Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-04-22 · Heft 2216 (22.4.1925) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2216 (22.4.1925)
Date
1925-04-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981301--22566-3009992
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 5016 95Hen, Mittwoch Wiener Mornenzettuns. 22. April 1925 Soita & Die zweite Forderung bezieht sich auf die Person Jesus, iber die da- Christentum eine verworrene, unrichtige?luffaffung habe. Jesus werde in der deutschen Kirche zugunsten des Apostels Paulus verdrängt. In den vielen Hunderten von Predigten, die er gehört habe, sei immer nur von Paulus mit einem Enthusiasmus gesprochen worden, als wenn er ein deutscher Nationalheiliger oder ein deutscher Nationalheld wäre. Die Prediger hätten überdies in die Worte Paulus' willkürlich einen Sinn hineininterpretiert, als wenn ste dabet gewesen wären. Besser und nützlicher wäre cs, anstatt dessen Jesus in den Vordergrund zu stellen. Ueber die Person des Jesus sei eine große Disknssion im Gange. Für Wilhelm ist di« Frage bereitentschieden: Jesus war niemals semitischer Jude, sondern arischer Abstammung. Beweis- Die Inden nennen Jesus niemals den „Bethlehemer", sondern den Galiläer oder „den aus Nazareth". Da nun semitische Juden in Galiläa nicht wohnen durften (woher weiß das Wilhelm so genau? Die Red.), so folgt für Wilhelm daraus der bündige Schluß, daß Jesus kein semitischer Jude war. Hofprediger Dryander habe erklärt, daß die Religion im Kriege bankrott geworden sei. Wilhelm pflichtet seinem Hofprediger bei und erklärt diesen Bankrott damit, daß das Christentum hinter dem Fortschritt der Religion in katastro. phaler Weise zurückgeblieben sei. Die Anhänger der Kirche studieren und forsche»:, setzen die Erzählungen der Bibel in rreues Licht, die Kirche nehme von diesem Ergebnis keine Notiz, ste lobe weiter im jüdischen Dunstkreis der Bibel, die Kirche ist — jüdisch geblieben. Das neue Deutschland braucht neue, frische religiöse Nahrung. Hierzu ist die Reform der Bibel notwendig. Das Christentum befasse sich in Religionsunterricht zuviel mit den Ereignissen der jüdischen Geschichte, biete dem Kinde eine eingehende Einführung in die jüdische Denkweise, die jedoch mit der heutigen Religiosität keinerlei Berührungspunkte mehr habe. Der v ö l k i s ch -christliche Religionsunterricht müßte vom Weihnachtsfest auSgehen. Wenn schon Bibel unterrichtet werden soll, so muß sie stark gekürzt, „kastigiert", in die Hand des Kindes gegeben werden. . „Bor allem jedoch müsse mit dem Glauben gebrochen werden — sagt Wilhelm —, daß der Gott der Juden auch unser Gott sei." Luther habe einen großen Fehler damit begangery daß er Jahwe überall mit „Herr" übersetzt habe. „Unser Gottesglanbe — lalltet der Schlachtrrlf des Schlachtenverlierers Wilhelm — ist nicht unser von Judentum stammendes Erbe, sondern die aus den heidnischen Quellen stammende Erkenntnis. Der Gedanke der Offenbarung ist ein wahrer Gedanke, aber die wahre, für das Christentum gültige Offenbarung ist jedoch nicht im Alten Testament, nicht am Sinai, bei Moses oder beit Propheten, sondern bei — ,3 « t a* thustra zu suchen. Zarathustra und seine Lehre sind für das Christentum viel wichtiger als Moses." Auf Grund , dieser Erkenntnis verlangt . Wilhelm eine neue Bibel, die, nach Eliminierung des Alten Testamentes, mit dem Leben Jesu beginnt. Daß der Prophet Wilhclnr zum Schluß behauptet, daß die Unduldsamkeit eiit vom Judentum übern 0 min e n e s E r b st ü ck sei, und sich aus der jüdischen Bibel ergebe, ist nach der Tendenz seines Rcformplancs selbstverständlich, aber ebenso wahr und folgerichtig, wie seine Phantastische Vision in der Doorner Klause, die übrigens vor ihm schon der Leipziger Hammer-Fritsch gehabt'hat. Wien, 22. April. * Das Wetter. Gestern war -das Wetter wechselnd. «S -regnete stellenweise. Die Temperatur ist stark zurückgegaugen. Die Wetterlage ist weiterhin labil. Die BorauHsa-ge 'meldet: Unsicheres Meter. * Die Lebensmittelmarkte. Irr der Gvoßimarkt-hall«, wo die Fleischiinporte günstiger sind als in der Vorwoche, war auch gestern der Berkchr!soav-M im Großwie auch inn Kleinhandel ganz urrbedoutend. Die Preislage v'leilbt vorläufla stationär. Hingegen war der Verkehr ans deur 91 as chinarkte, der in allen Goinüscsorten verschiedenen: Pr-ovoinen.; eine reichliche Auswahlbot, leWster. Spinat und' Kartoffeln ha'ben sich mäßvg verbilligt, hmgvgen hat ita-lionischer Salat famim nennenswert im Preise augezogeu. Mit Kraut, Kartoffeln und Zwiebeln war der Mavkt über Bedarf verseheir. Butter und Eier 'langten in ausreichenden Mengen ein. Für Luxusartikel, wie Wild und Geflügel, war die Kauflust eine beschränkte. * Karl Blumes Leichenbegängnis. Unter überaus zahlreicher Beteiligung fand gestern am Zentralfriedhof die Bestattung Karl Blumes statt. Herr Rabbiner Dr. Dawid Feucht-Wana tvürdigte die hervorragenden menschlichen Eigenschaften, die jüdische Treue, die aufopfernde Arbeit des Vev'blichenen als Zivilist und insibesondere als Sachwalter der jüdischen Handlungsgehilfen und Beamten in ergreifender Rede. Namens des Zionistischen ÄandeAoinitees für Oesterreich widmete der Präsident. Herr Dr. Jakoltz Ehrlich. uainells der von Karl Blume begründeten „Woja" Herr Rabbiner Dr. R 0 f e n m a n n. namens des Jstdischen Arbeitsnachweises, dem Karl Blume als BorstaiddsiuitgliÄ angchörte. Herr Leopold S i tz m a >i n, namens des Vereins Indische Vckl-ksvüchen Herr Josef B r e n n er nnd namens der engeren Freunde des Verstorbenen Herr Dävid Strauß dom ausgezeichneten Manu Worte der Erinnevltng. des Dankes und des Abschieds. An der Leichenfeier beteiligten sich unter anderen: die Präsidentin der Zionistischen Frauenorganifation Frau Erna Patak, Generalsekretär des Zionistischen Lanideskontite-es Herr Dr. 9k. M Gelber und als Vertreter deS Keren Hajeisfod Herr Dr. Otto Abele S; ferner starke Deputationeil der Verein-igungen. um der«,, Gedeihen sich der plötzlich Dahingeschiedene so große Verdienste crwoEen hat. * Selbstmord einer Japanerin in Badeit. In Baden hat sich Montag im Herzogshof eine Japanerin durch Stur« vom dritten Stockwerk getötet. Sie bst mit der 39jährigen Klaviervirtu-osi-n Ku-No identisch. Sie weilte bereits zwei Jahr« in Europa, war ein Jahr lang in Berlin und ein halbes Jahr in Wien ansässig. Man vermutet als Ursache des Selbstmordes eine Geisteskrankheit. * Schwerer Autounfall in der Schottengasse. Gestern nachmittags wurde in der Schvttenaass« ein nngeWr acht Jahre altes Kind von einem Autotaxi, das der Chauffeur Franz Wo l ln er lenkte, überfahren -und leibensgMMich verletzt. Mitteilungen aus dem Publikum. «i««*rw heben! |#%B| Bureau: Orig, frint. Ziianitugiiltr J W B »w, «111. imwim 11/2 Im VERLAG Dr. Josef FLESCH, PRAG, Soukenieka 5 eraehefntdeiwnlehat: EINE WERDENDE WELT REISEEINDRÜCKE AUS PALÄSTINA HUEO HIRRHANN Ein atattliohes Buch von ca. 180 Selten, gut In Halb' leinen gebunden, mit aeohöfarblgar Karte von Palästina Subakriptionapreia bla 15, Mai K taoh. 22.— Ab 15. Mal erhöht, aioh der Preis auf K taoh. 28.- Beetellungen .. . durch jede Buchhandlung oder direkt beim Verlag * Ein Familiendrama auf dem Alsergrund. Im Hauche Bleichergasse 11 wurde die Frau de». Tlschlergehüfen P okorny samt ihrem etif Monate alten Kurde mt tot mit Leuchtgas erfüllten Küche bewußtlos, ausgeifunden. Da-s Kind war bereits t-ot. Der Zustand der, Frau ist ernst. In einem Abschiedsbriof teilt -dl« Frau ihrem Mtanne nut dam ste m vesche-ibenen Verhältnissen, aber in gutem Elübernshmen lebte, die Selbst-m-ovdabsicht mü. österreichische Loge B'nai B'rith beschloß, von der Pme-nme Land Developoment Compagnie eine große Bauparzelle Mi dem Berge Karmel in Haifa m ertverben. um dort ein 'bedeutendes Bildntigsinstitut nach dem Muster der Wiener Urania Hu errichten. Die Josef-Fels-Stiftung in Rew-Aork. Slm 14. d. imia-ae -in die J-os-ass-Stiftung, omÄrch ^rngeindische Welt über das lv-aiyre ’-itfqctt oes fiareit, eine populäre Geschichte der Judenheit heranszugooc n sotvie auch die jüdische AnsiMlr-ng. in Palästina aus irnPartciiischor Gvuudlage zu unterstützen. Präjidetrtm der Stchbuug ist die Witwe des Berstovbenen, Frau Mary Fels. BiMvasident ist Mr. Ällex Avenstchn, , Schatzmeister Mr. Mmr vicc Fe>ls. * Ein Altersheim in Baden. Der Verein „Altersheim" beabsichtigt eine neue Aktion für seine Schütz-linge und ruft di« gesamte Bevölkerung zur Mi-chilfe auf. Es soll am lveueS Heim für Greise und Greisinnen in Bad e n ber Wien errichtet wenden, das aber mit einsnr nicht zu Unrecht verpönten „Greisenasyl" nichts gemci,l haben wird. Es soll dazu dlerwn, alten Leuten den Lebensabend zu verschönern, sollen stch wie daheilM fühlen und zusamuren eine große Famme vAomi. Die Verpffegsgebühren werden tagsrch ungsfAw v i c rSch i l l i n g betrugen, also so viel, wie in den MrttÄstandsheimen. Dem Verein und insbesondere der unerrmwnchen Frau Dr. Henriette Weiß und Herrn Kammrerrät Leopold Beck ist es gelungen, in Baden <m dem FrEenSr-mg ein prachtvolles Hans mit hundert voWändig erngerichteten Mmmern um den Betrag von 2,5 Milliarden Kronen.au erwerben. 'Um das Gc-ld aufzubrittgen, wird am 7. D-a'l -im Grasten Kouzerthaussaallc unter der uneigennützigen Leitung des Dtrerwrs Benno L i e ciue Veran.sta-llung stattfinden, an der bekanmo Wiener Küustler mrentgeltlich uistwirken werden. DaS Mnen- Prote-ktovat dieser Vevanstaltung hat Bundespräsident Dokvor Harnisch übernommen.- * Fünszigsemeftriger Bestand der Verbinduua Hedronia m Czernowitz. 9m-läßllch ihres ifün-fzigsemestrigerl Best-cmdes veranstaltete die Czernowitz er libo vsch-nai ionalo akademische Verbindung H o b r o n i a am 31. Marz, emen m- -teru«n Fcstikommers. A. H. Dr. L a z a r o w i c. der dre Festrede hielt, schilderte den Werdegang, der Verbindung, ihre Tätigkeit auf denl Gebiete der zionistischen Bsiommig' welche gerade in diesen Tagen das höchste Zröl der srouMrsweir Alkadennker erreicht habe, nämlich die Eröffnung der hebrarschen Universität in Jernsaloni. 9rachdom der Redner dr« hervowaaen.de Tätigkeit der Verbindung in der Toyirboehalle und die s-omviaen Verdienste um die iüdifch-kuitturellen Jiistitut«heÄ>ortz^^en hatte, forderte er in begeisternden Worten die Studenwns^rst zur Vollendung der ziolnstischen Ideale arvf. In lierylichen Begrüßungsansprachen wurde die Hübronia von den. Vertretern der akadomifchen Vevbindimgen und Verein« boglückioü'nlscht. Es sprachen Herr Sch e rm e r über die Hasnionea, Herr Abramov i cz für die Zoschirah, Herr Ga-rtenberg für dre Enmnah und Herr Schächter für die Heatid. Am nächsten Tage fuhren sämtliche Mitglieder der Berbiudlina sowie di« Vertreter der befreundeten akadeinifchen Verbindungen §um Friedhof. Das Jubiläum war ein Anlaß, derjenigen Milg!lieder zu gedenken, die zu früh dähstigegangeu sind. Es ivnvden Kränze niodergelegt an den Gräbern: Ing. M i s a l e s, Ing. Fraenkel, stud. techu. Singer, stud. mvd. Seidner. Dieser Feier folgte eine imposante Auffahrt durch die Herren-- gasse. Am folben Tage wurde ein Festkonveut unter Bovsitz des Scuiovs aibgehalten, -in -dam der Beschluß gysaßt wurden für dl« hebräische Univer-sitat in Jerusalem den Beivag von 50.000 Lei ausßubvingen. * Ausstelluna der Anatomischen Gesellschaft h» Wien. In ... Montessori-ÄLechode, ofrgt Pvof. Dr. E. Fr onz: lieber die AnfüktionÄkrcvnlheiten; rnvr eine Uuterhaliungsbei-lage für Kinder: ,/Die Kinderübe". Das Blatt ist für 80 Groschen in allen Tväfiken und bei len Kolborteurett zu haben. Abonnomenis bei -der Adininiration, Wien, 9. Bez., UnivevsitätSstvaße 6—8. * «Der Jüdische Student." Das zweite .Heft ist als Festimiiwr anläßlich der Eröffnung der hobräifchen Universität schienen. Ans dem Inhalt sei erwähnt: Di« hchräische Uni- -rsttät und wir. Hofrat Professor Dr. Frankfurter: ur Eröffnung der hebräischen Umversttät. Eugen Höflich; in« Parallele. Dr. N. M. Gelber: Di« Frage eines histo» scheu Forschungsinstituts an der hebräischen Universität, r. K r l st i a n p o l 11 r: Di« Hochschulen PaMin-as in taludischer Zeit; Die hebräische Sprache. im österreichrschen eckt. Aus der Judäa: Das Doktorat der WirtschaftAvissenlafteu: Di« Fürsorge des Verbandes; Briefe aus dem Ausnde; Nachrichten des Weltverbandes jüdischer Studenten, u. Die Zeitschrift ist zu -beziehen durch den Jüdischen Hochfchul" isschuß, Wien. 9. Bez., Zimm-ermannplatz 8. Preis des )ft«s 50 Graichen. * Die Zahl der Juden in Danzig. 9-ach den statfftifchett VeröffenMchnngeu des Danziger Senats leben «MNwSrtt« im Freistaat Dansta 7282 jüdische See-len. Von^en M 2600 Danziger Staatsangckwrigc und 4728 Ausländer, «refft zugereiste lAtjuden. Postdebitentziehung in Polen. Die polnifche mm» rang hat der Londoner jMschon Ta.gesMung „Dve Zevt, dem New-Yovk-er „Jiddischen To-gblatt", der Mtnng ^tzaa««" in Tcl-Awiw und dev Kifchmcwer Zertu-ng ^Der Jtuv" den Postdebit entzogen. >- Eine illustrierte Zeitung in hebräischer Sprache. In Jerusalem ist sosben die erste lltn-mmor einer habraffchen illustrierten Zweiwachenschvift „HamiSvach" evschietten, die ein< Reihe von Aufsätzen und zahlreiche Bilder enthAt. * Zwölfte österreichische Klassenlottcrie. Bei der am 20. d. abgehaltenen Ziehung des dritten Tages der fünften Klasse gewannen: 60.000 da» Los 9!r 64.467 r 8000 S. da» Los Nr. 68.709; 3000 S. das Los Nr. 98.V44; 800 S. das Lo» Nr. 74.966; je 700 S. die Lose Nr. 33.01b »nd 74948; se 600 S. die Lose Nr. 46.281, 48.434, 86.182, 89.816 und 92071; je 500 S. die Lose Nr. 19.418, 36.467 und 92.678; ie 400 S. die Lose Nr. 2709. 9182, 17.697, 46.919. 90.071, 91889 und 92 919; je 300 S. die Lose Nr. 1132, 8697, 9839, 12 087 24.467, 26116, 29.204, 30.629, 37.878, 43.182, 44.747, 47986; 51.418, 56.231,.58.389, 64.849. 67.113, 69.844, 70.829, 73.467, 76.522, 80.849 und 98.421; außerdem wurden 9968 So- Winne zwischen 200' S. und 80 S. auSgelost. Rirdioprogramm. Mittwoch den 22. April. 9 Uhr: Marktbericht. — 1 Uhr 5 Mitt.i Uraniazeit. - 1 Uhr 80 Min.: Wetterbericht. - V-4 Uhr: Wiener Börse. — 4 Uhr: Nachrichtendienst. — 4 bis 6 Uhr: Nachnüttagskonzert. — Va7 Uhr r AuS der Werkstatt de» Ersinders. I. DaS Wesen des Erfinders, Vortrag von Hoftat Ing. Josef Löwy, Mitglied des Patentamtes. — */48 bis V*® Uhr i Englischer Sprachkurs. — '/-S Uhrr Konzertakademie. Begleitung der Solovorträge: Erich Meller. 1. GesangSvorträg« bes Kammersängers Matkl-- Vonchielli r Arie aus „Giocanda", 3)}affcuct t Arie guS ..Manon^ (Flieh', der „Posttllon von Lonjumeau" (erste 2. Klaviervorträge Frl. Hilde Kalser Ves-Dur, Chopin r Mazurka tt-Moll, 3. GesangSvortrage Siicolai r Arie au« o flieh'), Adam r Lied und dritte Strophe); : Chopin r Noeturmi , Reger r Humoreske! der Staatsoyernsängerin Marie Gerhart r Lustige Weiber", Verdi r Pagenarie aul „Maskenball", Joh. Strauß r G'fchichten aus dem Wienerwald: 4. Violinvorträge r Grete Löw-Smetana r F. Kreisler: Liebesleid. Beethoven r Rondino, Hubay r Hefte Katt; 5. Johanne? Brahms: Trio für Klavier, Violine und Waldhom OvuS 40 Ee-Dur. Slusfiihrende-r Fritz Sedlak, Prof. K. Stiegler, Frar Berelne. Bortröge «nd Berfammlungen. MaimonideS-Jnstitut, 3. Dez., Hetzgaffe 40. Heute, V»7 Uhr abends, Eröffnung des SommerfemesterS. Am sprachen von Rechtsanwalt Dr. Bert. Herzig und Hoftat Doktor Emil Rieienfeld. Vortrag des Leiters Herrn Rabbiner Dr. A Kamtnka r »Der Kampf oer orthodoxen Gelehrte» in Südftanlreich und Spanien im 13. Jahrhundert gegen die philosophische« Schriften MoseS MaimonideS". — Zionistische I ugendgrupveLeopoldstadt. Heute, */«8 Uhr abends, 2. Bez.,. Zirkusgasse 33, Plenarversammlung mit Referat Lec Sendrowitsch' über GegenwärtSaufgaheu der jüdischen Jugend. SamStag den 2.. Mai,.präzise 7. Uhr, zweite ordentliche GeneralversammlMg. Anträge viS längstens 2V. d. — Jugendgruppe derZlon-iftischeSektiokZwische«- brücken. 20. Bez., Allerheiligenplatz 3, Cafä Park. Heute, 8 Uhr. Referat Selig Adler Über Heine und das heutige Judentum. Anschließend DiSkuffion.- Erscheinen der Mitglieder Pflicht Gäste willkommen. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute, präzise */,9 Uhr abends im Cafe Lovrana, 3. Bez., LSwengafle 96. Souterrain, Vortrag des Herr« Dr. Hugo Knöpfmacher über Saul Tfchernichowsky (anläßlich des 60. Geburtstages des hebräischen Dichters). Rezitation aus deffe« Dichtungen in deutscher Uebersetzung r Frau Hedi Stern-Knöpsmacher. Gäste willkommen. — Zionistische Organisation, BezirkSsektionBrigitteuau. Heute, '/.8 Uhr abends, im Cafö Halpern, 20. Bez., Gaußplatz 11 ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung r 1. Rechenschafts, bettcht, 2. Neuwahlen. 3. Eventueller. Die Mitglieder werde« ersncht, bestimmt zu erscheinen. IRn und Kunst. Sespriich mtt eknem palSstineustschen Muftker. . . Bon Ben Ami. Abeltds, zehn Uhr, Herzl-Street. Ich gehe mit einem schlanken, jungen Mann spazieren. Es ist Josef Millet, der Komponist. Wir sind schon einige hundertmal in der Jehuda- Halevy-Gaffe aus- und abgegangen, und jetzt setzen wir unseren Spaziergang vor dem Herzl-Gymnasium «nd gegen das Stadttor fort. ,Lchre Schüler schlafen schon", sage ich und blicke dabei auf die verdunkelten Fenster der Billen. „Hier gibt es kein romantisches Wachen wie in Europa", antwortet Millet, indem er mit einer Bewegung gegen das Meer etwas von sich zu weifen scheint. „Wo denken Sie hin! .. . Moll? . .. Nicht eine Stimme! Diese nervösen, sentimentalen Launen haben sie am anderen Ufer gelassen. Nicht einmal das Kol Nidre, dieses schmerzensreiche Lied des Versöhnungstages, wird gesungen. Die Jugend behauptet, es entspricht nicht mehr ihren Gefühlen. Man empfindet helle Freude, wenn man sieht, wie diese neue Generation ausivächst. Die ist gesund!" „Und was wird denn gesungen?" „Dur! Diese harte, entschloffene Tonart. Auch die hiesigen Juden, die hiev geboren find, die Jemeniten, die Sephardon, wollen nichts von den Klageliedern ihrer östlichen Brüder wiflen. Sie sind ihnen ganz unbekannt, diese Weichen, krankhaften Melodien." „Und wenn ste aufmarschieren?" „Singen, ste die neuen Hymnen . .. Den „Wächter des JardenS" . . . Und levantische Lieder, welche lyrisch un" zugleich dramatisch sind." „Keine melancholischen?" -Nein ... Das Leiden ist in Galizien gebliebert." „Doch, die Reminiszenzen!,.. Es müssen ja Spuren haften." „Bei den Alte» vielleicht. Aber die Jungen! — Die Junge« kMtzonieren such Mn,.. Würden Sie AL.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.