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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-23 · Heft 2217 (23.4.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2217 (23.4.1925)
Date
1925-04-23
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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GeNeb Gien, DonnerTkag Wiener Mornenzeitnnn. 23. April lwo ytr. will CotjcHiflCt Saisonschluß an der Neuen Meuer Bühne. Die rektion hat m tveiterer Verfolgung der «Sanierungsaktion der Geyer-Bühnen im Einvernehmen mit dem Personal beschlossen, die Nene Wiener Buhne von m o r g e n an zn sperre n. Die für diese Bühne vorbereitete Revue „Die große Trommel" wird rm Modernen Theater in Szene gehen. Amerikanische Ausstellung. Die Eröffnung der unter dem Protektorat des amerikanischen Gesandten Mr. Albert H. Washburn stehenden amerikanischen Ausstellung in der Neuen Galerie, Wien. 1. Bez., Grünarrgergasse 1, findet am Freitag Len 24. d. um 11 Uhr vormittags statt. Eintritt nur gegen Einladung, allgemeiner Einlaß ab 2 Uhr. Festaktwemie. Zn Ehren Berhard Scharrers, der sich um -die Pflege jüdischer Kunst in Wien sehr verdient gemacht hat, findet in den Kunstspielen, 1. Bez., Riemevgasse 11, heute eine Festakadomie unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte statt. Karten Lm Vorverkauf: Bücherstube Rach u. Präger, 2, Bez., Taborstraße 20 o. Bernard Gorin gestorben. Am 14. d. verschied in New- Dork der populäre jüdische Schriftsteller Isaak Goido, der unter seinem Schriftstevernamen Bernard Gorin bekannt worden ist. GoiLo wurde im Jahre 1867 in Lid a, Distrikt $tlna, geboren und begann seine schriftstellerische Tätigkeit im von denen „Baruch Spinoza". „Wilnaer Balebesl" und ^Ketten" die bekanntesten sind. Er schrieb auch ein Buch über „©ie Entwicklung des jiddischen Dramas in Amerikas" und „Entwicklung >des Weltdramas". In den letzten Jahren schrieb Goido auch m der englischen Presse Amerikas. tzerichtssaal. Der Auterbrotvroreß. Der dritte Derhaudlungstag. Zu Beginn der gestrigen Berhandlnnn teilte der Vorsitzende den Beschluß über die beantragten Beweise mit. Sie wurden »um größten Teile abgewiesen. Die Ettwermchme des Sekretärs des Jndustriellenvevbandes, Dr. Margareta, hmifce beschlossen. Der Zeuge. Buchsachverständiger Eduard Braun, der als Buchhaliungskonsulent von der Firma von Fall zu Fall zugezagen wurde, gibt an, daß von ihm einfach die Beantwortung der Frage verlangt wurde, was das Brot koste., Er stellt in Abrede, daß vor Beginn der Kalkulation ein Brot preis genannt wurde. Zeuge sagt, es sei in einer ungeheuren Hetze gearbeitet worden, da die Kalüüation innerhalb weniger Tage sertiggestellt werden sollte. Die E^pensnoten der Advokaten von 800 Millionen für das Halbjahr betrachtet er als nicht übermäßig hoch. Die Prokuristin der AnkerbrotfabrÄ, Marianne Kästner,' gibt Aufschluß über das Zustandekommen der Kalkulation zu-r Zeit, als vom Bundeskanzleramt mit Erlaß die kollektive Preisfestsetzung untersagt worden war. — Bors.: Hat sich die Kalkulation auf die Grundlage von 8000 K. bezogen? — Zeugin: Der Preis war uns nicht Vorgelegen. — Bors.: Beim Untersuchungsrichter haben Sie über als Beschuldigte diese Frage ausdrücklich bei-oä#. — Zeugin (entschieden):- Das 4st ganz unmöglich. Ich habe lediglich erklärt, daß wir bei der Kalkulation diesem Resultat gekommen sind. — Bors.: Auf Grund welcher Berechnungen? — Zeugin: Halb aus de« Lagervorräten uud h«ckb «ach der Börsen- Notierung. Der Vorsitzende befragt nun die Zeugin über Decknamen, die in einem Bericht wiedecholt gebraucht wurden. Es ist davon die Rede, daß .Lang *" und andere Unternehmungen den glichen Preis Ulten. .Lang l", erklärt die Zeugin, sind die Hammerbrotwerke. ,Mi", die Bezeichnung für die Muhle Milatschek. Es wird auch nicht vom Preis gesprochen, sondern vom .Bau". Der Vorsitzende verliest Wetters einen. Bericht, in dem es he-itzt, daß beim „Neuen Wiener T'agblatt" und der „Neuen Freien Presse" Vorgesprächen worden Zer. damit heftige Angriffe, die gegen die Erhöhung der Brotpveffe gerichtet wurden, unterbleiben. Die Vorsprache blieb erfolglos. In dem Bericht wird von einem „Neuen Herov,, und einem „Kleinen Herold" gesprochen. Gemeint ist mit dem elfteren das „Neue Wiener Tagblati". Es folgte nun die Vernehmung des Professors „T". Es ist der Professor an der Hochschule für Welthandel, Julius Ziegler, den der Leiter der Ankepbrotfabrik zur Ueberprüsung ihrer Kalkulation bestellte. — Vors.: In der Untersuchung sagten Sie aus, daß der Breis von 8000 K. zu begrüniden war. — Zeuge: Ja, aber unabhängig von jedem Preis. — Vors.: Welche Entlohnung haben Sie erhalten? — Zeuge: Für die Kalkulation drei Millionen. — Vors.: Und für die Enquete? — Zeuge: Für beide zusammen. Der nächste Zeuge ist der technische Direktor der Ankerbrotsadrök. Ludwig Frgdor. — Vors.: Ist Ihnen bekannt, daß bei der Hausdurchsuchung, die bei dem Angeklagten stattgsfunden hat, dessen Schreibtisch erbrochen vorgtzfunden wurde und daß daraus Schriftemnaterial gefchtt hat? — Zeuge: Es war am Tage nach der Verhaftung Frieds. Wir brauchten dringen- Schriftstücke, dre in seinem Schreibtisch lagen, deren Erledigung unau-ffchiebbar gewesen ist. Daher -wurde der Schreibtisch geöffnet. Auf di« Frage des Verteidigers, wie es mit dem Gewicht des Bäckerbrotes bestellt sei, sagt der Zeuge: Ich kann nur konstatieren, daß das Bäckerbrot untergewichtig' ist. Der Vorsitzende lhemerkt, daß zu Beginn des Strafverfahrens ein Probewiegen von Ankerbrot erfolgte und hiebei 11 Prozent untergewichtig erklärt wurden. Dann wurde die Verhandlung unterbrochen. Zeuge Dr. Schwarz, kommerzieller Angestellter der Ankevbrotwerke, meint, daß ein mehrfacher Gewinn bei mehrfachen Betrieben zulässig fei. Der Zeuge WiHelm Löwh war schon lange vor dem Krieg als GetreideeinLäufer in Geschäftsverbindung mit der Ankerbrotfabrtt. — Bors.: Eine Angestellte der Ankevbrotfabrik M sich an Sie ~ *•-* — *-i- *~Jt Ausmählungspr — Zeuge: Ja. utfb ich habe ihr, nachdem ich Fachleute, darunter auch den Direktor Kraus von den Hammerbrotwerken, tte. zur Antwort gegeben, daß 68 bis 64 Prozent da ......set werden. Bert-ewiger Dr. Mravlagr Wie groß ist die Normalvrodision eines Korneirttäujers? — Zeuge: Der Mchlagent er- W 1,5 Prozent, der Getreidevermittür nach Borsenusance von beiden Teilen zusammen 1 Prozent. , . . „ Dr. G r u b e r: Als Sie mt Juni den ersten Vrnkauf für die Aukerbrotfabric besorgten — stand die ungarische Korne wie Cs schützt KLEIDE®.PELZE TEPPICHE ETC* UNBEDINGT SICH EP f BESTER ME TAU PUTZ l Q6R GLANZ HÄLT AM LÄN6STEN J ÜBERALL ERMXuTLICH fabriksniederlage: WERBER & C? IX GE0R6 SIGLGASSE 9.TEL.1816S. La Allerfemsfe Gacoaihf editeJlaiuribiiffÄB hoch? — Zeuge: 88. — Dr. Gr über: Und die Ankerbrotfabvik hat sie durchschnittlich mit 92,5 eingestellt gchabt. Dadurch ist die Sache elben teurer geworden. In der Nachmittagsverhcmdlung wurde als erster Zeuge der Verwaltungsvat und Rechtskonsulent der Ankepbrottoerke, Doktor Siegfried Tür kl, vernommen. Er berichtete über den Abschluß eines Vertrages über Getreidelieferung mit der Firma Löwy. Der Vorsitzende hält ihm vor, daß in einer Information davon die Rede fei, daß die Gründung der Firma Löwy lediglich den Zweck einer Gewinn Verschiebung hebe. Die von ihr beim Gotreidegeschäft erzielten Gewinne sollten wieder in die Ankerbrotfäbrik zurückfließen. Zeuge erwidert, er habe diese Information nicht gegeben und fei dafür auch nicht verantwortlich. — Verteidiger Dr. Mrav lag: Was war die Arbeitszeit des Direktors Fried? — Zeuge: Er hat vom frühen Morgen ohne Pause bis 10 oder 11 Uhr nachts, manchmal auch bis halb 2 Uhr früh gearbeitet, ohne sich einen Urlaub zu gönnen. Zeuge gibt zu, daß die Anwaltspesen der Firma jährlich 1-2 Milliarde« ausmachen. Nun verliest der Vorsitzende einige vertrauliche Polizeiberichte, «die auf Grund von Angaben ehemaliger Angestellter der Firma Mendel versaßt wurden. In ihnen heißt es, daß die Firma Löwy nur ein S t r o hmann -der Ankevbrotwerke war. Ueber Befragen eines Verteidigers sagt-noch der-vorher einvernommene Inhaber der Firma Löwh aus, daß er der Ankerbrotfäbrik laut Originalfcckturen -nur den Originalpreis plus 1,5 Prozent Provisionszuschlag verrechnet habe. Der Zeuge Dr. Stephan Kuttner hat vom sichre 1921 bis 1983 zur Unterstützung des Generaldirektors Fried in den Ankevbrotwerken Dienst gemacht. Er gibt an, daß die Firma flüssiges Geld in der Höhe von 6 bis 8 Milliarden als Taggeld an Banken zu einem Zinsfuß von 0,26 'bis 2 Prozent -wöchentlich verliehen habe. Die Zinsen wurden nicht gebucht, sondern wurden als -Reservefonds sür Kleieverluste in einer separaten Kaffe hinterlegt. Ueber Befragen des Vorsitzenden gibt der AngÄtagt-e Fried Aufklärung über den Zweck dieser Kaffe. Die Zinsen wurden dort bereitgelegt, damit sie nach zwei bis drei Tagen wieder als Taggevder zlnsenbringend angelegt werden konnten. — Bors.: Kommen diese Zinsen in der Bilanz des Jahres 1933 vor? — Angekl.: Selbstverständlich, bis auf i>en letzten Heller. — Bors.: Auf die Sache werden wir noch zu sprechen kommen. Die Verhandlung wurde hierauf unterbrochen. Sie wird heute fortgesetzt. __ Ennsfellner macht alles. Gestern fand vor einem Schöffensenat unter dem Vorsitz des Hofrates Dr. Hotter eine Verhandlung gegen den Wiener Gemeindebeamten Ludwig Ennsfellner statt. Die Anklage erfolgte wegen Mißbrauches der Amtsgewalt, ferner wegen Betruges und Veruntreuung. Ennsfellner -war längere Zeit Wohnung skommissär in der Leopoldstadt und hatte in dieser Eigenschaft unumschränkten Wirkungskreis. Als es hieß, daß er sich Unregel Mäßigkeiten zuschulden kommen lasse, wurde er zum Magistra tischen Bezirksamt für den 3. Bezirk versetzt. In dieser Stellung verschaffte er einer Reihe von Personen, vornehmlich Ausländern» gegen gute Bezahlung durch Menmanipulationen Heimatscheine ohne das «gesetzliche Verfahren, und auch in Fällen, wo die Voraussetzungen für die Verleihung des Heimatsrechtes nicht Vorgelegen sind. Ueberdies hat EnnSfellner, der in den meisten Fällen geständig ist, sich mit WohnunHSvermitttungen abgegeben, da er noch von feiner Dienstzelt alS Wohnungskonmuffär her über gute Beziehungen verfügte. So hat er elner Partei unter Vorspiegelung, ihr eine Wohnung zu verschaffen, fast 100 Millionen entlockt. Nach durchgoführtem Beweisverfahren wurde der Angeklagte zu 18 Monaten schweren Kerkers verurteilt. Der Prozeß gegen den Mörder Rothstock. Die Verhandlung gegen Otto R o t h st o ck, der teu Schriftsteller Hugo Bettauer ermordet hat, findet, wie die iHristlichsoziale Nachrichtenzentrale erfahrt, voraussichtlich - im Juni vor dem Schwurgericht statt. Die Anklage vertritt der Pveffestaatsan* Walt Dr. Schwarz. Die Verteidigung Rothstocks führt Dosst > ror Walter Riehl. Bolksviü. Polnische Wlrtschaftrwoche. (Von unserem polniischen M.-S.-Korrespondenien.) Die Regierung kann der Teuerung nicht Herr iverdeir, unö so verzeichnen Ge t r e >i d e P r e i s e während der jetzigen Baiffe aus dem Weltmarkt eine stabil steigende Tendenz, was nur der Spekulation guzuschreiben ist. Im Handel verzeichnet man letztens eine kleine Besserung, da svivohl in der Textilwie auch Montanindustrie Großhändler Käufe vornehnren. Auch die russische Handelsinission nimntt größere Ankäufe bei der Textilindustrie vor, und man erwartet allgemein, daß die Zeit gekommen ist, wo die Dextilmdustrie ihren früheren größtes Absatzmarkt — Rußland — wieüergewinnen wird. Die ameri«, kanische Firma Ulen n. Co. hat ihre Investitionstätigkeit in den polnischen Städten Lublin, Radom, Czenftvchau und Protr^ kow bereits ausgenommen. Dagegen mußte die Zündholzfabrik in Czenstochan infolge Wsatzschwieriglkeiten chren Betrieb einstellen. In Obevschlesicn bereitet sich neuerlich ein erbitterter Lohwkampf vor, da die Arbeiter der: Kollektivvertvag pw 1. Mai gekündigt haben und die Industriellen von einer Lohnerhöhung nichts wissen wollen. Auf den Börsen konnte sich «die schwache Tendenz behaupten und die Notierungen weisen weitere Abschwächungen. auf. Trotzdem tvar die Nachfrage zu niedrigen Kuosen ziemlich rege, das Warenanbot überstieg jedoch diüseWe bedenierrd. Lediglich Tepege-Mtien konnten sich auf 1,25 Zloty erholen. Die restlichen Wiener Arbitragowerte weisen folgende Notierungen auf: ZieleniewÄki 11,25, Galizische Montan 3,70, Chodorow 4,10, Rakszawa 1,80, Lemberger Bräu 8,25, Warschauer Tiskontobank 7,25, MalopolskDank 0,28, HypoGovenbanik 0^8 Zloty. Heworzuheben wäre noch, daß das Handelsministerium vor der Aenderung seiner Zollpolitik stcht und diesbezügliche Aenderunigen des Zolltarifs vorbereitet. Die Aenderung wird dahin gehen, -daß Erzeugnisse, die in Polen nicht fabriziert werden, weitgehende Zoller Mäßigungen^ genießen sollen. Außerdem befindet sich ein Wivtschaftsrat in Gründung, der aus über hundert Mitgliedern aller Wirtschaftszweige und Institutionen gebildet sein wird und die Leitung der nationalen Wirtschaft Mernehmen soll. Der Erfolg der neuen Gründung wird von deren Wirkungskreis und den Befugnissen abhängig sein. Am 31. Mar läuft der letzte Termin zum Austausch dep Mavkbanknoten ab. Nach dem letzten Ausweis der ehemaligeni Landesdarlehenskaffe sind noch über 3 Billionen Mark nicht zum Umtausch vovgelegt worden. Dieser Betrag repräsentiert den Wert von 1,700.000 Zloty.-Nach dem obigen Dermin verlieren die Mark vollkommen ihre Gültigkeit, Das Maffenanbot in Krupp-AktleN. Seit einigen Tage« werden ununterbrochen große Pakete Kvupp-Mtien dev Wiener Börse zur Verfügung gestellt. Täglich werden ans diese Weise mehrere tausend Krupp-Aktien verkauft. So wurden in den letzten Tagen je 2000 Aktien angeboten. Seit einer Woche wird die Zcchl der angebotenen Mengen auf wett «über 20.000 geschätzt. Ms Geber tritt immer nur ein einziges Bankhaus auf, dem Bezichungen zu einem Geld-, inftitut nachgesagt werden. Es verlautet, daß diese Verkaufe aus Rechnung eines im letzten Jchre oft genannten Grotzfpekülanteu durchgesiührt werden, welcher wieder einen Teil seiner verpfändeten Effekten zwecks SchUlden-rüchahlung ab-« zustoßen gezwungen war. Eine andere Version wieder besagt, daß unter anderem auch ein kleineres Bonchaus solche Verkäufe getätigt habe, um liquider zu sein. Die Kontevmim habe diese Situation ausgenützt, um chrevsetts Wgaben vorzunchmem Gestern haben diese Verkäufe Plötzlich aufgchört. Jnfolgedeffen haben sich auch die Krupp-Aktien um zirka 4000 K. erholt. Die Handelsvertragsverharwlungen zwischen Oesterreich und Ungarn. Aus Budapest, 22. d., meldet Tel.-Komp.: Der österreichische Gesandte in Budapest, Calice, hat gestern der ungarischen Regierung eine österreichische Note über-! reicht, die die -österreichischen zollpolitischen Wünsche formiert. Die Ankunft der österreichischen Delegation für die Haudelsvertra«gsvechandlnngen in Ungarn wird «für Donnerstag erwartet. Versendung mehrerer Pakete mit einer Postbeglettadreff« im AuslandSverkehr. Die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie gibt bekannt, daß von nun an auch im Verkehr nach der Schweiz je zwei oder drei Postpakete (Postfrachtstück-e) mit einer Postbegleitadreffe versendet werden können. Die Vorgänge in der Wiener Kaufmannsbank. Bekanni-, lich hat eine Opposition unter Führung des GremialrateS Oppettheimer heftige Vorwürfe gegen die frühere Leitung der Wiener Kanfmannsbank erhoben. Namentlich wurden dom Porzellanhändl-er Raster Vorwürfe gemacht, daß er -durch seine Verbindung mtt Braun-Stammfest und der Welser Porzellanfabrik der Bank «bedeutend« Schaden zuges-ügt halbe. Nun sollen in einer Gen-eralversammlnng der Kanfmannsbank diese Vorgänge besprochen werden. Zn dieisem Zwecke ist für den 7. Mai eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, in welcher die Datigjkoit der. früheren Verwaltung der Bank einher tzeuauen Erörterung «unterzogen werden soll. Kapitalsvermehrung der Wiener Porzellaufabrik-A.-G, Augarten. Diese vor kurzem gegründete PorzellanfabrA-Ä.-G^ welche zur Erneuerung und Fortsetzung der vormaligen staat>< Lichen Porzellanmwwusaktur Wien ins Leben gerufen wurda^ Dins jüdische Haus I as jüdische Blatt '-f t

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