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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-31 · Heft 2195 (31.3.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2195 (31.3.1925)
Date
1925-03-31
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. -ISS Wieg, Lrenstag Wiener 31. Marz 1985 Ajl. ■ o fmb den ErziehvW- und Forschungsinstituten ausgehend, neues Leben in die nächste Umgebung und wirkt hinaus in die ganze WM. Zstr Frellde aller Menschen, die anten Sinnes st i nd. (Stürmischer. langatihcklteuder Bei« fall.) RamenS der Veranstalter dankte Herr Regierungsrat Dr. Knöpfmacher dem Vortragenden und forderte die An« wesenden auf, der Gesellschaft der Freunde des PaläsiinaanfbauS beizutreten. Sffn»« vrtes an ftammctfffnqtt 6l«of Sehr geehrter Herr Kammersänger! . Es ha-r einmal eilten glänzenden Komiker gcgeben namens Eisen bach. der von sich s.lbst geschrieben haben soll, daß seine ersten Rollen Affenrollen im Budapest er „Foliez caprice" waren, zu dmen er wegen feiner Häßlichkeit herangezogen worden fein soll. Eiftnbach war ein anerkannt großes Schau« spiet talvnt und sein einzige großer Fehler war, daß ihm i«>dsr Sinn für jstd sche Würde gefehlt hat. Nachdem aber dieser Sinn sehr vielen Juden abgeht, hatte er trotz allem stets genug Zu« spruch und Beifall« Seit Eisenbach scheint sich die Meinung eingebürgert zu haben, daß es genüge, einige alte soginonnte Mische Lozolach einzuflechten und mit dem Jargon zu hantieren, nur die Lacher auf seiner Seite zu haben. Cs wirkt geschmacklos rind widerlich, ioenn ein Commis Voyageur sich bei einem Polterabend auf ähnliche Weife künstlerisch ausleben zu müssen glaubt. Wie aber kann ein ganz großer Künstler auf döm Gebiete des Gesänge-, wie Sie, Meister, nicht das Beschämende für sich und für uns Juden hsrausfüHlen, wenn Sie bei einer Matinee zugunsten der österreichischen Nationalbibliothek im Deutschen Bottstheater das zum großen Teil Mische Publikum mit Abfällen von Eisenbachiaden und im Tone der Budapester unter- HMen? Daß aber auch die Juden Ihnen recht toll applaudiert dritten, wenden Sie mir ein. Sie keimen sicherlich, sehr geschähder Herr Kammersänger, das herrliche Poem „Die/Lieder des' Sklaven" („Pisnc otroka") von Jhreur Landsmann Swatopluk E e ch. In diesem Livderzyklus wird di« Würdolofigkeit gegenüber dom eigenen Stamme mit kaustischer Satire gegeißelt. Die Sklaven lachen und jubeln, wenn der Dölavenaufscher die anderen Sklaven verspottet und Peitscht. Verchrter Meister, merken Sie nicht, daß di« Mische Seele zum Telle noch öm Ghettostaube' steckt und daß sie sich noch nicht allenthalben der Sklavengesinnung entledigt hat? Cs liegt mir ferne, zu glauben, daß Sie Herr Kammersänger, mit den faulen Jargonwitzen die Juden beileidigen oder kränken wollten. Wen aber wollen Si>'damit amüsieren? Jetzt habe ich wahrlich Lust, Ihnen eine Scherzfrage im Stile Ihres Vortrages vorznsetzen. Wissen Die, Herr Kamm-ersäüger, WckS sin Witz ist? „Was der Goj nie versteht und wobei der Jud' sagt: Das kenn' ich fdjott längst." Wenn Sie also die Hakenkreuzler unterhalten wollten, zverben Sie wohl kein Glück gehabt haben; die werden Sie einfach als „verjudet" präskribieren, denn für deren Geschmack war wieder zu wenig böser Wille in ihren. Darbietungen eiv.hrlten. Wollten Sie aber den Juden eine Freude bereiten, dann ist.«» Ihnen nur bei den Gedankenlosen, Würdelosen und Unintelligen'ten gelungen, die da glauben, daß alles wahllos bejubelt Werden muß, was aus dem Munde eines Slezak kommt. Den meisten von dieser Sorte braucht man aber nur einmal die Augen zu öfmm, damit sie das nächstemal wählerischer seien. Hoffentlich gelingt mir dies mit diesem Zeilen beim Publikum und beim Vortragenden. In alter Verehrung Dr. Alfred. Locw y. ein stiller Bewunderer ihrer Kunst. tzer NimreMem als Filmkritiker. Wir haben vor nrcht allm langer Zeit auf den Schaden hingewiesen, den eine unüberlegte, rein subjektive Kritik des Films anrichten kann und auch schon ungerichtet hat. Nachdem ei* *- Wiener Tageszeitung die sich durch gehässige Beurteilung — sie nannte diese „unabhängig" —, besonders hervorgetan hatte, endlich zur Einstellung der Uoberhoblichkeiten ihrer Rezmsonten gebracht werden konnte, finden es nun die „G r oi\ e" und ' ie „Ä leine Volkszeitu n g" für absolut nötig, in ihre,Futstapfen zu treten. / . War der Filmkritiker des vorerst genannten Blattes ein Idealist, dem die nötige Sach« und Fachk'nntnis tnangelte. so muh leider fcstg.stellt werden, daß die Leitung der Filmrubrik der „DolkSzeitungen" in den Händen des Herrn Alfred Deutsch-German, liegt, der als Filmregisseur sich zwar bis jetzt'nicht auszeichnete und mit Rücksicht auf seine Leistungen gewiß nur ein sehr, sehr milder Filmkritiker sein r.iüßte. immerhin Fachmann ist. Bor wenigen Wochen brachten die „Bolkszeitungen" einen mit,,.—1er" gezeichneten Artikel, der den Titel „Ein Mahnruf an Henny Porten" trug. Walter Deütfch'German, der kaum der Schule entwachsen sein dürfte, erlaubte sich, in dicf'm unter der gnädigen Patronanz seines Vaters einer im Zenith ihrer allseitig anerkannten Ktinst stehenden Darstellerin gute Ratschläge zu geben und brachte außerdem verschiedene Unrichtigkeifen über ihre Privatverhält niste aus. Energisch s Einschreiten brachte den schließlich Inseraten gegenüber nicht so gleichgültigen Vater dazu. 14 Tage später zwei apokryphe Briefe zu veröffentlichen, in denen das Ansehei,' dieser Künstlerin — das übrigens durch diesen Angriff gotviß keinerlei Einbuße erlitt wieder hergestellt werden sollte. Besonders nett war der ein- Brief au» Krems, wo der Film b'S jetzt zwar noch nicht gelaufen ist. aber. wie der Absender versichert, sehr viel Anklang gefunden haben soll. Diesem ersten Fehlgriff folgten sofort zwei neue. „Der letzte Mann" und „Nju" wurden von der Familie Deutsch« 4 «wwan nicht als ihrem Geschmack vollkommen entsprechend geh«d«L Gxezttll im letztgenannten ließ sich der Kritiker in einer Mitteilungen aus dem Publikum. Koitus- und Justli^Tälare and Barette erhalten Sie vofflitle oder nach Mass bei der bekannten Spczlalfirma RUDOLF GOLDSTEIN, Grosses Later lener Statt« für Maasbesteliungen Tai, as s ss WtBM» 11. TABOHSTftA»f« 84 n>»r.is«S ■fl“8 Warnung! WJ Dai P. T. Publikum wird hiermit höflich« aufmerksam semacht, dass die SchmidrMazzoth nur dann echt sind, wenn jedes Paket .mH Stampiglie, - Untersebrift und Plombe versahen Ist, den« n ur bei solchen wird sowohl für Kmchruth als autb für Qualität garantiert Mit vorzflßMch»r Hochachtung Adolf fchmidl Ma»*oth-B ipker der israelitischen Kultuseenteinde Wien, 2. Bezirk, Zwerggänse 1 Telephon 47-9-72 Telephon 47-9-72 Generalvertretung s Albarl Körner, 2 Bezirk, Glockeneasse 22 u. Notaragasso 12 / Jak. walss, 2. B zirk, Untere Augarten« stras o 25 / N. Wlselbarg, 2. Bezirk, Grosse Pkarr- D gas-e (1 / Rosners Witwe, 2. Bozirk, Lropoldsgasse 81 oknjer tfeinnondiung und Weinstube I»Ua0'U ftU / IRt W« , -V» »1 ^' ' -m%M {rag e (5 / Römers Wltwav 2. Bezirk, Lfopoldagaise 81 | ocgrQpdct is90 L, GROSZ, II. Praterstr. 13 offeriert für HDD beste Qualitäten Weine und Sliwowitz zu billigsten Preisen 557 Art gegen den Regisseur aus, die ebenso unrichtig wie gehässig dem Schöpfer zweier so erftlpreicher Werke, wie es „Die Rosenkreuzer" und der „Uridil"-Fi!lm waren, gewiß nicht zukonrmt. „Nju" hatte in der'ganzen Welt volle Presserfolge zu der- '"ffmm, dir überall die Regie Paul Czinnrrs besonders lobend hervorhoben. Es ist anzunehmen, daß diese Kritiker. nicht ganz verständnislos sind, zumindest nicht so verstandnislos, wie Publikum, Kmotzesitzer und Filmindustrie vor einem Gesangsfilm Deutsch-Germans des Äelteren stchen. Es geht aus alledeut hervor, daß ein bis jetzt Mtzgsück-, licher Reg iss cur gewiß auch nicht zum Filmkritiker laugt, da er dos größere Können eines überlegenen Kollegen immer als persönliche Beleidigung empfindet, gegen die er mit Abspruch zu reagieren müssen meint. Franz Poll«k. Amerikanische Polkiek. . . lieber einen grotes'ken amevikamschen Polizeiskandal berickitet die „Bossrschc Zeitung": An Ohio wurde das/ berühmte „Fliegende Gefchilvaider", ein« Gruppe der susaefuchtesten P 0 l i z i st e n. denen die Jalgd aus Mcholschm.uM«r oblag, bis auf ein einziges Mitglied vollzählig verhaftet. 71 Polizoiagenten werden sich auf: der Anklagebank gögon die Anschnldrgmkg, jährlich' 200.M0 bis ^600.000 Dollar von AlkohÄfchmMgkern als Tri'but dafür erhalten zu -haben, >daß sie beide Augen zubrückten, zu vermttworten haben. Uebrigeus erwartet man. wie das Blatt weiter mslbet. für die nächiste Zeit noch größere Ssawdale dieser Art in C l e v e l a n b, Toledo und B 0 u n gstow». Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltlichr Mitteilungen sind durch «in vorangefetztes E gekennzeichnet. W i e n. 31. März. * Der Anthropofoph Steiner gestorben. Wie ans D 0 rn a cti iSckiwei^) gcmclbet wiib. ist dort der Leiter der anchroposopb'lsch^n Bewegung Dr. Rindolif Steiner hm Alter von 64 Jabren aeltorbeu. Steiner war das Oberhaupt des von der cheosopbiichen Be>weg>uug abgv^voiaten „antibropesnpbischon" FVaols. der für das mitteleuropäische Bedürfnis zuvechtpsmackt war.V * Horthhs Gendarmen. Aus Dautsch-Jahrndorf wird berichtet: In der Nacht -mm 16. d. hat eän tot Ra gendo r f (Ungarn) stationierter Gerdarm einen Banerniburschen aus Frauendorf (Ungarn) a-ns einem nichtigen Anlaß nvit deinem Bajonette n'-e-dergestochen und tkRich verletzt. Der Gendarm stand außer Menst und ivar betrunken. . . * Ein Hundertsflnfiähriger gestorben. In Debrec-ün starb dieser Tage der älteste Bürger der Stadt. Andres Bidacs, im Alter vor« 1v5 Jahren. Seine vor emigen Monaten verstorbene Gattin hatte ein Alter von 95 Jahren erreicht. * Die heurige Kinderrettungswoch«, Die Wiener Kinder« rettungSlvoche findet Heuer' vom 29. 0. bis 5. April statt. Neben d?n an diesen Tagen stattsrndeuden Sanunlungen in den Häusern, wird am Samstag .den 4. April oder am Smnl^a>a dm 5. Avril entaklomif'ne Stra^en^mml"ng. fein. Die Bevölkerung wird auf diese-Sammlung durch dreißig M' lkkapellett anfmerksam gentacht werdett, die in der fom* utenden Woche in den einzelnen Bezirken spielen. Das Er« geibnis -der KittderretiunMvoche wird für Frc-ip'äUe an er» holungSbebürsti^e Kind-'r Vmivendet. Jitt Jabre 19?4 erhielten drei t a usendsnnfhunde r t Kinder Freiplätze. Die Freiplätze erWten mir solche Kinder, die von -den' Schulärzten als mtbedin-it e r h 0 l u n a s b c d ii r s t i g bezeichnet werden und deren Eltern mittellos sind. * Kontursausschreibung. Der für die Bewerbung der Stelle eines S e k n n d a r a r z t e s (S c k n n d ä r ä r z t i n) in der Bersargtingsanstalt (Altersversorgungstind Siechenhat's) der Israelitischen Knltusgemeinde, Wien, 9. Bez.. Seeitajfe 9, ausgeschriebene Termin per 15. März 1825 wird bis mklusive Sonntag den 12. April 1925 verlängert. Die für die erste Anssch^eibuna eittnelovlenen Gesuche brbalwn ihre Gültigkeit. Nähere Austünste nn Sekretariat der Kultusgelueinde, . 1» Pez., Seitenstettsugasse 4,. Ä.-Stock. ' täglich (Samstag und Feiertage ausgenommen), von 8 bis 2 Uhr, * Zionistisches Lande-komitte. .Heute um haD 7 vbt abetrds Sitzung. ' * Zionistisches Lokalkomite«. Die für haute anberauvtt« Sitzung findet nächste Woche, den 7. April, statt. * Das Weiter. Das Weiter ist in das Stadium des srühlinigsmäßigen Uoberaanges getreten. Kälte und warme LufdströMe verdrängen einander in rascher Folge. Die Voraussage mc'betk Zunächst besser rmd wärmer, später Niever- Wäge. Veränderlich. * Die Lebrnsmittelmärlte. Die GroßmarkiHalle hatte gestern günstige Fleischimrortö anipt-weisen. Ta am dem gestrigen Rindermarkt in St. Marx die Preise um 19 Groschen pro Kklo- <,ra»nm fallen sind, so dürfte im LauHe der Woche dre rückgängige Preisbewegung für Rindfleisch weitere Fortschritte machen. — Der Nasckmarkt wurde oesterit trotz des Motttages relativ günst'a beschickt. Namentlich die verschiedenen italienischen Frubgemüsesorten. di« gerne gekauft werde«, langten in größeren Mengen ein. In den Preisen gegenüber SamStag war ein« nennenswerte Veränderung nicht zu vsr'etchnen. Aui allen anderen Märkten hielt sich der Verkehr angssichts d-;r erschöpften Kaufkraft am Monatsschlusie in dm bsschetdensten Grenzen. * SonntagSnche im Annonceugeschast. Ter BürgermLister als Landeshanpimann hat verordnet, daß im Betrieb per Annoncenbitreaus und der Annahmestellen von Ankündt-gungen für periodische Druckschriften der G-eschästsschlnß an Samstag e n u m 2 U h r nachnrittags zu erfolgen hat. All« bis jetzt pewahrtetr Ausnahmen werden gloichteikig ausgchobeu. * Der Trafifantenschreck. Ein Schwindler, der seit-längerer Zeit in Trafiken, ttw» er sich als Zeitungsbeamter au^ab irnd Bcrschleißgelder ^iukassierte. ft-iit Unwesen trieb, wurde dieser Tage in der Person des 29jährigen boschäfti-gungssosen Rudolf Pollak verhaftet. Er hat vnnd fünfzrg Traftken gefchädigt. » Folgen eines Hundebisses. Am 22. d. töuifcre der Optikergchilse Theodor Schneider in seiner Wchnung von dem Hunde eines Nachbarn gobissen. Dev Hund wurde als wut-- vcrdächtig von vent Tierarzt vertagt. Nachdem Schneider sich der Schützimpsnng unterzogen hatte, berauschterer sich aus Zorn über dm Zeitverlust ttnd bekam TobsnchtsanMe. Auf dein Poltizeikcmmisiarsat wurde er nüchtern. * Die Selbstmörder. Gestern wurde die 46jährige Branntweinverschleißerin Marie Fracke in der Tanldelmarktgasie in -ihrer mit Leuchtgas erfüllten Wohnung tot aufgefunden. Das Motiv des Selbstmordes ist unbekannt. — Der 46icchwge Kaufmann Eduard Eisler in der Oberen Donaustraße hat sich drtrch Leuchtgas gelötet. — Ebenso der aus Wien abgeschaftte Johann Spitzer in der Wohnung seiner^ Lebensgefährtin.'— Am 29. d. wurde die Private Annp Alan er, Taborstraße 24. miit schweren Bergiftungsevschemungen in et« Sanatorium gebracht, wo sie starb. — Am 28 d. hat sich der Mechaniker Richard S 0 m m e r von der Rotnndenbvucke rn den Dortanlanal göslürzt. Er hat die Tat wegen Krankheit und fmanzieller Notlage begangen. * Ein Schach-Großmeistertnrnier in. Moskau. Ein ftvtertt,atiotr-a>les Schach-Großmersterturnier soll im Herbst in Moskau mit Hilfe der Regierung stattzfbnden, die dafür bedeutende MiiM bereitgestellt hat. Das Turnier dürfte an die Bedeutung des letzten russischen Großmeisterdurniers 1914 in Petersburg heranreichen. ES werden vorläufig Eiuladungen ergehen an Dr. Emanuel LaSker. Capablanea, Alstchm. Mgrfhall, Reti. Bidmar, Rublnstem,. Grünfeld, Sämsich, Dr. Tardakower und SPielmann. * Oberrabbiner Dr!. Ritter 76 Jahre alt. Dieser Tage be ging der populär- Rotterdamvr Oberrcrbhlne Dr. Ritterseilten 70. Geurkstag. Auf Wunsch des Oberrabbiners wurde von Lffentlichrn Feiern abgesehen. * Die zehn Gebote in den New-Aorker Dottsschulen. Vertreter der katholischen, methrvistischen und indischen religiösen Gemeinden hielten am 21. d. in New-Pork im Bureau des Stadtschulinfpeiktorats eine gemeinsame Sitzung ab. Es wtlvde boschlossen. das Lesen der zehnGebore in allen New-Porker Volksschulen eiNWführeu. Die beirefsende Dek'argtion ivuvde unter anderen von dem Präsdenten der jüdischen Wch'.fahrtsunkon Mexonder H. Gei mar untemeichnet. » Jüdische Opfer beim Tornado in Amerika. Unter peu furchtbaren Zerstörungen, die die . Sturmkatastrophe itt den Mittelwestttaaten Amerikas verursacht hat. haben auch die j udischen Gemeinden der heimaesuck'ten Gogenden stark gelitten. Man zählt mehrere südiscke Tcdcsopfer. Die ameriranrschrn B'nai B'r'tth haben. abgesch?n von der allgemeinen Spende, eine besondere Spende in der Höhe von 10.009 Dollar , zwecks Linderung der Not der heimgvsuchten jüdischen Familien geleistet. * Militärdienst der Rabbiner in Rumänien Der rumänische Kriegsminister chat. wie die I. T. A. m->det. verfugt, daß die im militärpflichtigen Alter stehenden Rabb-mer vor, einer Stellungsklmvmssilvn zu erscheinen haben. * Zunz-Stistunp. Die Zun'-Stntttng unterstützt solche ungedruckte Arbeiten durch eine Beihilfe zu den Druckkssten. Ivelche in pihilol-opisch-ch-istorisck'er Metbede die Wisiouschaft des Judentums fördern. Ter derzeitige Borsit'e.r'de der St^sntgg ist Direktor Oskar Wassermann. Die Antragbriese s-ind in deutscher Sprache uttb begleitet von der ganzen Arbeit cd-er von einem s-ür die Beurteibtmg ausreichenden Teile bis zum 1. Mat 1925 on FräulM Moskiewicr. Berlin N.. Arttlleriestvaße 14, einzusendvn. Für 19?5 sind 1000 Mark verfügbar. E Spezialbehandlung von Asthmaleiden im phMaiisch-thevapoutischen Institut Dr. Ostermcmn. Ipttaligasse 1a. Tel. 29-1-99. Ord, 10 bis 6 Uhr. . L Die zehn Gebote werden heute Dienstag im Zeutral- Kmo, 2. Bez., Taborstraße 8, als die größte und sensationellste Filmpromiere, die Wien bis setzt ersetzt hat. in Szene gch'tt. Der Ruf. der diesem gigantischen Fi'lm vorauseilte, wird durch die Ausführung selbst noch weitaus überrrosfen werden und tvird das Publvkunt nunmehr selbst Gelegenheit haben, die W-under dieses größten Films aller Zeiten zu bestautten. Wie bereits mitaeteilt, wird dieser Film ourschließlich im Zetttras« Kino zur Aufführung gelangen und zwei Monate hindurch das Repertoire beherrschen. E Unschädliches Entfettungsmittel. Man kaufe sich itt der nächst?tt Apotheke 4 Dekagramm Eueabvhnvn. davon nrmmr man zwei Wochen hindurch zweinral täglich je eine Bohne nach der Mahlzeit, hernach drei Wochen dreimal täglich je ztvet Bohnen nach der Mahlzeit, sodann wiederum zwei Moäxn dre'vmas täglich 1e eine Bohne nach der Mahlzeit. Der Erfolg ist ei» überraschender. Wiener. 9. SBeg., Radioproaeamm. Dienstag den 31. März. 9 Ubr: Marktbericktte.- — 11 bti 12 uhr 50. Mn.: Vermittags-mufik. - 4 Uhr 10 Min. biS .6 Uhr: Nachmittagskonzert. Das Wiener Liev l2. Fosge). - 6 Uhr 80 Min,: Oberst Franz An<der>e:;,TTebe'* die Ursachen der Lamtstärkeschwankungen beim Empfang. — — 8 Uhr: Ein Jahrhundert heitere Wiener Musik. (Ern Zvkl'us ln 12 Abenden.) 1. Abend: Jofef Lanner. Johann Strauß (Batrr). Einleitender und verbindender Text von Pros. Fritz Lange. Mitwlrkend: Frau Grete Holm (Bürger« theater). Kammerqnartett Taute-nhayn. Prof. Fritz Lange MN Flügel.

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