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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-23 · Heft 2217 (23.4.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2217 (23.4.1925)
Date
1925-04-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 821? SüHett, DormerZiag Wiener Moraenzeliunst. 23. AM 1905 dUilh | ™UI o * Zwei Juden im neuen französischen Kabinett. Ans der Ministerliste des neuen Premiers und früheren Kammerpräsidenten Painleve figurieren Mei giften: Herr Schramek als Minister des Innern und Herr Hesse als Kolonienminifter. * D«r neue Haager Oberrahbiner. An Stelle des vor einigen Monaten verstorbenen Haager Oberrabbiners A. van Leen wurde das Mitglied des Amsterdamer Rabbi natS, Herr Iwk Maarssen. inm Oberrabbiner des .Haag gewählt. Der neue Oberrabbiner ist 1892 in Amsterdam gelboren nn>d absolvierte das Amsterdamer Rabbinersenlknar. * Berufungen deutscher Rabbiner. Der bishrige zweite Rabbiner der Ävnagogengemeinde Stettin, Dr. Nell- Haus, ist an die indische Gemeinde Hirschlbera in Schlesien, berufen worden. Der zweite Rabbiner der jüdischen Gemeinde Karlsruhe, D. Julius Cohn, ist als, Religionslehrer für höhere Lehranstalten nach Stuttgart berufen worden. * Der Ausgleich des Lafetters Sachex. Vom Landesgericht wurde der Ausgleich, der vom Kaffehausbesttzer Eduard Sacher, Opernving 11. mit seinen Gläubigern im März abgeschlossen wurde, bestätigt. Danach zahlt der Schuldner 60 Prozent in 36 Monatsraten, wobei die ersten Raten 1,26 Prozent, die letzten 18 Monatsraten 8,5 Prozent betragen. Als Sicherung hat der Gesamtschuldner eine Hypothek auf ein Drittelanteil des Sacher-Äotels in der Höhe von 150.000 Schilling zugestanden. * Straßenbahnunglück in der Praterstraße. In der Pra-- terstraße wurde gestern nachmittags die 35jährige Kaufmannsgattin Marie Wimmer von einem Straßerchahnzug der Linie B niedergestoßsn. Sie erlitt schwere Verletzungen. * Die Eröffnung der Einödhöhlen. Gestern wurden die neu erschlossenen Einödhöhlen bei Pfaffstätten dem all gemeinen Besuch freigcgeben. * Die Lebensmüden. Der 49jährige Geschäftsdiencr Franz Komarek hat sich gestern nachmittags erschossen. — Die -Private Mathilde R. hat sich mit Laugenessenz zu vergiften versucht. * Nationalstatistisches aus Siebenbürgen. Die letzte Nummer der rumänischen Zeitschrift „Soeietatoa dmnaine" („Die Gesellschaft von movgcnG bringt einen Artikel des Statistikers N. Istrate über die echnischen BerWtnisse in den Städten und Dörfern. Der Verfasser kommt zu folgenden Ergebnissen: Ig den, int Artikel behandelten vierzia Städten und 1083 Dörfern lebten int Jahre 1923 insgesamt 5.197.960 Personen. Diese lvareu nach Städten und Dörfern wie folgt verteilt: In den Städten bildeten die Rumänen 80,22 Prozent. Magyaren 39,77 Prozent, Deutsche 14,01 Prozent, Iudeit 1446 Prozent, Sonstiae 1.84 Prozent der Bevölkerung. In den Dörfern mit mehr als 8000 Einwohnern waren 62,31 Prozent Rumänen. 86,02 Prozent Magyaren, 12,84 Progent Deutsche.' 3,97 Prozent Inden und M,86 Prozent Sonstige. Von der GeisamOevölkeruug Rumäniens waren demnach 3,232.806 rumänischer, 1,307.443 magyarischer, 557.683 deutscher. 203.190 jüdischer und 136.&48 sonstiger Nationalität. * Die Odessaer ,^8roder"-Synagoge abermals beschlagnahmt. Aus Moskau meldet I. T. A.: Der Beschluß des engeren Erckuitivikomitves der ukvamischcn Dowsots daß die in oinem ÄrberteMib verwandelte historisch «denikwüvdifle „Brüden-Synagoge m Odessa der jüdischen Genwiude für ihre religiösen Bedürfnisse zu-rüchzuerstatten sei, hat unter den jüdischen Komntmrsstcn Odessas eine starke Protestbewegung. hervorgsrufen. Es wurden zcchlveiche Äersammiungelt abgoholmm in denen gegen den Beschluß, des engeren Exekutivkomitees Mhaist Vvotestiert und . eine Revision desselben stürmischgvfowert wurde. In der letzten Sitzung des großen Exemitivkonntees stand die Frage als erster Punkt ans der Tagesordnung. Es erschienen Abordnungen der Odessaer jüdischen Gemeinde sowie der Mischen Kommunisten. Die Vertreter der Gameilche legten dar. daß die Synagoge rzia anderes als ein religiöses Zentrum der Odessaer Indenhe-iit gewesen loar und daß die Beschlagnahme.zu Unrecht erfolgt ist. Die Vertreter der Kommunisten brachten chverseits vor, daß die Synagoge nur einer Hwuett Gruppe der ' jüdischen Bourgeosie diente, wohingegen die jüdische proletarische Bevölkerung Odessas ohne Klubhaus, das heißt ohne eilt Benimmt des jüdischen kulturellen Lebens, ist. Daraufhin beschloß das große Exekutivkomitee der listvainischen Sowjets, die berühmte Synagoge abermals zu beischlagnahmen und sie deut jüdischen Proletariat zwecks Umgestaltung -in einen Klub zu. übergeben. Der Klub wird den Namen „Rosa Luxemburg" wagen. * Zwölfte österreichische Klassenlotterie. Bei der am Mittwoch abgehaltenvn Ziehung des 4. Tages der 5. Masse gewannen: 20.000 S. das So? Nr. 44.128; 4000 S. das Los Nr. 71.798; 2000 S. das LoS Nr. 70.541: 1000 S. das Los Rr. 35.775 : 900 S. das Los Nr. 95.130; je 800 S. die Lose Nr. 6921, 46.506 und 52.398; je 700 S. die Lose Nr. 13.798, 38.549 und 69.246; je 600 S. die Lose Nr. 66.921 und 84.765: je 500 S. die Lose Nr. 26.359, 26.765, 41.218 und 89.128r je 400 S. die Lose Nr. 6401, 9572, 10.262. 16.798, 19.252, 27.881, 46,541, 47.187, 50.401, 52.441, 55.126, 59,278, 88.990 und 96.204; je 300 S. gewannen die Lose Nr. 5541, 6576, 9437, 32.294,' 32.407, 88.506, 84.407, 38.778, 44.541, 48.294, 48,390, 50.172, 59.606, 61218, 63.396, 66.218, 71.130, 77.798, 79.643, 80,798, 83.765, 86.172, 86,252, 88.396, 91.458. 01.990 und 96.172; außerdem wurden 3943 Gewinne zwischen 800 S. und 80 S. ausgelost. * Schlafkrankheit in der Herzegowina. Aus Mostar wird gemeldet: In mehreren Städten der HerzegMimi sind zahlreiche Fälle von SchlafkvaMieit und Scharlach ausgetreten. An der Schila>I>krancheit leiden besonders Kinder, von denen einzelne bis zu, sechs Tagen schlafen. Eine bplschcwikische Negerverschwörung jn Amerika? Wie dein berliner Lokalanzeiger" aus New-Bork genwvdet wird, ist nran in den Bereinigten Staaten einer woitdenzweig» ten bolschowikischeu Propaganda unter den Negern aus dro Spur gekommen. Dabei hat sich ergeben, daß diese Propaganda auf geheime Abmachungen des sowjetrussisch-japanischen Mlommens zurüäzusühren ist. Die Swvjetregieruna soll der japanischen Regierung angebvten haben, als GegerTeistuug für die Entente mrt Rußland, die Neger, der Verein igtvn Staaten durch bolschewikische Propaganda ausznhetzen und Japan im Falle eines Krieges mit der Union vehilflich zu sein. * Ausreichende ScheidungSgründe. ES war ganz offen-- sichtlich ein glatter Fall böswilligen Berlassons. Der Rechtsanwalt der klagenden Gattin stellte unter Beweis, daß der Gatte vor etwa sechs Monaten von ihr gegangen sei und seitdem in seinem Klub gole'bt habe. Das gab der Beklagte auch zu. Aber dann nalpn sein Anirwlt daS Wort und stellte pst. daß die Gattin 1. ihren Augenbrauenstist immer mit seinom Rasiermesser gespitzt habe. 2. daß sie ■ ihren Freundinnen haarklein erzählt habe, wlev'iel er verdiente. 3. daß sie immer nur .Konserven gekocht habe, 4. daß sie von den zchn Haken im Klsldevschrank acht für sich brauche, 5. daß sti darauf bestehe, zu bcfllmmcu, ob das Fenster im Schlaf,- zimnier nachtgeöffnet oder geschlossen werde, 0. daß sie auf seine Sekretärin eifersüchtig sei. 7. daß sie alles glaube, was ihre Mutter ihr sage, und 8. daß sie stets die Schraube von der Zahneremetube verlege. Ergebnis: Abweijnug der Klage gegen den Gatten, Mitteilungen ans dem Publikum. Wiedarau heben! Bureau: 8rta. Iran ZlaaraiHipaplw J W P »m, im. wem«!!>/r Kultus- und Justiz-Tulure und Baretts erhalten Sie vorrätig oder nach Mass bei der bekannten Zperlsiklrma RUDOLF GOLDSTEIN, S»S.r,,0':£ Grosses Lager feiner Stoffe für Masibestellungen Tel. 4s e.gQ WIEN, II. TARORSTRASSI S4 «w <««« * Eine Strumpfdemonstralion der Eomptoiristinnen von Los Angeles. Aus N-ew-Bork wird berichtet: Aum Protest gagcn die hohen Preise der Seidenstvümpse unternahmen die Eomptoiristinne.n der Stadt Los Angelies einen Dcmonstrationszu-g durch die Hauptstraßen, bei denn sie keine Strümpfe trugen. son>dern ihre Beine mit grellen Farben bemalt hatten. Aus Plakaten, die in dem Demonstratronszug mitgeführt wurden, erklärten die Damen, so lange keine Strünwfk tragen zu wollen, bis nicht die Preist herabgesetzt würden. * Das vermögen im Sarge. Aus Großwardelin wird nach Budapest gemeldet: Im Oberphystka: meldete sich ein pensionierter städtischer Beamter mit der Bilde, ihm die Exhumierung feiner Frau, di>e vor zohn Jahren starb, zu erlauben, da seine Pietät darunter leibe, daß das Grab seiner Frau im Laust der Zeit van anderen Gräbern fast verdeckt wurde. Da das Gesuch -der Exhumierung nach einem Jahre nichts in den Weg stellt, wurde diese Bitte beinahe erfüllt. Der Oberphysikus machte sich oben daran, die nottvendigen Dokumente auszusteNon. als der Alte, der sich in DartteSworten erging, plötzlich zu erzählen begann: ,^Jetzt werde ich endlich nicht imchr darben miilstn. Merwe anne Frau starb vor zehn Jahren. Damals war ich noch wohlhabend. Meine Frau hat viel Schmuck gehabt, eine goldene Uhr, Armbänder, Brillanten, goldene Ketten, und die haben wir ihr auf ihren Wunsch mit ins Grab gegeben. Diese Schmuckstücke sind jetzt einige hundertltansend Lei wert. Ich gvetfe zum letzten Mlttel, um den. Rest 'meiner Tage in Ruhe vevöringen zu können." Als der Ober- Physik us dies hörte, verweigerte er dis Ausstellung der Dokumente. * Das dementierte Wunder. Der BaMan hat es für nötig befunden, den in Rom umlaufenden Gerüchten über ent anlgebliches Wunder in dev Peterskirche in aller „Form entgogenzutrcten. Ilt der vergangenen Woche soll nämlich, ivie die Legende wissen will, ein gut angegagener Mann vor der Krypta des Papstes Pms des Zehnten erschienen sein, - der den diensthabenden Schweizer ersuchte, er möge ihn: gestatten, am Grgibe des Papstes eine Opferkerze niederzulAgen. Der Schweizer nahm die Kerze entgegen und trug sie in. die Krypta. Ms er sie entzünden wollfe. soll der Mann zweimal eine Stimme unter der Wölbung der Krypta vernmwnie-n haben, die ihm „HaA!" znriof. In der Tat en.tzündete der Schweizer die Kerze nicht. Ws die Kerze später untersucht wurde, zeigte es sich, daß sie zwei hochexplosive Sprengkapseln enthielt. Das Gerücht von oresom Wunder verbreitete sich in der Karwoche Wtzschuell in ganz Nenn und Dausende von Gläubigeilt machten sich aus, Mn vor der Krypta Prüs des Zchn-ten ihre Andacht. G Herrichten. - Der Batitan dementiert nunmehr oslf:zteilt dre Nachricht .von dom angeblichen Wunder. * . * Pilgertod in der Wundergrott«. Im Dorfe Maglst anosabina in der Provinz Perugia beifindet sich eme WaMapelle mit einem unterirdiischen GssvüOe. dessen wundertätigem Wasser man eine den: Wasser von Louvdes' ähnliche Heilkraft schreibt. ei Pilger, die. von dsm Wasser trinken wollten, wurden dabei von S chwefeldämpsen. betäubt und fielen in das Becken. Wo sie erstickten. Ihre Leichen konnten bisher nicht geborgen. werden. E Spezialbehandlung von Asthmaleiden im Wiener physikalisch-therapeutischen Institut Dr. Ostermann, 9, Dez., Spitalgasse 1a. Tel. 29-1-39. Ord. 10 bis 6 M. E Nerpenleidende finden sicher eine Evhoilmsg oder Genesung im Bade Luhaerwice. wo natiirliche Kohlensäurebäder und eine musterhafte Wasserheilanstalt ihnen zur Verfügung stehen. Aerztlich vielfach empfohlen. Zahlreiche Danffagnnigen. Wohnrrngsbestellungen. Prospekte: Badediroktiön. Vereine. VortrSne und Versammln«»««. Steruabende in Heiligenstadt. Freitag und Samstag dev 24. und 25. d. veranstaltet bet klarem Himmel Professor Dokw Oswald Thomas auf dem Hungerbera zwei Sternabende. Versammlung Punkt 8 Uhr Hohe Warte, Endstation der Lt«ißS7. Ende V-10 Uhr. Jüdisch« Tischgesellschaft Innere Stadt. Heute im Caf« Siller. 1. Bez., Schwedenplatz (Diezzanin), 8 Uhr abends, Vortrag der Herm Dr. Josef LSwenberz: ,Die Bedeutung eines jüdischen Kulturzentrum» in Palästina für die in ihren bisheriges Wohnländern verbleibenden Juden.- Eintritt ftei. Gäste wil kommen Antworten der Redaktion. Lola. Das Palästinaamt. 1. Bez., Bauemmarkt 24, wird Ihnen Auskunft erteilen, doch können wir Ihnen wenig Hoffnungehen. wenn Sie nicht die hebräische Sprach» beherrschen. Bühne und Kunst. Mar Pallenberg hat sein diesjähriges Wiener Gastspiel am Deutschen Volkstheater in MolnarS ,Miom" begonnen. Eine Meisterleistung, in ihrer Evgenart und scharstn Prägung neiben der Meisterleistung Jarnos (der diese Rolle für Wien kreierte) als gleichwertig bestehend und längst gewürdigt. Schon anläßlich des vormaligen Gastspiels Pallenbergs bei Direktor Beer wurde diese bisher wertvollste Schöpfung Molnars außerordentlich aufgesührl, und die Besetzung der lvtchtigften Roller; ist die nämliche 'geblieben. Nur Hedwig Keller ist in das Ensemble eingetreten. Eine große Freude, der Künstlerin, einer der hervorragerr-dsterr, über die die deutsche Bühne heute verfügt, krach längerer Krankheit wieder auf der Bühne zu begegnen. Auch die übrigen Mittvirkendeu, insbesondere Herr Forest sowie die Damen Grete W e g n e r, Loos und S ch l e i n i tz, nahmen an den Ehren des Mends teil. Ein amerikanische« gnftitnt zur Ersorschnng der Mischen Musik. Laut Mitteilung der ,-B'nai B'rich Nows" hat die große New-Norker Kunstschule eine Sonderabteilung für Erforschung der jüdischen Musik eingerichtet. Diese Bildungsstätte soll, Kantoren, Dirigenten, Organisten, Kompoklisten, überhaupt allen Freunden dieses Zweiges alter Krukst die Möglichkeit eines gründlichen Studiums gewähren. Die Kurse wollen Wesen und Aufbau der jüdischen Musik erschließen und die Methoden ihrer Interpretation erläutern wie auch den Einfluß dieser Kunstleistung auf die allgemeine weltliche Musik. Die Leitung dieser Mteilung wurde dem in London als Lciter großer Synagögenchöre.bekannten Komponisten Meyer Po s« ner Wertragen. ' Die jüdisch-liturgische wie auch jüdisch-weltliche Musik hat nicht nur für den Fachmann, sondern für die weitesten Kreise künstlerisch interessierter Persönlichkeiten ihre eigenarkigcn Reize. Dem Forscher winken Entdeckungen mannigfach,^- Art. Gerade moderne Chorwerke lasten jfidischen Einfluß ertennen, und es ist nicht gu lewgnen, daß einige der beliebtesten, allgemein bekannten Melodien auf jüdische Motive zurückgchen. Der künstlerische Ausdruck der semitischen Völker hat in der ganzen Welt seinen Widerhall'gefunden; öeshaW ist das wistensch rftliche Studium dieses ZweigeS einer ivertvollen Kunst dankbar und einpfthlenswert. Schließlich dürften gerade diejenigen, welche die Uranfänge aller Musik und jeglicher Kunst in der Religio suchen, zu neuen und Äberrqfchenden Ergebnissen gelangen. Radioprogrermm. Donnerstag den 23. April. 9 Uhr: Marttbericht. 11 bis 1 Uhr: Bormittaaskonzert. — 1 Uhr 5 Min.: Uramazett. — 1 Uhr 20 Min.: Wetterbericht. — */s4 Uhr: Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr: NachmittagSkonzert r Walzer von Josef Strauß. — V,7 Uhr; ,Aus dem Leben der Bienenkönigin , Vortrag von Dozent Dr. O. Muck. — 7 Uhr 10 Min.r Stunde der Frau. — 8 Uhr: Gttarrekammermusik alter Meister. 1. Nieolo Paganini r Quartett für Gitarre, Violine, Viola. Cello (Uraufführung^. 3. Gitarresoloeinlage Ferdinand Soor: Introduktionen und Variationen (Thema von Mozart). 8. Josef Kreutzer; Grand Trio für Flöte, Klarinette und Gitarre; - 4. Josef Schnabel r Quintett für Gitarre, zwei Violinen, Viola, Cello.. „KUHSTSPIELE“, 1„ stlMMSe 11 HEUTE Donnerstag den 23. April 1925 um halb & Uhr abends Fest-Akademie za Ehren in Herrn BERNHARD SCHARRER MitwirkencJe: Die Damen: Hilda Dulitzkaja, Nclly Fried* länder^Reidilin, Meri« üuhnÄiin (Ralm und- Thealer), Miriam Sdinabl-Hocflidi, Lea Weintraub-Grat Die Herren: Oberkantor Israel Alter, Richard Duschinsky, Emmerich üara> Karl Gimpel« Oberkantor Gerson Margulies, Konzertmeister Jos, Ziipbler und das Ensemble „Gildene Pawe^S Leiter: Regisseur Leo Halpern i Reifliche Karlen Bücher*iube Rath St FrSger, II„ Tahorslraiae 20 a, und Abendkaaia 506 ■«»■■■■■■■■MMMRHHiHHUpiiRRMIi Ans den Aeatern. Burg theater. Morgen, 7 Uhr abends, ,/p e« schästistGeschäft-. Dienstag .Die Stützen der Gesellschaft. Mittwoch „P e e r G y n Akademietheat er. Dienstag. V,8 Uhr abends, ,.D i e F a h r t i n , B l a n e-. Mittwoch, */«S Uhr abends, „D e r Querulant". Staatsoper. Morgen, 7 Uhr abends, „E a rm e n-. B o l t 8 o p e r. Heute ^Gräfin Mariza". Morgen „Tausendundeine Nacht*. D e u t s ch e S, V o l k S t h v a t e r. Samstag, V,8 Uhr abends, gelangt ..Tobias B n nt s ch «h" von Karl Hauptmann mü Max Pallenberg in der Titelrolle zur österreichischen Uraufführung. Bürgertheater. Die Abendvorstellung am Freitag entfällj wegen Vorbereitungen für die am Samstag stattsindende neu einstudierte Aufführung von „Gräfin M a r i z a". Die Nachtvorstellung um 10' Uhr findet statt. Nene W i e n e rB ü h n e. Heute wird die Saison mit der 50. Vorstellung der Revue »Die Reise u m Me Halbwelt in 120 Minuten" beendet. Dar Theater bleibt während der Sommersaison geschlossen. -Kammerspiele. Samstag ^J a m a, d i e L a st e rg r u b e". Modernes Theater. Morgen, V,8 Uhr abends. „D i e g r o ß e Trommel", eine lebende Zeitung in zehn Bildem von Felix Fischer und OSkar Friedmann. Heilte ge, schloffen. Rvlandbühne. Samstag, 8 Uhr abends'. Erstaufführung von GrttnhanmS ^R u n d um den M i t t el, Punkt". BolkSoper. I;: der Bollsoper feierte Diellstua die Qpe rette „Gräfin Mariza" das seltene Jubiläum der 400. Aufführung. Die Operette, die sich noch immer einer außerordentlichen ZuKrast erfveut. ging auch an dieser Ttättr mit aroßem Erfolg in Anwesenheit des Komponisten Emmrrrch Kalma n in S»w. Die Krise in der BolkSoper. Die Musiker haben gestern an dm Direktion ein ultimative- Schreiben gerichtet, in dem si« die Bezahlung der rückständigen Gagen bis heute fordern. Sollte diese Forderung nicht erfüllt werden, so werden die Musiker den Älageweg betreten. Ein solcher Prozeß könnte •acit Konkurs des BoKZoAtt KeilchlOMiaw..

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