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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-09 · Heft 2204 (9.4.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2204 (9.4.1925)
Date
1925-04-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Kr. 2204 Dien, Donnerstag Me«ee Morzerrzettmrs. 9. April 1925 AM 8 Mm werden. Die Annäherung zwischen Rußland und Japan -hat gaqz neue Perspektiven eröffnet. Europas SLimme ist heute nicht mehrdie erste Stimme im Konzert der Völker. Sie ist eine Art Di'Mnt geworden; ihoffen wir, daß Europa die Kraft findet, zur Harmonie zuvückzukchren. Der Bortrag wurde vom Publikum mit gespannter Aufmerksamkeit angehört. Am Schluß gab es begeisterten, Lange dauernden Applaus, dem erst einige Dankesworte des Gastes ein Ende machten. # Auf Grund einer Mitteilung der Bukum-A.-G. haben wir in unserer gestrigen Nummer berichtet, daß für den gestrigen Vortrag Georg Brandes' im Zionistischen Landeskomitee Karten zn ermäßigtem Preise erhältlich seien. Wie uns das Landeskomitee mitteilt, entsprach diese Nachricht nicht den Tatsachen. Das Zionistische Landeskomitee konnte mit Rücksicht auf den Pessachfeiertag auch keine Karten übernehmen. / Las gefährliche Soldatenspiel. Zwei Unglücksfälle bei der Reichswehr. Berltn, 8. April. Ern neues schweres Unglück bei der Reichswehr hat sich in O e l s beim Reiterregiment Nr 8 ereignet. Dort waren einige Soldaten mit der Vernichtung von schadhaft gewordenen Handgranaten beschäftigt. Eine Granate explodierte vorzeitig. Dadurch wurden drei Unteroffiziere getötet und ein Gefreiter schwer verletzt. Gießen, 8. April. (Wolfs.) Ein schwerer UnglücksM ereignete sich nachmittags bei einer Uebung mit scharfen Handgranaten, die von der Maschinengowehrkompagme des hiesigen Bataillons des Infanterieregiments Nr. 15 abgehailten wurde. Bonn Werfen einer StreHandg-ranate explodierte diese zu früh, 'wodurch fünf Soldaten verletzt wurden, davon drei schwer. Einer der Schwerverletzten ist bald darauf gestorben. Katastrophe auf einem italienischen Dreadnought. Spezia, 8. April. (Stesani.) An Bord des Dreadnougth „Dmlio" wurden durch die Explosion eines Geschosses fünf Marinesoldaten getötet und fünfzehn verletzt _ Ter Anstifter zum Mord an Amalta Seim. Budapest, 8. April. Mit der geistern erfolgten Verhaftung des Oberbeamten der Budapester Glektrizitätsgesellschaft, Ladislaus Okoliesanyi scheint die bisher fchr verwickelte Mordaffäve Leirer ihrer Aufklärung entgegenzugehen. OkolicsMyi hat im Laufe der wiederholten Verhöre, denen er gestern Md heute ilmterzogen wurde, gestände «, daß er von dem Mörder P ö d ö r verschiedene Schmuckstücke der Lei-ver zur Verwahrung übernommen, sie aber, als Polizeiorgane im Gebäude der Glekitrizrtätswerke erschienen, in den Ofen geworfen habe. Er gestand fermr, daß er mit Pödör seit Jahren bekannt itofetK, daß er auch die Leirer gekannt und im Dezember vorigen Jahves wiederholt besucht habe und daß er ihr den Pödör vorstellte. Auch gab er an, daß ihm Pödör genau beschrieben hatte, wie er die Leider ermordet und beraubt habe. Die Polizei setzt nun ihre Nachforschungen -in der Richtung fort, ob Okoliesanhr bloß der.Anstifter der Mordtat Itoüt >oder ob er an der Ermordung aktiv teilgenommen hat. mnittttimttmim, »Wem Mm* Teil- : Zahlungen!: Erhältlich nur in Lflden mit diesem Schild IZentral«: Wien,!. Lleblttute jnn.nnnnn Schwere tzrplofionskataftrophe lu Amerika. 100 Häuser zerstört, viele Tote und Verletzte. New-Aork, 8. April. In Hannover im Staate Massachusetts ereignete sich in den Werken der nationalen Feuerwerksgesellschaft eine schwere Explosionskatastrophe. Durch mehrere heftige Explosionen wurden schätzungsweise 100 Gebäude zerstört. Die Zahl der Verletzten ist sehr groß, da sich infolge der entstandenen Panik viele Arbeiter und Arbeiterinnen dadurch zu retten suchten, daß sie aus den Fenstern auf die Straße sprangen. Vermutlich ist in den brennenden Gebäuden eine größere Anzahl von Arbeitern ums Leben gekommen. xiie Wische Einwanderung nach Kanada. Toronto, 7. April. (I. T. A.) Die kanadische Regierung hat bekanntlich vor mehr als einem rJahve der Jca die Bewilligung zur Hereinbringuug van 6000 Mischen gestrandeten Emigranten in Kanada erteilt, später hat sie für beit Rest dieser Quote die Erlaubnis wieder entzogen. Bor einigen Wochen hat sich die Regierung bereit erklärt, auch den Rest der Fünftausendquote Ms Land kommen zu lassen. Nunmehr dürfen weitere 1600 Juden nach Kanada >'m den nächsten Monaten einwandern. Die Bedingung ist, daß sie Affidavits von 'Verwandten iu Kanada erhalten und von einer der drei britischen Dampferlinien, Canadian Pacific Railway, Cunavd Line, White Star Dominion Line, beordert werden. Eingelassen werden Eltern, Kinder unter 18 Jahren, Brüder und Schwestern von Einivohnern Kanadas. _ Sie Suchoborzeu in Kanada. Bor etwa 30 Jahren ivanderten infolge der harten Bedrückung durch die zaristische Regiemng etwa 1000 Anhänger der russischen Gelte der D u ch o b o r z e n, die in mancher Beziehung an die Quäker erinnern und deren Anhänger Ei d- und Kriegsdienst verweigern, nach Kanada aus, von wo sie ^später nach Britisch-KolunMen übersiedÄten. Hier machten die russischen Sektierer der Regierung beständig Schwierigkeiten, und auch heute stehen sie in offener Enipörung gegen die Gesetze ihres zweiten Vaterlandes. Achtmal haben Ire bereits die Schule, die die Regierung für ilhve Kinder crfcofüit hatte, niedergebrannt. Auch sonst befinden sie sich sozusagen in einem Dauerstreik gegen jeden Versuch, sie dem zivilisierten Loben zu unterwerfen. Ebenso wie sie ihre Kinder von dem Besuch der Schule zurückhalten, ^weigern sie sich seit Jahren, Geburten, Trauungen und Todesfälle, wie es das Gesetz vorschreibt, bei der Behörde anzumelden, kurz, sie betragen sich als Störenfriede, die einen Fremdkörper in der britischen Kolonie darstellen. Besonders zugefpitzt haben sich die Dinge, seit im Jahre 1911 ein Duchoborze wegen Verstoßes gegen das Beerdigungsgesetz zu einer Geldstrafe verurteilt — da er nicht zahlen konnte und wollte —, ins Gefängnis abgeführt worden war. Das war für die anderen das Signal zu einer großen Demonstration, für die sie die seltsame Fornr wählten, in splitternacktem Zustand die Straßen zu durchziehen. Das wiedecholt sich jedesmal, wenn die Duchöborzen mit der Regierung i.r Konflikt geraten. Der Premierminister Oliver hat nun, um diesen Zuständen endlich ein Ende zu machen, kürzlich einer Abordnung der Duchoborzen eröffnet, daß sie, falls sie in ihrem Verhalten beharren sollten, ausgewiesen und nach Rußland zurückgeschafft werden würden. Für die Widersetzlichkeit dieser russischen Querköpfe ist es bezeichnend, daß sie bis Heine nichi ein Wort Englisch gelernt Halen, so daß sich stets, wenn die Behörde mtt ihnen verhandelt, die Inanspruchnahme einer Dolntetsch als nötig erweist. Sin ««entbehrlicher Buch. Das stenographische Protokoll des 13. Zio» nistenkongresses. Das langerwartete Protokoll des letzten Zionistenkongresses ist erschienen. Ein stattlicher Band von 600 Seiten, der das Resultat einer Arbeit bildet, deren Größe und Schwierigkeit nur an der ungeheuren Mannigfaltigkeit des jüdischen Volks-. Parlamentes gemessen werden kann. Der 13. Zionistenkongreß zählte 400 Delegierte aus 50 Ländern der verschiedensten Sprachgebiete. Die VerhaMungen.dauerten 13 Tage. Alle maßgebenden Vertreter der Länder und Fraktionen und alle Sachverständigen, über welche die Weltorganisation verfügt, haben ausführliche Referate erstattet und zu eingehenden Debatten Veranlassung gegeben. Kein Gebiet der Wirtschaft, Kultur- und Politik wurde unberücksichtigt gelassen. Wer das bedenkt, der wird wohl nicht daran mäkeln, das zur Bewältigung dieses riesigen Werkes, und ein solches ist das stenographische Protokoll, vierzehn Monate intensiver Arbeit erforderlich waren. Das Protokoll enthalt die getreue, ungekürzte Widergabe sämtlicher Referate und Debatten, eine Liste aller Teilnehmer, eine Zusammenfassung aller Beschlüsse des Kongresses in übersichtlicher Gliederung, nach Stichworten geordnet: Absolutoriüm, Politik, Jewish Agency, Palästinaarbeit (Kolonisation, Nationalfonds, Gesundheitswesen), Immigration, Erziehungs- und Kulturarbeit, Keren Hajessöd, Finanzen, Organisation, Wahlen. Ferner ein Statut der Zionistischen Organisation, die Geschäftsordnung des Kongresses, ein Namensregister der Redner und ein Sachregister. Angesichts dieser Fülle, in welche, eine musterhafte Ordnung gebracht wurde, muß dem Bureau der Zionistischen Exekutive Anerkennung gezollt werden. Das Studium dieses Buches bildet eine Notwendigkeit für jeden, welcher die Entwicklung der zionistischen Bewegung und den Aufbau Palästinas mit Verständnis - verfolgen will. Es ist insbesondere unerläßlich für alle diejenigen, welche dem nächsten Kongreß, dem 14. Zionistenkongreß in Wien, als Delegierte oder Besucher beiwohnen iverden. Der 13. Kongreß hat die gewaltigen Wandlungen, die am 14'. Kongresse in die Erscheinung treten werden, vor-, bereitet. Die Referenten und Diskussionsredner - des 14. Kongresses werden unaufhörlich auf die Verhandlungen des vorigen Kongresses zurückgreifen müssen. Deshalb bildet das soeben erschienene Protokoll einer» unentbehrlichen Behelf für sie und ihre Zuhörer. Copyright 1925 by Jüdischer Verlag, Berlin Nachdruck verboten. Sie soziologische Geschichtsauffassung. Von Simon Dubnow. Mtt Erlaubnis des Jüdischen Verlages veröiffenMchen wir aus der jetzt erscheinenden zchubändigen .Meltgeschichte des jüdischen Volkes" von Simon Dubnow die folgenden Abschnttte, die der Einleitung in das Gesamttvevk entnommen sind. Me der Verlag uns witteklt, erscheint der erste Band dieses großen GeschichtsweÄes anfangs April, der zweite atnfb dritte folgen im September und Dezember dieses Jahres, die nächsten sieben Bände erscheinen im Jahre 1926. Wie in der Weltgeschichte der Menschheit, so muß auch in der Weltgeschichte des Judentums die synthetische Methode die vorherrschende sein. Die Klarlegung der allgemeinen Ziele und Wege des geschichtlichen Lübens im Wandel der Zetten und Länder, die Aufdeckung des organischen Zusammenhanges zwischen den einzelnen Bruchteilen der Zeit und des Raumes in der drettaufendjÄhrigen Entwicklung der Nation — dies ist'die Hauptaufgabe, die dabei dem Geschichtsschreiber zufällt. Der nach der synthetischen Methode verfahrende Geschichtsschreiber, der es mit einem schon gesammelten und mehr oder weniger bearbeiteten Stoff zu tun hat, darf sich allerdings der Mühe einer selbständig durchgefi'chrten Analyse, einer kritischen Prüfung der Quellen und einer Neberprüfung der Tatsachen nicht entzichen; mußten doch diese Quellen aus chrom langen geschichtlichen Wege an Zuverlässigkeit und Vollständigkeit nur allzuviel Einbuße erleiden, so daß sie ohne strenge Nachprüfung unvermeidlich zu schiefen Verallgemeinerungen Anlaß gelben würden. Allein die Hauptaufgabe besteht doch darin, den hinter der Unmenge der Tatsachen zuvücktntenden geschichtlichen Prozeß in feinen Hauptumrissen hervortreten zu lassen, einen Knau ausgeavbeiteten Bauplan zu entwerfen und dann das hochragende Bauwerk der Geschichte dem Grundriß gemäß zu errichten. Die erste Voraussetzung für dieses synthetische Werk ist a'ber eine klare allgemeine Auffas s u n g der jüdischen Geschichte, eine klare, durch dogmatische und scholastische Begriffe nicht verunstaltete Vorstellung von ihrem Träger oder'Subjekt, dem jüdischen VM, Nfc* ihrerseits die Methoden der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Geibiele vocherbestimmen muß. Bis in die allerjüngste Zeit standen einer sachentsprechenden Auffassung der Geschichte des „geschichtlichsten" Volkes die größten Hindernisse im Wege. In bezug auf ihren Ältesten Teil, der als „Heilige Geschichte" eine Ausnahmestellung oin- N'irmnt, herrscht die theologische Auffassung auch heute noch über die Geister nicht nur der Rechtgläubigen, die vorbehaltlos den religiösen Pragmatismus der biblischen Geschichtsbücher anerkennen, sondern auch der Verfechter der freien ,MbeMritik", welche den biblischen Pragmatismus durch ihren eigenen, jedoch nicht minder cheologischen, ersetzen. Aber auch in der Behandlung der mtttclaltevlichM und neueren Geischichte des Judentums herrscht eine einseitige sp irr tualistisch e Auffassung vor, die sich auf den Satz gründet, daß ein Staat und Territorium entbehrendes Volk als aktives Subjekt der Geschichte nur auf dem Gebiete des geistigen Lebens auftreten könne, tvährend es sonst im sozialen Leben dazu verdammt sei, ein passives Objekt der Geschichte jener Völker zu sein, unter denen es lebt. So ließ sich die von Znnz und Graetz inaugurierte Geschichtsschreibung bei der Darstellung der Geschichte der Diaspora hauptsächlich von zwei Gesichtspunkten letten: sie behandelte einzig und allein das .geistige Schaffen und das heldenmütige Märtyrertum ■ (die „Geistes- und Leidensgeschichte"). Auf eine Literaturgeschichte einerseits und auf ein Martyrologium andererseits wird hier gewöhnlich der Hauptinhalt des gesamten Volkslebens zurückgeführt; dies sind die Grenzen, in die der geschichtliche Gesichtskreis gebannt bleibt. Dieser einseitigen Auffassung der „naHbiblffchen" Geschichte ist auch ihre.Einteilung in Epochen augcpaßt; es werden unter-, schieden: die talmudische, gaonäische, rabbinische, mystische-'und die Aufklärungsepoche, was wohl als eine ltteraturgeschichtliche, keinesfalls aber als eine nationalgefchichtliche Einteilung gelte» kann. Es ist nun eine Errungenschaft der letzten Zeit, daß man endlich zu einer, nrnfässeirderen, rein wissenschaftlichen Auffassuug der jüdischen Geschichte, die mcm als die soziologische bezeichnen kann^ vorgeschritten ist. Dieser Auffassung liegt jener aus der Gesamtheit der Tatsachen unserer 'Geschichte sich ergebende Gedanke zugrunde, daß das jüdische Volk zu allen Zeiten und in allen Ländern, immer und überall, ein SuIbjM, ein Schöpfer seiner Geschichte nicht nur aulf dem geistigen, sondern auch auf dem Gebiete des sozialen Leidens überhaupt war. Sowohl in der staatlichen als auch in der staatlosen Periode seiner Geschichte tritt das Judentum mitdem stark ausgeprägten Gharakter einer Nation, nicht nur.als eine religiöse Gemeinschaft unter anderen Nationen auf. Diese stets leibenskräftige Nation kmnpfte immer und überall für ihr autonomes Dasein sowohl in ihrer sozialen Lebenssphäre. als auch auf allen anderen Gebieten des Kulturschaffens. Die noch zur Zeit des Bestchens des judäischen Staates zu hoher Entwicklung gelangte Diaspora befaß überall ihre autonomen Gemettrden und au vielen Orten auch zentrale Sslbstverwaltungsorgane, ihre eigenen gesetzgebenden und gerichtlichen Institutionen (Synhedriou, Akademien und Patriarchen im röm-isch-byzantillischen Palästina, Exilarchen, Gaonen n>ud gesetzgebende - Akademien in Balbylonien, Aljama und Kongresse der Gemeindedelegierten in Spanien, Kahal« und „Waaden" oder Kaha'ltage in Polen und Litauen u. dgl. m>). Die mit diesem geschichtlichen Prozeß zulsummenhängende neueste nationale Bewegung im Judentum, die das alte Vermächtnis des Auionomismus mit dem modernen Prinzip der „Rechte der nationalen Minderheiten" verbindet, zeugt von der Unvergänglichkeit dieser ewigen Triebkraft der Mischen Geschichte, die sich sogar in der Epoche der Assimilation und der umlvälzenden Veränderungen im Volksleben zu behaupten vermocht hatte. Die Ursachen der einseitigen Auffassung der jüdilschen Geschichte, die noch in der jüngsten Vergangenheit so verbreitet war, liegen klar zutage. Unsere wissenschaftliche Geschichtsschreibung nahm ihren Ursprung im westlichen Europa in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als dort das Assinrölationsdogma gänzlich das Feld behauptete. Dieses Dogma lautete: „Da- Judentnm ist keine dtation,- sondern eine Religionsgemem« schaff." Auch die Geschichtsschreibung ’ ließ sich von der allgemeinen Strömung fortreißen -und widmete' sich mehr dem Judaismus als seinem lebendigen Schöpfer, dem jüdischen Volke. Sogar solche Gegner des allgemein gültigen Dogmas .wie Graetz brachten nicht die Kraft auf, gegen den Strom zu schwimmen. Die tiefgreifende llmwälzung ' des ' nationale» Selbslbewußtseius, die unser Zeitalter kennzeichnet,'mußte nn-

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