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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-09 · Heft 2204 (9.4.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2204 (9.4.1925)
Date
1925-04-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wen, DonnerMg Mkenev Morgenzeitung. S. April 1928 Skr. m$ fahr, völlig in Vergessenheit zu geraten. Unib mochte «sie auch in manchen Zeiten und in manchen Landern stagnieren, eine kleine Gemeinde fand sich immer, die sie IieSWWrtt hegte und pflegte. Jeder Stillstand in ihrer Entüvicktung war nur vorttibevgchend. Anis jeden Niedergang folgte sin Aufschwung. War sie zeitweMg vornehmlich zu einer Litemtursprache erhoben worden, so hatte sie dennoch nie ganz aufgchört, ihren Einfluß auf die gviistige und kulturell« Entwicklung namentlich der Juden des Ostens auSMben. Theoretisch haben an dem Ausbau dieser alten Sprache' jüdische und nicht -um geringen Teil auch christliche Gelchrte mibgewtrkt. In Palästina aber wurde in den letzten Jahren ein gewaltiger Wörtervorrat geschaffen; die Sprache wurde durch zahlreiche Neubildungen und neue Wortsormm bereichert. Heute kann man das Höchste und Alltäglichste in hebräischer Sprache auLdrÜcken. Gute, umfassende, das ganze hebräische Schrifttum und da- Leben in Palästina berücksichtigende Wörterbücher sind vorhanden. Hebräische Wörterbücher hat es auch früher gegeben. Den-Seff, Fürst, GeseniuS haben den 'Wortschatz der Bibel, Levy, Kcchui den deS Talmud und der Midraschim zuisammengetragen. Und Elieser Ven-Jchuda hatte den Mut, sich zum hebräischen Grimm aufzuschwingen und das große Wörterbuch zu schaffen, in dem alle Workformen und Neubildungen, von der Terminologie der Philosophen WS zu den gewöhnlichen Ausdrücken der Kinderstube, vereinigt sind. Als man vor ettva drei Jahrzehnten daranging, die jüdische Renaissance aus die Dreieinigkeit Volk, Land und Sprache gufzubauen, da begab sich etwas sehr Merkwürdiges: die meisten hobräischen Schriftsteller und Dichter waren gegen eine Umgestaltung deS Hobräischen zur Volkssprache. Sie gaben vor, an der Ausführbarkeit dieses Planes zu zweifeln. Sicher sagten sie dies ehrlich und meinten es auch so, aber der unbewußte Grund hierfür war ein ganz anderer. Ihre Ablehnung des Hebräischen als Volkssprache entsprang einein nicht klar bewußten und nicht deutlich gefühlten Unbehagen, ihre schöne Literatuvsprache nunmchr mit dom Volke teilen zu müssen. Schriftsteller und Dichter halben ja von jeher die Neigung, die Sprache der Literatur weit weg von der Sprache des Volkes zu entwickeln. Die hebräischen Schriftsteller aber halten das Glück, eine Sprache zu besitzen, die stets in festtägigem Gewände einherging. Sie sträubten sich dagegen, ihr FesttagEnd in den Alltag hineinzerren zu lassen. Mer das Leben erwies sich stärker als die Literatur. Die hebräische Sprache ist heute in Palästina eine Muttersprache und sie hat ihre Wma mater. S. M. Sabbat lm Smek. Von D. Kimchi (Jerusalem). Freitag abends in Kfar Jecheskvell. Aus der Ferne, auS Ajn-Charod, schimmern die kleinen Lichter aus Baracken und Zellten im Emek zu Füßen des Gilboa. Der Berg dunkelt in der FeMe, Stille. Selbst die große Maschine, die an der Quelle am Fuße des Berges das Wasser schöpft schweigt. Ruhe. Nur eine Stimme, wie von einem Liede, hört man von dort. Und das Geräusch von Füßen, die den Boden stampfen. Sie tanzen wohl dort im Speiseraum in Ajn-Charod. Auch aus der Chaussee von Kfar Jochr.kiel wach Wr Marod hört man Schreiten und Singen. Gruppen nähern sich und singen. Untergesaßt und umarmt im Schreiten, so wandert man am Sabbat mrmter von Ajn-Charod nach Kfar Jecheskiol und dnn nahen Gewah — und nach Tel Josef und Beth Alpha, dort weit hinten. Und Wandert wieder zurück. Tel Josef leuchtet in der Ferne mit elektrischem Licht. Auch Beth Alpha sieht man aus dem Hügel und die Erinnerung steigt auf, wie du vor einigen Tagen aus diesem Boden gegangen bist, ohne ein fremdes Gesicht zu sehen oder auch nur die Sprache der Nachbarn zu hören ... Boden ÜWiditfgfürsPessadifesi!! Hagada Illustriert von Josef Budko HebrftUdtt Pappband 8. K 30.000, Ganzleinen 8. K 39.000 Hebräisch mit deuiadier Uebcrteiznng v. Dr. Max OrunwaM: Pappband 0. K 39.000, Ganzleinen 8» K 48.000 Unsere Hegadah hat beim jüdischen Publikum begeisterte Auf. nähme gefunden. Durfch ihre Uebersetzung ins Deutsche ist sie nun auch weitesten Kreisen zugänglich geworden Die „Budko-Hagadah" Das Geschenkwerk für Pessadi! Zu beziehen durch alte Buchhandlungen oder direkt durch L. LÖW1T-VERLAG, wi«, i. ruud.rn.nd i mmmmmmmmummmmmm Palästinas! Der Boden des neuen Palästina, des NatioMfonds, und Palästina im Kleinen, wie es fein soll! Zum ersten Male in deinem Leben siehst du dich gebunden in einer Atmosphäre, ohne zu wissen, daß jenseits der Mauern die anderen gefesselt find . . . Und du vergißt alles Kleinliche, und die neue Offenbarung wird wiederkommen und dich rufen Und deine Seele weiten, die sich dem Morgen entgegensehnt. Sabbatruhe. Das Bschaus zählt einen Minjan, der sich mit Mühe versammelt. Aber ein Sabbat im Dorfe. Eine reine Stille. Die ArbeitMeider wurden gewechselt. Der weiße Kittel ist gewaschen und sauber. Auch die Gesichter sind offener, ruhiger. Jetzt kann -man mit ihnen über die Ruhetage plaudern. Itotb jetzt, scheint es, sind auch die Probleme, die bleischweren Probleme, leichter. So hat jede Lebensform ihre zwei Gesichter. Und der Himmel ist nicht immer leer. Noch ist er da, und auch die Stimme Gottes tönt in ihm ... In den Straßen streifen Kinder umher. Die Kinder im Emek: eine sprossende, herrliche Ernte. Hier gibt es keine Frage des Budgets". Sie haben schöne Kleider und frische Gesichter. Es ist dies eine einzigartige Frucht. Und in welchen „Rechnungsbüchern" wird diese Einnahme gebucht, diese prächtige Ernte? Im vergangenen Jahve 1924 gab eS 150 Geburten in diesem Teil deS Emek, in dem wir jetzt wcmdevn. Und vielleicht ist in der ,^Buchhalterei" gar keine Rubrik für diese Ernte vorhanden—mW statt dessen spricht man in der Oeffentlichkeit van „Defiziten" in der,Michern" des Ausbaues der Heimat. . Wir klettern hinaus zum nahen Gewah, das in der Morgensonne leuchtet. In der Feme sieht man den großen Wald an der Grenze von „Ajn-Dabun". Die Pflanzung deS Moschaw, der Stolz des OvteS. Wir, die Juden, pflanzen Wälder. „Denn ihr sollt in das Land kommen und es bepflanzen." Wir lieben den Wald, daS Grün und die saftigen Blätter. ,>JnS feuchte Land schmiegen wir uns," betet Biollir. Der Baum, der wächst und Schatten spendet, ist der Anfang der Kultur im Lande. Wenn es möglich wäre, die nackten Berge mit Bäumen zu bedecken, mit Zierbäuimen, das würde einen riesigen Umschwung bedeuten. Wälder und fließendes Wasser, daraus hofft auch der Goden in -den Gluten des Sommers. Gesegnet sei der Moschaw, der, noch bevor er die Baracken «mfsteltte, aus Pflanzen ging, ans Pflanzen des Waldes mit seinen schattenspenidenden Bäumen! (litt vergessener Jahresanfang. Von Matthias Mieses. Dev natürliche Jahresanfang ist dev Frühling. Das Erwachen der Mutter Erde von -ihrem Winterschlaf zu neuem Leben bedeutet eine Grenzmarke und einen Meilenstein im ewigen Nacheinander der Tage. Die meisten Völker haben in alten Zeiten, wo die Beziehungen zum Walten des organischen Lebens inniger waren und adäquate Rückwirkungen hervorriesen, mit dem Leng das Jahr begonnen, im Frühjahr das Neujahrsfest gefeiert. Die großen Baumeister der mittelländischen Kultur, die Babylonier, singen das Jahr -im Frühling an, im Nissan monat. Am Reujahrstage, der für sie ein großer Feiertag war, versammelt der Obevgott des Zweistromlandes, Marduk, feierlich den Gotterrat um sich und bestimmt im Verein mit den großen Göttern das Schicksal der Menschen für das kommende Jahr. Dieses uralte Neujahrsfest des Frühlings trug den Namen „Zagmu-k". AehnlicheS wird auch im alten Iran festgestellt. Bei den Persern der Antike, den Anhängern der Feuerreligi-on Zarathustras, begann das Hahr mit dem Monat Farvardin, der unserem März entspricht. Der erste Tag dieses Monats wurde unter dem Namen „Nauroz" feierlich begangen. Dieses Neujahrsfest wgr derart im Volksleben der Jranier verankert, daß noch heute, wo mekr als ein Jahrtaufenverstrichen ist, sstt im Reiche der Schah Ahuramazda dem Allah wich, dieser Feiertag alerratischer Block im Folklore der mohammedanischen Iraner feststeht, obwohl ihm sein kalendarischer Charakter im Bereiche de- Korans verloren gegangen ist. Die Bewohner der Ganges Halbinsel ftiern bis dato die Geburt dtS Jahres am dritten Tage nach dem Reumond tzlpril. An diesem Tage werden Almosen verteilt, deren Verdienstlichkeit immens groß ist, hundertmal größer als an sonstigen Tagen deS Jahres. Der ursprüngliche Jahresanfang der Römer war im März. Noch in der Gegenwart heißt in der lateinischen Kalenderterminologie Europas der nennte Monat der siebente (SetztWber), der zehnte Monat der achte (Oktober) ustv., da die Reihenfolge ursprünglich im März begann. Die kleineren semitischen Völker deS Altertums, wie die Araber um Bostra, die Damaszener, die noch im Mittelalter nachweisbaren syrischen Polytheisten, die Havranier, fingen das Jahr um die FvühjahrSMche an. ' Auch die alten Hebräer feierten den AeqirinMicrlmonat des Lenzes als Jahresbeginn, ein Zustand, der sich bis aus die Zeit der Abfassung der Makkabäerbücher erhielt, knapp vor Beginn der heute üblichen Zeitrechnung. Erst Josephus FlaviuS, der jüdische Heerführer undgriechische Schriftsteller aus der Zeit VosPasianS und seiner Nachfolger, kennt neben der Frühlingsorientierung deS Jahres eine Herbstorientierung. Das Neumondfest deS siebenten Monats vom Frühling an gerechnet, als Neujahrsfest, erscheint zuerst im Talmud in Texten aus dem zweiten Jahrhundert nach dem Beginn der christlichen Aera. DaS alttestamentliche Schollfest wurde damals erst zum Neujahrsfeiertag. Die Umorientierung des Jahres nach dem Herbst war in Palästina ein Werk der mazedonischen Eroberer, erfolgte auch sonst im Orient unter der Einwirkung der S ele uz i den herrsche ft im semitischen, Vorderasien. Nebst den Juden nähmen die mazedonisch; Jahresorientierung nach dem Herstäquinoktium die syrischen Einwohner von Balbek-Heliöpolis an. Die christliche Welt machte mit den rabbinischyn Juden nicht den Anschluß an den mazedonischen Kalender mit. DaS alttestamentliche Frühjahr als Jahresanfang erhielt sich sehr lange in der europäisch-christlichen Wett. Rom wurde durch den Triumph des Kreuzes aus den alten Orient zurückgeschraubt. Die SormoneS des Papstes Leo des Großen sind nach dem Marz als Jahresbeginn orientiert. Wahrend der ganzen Merowingerzeit galt Le! den Franken der März als Jahresanfang. Die Franzosen übergingen dann zu den Ostern als Jahresanfang, zum Osterstil, der bei ihnen vom Jahre 1060 bis 1563 andauerte. Erft der Sieg des Humanismus. die Rückkehr zu den Quellen antiker Kultur, stellte im Reiche der erstgeborenen Tochter Sette S ——k Wir klettern aus dem Walde zum nahen Gewah. Auch hier Sabbat. In den Wagen, die auf dem großen Hofe der Kwuzah stehen, spielen Kinder, laufen «mnter mW springen aus die ausgehäuften Strohsäcke. Ihre Gesichter sind wie die von Kinder«, die tm Garten einer Stadt spielen — und sie sind auch gekleidet wie Kinder in einem städtischen Garten. Ich will -uerst, bevor ich mit den Siedlern des Ortes zufammentvefle, mich zu ihnen, zu den Kindern, retten. Sie sprechen ein schönes, Kares Hebräisch. Man fühlt die sorgsättige Pflege. Ueberhanpt eine besonder« Sauberkeit, die sich von anderem absondert, in der gesamten Pflege. Und auch „Gewah" sticht hervor durch seine besondere Sauberkeit und Ordnung. Woher kommt daS? — Es war schwer, etwas darüber von ihnen zu erfahren. Vielleicht ist der Grund die kleine Zahl der Chawerim, vielleicht di« Gewißheit der festen Ansiedttmg. (In Ajn-Charod bereitet man sich vor, den Wohnsitz nach dem nahen arabischen Dorf Kumi zu verlegen.) Und vielleicht . . . wer kennt den Men-- schen! ... Vielleicht herrscht hier, entstanden aus einer Harmonie, die mit der Zeit erwuchs, ein anderer Geist. Jedenfalls „Gewah" ist ein besonderes Stück für sich. ES hat eine eigene Schönheit und eine eigen« Anmut. Wir kommen, wie überall, zuerst in die Pferde- und Kuhställe. Auch hier besondere Sorgfalt. Die Pferde sind geputzt. Kühe gibt «S noch nicht in Gewah. Es herrschte eine ansteckende Krankheit im Stall, und so -wurden die Tiere verkauft. Dagegen ist der Hof voll Geflügel aller Sorten. Und der Truthahn stolziert und bläht sich auf. Er ist ein Geschenk für die Engländer zu Weihnachten. Sie bezahlen dann viel Geld dasür. ES lohnt, ihn groß zu ziehen. Und es gibt auch eine Neuerung: über dem Getreidespeicher zieht ptt Kaninchen in Gewah, und wir kommen zu diesem schwachen Volke, wie einer der Siedler jeder Kammer in besonderem Gefäße TrmArasser gibt. Aber es sind ja doch Kaninchen und es gibt kein einziges, das nicht erschrickt, zusammenzuckt und wegläuft, Am Eingang zum ,MninchenhauL" steht ein schatttger 'Baum. Ich setze mich darunter und prüfe eines der Kinder aus der Siedlung in der ,/Geographie". . ,/WaS ist dort?" — ich deute mit -dem Finger. ,/Tel-Jofef." „Und weißt du sonst noch Orte?" „Tel Josef, Ajn-Tabun, Merchawiah, Beth Alpha uttV mein Vater war in Nahalal." „Und sonst." „Und Merchawiah, das habe ich schon gesagt, und Ajn- Chawd . . und Jerusalem — und Amerika — aber das ist weit . . . wei—t ..." „Und liebst du di« Kaninchen?" „ES gibt soviel Pferde in Ajn-Chairod! - Und' einmal sich ich einen Araber aus einem Pferd. Er hatte es aus Ajn-Chawd gestohlen. . . Schoulik sagt, daß es aus Arabisch nicht ,Dchalom" heißt.. . der Dumme." ,^Fch habe ein Lied aus Ajn-Charod gemacht: ,Ajn- Charod Karow meod.'" (Ajn-Charod, du bist so nah!) * Bücheraktion des akademischen Larckesverbander für die Universiiätöbibliothek in Jerusalem. Anläßlich der Universitätseröffnung hat der Wiener akademische Landesverband zugunsten der Universitätsbibliothek -ine Bücheraktion ein>g«leit«t. welche bisher «in Ergebnis von 1000 Bänden (wertvolle wissenschaftliche Bücher) ausweist. Die Bücher gehen in den nächsten Tagen an ihren Bestimmungsort ab. Bei dieser Gelegenheit erlaubt sich das Prasid.um. deS akademischen Landesverbandes den Herren Univ.-Prof. Dr. Braun und Dr. Reumann wie - auch dem Herrn Doz. Dr. Hofbauer und Herrn Goitein für ihre Spenden herzlichst zu danken. der Kirche den Jahresbeginn so wie er in der Siebervhügek stadt zur Blütezeit üblich war, wieder her. Biel zäher erhielt sich der christliche kalendarische Import aus dem Weltteil der Bibel auf der a p e n n i n ifchen Halbinsel. In Venedig sing das Jahr am 1. März an, in Pisa am 25. März (neun Monate vor Geburt Jesu), ebenso in Florenz. Der CaleuluS Florenttnus wurde erst im Jahre 1749 abgeschafft. Im Reiche John Bulls erhielt sich der Jahresbeginn am 26. März bis zum Jahre 1753. In Rußland erscheint bei. allen älteren Schrfftstellern bis ins 13. Jahrhundert der März als Jahresbeginn. Zum Jännerftil des antikisierenden Abendlandes überging Rußland erst unter der harten Aufflärungsknute PetrrS des Antichristen. Die Umstellung des Jahresbeginnes unter dem Einfluß der ältrömifchen Literatur in den Jahrhunderten nach dem Evlvachen der humanistischen Studien konnte bei aller FortschriEchkeit nicht der Etikette der Kirche und dei orientalischen jüdischen Signatur entbehren. Hieß es früheri daö Jahr beginnt am 26. März, dem Tage der Konzep« tion Christi, so lautete es jetzt: das Jahr finge am Be« schmidungstage Jesu an. Jesus, der am 25. Dezember dal Tageslicht eMickt-e, wurde am achten Tage beschnitten, de: genau aus den 1. Jänner siel. Anders wie der sonstige Orient waren die alter A e g y P t« x hinsichtlich der Jahresanfangs ovienttert. Sie begannen das Jahr im Hochsommer. Den Einwohnern des Nillander leisteten in dieser Beziehung auch die alten Hellene» Gefolgschaft. Der erste Monat des grie-- chäfchen Jahres, Hekatombaion, entsprach unserem Juli. Der hellenische Jahresanfang hatte für Europa keine weitere Folgen. Im Orient betrachten die Mohammedaner, deren Mondkalender keine JnterkalattonSjahre kennt und die daher keinen fixen Jahresbeginn besitzen, all Ausgangspunkt ihrer Aera einen Hochsommertag, de« 16. Juli SW. i

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