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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-08 · Heft 2203 (8.4.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2203 (8.4.1925)
Date
1925-04-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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«Wfc I ast«, ffffcner Mvraeniettimft. 8. Apr» 1926 Shaker. Bon Ludwig Bai». Bon einem Trimnphzuge kehrt heut« der Ffchner und Lchrer der Wiener Judenschaft heim. Denn «inen Sieg seiner politischen und geistigen Ideen bedeutet die Eröffnung der hebräischen vniverstrüt in unserer alten Hauptstadt, und daß das jüdische Volk dessen bewußt ist, beweist der festliche und Gegeisterte Empfang, den ihm unsere Volksgenossen allenthalben bereitet haben. Denn Chajez ist kein Würdenträger, dem man konventionell« Ehren erweist, nein, er ist die Verkörperung einer Idee, an die stch di« Hoffnungen einer Volkes knüpfen, er ist der Führer und Lehrer, dem sich alle willig unterordnen. MS er vor sieben Jahren nach Me« kam, war er eigentlich in weiten Kreisen des Volkes so gut wie unbekannt. Er sollte aber gar zu bald bekannt werden, denn mit seinem Amtsantritt in Wien bricht «ine neu« Periode nicht nur in seinem Erden, auch in den Annalen der Diener Juden an. ES sei gleich vortveggenommen: keine Periode der Ruhe und desanften DahinschlummernS, sondern eines zeitweise grimmigen Kampfes. „Meinem Bolle zu dirnen", sagte et in seiner Antrittsrede, „bin ich zu euch gekommen, ihm -u dienen mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele, mit meinem gomiZen Vermögen. Doch sonst bin ich keines Menschen Diener. Mein Eigenstes, mein Höchstes, mein Tiefstes und Persönlichstes, mein Gewissen kennt keinen anderen Herrn als die göttliche Stimme, die ich in mir vernehme. Nicht um ein Amt auS-u» füllen, stehe ich hier, sondern um eine Mission zu erfüllen. Wer mir meine geistige Freiheit, meine Unabhängigkeit nimmt, der macht mich zu einem unbrauchbaren Werkzeug. Wer aber meint, durch Drohungen oder Lockungen, durch Schmähungen oder Versprechungen mich von dem Wege abziehen zu können, den ich gehen muß, mich den Ueberzeugungen entfremden zu können, die ich in jahrzehntelangem Ringen mir erkämpft, der wird aus Granit beißen . . . Jeder Schlag meines Herzens, jeder Teil meiner Kraft, jede Frucht meines Geistes, jeder Tag meines Lebens soll uneingeschränkt gehören dem Judentum und feiner geschichtlichen Aufgabe, dem Befreiung-Werke der Menschheit! Der .Hort und Hüter Israels Perleche mir Kraft und Segen." Und dann geht eS weiter, Schritt auf Schritt. In allen feinen Ansprachen verkündet er mit flammenden Worten, aber nie eine Phrase gebrauchend, die ewig neuen Ideale des Volkes, hebt die Bedeutung Erez Israels für da- Mische Voll und seine Zukunft hervor und mahnt die Reichen an chre Pflichten dem Volke gegenüber. Revolutionierend wirken seine Reden. Er predigt niemals, er spricht zum Volke, wie man herzlich unmittelbar zu seinen Brüdern und Schwestern spricht über wichtige Fragen des Judentums. Niemals wird er salbungsvoll und niemals bemächtigt sich seiner ein Gelehrtendünkel, der die Kluft zwischen sich und den Zuhörern fühlen läßt. Und di« Jugend jubelt ihm zu, sie fühlt, der neue Mann ist unser Führer. Tie jugendlichen Herzen fliegen chm zu. Oft saß ich da und dachte: ,Au lieber Gott, warum war es Theodor Herzl nicht vergönnt, die Zeit zu erleben, in der -ci Wiener Oberrabbiner seine Ideen in der Synagoge und in der Oeffentlichkeit verkündete?" Da spricht er aüsabbatlich ein Gebet, worin er den Allmächtigen bildet, dem ganzen jüdischen Volke und der Arbeit im Lande unserer Väter seinen Segen zu verleihen. Wie seine Reden und sein Wirken sich am besten als palästinozentrijch bezeichnen lassen. Aber fein« Palästinaliebe ist nichi national-chauvinsstisch, im Gegenteil: sie ist eng verknüpft mit dem Schicksal der Menschheit. Und wenn er darüber spricht, tritt seine ganze Persönlichkeit plastisch in die Erscheinung. In seinen Adern rollt das Mut der Propheten, di« die ganze Menschheit erlösen wollten. Cr fühlt sich als ihr Nachkomme und in ihrem Sinne verbündet er die Mission des jüdischen Volkes. Aber nn Gegensatz zu den deutschen Refovinra-bbinern, die dos jüdische Volk für alle Ewigkeit an o,e Diaspora gebannt wissen wollen, betont er, daß diese Mission, die ein« sittliche Pflicht und eine von den Vätern übernommene Erbschaft des Volkes sei» nur von einem gesunden, starken Volke, das auf der heimatlichen Scholle sitze, erfüllt werden könne. Seine Reden stellen «ine Synthese der Historischen mit dem Prophetischen dar. Er hat das Wissen eines Historikers und die Seele eines Propheten .. . Es liegt auf der Hand, daß diese Ideen bei den Gegnern des jüdischen Volkstums natnrnotwendigerweis« Anstoß erregen mußten. Sie sehnten sich nach den besänftigenden, ruhig dahinplätschernden Predigten seines Dovgä-ngers, nach den guten, alten Zeiten zurück. Aber die machtvolle, ideal« Persönlichkeit des OberrabbimrS hat auch sie bekehrt, sie sind — soweit sie idealer Bestrebungen fähig sind — seine Freunde und Anhänger geworden. Und so strömt dos Voll in hellen Scharen in die alte Synagoge in der Seitenstettengaffe, um den Reden zu lauschen, die von einer unendlichen Liebe znm jüdischen Volke getragen sind. Stundenlang stehen di« Menschen vor dem Tor« des Tempels, um beim Leffnen die ersten sein zu können. Da gibt eS erbittert« Kümpfe mit den Tempeld'enern. Leuchtenden Auges und mit zurückgchaltenem Atem folgt di« Zuhörerschaft den Reden. Und so hat sich vor unseren Augen ein Phänomen vollzogen. Der radikale Zionist und Gegner der Assimilation, der kein Jota von seiner Ueber^ugung aufgab, sst kraft der Reinheit seine- Döllens und feiner moralisch unantastbaren, hochstehenden Persönlichkeit «in Versöhnung -ringender Mittler in der Gemeinde geworden, er wußte mit der Zeit auch den hartgesottensten Assimilanten Achtung abzugewinnen. Der unentwegte Kämpfer konnte so mit der Zeit ein Friedensapostel werden. Er. -er immer für die FriedenSidee der Menschheit ekntritt, vermochte mit der Zeit der Wiener Gemeinde den Frieden zu bringen, um so mehr als er es nicht heim Reden bewenden ließ. Er ging zu Taten über. ES war während -er schweren Jahre des wirtschaftlichen Niederganges »ach dem Kriege. Er li«j} werktätige Hilfe, ja Ae „Iollarzauoerer. vtaadwaffer. Schuh-afta «nd Lollar. — Der Polizei find zwei auS Rußland stammende Abenteurer in die Hände gefallen, di« sich anscheinend mit der Erzeugung falscher Dollarnoten befaßten. Es. stellt« sich heraus, daß sie durch einen Hokuspokus ihren „Klienten" vormachten, sie könnten aus echten Dollarnoten doppelt soviel« Noten erzeugen. Mit taschenspielerartiger Geschwindigkeit haben sie auch fövmlich vor den Augen ihrer „Kunden" tatelicse „echte" Dollarnoten verfertigt; allein die Noten waren wirklich echt und nur unterschoben. Die beiden Russen sind der frühere russische Gardeoffizier Md jetzige Kaufmann Valeria« B o r o 8 d i n, zu Petersburg vm Jahr« 1679 geboren, und der Kau'mann Elisas Mintzker, 1906 zu Blujani im Bezirk MoGau geboren, nach Paris zuständig. Sie bedienten sich bei Ihren Vorführungen geheimnisvoller Phiolen und Substanzen sowie eines mysteriösen Apparates, der in Wirtlichkeit eine Jnholationsmaschinr war, bei dessen Dämpfen sie ihre Zauberei vorfi'chrten. Die Fläschchen enthielten in Wahrheit Mundwasser, Schuhpasta. Zigarrenasche ufw. Zuletzt hatten sie den Poster Kaufmann Singer in Arbeit, dem sie schon einmal in Budapest in der Wohnung seines Bekannten, des Kaufmannes Straß berge r, den Schwindel vorgemacht hatten. Ter Zweck der beiden Hochstapler war, das Vertrauen ihrer „Kunden" zu gewinnen und mit den zur „Vervielfältigung" überlassenen großen Dollarnoten zu v ersch w-i nd e n. Auf solche Art hatten sie in B c rlin den ehemaligen russischen Offizier Dimitri Korzin um 3800 Dollar und 3100 Pfund gebracht. Singer hätte jetzt 2000 Dollar für das Experiment opfern sollen. Zchn Prozent waren, wie sie sagen, dem Straßberger als Anteil versprochen. Interessant ist die Lebensgeschichte der beiden Männer. Valerian Borosdin entstammt einer reichen russischen Adelsfamilie und ist ein Verwandter der russischen Fürsten- Galitzyn. Er war durch sechs Jahre aktiver Offizier der russischen Armee. Ms die Bolschewiken zur .Herrschaft kamen, mußte er flüchten, und kam über Japan, China und Amerika nach Parks und schließlich von Berlin, wo er mit den Trümmern seines Vermögens ein« Ze-itlaug sich mit Valutengeschäften und Börsenspekulationen befaßte, nach Wien. Die Börsenkrise des Vorjahres hatte ihn um den Rest seines Vermögens gebracht und er war seither auf die Unterstützung seiner Landsleute angewiesen. Im Herbst vorigen Jahres traf er den jungen Mintzker, mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmaaamnmmmmmmmmmm Rettung den notleidenden kulturelle»» Einrichtungen und Wohlfehrtsanstallten dev jüdischen Gemeind« aug-edeihen. Er g:ng nach Amerika, und seiner Persönlichkeit gelang es, dos Jmer- «fle der dortigen Brüder für dos notleidende jüdische Wien wachzurufen. Aber nicht nur bestehenden Institutionen half er, er rief auch neue ins Loben. Wer wie er kann die Bedeutung der hebräischen Sprache, der eigenen jüdischen Schule für die Erziehung einer aufrechten jüdischen Generation einschätzen? Und so entstand arrs seine Initiative und mit der durch ihn erwirkten materiellen Unterstützung ein hebräisches Pädagogium zur Heranbildung von h.'bräischen Lehrern — die Absolventen wirken in ganz Mitteleuropa —, ein jüdisches Religionslehrersominar und ein jüdisches Schulwerk. Er gründete die erste jüdisch« Bölkerbundliga, er trug den Gedanken des Völkerbundes» die zentrale Idee der jüdischen Propheten, in die Massen, er war es, der es verstand, das Voll politisch zu schulen, es über seine nationalen Rechte kmd Pflichten aufzuklären. Er begnügte sich niemals mit der Synagoge, in der er öffentlich erklärte, kein Priester oder Seelsorger, sonder,r ein Führer und Lehrer seines Volkes sein zu wollen. Und so ging er in di« Volksversammlungen und sprach zum Volke überall, wo er es erreichen konnte. Seine Gestalt erinnert an Rabbi Akiba, der — als Erez Israel von Rom unterjocht war — jahrelang in Klemasien umherzog, um das Voll aufzurütteln, um chm neues Lüben einzuflös-en. Wie ost bewunderten wir seine staatsmänn'ische Klugheit, die jedem Kulturstaate zur Zierde gereicht hätte! Unser Oberrabbiner kehrt nun teure in unsere Mitte zurück. Die Wiener Juden entbieten ihrem Lehrer und Führer chre innigen Grüße und heißen ihn hrrzlichst willkommen in der jüdischen Gemeinde, die seiner führenden Hand, ach! noch so dringend bedarf. Baruch haba! Getauft und schon ... Hans Herzl gegen das Werk seines Vaters. Hans Herzl, der getanst« Sohn Theodor Herzls, veröffentlichte in der katholischen Zeitung „Univers" einen Angriffsart ikel gegen den Zionismus, in iwelchem er unter anderem schreibt: „Ich bin gegen die in der B a l f o u r - D e k? a r at i o n zum Ausdruck gebrachte Politik, daß Juden Palästina als ihr nationales Heim zugewiesen erhalten, weil daS jüdische Volk eines solche»! nationalen Heinis n i ch t »n e h r bedarf. Seitdem di« Verfolgimgen gegen die Juden kn Rußland eingestellt sind, existieren in Oste»lropa keine jüdischen Probleme mehr. Der Wunsch meiner B.'ters, daß Palästina eine jüdische Nationalte im» statte werde, entsprang dem Ge>auken, daß eine solche Heimstätte die Juden vor verschiedenen Verfolgungen beschützen werde. Nachdem es keine Versolgnngeu mehr gibt, liat auch die Idee einer jüdischen Heimstätte keine Existenzberechtigung nwhr." Santnoten aus dem gnhalatlonrapdaral. dessen Vater er von Rußland her kannte, diu er aber selbst erst in Monte Carlo kennen gelernt haben w l>, in Berlin, unib da es dem Burschen ebenso 'auech: ging wie ihm, faßten sie den Entschluß, einen Betrug auszusi'chrm. Mintzker ist der Schn eines K o ii s? r v e n f a b r i l a n t r n in Odessa. Ais die Bolschewiken zur Macht kamen, wu de sein Bi er erschossen. Seine Murrer starb einige Tage später aus Kränkung. Mintzker salbst wurde zur Roten Armee getoaltsarn em gezogen und geriet im ** inter!ü19 bei Tonesberg in Lettland in deutsche Gefangenschaft. Don dort kam er über Liebau und Königsberg nach Veriiu. Dort blieb er bis zu»n Jahre 1982 und brachte sich hauptsächlich mit dem Valuten- Handel fort. Dort tra* er dann den Gaüwk.ivitäu Borosdin. Mintzker erzählt nun. daß er selbst daS Opfer eines Betrügers geworden sei, der ihm in der gleichen Art, die er selbst jetzt angewendet, sein« Ersparnisse, 2000 Dollar, entlockt habe. Dieser Gauner, der Hermann Seim heißen soll, habe chm selbst im Berliner Hotel Zentral das Experiment gezeigt und an chm'einen Gläubigen gosunden, der ihn» dann die 2000 Dollar für das Verfahren a-bgenmumen habe. Erst zu spät soll chn Sevm in den Schwindel e'mgestveiht und chm gezeigt halben, wie man das Experiment machen müßte. Obwohl betrogen, getraute sich Mintzker nicht, eine Anzeige bei der Berliner Polizei zu machen. Er kam dann von Berlin nach Paris. Hier levnte er die Tochter eines Restaurateurs und Trödlers Leihmann kennen. Er arbeitete beim Vater und heiratete vor acht Monaten die Tochter, vertrug sich aber in der Folge mit den Schwiegereltern nicht, da sie chm vorwarfen, er verdien« nichts. Daher verschwand er unter dem Vorwände, einen Oheim zu besuchen, aus Paris und wollte nach Oesterreich ober Ungarn, um Valutengcschäste zu rnachen. Insgeheim unterstützte chn feine Frau durch Geldsendungen. In Budapest traf er dann mit Borosdin zusammen. Als er sich überzeugte, daß in Budapest mit Valutengcfchäften nichts zu verdienen sei, siel chin ange-blich'das Experiment ein, das chm Seim gezeigt hat, und er beschloß, durch diesen Betrug sich Gold zu verschaffen. In einem Budapest ex Cafe lernte er den Kaufmann Straß berger kennen, der ihn mit Singer znsammeubrachte. Die betitelt wurden in der Wohnung des Ringkämpfers Rudolf H o r k y am Mittersteig, wo sie nnaugomvltet wohnten, gerade in dem Augenblick verhaftet, als sie chre „Kunst" dem Ringer vorführen wollten. Der Trick d:r beiden Russen erinnert an den Gaunerstreich, dem vor einigen Monaten der Prager Juwelier I a k o u b o v i t 8 zum Opfer gosallen ist. Airch ihm wurden von einer Bande, die tschechische Banknoten erzeugen zu können vorgab, Justvelen um mehrere hunderttausend Tschechenkronen entlockt. MWMlWIWWMIWMWWMMMWUMWWMSVIWMWIWIMMWMMWWWMWWWUWlWWW^ Einstellung der paffivrn Resistenz in den Krankenanstalten. Die Verhandlungen mit den Angestellteri» k a t e g o r i e n der Wiener öffentlichen Fondskvümkenanstalten wurden gestern im Ministerium für soz'a>le Berlvaltung zu Ende geführt. Sie ergaben in den Abendstu'ndsn eine Einigu-ng»grundlage. Eine Vertrauensmänner Versammlung aller drei Angsstelltengruppen ge n c h nt i g t e das Anbot der Regierung. Die passive Resistenz wird heute früh eingestellt. Tödlicher Unfall durch eknen Aufzag. In de>m Hause Rainergasse 29 war gestern mittags die ollähröge Ha-uLlbesorgerin Apollonia Menschik damit beschäftigt, das Dach des Auszuges zu reinigen. Der Auistzug hielt in: Erdgeschoß, doch war der Hebel zur Fahrt in den gweiten Stock eingestellt. Dadurch, daß a«ber im zweiten Stockwerk die Tür zum Schacht essen stand, konnte der Auljzug sich nicht in Bewegung fetzen. Di« Tochter der Menschik reinigte nun im zweiten Stockwerk das Goländer des Schachtes, ka>m daibe-i an die o-ffenstcheude Schachttür an, so daß die'« zu fiel und der aus „Fahrt" gestellte Aufzug sich in Bewegung setzte. Plötzlich gellte ein fürchterlicher Schrei durch das Stiegenhaus; der AusM blieb stehen und die hevbeieilenden Haueipartorert sahen die Hausbesorgerin zwischen Schacht und Auszug «# dem Kopse eingeklemmt leblos hängen. Wieder ein beamteter Budapefter Raubmörder. Mittäter an der Ermordung der Amalia Leirrr. Budapest, 7. April.. Die Polizei hat heute den Ober». beamten der städtischen Elektrizitätswerke Ladislaus Okolicsanyi unter dem Verdacht verhaftet, mit dem der Ernrorduuy der Amalie L e i r e r beschuldigten Pödör in Verbindung gestandert zu halben. Okolicsanyi gibt zu, Pödör gekannt zu laben, leugnet jedoch j-eds Mitschitld. Mehrere Blätter be-haupteir. daß Okolicsany-i wahrend der Gegenrevolution in der Pvo^iuz eine Reche von R a u b t a t e n verübt halbe. * Der Mörder des Grazer Fabrikanten Hauschmanu eruiert. Wie bereits geme.'tet. ist in Graz am 17 Februar dieses JchreS der Fabrikant Franz H a n s ch m a n n au den Folgen der in der Nacht vom 31. Jänner auf den 1. Februar durch einen Einbrecher in seiner Fabrik erlittenen Schußvevle'mngen aastonben. Tie Gramer Polizei hat am 1. d. den 27jährigen Schmk'dae'hl'lsen Andreas Rücker unter bew Bewacht des EinbruchöviMahles verhattet. Rücker ist apständig. Cr erklärte, von Hauschmann i«m Fabriksrcmm in dem Augenblick äberrüscht worden zu sein, als er eine »reue Embruchsgelogerthett er» künden wollte.

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