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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-12 · Heft 2207 (12.4.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2207 (12.4.1925)
Date
1925-04-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Gerte 10 'Brett, SonÜtag „Du wirst Wohl ein sehen, Mütterchen, wenn ein junger Mensch nicht den geraden Weg benützt, sondern die Vermittlung VE Frauen in Anspruch nimm, dann ist er ein Taugenichts! Warum fr.ntntt er denn nicht direkt zu mir? Nach dem Mittagessetr legte sich der Direktor in feiitcm Zimmer aufs Sofa und begann die cm-getkitfetteu Zeitungen mb Briefe zu studieren. ,/Lieber Fedor Petrowitsch!" schrieb ihm die Frau des Siadchcmpttnanms: „Sie sagten neulich, daß ich eine Seelen- und Aitenschenkennerin sei. Nun bietet sich die Gelegenheit, dies durch Tatsachen zu beweisen. In den nächsten Tagen wird bei Ihnen ein gewisser K. N. Polsuchin, den ich als prächtigen jungen Menschen kenne, vorsprechen und um eine Stelle in Ihrem Schülerheim bitten. Cr ist ein sehr sympathischer junger Mensch. Wenn Sie sich feiner aunehmen, 'werden Sie sich überzeugen..." usw. „ttnt keinen Preis", sagte der Direktor. ,/Gott ibekvahre mich!" Es verging dann kein Tag, ohne daß der Direktor irgendein Empfehlungsschreiben für Polsuchin erhielt. Eines schönen Morgens kam Polsuchin selbst, mit eitlem rasterten Iockeigesicht und fimtolintgelneuen Lackschuhen. Dienstattgelegenheiten empfange ich nicht hier, sondern in meinem Bureau", sagte trocken der Direktor, als er Polsuchins Ansuchen hörte. «Ach bitte vielmals um Entschuldigung, Euer Gnaden, aber unsere gemeinsamen Bekannten haben mir angeraten, mich hier an Sie zu ivenden." ,/Hm . . ." brummte der Direktor, feindselig PolsuchimZ Spitzenschuihe betrachtend. „Soviel mir bekannt ist," sagte er: „ist Ihr Vater wohlhabend und Sie haben es nicht nötig. Was veranlaßt Sie also, bei mir um diese Stelle an- Anhalten? Die Entlohnung ist doch minimal!" „Es ist mir nicht um den Gehalt zu tut:... nur so... Immerhin ist es doch eine Beamtenstellc . . „gmt, ja . . . Ich glaube, daß dieses Amt Ihnen schon nach einem Monat überdrüssig sein wird und Sie werden es sallen lassen, während Bewerber vorhanden sind, für welche es eine Lebensstellung bedeutet. Es gibt Leute, für welche es . . ." „Es wird mir nicht überdrüssig werden, Euer Gnaden," unterbrach Polsuchin. „Aus Ehre, ich werde mir Mühe geben!" Der Direktor empörte sich. ,>Hören Sie mal," sagte er, verächtlich lächelnd: „Warum haben Sie sich denn nicht gleich unmittelbar an mich gewendet, sondern fanden es für nötig, zuerst Dirnen zu beunruhigen?" „Ich wußte es nicht, daß es Ihnen unangenehm sein wird." antwortete Polsuchin kleinlaut. „Aber wenn Euer Gnaden auf Empfehlungen feinen Wert legen, dann kann ich Zeugnisse vorlegen." ' Er zog aus der Tasche ein Papier hervor und überreichte es dem Direktor. - Am Schlüsse des im Amtsstil geschriebenen Zeugnisses war die Unterschrift des Gouverneurs. Dem Inhalte nach zu urteilen, hatte der Gouverneur unterschrieben ohne zu lesen, nur um irgend einer zudringlichen Dame gefällig zu sein. . „Nichts zn machen, ich 'beuge mich gehorsam. . ." sagte der Direktor, als er das Zeugnis durchgelefen hatte, und seufzte. „Reichen Sie morgen das Gesuch ein . . . Nichts gu machen." Als Polsuchin sich entfernt hatte, überkam den Direktor ein Gefühl des Widerwillens. „Nichtsnutz!" zischte er, das Zimmer von einem Ende zum anderen durchschreitend. Hat's erreicht, so ein unbernfoner Eharlatan! Weibevgünstling! Gesindel! Kreatur!" Der Direktor spie nach der Tür, hinter welcher Poilsuchin verschwand, und erschrak, denn im selben Momente trat die Frau des Finanzamtsdirektors zu ihm ins Zimmer , . . ,/Jch komme nur für einen Augenblick, für eine Sekunde," begann die Dame. „Setzen Sie sich, Väterchen, und Höven Sie mich aufmerksam an . . . Ich höre, daß bei Ihnen eine freie Stelle vorhanden ist . . . Heute oder nwrgen, wird zu Ihnen ein junger Mann kommen, ein gewisser Polsuchin. . ." Die Dame zwitscherte andauernd', und der Direktor schaute auf sie mit trüben, verklärten Augen, wie ein Mensch, der einer Ohnmacht nahe ist. Er blickte und lächelte anstandshalber. Nächsten Tages, als der Direktor den Lehrer Wremenskrj in seinem Amtszimmer empfing, konnte er sich nicht entschließen, ihm die Wahrheit zu sagen. Er wand' sich, war vevwirrt, und wußte nicht, wovon er anfangen, was er sagen sollte. Er hatte das Bedürfnis, sich vor dem Lehrer zu entschuldigen, ihm die ganze Wahrheit zu erzählen, aber seine Zunge war verschlungen wie bei ein-m Betrunkenen, seine Ohren verfärbten sich, er fühlte sich plötzlich geärgert und gekrankt, daß er so eine unanständige Rolle spielen mußte — in seinem Bureau, vor seinem Untergebenen. Er schlug plötzlich mit der Faust auf die Tischplatte, sprang aus und schrie zornig: ,/Jch habe keine Stelle für Sie! Lassen Sie wich in Ruhet Quälen Sie mich nicht! Lassen Sie mich, bitte, endl\§ in Ruhe!« Und er lief aus dem Bureau. Nus dom Russischen übertragen ' von S, Silbevinann.) __Wiener Marnerrzettriti«». 3» der Oolfgopet wird varlSustg gespielt. Dienstag weitere Verhandlungen. Nach langwierigen Verhandlungen am gestrigen Tage, die in der Dolksopcr bis in die späten Nachtstunden dauerten, wurde eine provisorische Einigung erzielt. Heute und m o r g e n finden Vorstellungen statt. Dienstag werden die Verhattdlungen fortgesetzt. ver Selbstmord der Danller» Lehr. Die Leiche gesundet Wie berichtet, haben am 28. März die Mitinhaber des Bankhauses Kolben u. Lehr, Leopold Kolben und Max Lehr beschlossen, wegen finanzieller Schwierigkeiten gemeinsam zu sterben. Sie fuhren nach Klosterneuburg» schrieben dort Abschiedsbriese, worauf sie an das Donaunfer gingen und ins Wasser stiegen, um sich darin noch obendrein mit Revolvern anM'chießen. Lehr führte den Vorsatz aus und wurde von den Wellen forigeschiwemmt, während Kolben mchrmals abdvückte, ohne daß ein Schuß losging. Er stand von seinem Vorsatz ab, arbeitete sich ans Land und kehrte nach Wien zurück, wo er Mitteilung von der beabsichtigten Tat und vom Selbstnrorde seines Kompagnons machte. Nun wurde am 10. d. die Leiche eines Mannes aus dem Donaustrom gezogen. Sic wies an der Schläfe eine Einschußöffnung auf. Es wurde sestgsstellt, daß der Erschossene Lchr ist. Die Leiche zeigte mehrfache Knochenbrüche an den Armen; sie rühren vermutlich davon her, daß der Leichnam im Wasser von einem Bagger erfaßt worden und in das Getriebe gekommen ist. Ser Hausarzt. Redigiert von Dr. Sanel Beer. Tägliche Leibesübungen. Obgleich das Interesse für die sportliche Betätigung in allen K'Murstaaten breite Schichten der Bevölkerung ergriffen hat, so kann man vom ärztlichen Standpunkte trotz aller Fortschritte m bezug auf die Hygiene der Menschen mit den hierbei beobachteten Erscheinungen nicht zufrieden sem. Die Mehrzahl der Sportbegeisterten sind nur stille Zuschauer bei den Wettkämpfen, die in den verschiedenen Zweigen des Sportes, beim Fußball, Ski, Turnen, Schwimmen imd dergleichen, ausgettagen werden. Es gibt aber immer noch zu wenig aktive Teilnehmer an den als besonders gesund anerkannten Leibesübungen. Für die Ertüchtigung und Gesunderhaltung der breiten Massen kommt es nicht darauf-an, daß lvonige Menschen zum Ruhme einer besonderem Volksgruppe Höchstleistungen erzielen, sondern als viel wertvoller ist die gute Durchschnittsleistung größerer Massen eines Volkes anznstteben. '' Gewiß kann schon die Tatsache, daß Zehntausende Menschen etwa bei Fußballwettkäntpfen zwei bis drei Stunden in frisch e-r, staubfreier Luft verbringen, als hygienischer Fortschritt gewertet werden, wenn man bedenkt, daß die meisten der Teilnehmer diese Zeit sonst in den nicht gerade für die Gesundheit zuträglichen Gast- und Kafoehauslokalitäten zugebracht hätten. Nur gewisse Arten von Leibesübungen eignen sich für den Massenbetriäb. Hierzu gehören in erster Linie der Wintersport, das Schwimmen, das Turnen und das Berg» steigen. Zur Kräftigung des zur Hebung der mens blich >.? Leistungsfähigkeit, aber auch zur Erhaltung des seelischm «Gleichgewichtes wäre die dauernde Bornahnie von Körpecübungen notwendig. Den großen Spaziergang am Sonntag, den kleinen Ausflug aufs Land oder den während des Sommerurlaubes betriebenen Sport in Form von Luft-, Sonnen- und Schwimmbädern kamt man nicht als entsprechenden Ausgleich gegenüber dom während des ganzen Jahres dent Großstädter aufgebürdoten, das Nervensystem schädigenden Dafeinskainipf werten, zumal der moderne Ackbeitsmensch gezwungen ist, meist «irgendeine emsottige Arbeitsleistung zn vollziehen, die einzelne Organe oder Muskesgruppen stark beansprucht, andere wieder völlig vernachlässigt. Um dieser einseitigen Betätigung des Körpers entgegen* * zrlwiriken, sollte jeder Mensch entsprechend seinem Berufe Leibesübungen betteiben. Borzuziehen ist jede gymnastische Betätigung, die im Freien betrieben werden kann, weil hier der körperlichen ^.Uebung die besonders günstige Einwivkuu>g von Luft und Licht zugute kommen. , Mancher glaubt schon viel getan zu haben, wenn er zwei Stunden wöchentlich ait regelmäßigen Turnübungen teil- «Nimmt; viel mchr bedeutet für einen Menschen» der die ganze Woche hindurch in schlecht gelüfteten Räumet! zu arbeiten gezwungen ist, wenn er aim freien Tage eine größere Bergtour absovoiert, die infolge des ansteigenden Terrains den Wanderer zu tüchtigem, tiefem Atemschöpfen nötigt, was die meistett Menschen ja stets oberflächlich und schlecht tun. Und doch ist eine gute Lungenveuttlation für den Menschen notwendig, weshalb jeder Mensch mchrmals im Tage ein paar tiefe Atemzüge, sei es beim Ankleiden, sei es auf dem Wege zum Bevuifsovto, tun sollte. Es käme seltener zu Anfällen von Hsyzjklopfen und Schwindelzuständen, worüber so viele fat den Betrieben tätige Menschen klaget!. Um sich gesund und leistungsfähig bis ins hohe Alter zu erhalten, sollte jeder Mettsch vott frühester Jugend täglich Leibesübungen durchführen, trenn hierfür auch nur zehn Minuten der kostbaren Zeit dem Großstädter zur Verfügung Hehen. Mau hört meist über den Mangel an Zeit zur Verrichtung des Merino-wendigsten klagen, und doch verschwendet gerade der Großstädter so viel Zeit für den ungesunden Aufenthält in &tt Untechaljnngsstätten. 12. April 1925 Nr. 22OT 1 Man braucht nur die Morgen- und MendkMette ein Paar Minuten zu verlängern, um ein wenig gymnaftifchik Hebungen dnrchznführen. Es bedarf hierzu keiner eigener Apparate. Man schließt an die tägliche Waschung und nachfolgende Trockenrcibu'ng dos ganzen Körpers — welche Prozedur jeder Mensch täglich früh imd abends besorgen soll, der Anspruch erhebt, Kullunnensch genannt zu werden — ein paar Geleüksübnngen an, wozu es keiner besonderen Urtter-« Weisung «bedarf. Es werden Arm- und Beinbewogungen, Knie«, beugen, die Liegestütz-, Rumpfdrch- und RumpfböngeMun-gettz durchgsführt. Solche tägliche Hebungen »dachen den Körper frischer und gesunder, erhalten ihn leistungsfähig und sind das beste Mittel zur Bekämpfung der Ucbevyrüdung. Schon das Kind sollte an solche gymnastische Leibesübungen gewöhnt werden, die nach Möglichkeit bei nacktem Körper stattsinÄen sollen. Schaden kann int allgemeinen durch solche einfache Kövperleistungen nicht gestiftet werden, man wird die Uebungen abgestust vornchmen und sie anfangs trickst übertreiben; jede Uebung zwei bis dreimal durchführet! und erst bei längerem Training häufiger üben. So oft man irgend welche Boschlveren beobachtet, schiebt man eine kleine Panse ein. Keineswegs soll man es zu Ueberanstrengung kommen lassen, worauf besonders der Anfänger bedacht sei, der leicht zu Uebertreibungen geneigt ist. Stellen sich HerMopfen, Sckstvindol, Kopfschmerzen ein, so ist dies rin Zeichen, daß man die Uebung zu unterbrechet! ha-t. Die bozcichnotcn Gelcicksübungen, die man am besten mi> Atemübungen konrbiniert, sind sowohl für Männer als Frauen geeignet. Auch die Frau, die Leibesübungen regelmäßig betteibt, erlangt eine größere Widerstandsfähigkeit und Kräftigung des Körpers, der gegenüber dem verweichlichten und schtvächlichen Organisnnls zu»! Kam'pfe um das Dasein besser befähigt wird. Beginnt jemand erst in den höheren Lebensaltern mit derlei Leibesübungen, wird es sich empfohlen, eine gründliche Untersuchung des Körpers durch einen Arzt Vovnehnren zu lassen, um sich über den allgonreinen Gesundheitszustand zn orientieren. Ein fortgeschrittenes Lungen- oder Herzleiden wird vielleicht gewisse Einschrän>kunlgen bei solchen Leibesübungen erfordern, obgleich es bekannt ist, daß selbst Hek-rleidenden Körperübnngen vorgeschrieben werden. Aerztlicher Fragekaften. Haarwuchs K. Dieser Haarwuchs gehört zn den sekuw. dären geschlechtlichen Merkmalen und ist schwer beeinflußbar. Am besten in Ruhe lassen. — Erysipel. Der Rotlauf gcht meist von einer kleinen, unsichtbaren Verletzung der Haut ans. Der Kranke ist abzusondern. Dre Behandlung kann nur vom Arzt angeordnet werden. — Kraus 10. Wenn die Fontanelle (Knochenlücke anr BordevhMpte) am Ende des zweiten Lebensjahres noch nicht geschlossen ist, muß man an Rhachitis «denken. Es dürften sich noch andere Zeichen dieser KvanHeÄ beim Kinde finibeti. — Drüsenschwellung. Natürliche Sonnennnd künstliche HLHensonnenbvstrahlu'ngen. Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wien, 12. April. E Kanzleiübersiedlung. Die Kanzlei des RechtsanwEet Dr. I. Kimmel befindet sich ab 16. d. im 1. Bez., Seiler> gasse 3, Telephon Nr. 74-1-69. * Aprilmäßiges Schönwetter. Es rnuß mit örtlichen Störn,ngen des Schönilvetters gerechnet werden. Die Voraus* sage lautet: Wechselnd bewölkt mit zeitweisem Sonnenschein, örtliche Regenschauer, Temperatur wenig verändert, im allge^ meinen aprrlmäßiges S ch d n w e t t e r. * Die Lebensmittelmärkte. Die anhaltende wirtschaftliche Depression, die zunehmende Arlbeitslosigkeit machten sich auf 'den Feiertagsmärkten einPfiiMich fühlibar. Die Großnravkthalle, die sonst eine derartige Massenfrequeng aufwies, daß sämtliche Verkanssstände von Käufevscharen nmlagert waren, bot bloß rn den Frühstnnden ein ziemlich lebhaftes Gchräge. während im Laufe des späteren Vormittages der Verkehr sich in normalen Grenzen hielt. Entisprechell'd der Aufwärtsbcwegung auf den Viehmärkten in St. Marx sind mit Ausnahme von Rindfleisch, das während der Feiertage in den meisten Haushaltungen wenig Verwendung findet, alle anderen Fleifchsorten im Preise gestiegen. Källbfleisch hat sich um 20,Groschen, Krtz- und Lamnrfleisch um 40 Groschen und Rauchfleisch um 10 Groschen im Devstloich zur Vorwoche verteuert. Der Nafchmarkt wurde entppvechend dem gesteigerten Feiertagsbedarf in bezug auf alle Gemüsesorten reichlich dotiert. Die Importe aus Italien bestanden aus Salat. Karfiol, Frühkartoffeln, grünen Erbsen «und Artischoken. Außerdem langten holländisches Kraut und ägyptische Zwiebel in großen Mengen ein. Geflügel wurde in Tmvetracht der hohen Preise weniger gekauft. Auch Fische, die am Freitag reißenden Absatz fanden, blieberl gestern weniger beachtet. Butter und Eier, für die während der letzten Tage die Nachfrage nachgelassen hat, waren in ausreichenden Mengen auf allen Märkten erhältlich. * De« Fremdenverkehr tat Messemonat. Im März d. I. sind in Wien 42.390 Fremde angekommen. Von den Fremden waren 14.689 Oesterreicher. * Unveränderte Kanalräumungsgebüren. Für den Monat April b'leöben die Kanalräunmugsgelbichren unverändert. Es ist daher das FünfuudzwaMigfachr des im August 1914 bM-hlten Monatsmietzinses als KanalränmnugsgMhr zu entrichten. * Opfer der Dona«. Am 10. d. wurde int Prater dis Leiche eines etwa 45jährigen Mannes aus der Donau gezogen. Der Tote dürfte Adolf Fenzel heißen und .aus Groß-SiegHarts stammen. * Dle Lebensmüden. Freitag, nachts hat sich die 29jähri>ge Wehrmanusgatttn-Marie B. wegen Familienzwistes tn ihrer Wohnung durch Leuchtgas zu vergiften versucht. —> Die 46Mrige Wittve Viktoria S. hat sich in ihrer Wchnung zu erhängen vers«ucht. ML Mottv der Tat gab sie HausNatsch an. — Gestern vormittags hat sich die 19jährige Schneiderin Anna S. in der Kucke ihrer Wohnung durch Lysol vergiftet. In bewußtlosem Zustand wurde sie in das Spital gebracht. E Del-Ka bringt beute in allen Tageszeitungen verschiedene Inserate mit pvetswerten Angchotetr, welche zu beachten jedermann etnpsohlen werden.

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