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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-17 · Heft 2211 (17.4.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2211 (17.4.1925)
Date
1925-04-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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SK. AM Wiener Morstenzeitnntz. Wim. Frettag A*< »ii'»ii—■»II—m in — ■—,.■«.■■■■ »■■■ Minii — ■»•ii ■»■■■» - — ' sicht imsein Vertrauen genoß und als einziger intimer Bertvandter und Freund galt. Unwahr ist es, wenn die Legende mich als Sekretär angveist, da als solche zwei allenfalls sehr anständige Leute figuriert haben. Wahr ist, daß die amerikanische Behörde aus den geringsten Raub- oder Mordverdacht die härtesten Schritt« unternimmt, und «S werden oft Verdächtige jahrelang schonungslos in Untersuchungshaft gehalten. Unwahr ist eS. daß ivgerch eine BePrbe sich mit der TedeSaffäre des GroßraMners Isaak Fricdnrann frc* schäftigt hätte. Wahr ist es, daß am Bestaitungstage ein gwßeS Polizsiausgebot für die Aufrechterhaltung der Ordnung in der gwanzigtausendköpsigen Menge sorgte, welche der Bahre dis zum Friedhof durch die verkehrsreiche Delancy Street und der weltbekannten großen Manihattan*Bvi>dge fotzte. Unwahr ist aber, daß die New-Horker Polder sich übechanipt mit der aus Europa ausgcspuckten Legende beschäftigt hätte. _ Stricker vor den Seschworne». Di« »Wische FlechhÄt.« Wie wir erfahren, wird die Schwu-xgerichtsvevhandlung gegen den Qberbaurat Rodert Stricker und den verantwortlichen Redakteur der „Wiener Morgenzeitnug" Jakob Krausz am 7. Mar stattfinden. Gegenstand der Verhandlung bildet die von der Wiener Staatsanwaltschaft gegen die ibeideir erhobene AnAage wegen Herabwürdigung eines richterlichen Urteils. Dieses Verbrechen wurde begangen durch die Kritik an dam bekannten Urteil deS Bezir^richters Dr. Neudeck, der in einer Begründung den Ausdruck „jüdische Frechheit" als gerechtfertigt anerkannt hatte. In donr Prozeß, der unter dem Vorsitz deS Hofrates Dörr stattfindet, wird für die Angeklagten Gemeindevat Dr. Plaschkes als Verteidiger intervenieren. Todesopser eine» Hauserzeffer in Meidling. Zwischen der HauSbosorgevin des Hanfes SPitteLöreitengaffe 36 in Meidling, Leopoldine Rohatsch, ihrer Tochter Therese Peschka und ihrem Schwiegersohn, dom Kellner Franz Peschka, einerseits und den Hausparteien andererseits gab es wiederholt Streitigkeiten, die auch in Tätlichkeiten ausarteten. Mittwoch in den Abendstunden wurde nun die Rettuirgsgesellschcrft in das Haus berufen und fand dort den im .Hanse wohnhaften Lederzurichter Richard Wimmer mit einem Schuß in der Brust bewußtlos vor. Wie immer, war es auch vorgestern in den Abendstunden wieder zwischen Hausparteien und der Hausbesorgerin zum Streit gekommen. Auch Wimmer war mit verwickelt ivovden und versuchte von dar Straße aus durch ein Fenster in die Wohnung der Hausbesorgerin zu gelangen. Schließlich versuchte er, gemeinsam mit dom Hilfsarbeiter Gärtner, die Eingangstür der Hausbesorge-rwohnung einIudrücken. Die Dur gab nach und Wimmer wollte sich auf die Hausbesorgerileute stürzen. Der Kellner Peschka feuerte nun gegen ihn einen Schuß ab und Wimmer sank bewußtlos zu Boden. Er ist noch im Laufe der Nacht im Spital gestorben. Wimmer, der erst 28 Jahre alt war, hinterläßt sechs Kinder. Er war nach poltzeiärMchem Gutachten zur Lest der Tat angeheitert. Feuersbrunft in Ma. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Warschau, 16. April. Das Städtchen Rika im Kreise Lublin ist durch eine Feuersbvunst beinahe völlig vernichitet worden. Ettva 300 .Häuser, zum großen Teil Holzbauten, sind verbrannt. Auch die Synagoge wurde ein Raub der Flammen. Der Braiid ist darauf zuvückßuführen, daß om fünfjähriger Knabe mit einem Streichholz spielte. Nach den bisherigen .Berichten sind Menschenleben nicht zu beklagen. : ' W i. u, 17. Mirrl. "Das Wetter. Gestern gab es ausgiebigen Rögen. Die 'Voraussage lautet: Tviib, Regen, kühl, anwachsende westliche Wurde, regnerisches Wetter wahrscheinlich länger anhaltend. _ * Die Lobensmittelmärkte. Im Mittelpukt des Jntereiies standen gestern die Gemüsomärkte, die Tag für Tag günstigere Gärtneranlieserungen aufweisen. Da infolge des Regenwetters die Vegetation weiter Fortschritte machen dürfte, rst mit einer neuerlichen Preisherabsetzung aller Gonmsesorten zu rechnen. Die Importe ans den Nachfolgestaaten waren gleichfalls günstig. Da die Fleischpreise für viele Haushaltungen unerschwinglich sind, konzentriert sich die Hauvlnachfrage auf Gemüse. Frühkartoffel, Salat, Spinat und Kohlrüben werden viel gekauft. Die Großmarkthalle hatte auch gestern ganz unzulängliche Fleischdniporte anfznlveisen. Mittels Vah„ sind nur sieben Waggons eingelangt. Im Großhandel zeigten die Preise steigende Tendenz. * Professor Leon Ashers 60. Geburtstag. Der berühmte Physiologe Leon Ashcr, Professor an der Universität Bern, beging am ISd. seinen 60. Geburtstag. APber ist in Leipzig geboren und wirkt seit 1834 am physiologischen Institut zu Bern, wo er 1914 als Nachfolger Kroneckers zmn Direktor deS ltchysiologischen Instituts «ernannt wurde. Seit 1906 gibt er zusammen mit K. Spiw die „Ergöbnisse der Physiologie" heraus- Einem Autounfall erlegen. Wie berichtet, ist der Kantor des Schmalzhoftenrpels. Herr Leon Heller, ain 3. d. in der Alscrstvaße von einem Automobil niedergestoßen worden. Er erlitt eine Gehiruerfchütteruna und wurde in die Unfallstation gebracht. Tort ist Herr Heller am 12. d. gestorben. Das LelchenibegnngniS findet heute um viertel 11 Uhr vormittags auf dem Zentralfriedhos (S. Tor) statt. * Freie Bahnarztstellr«. Bei den Oesterveichischen Bundesbahnen gelangen elf bahnärztliche Stellen in Mederösterreich. und «tvar m S-tammerSdorf, Stockerau. Hermannsdorf- ^iückersdorf, WolkerSdorf. Mifte-Vvach. Stratzhof, eventuell Deutsch-W^grmn oder Gailserndorf, Hohenau, Zistersdorf, Kr udovs,' Prehiba»» «d KuvreHtsyofsu Mi Vstetznng. Mitteilungen aus dem Publikum. Witdtrm mm»! Orli.fraiz. JOB Bureau: Win, Ml. Skoimm 18/2 mSEHT7A/ GANZ OUT/ UftOffTStB HrvirüEI .spricht der Wiener, nachdem er den bei uns eingeführten Autobus nach langem Zögern zum erstenmale benützt hat. 10Mt Näheres wird in der Aprilnummer der „Mitteilungen deS DoÜsgesundhoitsamtcs" und in der Fachzeitschrift der Landesorganisation der Aerzte Niederosterreichs enthalten sei«. BewerbungStevmin 15. Mai 1925. * Die Fälschungen der Oeweag-Aktien. Wie berichtet, sind Mitte April hier falsche Kummulabivaktien zu 600 Stück der Oberösterreichischen Wasserkraft- und EbetktrMäts-A.-G. festgestellt worden. Die Aktien wurden von dem gewesenen Bankbeamten Franz Hort mit Hilfe zweier Freunde, des 33jähvigen Kaufmannes Siegfried Munk und des 33jährigen Vertreters Max Freund, für hohe Darlehen in Pfand gogöben. Die drei sind vor Entdeckung der Fällchungen fluchtig «worden. Inzwischen wurde die MtiensälscherwerGätte des Albert Krottenmayer in der Johnstraße ansgchoben. Nunmehr wurde Munk in Biala in Polen verhaftet. * Die ,^Oesterreichische Ehrenlegion". Vor kurzer Zeit wurde «in Wien von den: ehemaligen Oberleutnant a. D. Roland Held eine sogenannte „Oestevroichische Ehrenlegion" gegründet, welche e^gen Entrichtung eines Gelvbetvages an Kriegsteilnehmer ein o r den ähnliches Abzeichew und zwar ein Kreuz mit einem Lorbeersranz aus gelbem Metall am blauen Bande, auSgibt. Roland Held hat überdies einen sogenannten ,/Ordensrat" eingesetzt, welcher die Ansuchen um Verleihung dieses- .Kriegserinnerungszeichens" begutachtet und eine sogenannte ,-Ordenskanzleii" bestellt, welche an die mit donr .FeviegserinnerunaSkveiutz" Be teilten Diplome auSferttgt und die Versendung der KrieHSsrinneru-ngÄreuze besorgt. Da diese Tätigkeit nm den Bestrumrungen des Bnndesgesetzies Wer die Schaffung von Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Oesterreich nicht im Einklang steht und überdies geeignet erscheint, den Anschein zu erwecken, als sei dieses Kriegsorlnnerwngskveuz «in Ebrcngeichen, hat die Polize-idivektion die weitere Ausgabe des erwähnten KriegSer>inn«- rungsLrvuzes untersagt urid die sofortige Auflösung des „OrderrSrates" und der ,F)rdenskanslei" verfügt. Ueberdics wurde da§ Evgcbnis der polizciilichen Erhebungen der Staatsaliwättschaft behnfs -eventueller Einleitung der strafgerichtkichen Amtshandlung bekarmtgegöben. * Die Selbstmörder. Der 28jährige Reifende Christof Figl hat Selbstmord durch Leuchtgas verübt. — Mittwoch nachmittags erhängte sich der 54iährige arbcktslole Ludwig Herdliczka. — DieSSjährigeHilfsaweitevgcrtkmR. Fiedler tvählte die gleiche Todesart. — Der 64jährige arbelitslose Maurergehil.se Aegydius Packer hat sich durch Leuchtgas vergiftet. * TRrlicher Unfall eines Radfahrers. Dienstag vormittags geriet der 24jährige Mechaniker Rndolf Weber mit semem Fahrrad in der Fasangasse in eine Straßenbahnschiene, kam zu Fall und wurde überfahren. Er starb im Spital. * Der Advokat erschießt den Fabriksdirektor. Gestern früh erschoß in Aschaffenburg der juristische Beirat der Mtienyesellschaft für Zellstoff- und Papierfabrikation, Dr. Paul Feeoer«, den leitenden technischen Direktor des llnteruehmens, KvMnerzienrat Knaucke, weil er von diesom widerrechMch entlassen worden war. * Zwölfte österreichische Klafsenlotterie. Boi 6er am 15. b. abgehaltenen Ziehung des ersten Tages der V. Klasse gewannen r 100.000 S. dar Lo- Nr. 56.896, 7000 S. da» LoS Nr. 96,480; je 3000 S. die Lose Nr. 91.815 und 93.454; je 900 S. die Lose Nr. 34.851, 85.369 und 99.555; 800 S. das Los Nr. 5180; je 700 S. die Lose Nr. 9991 und 33.160; je 500 S. die Lose Nr. 47.705 und 48.087; je 400 S. die Lose Nr. 4359. 36.705, 38.330, 43.991, 65.991, 69.168, 82.359. 84.737, 93.005 und 98.464; je 800 S. die Lose Nr. 15.145, 20.555, 23.737, 31.705, 85.180, 47.330, 49.896, 59.168, 65.737^ und 95.180. Außordem wurden 1968 Gewinne zwischen 300 S. und 80 S. an»-zi lost. Radwprogvamm. Freitag den 17. April. 9 Ilhr: Marktbericht. — 1 Uhr 8 Min.r Uraniazeit. -7 1 Uhr 30 Min.: Wetterbericht. — llA Mri Schlußkurse der Wiener Börse. — 4 Uhr: Nachrichtendienst. — 4 -iS 6 Uhr: NachmittagSkvyzert. Richard-Wagner-Zyklu» Serie). Der Nibelunaenring r ^Rheingold": Gimug der Götter in Walhau, große Phantasie; „Die Walküre": Wotan- Abschied und Feüerzauber, SieMunds Liebeslied, .Der Walkürenritt; ^Siegfried": Der Waldvogel. Die Schmiedelieder; ^Götterdämmerungr Gesang der Rheintöchter, Trauermarsch. — 7«7 Uhr: UniversitätLdozerü Dr. Heinz Ktndermannr Hartmann von der Auer „Der arme Heinrich". — '/.8 bis 7.9 Uhrr Englischer Sprachkurs. — 7,9 Mr r Orchesterkomert de» Frauen- , Shmvhonieorchosters unter Leitung de» Kavellmeifter» Juli«» Lehpert. 1. Händel: Concerto erosso E-Moll. Solisten: Maria Rodosi, Mertha Kupha. Hansi Fischer. 3. H. Reinhold r Suite für Klavier und Streichorchester. (Klavier r Hedy Geroldt.) 3. Gesangsvorträge r Kammersängerin Else Bland: Thuillv r Nachtlied; Wolf: Verborgenheit; Wiarx r Japanische» Regenlied. (Begleitung: Prof. Fritz Bland.) 4. Sokoloff r Serenade über ein russisches Kinderlieb; Volkmann r Walzer aus der Serenade F«Dur. v. Dvorak: Serenade für Streichorchester. Vereine. Bortrftge und Versammlungen. B. Z. A. Hechawer. 9. Ben.. Mrkenftratz« g (Lase- und Redchallo). Heute um 8 Uhr: Hebräischer Kurs. Prettetzericht. Gäste wilttmuMu. 17. AM 1988 SMk» titui, 3. Bu.. HetzgaIc 40. Movgm ^SamSW«. 4 bis 5 Uhr: RaÄiner Dr. A. Kaminka: Sprüche der Däütt; 6 bis 6 Uhr: Rechtsanwalt Dv. Golbflein: Baba «««. Mittwoch, hakb 7 Uhr abends: Feierliche ErSsffn-un« ve» Smnmersemresters. Ansprachen nnmens des Vorstandes vcm Rechtsanwalt Dr. Herzig und Hvsvat Dr. Rresenseld. Portvag Rabbiner Dr. Kaminka: „Der Kampf der ovchobvren Geilehrten in Südfvankreich und Spanien im 13. Jahrhundert gegen die philoso-chischen Schriften Moses Maimonides . — Verband jüd. Ingenieur« und Technrrev.DMN»- tag den 21. d., 7 Uhr oLends, findet in unseram Loval, 9. Be^, Tüvkenftvaße 9 (Jüdische Rede- und Lelschalle), e,n Vortrag des Herrn Arch. Jag. HanS S0belt0hn unttr dem Titel „Der füdffche Techniker und Pailästma (Rmfeeindmcke)^ Bühne und Kunst. SnrttoSngler-Konzerte. Kein zweiter Dirigent genießt heute in Wien fekcheS Ansehen wie Wilhelm Furtwängler. Alle von ihm geleiteten Veranstaltungen sind trotz Wivtschaiftskrijse und tvotz der Konkurrenz des Radio ausverkauift und der Beifall umtost chn, schmt wenn er das Podium betritt. Und genau so werben um ihn die anderen Musiktzontren Europas. Er leitet di« Konzerte des Leipziger Gewandhauses mvd des Berliner philharmonischen Orchesters, er ist Gastdirigent in Fvarckfnrt wie in StockhoLn, .ja selbst in Amerika hat der noch nicht vierzigjährige Dirigent Sensationserfolge zu verzeichnen. Seit Mahler und Nikisch hat kern Zdapellmeister fein PMÄum derart zu faszinieren verstanden. — Gustav' Mahler sagte bekanntLich von Ar-tmr NNisch, das Höchste und das Lichte sei ihm Verschlossen, und ein Achnliches scheint mir bei Furtwängler der Fall zu sein. Er ist mrt ungeheuren Energien geladen, und so wechseln bei Hm die intensivsten Zusaanmenballungen dynamisch und agogisch mit krachenden Entladungen. Das Keinste syM" phonische Orchcstevstück vermag ihn: die reichsten dramatischen Anregungen gu bringen, cwt harmloses Scherzo kann bei ihm zum tollsten Spuk und zur wildesten Jagd werden, doch iur Adagio, dem woltfernsten und damvm reinsten musikalischer: 'Gebilde muß er seine Schwäche bekennen: Da fehlt die Divination, er fasziniert statt zu erschüttern. Das zeigte sich wieder im letzten Konzerte, da er Bevlioz' LußeMch bravouröse Ouvertüre zu „Benvonuto Eellini" mit allen erdenklichen Birtuosenkunststücken ausstattete. Bruckners „Neunte", in lvelcher die Phiilharmoniker alle seine Wünsch« erfüllten, brachte einen monumental geibauten ersten Satz, in rvelchour die Themen wie in Erz gegossen emporragten, und ein reich bewegtes Scherzo, erfüllt von derber Bauernkvaft und ländlichem Ucbermiut. Doch int Adagio, da fehlte der Aufsch-rvung zu immer höheren Höhen, und Bruckrrers Schwanengeisang böste sich in einzelne interessante Donbillder ans. Es war ein Hinübevschoiden ohne Gnade, ohne Verklärung, reich an Bravour und arm an Gefühl. Wenige Tage vorher dirigierte Furtwängler im G eßeLLs chaftskonzert die Bachsche Johannispassion, die Ater« und nrit Unrecht weniger geschätzte Schwester der Matthäuspassion, teMveise auch eine Borstudie für das spatere Werk. Die in die Partie des Erzählers eirrgestreuten Chorpartien wußte Furtwängler mit gwßartigem artistischen Können und herrischer Suggostivkriaft zu beleben. Die Chöre, sorgsam studiert und abgetönt, und nur zu stark auf Wirkung angeilegt, Tangen garrz prachtvoll. Recht schwer hatte es der tapfere Herr Wilde als Erzähler. Er mühte sich zwar in den schwierigen Rezitationen um natürliche Tongebung, doch ging die Partie Wer seine Kräfte. Licht und hell schwebte der Sopran der Frau F 0 e r st e l in den höchsten Tonregionen, tvogegen der Mt des Fräuleins Anday in VunMer Pracht leuchtet«. Sehr gut Herr Manowarda und am düsten der Stuttgarter Sänger Heinrich R chkemper, dessen voller, edler Baßbariton den Versuch eine5 Gastspieles am Wiener Operntheater wert wäre. flib. Aus dr« Theatern. Burgtheäter. MvMN, 7 Uhr: „Die Spieler e i e n e i n e r K a i s e r i n". Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr: „Der Querulant" von Hermann Bahr zum ersten Male. Operntheater. Morgen. 6 Uhr: „Die Frau ohne Schatten". BolkSoper. Heute „Gräfin Mariza". Morgen MalLüre". Dienstag unter PcrsöiÄichev Leibung des Komponisten Em. Kalman die 400. AuWhrung von ^Gräfin Mariza". Kammerspieke. Heute Otto Schmöle in „Jama, die Lastergrube" als Gymirasialprosessor. Raimund-Theater. Allabendlich, halb 8 Uhr. Sari Fedak in „Antonia". Sonntag nachmittags, halb 4 Ulhr, Märchenvorstellung „Klein Däumling". Wiener Bürgertheater. Morgen „Herbstm c xi ö t> c v". Modernes Theater. Heute, hakb 8 Uhr abends, Erstausführung von Frank Wodeklnds Schauspiel „Schloß W eile rst ein". Maria Orska tritt in dieser Borstellurvg als Wie aus, •> _ Modernes Theater. Maria Orska hat ihr Früh» fahröMstspiel als Cvprienne m dem bekannten französischen LMpic'l „Wir lassen uns scheiden" begonnen. Die Künstlerin, in humorvoller Laune, steht über ihrer Rolle und amüsiert durch hundert kapriziöse Einfälle. Gilgen Jensen qt ihr ausgezeichneter Partner und Otto Schmöle als geprellter Hausfreund sehr evötzlich h D?S franMische Sulttviel ..D a l»er/chroffene BaradteS" von Hennequm und EooLus gefiel ber der EEauWhrunq ht der Renaissancebühue m wre anläßlich der Pvomlere im Lustlpieltheater. Charlotte Ander, Josef Jarno und die übrigen Mitwirckendeu enitetru lsShafteu Be-iall. Dieses lustige Stück mfUuSfi länger« Zett auf dem Änelplan bleiben. m ™ k ^?N^°tia«a Tolstoi, die Tochter des großen Dichters uud tch'l^Mrr. wricht morgen Ml 5 Uhr nachmiit^i« Ätt.^.Äd-u So,„s7 LLL 170985

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