Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2211 (17.4.1925)
- Date
- 1925-04-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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feeü» 8 Mm» Freitag Wientt MorckenzeUuns 17. Apvtt 1VLV orr.«»»» -> Serichtssaal. ..Loos Homo." Eine Verurteilung. Bor den Geschwornen hatte sich gestern der Prokurist des Mali k-Berlages, Hans Frankl, wegen Vergehens nach » 516 St.«G., das ist „gröbliche Verletzung der iffentlichen Sittlichkeit", zu verantworten. Der Anisklagte soll dieses Delikt durch die Bcrbreitunig der Mappe ,Eeet Ijomo" von Georg Grosz begangen haben. Be« >anntlich hat einer Wiener Gericht die Mappe als unsittlich wklärt, die Wiener Staatsanwaltschaft hat sich dieser Ansicht »i«sschlossen und 22 Zeichnungen der Mappe mit Bechlag belogt. Nach Evöffmrng der Verhandlung durch den Vorsitzenden hofrat Dr. Billet stellte der Preffestäatsanwalt Dr. Schwartz vsort den Antrag, die Oeffentlichkeit während der »äugen Dauer der Verhandlung a u s z u s ch l i e ß e n. Wenn es sich nur darum handeln würde, die anstößigen Ailder den Geschwornen vorzulegen, wäre gegen das öffentkche Berbandeln nichts einzutvenden, allein es ist unmöglich, » vermeiden, daß die einzelnen Bilder auch besprochen werden, qrfolgedessen sei der Anschluß der Oeffentlichkeit aus Sittöchkertsgründen geboten. Nach kurzer Beratung beschloß der Gerichtshof den Anschluß der Oeffentlichkeit während der ganzen Dauer der VechaMung aus den von der Staatsanwaltschaft geltend genachten Gründen. Auch die Anklageschrift wurde in nicht öffentlicher Sitzung verlesen. Nach dreiviertelstündiger Beratung beantworteten die Reschwornen beide Schuldfragen, sowohl die auf das Beriechen der voWrachten wie des Vergehens der versuchten Vergehen der vollbrachten wie die des Vergehens der versuchten DerePlna der öffentlichen Sittlichkeit mit tü acht Stimmen I a gegen Äerichtshof den Angeklagten zu 14 Tagen einfachen L r re st s, bedingt mit einer zweijährigen Bewährungsirist. Außerdem wuvoe der V e r f al l der beanständeten Map- »en ausgesprochen und des weiteren dahin erkannt, daß die tur Herstellung verwendeten Platten und Formen (sie befinden ich in Deutschland) unbrauchbar gemacht werden. Bei >er Strafbemessung wurde mildernd das Geständnis und die »iKherige Unbescholtenheit sowie der Umstand angenommen, »aß das Vergehen teilweise beim Versuch geblieben ist. Als erschwerend die Wiederholung des Delikts. Verteidiger Dr. Valentin Rosenfeld hielt sich Bedenkzeit offen. ftettirafenh Goldkronen drei Groschen? Die Geschichte eines Versicherungsvertrages. Thomas Lebeda hat im Jahve 1903 bei der Versicherungsgesellschaft „Donau" ein Kapital von 3000 Kronen versichert. welches am 1. September 1923 an seinen Sohn aussubezahlen war. Während dieser 20 Jahre hat Thomas Lobeda rer Aeltere die Prämien pünktlich bezahlt. Am 14. Juli 1920 ist er gestorben, so daß der Versicherungsvertrag von 3000 Kronen am 1. September 1923 fällig war. Da die Versicherungsgesellschaft 3000 Papierkrouen anbot, klagte sie Thomas Löbrda jun. auf Zahlung von 45 Millionen Kronen. Das Hanxlsgevicht (Vorsitzender Hofrat Dr. Felix) hat die beklagte Versicherungsgesellschaft verurteilt, dem Thomas Lebeda einen Betrag von drei Groschen samt lOprozentigen Zinsen vom Klagetag an zu bezahlen und verurteilte den Kläger zur Zahlung von 350 Schilling Prozeßkosten an die Versicherungsgesellschaft. In der Begründung führte das Gericht aus, daß :s sich hier um einen gewöhnlichen Versicherungsvertrag handle, ohne daß der Zweck des Vertrages besonders angegeben sei. Derartige Ansprüche können nicht Unterhaltsansprüchen gleichgestellt werden und sind daher nicht auszuwerten, weil sonst beispielsweise auch Einlagen in einer Sparkasse aufgewertet werden müßten, was aber der Schumpeter-Verordnung widersprechen würde. Bemerkenswert ist. daß das Gericht die Umwertung von der Kronenin die Schillingswährung falsch vorgenommen hat, da 3000 Kronen jedenfalls 30 Groschen ausmachen. Jugend von heute. Der fünfzehnjährige Laufbursche Viktor F. hatte sich an eine 23jährige Hausgchilfin. di: in den Abendstunden mit dem Hunde ihrer Dienstgeber Ausgang hielt, herangemacht und ihr eingeredet, daß er Kriminalbeamter sei. Sie erzählte ihm gleich, ihr verflossener Verehrer habe ihren Mantel versetzt und sei seitdem verschwunden. Der hoffnungsvolle Jüngling erklärte ihr sofort, er werde Hr die Sache „richten" und spielte ihr im Gebäude der Polizeidirekt ion eine Komödie vor, durch die er der leichtgläubigen Hausgehilfin 100.000 Kronen für „Spesen" Hera u s l ockte. — In einem Kaffeshause, in dem er einen Knaben frühstücken sah. „intervenierte" F. als Amtsperson und bewirkte die Entfernung des „Minderjährigen" aus dem Lokale. — Eine Wirkwaren firma hat er durch fingierte Aufträge «ruf Strümpfe geschädigt. Gestern hatte sich F. wegen mehrfachen Betruges und Anmaßung eines Amtstitels vor dem Jugendgerichte zu verantworten. Im Gerichtssaal kam es zwischen dein 25jährigen Bruder des Angeklagten und der Hausgehilfin zu einem Wortwechsel. Der Richter, Oberlandesgerichtsrat Dr. Fuhrmann, verurteilte den Angeklagten zu vier Monaten strengen Arrests und begründete die Nichtanwendung der bedingten Verurteilung damit, daß eine solche bei dem Angeklagten, mir dem das Jugendgericht schon mehrfache vergebliche Versltche gemocht habe, keinen Zweck hätte. Dagegen sei der Strafvollzug berm Jugendgerichte aus Besserung der Verurteilten ein- Serichtet. Der Angeklagte meldete sofort wegen Nichtan- »endung der bedingten Verurteilung die Berufung an. Loren, Leirer will nichts zahlen. Aus Budapest wird uns «meldet: Lorenz Leirer, der Vater der erirwrdeten Amalre Leirer, hat bekanntlich seinerzeit einen Preis von 20'Millionen Kronen für denjenigen ausgesetzt, der die Behörden auf die richtige Spur zur Ergreifung des Mörders seiner Tochter führen werde. Obwohl dieser Preis zweifellos dom Häftling Srea'njj Saguly gebührt hätte, der durch seine Aussage den wirklichen Mörder Julius 'Pötör. den Behörden bskanntgäb, har der alte Leirer, trotz seines großen Reichtums, ein bekannter Geizhals, den Preis bisher noch nicht deponiert. Nimmchr hat, wie „Pesti Naplo" mitteilt. der Vertreter des minderjährigen Sohnes Sagulyis den alten Leirer aus die Ausbezahlung des Preises von 20 Millionen Kronen beim Budapest«!: Bezirksgericht geklagt. Der interessante Prozeß gcjtoitftt schon nächste Woche zur Verhandlung, Volkswirt. Ser wirtschaftliche zusammenschlub Saropas. Borttag des Ministers a. D. Dr. Hotowetz. Ueber Einladung der politischen Gesellschaft hielt gestern in ihrem Saal« in der Annagasse der gewesene tschecho-slowakische Handelsminister, Prof. Dr. R. Hotowetz, einen Vortrag unter dem Titel „Der wirtschaftliche Zusammenschluß Europa s". Er schilderte zunächst die wirtschaftlichen Schäden, die Europa durch den Krieg erlitten hat und die durch die Friedensvertäge nicht aus der Welt geschafft wurden. Ms Fortsetzung des militärischen Krieges wird jetzt ein wir tschaftlicherKrieg in Europa geführt. Cs herrscht allenthalben Rohstoffmangel und Absatzstockung, die durch die hermetische Absperrung der Grenzen der einzelnen Länder noch verschärft werden. Diese MbsperrungSmaßrrahmen sind durch politische Engherzigkeit und wirtschaftlichen Egoismus einzelner, die daraus Vorteil ziehen, diktiert. Jeder einzelne dieser kleinen Staaten in Europa glaubt an seine wirtschaftliche Autarkie, -die doch nur eine Utopie sein kann. Es gibt überhaupt nur zwei Wirtschaftsgebilde, die den Anspruch auf Autarkie erheben können, und das sind die Vereinigten Staaten von Anvervka und die britische Föderation. Ihnen müssen als Gegengewicht die Vereinigten Staaten von Europa entgegengesetzt werden, aber nicht wie es das Paneuropa Coudenhoves Vorsicht, mit Ausschluß Rußlands, sondern nur mit Einschluß Rußlands, das Wn übrigen Europa die volle Rohstoffversorgung sichern könne und auch eines der größten Absatzgebiete sei. Es ist vollkommen unrichtig, daß dadurch die politische Souveränität der «einzelnen Staaten leiden werde, denn nur in einer Zeit des wirtschaftlichen Auffchwunges kann ein Volk sein« politische Selbständigkeit erhalten. Die Vereinigten Staaten von Europa müßten sich der Wirtschaftsmethode des Großbetriebes, wie sie in Amerika bestcht, anpassen, denn die jetzt geübte Kleinproduktion muß im Konkurrenzkampf unterliegen. Wie die politischen Verhältnisse aber jetzt liegen, sind wir von diesem Projekt noch sehr weit entfernt. Den meisten kleinen Staaten, und hauptsächlich den Nachfolgestaaten, wäre durch einen wirlschastlichen Zusammenschluß durch eine Zollunion schon gedient, häben sie doch durch mehr als 100 Jahre ein einheitliches Wirtschaftsgebiet gebildet. Auch dies selbstverständlich unter voller Wahrung der politischen Sollbständigkoit. Aber auch diese Zollunion ist infolge der nationalen Gegensätze noch nicht spruchreif, und so würde Redner eine differenzierte Zollunion Vorschlägen, die den Güteraustausch der einzelnen Staaten durch Zollnachlässe und Zollsreiheiten unter Aufhebung der Meistbegünstigungsklauseln fördern solle. Mäßige. Zollsätze gegen die überseeische Konkurrenz sollen die heimische Produktion sichern. Eine engstirnige Politik düvfe nicht mehr dem augenblicklichen Vorteil einiger weniger die Zukunft Europas opfern. Die Entwicklung drängt zu einem wirtschaftlichen Zusammenschluß, wie er auch schon in den baltischen Staaten erfolgte, und wird ihn erzwinge n, wenn wir ihn nicht freiwillig durchführen. Der Vorsitzende, Minister a. D. Dr. Max Wladimir Beck, dankte dem Vortragenden für seine intevessanten Ausführungen, die durch lebhaften Beifall 'belohnt wurden. Besserung der französischen Notenbank- Verhältnisse. Abnahme des Notenumlaufes. — Weitere Vorschüsse an den französischen Staat. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeitung") Paris, 16. April. Nach dem heute veröffentlichten Wochenauslveis der Bank von Frankreich hat der Banknotenumlaus in der Berichtswoche um rund 45 Millionen Franken abgenommen. Der Goldbestand stieg um rund 80.000, der Silberbestand mn vnnd 1,3 Millionen Franken. Die Vorschüsse an den Staat sind um weitere 360 Millionen gestiegen. Das Wechselkonto hat sich um 667 Millionen vermindert. Seit Jänner waren die Banknotenvermchvu«ngen unter der Post „Verschiedenes" gebucht worden. Ms die ungesetzliche Vermehrung des Banknotenmnlauifes Wgegebon werden mußte, wurde diese Post ausgeteilt. Nunmchr hat die Post „Verschiedenes" auf der Aktivseite eine neuerliche Erhöhung von 387 Millionen, auf der Passivseite eine Erhöhung von 88 Millionen erfahren. Das Schicksal der Depositenbank. Was das zukünftige Schicksal der Depositenbank anMougi, fo liegen die Dinge hier noch ganz unklar. Die „Bank- und Bövsenzeitung" erfährt, daß die Absicht besteht, eine Lombardbank für den Warenverkehr zu schaffen und hiefür den ,bestohenden Apparat der Depositenbank, allerdings im verkleinerte-n Ausmaß, heranzuziehen. Die Verhand'lpngeii, die von einer im Finanzleben Oesterreichs hoch angesehenen Persönlichkeit, die früher auch der Leitung der Depositenbank nahestand, geführt werden, sind immerhin in ein Stadium getreten, das die Verwirklichung dieses für die Entwicklung deö Warenverkehres Oesterreichs bedeutenden Projektes in den Bereich der Möglichkeit rückt. Die Bettiebseinschrönkunaen ln der tschecho-srowMch« Kohlenproduktion. Ans Prag. 16. d., wird telsgraphrent. Die „Präger Presse"., schreibt, fr* E n t l a s s u n g e n im Bergbau werden vorlausng ungefähr 2600 bts 3000 Avbeiter betreffen, doch sek, wenn sich, die AvveitSverhailtMfs« . nicht wesentlich bestem, mit einem weiteren Mbaurm nachj sten Monat zu rechnen. Der Tiefstand, den die BEaftWvM gegenwärtig zeige, umfasse die Monate April bis Juilr. Dehr wahrscheinlich sei mit einem Uebergreifen des ^Abbaues aw das Braunkohlenrevier zu rechnen, wo gleichfalls die unmutelbare Veranlassung für den Abban.in der mangelhaften und stellenweise ungenügenden Beschäftigung liege. Hrebei kommen insbesoil«dere das FaKenaner Revier und die Brauw > kcGenreviere von Komotau. Teplitz und Brüx in Betracht. Me betreffenden Gewerke haben die Zontralbchörden von diesbezüglich bevarsteihenden Schritten verständigt, allgemeinen zögere man aber noch und hoffe in letzter Stunde «uf; einen teilweisen Umschwung der wirtschastllchen Verhältnisse. Kapitalserhöhung. Am 4. Mai findet die ordenlliche GeneralversamMung der A u s s i g e r Chemischen A.-G. statt. Bei dieser wird neuerlich über die Fusion mit der Falkenaucr Kahlenberg A.-G. der Beschluß gefaßt^ wecken. Ebenso soll in dieser Generälversaminlung das Aktivuöapibail aus 80 Millionen tschech. K. echöht werden, um damit die Fusionier'vng durchführen zu können. A Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde verhängt über: Gustav Rottenberg. Wien. 13. Bez.. Altgaste 23; Hermann Möses. Kleidevhändler. 6. Bez., Gumpendovferstraße 38: Leo Wolf. Wien. 13. Bez.; Hans Nemetz, 18. Bez., Edelhof.gasse 19. Konkurs eines Kinderheimes. Usber die Besitzerin des Kindevheimes in Purkersdovf. Louise Kurz, wurde der Konkurs verhängt. Zum Masseverwalter wurde der Purkersdorfer Wieder eine betrügerisch« Krida. Im Frühjahr vorigen Jahres ist die Firma Zierler u. Schiermetz in Graz an ihre Gläubiger wegen eines Ausgleiches herangetreten. Die Überprüfung des Status durch den Kreditor-nverein ergäb, daß es sich um verschiedene unreelle Manipulationen der Schirldner handelte, durch welche die Gläubiger geschädigt werden sollten, weshalb die Strafanzeige erstattet wurde. Bei der am 3. d. vor dem StraflandeSgericht in Gvaz stattgefundenen Hauptvevhandlung wurden beide Schuldner wegen fahrlässiger Krida zu je drei Monaten strengen Arrests» verurteilt. Beabsichtigte Schließung der Samstagbörsen in Berlin. Aus Berlin. 16. d.. wird telegraphiert: Wie die Blätter melden. wird sich der Berliner Börsenvorstand am nächsten Montag mit den Anträgen aus Schließung der Berliner Effektenbörse an den Samstagen der Sommermonate wegen des fast völlig zusammeugeschvumpsteu Verkehres beschäftigen. Mitteilungen des „Effekten-Wegweiser". Das Heft Nr. 24 vom 15. April bringt in Fortsetzung des Wertkursblcrttes Kommentare über Wert und Chance der meisten an der Wiener Börse gehandelten Textil- und^ Zuckeraktien. Mit der nächsten Nummer vom 1. Mai findet das Wertkursblatt seinen Abschluß. Die zehn Nummern, die Mammon das Wertkursblatt bilden, werden Mammen-' geiheftet und gebunden in Buchform erscheinen und zum Preis von 8 Schilling erhältlich sein. Abonnements übernimmt der Verlag des „Effekten-Wegweiser", Wien, 2. Bez., Rombrandtstraße 24. Polens Einkünfte von den Monopolen. Die Einkünfte aus dom T a b a k m o n o p o l. die mit 12.5 Millionen anaesetzt waren, haben in Wirklichkeit 5,1 Millionen mehr betragen. Dieser Ueberschuß ist von der Monopolidirektion an die Banca Commerciale Jtaliaim als Abschla.gszMunq für die italienische Anleihe überwiesen worden. Auch das Alkohol Monopol hat mit 15,5 Millionen den Bjudgelvoranschlag um 5,5 Millionen überschritten. . MehmSrtte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Rinder. Der gestviae Auftrieb belief sich auf 549 Stück Schlachtvieh, worunter sich 297 Stück Äiast-- und 52 Stück Beinlvteh befanden. Bei langsamem Verkehre konnten die letztnotierten DtenStagpreise nicht voll erzielt werden. Es notierten je nach Qualität: Ochsen 1.— bis 1.70 S., Stiere 1.~ bis 1.45 S., Kühe 1.— bis 1.40 S. und Beinlvieh 0.60 bis 0.90 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. Wiener Börse. Geschäftslos. In luftTofcr Haltung eröffnet« der gestrige Verkehr» da weder die Verhandlungen im Hauplau^chuß noch die Auslands'börsen irgendtvolche Anregungen für eine bessere Stimmung abgaben. Die Umsätze waren unter diesen Bedingungen schr gering. In den meisten Effekten waren die Kurse unverändert oder hatten nnr nominellen Charakter. Wr einzelne Effekten, und zwar für Auglobank. Krupp und Felten, bestand Nachfrage aus dem 'Auslände, während Salgo Kohlen und Ungarische Haflherr die Besserungen, die sie zu Beginn des Verkehres erzielt hatten, wieder verloren. Im weiteren Berlaufe hielt die Stille und GeschLftslüsigkeit an. wobei sich verhältnismäßig geringe Kursänderungen ergäben. In der Kulisse war der Börsenschluß ungleichmäßig. So gewannen unter anderem Anglobank 9000 K., ZivnostenSka 13.500 K. und Timber 8000 K. Dagegen verloren Ungarische Kredit 5500 K. Union- und LSnderbank je 16.000 K., Staatsbahn 6800 K., Boldi- Hütte 4000 K. und Britnner Maschinen 19.500 K. Die Geschäftstätigkeit im Schranken hielt sich ebenfalls in en^en Grenzen, im fließenden Handel ergaben sich Ostens Rückgänge. Es ermäßigten sich u. a. Nordbahn um 120 000 K., Äöier Brau um 30.000 K.. Ur ' ' ' 15 000 K. und Tarbouches um 25 000 K. llngarische Kohle um Auf dem A»lag«markt waren einzelne Polnische und tschechstche Dbligatwn gesucht. Bon den Exoten notierten: Mraznica 40.000 bis 40.500 K., Tepege 16.600 bis 17.500 K Universale Bau 12.500 K. ' Ex Couvon wurden gehandelt: Bosnische Bank (Abschlag 7400 K.). Ungarische Agmr- und Rentenbank (1600 K ). Ungarisch-Italienische Bank (1000 K.). Bereinigte Budapester bauMädtische Sparkasse (2900 K.). ZieleniewStt (2 Zloty L Devisen ^m»terck»m... Veierüll. . ». . Berlin. Brussel . . , . » Budapest . . . , Bukarest . . . . London . Mailand . . . . New*York* . . . Paris »*••••< Prag Geld 283.35 11 43 108 78 36,84 08.16 3.21 33.0675 20.10 700 38 30.77 21.04 Devisen- und Balutenknrse vom Ik. Avkil 1SSS. Var» 284.35 11.47 100.30 36.00 03 30 3.23 340076 20.22 711.05 30.03 21.12 softa ..»»»»»» Stockholm . Warschau . ZUrich.. » Valuten Amerikanische Noten Belgische Noteu . . Bulgar. Not, . . - - Deutsch« Noten Englische Noten Oetd 6.1025 101.10 130.20 137.06 Ware 5 2025 101.70 130.73 197,65 707— 711 — 6.04 103- 0.12 100— Französische Noten . . Holländische Noten .. Italienische Noten , . , iagQBiawische Noten . . Polnische Noten .... Rumänische Noten . . . Russische Noten (Roman.) Schweizer. Noten . . . J»<shechQ.8low. Noten , Türkische Pfund-Noten Ungarische Noten Oeld 90.55 2oil2 11.30 135.50 130.60 21.0050 OB— Ware 30.85 20.32 11.45 130.00 187.30 214250 O&BO .. 2104 21.12 Englische Noten .... — —— Ungarische Noten ... 8B— mbo Von nun an notieren die Kurse in Schillingen und Groschen. — Die Kurse verstehen sich bei englischen Zahlunasmitteln! hun-ett^WähMtgseir^eite«! Zahlungsmitteln für 1 Million ungar. Kronen und bei mn oitbwat^©äfigSu fit? jS]