Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2190 (26.3.1925)
- Date
- 1925-03-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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xtP,a i.*'1 Nr. 2190 Wien, Donnerstag landwirtschaftliche Musterwirtschaften nnd Besuche lanawirtschaftlicher Ausstellungen und Mnf.en ftatt. Ab 1. März hatte der österreichische H-echaluz 2.'i2 Lhazim in landwirtschaftliche Arbeitsstellen nnrerzubringrn. Darunter befinden sich 25 Gärtner und Gärtnerinnen. Bis zum 1 April werden 105 Chaluzim in bereits zngesichrrten Arbeit-' stellen unhergebracht sein. Der Rest geht im Laufe des Monats April zur Arbeit aufs Land. Die Nnterbrmgimg erfolgt meist in geschlossenen Gruppen von 10 bis 20 Chaluzim. An zweiter Stelle steht für den Hechaluz die Ausbildung von Handwerkern, insbesondere von Schwerhandwerkern. 'das heißt von solchen handwerklichen Beritfen, wie sie bisher unter den Juden selten waren: Steinbrecher. Steimnetze, Maurer, Betonarbeiter. Schmiede, Wächter, Zimmerleute. Bautischler usw. Der HechaKrz schichtet Hand- Werker mit für Palästina nicht wichtigen Berufen (Schn.ider, Buchdrucker, Goldschmiede usw.) zu den aufgezählten, dringend benötigten Berufen um. Um den Chaluzim, die in handwerklicher Ausbildung stehen, auch eine gewisse Fertigkeit kn der landwirtschaftlichen Arbeit zu vermitteln, hat der Hechaluz die Einrichtung von Schrebergärten vorgesehen. Im Jahre 1984 haben zwei Hanidwcrkergrnppen Schrebergärten unier fachmännischer Leitung eingerichtet nnd bearbeitet. Für das lausende Jahr ist die Einvichtun'g dreier weiterer Schrebergärten geplant. Im ganzen umfaßt der österreichische Hechaluz zurzeit 165 Handwerker. Besondere Aufmerksamkeit widnvet der Hechaluz der B e» russvorbcreitung der Mädchen. Die Grundlage derselben bildet die Hauswirtschaft, vor allem die Hauswirtschaft in großem Maßstab (Massenküche, Großwäscherei, Hauswirtschaft der Krankenhäuser, Waisenhäuser usw.). Die Berufs- Vorbereitung der Chaluzoth geidet unter dem Mangel au geeigneten hauSwirtschaftlichen Ausbildungsstellen. Es ist aber §u hoffen, daß die geplante Gründung des Vereins zur Ausbildnng Mischer Hausgehilfinnen, an dem sich alle Mischen. Frauenorganisationen Wiens beteiligen sollen, diesem Mangel obhelfen wird. Der Hechaluz hat auch eine Nahschule eingerichtet. Auf die hauswirtschaftliche Ausbildung der Chaluzoch baut sich dann die fpezialistische Berufsvorbereitung auf, und zwar entweder in der Richtung auf Gärtmoei, Milchwirtschaft, Geflügelzucht. auf daz Erziehu-ngswesen (Sönglingspflegerinnen. Kindergärtnerinnen, Lchrerümen) oder auf die Krankenpflege. Der österreichische Hechaluz umfaßt zurzeit 120 Chaluzoth. Die Hechaluzovganisation nimmt auch Menschen aus, die sich auf geistige Berufe vorbevoiten, soweit sie sich für den Aufbau des arbeitenden Erez Israel zur Verfügung stellen. Der Hechaluz hat unter ihnen folgende Gruppen ovganillerr: 1. «ine technologische Gruppe (Ingenieure. Chemiker, .Architekten), 2. eine Agronomengruppe, 8. eine Lehrer gruppe. Insgesamt sind im österreichischen Hechaluz 35 Cha-luznn organisiert, die geistigen Berufen angehören. Neben der beruflichen Vorbereitung hat sich die Hechaluz« vrgcmisation die geistige Vorbereitung der Chaluzim zur Aufgabe gesetzt. Es handelt sich hier um dreierlei: 1. den Chaluzim die notwendige Kenntnis der hebräischen Sprache zu vermitteln; 2. den Chaluzim schon hier ein möglichst gründliches und umfassendes Bild der Verhältnisse Palästinas. insbesondere der Tatsachen und Probleme des palästinensischen Aröeitevlebens, zu vermitteln; 3. das a l l g e m e i n e Wissen der Chaluzim und damit ihren Gesichtskreis zu erweitern. .Zu 'der beruflichen und geistigen Vorbereitung der Cha° luzün tritt schließlich noch die gesellschaftliche Erziehung der Chaluzim hinzu. Sie will die Mitglieder der HechaluKorganisatwn schon hier auf ein Leben in Kooperativen und kollektivistischen Gruppen vorbereiten. Es braucht hier nicht auf die prinzipielle Frage der kooperativen Lebenssonn eingegangen werden. Es seien aber einige Erfahrungen aus derCnrwicklung Palästinas angeführt, die bisher von kölner Seite angezweifolt worden sind: 1. Die Besiedlung. Meliorisierung und Assanierung der neuen Ländereien ist nur von Kwuzoth durchzufühven. 2. Die Anpassung der oinwandernden Chaluzim an die klimatischen und beruflichen Verhältnisse Palästinas erfolgt am besten in Kwuzoth. L Die große Mehrzahl der Chaluzim hat den-Willen, in Kwuzoth zu leben. Diesen Tatsachen muß die Hechaluzorganisation Rechnung tragen und darum begünstigt sie — ohne einen Druck auszuüben — die Bildung von Kwuzoth. Die österreichische Hechaluzorgamsation musaßt heute vier Chaluzgruppcn der Wiener Jugendverbauide (Blau- Weiß, Techeleth-Lawan und die beiden Haschomer-Hazair- Bünde) und elf andere Kwuzoth. In diesen 18 Gruppen mW Kwuzoth sind zusammen 284 Chaluzim organisiert. Außer diesen Hauptaufgaben der Vorbereitung und der Erziehung übt die Hechaluzorganisation noch andere Funktionen aus. Die hauptsächlichsten davon sind WohnungSbeschafjung und Ausrüstung des Chaluzim. In den abgelauf.'uen Wiwrermonaten hat der Hechaluz für 122 Chaluzim Wohnungen beschafft. Einem Teil von ihnen hat er es ermöglicht, als geschlossene Gruppe zu wohnen und eine eigene Hauswirtschaft zu führen. Die .Hechaluzorganisationhat tveiter ehre besondere Wirtschaftsstelle geschaffen, deren Aufgabe eS ist, die Chaluzim mit zweckentsprechender Kleidung. Wäsche sowie «itt Betten, Decken und Werkzeugen zu versehen. Die Chaluzim, deren Ausbildung vollendet ist. werden nach dem Eintreffen von Zertifikaten nach Palästina abgeschickt. In den letzten acht Monaten hat die österreichische Hechaluzorganisation 102 Chaluzim nach Palästina geschickt. Die österreichische Hechaluzorganisation umfaßt gegenwärtig 620 Chaluzim. Sie hat seit September 1934 — außer eine-m keinen Zuschuß von seiten der HechaluMeltorganisation sür die Deckung der administrativen Kosten — von keiner Seite irgend welche finrruzi'lle Unterstützung erhalten. Dieser Zustand ist unhaltbar. Wenn er nicht, in kürzester Zeit gelingt, dem österreichischen Hechaluz eim sichere finanzielle Basis zu schassen, so ist der Fortbestand der Organisation, die sonst ungeahnt aufblühen könnte, gefährdet. Wiener MorftenzeiinnA. 26. Mörz 1928 Gelte 5 Mitteilungen nur dem Publikum. KultusanFjustlz-Tatore und Barette erhalten Sie vorrätig oder nach Maas bei der bekannten Spezlalflrma RUDOLF GOLDSTEIN, VStASTTi Gros «es Lager feiner Stoffe für Massbestellungen T«i. 4B.g a* *> Wlfiff, II. TABOR'TRASIK 84 <>•»* i«aa Ae .. Univerfilalsfeiern ftt Me». Die Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem wird überall, wo Juden wohnen, feierlich begangen werden. Aus allen jüdischen Zentren kommen Meldungen ü'ber die Vorbereitung von Festakten, die in würdiger Weise den großen Tag im Gedächtnis der Jugend fosthalten wollen. In Wien findet Samstag abends im Hotel Continental ein Festkommers der jüdi sch na tionalen akademischen Verbindungen statt, zu welchem die Kadimah, die Unitas mrd die Makkabäa einladen. Der jüdische Ho ch sch ula u § s chu ß als Gesamtvertretnng der jüdischen Studentenschaft veranstaltet am Abend des 1. April im Große« Konzerthmrssaal einen Fest abcnd, bei welchem Professor Dr. E h r m a n n die Bedeutung der Jerust-.'lemer Universität würdigen wird. Am 2. Llpril findet um havb 8 Uhr abends im Hotel Contiirental eine Feier der jüdischen Jugend statt, die von den Organisationen Tcchelieth. Vavan, Blau-Weiß, Haschender. Hagair, jüdischer Jugendwanderer und zionistischer Mittolschülerverband veranstaltet wird. Die Festrede wird Herr Direktor Dr. V. Kellner des Mischen Realgymnasiums halten. Vertreter des Landeskomitees und der Gemeinde werden die Versammlung begrüßen. Keine Karlen, Regiebeitrag 30 Groschen. ' Lleuftevungen des Wiener Universitätsrektors. In einer Unterredung, die der Wiener Korrefpalrdent des Warschauer hebräischen Tageblattes „Hajonr" mit dem Rektor der Wiener Universität, Hofrat Professor Doktor S p e r l, hatte, äußerte sich dieser über die Bedoutmtg und die Zukunft der hebräischen Universität in Jerusalem. Der Rektor gab zunächst feinem Bedauern Ansdruck, daß die Wiener Universität mit Rücksicht ans die hohen Kosten nnd aus die Umnöglichkeit, daß Mitglieder des Professovenkollegiums ihre Vorlesungen unterbrechen, bei der Eröffnungsfeier nicht durch e i n e Delegation vertreten fein kann. Die Universität wird sich daher mit der A b s e n d u n g eines Begrüßungsschreibens begnügen müssen. Die hebräflchi.' Universität -— setzte der Rektor seine Ansfühvungelt fort — die soeben auf den Grundlagen einer so glänzenden und ruhmvollen Vergangenheit, wie sie vor 2030 Jahren auf kn Bergen JeviMems entstanden sind, ist v i e l v e r s p r e ch e n d. Sie wird die Aufgabe haben, die Tradition der glanzvollen Vergangenheit fortzüsetzcn und wieder jene ehrenvolle Stelle zwischelt den Völkern einzutrehmen, die sie von 2000 Jahren innehatte. Alles hängt jedoch von den Professoren, d i e d o r t l e h r e n u n d d e n S ch ü l e r n. d i e d o r t lernen werden, ab. Werden gelehrte Professoren und wißbegierige Schüler dahinkvmmen, dann wird die Universität sich immer melhr enü.vickelu und auf die entsprechende Höhe gelangen. Hauptsächlich mach darüber gewacht werden, daß man sich dort nicht mit Politik, sondern mit der Forschung nach Wissen und der Suche nach derWahrheit allein befasie. Auf die Frage, wie sich das B-erhaltnis der Wiener Universität zur J'evnsalemer Hochschule in bezug auf den U e b e r g a n g d e r S ch ü l e r km der einen zu der anderen gestalten werde, erwiderte der Rektor: „Unser Berlhältnis zur Hebräischelt Universität in Jerusalem wird ein ähnliches fei« wie zum Beisviel dasjenige Zu den Universitäten von Paris, London oder Rom, vorausgesetzt, daß man dort von den Hörern jenes Miltbostmatz an Mitteln (das heißt, Reifezeugnis) fordern wird, das wir hier von unseren Hörern fordern. „Dos versteht sich von seW," unterbrach der Korrespondent den Rektor, „daß an der hebräischen Universität von den Jnskribenten dieses Ntntdeskmaß an Wisieit gefordert werden l.vird. Es dürfte ja Ihnen auch bekannt sein, daß die Absolventen der hebräischen Mittelschulen in Erez Israel mit diesem geforderten Wissen ausgestattet sind." „Gewiß." antwortet« der Rektor, „die Absolventen dieser Mittelschulen werden bei uns anstandslos arlfgenvmnren." Auf den Hinweis des Interviewers, daß die besten jüdischen Professoren, die sich auf dem Gebiete dieser »--„Mm das einzige jüdische Tagblatt in deutscher Sprache! Wissenschaft einen Namen erworben haben und bisher all verschiedenen europäischen Universitäten tätig waren, sich entschlossen haben, jetzt nach Palästina zu gehen, dort als Professoren zu wirken, meinte der Rektor: „Es ist selbstverständlich, daß sich unter den indischen Professoren Leuchten der Wisicnschaft befinden, aber nicht alle werden als Professoren nach Jerusalem gehen. Ein' stein zum Beispiel wird dort nur ab und zu Gast Vorträge halten. Und was das I n st i t u t f ü r j ü d ische Wissenschaften betrifft, mochte ich darauf Hinweisen, daß wir auch in unseren orientalischen Instituten in Wien sowie in dem evangelischen und Latho-- l i s ch e n Institut große Gelehrte auf dem Gebiete der semitischen Sprachen und der Wiffenschaft des Judentums besitzen. Es ist natürlich, daß das judaistische Institut in Jerusalem von großem Werte sein wird, da die Forscher Juden sein werden und auch der Ort aus ihre Forschungen von Einfluß sein wird." „Die Hauptsache jedoch bleibt", schloß der Rektor seine Ausführungen, „daß die Universität in Jerusalem nicht zu politischen Angelegenheiten, sondern zur Erforschung der Wahrheit und des Wissens allein benützt werde." Ter Wiener Rektor mag beruhigt sein. In Jerusalem entsteht eine jüdische Universität, deren Politik im Studium bestehen wird und in dem Eifer, die Schule in kürzester Frist auf das höchste wissenschaftliche Niveau zu bringen. Es wäre angezcigt, wenn der Rektor der Wiener Universität an einer ihm näherliegcnden Anstalt dafür wirken würde, daß nicht politisiert, das heißt, Pogrvmagitatwn gegen eine Minorität betrieben werde. Las ist wirklich die Hauptsache, die aber nicht für Jerusalem .zu verkünden ist. Im redaktionellen Telle enthaltene entgeltlich: Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Wie n, 26. März. * Herzl-Grabgang. Ter Keren Kaiemeth l'Israel teilt mir: SämMche Taimen u-nid Herren, vie sich als Abzcichenverkän'ie>r km Keren Kase-moch zur Bevsüguinig Mellt haben, tvewen ^aebeten, sich tvnbedmgt imt Lau'se des boutWen Tages m Bumau, 1. Boz., Kärinttrerstraße 28, die Logitimationen [oHrttc Abzeichen abholen Zu nvollen. — Die v-eSmanaitlichL.Laiibeskom!M>iss'!Ms-!Sitz>u,N!g des Keren Kaiemeth fmbet heacte, 7 Uhr äbenids. rm Burea-u ves Keren Kaje!mel!h, 1. Baz., Kärn-dner- ' straße 28, statt. * Die „Volks-Zeitung" in Wien vollendet cvm 31. d. das 70. Jahr ihres Bestrcmvdes. Am 1. April 1855 nnt-er dnn Na>men .Konstitiuttonelle Vorstavt-ZoitiU'Nig" gegrün-de-t, hat d'e „BoMS- Zeittmg" wührenb ihres la>n>g!iäh'0i'Aen Bestainves ste!s für v:e Freiheit umh ga:sti.ge Eniwickluing des österwichilschen Volkes g-ekänchst. In vies-snr Destvsben ließ sie sich durch dre DvMWsalievmrgen der roakttonären österrsichischsn Rsgicrnmaen (Ver- - bot des EvschoinenS. des EmMerkauifes usw.) nickt 'berrren. Mit ihrer Kleimen Ausgabe ist die „BEs-Zätihmg" das meistgelesene BlM Oesterreichs. * Dr. Gustav Jellinek, Spdalavzt für innere Krankheitert, erhrett eine nene Telephon-Mmrnver: 97-2--16. * Frühling? Gestern gab es das langersehnte Schörtwetter. Es len^rlte bereits bedeEich Die BorauMage ist äber UlreribriMch Md stellt e>me nach unsicheve Wetterlage fest. „M a-i st t r ü b, später auch ausgiebige Niederschläge in AiuDcht", wird omEch verkündet. * Ueberfall in der FranzensbrUckenstraße. Vorgeiter.n gegen halb 3 Uhr früh wrrcde der 17jährige Kellner Alois Malh seiner Angabe nach chne jeden Grund vn der Franzenshrückenistvaße von zwei dhm nnbekannien Burschen mißhandelt. Gr verscheuchte seine Angreifer durch mchreve Schreckschüsse. . Malh erlitt mehrfache Berwnrtdun'gen und mußte ins SPM igabvacht werden. * Verhaftung eines gefährlichen Kasseneinbrechers. In tiitKiit Kalsif-vehMts in der Nordbahnst'. ife« wurde gestern der violisach vorbestrafte KasseNeinbrecker Leopold Huemer, >der den Spitzrranleu „Der Husavervleo" führt, vorhaftet. Unter anderem hat er and) den Ei^nbrnch nn Arboitstosetramt der Stadt Wien' in der Sttmrpergasse verübt. * Die Lebensmüden. Am 24. d. Mrrde Oberhalb der Llspevnbrücke die Lerche cÄvrs fangen Mamres aus dom Wasser gezogen. Nach Dokumenten wurde sie als die des fort dem 20. v. M. vermißten Kunstschlossers Mois Schreiber erkamut. Es dürfte ein Selibstnrord vor liegen. — Geistern vormittags hat sick) die Private Hermme M. durchs Einatmen von Leuchtgas zu vergiften versucht. Das Motiv der Tat düvftc un^bückl'ichr Liebe getvesen seirr. " Der falsch« Kurdenprinz. AuL London^ wird gemeldet: In Liv-onpcol wuvae ciu politischer Hochstapler sestaorrommen, der mit, omem Danrpser aus Amerika m Liverpool angekeunnen war. Der D!anu bazeichnete sich gls Em'rr von'Knrdista-n und hatte sich unter seinen Mitdassaigveren einen großen R-efpekt verschafft. Er trug eine herrliche Uniform, goldene Epan.le't'ten und juwolenbvsetztv Orden. Ter Mann Micht zehn oder zwölf Sprachen und macht den Ciiwdruck eines Aristckvaten. Er tvar sehr überrafcht, als Gn in Liverpool ein Detektiv ouiftoidovte, mit ihm Mr Polizei zu kommen, folgte aber ohne weitere Umstände. Tie PEzvi erklärt ihn für einen Hochstapler, der von Llmertka ans.gewiesen lvmde. Der englische ' Miir'tt'r des Innern hat lttttimehr die Angelegenheit selbst in die Hand grnmmnen. - E Trauung. Am Sonntag den 39. b., 3 Uhr nachmittags, findet die Tvanung des Herrn Dr. Benjamin Doll mit Frl. Irma Hostenberg. Tochter des Herrn Leo Hollenberg, im Jsrael'itüfchen Tempel zu Wierr, 8. Boz., Neudoggergasse, statt. K Erklärung. Endesgs^rtigteS Bezirksvabbin-tt gibt hiermit der Osfftntvichkeit hokamut, daß .Junerol" 100 Prozent reines Fett cms Kokosnüssen unter ferner Oberaufsicht auch für Ostern erzeugt wird und Mter ständiger Kontrolle sneS vom geiertigten Raibbmate ernauinten frommen jüdischen Au>ffehe-rs ncht. der während der ganzen AvbsttsM im Werke anwesend ist mvd auch die Paket-erung beaussichtigt. Kurverol mit dem Ostorsivge-l ka>nn daher von jedem strenggläubigen Juden in den OsterfeiertageÜ verwendet werden. 2. B. Ehrevfeld. Oberrabbiner der Stadt MatterSdoof. L Spezialbehandlung von Asthmaleide« tm Wiener dhvltkahllch«therapMtWn JnsttM Dr. OstevmMW. - 9. Vvz-, SpStasgasst 1 a. Tel. S9-1^S. Ord. 10 biS Ü Uh-L 7229