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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-02 · Heft 2197 (2.4.1925) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2197 (2.4.1925)
Date
1925-04-02
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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n*. r. MN ISS« " 1h, m mm ■”•"-■■ ' l " ....... i —...gL«,wr«ij.itam.u.. .. Kein Anschluß, keine Ionaukonsöreratii«. Venesch Idee -^erreich «ad Wer da« deutsche Saraatleaadot. Prag. r. Atzrii. Heqfe YoMstwghftlt Außenminister Dr. Denesch in, «uSwSetigen guftchuß deS 'Senats sein Espowe. Er erklärte: .Wke Pläne über einen Anschluß Oesterreichs an Keuischlantz siptz unmötzUch W» ein Garansiepaft »ich Wß auch pWersich -chMtige«. Gtzenft mW-Bich »st »ft PßWMronWWitz, ch«r chdß H-Nnnipn. Oft einzig möglichtz»f««g ist tzitz «irtfchastliche Annäherung bei' Wichrun« her vollständlgen Douveränitß» auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Ueber den neuesten Stand der europäischen Angesygen- Herren bezüglich di« Gitzhililleruni HO Wchena sagte Dr. Venesch u. a.: Der VMMmh verbindet hie Sicherheit mit der Abrüstung, und aste Ratßmktglicher, ausgenommen England, halten auch hegt, noch am Genfer Prelokoll sest. Deutschlands Dorsch läge en chatten viel mehr vom Geist deS Genfer Protorolls. glin der HoffenMMit bisher h«» könnt Max. Ehamberlaln wist neue Betzbindbichketten nur bezüglich der Mhemgrenze omgehen, lehnt aber eine neue Bindung für die Ost-gren^e Deutschlands ab. W ThamHevlam die Ablehnung des Genfer ProtpSoSl- -ychkpeitete. etzfolgft das deutsche Anktt wesches der englischen These ««ispr-icht und eine Garantft im Westen einschließlich Deutschlands unter der Kontrolle des BöftekhundeS vorschlägt. Nach unseren Nachrichten will DeuWantz im Westen den Status auo und die Pestimimingen de- Peysaillex FrichenSyertrages feierlich anerkennen, jedoch bezüglich der Ostgrenze, wrmrit d'.s polnische Grenze gemeint ist, rrHLnn. daß es chrettvogen niemals kriegerische Konflikte Hervorrufen werde. Dr. Benesch erklärte, daß der i^-vschlag nicht die Absicht verfolge, dft Mich? Gren^rage der Pozedur einer Arbitrage zu unterlversrn; deshalb müsse wyiter Reserve bexchachtet weiden bis zur genauen AMärung. Di« DechgMungen Mer das Angebot mochten bisher gering? Fortschritte. Die Alliierten verlangen ein« präzisere Formulierung. Das Einvernehmen zwischen Prag nah Pari- , ist -ÄTymmen im buchstSblichen Ginn. Das betrifft aber auch di« Notwendr^eit der Beteiligung Rußlands bei der späteren Lösung der Frage der allgemeinen Friedensgarantie. Unsere Beziehungen zu England und Italien, sagte der Minister, sind unverändert Mit Deutschland gab es in den bisherigen sechs Jahren nicht den geringsten Stxoit. und der Abschluß deS Garantie Paktes würde das gutnachbarliche Verhältnis noch verbessern. Die Verhandlungen mit Polen erreichten 'die Liquidierung aller schwÄ»rnden Fragen aus dem Friedens- Vertrag von Saint'Gevnmin, ferner den Abschluß eines Handelsvertrages mit Sicherstellung des Transi-iverkehres in allen Fallen und unter allen Umständen. Um auch in Zukunft die Schlichtung alle; Streitfälle zu sichern, »ich gkeicktt zeitig ein msikschee Arbitra^vertr«« abHschlossen, Gig nächste Konferenz der kke-tnen Enten ttz findet mit tzsm Wichen Programm im Pf-i »» G«r,?estM Ge, Benesch schloß mit der Bemerkung. Vorsicht nutz chp. ftchß p-tzbieftn chm, porWWWn. was«, tun oder unterl-st-n werbe; aber einedürfe er mit voller Gntschichenheit laut betonen: Die tschecho-.slowakische Politik werde yon ihren Rechten und den erreichten Garantien nichtauf- (MM? urch ftiemqlS <whören, kür dft Befestigung tz-s akigemeinen Friedens zu arbeiten. Nach dem Epych, de- Außenminister- Gr. Venesch iy, AußenauWuß deS Senats entwickelte sich eine Debatte, an der Redner der Koalition und der Opposition teiknahmen. Minister de- Avußern Dr. Benesch ergrW sodann nychnals tz-r Wyrt, um aus di« an ihn gestellten Anftagen zu roogftrefl, Hinsichtlich der kleine« Enlenft eriklärt« er, daß si« ebenso ivce früher kein« Angriff-» ziele verfolge. Eso, sicher, daß die Entwicklung der CroiHnisse dahin fHren werde, daß unsere Beziehungen zp den oim -einen Nachbarstaaten, auch den Richrmitgiiedern der kleinen Entente, noch enger sein werben, wie diez. B. mit Oe st erlreich der Fast sei. Pezüglich Polens jagt« der Minister: Nach dem Mkomm«n wich es sichMch auch zu?iner größeren politischen Zusammenarbeit zwischen d«p Entente und Polen In Arwiherung ans di« AuWhryWen einige, Rchntzr Übe; > Konföderation, Zollunion -der Wirtschaftsgemeinschaft. erklärte de? Minister, baß ho? Unterschied in diesen Terms^?roß fei und daß «s einfach genüge, wenn die. tschechoslowakische tspUiÄrk möglichst enge wirtschaftliche Bezichungen bei Auf- »echterhaltung der wirtschaftlichen und tzgl> tischen Souveränitat pflege. Ans hen Einwand eines AMchnhmftgliebes, dqtz der Ministe? Wer Polen bloß vom flämischen Standpunkte aus gesprochen habe, meinte Dr. Benasch, daß chen die Konstatierung der ethnischen Verwandtschaft ein wichtiges Binde« Aied zwischen tzsn/zwel Staaten bilden könne. Boi uns, fuhr dev Minister fort, ist auch eine bedeutend? . deutsche Minorttöt. di« ihre Berwandtschast mit den Dentschan konstatiert und di« dar Bindeglied zu einem «chigen Zusammenleben mit Deutschland bilden kann. Der Minister erachtet die- ÄS ein Aktiv um. Nach viereinhaMündiger Debatte wurde die Erklärung Dr. Benasch' mit den Stimmen aller anwesenden Ausschuß- Mitglieder zu r K«nn 1 n i s genomm en. Benysch' Meise nach Warscha». Prag. 1. April. „Venkod" meldet, daß AutzemntnW? Dr. P e u e sch feine für diese Woche geplante Reift nach W a?° schau infolge wirtschaftlicher und politischer Schwftrigksiten bei den poln-isch-tschecho-slowakifchen Hqn-delSversragSverchau^ lungen erst n a ch Oster n aussühren werde. G-A - ", Wim, PoMkrSst« ► - unnwi'WwWnWi "* 't'.1» ■ i?. —S mft eingebautem „vOeOSft"»0«lN»nb$it? Schuhe! vAÄ.r# merken. Sie wisien, daß die h tzräisch« UnitzerfifSt s-iyen Rumeru» clausus Hab«« und jeher Vißbegie-ig?. dcsten Vorbildung ihn befähigt, hen Vorl.sungen zu folgen. Zwtrltt haben wird. Sin junger Araber, mit dem ich zusanunen von der Post auf dem Autobus auf den Skopus- -erg fuhr, fragt.', ob es wahr sei. daß die Vorlesungen, so wie dft Reden de- Oberkommissärs, auch in eine andere Sprache, etwa in die englisch» oder arabisch», übertrag«« werden würden? Als ich ihn darauf verwies, daß in der hebrärschen Universität die Unterrichtssprache eben hi« h?» bräIsche sein nxrde, meint» der Araber: /»Don« ward» ich sofort beginnen, hebräisch zu lerne«, UNd ich hofft. Hatz ich in einem halben Iah«. ${* hft surft dische Fakultät eröffnet wird, bereits so viel hehrqlsch können werde, um den Vorlesungen folgen zu können. Die arabische Sprache ist ra dieGchwestersprache der hebräischen ... Die Zahl d.-r arabischen Studenten ans Er«z Israel und Aegypten, die bereitum Aufnahme in hie hebräische Universität angesucht haben, ist eine beträchtlich r. Di« meistsn Wollen in der juridischen und philosophischen Fakultüt infteibi:r«n, da, wie sie ftgen, die jüdischen Gelehrten auf diesen zwei Gebieten, befpnders für den Orient, diel zu sagen haben werden. Aber auch die medizinische Fakultät wird starken arabischen Zuspruch haben. Allerdings dürste die Eröffnung der medizinischen Fakultät noch ziemlich lange auf sich warten lassen. Bon den bereittätigen UnkdrrsitLtsinstituten ist dam ikroblologische Institut dssfenkge, das die größte AuismerksamLeit der wiflenschastlichen Welt auf sich gelenkt hat. Di« elf Säle, hie für dieses Institut bestimmt sinh, wurden mit allen für dieft Disziplin erforderlichen Einrichtungen vßrfthsu. DieftS Institut wich von Pvvfefior Dr. Rosenthal geleitet und erst nach seiner Ankunft eröffnet werden. Das von Prof sior Dr. Fodor geleitete chemische Institut'W M Säle zur Verfügung und gilt laut Urteil der Fachgelehrten als eine Anstalt, wie sie Europa kaum au^uweisen hat. Proseffor Fodor hat sich dir hebräische Sprache in der kurzen Zeit seiner Anwesenh^tt tu E«z Israel in solchem Maß? anigeeignet, daß «r fern* Dortrage bereits ohne jede Schwierigkeit in hrbräischer Sprach« hält. Di« Feier der Eröffnung schafft schon Tage und Wochen vypher eine Fest sstimmung. der sich keiner zu eniziehe« vermag, Niemand läßt sich durch Intrigen und Schwarzfthe? beunruhigen. Es wird ein schönes Fest werden, würdig de« hohen, dem Fortschritt der gesamten Menschh'it hi--. nendtzn Züü«, denen unsere Hochschule auf dem SkoPuS» berge mit dem Ausblick auf Jerusalem im Westen, auf das Galzmeer und die Judaischen Berge im Osten, auf Mizpeh und auf den Trrrm mit dem Grabe des Projcheten Samuel ihre Arbeit nunm.hr widmen will ... Balfoue \xt btt Ruthenberg-Stntion. Jerusalem, 31. Mär;. Vorgestern besuchte Dord P a lfyprdi« Ruthenberg sch« ElektriKitätsstativn in Tel-Awiw un-d unternahm sodann einen RundgaM durch verschieden« industrielle Anlagen der Stadt. 'Samstag fanden in ollen Synägogen Erez Israels Festgott-Sdienste statt. Inder großen Synagoge «tschftn Lord Balfa-ln und wurde vom OberraMner Kuk mft einer Ansprache begrüßt. Zwiespalt unter den Arabern. Jerysake«, 31. Marz. (-I. %. A.) Die Araber deS Distriktes R a m l e h, pk schon am 25. März eine Vegrüßungsabordnung zu Lord Ba-lfour nach L u dd gesandt ' hatte«, sandten nunmehr aus Anlaß der Eröffnung der hchMHan Universität rin Memorandum an Lvrd Balfaur. in welchem zum Ausdruck gebracht wird, dir Ara'ber des Distriktes Ramleh -begrüßen dl« Eröffnuni der hebravschen Universität und hosftn auf «inen guten Fortgang des Aufbaues Palästinas durch Zusammenarbeit aller Nationen ftn Lande. Die dem arabischen Komitee nahestehenden Zeitungen erschien«» am 27. Märy Mit Trauerrand und derviftnt- Lichten in englischer Sprach« eine Protestkundgebung gegen Sord Balfour. In der Kundgebung wwd gesagt. Lord Pal-sour fti nur di« M>ket<te auf dem Pakt Explosivstoff, welches Dr. Weizmann für die engÄjche Skgisrung berettet hat. Im allgemeinen habe» hi« arabischen Schule« i» PalWna am 26. März, dem Tage der Ankunft Lord ValfoMs. der Streikparoke der arabischen Exekutive nicht Folge geleistet. In nur wenigen Schulen wunde gestreikt. Diese Schulen werde« nun gemäß» regelt. Die Regierung verfügt« di, Schließung arabischer Schulen in Jaffa, Tulkeram. Gaza und Hebron, wo di« Schüler trotz der Mahnung der Regienwg am 26. März dom Unterricht devwnstrativ' ftvnWM». _S«!ELBKLLE^ Oumml^chuve. Gummimantel und Gummi«, waren & Ist Art ru FabrlkfpreUenl. SPIRMANN * HOROWITZ Wien, II. Bez., Taborstrasse Nr. U b — Telephon Nr. 47-0^6 Der MUtkwunsch de« Prager deutschen Universität. lEiqendirnst der „Wiener Mornelizeitung".) Jerusalem. 31. Mrz. Sestern ist hier die sobaende Begrußungsdepofch« der Prager de.utschen Universität eingetvosfenr „Au die Hobrew-Univevsitüt -in Jerusalem. Quod selix ftmstum forbunatumau« sit! Die deutsche UniyevsitÄt in Prag entbietet der neu gegründeten Umvepsttät ln IenksAlem herzlich« Mickwünsche zu ihrer Ewssnungsfti-er. ReAor Jatsch." Eine ttniversitätsfeier in Zürich. Aus Zürich wird uns berichtet: Am 38. März veranstaltete de? Schrveizerrsche Ziontswnvevband anlMtch der Universitätseröffnung in Ierusal-tzm einen Festaft, §u dem einige -heMrknSwerte Begrüßungen oingelaufen waren. Der Psychiater Prof. Bleuler schrieb al- Rektor der Universität Zürich: „Mir würdigen all« die gange Bedeutung des Merkes und freu«» uns Mr die Wodercmsrichtung eines geistigen Zentrunls an der altrhrwürdft gen Stätte, senden Ihnen di« Hessen Glückwünsche nicht nur für Ihre Feier in Zürich, sondern namentlich auch für das künftige Gedeihen der Universität Iem>sol«m." Der Rechts« gekehrt« Prof. Zürcher, der sich mit seinem hohe« After «mschuldigte, an der Bensammilung nicht teilnehmen zu können, sandte eine länger«, m den wärmsten Marten gehaltene Begriihung. in der er sich ausführlich p den ersten und besonderen Aufgaben dar hebräischen Umversität äußerte. De» Direktor der devmascklogffchen Ktt-nik ln Zürich» Preis. Bruno Bi och, durch UnwMein t» ÄtzWS .M rückgehalten. schrieb; „Als Jude und als akadomischez Lehrer empisinde ich die Bedeutung diofts Ereignisi-ez für di« Geschichte und .Zubunft des IudenslrmS ft» stark Md tief, daß ich wenigstens -schriftlich meine PevsönUch« Freude und GeMi^tuung ausdrücken möchte. Di« Schöpfung der hebräischen Nnivvrsität in Jcvusalem beweist, daß die geistigen und -idealen Kräfte m Judentum trotz allen Dvangsalen nicht auSgastorhen sind, sondern sich in neuer Blüte entsaften. Sie ist uns zugleich ein« Bürgschaft für die Zu'kunft diafer Kräfte. Möge ihr Vicht auKstrahleu in das Herz jedes Inden und jedes MnschheitSbürgers," . Nach Verlosung dieser und anderer Begrüßungen HW Dr. Friß Löwenstein aus Jerusalem ein Referat über di« Entwicklung dos UniversitätkgedankenS von den Lhowawe Zion an über Achad Haa-m dis zu WeizmannS Tat. warauif die Versammlung di« Abfendu-ng eines Begvüßunastel'egra.mnres zur Einwechu-ng -der AnwerMt in Jevusale-m beschloß. Die Utrechler hebräische Adresse. Wie von unS bereits kurz berichtet, ist die Antwort des Senats der Universität Utrecht auf die Einladung zur Teilnahme an der Eröffnungsfeier der hchräischen Univevsität Jerusalem in modernem H e -b r ä i s ch abgofaßt. Rach dem AnSdvuck des Dankes für die Einladung heißt es: Holland, das immer diejenigen beschützt hat. die um ihrer Religion oder Ueberzeugung wilden verfolgt wurden, begrüßt herzlich das Unternahmen der hebräischen Ration, eine eigene Heimstätte zu errichten. Der Senat ist davon überzeugt, daß di« Gründung dar hebräischen Universität an der klassischen Stätte von Jerusalem di« Entwicklung der jüdischen Ge-meinschast im ^besonderen und der Wissenschaft im allgemeinen fahr fördern wird. Sa wir die holländischen Universitätenzu* särnamn mit anderen Faftorei: die Grundlage zur Unabhängigkeit der Niederlande schufan. so hofft de« Senat, wird Eure Universität eine >ft Ke!mzeNe» de» jüdischen Fpeihett sein"

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