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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-25 · Heft 2219 (25.4.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2219 (25.4.1925)
Date
1925-04-25
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Sk. LAS Wie«, GamSichA 35. April 1925 imi Ii^sAAAAAA Bequeme g VWSAAAA/ (|niaiiiiiiiimmniimniniu Ten- I Erhältlich nur in Lüden mit diesem Schild | %mllllllltmilllZentrale: Wien, I. Lfebl«eue 5IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIP knüttel beschlagnahmt. Bei der Agitatorin Suzanwe Grra nkt wurden Schriftstücke gefunden, die sich rmf den Uabe-rfall und auf eine Verbindung der Komnmn-isten mit Moskau beziehen, und Belege für die Bestimmung gewisser aus Rußland stammender Gelder. Der Kommunist C l e r c, der mit der Waffe in der Hand verhaftet wurde, hat ein G e st ä n d n i s abgelegt, -Ln anderer Beschuldigter leugnet, geschossen zu habe«. Ein Mirrrsterrnt. Paris, 24. April. (Tel.-Komp.) Heute vormittags und unter Vorsitz des Präsidenten der Republik ein M i n i st e r r a t statt, der sich mit den gestrigen kam- >nr u n i ist i s ch e n A u sschreit at n g e n beschäftigte. Eine» weitere Konferenz in, derselben Angelegenheit fand heute nachmittags um 2 Uhr statt, m welcher beschlossen wurde, schon mit Rücksicht auf die b e v o rst e h e n den G e m e i n d e w a h l e n mit den schärfsten Maßnahmen gegen j e d e n B e r s u ch, die öffentliche Ruhe zu st ö r en, vorzugehen. An dieser Beratung nahmen au ßer dein Mi niste rpräside ukn P a i ni e v c und Innenminister Schra m c ck auch einige hohe PolizeKeanlte teil. Englische Faszisten. Lorrdon, 24. Älpvil. (Tel.-Komp.) Das Schwurgericht von Liverpool hat die fünf Faszisten, die den Kommunisten Politt entführten, als er gerade in einer Versammlung eine Rede halten wollte, fr ei gesprochen. _ Franlreichr Abrüstung. Paris, 24. April. (Havas.) Die Muriner hat mit '422 gegen 29 Stimmen die Kredite für die Durchführung des Restes des zweiten Teiles des Marine- Programms bewilligt. Deputierter Chappede l a i n e betonte, das Marinebudget, das vor dem Kriege MO Millionen betragen habe, beziffere sich gegenwärtig «iMttr aus 1200 Millionen. Vaudervelde legt die Mistion zurück. Brüssel, 24. April. Gavüs.) Vaudervelde hat den König davon in Kenntnis gesetzt, daß er die Betrauung «vrt der Kabinettsbildung zurücklege. Me Konzessionen in der Türkei. Angora, 24. April. Die Na tioualversammluug nckhrn rimu Gesetzentwurf an, der die Regierung! Zur Unterzeichnung des Abkommens beirefftnid Berlängerungder Konzession der OttomanLscheu Bank bis Müxz 1931 ermächtigt. Die Direktoren! der Ottoimän Development Comlpaqch evMrten sich mit dem Angebot eines britischen Syndikats einverstanden, das für die Uöbernahme der sogenannten Chesierronzessiouen in der Türkei gemacht worden Lvar. Der Wert dieser Konzessionen wird etwa 100 Millionen Dollar geschätzt. Benesüber seine Warschauer Reise. Prag, 24. April. Außenminister Dr. Benesch erklärte oenr Warschauer Korrespondenten der „Prager Presse": Meine Reise nach Warschau wurde in Genf verabredet, wo wir uns zum erstenmal mit dem polnischen Außenminister Skrzynski sahen. EL wurden das Programm für die .Handelsvertragsverhandlungen und die Prinzipien für den Abschluß eines Schiedsgerichtskomitees und die Liquidierung aller früheren Streitigkeiten sestgelegt. Das Arbeitsprogramm, das wir uns vorgenommen haben, wurde in vollem Maße ausgeführt. Alle anderen Kombinationen, die die verschiedene Propaganda an meine Reise knüpfte, sind unsinnige Erfindungen. Schon vor meiner Mreife erklärte ich, daß unsere Vorhand« lungen gegen niemand gerichtet sind. Heute betone ich, daß unsere früher eingegangeneu Verpflichtungen unter allen Umständen in voller Geltung bleiben. Die g e m e i nsame politische Arbeit auf dem internationalen Forum stelle ich mir so vor, daß wir gemeinsam in der Weise Vorgehen werden, wie wir auf der Konferenz fcoit Genua und bei der Mitarbeit beim Genfer Protokoll vorgegangen sind. _ Beneskommt nach Men. Wie tat politische« Kreisen verlautet, wird der -tschechoslowakische Außenminister Dr. B e u e s ch am 18. Mai in Wen eintwsfen und hier zwei Tage verweilen. Doktor Benesch wird bei dieser Gelegenheit mit bent Bundeskanzler Dr. Ramek und dem Außenminister Doktor Mataja über alle aktuellen außenpolitischen Fragen konferieren. Der Besuch Be'nesch' in Wien dürfte auch auf die Verhandlungen. Oesterreichs vor dem Völkerbund nicht ohne; Einfluß bleiben. Witncy sWJtftttiyttiiitB*' Msternnd gegen den «MIntz. Paris, 24. April. (Wofff.) In feiner in der Versannnlang der nationalrepublikanischen Liga gehaltenen Rede äußerte sich Millerand in ironischer Weise über das Genfer Protokoll. Man müsse, sagte er, dem Protokoll die vom Reichskanzler Dr. Marx ausgesprochenen Gedanken Per die deutsch-polnischen Grenzen und den Anschluß Oesterreichs an Deutschland gegenüberstellen. Eine Aenderung der Grenzen, die Polen von Deutschland trennen, zuzugestehen, wäre seitens Fran'kreich nicht weniger ein Akt der Treulosigkeit als ein Akt des Wahnwitzes. Es würde notwendigerweise daraus ein Krieg entstehen. Was den Pakt mit Deutschland betreffe, könne Frankreich nur einett einzigen Pakt annehmen, 'der alle Grenzen, die Deutschland durch dxn Versailler Vertrag gegeben worden seien, sowohl die im Osten wie die im Westen, decke und der gleichzeitig die Sicherheit Polens und Elsaß-Lothringens gewährleiste. Die endlose Sdstmktion tat Metenansschnß. Gestern b «endete Mg. H ö I z I nach 24-stündiger Dauer seine O b st r u k t i o u s r e d e im Mietenausschuß. Die nächste Sitzung dieses Ausschusses findet Montag nachmittags statt. Zum Vorschlag der Mehrheitsparteien, den Abg. Dr. Kienböck Zum Obmann zu wählen, sind noch vier sozialdemokratische Obstruktion s r e d n e r vovgemerkt, so daß es, da in der ersten Maihälfte der Nationalval Sitzungen abhatten und Mitte Mai die Ehristlichsozialen nach Rour fahren, wahrscheinlich Pfingsten loerden wird, bis der Ausschuß fdinetti Obmann wählen kann. Der Verfassung saus schuß hat gestern deic größten! Teil des Gesetzes über das Verwaltuugsverfahre« in der vom Unterausschuß angenommenen Jassurrg init u-nwesenttiicheu Verbesserungen b e s ch l o s s e n. Sine philosophische Fakultät in Salzburg. Im Anschluß an ent zu errichtendes Konvikt beabsichtigt der BenedNimrovden in Sallzbrrrg die Errichtung einer staatlich anerkannten, tnrt Promotionsrecht ausgestatteten philosophischen Fakultät, die als Hauptfächer reine Philosophie, Philologie, Mathematik und Geschichte umfassen soll. Die Professoren würde der Staat ernennen, ohne dadurch materiell belastet zu werden. Die erforderlichen Mittel will der Benediktinerorden beistellen. Die Arbeitszeit bei den Lanken. Der Verband üfterreichischer Banken und Bankiers Hatte a« den Reichsvevein der Bank-- und Sparkassenbeamten Oesterreichs und an den Bund der Bastö- und Sparkasse-ngehilfen Oostevvvichs'eine Zuschrift gerichtet, in der unter anderem auf die Forderung zurückgegvifsen wird, eine Zweiteilung der siebenstündige«.Arbeitszeit, jedoch «ur für die Devisenuud Börsenbureaus und die zugehörigen Korrespondenten, in der Wei.se einzufühvotr, daß .von 9 bis 11 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr, beziehungAveist halb 3 bis halb 6 Uhr nachmittags gearbeitet wird. Begründet wurde diese Forderung damit, daß in diesen Ban-kbureaus der größte Teil der Arbett in den Nachmittagsstunden entstehe. In. diesem emgeschräMen Umfang müsse der Bankenverband feine Forderung auf Teilung der Arbeitszeit u«- bedingt aufre chte rhalte n. Die beiden Angestelltenorganifationen erklärten nun i-rr ihrer Antwort, daß der größte Teil der Arbeit nicht in die Nachmittagsstunden, sondern mit Rücksicht auf die Börsezeit gerade in die Mittagsstunden falle. Die Bank- und Sparkassenbeamte« seien dccher n i ch t i n der Lage, in 'der Frage der einheitlichen Arbeitszeit Zugeständnisse im Sinne der verlangten Abänderung zu machen. Die lbeideu Organisationen ^haben auch 'beschlössetr, an der ungeteilten Arbeitszeit unter allen Umstäude« und mit allen Mitteln festzuhalten. Die Hansherren appellieren an den BAkerbnnd. Die Hausbesitzer lvollen sich uunncchr an den Völkerbund wenden. In einer dieser Tage stattgefttndeueu Bersaimnlnng des Hausibeisitzervevems int 1. Bezirk wurde eine Resolntio« angenommen, in der mit dam Hinweis daraus, daß die Sozialdemokraten ihre Obstruktion int Mietorransschuß nicht einstellerr und sonach vom Pavlanwnt keilte Hilfe zu erwartert fei, der Zentral- Verbund der Hausbesitzer Wiens ausgefordert wird, sich än den Völkerbund in Genf zu wenden und diesen um Intervention ztt. ersit-chen. Dieser Schritt sei um so 'berechtigter, als die völlig entwerteten und ertragslosen Hauser die Kreditbeschaffung unmöglich machen, eine Tatsache, an der 'der Völkerbund, der ja Oesterreich sameretr will, tricht achtlos vornbergehett ikann. Des weiteren wird verlangt, daß wegen der obstinaten Haltung' der Sozialdemokraten alles darartgesetzt werden soll, um eine Verlängerung des Wohnungsa n f o r d e r u n g s g e s e tz e s, das mit 31. Dezember d. I. abläuft, zu verhindern. In der gestrigen LeitungSsitzung des Zentratverbandes der Hausbesitzervereine wurde dieser Beschlußautrag genehmigt. » Werbet Abonnenten sürdie | 1 „Wiener Morgeuzeitrmg" 1 Seite L 2 Zum sofortigen Kurgebraucli: Thermia-Palacc mit allen Bädern im Hause. Prima Komfort. Für Mittelstand Hotels mit Pension zu Kc 45.—-. — Von Wien 4 Stundern direkter Zug. Ausk.:Pkftyan.Bureau.«X„Mserstr.z2,rei.L0-8-S8 Daselbst Schlamm für Vorkuren zu Hause Ar 14. Nomstenkongreß. Der CinbevufungMefchlust. London, 24. April. Die Exekutive der Zionistische! Orgatüsation teilt niit, daß der 14. ZioNivstenkoutgreß für den 18. August dieses Jahres nach Wien einberuftu wurde. Gemäß imt Bestimmungen des Organisa>tions«stattrts und des Wahlreglements gilt der 18. Inni als Endtermin für die Abliefertutig und Aibrechuung der SchM'lim, die die Grundlage für die Wahlen von Delegierten! .;nnr .Kongreß bildeir werden. Die Bestintimnugeir über die D u r ch s ü h r u u g d e r. K o ngreß wählen sowie über die Vorbereitungen zum Kougreß werden voit' der Exekutive domnächst vorlaiutbart werden. Bor dent Kongreß wird noch eine Tagung des Aktions-ko.mitees stattfindeu, deren Zoiipnnkt rechtzeitig bekanntgegoben werden wird. Jas Srdeavroblem in Cre; Maei. Eine besondere Tagung der Zionistischen Organisation Oesterreichs. Das Zionistische Landeskomitoe und die Landes komimssion des Keren Kajomett) berufen für. Sonntag den 26. d. um halb 10 Uhr vormittags in den Ingenieur- und Llrchitektenvereiu, 1. Bez., Eschen« bachgasse 11, eine Tagungeilt, die der Beratung des Bodenpvoblents in Erez Israel gewidmet ist. Die Tagung wird mit einer Ansprache des Präsideutetr der Zionistischen Organisation Dr. Jakob Ehrlich eröffnet werden. . Referieren werden die Herren Adolf Boehut, Oberbaurat Robert Stricker und Dr. Chaim Tartako wer. Nach den Referaten folgen die Debatte und Resolutionen. Zur aktiven Teilttahme sind berechtigt: Die Mitglieder des Laude'skomÄoes, des Parteirates, der LandeskoMMissionen des Keren Kasemeth und des Keren Haftssoid, die Ausschüsse der Bezirkssektionen und Sonderverbände, die KommMre des Keren Kasemeth sowie diesenigsn Selbftkorttingentler, die zumindest ein Viertel ihres Kontingents aufgebracht haben. Die Ausschüsse der Bezirkssektiolten und Souderver'bände halben bis inklusive Dienstag den 21. d. die Listen ichrer Mitglieder dem Zionistischen Bureau zu überreichen. Zutritt nur gegen Vorweisung der aus den Namen des Berechtigten lautenden Legitimation. Diese L-egi-timationen sind ab Donnerstag den 23. d. in dent genannter! Bureau,- 1. Bezirk, Kärntnerstraße 26, erhältlich. Für die Laudeskommission des Keren Kasemech: Dr. VH. Tavtakower. Adolf Boohm. Für das Landeskomiiee: Dr. Gelber. __ Dr. 6picti. Eine Konferenz der ztanisten-Reviflonisten. Anr Sonntag beginnt in Paris eine für mehrere Tage anberamnte Konferenz der Zionisten-Revisiomsten. Die sehr umsarrgveiche Tagesordnung umfaßt unter anderem die folgenden Referate: Die Lage in Erez Israel (Dr. I. Weinschall mtd M. I. Großmann): Die Lage des Zionismus in R u ßlan d (Dr. I. Hosstnamt), im Baltikum (Proper), auf-dem Balkan (A. Recanati und I. Kohen), in Deutschland (Dr. I. D. Brutzkus), in England (I. M. Machower und N. Sorin), in Oesterreich (Dr. N. Hoffmann), .in Belg-ien (Subitzky); Die Einwanderung in Erez Israel (Dr. S. Tempkin), die politische Offensive (Wladimir Iabotmsky), die Jewish Agency (Wladimir I. Demkin), die Bodenreform (I. Trivus), die ökonomischen und finanziellen Probleme <I. Britzkus), -Legiouismus und O r ga n i s i e r u -n g de r Jugend (W. Jabotinsky), die S ch n l s r a g e (Dr. S. Perelwann), Taktik itnb Org n n ** sation M. Berchin). _^ Dar Mische Studentenheim in Zrrusale«. Wie bereits berichtet, haben an der Feier der Universi» tätserössnung in Jerusale-tn auch 150 jüdischeStudente-n aus 14 verschiedenen Ländern als Delegation des Weltverbandes jüdischer Studenten ieilgenommen. In einer Rede, die der Verbandspräsident Dr. Lau 1erPacht aus kau vom Verein der Hörer der hebräischen Universität tu Jerusalem zu Ehren der studentischen Gäste veraustalteteu Bankett gehalten hat, machte -dieser die Mitteiluttg. das; kr Weltv-erbaud fce> schlossen habe, in -Jerusalem ein jüdisches S t u d e u t e uh e i m zu errichtet!, in dent das Hauptbureau des Weltvevbartdes uutergebracht werden, und das den Hörertl der Ierusalenrer Universität alsgesellschaftliches und Kulturzentrum dienen soll. Das Studentenheim wird auch Fremdenzimmer zur Beherbergung von aus dent Ausland in Universitätsangelegenheiten nach Jerusalem kontmenkn jiidisHen Studenten haben. Diese Mlitteilung sowie die weitere Erklärung, daß der $08 bk** Heims der jüdischen Studenten ha-utztsächlich darrch 6336

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