Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2190 (26.3.1925)
- Date
- 1925-03-26
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 Men, Donnerstag vereise. SorfrSge und Versammlungen. Seniorenverband der Z. M. B. Wiens. Kaute, halb 8 Uhr abends, auf der Ro>bur-Bndc, 9. Bez., Serviten-gaffe 4, Vortrag des Herrn Dr. Finkclstein. Leopold st ädter Volksheim. 2. Bez.. Ai'-kusgaffe 48. 7 Mpc: Hochschulassistent Dr. Bruno Hu'ber: Hebungen im Pflanzenbestimmen. * Jüdischer Wohltätigkeitsverein „Brüderlichkeit". Wien, 2. Bez. Der neu gegründete jüdische Wohltat igkoitsverem „Brüderlichst" feierte am 14. d. in den S-outerrainräumen des Cafes Rembrondt fein Grümdungsfest, zu rvelchem sich ein zahlreiches Publikunr einaesünden halle. Das Fest, verbunden mit einem reichhaltigen Bortragsprogramm. wies auch guten materiellen Erfolg auf, so daß der Verein bereits in Kürze darangehen kann, im Rahmen einer Mazzoth- und Kinderbeklerdungsaktion in dieser Zeit schwerer wirtschaftlicher Not aktiv vor die jüdische Oeffentlichkeit zu treten. — Am 23. d. fand die konstituierende Generalversammlung des neuen Vereins statt, bei welchem Anlässe Herr Dr. Wolf Herzberg zum Ghrenprotekwr und Herr Jakob Morgenstern zum Ehrenobmanne ernannt würden. In den geschäftsführenden Vorstand wurden gewählt: Obmann: Oskar Goldschmidt; Obmann-Stellvertreter: Malkiel Grünwald; Schriftführer: Karl Pick und Ing. Leon. Kosch; Kassiere: Jakob Wecsz und Em. Fischl; Revisoren: Sal. Spiegel und Salo Pick; Beiräte: Ad. Fviedmann, Beruh. Schimko, Ad. Herz, Sam. Kohn, Hevm. Tanne und Jakob Berger. Bühne und Kunst. Sie «unbesetzte „Kabale und Liebe". Reinhardt hat sein im Vorjahre zelebriertes Schillerest wiederholt, wenn auch nrrt kleinen Varianten. Nie und nirgends ist Schillers prunkvolle Bühnendramatik prunkvoller zur Geltung gekommen als in Reinhardts Inszenierung und geistiger Regie van Kabale und Liebe". Förster hatte aus dom Präsidenten einen aalglatten, parfümierten, bis zu den Fingerspitzen geschminkten Hofmann gemacht. Rainer ist derber, trockener, tragischer; ein Stück Ironie und ein großes Stück Menschenverachtung — zwischen diesen beiden Polen läuft sein Schicksal ab. Und vielleicht wird Rainer dazu kommen, die Philipps, die Albas, vielleicht sogar die, Mephistos zu spielen. H o m o l k a s Wurm ist mehr die Mensch gewordene Empörung des zum „Wurm" Geborenen und Entwürdigten als die perfide Bestie. Sein Kopf ist schwarz («dicht rot), seine Geste sparsam, der Mund verschließt mehr als er verrät. Keine Schabloncpifigur, ein neuer Typ. - Klopfer auf der Bühne malt Stimmung, Milieu, Geschichte, der Zeit voraus eilende Tragik. Er war ein Kanrmer- - dimer, dessen Söhne die Bastille gestürmt haben. Nach Else Lehmann verblaßte Frau Burg, viel Detailmalerei, wenig Wirkung. Uninteressant die Kammerjungfer des Fräulein Hofer. Und doch ein Glanz über allem. o. r. Ans den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Fenster". A k a d e m >i e t h e a t e r. Haute als Aufführung der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Möliaves „Die Gezierten", Nestvoys Poffe ,/Frühere Berhältnisse" und Kadalburgs Lustspiel „In Civil". Morgen, halb 8 Uhr abends. „Der Raub der Sabinerinuen". Operntheater. Morgan -Freitag, 7 Uhr, gelangt „D a s Bildnis d e r M a d o n n a", Oper in zwei Wien von Lothar Ring, Musik von Marko Frank, zur Uraufführung. Nach dieser Uraufführung gelangt wogen Erkrankung mehrerer Mitglieder statt der augskündigten Oper „Gianni Schlecht" Kienzls malcdramatische Allegorie,-Sa n ct issimum" zur Aufführung. Volks oper. Haute „Tann Häuser". Morgen „Aida". Theater in der Josefftadt. Morgen, halb 8 Uhr abends, Erftauifführuing des Schauspiels „Der Schattenfr sch er" von Jean Savment. Bürgertheater. Morgen, 7 Uhr abends, Erstaufführung der Operette „Die blonde Sphinx" von Max Niedevberger. Raimund-Theater. Sonntag, halb 4 Uhr nachmittags. „F rau Hol i c". Lustsp-i elthe ater. Als nächste Novität gelangt das französische Lustspiel „Das verschlossene Paradies" von Hemrequm und Coolns mit Charlotte Ander ZM Aufführuu-g. Der Schriftsteller Johann Szekelh gestorben. Aus Klau-- sendurg wird uns berichtet: Hier starb nach langem Leiidan im Alter von 34 Jahren der freEamite jüdische Dichter und Schriftsteller Johann Sz s k e l y. Der Verstorbene, einer der Hauptmitavbeietr des jüdischen Tag'blatts „Uj Kalot", zählte zu den angesehensten Dichtern der jüngeren Generation. Er stammte aus Großwarde-in, ging dann nach Budapest, wo er zum Anhang des Grasen Michael Karolyi gehörte. Nach dem Fehl, schlagen der Karolhi-Revolution mußte Szekoly mit seiner Familie Ungarn verlassen und lebte als Emigrant in Klauseübuvg, wo. er wie so Viole ungarische Intellektuell^ sich mit ganzer Se-ele dem Zionismus anschloß. Als Dichter war Szekelh einer der befähigtesten Vertreter >der My-Richbung. Während seiner Wanderung akquiriere Szekely ein schweres Lun gen leiden, dem er nunmehr erlag. Nadiopronramm. Donnerstag den 26. März. 9 Uhr: Marktbericht. — 11 bis 1 Uhr : V o r m i t t a g s k o n % t r t. — 1 Uhr 5 Min.: Uraniazeit. — 1 Uhr 20 Min.: Wetterbericht. — }/A Uhr i Wiener Börte. — 4 bis 6 Ubrr Nachmittaaskonzert. Rossini: Die diebische Elster; Bayer: Marien- Walzer; Tschmkowskh: Romanze; Beethoven: Menuett; Simon: Berceuse; Ponchielli: La Giaconda, Phantasie; Ernst: Elegie für V-iol'iw-Sölo; Strauß: Ein Herz und ein Sinn; Jascha: Revanche, Potpourri; Schertzinger: Marchetta. — Halb 7 Uhr: Bor trag. Ing. Dr. Wilhelm Huer. Präsident des technischen Versuchsamtes: „Technischwlssenschaftliche Institutionen zur Förderung der Industrie und der Gewerbe". — 8 Uhr: Kamm er musik abend (Quartett Burbaum). Borodin: Streichquarntt D-Dur; Schubert: Strerchquartettsatz Opus Posch.; Smetcma: Streichquartett E-Moll. .(Aus meinem Leben): als Einlage: -von Frau Prof,. .Stella Warrg, (Hochschule Wiener Morzenzettunz. Serichtssaal. Di« Gültigkeit «iner in Singapore geschloffenen Mischehe. Ein Senat des Zivkllandesgerichtes unter'dem Borsitz des Hofrates Stein hatte über die Gültigkeit einer in S i na apore geschlossenen Ehe zwischen einem Juden, -dem Diamantenhändlcr Markus Z., und einer Katholikin, der Tänzerin Henriette E. m entscheiden. Beide sind österreichische Staatsbürger. Der Vertreter der Ehegattin stand auf dem Standpunkt, daß die Che nach dem in Singapore geltenden Rechte, das auch eine (Sfyc zwischen Juden und Katholiken als rechtskräftig erklärt, gültig sei. Der Ehegatte wendete dagegen ein, daß die Ehe zwischen zwei österreichischen Staatsbürgern wegen des Chehindernisses des Katholizismus ungültig sei. Der Gerichtshof erkannte über sine Anfrage an das Bundeskanzleramt auf Gültigkeit der Ehe. Die Pfandgeschafte -er Seelensanierer. Vor dem Bezirksgericht Fünfhans fand nach wiederholter, Vertagung die Schlußverhandlung über eine Klage statt, die der Kaufmann Ludwig Pollak gegen den Privaten Heinrich Hauser auf Herausgalbe von Schmuckgegenstän-den, dve dom Beklagten von der Heimat-Bank als Pfand gegeben worden find, schoben hatte. Der Kläger hatte von der Volksbank Heimat" 11,800.000 Kronen als Darlehen gegen Verpfändung von Schmuck erhalten. Da die Rückzahlung auf Raten erfolgte, wuchs die Schuld durch die Zinsen auf 16,160.000 K an. Pollak tilgte die Schuld zur Gänze und verlangte nun die Herausgabe des Schmuckes, die chm aber mit dem Bemerken verweigert wurde, daß die Dank im „Ausgleich" sei. Durch Intervention der Wirtschaftspolizei erfuhr nun der Kläger, daß sein Schmuck von der Bank an den Beklagten werter verpfändet wurde. Dom Beklagten war es bekannt, daß es sich um bereits verpfändete Gegenstände handelte und daß die Bank wiederholt Anstände wogen solcher Pfandgeschäfte gehabt habe. Der Beklagte wendete ein, daß es sich um Go«nitäüde handelte, die er von der Dank gegen ein Darleihen in Pfand erhielt. Woher der Schmuck stammte, ha'be ihn nicht interessiert. Die als Zeugen vernommenen Direktoren der verkrachten Bank Stöckl und V o l f i ck erklärten, es für nicht bedenklich gehalten zu haben, derartige Pfandgeschäfte zu machen. Der Richter gaib der Klage statt und verurteilte den Beklagten zur Herausgabe des Schmuckes, weil er diesen nicht red- > i ch. sondern nur vertrauensselig erworben habe. Er hätte sehen müssen, daß das Hauptgeschäft der Heimat-Bank,. und zwar in mißbräuchlicher Art, im Vorsatzgeschäft bestanden habe. _. Volkswirt. Sie Seldsammler-Kompagnle. Von Dr. Heinrich Schreiber. Die Regierung hat den Entwurf eines Geldeinlagengesetzes (Bucheinlagen) im Nationalrat emgebracht und gleichzeitig -den Entwurf der Durchführungsverordnung für die Konzessronierung des Bankgeschäftes veröffentlicht. Man kann nicht gerade sagen, daß beide Entwürfe über das Bank- und Geldwesen zusanimengchören, und dies deshalb nicht, weil sie in ihrem Geltungsbereich verschiedene Reichweite haben; aber man muß zugeben und erkennen, daß sie in manchen Berührungspunkten sich treffen und ergänzen. Die Verordnung über das BankgMerbe betrifft (von Aktienbanken und ähnlichen körperschaftlichen Gebilden abgesehen) ausschließlich das Bank- und GÄdwechflergeschäft und ersaßt es in seinem ganzen, vollen Umfange, mithin, neben der verzinslichen Entgegennähme von Geldern, die Kreditgewährung, die Finanzierung und alle einschlägigen Geschäftszweige.. Sie wurden ldurch das Bankhasdungsgesetz unter Konzessronszwang gestellt und die Durchfi'chrungsvewrdnung reglementiert in Einzelheiten, wie dieser gesetzlichen Pflicht nachzukommen ist. Den Haupttvnnipf spielt Gesetz und Verordnung dahin aus, daß es auch auf die bestehenden Bank- und Geldgeschäfte 2lmWendung findet, so daß alle Bankfirmen, die von einzelnen Personen oder Personengemeinschaften (offenen Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften) hohen oder minderen Ranges di« Gerechtigkeit zur Fortführung ihres Bankgeschäftes neu erwerben müssen. Wer nicht Gnade vor den Augen der Bankgewerbobehövde findet, muß zusperren; Wohlverhaltung und Vertrauenswürdigkeit werden strenge -geprüft; es findet eine genaue Gene r a l m u st e r u n g statt, der sich niemand entziehen und von der niemand enthoben wrden kann. Die Devise dazu liefert die Notwendigkeit zur Sanierung des Bankgeschäftes, die Sehnsucht, es von krankhaften Auswüchsen zu heilen und es daher der sorgsamen Beobachtung der Obersten finanziellen Sanitätsbehörde zu unterordnen. Das Geldeinlagen ge setz verfolgt das gleiche heilsame Ziel; auch dieses Gesetz fetzt die bundesbehöMiche Aufsicht ein über alle Kassenschalter, die Geldeinlagen gegen Büchel, Scheine oder andere Rückzcchluugsbebe-ge entgegennehmen. ES bezieht und beschränkt feine W'iivksamkeit aber nicht auf Bank- und Geldlvechslergvschäfte allein, die an sich konzessionspf-lichtiig sind, sondern dehnt sie auf alle Gesch äftsleute aus, die, ohne Bankiers und ohne konzessionspflichtig zu sein, B u ch e i n l a g e n (Gelder gegen Spavbüchel) hereinnehmen. Das können neben den Miienbanken, neben den Privatbankiers und Sparkassen, auch Kreditvereine und Genossenschaften, Konfunivereine, Sparvereine und ähnliche Ge- Die FESTN U M M ER \ der „Wiener Morgenzeitung" von Somtlig den 29« MMrs erhalten nur jene Abonnenten, die mit der Bezugsgebühr nicht Im Rückstände sind! 26. Mär; 1925 Nr. 2190 bilde, ja auch sonstige Erwerbs- und AktiengesellsHaften und füglich auch Einzelkaufteute usw. sein. Man wird und kann einwenden, daß auch bisher nach dem herrschenden Rechtsbestande Haupttrumpf dieses Gesetzes liegt wieder darin, daß das gedie Ausgcüw von Geldciulagebüchcln (Spar- und Schuldbücheln) vcvboten und nur mit behördlicher Bewilligung zulässig war; indessen der Erläuterungsbericht zum Gesetzentwürfe läßt erkennen, daß eine solche Auffassung nicht durchwegs klappt und es wird in den Motiven ausdrücklich hervorgchoben, daß die Fälle, namentlich im Wirvsal der Inflation sich gemehrt haben, daß einzelne Privatleute sich zusammengesetzt und kurzerhand eine Kreditgememschaft kreiert haben, die einer bchördlichen Bewilligung entraten und daher ohne eine solche Genehmigung Gelder gegen Büchel entgegennehme« ^durfte. Dies soll aufhören, freilich nur, soweit es nicht schon bis 1. März d. I. (dem Stichtage für die Neuregelung und Konzessionspflicht) toleriert werden mußte. Indessen der samte Geldein'lagenyeschäst über einen gemeinsamen Leisten geschlagen wird, daß der Staat als Aufsichtsstelle nicht bloß das Goldeinlagenwcsen kontrolliert, sondern auch dom Zinsfuß fein Maß nimmt und gibt, daß sich für alle Spargelder und Büchel der Einlagezinsfuß in gleichem uniformen Schritt bewegen muß, alle dem nämlichen Kommando gehorchen müssen. Das Regiment wird so stramm geführt, daß jede Insubordination mit dem Verfalle der Gerechtigkeit bestraft und jeder Ausreißer aus Re'ih und Glied der Geldsammler-Kompagni« gestoßen wird. Sie Lalorifientng der Borkrlegrwerte I« Seutfchlaud. Generelle Aufwertung auf S Prozent, Berlin, 25. März. Nach der Vossischm Zviduug" wird der Ge-setzeutwurs ^er Röichswgievmlg über die Aufwertnnhoute veräffeutlicht werden. Dem Gesetzentwurf ist eine ansftihrlichc Begründung bsigegöben. Ucber den Inhalt des AuswertuugsplaMs weiß das .berliner Tagelbilatt" folgende EinFvlheiten: An der Unterscheidung zwischen altem und neuem Besitz wird festgchalten. Besitz an Kriogsanloihe, der vor dem 1. Jämrer 1920 erworben wurde und dessen Existenz durch die VermögenssteueveLklävuug vom 31. Dezember 1919 nachgewiesen ist, gilt schlechthin als alter Besitz. Ausnahmen werden bezüglich mündelsichever Anklagen, Kirchengelder und Wohltätigksitsfon-ds gemacht. Eine generelle Aufwertung erfolgt auf fünf Prozent. Die Aufwertung wird cheovetli'sch auch am neuen Besitz vorgenommen, jedoch erfolgt die Ausnahme des Zinsendionstes nach sämtlichen Reparationszahlungen. Für die Verzinsung des alten Besitzes werden jährlich 40 Döillionen Mark im Budget zur Verfügung gestellt. Die Höhe des Zinssatzes richtet sich nach der Gesamtsumme des älten Besitzes und den für die Zinslvistung zur Vevfüguug stehenden Summen. Für sozial Bedürftige werden 2 Prozent des gezeichneten Nominalbetrages als jährliche Rentenzahlung mlsgeworfen. Hiefür werden gleichfalls 40 Millionen Mark in Aussicht genommen. Der D'.visenhandel an der Dirner Wrse. Am 26. d. tritt die neue Devisenordnung in Kraft, laut welcher den befugten,Deviisenl)äud!levn und. Devisenvermittlerin der freie Handelt in ausländischen Zahlungsmitteln gestattet ist. Die Kursfoststellung erfolgt wie bisher im täglichen Clearing unter Leitung der Ocsterveichischell Na* tionälbabk, die Verlautbarung diüser Kurse aühcingsweise im nichiamrüch m Teil des Kur Mattes. G.schäfte in auAandischen Zchlungsnntteln haben daher, auch wcna sie ün Börsenscoal abgeschlossen tverden, noch nicht den Charakter von Börsen gesch ästen. Gegen die Institution der Steuermandate. Die M'tern unter Vorsitz des Vizopräsidenten Loopolvd Langer avMhalifcoite Vollversammlung des Gromiailrates der Wiener Kauflinaninschaft beschäftigte sich mit den Nachteilen, welche die Institution der Steuerman-date für die Steuerträger mit ftdj bringe. Gremialrat Adler beitortte, daß von den Steuerbehörden Mandate horairsgeigeiben werden, in dem Bewußtsein, daß diese Aiandate how sind und in der Absicht, den Steuerträgern, welche die Kosten und die Una»rnehmlich'keiten eines langwierigen Sleuerrokursvekfahvens fürchten, du-rch diese« Schrecken eine höhere alls gebührende Steuerisummo itiiuitott* bürden. Die Versammlung forderte das Präsidium des Gremiums der Wiener Kaufmainnschaift aus, beim Finainzmiuister Dr. Ah r er dahin vorstellig ,yu worden, daß feine im Mationalvat Mgelbene Zusage, die Marrdatspraxis >erhMich einzuschran-- ken, «bald in die Tat umgesetzt werde. Statist'jede Nachrichten. Zn der Märznummer der österreichischen Monatsschrift „Statistische Nachrichten" ist eine Uckersich: über \i; ö.i’rerrcia;ifdi?»( ^iußenhandol im Iai-.-e 19^4 sowie eine Hauptiübersicht und EilHöldarstellung des Außenhandels im vierten ViertÄjähr 1924 enthalten. Außerdem enthält die Nummer eine Uebersicht über die' Wirtschaftslage Oesterreichs im ersten Viorteillfahr 1926, Groß- und Kleidhandelspreise, Judexzfffern, e-ine Zusanrmeüstellung über die berusliche Gliederung der Tlribeitnchnrer soüvie EinMtatfftikerl über Zuckerproduktion, Aribeitevlöhne in Rußland, Avbeitslosigkelt in Oesterreich und vieles andere. Zu bezichen durch di» Berwabtrmg, Wien, 1. Bez.. Hol-eustausengasse 7. Große Insolvenzen in der Tschecho-Slowakei. Aus Prag wird telegraphiert: Do.rr „Prager Tagblatt" wird aus Preßburg gemeldet, das; die Holzfirma Sternlicht % Comp, m Losencz in Z a h I u n g s u n s ü h i g k e i t geraten ist. Die Aläubigrrliste umfaßt 45 Firmen mit einer Gelsamtsordeeung vorr lo.89 Millionen ischech. Kronen und Forderungen in unga^iich^r, deutsche.- und ^u.olii'cher Währung im Werte von 209.000 tscheu' Kronen. Weiters meldet das Matt, daß die P l i: >e v i ce r K u n st m ü v \ e mit einem Betrag von 5,98 Millionen tih--"h. Kronen -aistunasunMig avwocden ist. Die Mtioen betragen 1.? Millionen. Schlußlich ist die Firma Genceiner!n Nenrra mi: einenr Pkirag von 2,03 Millionen »ichech Kronen zahlu'lgsunfäh'g geworden, die Aktiven vrtoage« t7(i.0l.'0 li'clrech Kronen. Erleichterung der polnisch«« Rohölausfuhr. Aus Warschau meldet P. T. A.: Der Industrie- und HamdelSauLschuß des Larrdtages hat sich mit dem Gesetzeutwu-rf betreffend das Verbat der Ausfuhr von Naphtha nach dem Ausland beschäftigt, Um die Bohvumgen auf dem bis nun noch