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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-01 · Heft 2225 (1.5.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2225 (1.5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wiener Morstenzettuna. t. orifti iss.- WIENER GASKOKS AB 1. MAI bedeutend ermäßigte und einheitliche Berkaussvreise für das gesamte Wiener Gemeindegebiet Einschliesslich Zufuhr In offenen rühren zum Haus von 1500 Kg' aufwärts* .. .. . in plombierten SäcKen a 50 Kg frei Wohnung oder Keller von 100 Kg aufwärts Beim Kohlenhändler im Geschäft * Abfragen ln den Keller S 0.I6. Einschaurein S o.o& StOcRRoRs NussRoRs I NussRoRs II über 40 mm 25/40 mm M/25mm 8.20 8.70 8.20 8.90 9.40 8.90 8.90 9.40 8.90 Preise In österreichischen Schillingen für 100 Kilogramm Die Preise, die für ausländischen KoKs im Kleinhandel gefordert werden, stellen sich bis zu 40 Prozent höher, wiener GasKoKs Ist hochwertig, weil aus erstKlassiger Kohle In modernsten Anlagen erzeugt. Vorzüglich geeignet für Zentralheizungen, Püll- und Dauerbrandöfen und gewerbliche ZwecKe (HartKoKssorten). Ein Versuch wird Sie überzeugen, dass Wiener Gaskokt «SK Bezugsquellen u Zentral-Europäische LänderbanK, KoKsseKtlon, w _ _■ l„Hohenstaufengasse 6/Telephon66-5-75Serie Kohlengrosshändler und lene Brennstoffhandlungen, die durch das Warenzeichen Wiener Gaskoks gehennzeichnet sind mi Nr. m Freitag! Wien eine müMiche VerHandluna ansacsc(>rieben. die im Uitterrichtsminifterinm am Monterg den 4. d. um 9 Uhr vormittags siatt.finitot. * Ländert—Langen elektrisch. ‘-IiMc die Bnutosibahndirektion Innsbruck mitteilt, wurde der gestruzc Zug D Md ob Innsbruck 12 Uhr 15 Min. als erster fahrplanmäßiger Zug von Landeck bis Langen mit elektrischer Lokomotive befördert und damit der elektrische Gesamtvorkohr his Langen ausgedehnt. Aus der restlichen Strecke Langen —©tattert* wird der elektrische Verkehr binnen kurzer Frist ausgenommen werden. * Eine führerlose Lokomotive. Wie der Pressedienst des Salchurger Landesgendarmeriekommandos meldet, ist in der Nacht vom 27. zum 28. April auf dem Heizungsgelerse des Bahnhofes in Saalfelde n eine vom Lokomotivführer verlassene Lokomotive aus bisher unbekannter Ursache in Bewegung geraten und an einen Verschnbzug angefahren, wobei sechs Waggons entgleisten imd die Maschine selbst aus dem Geleise gehoben wurde. Der Materialschaden wird aus 30.000 Schilling geschätzt. Zwei Verschieber wurden leicht verletzt. * Eine Jüdin — Fleischergesell« tn Berlin. Ter erste weibliche Fleischergeselle im Bezirk der Handwerkskammer zu Berlin hat kürzlich seine Gesellenprüfung bestanden. Es Pst dies Fräulein Margarete Cohn, die Tochter eines Schlächtermeisters in Britz, die ihre Gesellenprüfung vor der Britzer Flovscherzwangsinnung ablegte. * Rabbi Gordin in Chikaoo gestorben. In Chikaao ist dieser Tage im Alter von 71 Jahren Rabbi Iehud Leib G o rd t n, der Führer der orthodoxen Iutonheit Chikagos, gestorben. Rabbi Gordin, früher Rabbiner in L o m z a (Polen), kam inr Jahve 1922 nach Amerika und wurde der Präsident des Chikagoer Rabbinats und Seelsorger der Kongregation „Tifereth Zion". Er war eine anerkannte talmudische Autorität und seine Schriften erfreuen sich in der rabbinischen Welt großen Ansehens. Er stand vor Jahren in Beziehungen 31t Leo Tölst 0 i, mit dem er .zahlreiche Briefe wechselte. Die Bestattung gestaltete sich zu einer großen jüdischen Volkskundgebung, mehr als 6000 Personen folgten dem Sarge. Die Union orthodoxer Rabbiner Amerikas sandte eine Abordnung. * Dr. Tscherntchowskh — Krankenkassenarzt in Jaffa. Wie uns aus Jaffa berichtet wird, wurde der Dichter Tf ch e rnichowsky, der praktischer Arzt ist, zum Arzt der Zentrale der Arbeiterkrankenkasse berufen. Dr. Tfchernichowsky, der vor 'einiger Zeit nach Erez Israel kam, hat sein Amt bereits angetreten. * Eine Zentralshnagoge in Haifa. In Haifa fand vor kurzen! in Anwesenheit von mehr als taufend Gästen die feierliche Grundsteinlegung für eine Zentralsynagoge statt. Die Synagoge wird auf der großen, vom Baron Rothschild gespendeten Bodenfläche in der Nähe des „Hader Hakarnrel" erbaut. Bei der Feier sprachen außer den Mitgliedern des Rabbinats und eines Vertreters der Regierung namens des Barons Rothschild der Leiter der „Pika", Frank, sowie die als Gäste erschie» nenen Oberrabbiner Dr. Ehrenpreis (Stockholm) und Dr. D e i ch es (London). * Das Brandunglück in Rhki. Nach Meldungen aus Lublin stehen die 3400 Juden, die infolge des BrandunMcks in Ryki ihrer ganzen Habe beraubt sind, vor einer H ü n g e r k a t a st r 0 p h e. Die Unglückssiadt ist aller Nahrungsmittel entblößt. Die unglücklichen Bewohner sind HM nackt. Die Warschauer jüdische Gemeinde beschloß, eine großartige Hiffsaktion zugunsten der Brandopfer einznleiten um) zu diesem Zwecke eine Koniferen! der indischen Gemeinden in Polen einzuiborufen. Der jüdische Zöntralhanidwevkerverein Polens hat eine Hilfsaktion zur Anschaffung von Bekleidung i und Werkzeugen für die Opfer erngeileitet. * Lehwrstreik in Palästina. Aus Jerusalem meldet die Zito: Die hsbräilschvn Schlvlen in PalDina konnten nach den Feiertagen bisher nicht eröffnet werden, da die Lchrer in einen Streik getreten sind und fordern, daß die Zionistische Exekutive die Deckung des ganzen Budgets auf sich nehme, also auch für den rechtzeitigen Einganig der Schulgelder und Beiträge von anderer Seite hafte. Die Exekutive erklärte, mit den Lehrern erst nach Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit verhandeln iu wollen, __ e ös ist ein Irrtum wenn vielfach angenommen wird, daß 08 in -Wien keine gut geführte!! Hotels mit rituellen Restaurants gibt. Ein Besuch des .HotÄ-Restauran-t Guth, Wien, 2. Bez., Kleine Sperlgafse, Ecke Hollandstraße 14, wird jeden Zweifler angenehm überraschen. Es wird wohl feilten der Name und -die Firnm eines Unternehmens so zutreffend und gerechtfertigt sein, wie es hier der Fall ist — das Hotel und Restaurant Guth ist gut, gut in ollen Teilen! Heber 66 Jahre im Betriebe der Hoteldhnasticfanrilie Guth, ist dasselbe im Jahre 1006 in den Besitz dos Herrn Josef Guch üibevgegangen, der dasselbe in tvirklich vornchm-cr, gtvt bürgerlicher Waise zweckentsprechend rnodern ninrMstailteit hat, so daß selbst . der verwöhnteste Geschmack auf seine Rechnung loinnrt. Die Pflege der Vovnehnnen Küche ist in der Familie Guth Tradition, dient doch der Beisitzer selbst von der Picke auf im Hotelwesen, ist somit Fachmann durch und durch, während seine Frau persönlich der Küche Vorsicht und in felceu sachverständiger Weise ihrem Personal die richtige Note zu geben vermag. «Es soll hierbei nicht unerwähnt bleiben, daß anläßlich «der letzten KochkulNstausstellung in den Sälen des Gardenibaues sowohl vom Kaiser selbst als auch tont damaligen Bürgermeister Dr. Lueger, dem Vater des jetzigen Besitzers. Herrn Markus Guih höchste Belobung und persönliche Auszeichnung zuteil wurde. Aus alter Wiener Bürgerfamiklie stanvlmnd, führen Herr und Frau Guth, ohne als orthodox gelten zu wollen, die wirklich gute jüdische Küche, sind umsichtige aufnrovksam und liebenswürdig mit ihren Gästen, und haben sich insbesondere auch in der Herstellung ton einfachen wie auch feinsten Hachzeitsarrangements ein internationales Rsnomme geschaffen. Das .Hotel Guth ist das führende Mische Haus Wiens und tu seinem Betrieb im gewissen Sinne, was Küchengualität, Reinlichkeit, Ordnung und Service anbelangt, totbildlich zu nennen. E Reue Stenographie- und kaufmännische Kurse, Maschi-nschreiben: Beginn 6. Mai. Schule Werzmann, Wollzvile 6. E Aerztliche Nachricht. Dr. .Isidor Kl aber ist übersiodelt und ordiniert 2. Bez., Lilienbrnnngasse 7, DÄchhon 47-8-66. 6 Alle Damen, welche rechnen müssett und Geld sparen wollen. lesen un'bsdingt tos kommende, SonntagsiBerat „des Modenpalais Iulms K r u p n i k, Wien., 7. Bez., Kaiferstratze 111-415, in nuferem Blatte Vereine. VortrSge und Versammlungen. Buk o wina er Mona^sverfammlung. Sonntag, 9 Uhr vormittags, int Cafe Edison (Mserstvaüe 9). — Jüdisch - akadem ischer Philosophenvere tu. Morgen, 2 Uhr, Generalversammlung, 8. Bez., BvnnMatz 1. — Zionistrsche Kulturgruppe, 20. Bez., Karl-Meißl- Straße 5-1. . Morgen, 7 Uhr, außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: Rvuiivahlen und Eventuelles. — Hitachdnth, 2. Bez., Glocken gasse 30. Morgen, halb 8 Uhr abends, MiitMedervcrsMnmluig. Bortvag Weinreb Äber seine Eindrücke in Eroz Israel. — Zerre' Misrachi, Wien, 2. Praterstraße 48. Morgen ton 3 bis 4 Uhr hebräische DiÄlHsion, von 4 bis 6 Uhr Pirke-Mooth, von 5 bis 6 Uhr Wochenab'schnitt. Vortragender Dr. Wundermann. Sonntag Ausflug -nach Nenlvaltogg. TveHpunkt 3 bis halb 4 Uhr, Endstation 43or-Wagen. — Seniorenverband der Z. M. V. Wiens. Morgen, dreiviertel 7 Uhr, anif der Mastatolbude, 9. Bcz., Servitenigasst 8, S. C. Wichtige Tagesordnung. — CiWcm-uim ästerreich is che r Handelsvertreter. Montag, 11 bis 12 Uhr vormittags, Zusanvmenkmtft in der Geschäftsstelle, 1. Bez.. Elisabethstraße 9. 1. Stock, Tür 10. --- Z i 0 n i ft i s ch e Sektion P r a t e r. Morgen um 8 Uhr abends ml zionistischen Sekt-ionsheim, 2. Bei-, Inngstraße 8, fünfter Kulturalbenb, veranstaltet durch die zionistische Fra-nengrnppe Prater. Referent Dr. R. Frey. — Zionistische Iugendgruppe Levpo'-ldftadt. Heute, PräMe halb 10 lihr vorinittags. Zusammen tunst sämtlicher Mitglieder -zwecks Schekelarlbeit. — Zionistisches Lokaltkom i t ee. Dienstag den 5 d. um 8 Uhr abends Sitzung. — Ingen damt des Zionistischen L0knlkomitees. Morgen UN! 5 Uhr nachmittags, 1. Bez., Kärntnerstraße 38. Bortrag des Herrn Oberbanrntes Ing. Rvbert Strick er über „Politische Lage im Zionismus". Nur für die Führer der zionistijsch.cn Iugendgvuppen. Technisches Muse u nu. lSonntag, 10 Uhr vormittags, Vortrag Professors Dr. B. Ruß „Technik und Hygiene". L e 0 p o l d st ä d 1 e r B 0 l k s h e i m, 2. Bez., Zrvvnsgasse 4L. Morgen Samstag, 7. Uhr: Prof. Dr. Ion Edelutauu: „Japan, was es war und was es fein will". Eintritt frei. _ Radioprogramm. Freitag den 1. Mai. 11 bis 1 Uhr: Shlnplwnioorchester nnter .Nilius. Bundeshynuie (komponiert hon Dr. Wilhelm Kienzl); Beerhoven: Ouvertüre zn ,/Die Geschöpfe des Prometheus"; Mozart: Inpiter^SpniPhome; Haydn: Konzert für Cello n-nd Orchester (Cello: Hemrarm Busch); I. Strauß: Ouvertüre .zur „Flödermans". — 4 bis 6 Uhr: Nachinittagskonzert der Kapelle Silving. 1. Kienzl: B-nndeshymne. — 2. Strauß: „Morgenblätter". — 3. Rossini: „Will-etm Tell", Ouvertüre. — 4. Schubert: „Der Erlkönig". — 5. Pneoini: „La Tosea".. 6. Silving: ,Menn leise durchs Radio ein Walzer erklingt". — 7. Schlägl: Stveifzng durch sämtliche Operetten von I. Strauß. — 8. Schrant>nel: Urwie-uer Tänze. — 9. Fall: „MandoliMandola". — 10. Leopoldi: „Die Adrienne hat eine. Hochantenne"..--- Halb 8 Uhr: Schiller: Wilholm Teil. (Zn' Schillers 120. Todestag). Samstag ton 2. Mai. 9 Uhr: Marktbericht. — 11 bis 1 Uhr: Vornutagsnutsik (Prograium nach Ansage). — 1 Uhr 5 Min.: Uvaniazeit. —-1 Uhr 20 Ätin.: Wetterbericht. — Halb 4 Uhr: Wiener Bövse. — 4 Uhr: Srachrichtendienst. — 4 bis 6 Uhr: NachmittagAon-zert. Delibes: „Der König hc.t's gesagt". — Aijcher: „Viltdvbona", Wälzer. — Bruch: Schwedische * %km <2.), — KvvmVVd: Lieder tor Mavietta Mp tos Pierrot ans ,Mie tote Stadt". — Riubinstein: Baltische Suite. — Dschaikowsky: „Nur wer die Schnsucht kennt". — SchübertEerte: „Mädel, die Stunde der Liebe". — Ziehrer: „Strauß, Millöcker, Suppe". — Krau-s-Ebka: ,-Verschaffe!' §-e mir eine Wohmmg". — 6 Uhr: Aus Wiens Geschiehic Vortrag von Prof. Dr. Stagl. — 6 Uhr 40 Min.: Billder ans dentscher V ergcrngelcheit. Zu Gustav Frey tags 30. Todestag. 30. April 1895.) Vortrag von Regierungsrat Prof. Doktor Maximilian Mayer. — 8 Uhr: C. M. Zichver-GodenGeiel anläßlich seines 82. Geburtstages (geboren am 2. Mai 1813) (Phantasie äus Zichrers beliebtesten , Danzweften; Backsismerln, illainrsänger, Weana MMn, Singen-Lachen-Tanzeir Wiener Bürger und Faschingskinder). Einleitender Vortrar über Ziehrers Leben und Wirken, vorfaßt von Max Lilionan 7— 10 Uhr: Heitere Ahendmustk. " Bühne md Kunst. 3um Jubiläum de« Fiakerlieder. Eine jutonreine Feier. Dieser Tage wird das beriihmte „Fiakerliod", eine dm besten.Schöpfungen Alt-Wiener Hmnors, 40 Jahre alt. Uni diesem Aiüaß findet eine Feier in Weigls Dreherpark statt, zr tvelcher die besten Sänger dieses Liedes vingeladcn wurden. Wie wir erfahren, hat man Willi Bauer, einen der ersten und bernsenften Interpreten tos Fiakerliedes, zu dieser Feici nicht eingeladen, weil er Jude ist. Es ist ein Glück, daß die Schöpfer des Fiakerliedes — tot Text ist von Pick, die Musik von Krakauer — nicht mcht am Leben sind. Die beiden sind nämlich auch Juden gewesen und wären von dieser judenreinen Fiakerliedseier an^ geschlossen worden. Radnay - Sirettor der Budapefter Lper. Ans Budapest wird gemeldet: Unterrichtsnrmifter Grals K l e b e l s b e r g hat ton Professor der Hochschule für Musil Nikolaus N a d n a y zum Direktor der Königlichen Oper ernannt, da dessen Plan zur künsilerischen Reorigauifierung de» Oper im Rahmen der im Budget belvilligten Sunnne von 1,300.000 K. verwirklicht werden kann. Radnay wird sich in ton nächsten Tagen nach den» Ausland begeben. Nach seinem Progranlm lvird das Orchester aus 90 Mitgliedern bestcheir Au« den Theatern. B n r g t h e a t e r. Morgen und Sonntag, 7 Uhr. „Pee^ Gynt". Sonntag, nachmittags halb 3 Uhr, „Alt-Heidelberg". Oper nt he ater. Heute findet keine Vorstellung statt. Ätorgen. 7 Uhr, „Die Körngin von Saba" mit Josef Schwarz als Gast. Sonntag „Tvsca". A k a d e in i e t h e a t e r. Morgen, halb 8 Ichr, „Der Tainenkrieg". Sonntag, nachmittags 3 Uhr, „Die Kinder" von Hermann Bahr. Abends halb 8 Uhr „Der Querulant". T h e a: e r i m Red 0 nt c nsaa l. Dtorgen, 7 Uhr, „FigaroHockizeit". Sonntag, halb 8 Uhr. die Ballettkomödiep tßkä petita riens". „Pulcinella^. ^Bal costnme", »Teddybär". aoHEai

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