesem Zeitraum werd en von den vielen tausenden Teilnehmern und Besuchern des Kongresses in Wien Hunderte von Milliarden umgesetzt werden! Die ausserordentliche Belebung des Geschäftes wird sich jedoch nicht nur auf den Detailkaufmann beschränken. Erfahrungsgemäss benützen die Kongressbesucher, vorwiegend grosse Geschäftsleute, Fabrikanten und Importeure aus allen grossen Handelsplätzen der Weit, ihren Aufenthalt auch zum Abschluss von Exportgeschäften grossen Stiles, es ist daher mit einer bedeutsamen Verbesserung der Geschäftsverhältnisse aller volkswirtschaftlich interessierten Kreise Oesterreichs zu rechnen. 1 Die „Wiener Morgenzeitung“, als das einzige in deutscher Sprache erscheinende zionistische Tagblatt wird anlässlich der Eröffnung des Kongresses am 18. August eine Kongress-Festnummer in starkem Umfange und besonderer Aufmachung herausgeben, weiche die Entwicklung von Oesterreichs Handel und Industrie ausführlich würdigen und wirtschaftliche Informationen für die Kongressbesucher enthalten wird. Diese Festnummer sowie die während der ganzen Dauer der Kongressverhandlungen täglich erscheinenden Kongressausgaben werden nicht nur von allen Kongressbesuchern, sondern auch von vielen hunderttausenden Anhängern der zionistischen Idee in aller Welt gelesen werden. Die ausserordentlich grosse Verbreitung dieser Spezialnummern in den Interessentenkreisen des gesamten In- und Auslandes bietet allen reklametreibenden Kaufleuten eine von keinem Blatte erreichte Publizität! Wir laden daher die Kaufmannschaft zur Insertion in unserer Kougress-Festnummer und den täglichen Kongressausgaben ein. Da nur bei rechtzeitiger Bestellung der Ankündigungen für günstige Placierung garantiert werden kann, empfiehlt es sich, ehestens Offerte oder VertreterOesuch unverbindlich zu verlangen. Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung Wien, H., Taborstrasse 1-3, Tel. 44-0*38, 43-3-19 *€